Ich habe nun seit fast 4 Monaten einen Sohn. Die ersten zwei Monate bin ich mit der KM wieder zusammen gekommen. Dawir nicht wirklich miteinander können haben wir uns getrennt. Seit fast 1,5 Monaten habe ich zweimal die Woche für 1 Stunde Umgang mit meinem Sohn. Der Bezug wird immer geringer. Ichüberlege mir ernsthaft den Kontakt im Sande verlaufen zu lassen. Richtig durch ringen kann ich mich noch nicht und suche Argumente die eher gegen ein aufrecht erhalten des Kontaktes sind. Ja, mir ist bewußt das mein Sohn sichnicht entscheiden kann. Mir ist aber auch klar das diese Art von Umgang für ein Kind nicht beonders von Vorteil ist. Was soll der kleine in drei Jahren den denken bzw. wie soll der Umgang dann sein. Man entfernt sich doch immer mehr.
Bräuchte hierzu Meinungen. Danke im vorraus.
Hallo Kerl,
ich stelle mal eine Gegenfrage. Wie sieht denn für Dich ein Umgang mit Deinem Sohn aus, bei dem Du der Meinung bist, dass das Entfernen verhindert wird?
LG LBM
"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
Was soll der kleine in drei Jahren den denken bzw. wie soll der Umgang dann sein. Man entfernt sich doch immer mehr.
Bräuchte hierzu Meinungen. Danke im vorraus.
Wenn Du da keinen "Bezug" spuerst, laeuft da was schief. Auch ein 4-Monatiges Kind kommuniziert durchaus. Und mit dem Alter wird das mehr. Mit 2 Jahren hast Du es mt einer eigenstaendigen Persoenlichkeit zu tun. Wenn Du dann noch keinen Bezug wahrnimmst, wuerde ich mir Gedanken machen, bis jetzt aber eher locker sehen. Vielleicht ist aber auch in der Umgangsgestaltung das Problem. Bei nur einer Stunde bist Du wahrschelinlich weder fuer die Ernaehrung noch fuer die Hygnienie "zustaendig"? Ersteres ist fuer ein Stillkind natuerlich schwierig, fuer ein Flaschenkind aber nicht, letzteres aber auf jeden Fall moeglich, und beides traegt moegleicherwiese zur Bindung bei. Also vielleicht kann man hier was drehen oder auch am zeitlichen Rahmen? Jedenfalls waere es ziemlich voreilig jetzt aufzugeben, weil Du wuerdest wirklich viel verpassen.
Hey
suche Argumente die eher gegen ein aufrecht erhalten des Kontaktes sind.
Das wird schwer werden da Argumente zu finden, denn es gibt wohl keine Argumente die gegen das aufrechterhalten des Kontaktes sprechen...
Mir ist aber auch klar das diese Art von Umgang für ein Kind nicht beonders von Vorteil ist
Gar keine Umgang ist noch weniger von Vorteil!!!!
Zweimal die Woche für eine Stunde ist nicht wahnsinnig viel..aber besser als nichts, was spricht dagegen das du ihn für 2-4 Stunden z.B. nimmst u mit ihm z.B. los ziehst, spazieren gehen etc..
Bedenke dennoch er ist nun noch wahrlich sehr jung..
Wird er älter, sollten auch die Zeiten ausgedehnt werden..usw. ...
Kein Kontakt ist wohl das absolut schlechteste was man machen kann...
Was soll der kleine in drei Jahren den denken bzw. wie soll der Umgang dann sein.
Deutlich mehr, einen ganzen Tag, oder auch über Nacht, dürfte kein Problem dann sein...
Gruß
Jens
Hallo Kerl,
ich stelle mal eine Gegenfrage. Wie sieht denn für Dich ein Umgang mit Deinem Sohn aus, bei dem Du der Meinung bist, dass das Entfernen verhindert wird?
LG LBM
Ein Umgang sieht so aus, das der Kindvater das Kind in den ersten Monaten bzw. Jahren eventuell zwei sehr oft sieht. Ich gehe voneinem Umgan im Abstand von zwei Tagen aus. Hierbei soll natürlich der Tagesverlauf prägent sein. Wie in einer anderen Antwort schon erwähnt, Windeln wechseln sowie Fläschchen geben. Je nachdem wird die Zeitdauer über ein bis zwei Jahre gehen.
Natürlich ist mir klar das ich mit meinem Sohn heute schon einiges Veranstalten kann. Lediglich die zwei Stunden in der Woche halte ich für föllig daneben. Die KM will sie nicht ändern. Beimir geht der Bezug zu dem Kind immer mehr verloren. Hierzu sei gesagt das ich die Schwangerschaft schonnicht mit bekommen habe.
Moin Kerl,
in der Regel wird hier immer ein sogenannter "Dreisprung" empfohlen.
1. Gespräch mit der KM
2. Gespräch mit dem JA/ einer vermittelnden Beratungsstelle für Eltern (Familienberatung)
3. Umgangsklage
Wenn Du Interesse daran hast, den Umgang beizubehalten und auszuweiten, kannst Du hier auf Hinweise und Tipps hoffen. Vorher solltest Du aber Dir selbst klar werden, ob du das wirklich willst oder ob Du - wie im Eingangspost beschrieben - eigentlich die Verbindung kappen willst. Sollte das der Fall sein, muss Dir bewußt werden, dass es hinterher schwer wird, regelmäßigen Umgang einzufordern. Auch für Deinen Sohn sollte es, auch wenn er noch so klein ist, kein Hin und Her geben.
Mit der Vaterschaft ist aber alles geklärt? Du bist Dir sicher, der Vater zu sein, Vaterschaft ist anerkannt, Unterhaltsstreitigkeiten gibt es nicht? Die haben mit dem Umgang zwar nichts zu tun, jedoch erleichtern natürlich regelmäßige und pünktliche Zahlungen die Darstellung Deines ernsthaften Interesses am Kind und seinem Wohlbefinden.
LG LBM
"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
Also, wir waren während der Schwangerschaft bei einer Beratungsstelle für Erziehung der entsprechenden Stadt. Tut mir leid, aber es wurde lediglich pro Mutter beraten. Das Jugendamt müßte ich ausprobieren. Mein Anwalt den ich auf suchte sagte bezüglich Umgangsrechts nichts weiter.
Nun, natürlich interessiert mich mehr Umgang mit meinem Sohn. Ich kenne bis jetzt leider keinen Weg. Daraus resultierend und mit den Ergebnissen die ich bis jetzt kenne kam der Gedanke des Rückzuges.
Hallo Kerl,
überlege dir mal, wenn in 20 Jahren ein junger Mann vor dir steht und fragt, wo du die ganzen Jahre warst, was antwortest du dann? Mir war zweimal 1 Stunde Umgang mit dir als Baby zu wenig und dann habe ich es halt gelassen?
Es gibt hier andere User, denen wird der Umgang komplett verweigert. Ich kann nur dazu raten, erst mal so weiterzumachen und wenn das Kind älter ist und nicht mehr gestillt wird, eine Umgangserweiterung anzusprechen.
Gruß
Martin
Hallo Kerl,
Argumente gegen den Umgang sind für mich, wenn das Kind unter den Streitigkeiten der Erwachsenen leidet. Dann kann (nicht muss!) man abwägen, ob es für das Kindeswohl weiterhin gut ist, wenn es diese Kämpfe hautnah miterlebt und ob es sich unter diesen Konflikten weiterhin gut entwickeln kann.
Ein weiterer Grund wäre für mich, wenn das Kind für den Umgangselternteil einen "Störfaktor" darstellt, zum Beispiel, wenn das Kind ausserehelich gezeugt wurde und durch den Umgang die bereits vorher vorhandene Familie durch jeden Umgang an den Fehltritt erinnert wird. Wobei man hier natürlich auch an die Verantwortung von den Erwachsenen plädieren kann, aber wir sind ja alle nur Menschen.
Gegen Umgang würde ich mich auch aussprechen, wenn der Umgangselternteil nicht in der Lage und/oder nicht willens ist, mit dem Kind umzugehen und es altersgemäß zu betreuen. Das käme zum Beispiel bei schweren Behinderungen zum Tragen.
Bei dir sehe ich es eher so, dass du den Konflikten aus dem Weg gehen willst. Ich schreibe dir hier als Mutter, deren ExPartner und Vater des gemeinsamen Kindes keinen Umgang wollte. Aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen, dass das Kind massive Probleme mit der Abwesenheit des Vaters hatte, es fühlte sich schlichtweg nicht geliebt und völlig uninteressant für den Vater.
Willst du diesen Eindruck bei deinem Kind hinterlassen?
Du schreibst nichts über den Umgang an sich. Kannst du deiner Ex anbieten, dass du ihr das Kind zweimal die Woche für drei Stunden abnimmst, damit sie was für sich tun kann wie einkaufen, relaxen, Freunde treffen, etc?
eskima
Liebend gerne würde ich das meine KM vorschlagen. Die Antwort lautet " Nein ". Jedern Vorsschlag den ich mache wird abgeblockt. Während der Schwangerschaft gingen wir zur Erziehungsberatung. Ich schlug vor mich rechtzeitig als Vater anerkennen zu lassen. Sie äuerte sich nicht. Hintergund der Anerkennung war, wenn sie die Geburt nicht überlebt aber das Kind hätte ich zumindest rechte darauf. Erst nach der Geburt hat sie mich anerkannt. Von mir wurde vor zwei Wochen vorgeschlagen den Mittwoch mit einer Stunde auf eine halbe zu reduzieren und die andere halbe Stunde auf den Freitag zu legen. Auch hier ein " Nein ".
Hallo Kerl,
Du wolltest ein Argument gegen den Umgang, hier ist es:
Man geht wissenschaftlich davon aus, dass bleibenden prägenden Charakter nur Umgangspersonen haben, die ab dem 4. Lebensjahr eines Kindes kontinuierlich eine Rolle spielen.
Schenkt man dieser Erkenntnis Glauben, so wäre es zumindest Deinem Sohn die nächsten dreieinhalb Jahre egal, was Du machst.
Aber vielleicht fragt er Dich irgendwann einmal nach dieser Zeit. Dass könnte Dich dann möglicherweise in eine unangenehme Situation bringen.
Gruß
Thorsten

