Hallo an alle,
mein Mann hat aus erster Ehe 2 Kinder die bei der Mutter leben. Er hat damals den Kontakt abgebrochen, weil er keine Kraft mehr zum kämpfen hatte. Wahrscheinlich war es der falsche Weg, aber sonst wäre er daran kaputt gegangen. Die Kinder waren damals 4 und 2 Jahre. Heute sind sie 12 und 10 Jahre alt. Er hat seit den Jahren die Kinder nie wieder gesehen. Ich hab vor ein paar Wochen gelesen, daß der Vater halbjährig Fotos und Zeugnisskopien von den Kinder verlangen kann.
Mein Mann hat vor ein paar Wochen ein Schreiben aufgesetzt mit der Bitte um die Auskunft und hat ihr eine Frist von 4 Wochen gegeben. Die Frist war jetzt um und es ist natürlich nichts gekommen.
Er hat jetzt das Jugendamt eingeschaltet, die sie nochmals angeschrieben haben aber ohne Frist.
Wie lange muß er jetzt warten, ob sie sich meldet und wie sind die weiteren Schritte? Sollen wir dann vor Gericht klagen?
Es gibt hierüber auch ein Gesetzt das besagt
Jeder Elternteil kann vom anderen Elternteil bei berechtigten Interesse Auskunft über die persönlichen Verhältnisse des Kindes verlangen, soweit dies dem Wohl des Kindes nicht widerspricht. über Streitigkeiten entscheidet das Familiengericht.
Hatte jemand schon was ähnliches erlebt und könnte uns helfen?
Hallo Unbekannte,
ich kann dir nur "aus dem Bauch heraus" antworten, von der rechtlichen Seite hab ich keine Ahnung.
Ich finde es nicht korrekt, auf welche Art und Weise der Vater an die Sache herangeht. Völlig gleichgültig aus welchen Gründen der Kontakt abgebrochen wurde, sich 8 Jahre nicht zu rühren, dann der Mutter eine Antwortfrist von vier Wochen zu setzen und nach fruchtlosem Ablauf das Jugendamt einzuschalten, finde ich einfach nicht in Ordnung.
Besser wäre es gewesen, der Mutter einen netten Brief OHNE Fristsetzung zu schreiben, in dem die Sehnsucht des Vaters nach den Kindern zum Ausdruck kommt und der gleichzeitig vermittelt, dass man nur an den Kindern interessiert ist und keinesfalls alte Streitereien aufleben lassen möchte.
Durch die Fristsetzung und das Einschalten des Jugendamtes habt ihr eigentlich der Mutter nur wieder die Bereitschaft zum Kampf vermittelt.
Vielleicht nützt ein weiterer erklärender Brief an die Mutter noch etwas - ich drück euch die Daumen.
Schöne Grüße
Robina
Danke für die Antwort
Der Kontakt ist damals abgebrochen, weil sie nicht mehr wollte daß er die Kinder sieht. Sie hatte sich damals von ihm getrennt, weil sie einen anderen kennengelernt hat mit dem sie einige Monate darauf sofort mit ihm zusammenzog. Sie wurde vom neuen Mann auch sofort wieder schwanger. Und sie wollte mit dem neuen eine neue Familie. Und da störte der frühere Ehepartner. Und das musste er spüren. Sie verweigerte ihm immer mehr die Kinder und es kamen nur noch Beleidigungen. Er konnte einfach nicht mehr.
Er weiß daß er auf nette art bei ihr keine Chance hat. Von ihr kommt von anfang an nur alles amtlich und mit anwalt. Nichts persönliches, nichts nettes.
Mein Mann möchte doch einfach nur mal wieder seine Kinder sehen. Hat ein Mann den nur Pflichten und gar keine Rechte.
Nochwas
Seine Exfrau ist von dem mann auch schon wieder weg. Sie hat von dem auch 2 Kinder. Sie hat jetzt schon wieder einen neuen.
Hallo Unbekannte,
Mein Mann möchte doch einfach nur mal wieder seine Kinder sehen. Hat ein Mann den nur Pflichten und gar keine Rechte.
So sehr ich dich hier verstehe, doch letztlich hat er 8 Jahre lang nichts unternommen, was die Situation verbesserte. Was ist gerichtskundig? Was hat er anl. Geburtstage, Oster, Weihnachten, Einschulung usw. gemacht?
Sicherlich gibt es Urteile zur Informationspflicht des Betreuungselternteiles über die schulische, gesundheitliche und soziale Entwicklung des Kindes in einem Intervall von sechs Monaten. Aber wo kommt "plötzlich" das Interesse her? Halte dir bitte vor Augen, dass dem KV vorgeworfen könnte, er hätte die bisherige Situation schließlich eine lange Zeit mitgetragen.
So verwerflich der Lebenswandel der KM auch erscheinen mag, er bietet keinen Anhaltspunkt, keine Begründung für das Vorhaben. Alleinig die verstrichene Zeit zählt. Ihr könnt natürlich versuchen Gründe zu finden, die das Verhalten des KV erklären und alles darüber aufziehen.
DeepThought
Der 15. Senat des OLG Celle befindet vatersein.de
in den Verfahren 15 UF 234/06 und 15 UF 235/06
als "professionell anmutend".
Meinen aufrichtigen Dank!
Hallo
Schön ist das nicht was der KV da gemacht hat aber das kann man nun mal nicht mehr ändern.
Also ich würde auf alle Fälle da dran bleiben. Der KM noch einmal einen netten Brief schreiben und wenn sich dann nichts rührt vor das Gericht. Wird vielleicht nicht viel rauskommen aufgrund das er sich so lange nicht gemeldet hat. Aber schlieslich haben die Kinder ein Recht drauf und der kindesvater hat die Pflicht laut Gesetz. Will er nur Info oder auch den Umgang??? Zahlt er Unterhalt???
Bei bei Marco
Moin Marco,
Schön ist das nicht was der KV da gemacht hat
Naja, so aus den Schilderungen fand seitens der KM ein massiver Umgangsboykott statt. Zudem ist das 8 Jahre her, also vor der Kindschaftsrechtsreform passiert. Da tickten die Uhren bisweilen noch anders bei Gericht.
Aber schlieslich haben die Kinder ein Recht drauf und der kindesvater hat die Pflicht laut Gesetz
Stimmt ab dem 01.07.1998, nur sind seit dem auch schon fast wieder 6 Jahre vergangen.
Zahlt er Unterhalt???
Hat mit dem Umgang nix zu tun und ist für die Beurteilung unerheblich. (Ja, ich weiß, nur wenn der Mann das Mammut vor die Höhle schleppt, darf er auch die Kinder sehen.)
Grundsätzlich finde ich den Gedanken ja gut. Ich weiß kann nur nicht erkennen, welche Aussicht auf Erfolg das hat. Ferner ist unklar, wie die Kinder derzeit fühlen.
DeepThought
Der 15. Senat des OLG Celle befindet vatersein.de
in den Verfahren 15 UF 234/06 und 15 UF 235/06
als "professionell anmutend".
Meinen aufrichtigen Dank!
Hallo DeepThought
[quoNaja, so aus den Schilderungen fand seitens der KM ein massiver Umgangsboykott statt. Zudem ist das 8 Jahre her, also vor der Kindschaftsrechtsreform passiert. Da tickten die Uhren bisweilen noch anders bei Gericht.
te]
Ja das mag sein vorm gericht aber ich denke mal nicht bei einem Vater. Ist mir schon klar das ein massiver Umgangsboykott seitens der KM stattgefunden haben muss. Dies sich nur vermuten lässt. Dies finde ich aber nicht grrechtfertigt(KV), aber man sich ja kein Urteil darüber bilden kann weil man ja die Hintergründe nicht kennt. Deswegen
Schön ist das nicht was der KV da gemacht hat
quote:
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Zahlt er Unterhalt???
--------------------------------------------------------------------------------Hat mit dem Umgang nix zu tun und ist für die Beurteilung unerheblich. (Ja, ich weiß, nur wenn der Mann das Mammut vor die Höhle schleppt, darf er auch die Kinder sehen.)
Da geb ich dir recht hat auch nix damit zu tun dies wollte ich für mich wissen, hat mich halt interressiert weil das ja wohl bei vielen so ist das Sie Ihre Kinder nicht sehen wollen oder können aber immer schön Unterhalt zahlen, so nach den Motto naja ich hab mich doch um mein Kind gekümmert hat doch immer pünktlich den Unterhalt bekommen.
Ferner ist unklar, wie die Kinder derzeit fühlen.
Dies liese sich sicherlich herausbekommen. Man darf da ja keine Wunder erwarten aber eine langsame Annäherung wird vor Gericht auf alle Fälle drin sein und wenn es nur für den Anfang ein betreuter Umgang ist. Nach dieser Zeit finde ich dies besser als nichts und alles weitere klärt sich dann von selbst. Die Kinder kommen nun auch langsam in einen Alter wo sie sich Ihre eigene Meinung bilden können, unabhängig in gewisser weise von der KM.
Mir ging es eigentlich nur darum den KV Mut zumachen und das er was tun soll für seine Kinder.
Von der rechtlichen Seite denke ich mal hat er auch eine Chance kommt halt auch drauf an was er erwartet .Oder nicht? Auskunft und vielleicht ein betreuter Umgang ist nach meiner Meinung nach drin. Er sollte aber vorher außergerichtlich alles versuchen, z.B. persönliche Kontaktaufnahme zu der KM oder bitte um eine Mediation und so weiter.
Wenn dieser Beitrag jetzt zu weit weg vom eigentlichen thema ist dann Lösche ihn bitte O.K.
ein Gutes Nächtle wünscht euch Marco (der jetzt schon ganz kleine Augen hat)
