Hallo und guten Abend,
ich bin neu in diesem Forum habe aber eine wirklich dringende Frage auf dem Herzen....
Und zwar:
Ich habe einen neuen Partner. Er ist seit 20 Jahren mit seiner Frau zusammen und seit ca. 8 Jahren mit ihr verheiratet. Es sind 2 Kinder da (5 und 8 Jahre)
Die Eltern haben sozusagen die Rollen getauscht. Die Frau ist bei der Stadt Vollzeit beschäftigt und der Mann betreut seit 4 Jahren die Kinder. Er ist absolut angagiert, ohne Zweifel. Die Mutter kommt nach Hause und macht so gut wie keinen Handschlag mehr. Die Tochter hat kaum einen Bezug zu ihrer Mutter, der Junge ein wenig mehr.
Nun hat mein Partner wahnsinnige Angst die Kinder zu verlieren, wenn er die Scheidung einreicht. Seine Frau droht nämlich damit, sie würde dann nur noch halbe Tage arbeiten gehen, die Kinder nehmen und er soll arbeiten gehen.
Er möchte aber weiterhin die Kinder behalten und über kurz oder lang würden wir sicher auch zusammen ziehen. Ich selbst habe einen 15 Monate alten Sohn.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Kinder der Mutter zugesprochen werden.
Welche Erfahrungen habt Ihr? Oder wie schätzt Ihr die Situation ein?
Herzlichen Dank und lieben Gruß
Hi Ambra!
Zuerst mal Willkommen bei VS!
Grundsätzlich kann man deine Frage nicht wirklich beantworten, da hängt einfach viel zu viel dran und es sind so unglaublich viele Faktoren, die das Ergebnis beeinflussen können, daß einfach alles möglich ist.
Ich will dich da jetzt nicht entmutigen, aber wenn du hier ein wenig liest, wirst du feststellen, daß in einigen Fällen der gesunde Menschenverstand sagt, daß das Kind eigentlich zum Vater kommen MUSS, und trotzdem wird anders entschieden...
Dein Partner kann sich ev ans JA (Jugendamt) wenden, sich dort mal beraten lassen, die jetzige Situation schildern und auch gleich von Anfang an signalisieren, daß er, sofern die Kinder bei ihm bleiben, den Umgang mit der Mutter auf jeden Fall fördern wird.
Geht dein Partner auch arbeiten, Teilzeit oder so?
Was ich dir als "Zweitfrau" noch raten kann - versuch ihn zu unterstützen, aber pass auf, daß du nicht seinen Kampf kämpfst.
Sei für ihn da, aber laß dich nicht zu sehr hineinziehen.
Und was mich noch interessiert:
Wie lange seid ihr schon zusammen?
Ist er der Vater deines Sohnes?
Hoffe, ich trete dir mit diesen Fragen nicht zu nahe, aber ich möchte auch immer das Umfeld ein wenig genauer beleuchten, weil man dann die Situation besser beurteilen kann...
Viel Glück!
lg
vj
Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem. (Röm 12,21)
ich würde mir in eurem fall nicht dir frage stellen wie die richter entscheiden(den vor Gericht und auf hoher See.......)
sonder die Frage ....wie sehr liebt sie ihre arbeit..........und die Frage hat sich wohl schon erledigt oder?........
wenn er nun die Scheidung einreicht sollte er sich meines erachtens in keinem Fall sorgen machen ,er sollte nur wenn er die scheidung einreicht im voraus denken und alle eventualitäten geschickt im voraus den Wind aus den segeln nehmen............
(ich habe auch eine ex-Ehegattin die liebt ihre arbeit mehr als alles andere.....sie hat schon 3 anwälte(der letzte hat nicht mal mehr auf mein Rückschreiben geantwortet) verschliessen und die Kidis sind immernoch bei mir,wir ziehen zwar demnächst nochmal in die Schlacht aber auch diesmal bin ich guter Dinge....also schön ist mittlerweile schon dabei das ich die leutchen alle kenne bin zwar noch nicht per du aber .....kann ja noch kommen
so mehr weiß ich gerade nicht.....
Mein Sohn ist leider nicht von ihm und wir sind auch noch nicht allzulang zusammen.
Seine Kinder kennen mich und die Tochter schwärmt auch bei ihrer Mutter von mir 🙂
Mein Partner hat sich schon von einem guten Freund die Adresse eines wohl recht guten Anwalts geben lassen, um sich dort genauestens zu erkundigen.
Ihr schreibt, wir sollen alle Eventualitäten voraus planen... was genau meint Ihr damit? Worauf müssen wir achten?
Wann sollen wir zum JA? Schon bevor die Scheidung eingericht wird???
Fragen über Fragen...
Es frißt mich auf.
Hi nochmal!
Wann dein Freund sich an das JA wendet, bleibt, denke ich, ihm überlassen.
Er kann sich schon vorher erkundigen, sich beraten lassen, oder auch erst dann, wenn die Scheidung eingereicht ist.
Fragen über Fragen...
Es frißt mich auf.
Das hab ich gemeint.
Laß dich nicht zu sehr hineinziehen, mach nicht seinen Kampf zu deinem. Das hilft keinem was.
Es ist nicht leicht, sich da ein wenig zurückzunehmen, ich hab das selbst lernen müssen, aber glaub mir, es ist wichtig.
Sonst bist du auch total kaputt und kannst weder ihm, noch seinen Kindern, noch DEINEM Kind helfen - vergiß nicht auf dich selbst!
Ich kenn das. Man will helfen, man mag die Kinder und will nur das beste für sie, aber ER ist der Vater, er ist verantwortlich, daß er das gemeinsam mit seiner Frau regelt, nicht du.
Ich wünsche dir viel Kraft!
lg
vj
Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem. (Röm 12,21)
Hallo, Ambra
als Vater hat man hierzulande qua Geschlecht keine guten Karten in Sorgerechts- und Unterhaltssachen.
Normalerweise könnte man argumentieren, das die Arbeit der Ehefrau eheprägend war und sie diese auch nicht einfach auf die Hälfte runterschrauben darf. Tut sie es doch, müsste ihr ein fiktives Einkommen angerechnet werden, nach welchem sie Unterhalt zu zahlen hätte.
Eigentlich.
Gut möglich, dass sich aber ein Richter findet, der findet, das dieser armen Frau nicht auch noch die Kinder genommen werden dürfen - wo sie sowieso hingehören und ihr das ABR zuspricht. Bis man dann alle Instanzen durchhat sind einem die Kinder entfremdet und eine lange Zeit ist nuttzlos verstrichen.
Kann auch anders laufen - man kann einfach nicht die geringste profunde Prognose wagen, in dieser Konstellation.
Dein Freund sollte alles daran setzen, seine Ziele außergerichtlich durchzusetzen - er könnte ja umfangreiche Betreuungszeit bei der Mutter ermöglichen - hat er schon vom 50/50 oder Wechselmodell (Doppelresidenzmodell) gehört? (-> Google)
Wichtig ist für beide Elternteile das Wohl der Kinder an oberste Stelle der Prioritäten zu setzen und zu lernen die Elternebene von der Paarebene strikt zu trennen. (gib ihm doch mal die "Wünsche von trennungskindern an ihr Eltern" - ist glaube ich im Die Kinder - Forum getoppt).
Als praktische Tips würde ich deinem Freund noch auf die Schjnelle mitgeben wollen:
Alle Dokumente sichern (Fzg.-Brief, Geburtsurkunden, KK-Karten, Ausweise, Familienstammbücher, Heiuraturkunden, Kredite, Soz-Vers.Ausw.; Steuerbescheide, Kontoauszüge etc.pp), die erleichtern einiges - wenn es denn doch mal Haarig wird.
2. Wichtiger Tipp: Aufpassen, dass die Ex die Kinder nicht einfach "kassiert" und Tatsachen schafft - dann hat er nämlich wohl verloren. Das ist manchem hier schon passiert - das sind mit die schlimmsten Stories.
Gruß
haddock
PS:
Was ist mit dem Vater eures Kindes (habt ihr gem. SR; wenn nein, warum nicht), darf er es betreuen /besuchen ? Mal ganz indiskret gefragt 😉
