Hi Foris!
Fall im Bekanntenkreis: Zähneknirschende Trennung (verheiratet), Kind etwas über 2 Jahre. Vater (viele Dienstreisen) zahlt KU, Mutter (bisher Teilzeit) verzichtet auf TU, weil sie wieder auf Vollzeit aufstocken kann und daher keinen braucht (und er sowieso nicht einsieht, für sie zu zahlen). Alles prima, meint man.
Nur jetzt muss sie Kitazeiten aufstocken von 30 auf 50h/Woche und der Vater erteilt die Zustimmung nicht, weil er meint, das sei zu lange für einen kleinen Kerl. Ohne Zustimmung nicht mehr Stunden, ohne mehr Stunden keine Vollzeit, ohne Vollzeit am 1. ca. 900 Euro auf dem Konto. Ja, davon leben und arbeiten so gut wie unmöglich mit Kleinkind.
Also ich meine ja, der Typ hat den Schuss nicht gehört! Da will SIE sich NICHT auf den Hintern setzen und ihn blechen lassen (der verdient nicht mal schlecht) sondern selbst für sich sorgen und der legt ihr Steine in den Weg?
Mag man ja über so frühe Vollzeitbetreuung denken was man will, aber in der Not muss der Teufel eben Fliegen fressen und aus Erfahrung kann ich sagen, bei qualitativ guter Betreuung, schaden auch 50h nicht (zumindest wirkt mein Kind noch ganz normal!).
Was rate ich ihr jetzt? Sie rotiert natürlich! AG trommelt, weil er wissen will, wie er sie planen soll, sie hat n leeres Konto und der Typ bockt rum. :knockout: Ich hab gesagt: Geh zum Anwalt und stell ihn vor die Wahl: Entweder Unterschrift für die Stundenbeantragung oder wahlweise xxx Euro TU im Monat. :gunman:
Kopfschüttelnde Grüße, LBM
PS: Ach so-ho: einen besseren Vorschlag hat er übrigens auch nicht, zumal er sich nicht an der Betreuung beteiligen kann.
"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
Mal ganz dämlich gefragt: BRAUCHT sie seine Zustimmung? Ich meine nicht rechtlich gesehen, sondern real und praktisch.
Frag ich nur, weil ich trotz gemeinsamen Sorgerecht außer bei der Einwohnermeldebehörde noch nie irgendwo nach einer Unterschrift des Vaters gefragt wurde, obwohl ich immer das GSR angegeben hatte. Weder bei Kindergarteneinschreibung, noch bei Schuleinschreibung. Hieß immer lapidar, können wir drauf verzichten.
Ebenso hat die Ex meines Mannes ihren Sohn bei einem Internat angemeldet. Auf dem Anmeldebogen stand eindeutig, dass BEIDE Unterschriften nötig sind. Mein Mann hat nicht unterschrieben. Der Junge war trotzdem auf dem Internat.
Gruß AJA
hallo LBM,
du fragst uns, was du deiner freundin raten sollst
Was rate ich ihr jetzt?
und hast ihr bereits schon geraten ... :knockout:
Ich hab gesagt: Geh zum Anwalt und stell ihn vor die Wahl:
Entweder Unterschrift für die Stundenbeantragung oder wahlweise xxx Euro TU im Monat. :gunman:
hier wird allenthalben vor den freundinnen gewarnt,
die der ex etwas flüstern
mir scheint, grad das ist so ein fall ...
wenn der vater den standpunkt vertritt
50h/Woche [...] sei zu lange für einen kleinen Kerl.
so kann ich diesen standpunkt vollauf nachvollziehen, knapp über 2 ist er, "der kleine kerl", ja?
nicht nur, dass er duch die trennung den regeläßigen kontakt zum vater verliert,
jetzt soll er auch noch den allergrößten teil seiner wachen zeit in eine kita abgeschoben werden ...
ist ´nen bischen viel auf einmal für "so einen kleinen kerl", findste nicht?
Mag man ja über so frühe Vollzeitbetreuung denken was man will,
aber in der Not muss der Teufel eben Fliegen fressen
nicht der teufel muss hier fliegen fressen,
sondern ein grad mal 2 jahre alter "kleiner kerl"
(der sich, nur nebenbei, die trennung seiner eltern ganz sicher nicht gewünscht hat ...)
bei qualitativ guter Betreuung, schaden auch 50h nicht
dass die mittel an allen stellen knapp geworden sind
und dies gerade im bereich der kita´s zu erheblichen personellen schwierigkeiten führt,
worunter gerade die qualität der betreuung (wenn sie überhaupt schon mal gut war) arg gelitten hat,
davon hast du schon mal was gehört, ja?
nicht zuletzt aussagen wie:
Also ich meine ja, der Typ hat den Schuss nicht gehört!
und der legt ihr Steine in den Weg?
und der Typ bockt rum. :knockout:
belegen die qualität und neutralität deines rates ...
deine einsicht (wenn ich deine frage hier mal als solche werte),
dass es für deine freundin neben einem gang zum RA auch noch ganz andere möglichkeiten geben könnte,
die interessen des kleinen kerles besser zu wahren,
kommt m.e. ein wenig zu spät
der keim, den du mit deinem rat gelegt hast, ist vermutlich längst aufgegangen ...
gänzlich in das reich der spekulationen begebe ich mich, wenn ich unterstelle:
die zähne, die da knirschen
Fall im Bekanntenkreis: Zähneknirschende Trennung (verheiratet),
sind die des vaters,
dass die mutter auf TU verzichtet, nicht
weil sie wieder auf Vollzeit aufstocken kann und daher keinen braucht
(und er sowieso nicht einsieht, für sie zu zahlen).
sondern weil sie weiss, dass ihre ansprüche höchst fragwürdig sind,
und du dich selbstverständlich zuvor beim vater genauestens
über dessen einnahmen und ausgaben erkundigt hast, bevor du
(der verdient nicht mal schlecht)
postetest ...
wolf,
der sich gerne eines besseren belehren lässt
wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun,
sondern auch für das, was wir nicht tun
(j.b.molière)
Räusper, wolf,
das ist jetzt mal wieder ein Post, das ich weitestgehend nicht verstehen kann.
Da ist mal eine Mutter, die sich nicht auf den "Lorbeeren" der Scheidung ausruhen möchte, sondern für sich selbst sorgen will und dann wird sie in die Pfanne gehauen?
Ich persönlich habe auch geschluckt, als ich 50 Stunden gelesen habe, mannomann, das ist fast das Doppelte meiner Arbeitszeit und ICH hab ja schon immer Heimweh :wink:. Natürlich ist es eine Frage der Prioritäten, aber 900 € sind nun wirklich nicht viel. Andererseits ist es gerade in den Großstädten (ich kenne das zumindest von München) angesichts der hohen Mietpreise durchaus auch in intakten Familien üblich, dass beide Elternteile Vollzeit arbeiten. Es ist auch nicht ungewöhnlich, dass immer mehr Mütter keine Erziehungspause mehr machen.
Nicht falsch verstehen, MEIN Ding ist das nicht, ich habe mich bewusst FÜR Kinder und GEGEN Karriere entschieden, aber ich kann es akzeptieren, dass andere es anders machen.
Aber wie immer: wo kein Kläger, da kein Richter. Solange Vater und Mutter zusammen sind, fragt kein Mensch nach, ob, was und wie das mit den Kindern läuft. Kaum sind sie getrennt, wird von allen Seiten mit Argusaugen drauf geschaut.
Wo ich dir allerdings uneingeschränkt Recht geben muss, wolf:
hier wird allenthalben vor den freundinnen gewarnt,
die der ex etwas flüstern
Ich würde nun mal auch nicht gleich zum Anwalt rennen. Es gibt genug andere Möglichkeiten vorher, Beratungsgespräch, Mediation etc.
Gruß AJA
Guten Tag,
ich habe wolfs Post so verstanden, dass er den Focus auf das Kind und seine Bedürfnisse lenkt und ich finde, er hat Recht.
Es ist 2 Jahre alt, hat mit der Trennung zu tun und muss 10 Stunden am Tag fremd betreut werden.
Ich finde das für einen 2-Jährigen auch heftig.
Auch ist eine Vollzeiterwerbstätigkeit mit einem (kleinen Kind) sehr kräftezehrend. Was hat das Kind von einer überlasteten Mutter?
Es ist ja auch O.K, wenn die Mutter sich nicht auf den Lorbeeren der Scheidung ausruhen möchte, aber vielleicht gibt es da doch noch andere Möglichkeiten für die Mutter als sofort auf Vollzeit aufzustocken.
Vielleicht lässt es sich einrichten, dass sie zunächst halbtags arbeitet, bis das Kind so alt ist, dass es die Ganztagsbetreuung gut wegstecken kann. Klar hat sie dann erstmal wenig Geld, aber vielleicht kann sie andere Kosten reduzieren?
Zu den 900 Euros kommen doch noch Kindergeld und KU.
Ist der Vater immer auf Geschäftsreise?
Das Dasein ist eine Tatsache, das Leben aber ist eine Kunst.
Räusper, wolf,
das ist jetzt mal wieder ein Post, das ich weitestgehend nicht verstehen kann.
wen wundert´s, du kommst ja nunmal auch von der venus 😉
Da ist mal eine Mutter, die sich nicht auf den "Lorbeeren" der Scheidung ausruhen möchte, sondern für sich selbst sorgen will und dann wird sie in die Pfanne gehauen?
es geht mir nicht darum die mutter "in die pfanne zu hauen",
sondern ich möchte auf das schicksal "des kleinen kerles" hinweisen,
und anregen, darüber nachzudenken, ob es nicht noch andere lösungsansätze,
als die bisher der mutter (von LBM) empfohlenen, geben könnte ...
möglicherweise wirkt mein post, als "haue ich" LBM "in die pfanne" ...
ich will ihr/dir letztlich aber nur einen spiegel vorhalten
lg
wolf
edit:
mit "dir" meine ich dich, LBM, und nicht dich aja
(nur für den fall, dass ich mich wieder unververständlich ausgedrückt haben sollte :redhead:)
lavendel, kommst du vom mars? 😉
wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun,
sondern auch für das, was wir nicht tun
(j.b.molière)
Aber sie arbeitet doch bereits. Also mit mehr Verdienst is nich, außer sie stockt auf oder mscht nebenbei noch heimarbeit (wobei dann das kind ja auch nicht wirklich provitiert)
ich hab auch erstmal nachgerechnet und 10 Stunden pro Tag ist schon reichlich viel.
Es gibt dovch wohl nur die Möglichkeit: Entweder sie wartet mit der Vollzeit, dann müßte er ihr aber etwas EU zahlen, was er ja nicht will. Oder sie arbeitet Vollzeit, ist unabhängig von ihm, was er ja offensichtlich will, dann muß er ihr aber auch die Betreuung "genehmigen".
Einen Zwischenweg sehe ich derzeit leider da nicht.
@ wolf: tja, das ist halt immer ne Ansichtsache. Du hast sicher recht, das man den Augenmerk auf den Knirps richten soll, aber das heißt dann eben auch für den Vater, das er zumindest vorrübergehend zum KU auch EU zahlen müßte.... nur das will er nicht. Und ich denke das sollte man auch bedenken, bevor man eine Mutter steinigt, die kaum eine andere Wahl hat. Zu dem Verhalten des Vaters hast du dich gar nicht geäußrt... uch finde es auch nicht ok zu sagen:Ich zahle nix und mehr arebiten darfst du auch nicht. Klingt so nach: is mir scheißegal wovon ihr lebt...
LG Tina
Ein gebrochenes Versprechen ist ein gesprochenes Verbrechen
Moin Lavendel,
Es ist 2 Jahre alt, hat mit der Trennung zu tun und muss 10 Stunden am Tag fremd betreut werden.
Ich finde das für einen 2-Jährigen auch heftig.
Kann es sein, dass Du dem Irrtum unterliegst, dass nur die eigene Mutter ein Kind wirklich betreuen kann und jede "Fremdbetreuung" per se schlecht ist?
M.E. kommt es auf eine sinnvolle Betreuung an, die beispielsweise gewährleistet, dass das Kind nicht vor dem Fernseher geparkt, sondern altersadäquat beschäftigt und betreut wird. Ausreichender Mittagsschlaf und gute Ernährung gehören selbstverständlich auch dazu. All das setzt aber nicht voraus, dass der/die Betreuende die leibliche Mutter eines Kindes sein müsste; das können auch "familienfremde" Bezugspersonen absolut leisten. Einzige Bedingung: Sie sollten nicht ständig wechseln. In anderen Ländern ist es absolut üblich, dass eine Frau nur eine kurze Babypause macht und Kinder danach von Nanny's betreut werden. Auch die Kinderkrippen der DDR waren nicht die schlechteste Lösung. Und die Qualitäten einer Mutter stehen in keinem direkten Zusammenhang zur Anzahl der Stunden, die sie mit den Kindern verbringen.
Ich male jetzt bewusst einmal das Klischee von der berufstätigen Mutter, die im Berufsleben soziale Kontakte pflegt, Anerkennung und Selbstbestätigung bekommt und sich abends auf ihre Kinder freut. Diese Mutter setze ich gedanklich einmal neben die Mutter, der bei der abendlichen Bilanz drei Stunden auf der Bank am Sandkasten plus Windeln, am-Herd-stehen, Kinderkanal und "keine Zeit für mich selbst" einfallen. Ich wüsste nicht, warum Letzteres "besser" sein sollte - auch wenn man in Deutschland schnell dabei ist, eine berufstätige Mutter als "Rabenmutter" zu disqualifizieren und ihr das "Abschieben" der Kinder vorzuwerfen.
Also: Einfach einmal einen Schritt zurücktreten und erkennen, dass Mütter das Wissen und Können in Sachen Kinderbetreuung nicht allein für sich gepachtet haben. Wenngleich diese irrige und weit verbreitete Annahme in anderem Zusammenhang hier immer wieder Forumsthema ist...
Grüssles aus'm Wilden Süden
Martin
When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.
Es ist ja auch O.K, wenn die Mutter sich nicht auf den Lorbeeren der Scheidung ausruhen möchte, aber vielleicht gibt es da doch noch andere Möglichkeiten für die Mutter als sofort auf Vollzeit aufzustocken.
Vielleicht lässt es sich einrichten, dass sie zunächst halbtags arbeitet, bis das Kind so alt ist, dass es die Ganztagsbetreuung gut wegstecken kann. Klar hat sie dann erstmal wenig Geld, aber vielleicht kann sie andere Kosten reduzieren?
Zu den 900 Euros kommen doch noch Kindergeld und KU.
jeep, lavendel,
... und mit der St.-Kl. II ab dem 01.01.07 kommen auch noch ein paar taler mehr
wie kommst du darauf, dass ich die mutter "steinige" ?
ich habe mich weder zum verhalten des vaters noch zum verhalten der mutter geäußert,
wie könnte ich auch, hintergundinfos fehlen (übrignes nicht nur mir) doch völlig
ich habe leidiglich das augenmerk auf "den kleinen kerl" lenken wollen
und LBM -wie schon gesagt, nur jetzt mit anderen worten - aufzeigen wollen,
dass es auch noch andere sichtweisen geben könnte
wolf,
der sich schon ein wenig wundert, was für fähigkeiten er besitzt
wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun,
sondern auch für das, was wir nicht tun
(j.b.molière)
M.E. kommt es auf eine sinnvolle Betreuung an, die beispielsweise gewährleistet, dass das Kind nicht vor dem Fernseher geparkt, sondern altersadäquat beschäftigt und betreut wird. Ausreichender Mittagsschlaf und gute Ernährung gehören selbstverständlich auch dazu. All das setzt aber nicht voraus, dass der/die Betreuende die leibliche Mutter eines Kindes sein müsste; das können auch "familienfremde" Bezugspersonen absolut leisten. Einzige Bedingung: Sie sollten nicht ständig wechseln.
hallo martin,
als mensch, der genau so, wie du es hier beschreibst,
in seinen ersten, ihn prägenden, lebensjahren "fremdbetreut" wurde
muss ich dir hier ganz deutlich widersprechen:
es kommt nicht allein auf eine altersadäquate beschäftigung, ausreichenden mittagsschlaf,
gute ernährung und eine nicht wechselnde bezugsperson an
ganz wichtig ist die befriedigung des, in frühen jahren erheblichen, kindlichen bedürfnisses
nach emotionaler nähe, wärme, liebe und geborgenheit, aufmerksamkeit, kuscheln, schmuseeinheiten und und und
kann dieses die bezugsperson (aus welchem grund auch immer) nicht gewährleisten,
zieht dieses für das kind erheblichste probleme nach sich,
gefühle wie heimweh, trauer, allein(-gelassen)sein u.v.m. müssen verarbeitet werden,
werden, um in dieser situation zu "überleben", verdrängt / abgespalten
geschieht dieses über einen längeren zeitraum und gerade in diesen frühen,
das weitere leben erheblichst prägenden, jahren
darf man sich später nicht wundern, es mit einem "gefühlslosen" menschen zu tun zu haben,
der nicht nur negative sondern auch positive gefühle nicht wahrnimmt,
er hat sich dieses verhalten als kind schlichtweg angewöhnen müssen ...
keine frage, das kindliche bedürfnis nach emotionalem ist nicht zwingend an die mutter gekoppelt,
inwieweit diesem jedoch eine "kita-tante", umgeben von 20 anderen rackern, gerecht werden kann
wage ich zu bezweifeln
lg
wolf,
der von seiner mutter in ähnlich frühen jahren wegen deren berufstätigkeit
zu einem kindermädchen "gepackt" wurde (muttern´s eigenes wort vor noch nicht gar zu langer zeit ...)
und der mit 42 seit nunmehr 1 1/2 jahren mit seiner psych daran arbeitet,
sein defizit in der wahrnehmung und dem umgang mit seinen gefühlen zu verringern
das abspalten von gefühlen hat er sich damals angewöhnen müssen,
und angewohnte verhaltensweisen zu ändern, ist verdammt schwer ...
wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun,
sondern auch für das, was wir nicht tun
(j.b.molière)
@ brille
Nee, ich glaube nicht, dass nur die eigene Mutter das Kind adäquat betreuen kann.
Und ich unterliege auch nicht dem Irrtum, dass Mütter, die arbeiten gehen, Rabenmütter sind, wenngleich ich mir das schon oft anhören musste.
Ich habe selbst, um mein Studium auf die Kette zu bekommen und nunmehr auch um arbeiten zu gehen, auf Fremdbetreuung zurückgreifen müssen.
Das sah so aus, dass unser Sohn zunächst stundenweise bei einer Tagesmutter war.
Als er drei war, ging er in die Kita mit Übermittagsbetreuung.
Da fing ich dann an, im Studium richtig durchzustarten und habe mein Examen gemacht. Es war aber manchmal schon so, dass es unserem Sohn zuviel wurde mit der Kita und mein Mann und ich dann zugesehen haben, dass er eher abgeholt wurde oder auch mal einen Tag Pause gemacht hat.
Alles in allem habe ich das auch so nie bereut und ich glaube auch, dass es unserem Sohn nicht geschadet hat.
Auch heute müssen wir auf Fremdbetreuung zurückgreifen, über die unser Sohn auch schon mal murrt. Er meint, er sei kein Baby mehr und könne ja auch schon alleine klar kommen. Jetzt probieren wir das und auch das klappt für einen begrenzten Zeitraum gut.
Jepp und ich stimme dir zu, dass eine unzufriedene Mutter, die zu Hause vor sich hinsäuert für's Kind auch nicht toll ist.
Das von dir zitierte Statement bezog sich auf die Situation des betreffenden Kindes und implizierte nicht die grundsätzliche Ablehnung von Fremdbetreuung.
Ich wollte damit nur zum Ausdruck bringen, dass es für einen Zweijährigen, auf den in nächster Zeit einige Veränderungen hinzukommen, diese Lösung zunächst nicht sinnvoll sein könnte und es möglicherweise noch andere Lösungen gibt.
Lavendel.
Das Dasein ist eine Tatsache, das Leben aber ist eine Kunst.
Moin lsw,
als mensch, der genau so, wie du es hier beschreibst,
in seinen ersten, ihn prägenden, lebensjahren "fremdbetreut" wurde
muss ich dir hier ganz deutlich widersprechen:
[...]
ganz wichtig ist die befriedigung des, in frühen jahren erheblichen, kindlichen bedürfnisses
nach emotionaler nähe, wärme, liebe und geborgenheit, aufmerksamkeit, kuscheln, schmuseeinheiten und und und
[...]
inwieweit diesem jedoch eine "kita-tante", umgeben von 20 anderen rackern, gerecht werden kann
wage ich zu bezweifeln
Das eine schliesst das andere doch nicht aus! Natürlich braucht ein Kind seine Kuscheleinheiten, und natürlich kann das ein "Fremdbetreuer" nicht fortlaufend leisten. Aber welches Kind muss denn in einer Tour kuscheln? Und warum muss das ein blutsverwandter Erwachsener sein? 10 oder 20 andere Kinder bilden auch für einen 2-jährigen ein soziales Umfeld, das kaum mit Gold aufzuwiegen ist! Ich selbst bin in einer Grossfamilie aufgewachsen - mit 5 Geschwistern und Eltern, die aufgrund eines eigenen Geschäfts tagsüber auch meist nicht greifbar waren. So what? Es gab zu unserer Betreuung im halbjährlichen Wechsel Haushaltspraktikantinnen - und eben die Geschwister und Nachbarskinder. Und gekuschelt werden (inklusive erzählen, Bücher vorlesen etc.) konnte mit den Eltern abends und am Wochenende genug. Ich empfinde diesbezüglich jedenfalls keinerlei Defizite.
Es geht in dieser Frage ganz sicher nicht um die Anzahl der Stunden, sondern um die Ehrlichkeit der Gefühle. Wenn "jetzt kuscheln" nicht geht, dann geht eben "später kuscheln". Aber man kann die eigenen Kinder natürlich auch sehr früh an die "sofortige Bedürfnisbefriedigung" gewöhnen und dieser alles unterordnen. Dann müssen diese Kinder auch jederzeit essen, sobald sie ein wenig Hunger verspüren, weil ein bisschen Hunger aushalten und sich auf's Essen freuen ja nicht geht. Und ein paar Jahre später müssen sie sofort dieses T-Shirt und jene Schuhe haben, die sie irgendwo gesehen haben - wo es sinnvoller wäre, ein wenig darauf zu sparen. Aber ob dieses "jetzt und sofort" wirklich besser ist?
Im Beitrag der Openerin geht es darum, dass sie mit der Fremdbetreuung ein Maximum an persönlicher Unabhängigkeit für sich und ihren Sohn erreichen möchte. Ohne sie zu kennen, behaupte ich: Wenn sie das schafft, wird der Sohn eine glücklichere und ausgeglichenere Mama haben als wenn sie auf eine monatliche TU/EU-Überweisung angewiesen wäre. Solche Mütter mit Selbstverantwortung für sich und ihr Leben, die sich gerade NICHT hinter der Rundum-Kinderbetreuung verstecken, wünschen sich die meisten Väter hier. Wir sollten also nicht unbedingt das "zurück an den Herd" proklamieren...
Just my 2 cents
Martin
When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.
Hallo @ all,
ich schliesse mich hiermal brille an wie denn nun? Sollen Frauen arbeiten gehen und den Exmann nicht ausnehmen oder sind sie jetzt auf einmal die bösen weil sie keinen Tu haben wollen und arbeiten gehen?
Verstehen kann ich allerdings nicht warum die Genehmigung des Vaters benötigt wird um die Stundenzahlen zu erhöhen, eine andere Frage die sich mir aufdrängt ist natürlich wenn der Vater nicht möchte das der Kleine 50 Stunden die Woche betreut wird, wieviel ist der Vater denn bereit von der Betreuung zu übernehmen?
Vielleicht sollte die Freundin mit ihm mal absprechen ob er nicht den Kleinen Nachmittags betreuen kann bis sie dann von der Arbeit nach Hause kommt.
Schliesslich bedeutet eine solche Kiga Zeit einen enormen finanziellen Aufwand und es nutzt nichts Vollzeit arbeiten zu gehen nur um letztendlich den Kiga bezahlen zu können.
Lieben Gruss
Kruemel1
hallo LBM,
ich hoffe du verzeihst, wenn ich weiter bei dem "kleinen kerl" bleibe
und auf martin´s post eingehe
vielleicht kannst du ja aus dieser diskussion
etwas als rat für deine freundin mitehmen
@ martin
Im Beitrag der Openerin geht es darum, dass sie mit der Fremdbetreuung ein Maximum an persönlicher Unabhängigkeit für sich und ihren Sohn erreichen möchte
grad so habe ich es auch verstanden
nuuur, ein 2-jähriger ist (und bleibt noch viele jahre) abhängig !
ich schließe mich deiner auffassung,
wonach das gewöhnen an eine "sofortige bedürfnisbefriedigung" nicht der weg sein kann,
vollauf an
ich erlebe es noch immer fast täglich bei meinen jungs, vorweg bei meinem großen,
welch bequemlichkeit, unselbstständigkeit und unverantwortlichkeit,
verbunden mit einer fast unvorstellbaren erwartungshaltung an mich / die KM,
er noch heute, mit fast 17 jahren, an den tag legt
ihm wurde alles, aber auch wirklich alles in den a***sch geschoben,
noch bevor er den mund aufmachte ...
man/frau wusste es (damals) leider nicht besser
im konkreten fall handelt es sich um ein kind, das gerade mal 2 jahre alt ist,
dessen "bedürfnisbefriedigungsbedürftigkeit" (welch ein wort) noch recht groß ist
ohne zu wissen, wie seine eltern es bislang praktizierten,
wird er, der kleine kerl, schon gelernt haben,
dass er nicht (mehr) sofort beim ersten hungergefühl
mutters brust oder das fläschen gereicht bekommt
und er wird mittlerweile wissen, dass er trotzdem nicht verhungert
denn egal, ob mutter oder "kita-tante" wissen,
dass er von nahrung abhängig ist
(und selbst wenn sie es vergessen haben sollten)
er kann und wird auf seinen hunger aufmerksam machen !
inwieweit er jedoch auf andere emotionale bedürfnisse aufmerksam machen kann,
ob er diesen wunsch, so er ihn überhaupt zum ausdruck bringen kann,
abends wiederholt, wenn er ihm mangels zeit (zunächst) nicht erfüllt werden konnte,
wage ich zu bezweifeln ...
inwieweit mutter/vater oder "kita-tante" um diese bedürfnisse / diese abhängigkeiten wissen,
bzw. inwieweit der/die eine sich hierbei auf den/die andere/n verlässt,
hängt massgeblich von der jeweiligen qualifikation der "bedürfnisbefriediger" ab
meine mutter hatte sie nicht !
nach 6 wochen kinderlandverschickung als 6-jähriger,
in denen ich mir in den ersten wochen nachts im schlafsaal vor heimweh die seele aus dem leib geheult habe und von den "kita-tanten" lediglich zur ruhe ermahnt wurde ...,
war für mich u.a. das gefühl heimweh auf immer passé
meine mutter, die heute 36 jahre später, in ihrer erinnerung und in ihrem tagebuch forschte,
kann sich nicht daran erinnern, dass es mir damals schlecht gegangen sei
und gesagt hätte ich ja auch nix :knockout:
woraufhin sie mich gleich am nächsten tag, so ihr tagebuch, wieder zu tante erika "packte" ...
Es geht in dieser Frage ganz sicher nicht um die Anzahl der Stunden, sondern um die Ehrlichkeit der Gefühle.
genau darum geht es
und wenn dies allen beteiligten bewusst ist,
dann nimmt auch ein 2-jähriger kleiner kerl keinen schaden
und dabei ist es dann auch völlig unerheblich, ob die gefühlswelt des kleinen kerls
vom heimischen herd, von einer ganztagsstelle oder von der kita-stelle
(und gleichfalls egal ob mütterlicher-/ väterlicher- oder "kitalicher"-seits)
aus berücksichtigt wird.
wenn ich um eben die gefühlswelt des kleinen kerles ein wenig sorge habe,
dann liegt dieses in meiner eigenen geschichte begründet
dass meine mutter ihre bedürfnisse den meinen voran stellte ...
(keine frage, über ihre berufstätigkeit erfüllte sie mir materielle bedürfnisse)
und tante erika meine bedürfnisse nicht erkannte
bzw. ich nicht in der lage war sie ihr oder meiner mutter zu benennen ...
lg
wolf
p.s.
in allem schwingt natürlich auch die KM meiner söhne
und die vielen geschichten hier, über KM´s, die ungeachtete der bedürnisse ihrer kinder, ihr ding durchziehen,
mit ...
wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun,
sondern auch für das, was wir nicht tun
(j.b.molière)
Ich bin mir nicht sicher, ob das Verlassenseingefühl, die damit verbundene Trauer, Änste, unbedingt an der Fremdbetreuung liegen.
Mit einer Freundin, die Kinder im fast gleichen Alter hat wie ich, hatte ich mal eine spannende Diskussion. Es ging dabei darum, dass meine Kinder schon in sehr jungen Jahren immer gerne bei Freunden waren und dort auch übernachtet haben. Auch waren Aktionen wie Kindergartenübernachtung u. ä. nie auch nur annähernd ein Problem, während ihre Kinder da weit mehr Schwierigkeiten machten. Meine Freundin brachte dann den Begriff "Urvertrauen". Sie war der Meinung, ich hätte meinen Kindern dieses Urvertrauen gegeben, weil ich sie alle drei während der Stillzeit in meinem Bett hatte und viel mit dem Tragetuch getragen habe. Das hat schlagartig aufgehört, als sie anfingen mobil zu werden. Sie wollten von mir "weg" und ich habe sie gelassen. Natürlich nicht, ohne immer da zu sein, wenn sie mich brauchten. Meine Freundin widerum hat nicht gestillt und ihre Kinder vom Tag der Geburt an in ihren Zimmern schlafen lassen.
Ich denke schon, dass es eher die Qualität als die Quantität ist, die Kindern das Gefühl gibt, geliebt zu werden. Geborgenheit vermitteln, das kann ich auch nach Feierabend bis zum nächsten Morgen. Und Kinder sind lernfähig. Eine andere Freundin "musste" auch sofort nach dem Mutterschutz wieder arbeiten. Ihr Sohn kannte es also gar nicht anders, als dass er tagsüber "woanders" ist. Sollte er mal mit seinen Gefühlen, seinem Kummer in der Fremdbetreuung nicht angekommen sein, so hat er es für Abends "aufgehoben". Die Qualität der zu Hause Betreuung war dann auch weit besser, als sie bei mir oder der oben erwähnten Freundin je war. Wir beide waren die frustrierten Hausfrauen, die nebenbei auch noch den ganzen Tag die quäkenden Kinder um sich hatten und als einziges Highlight miteinander Kaffee trinken konnten und dabei (worüber auch sonst) über Kinder sprachen :wink:.
Die andere Freundin kam abends mit ihrem Sohn in eine aufgeräumte Wohnung (wer sollte auch Unordnung rein bringen) und konnte ihre Zeit zu hundert Prozent mit ihrem Sohn verbringen. Die sozialen Erwachsenenkontakte hatte sie ja bereits acht Stunden lang gehabt.
Ich habe das jetzt bewusst etwas überzeichnet und letztlich drückt es nichts anderes aus, als was Martin auch schon schrieb. Aber ich wollte es einfach mit eigenen Worten noch mal los werden.
Gruß AJA
Weil sich wolf dazwischen gemogelt hat 😉
nach 6 wochen kinderlandverschickung als 6-jähriger,
in denen ich mir in den ersten wochen nachts im schlafsaal vor heimweh die seele aus dem leib geheult habe
Punkt 1: sechs Wochen ist eine arg lange Zeit für einen 6-jährigen, aber
Punkt 2: woher kommt dieses Heimweh? Siehe oben, meine Kinder sind immer gerne weg gegangen (natürlich nie für so lange Zeit), sie kommen immer gerne wieder, aber so wirklich Heimweh???
woher kommt dieses Heimweh?
liebe aja,
diese frage ist rhetorisch, oder?
falls nicht antworte ich dir mit einem zitat von dir,
mache ich doch immer so gerne 😉
Meine Freundin brachte dann den Begriff "Urvertrauen". Sie war der Meinung, ich hätte meinen Kindern dieses Urvertrauen gegeben, weil ich sie alle drei während der Stillzeit in meinem Bett hatte und viel mit dem Tragetuch getragen habe. Das hat schlagartig aufgehört, als sie anfingen mobil zu werden. Sie wollten von mir "weg" und ich habe sie gelassen. Natürlich nicht, ohne immer da zu sein, wenn sie mich brauchten.
gestillt wurde ich nur sehr kurz, wozu gab es denn die segensreichen erfindungen von milupa & co,
mütterliches bett und tragetuch ? ? ?
und wenn ich meine mutter brauchte, war sie nicht da ...
trotzdem wurde ich oft abends eingemummelt (so hieß es, wenn sie mir die bettdecke unter mich drunter stopfte)
... und das war total schön
auf spiekerooge (zu allem überfluss auch noch eine insel, von der ich somit auch noch nicht einmal weglaufen konnte)
gab es das nicht ...
frage beantwortet?
wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun,
sondern auch für das, was wir nicht tun
(j.b.molière)
Ausnahmsweise gefällt es mir, dass du mich zitierst, wolf :wink:,
Ja, Frage beantwortet. Aber, wenn ich dich jetzt richtig verstanden habe (zitter), dann gibst du mir Recht und eine so lange Betreuung ist dann nicht schädlich, wenn dieses Urvertrauen gegeben ist? Also nur zur Erinnerung - es geht hier um einen Zweijährigen. Das war das Alter, in dem meine Kinder schon das beschriebene "gerne bei Freunden übernachten" Verhalten zeigten.
Gruß AJA
wenn ich dich jetzt richtig verstanden habe (zitter), dann gibst du mir Recht und eine so lange Betreuung ist dann nicht schädlich, wenn dieses Urvertrauen gegeben ist?
jepp,
und das wär´ jetzt der punkt, an dem´s interessant wäre zu wissen,
wie es um das urvertrauen des kleinen kerls bestellt ist
wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun,
sondern auch für das, was wir nicht tun
(j.b.molière)
Und genau da wäre es interessant, die Meinung des betreffenden Vaters zu hören, der der Meinung ist, dass 50 Stunden zu viel sind :wink:.
Gruß AJA
wenn ich ergänzen darf:
und die der mutter,
woher sie die gewissheit nimmt, dass 50 h nicht zuviel sind
grad nach einer trennung (vom vater)
wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun,
sondern auch für das, was wir nicht tun
(j.b.molière)
