Hallo zusammen,
ich habe eine Frage bezüglich des Umgangsrechtes/Urlaubsrechtes.
Zur kurzen Erklärung: die Tochter ist 9 Jahre und lebt in Baden Württemberg der Vater in Hessen. Die Entfernung beträgt ca.280 km.
Meine Tochter denkt immer ich würde es verbieten, dass Sie Ihren Papa sieht, aber genau das will ich nicht.
Ich hatte gestern ein ziemlich unglaubliches Telefonat mit meinem Ex.
Dort hat er mir vorgeworfen, das ich das Umgangsrecht/Urlaubsrecht untersage. Dies stimmt aber nicht, weil es mir sehr wichtig ist das meine Tochter Kontakt zum Vater hat. Ich sage Ihm jedes Jahr wann L* Ferien hat, obwohl dies überall zu lesen ist. Dann sage ich Ihm er soll mir doch bitte auflisten wann es bei Ihm passt und wann er Sie nehmen kann. Seit Januar frage ich Ihn, ob er L* zu Pfingsten nehmen kann, daruaf warte ich bis jetzt noch.
Ich hätte auch gerne das er Sie mal an einem WE nimmt. Die Fahrt von 280 KM ist ihm aber zu weit. Ich bitte Ihm an das wir uns auf halber Strecke treffen, das passt Ihm auch nicht.
Mir macht er aber immer den Vorwurf, dass ich Ihm das Kind entziehe. Was meint Ihr als Väter was ich hier machen kann. Ich liebe meine Tochter hatte äber ganz gerne ab und zu mal eine freies Wochenende.
Was kann ich hier machen????
________________________________
Bitte Forenregeln beachten! Keine Realnamen verwenden!
Hallo Kugel,
mir fehlt in Deinem Beitrag der Hinweis, woran die Treffen, Wochenenden bzw. Ferien nun tatsächlich scheitern. Mach einen Beratungstermin beim JA aus oder organisiere einen Termin bei der Familienberatung.
Sende ihm Vorschläge nachweisbar zu, zB per Email. Wenn Du bereits Kontakt zum JA hast, dann denen die Mail in Kopie. Besprich mit Deiner Tochter Zeiten, in denen sie zum Papa möchte und lass sie anrufen und selber fragen, ob er sie am xx.xx. um yy Uhr abholen kann. Dann sieht sie an seiner Reaktion, ob er wirklich will oder nur Dir den schwarzen Peter zuschiebt.
LG LBM
"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
Moin Kugel,
wann hat Eure Tochter denn das letzte Mal ihren Vater gesehen ?
Wer hat die Entfernung geschaffen ?
Ich liebe meine Tochter hatte äber ganz gerne ab und zu mal eine freies Wochenende.
... und wenn Du ihm mal anbietest, Euer Kind die komplette Strecke zu bringen (und ein schönes WE für Dich in Hessen zu verplanen) ?
Besten Gruß
United
Hallo Kugel,
mir fehlt in Deinem Beitrag der Hinweis, woran die Treffen, Wochenenden bzw. Ferien nun tatsächlich scheitern. Mach einen Beratungstermin beim JA aus oder organisiere einen Termin bei der Familienberatung.
Sende ihm Vorschläge nachweisbar zu, zB per Email. Wenn Du bereits Kontakt zum JA hast, dann denen die Mail in Kopie. Besprich mit Deiner Tochter Zeiten, in denen sie zum Papa möchte und lass sie anrufen und selber fragen, ob er sie am xx.xx. um yy Uhr abholen kann. Dann sieht sie an seiner Reaktion, ob er wirklich will oder nur Dir den schwarzen Peter zuschiebt.
LG LBM
Hallo LBM,
ich bitte Ihm regelmäsig an unsere Tochter auch mal vorbei zu bringen und meine Eltern holen Sie in regelmäßigen Abständen ab bzw. wir treffen uns auf halber Strecke. Sie ist dann genau 10 min. von Ihm entfernt und trotzdem klappt es nicht mit den treffen. Ich bin weg gezogen mit seinem ausdrücklichem Einverständnis. Anfänglich bin ich jedes WE nach Hause gefahren und dies wusste er, da ich Ihn vorher informiert habe. Da hieß es immer er müsse arbeiten und hat keine Zeit.
Wenn ich zum JA gehe, heißt es gleich wieder ich würde Ihn unter Druck setzen wollen und keine Rücksicht nehmen. Er muss doch auch das Bedürfnis haben seine eigene Tochter sehen zu wollen, oder?
Gestern Abend hat meine Tochter angerufen, das war der 1. Kontakt nach 2 Monaten da hatte Sie nämlich Geburtstag. Sie war tot unglücklich, weil Sie nicht einmal eine Karte oder ähnliches bekommen hat.
Ich versuche mich gerade in Ihn hinein zu versetzen und hoffe mir hier die Sichtweise aus männlicher Sicht. Vllt. bin ja auch ich die schuld.
Ich versuche mich gerade in Ihn hinein zu versetzen und hoffe mir hier die Sichtweise aus männlicher Sicht. Vllt. bin ja auch ich die schuld.
Hallo Kugel
Sich als Frau versuchen in Männer hinein zu versetzen ist genauso Sinnlos wie umgedreht. Jeder Mensch, egal ob Mann oder Frau tickt anders.
Ich kann mir vorstellen das er sein Einverständnis zu deinem Umzug gegeben haben mag, aber ob das letzten Endes die Wahrheit war, waage ich zu bezweifeln. Man(n) betrachtet das oft aus einer Perspektive die schwer nachzuvollziehen ist. Frau zieht weg und nimmt das Kind mit. Horror Pur an sich für einen Vater. Die Entfernung spielt auch eine Rolle. Außerdem bliebe noch die Frage offen: "Wie sieht es mit den Emotionen/Gefühlen des Papa aus?". Es soll Väter geben die durch ihre Besuchsrechte emotional sehr beeinträchtigt werden. Leider spreche ich da aus eigener Erfahrung. Wenn ich meinen Sohn bei mir habe bin ich die erste Nacht sehr aufgewühlt und kann kaum schlafen. In der zweiten Nacht geht es dann. Kaum ist er wieder bei seiner Mutter das selbe Spiel. Ich komme dann erst nach 2 bis 3 Nächten zur Ruhe.Wer weiß, vllt geht es ihm ähnlich und er hat für sich entschieden "Lieber ein Ende mit Schrecken, als Schrecken ohne Ende". Kommt immer auf die Umstände an. Schwer Vorstellbar das er sich aus Egoismus nicht um sein Kind kümmert, was aber auch möglich ist.
Jarod45
Hallo Kugel,
offensichtlich hat der KV andere Prioritäten!
Ist unverständlich, nicht nachvollziehbar, sautraurig. Aber nicht zu ändern. Wenn es bei ihm nicht "klick" macht.
Vielleicht kannst du nochmal etwas mehr zu den Umständen schildern?
Wie lautet die Umgangsvereinbarung, wie lange getrennt, seit wann klappt der Umgang nicht (mehr)? Usw.
LG, mahjoko 🙂
LG - Life´s good, meistens! 😉
Hallo Kugel,
offensichtlich hat der KV andere Prioritäten!
Ist unverständlich, nicht nachvollziehbar, sautraurig. Aber nicht zu ändern. Wenn es bei ihm nicht "klick" macht.
Vielleicht kannst du nochmal etwas mehr zu den Umständen schildern?
Wie lautet die Umgangsvereinbarung, wie lange getrennt, seit wann klappt der Umgang nicht (mehr)? Usw.
LG, mahjoko 🙂
Hallo Mahjoko,
also wir sind seit rund 8 Jahren getrennt. Der KV ist seit gut 4 Jahren verheiratet. Der Umgang hat noch nie wirklich geklappt, es sei denn ich habe darauf bestanden. Umgangsvereinbarung haben wir keine, da ich Ihm immer gesagt habe er solle seine Tochter wann immer er will sehen können. Wenn er möchte hätte ich kein Problem damit, dass er jedes WE seine Tochter sieht, bzw. hollen kann. Da wir 280 Km ausseinander leben ist dies sicherlich sehr schwierig. Seit dem wir nach KA gezogen sind, hat er unsere Tochter noch nicht einmal zuhause besucht bzw. 1x bei der Einschulung.
Unsere Tochter möchte Ihn aber gerne mehr sehen. Leider weiß ich nicht wie ich das anstellen soll, da er immer sagt er hat keine Zeit. Zu Pfingsten hat er 4 Tage frei, aber er weiß nicht, ob er da Zeit hat für seine Tochter. Kann ich es beim JA festlegen lassen, das er unsere Tochter bzw. sie Ihn regelmäßig sieht?
Hi Kugel,
nein, beim JA kannst Du nichts verbindlich festlegen lassen. Das kann man nur mit einer gerichtlichen Regelung erreichen. Allerdings ist auch das sinnlos, wenn der Vater nicht will. Man kann allerdings auch einen Beschluss mit Zwangsmitteln belegen lassen.
Nur, was bringt es, wenn der Vater widerwillig sein Kind holt, nur damit Du bei Gericht kein Zwangsgeld festsetzen lässt?
LG LBM
"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
Hi Kugel,
ich denke du hast nicht so viele Möglichkeiten. Zuallererst, bewahre dir deine Ansichten darüber, dass du den Umgang wichtig findest. Aber mach keine Kopfstände für den Vater, lebe dein Leben, aber sei immer bereit, ihn ins Leben eurer Tochter zu integrieren. Wenn er andere Prioritäten hat, kannst du diese leider nicht ändern. Du kannst aber versuchen, ihn "wachzurütteln". Schreib ihm doch mal einen Brief, in dem du ihm schilderst, dass du es wichtig findest, dass er als Vater an Leben eurer Tochter teilnimmt, und wie du dir das vorstellst. dass du ihm entgegenkommst, einige Strecken Fahrt übernimmst, den Urlaub gern mit ihm abstimmst usw. Schreib ihm auch, wie wichtig das für die Tochter ist. Mach ihm einen Umgangsplan, wie du dir es vorstellst, als Vorschlag, den er gern kommentieren, verbessern, anpassen darf und zwar bitte bis zum ... Denn danach wirst du deine eigenen Pläne machen, und dann kann er gern immernoch wegen Umgang anfragen, muss aber akzeptieren wenn es nicht klappen sollte. Wichtig ist, keine Vorwürfe, also eher in der ICH-Form als Du zu schreiben, und auch die Kindersicht in den Vordergrund rücken. Er muss merken, dass es dir um die Elternebene geht, und die Paarebene längst abgeschlossen ist. Das fällt vielen schwer zu trennen, vielleicht liegt da eins der Probleme für ihn - aber das zu lösen ist SEINE Sache.
Außerdem kannst du zusätzlich noch Folgendes machen: denk an alle Geburtstage von ihm, und seinen Eltern oder Verwandten, falls diese wichtig im Leben eurer Tochter waren, und lass sie eine Geb.karte schreiben. Außerdem sollte der Papa auch Ostern, Vatertag, Weihnachten usw. einen Gruß von ihr bekommen. Ob du selbst auch unterschreibst, ist Geschmackssache, aber es soll ja vom Kind ausgehen, und das kannst du lenken, da in dem Alter das noch nicht so ganz allein klappt.
Ich denke, wenn du so vorgehst, hast du alles getan was möglich ist. Und brauchst weder ein schlechtes Gewissen zu haben, noch Frust, weil er nicht der Vater ist, den du dir so vorstellst. Denn darauf hast du leider keinen Einfluss.
Und zu diesem Forum hier, hier sind vorwiegend Männer/Väter aktiv die so gern ihre Kinder sehen würde, aber nicht dürfen, weil die Mütter es mit allen Mitteln verhindern. Die können sich alle schwer reinversetzen in jemanden, der kein Interesse am Kind hat. Das solltest du wissen, da entsprechend die Antworten ausfallen. Lies einige Geschichten und du wirst verstehen, was ich meine.
ligr ginnie
Durch Nachsicht setzt man der Gewalt kein Ende: damit bestärkt man die Gegner nur in der Gewissheit, sie hätten es mit einem Schwächling zu tun, der leicht zu bezwingen ist
Hallo,
ich denke, der Zug ist abgefahren.
Was anderes kann ich leider nicht feststellen.
Wenn sich jemand trotz offenen Hauses jahrelang nicht kümmert, nicht in die Puschen kommt, was den Umgang betrifft, dann wird sich das wohl nicht mehr ändern.
Zwingen lassen kannste ihn. Aber ich ( in gleicher Situation!) würde es nicht tun.
a) Was denkt denn bitte das Kind, dass sich jemand nur mit ihm trifft, weil derjenige es MUSS.
b) Tut er es denn wirklich, wenn er eine Regelung aufobstruiert bekommt?
Was noch zu klären bleibt, sind die Tage, an denen er plötzlich Interesse an seinem Kind hat.
Da musst du eine Regelung für dich finden.
Ich kann euch/dich gut verstehen, bei uns ist es ähnlich: Der KV hat keine Zeit, will sich nicht auf bestimmte Termine festlegen lassen, und jammert immer, dass er die Kinder nicht sehen darf. Er nennt es auch gerne mal "Kindesentziehung", aber trotzdem ist er nicht mal bereits, beim JA eine Regelung zu vereinbaren oder zu einem Gespräch zu erscheinen.
Alle paar Monaten "will er in einer Stunde die Kinder, ich fahre gerade mit der Bahn los!". Dass wir soo kurzfristig nicht können und dann schon eigene Pläne haben: Ihm doch egal. Es sind SEINE Kinder ...
Diese Väter wollen nicht.
mahjoko 🙂
LG - Life´s good, meistens! 😉
Moin Kugel,
es gibt tatsächlich eine Spezies Väter, die - auch lange nach einer Trennung - ihre persönliche Kränkung durch solche Aktionen zum Ausdruck bringen. Zum Beispiel darüber, dass sie "damals" von Frau und Kindern verlassen wurden.
Bei manchen dieser Exemplare würde - wenn überhaupt - Umgang nur stattfinden, wenn man ihnen die Kinder frisch gewaschen und ausgeschlafen frei Haus liefert (am besten noch mit der Verpflegung für die Umgangszeit), damit sie ihren Nachwuchs gnädigerweise ein paar Stunden lang bespassen. Natürlich nur, solange nichts Wichtigeres (Grillabend mit Freunden, Ausschlafen am Wochenende etc.) dazwischenkommt. Vorab planen können diese "Kollegen" ihre Umgangszeiten nicht, aber wenn sie genug haben, soll Muddi die Kinder wieder abholen.
Du kannst niemanden dazu zwingen, Vater im Sinne des Wortes zu sein; auch nicht mit juristischen Mitteln. So ist das Leben: Die einen Väter kämpfen um jede Viertelstunde Umgang und würden ihr letztes Hemd dafür geben; die anderen nehmen Umgang nicht mal wahr, wenn er ihnen auf dem Silbertablett präsentiert wird. Die Kinder machen sich mit der Zeit ein eigenes Bild über solche Laumänner.
Grüssles
Martin
When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.
moin Kugel,
was ich da lese macht mich sehr traurig, gerade was deine (eure) Tochter betrifft.
Ich fahre im Jahr ca. 8000km damit ich meine Jungs für paar Stunden habe und Streite mich mit der KM das ich die Kinder auch mal über Nacht haben möchte und muss wieder aml das Gericht damit beauftragen eine neue Reglung festzu legen.
Wie schon von meinen Vorrednern erwähnt es gibt solche und solche Väter, der eine soll und möchte nicht und der ander würde alles dafür geben und es ist ihm verwehrt! Hier findest du nur die zweite gruppierung!
Mach doch mal dem KV den vorschlag, das er sich mal dieses oder ein anderes Forum durchliest, damit er etl. sieht was er doch für ein glück hat das du ihm seine Tochter geben möchtest und das eure Tochter ihn immer noch so lieb hat und ihn vermisst.
Obs was bringt, ich weiß es leider nicht.
Aber ich wünsch dir und vorallem deiner Tochter alles Liebe und das Sie irgendwann eine Richtige männliche Bezugsperson findet.
Gruss Janusz
