Umzug mit Sohn - St...
 
Benachrichtigungen
Alles löschen

Umzug mit Sohn - Strategie?

Seite 2 / 4
 
(@ich-habe-angst)

Hi,

Der KV möchte keinen Kontakt, zahlt nix und ist für sie auch okay so.

STOP.
Hier stimmt etwas nicht.

Und zusätzlich solltest du mal googeln unter "Bedarfsgemeinschaft".


AntwortZitat
Geschrieben : 01.10.2014 00:37
Lausebackesmama
(@lausebackesmama)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Und zusätzlich solltest du mal googeln unter "Bedarfsgemeinschaft".

Was nur interessant ist, wenn die Freundin Leistungen nach dem SGB bezieht.

Gruß, LBM


‎"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."

AntwortZitat
Geschrieben : 01.10.2014 00:42
(@speciald)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Lieber Erich,

so sehr ich dich verstehe, bitte ich dich darum, niemals deine eigenen Bedürfnisse über die des Kindes zu stellen.

Dein Kind ist 8 und es sollte ohne Schaden in das Erwachsensein eingeführt werden.
Belasse es bitte in den gewohnten Umständen, in der Nähe der Schule, der Freunde, der Mama und ggf. anderen Verwandten und Bekannten.

Mich persönlich stören sehr die 400km, die mehr als 4h Autofahrt bedeuten.
Dieses wäre meines Erachtens nur vertretbar, wenn es einem Wechselmodell gerecht wird.

So sehr du das Recht hast, glücklich zu sein bzw. zu werden, würde ich das Kind lieber der Mutter überlassen, es sei denn, du kannst den aktuellen Zustand des Umgangs gewährleisten bzw. sogar übertreffen.

Dennoch steht die lange Fahrt im Wege.

Kann die Frau nicht zu dir ziehen? Finde eine angemessene Umgangslösung mit der Mutter und besuche du das Kind.

Ebenfalls wäre es hilfreich, wenn du die zuvor genannten Fragen beantworten würdest.
Eine mich persönlich interessierende Frage: was sagt dein Kind dazu... es sollte langsam mal befragt werden...

Viele liebe Grüße!

Der D


"Wir alle aber warten auf den neuen Himmel und die neue Erde, die Gott uns zugesagt hat. Wir warten auf diese neue Welt, in der es endlich Gerechtigkeit gibt." (2. Petrus 3,13)

AntwortZitat
Geschrieben : 01.10.2014 02:11
(@psoidonuem)
Registriert

Vielen Dank für die Antworten. 🙂

Eine Beziehung kann immer schief gehen. Auch nach vielen Jahren. Das wissen wir ja. Wir haben es bisher gut geschafft uns auch mal einge Wochen am Stück zu sehen. Ich habe keinen Grund an der Beziehung zu zweifeln.

Wie süß. Keiner zweifelt an seiner frischen Beziehung. Fakt ist aber, dass ihr eine Wochenendbeziehung habt, wahrscheinlich nicht mal jedes Wochenende. Ihr seid also netto praktisch erst zwei, drei Monate zusammen.

Mein Kind soll ja erst mal nichts von den Plänen erfahren.

Das ist ein absolutes no-go und zeigt, an wen Du hier zuallererst denkst. Dies zu Ende gedacht ziehst Du am besten alleine um.

Klar könnte ich auch allein gehen, aber wie ich meine Ex-Partnerin kenne wäre es das dann mit meinem Sohn. Da mache ich mir keine Illusion. 🙁

Und deshalb solltest Du Dir anstatt über praktische Möglichkeiten des Umzugs erst mal theoretische Gedanken darüber machen, was Dir denn wichtiger ist.

Er ist recht positiv was uns als Familie angeht, in der Schule sehr gut und hat die Trennung auch ohne Komplikationen durchlebt. Trotzdem kann man ihn leider sehr schnell beeinflussen. Kaum bekam er ein Haustier bei Mama schlug er ihre Zeitenwünsche, ein Wechselmodell, vor. Damit er sich besser um sein Tier kümmern könne....

Und woher nimmst Du die Gewissheit, dass Dir das nicht blüht, wenn Du ohne sein Wissen mit ihm umgezogen bist? Irgendwann musst Du ihn ins Auto setzen und es ihm sagen. oder fährst Du einfach los und wenn ihr da seid sagst Du: "Ätsch, hier bleiben wir jetzt" ?


AntwortZitat
Geschrieben : 01.10.2014 11:22
(@ErichB)

Ebenfalls wäre es hilfreich, wenn du die zuvor genannten Fragen beantworten würdest.

Welche Fragen habe ich denn nicht beantwortet?

Das ist ein absolutes no-go und zeigt, an wen Du hier zuallererst denkst. Dies zu Ende gedacht ziehst Du am besten alleine um.

Er wird es mit seiner Mutter zusammen erfahren (drei Monate vorher). Ich fände es eher ein no-go ihn jetzt damit zu behelligen und eventuell zu verunsichern wenn die Vorplanung noch läuft. Wenn zum jetzigen Zeitpunkt die Sache ans Licht kommt ist mal richtig was los und vielleicht kommt es gar nicht zum Umzug und der ganze Stress war umsonst. So sehe ich das und kann es auch gut vertreten.

Wie süß. Keiner zweifelt an seiner frischen Beziehung. Fakt ist aber, dass ihr eine Wochenendbeziehung habt, wahrscheinlich nicht mal jedes Wochenende. Ihr seid also netto praktisch erst zwei, drei Monate zusammen.

Ich denke den Status und Stabilität meiner Beziehung kann nur ich korrekt einschätzen. Leute ziehen nach Jahren zusammen und trennen sich dann wieder. Andere heiraten nach 9 Monaten und sind genau so lange zusammen.

Und zusätzlich solltest du mal googeln unter "Bedarfsgemeinschaft".

Das ist ja nicht das Thema hier. Wird es bei zwei berufstätigen Akademikern auch nicht werden.

wenn es einem Wechselmodell gerecht wird.

Wie soll denn ein Wechselmodell über zwei Bundesländer hinweg funktionieren? Gibt es da Lösungen bzw. Erfahrungen?


AntwortZitat
Geschrieben : 01.10.2014 12:20
(@susi64)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Hallo Erich,

habt ihr zu viert zumindest schon mal gemeinsam Urlaub gemacht?
Einfach so mit Sohn umzuziehen halte ich für gefährlich, er wird sich dabei nicht wohl fühlen, Du musst ihm doch die Chance geben das zu verarbeiten. Und tschüß, wir sind jetzt weg ist da nicht hilfreich. 3  Monate mag viel klingen, wenn Dein Sohn aber Deine neue Partnerin und ihr Kind praktisch nicht kennt, kann es ganz schnell zu Problemen führen.

VG Susi


AntwortZitat
Geschrieben : 01.10.2014 12:28
(@annasophie)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Hallo Erich,

im Moment läuft es so, dass der Umgang zwischen Mutter und Sohn folgender maßen ist?

Woche A: 2 Abende mit Übernachtung und Schulbeginn bei Mama
Woche B: 2 Abende mit Übernachtung und Schulbeginn sowie Freitag bis Sonntag bei Mama

Das bedeutet fast ein Wechselmodell. Damit dürfte der Umzugswunsch - mit Kind - kein Selbstläufer werden.

Sophie


AntwortZitat
Geschrieben : 01.10.2014 12:37
(@psoidonuem)
Registriert

Er wird es mit seiner Mutter zusammen erfahren (drei Monate vorher). Ich fände es eher ein no-go ihn jetzt damit zu behelligen und eventuell zu verunsichern wenn die Vorplanung noch läuft. Wenn zum jetzigen Zeitpunkt die Sache ans Licht kommt ist mal richtig was los und vielleicht kommt es gar nicht zum Umzug und der ganze Stress war umsonst. So sehe ich das und kann es auch gut vertreten.

Wenn ich mir die Reaktionen so ansehe würde ich sagen, dass kannst Du fast ausschließlich vor Dir selbst gut vertreten. Aber das ist ja eh meist die Hauptsache.

Wo der positive Unterschied ist zwischen jetzt und später, was das "richtig was los" angeht, erschließt sich mir überhaupt kein bisschen.


AntwortZitat
Geschrieben : 01.10.2014 13:37
(@ErichB)

Woche A: 2 Abende mit Übernachtung und Schulbeginn bei Mama
Woche B: 2 Abende mit Übernachtung und Schulbeginn sowie Freitag bis Sonntag bei Mama

Es ist jede Woche: Di ab ca. 16h - Mi Schulbeginn und dann wieder Fr ab ca. 16h - Sa 20h

Wenn ich mir die Reaktionen so ansehe würde ich sagen, dass kannst Du fast ausschließlich vor Dir selbst gut vertreten. Aber das ist ja eh meist die Hauptsache.

Die Hauptsache ist wie ich es vor dem Sohn und vor allem dem Richter gut vertreten kann.
Drum fragte ich hier ja auch nach einem Vorgehen/Strategie wie ich es am besten machen kann mit Kind umzuziehen bei Leuten die es vielleicht schon in einer ähnlichen Situation geschafft haben. Das man die Sache moralisch lange diskutieren kann und es viele Aspekte gibt ist mir klar. Insbesondere in einem Forum wo viele Menschen aktiv sind die vielleicht bei einem Umzug auf der falschen Seite standen oder jahrelang vor Gericht verloren haben.

habt ihr zu viert zumindest schon mal gemeinsam Urlaub gemacht?

Dank Semesterferien und gutem Stundenplan haben wir den großteil vom Sommer verbracht und wenn wir uns treffen dann oft ca. 6 Tage am Stück so alle zwei-drei Wochen.


AntwortZitat
Geschrieben : 01.10.2014 14:29
(@totohh)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Moin Erich.

Von mir bekommst Du auch noch eine Meinung - vollkommen unabhängig von dem, was die anderen User geschrieben haben:

Ich finde es vollkommen unverantwortlich, dass Du Dir alleine anmaßt, über die Zukunft des Kindes und seinen Umgang zur Mutter zu bestimmen! Das lesen wir hier so so oft von den kindesentziehenden Müttern! Das gilt aber eben genauso umgekehrt!

Wenn - aus nachvollziehbaren Gründen - es (noch) nicht opportun ist, das Kind selbst mit in die Entscheidung einzubinden, dann doch aber in jedem Fall die mitsorgeberechtigte Mutter (und ehlicherweise sähe ich das noch nicht einmal anders, wenn Du ASR hättest).

Das Du aus Angst vor einer Reaktion der KM ("dann ist mal richtig was los")  diese vor vollendete Tatsachen stellen willst, zeigt doch schon, dass Du Dir mindestens mal der moralischen Grenzwertigkeit Deines Vorhabens bewusst bist! Wenn es gute Gründe gäbe, bräuchtest Du keine Scheu haben, diese diskutieren zu wollen!

Versuche mit der KM eine Lösung zu finden, die einen maximalen Erhalt beider Elternteile für das Kind sicherstellt! Wenn ihr gemeinsam zu dem Schluss kommt, dass es ausreicht, dass das Kind einen ET nur zu UmgangsWE sieht, dann ist das eine Entscheidung, die ihr beide trefft, verantworten und vermittelen müsst. Das halte ich letztlich nicht für optimal, aber solche Situationen kann es geben! Könnt ihr Euch aber nicht einigen, dann sollten die Rahmenbedingungen geschaffen werden, dass beide ET möglichst gleichberechtigt für das Kind da sind! Sollte ein ET meinen, aus eigenständigen (egoistischen!) Gründen alleine wegzuziehen, dann finde ich das wieder nicht gut, aber das muss dann dieser Elternteil für sich und vor dem Kind verantworten und vertreten können!

Warum es in Deiner Betrachtung so wenig eine Rolle spielt, dass Deine Partnerin mitsamt ihrem Kind zu Dir zieht, und ihr damit sowohl Euren Patchwork leben könnt, aber Dein leibliches Kind auch unbehinderten Zugang zu Dir und seiner Mutter hat, erschließt sich mir nicht!

Ja, Du scheinst es Dir sehr einfach zu machen und wirkst auf mich eben sehr egoistisch - weder am Wohl Eures Kindes noch an den berechtigten Interessen der KM interessiert (noch angefressen auf Paarebene??) !

Wie würdest Du denn im umgekehrten Fall reagieren? Könntest Du akzeptieren, wenn KM so mir nichts dir nicht mitsamt dem Kind zu ihrem neuen Lover umzieht?

Gruß, toto


AntwortZitat
Geschrieben : 01.10.2014 15:02




82Marco
(@82marco)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Servus Erich und ergänzend zu TotoHH!
Du solltest auch nicht vergessen, dass Euer gemeinsames Kind am jetzigen Aufenthaltsort in einem sozialen Netzwerk lebt, das im Fall eines Wegzuges erst mal komplett verschwindet und wo auch immer wieder neu aufgebaut werden müsste...

Grüßung
Marco


Mit einem Lächeln zeigst Du auch Zähne!
________________________________________
Ob ein Vorhaben gelingt, erfährst Du nicht durch Nachdenken sondern durch Handeln!

AntwortZitat
Geschrieben : 01.10.2014 15:19
(@brille007)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Moin,

Die Hauptsache ist wie ich es vor dem Sohn und vor allem dem Richter gut vertreten kann.

wenn schon von einer gerichtlich erzwungenen Lösung die Rede ist, noch bevor mit dem anderen Elternteil eine Lösung gesucht wurde, spricht das stark für viel Egoismus und wenig für eine am Kindeswohl orientierte Lösung. Vor dem Sohn muss ggf. auch nicht ein Umzug über 400 Kilometer vertreten werden, sondern der Verlust oder zumindest die massive Einschränkung seiner Beziehung zu seiner Mutter.

Da es keine in der Person der Mutter liegenden Gründe dafür gibt, eine solche Entfernung zu schaffen, sondern lediglich eine neue Partnerin des Vaters, ist das alles andere als ein Selbstgänger. In solchen Fällen begrüsse im Interesse der betroffenen Kinder ich stark den Erhalt der Kontinuität. Und damit ist nicht die Frage gemeint, wer ihnen das Mittagessen kocht, sondern das gesamte soziale Umfeld. Ein vernünftiger Richter wird unter den gegebenen Umständen das ABR der Mutter geben. Wie Du dann den Umgang über 400 Kilometer realisierst, ist zeitlich und finanziell Dein Problem.

Insbesondere in einem Forum wo viele Menschen aktiv sind die vielleicht bei einem Umzug auf der falschen Seite standen oder jahrelang vor Gericht verloren haben.

Du scheinst nicht zu realisieren, dass Du mit einiger Wahrscheinlichkeit sehr bald selbst zu diesen Menschen gehören wirst. Insofern wäre es vielleicht keine schlechte Idee, nicht auf sie hinabzuschauen.

Grüssles
Martin


When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.

AntwortZitat
Geschrieben : 01.10.2014 15:23
(@howi64)
Nicht wegzudenken Registriert

Wo der positive Unterschied ist zwischen jetzt und später, was das "richtig was los" angeht, erschließt sich mir überhaupt kein bisschen.

Ist doch klar: Der TO ist ein feiger Verpisser der nicht die Eier hat seiner Verflossenen vor Ort die Stirn zu bieten.
Deshalb flüchtet er 400 km unter den Rock der Next. Armes Kind! Ist mpMn bei KM besser aufgehoben als bei so einem Vater.

Gruss Horst


AntwortZitat
Geschrieben : 01.10.2014 15:24
(@beppo)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Auch wenn wir mit dem Plan des TO nicht konform gehen, sollten wir nun nicht alle auf ihn eindreschen, sondern schauen, wie man das Beste für alle
draus macht.


Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.

AntwortZitat
Geschrieben : 01.10.2014 15:54
(@totohh)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Auch wenn wir mit dem Plan des TO nicht konform gehen, sollten wir nun nicht alle auf ihn eindreschen, sondern schauen, wie man das Beste für alle
draus macht.

Ja, schon recht. Denn wenn Erich sich hier frustriert ausklinkt, dann ist dem Kind nicht geholfen!  ;(

Aber es wäre schon mal hilfreich, wenn Erich anerkennt, dass das Feedback hier doch sehr einheitlich ist. Das mag an der adverse selection hier liegen oder daran, dass da was dran sein könnte...  😉

Wenn Erich nur Bestätigung/ Rechtfertigung für sein Handeln abholen will, dann wird er das vermutlich hier nicht (und von mir schon gar nicht) bekommen.

Ich habe versucht, einen Vorschlag aufzuzeigen:

Versuche mit der KM eine Lösung zu finden, die einen maximalen Erhalt beider Elternteile für das Kind sicherstellt! Wenn ihr gemeinsam zu dem Schluss kommt, dass es ausreicht, dass das Kind einen ET nur zu UmgangsWE sieht, dann ist das eine Entscheidung, die ihr beide trefft, verantworten und vermittelen müsst. Das halte ich letztlich nicht für optimal, aber solche Situationen kann es geben! Könnt ihr Euch aber nicht einigen, dann sollten die Rahmenbedingungen geschaffen werden, dass beide ET möglichst gleichberechtigt für das Kind da sind! Sollte ein ET meinen, aus eigenständigen (egoistischen!) Gründen alleine wegzuziehen, dann finde ich das wieder nicht gut, aber das muss dann dieser Elternteil für sich und vor dem Kind verantworten und vertreten können!

Es geht nur im Konsens! Deshalb heisst es gemeinsames Sorgerecht und man ist gemeinsam Eltern und muss gemeinsam Lösungen erarbeiten!

Gruß, toto


AntwortZitat
Geschrieben : 01.10.2014 16:29
(@ErichB)

Insofern wäre es vielleicht keine schlechte Idee, nicht auf sie hinabzuschauen.

Ich schaue nicht hinab. Es macht aber einen großen Unterschied wo man fragt. In facebook-Gruppen geht sofort ein großes gebashe Frau vs. Mann los und ein Thema kommt sofort aus der Bahn, in einem Anwaltsforum wären wieder andere Antworten gekommen. Hier fand ich es bis jetzt eigentlich recht informativ und vielschichtig.

Wenn ich keine ehrlichen Meinungen gewollt hätte dann hätte ich auch nicht geschrieben. Das es auch beleidigend werden kann war mir irgendwie auch klar. Es ist halt ein hochemotionales Thema in dem sich viele wiederfinden.
Mir ist auch klar dass hier niemand die Komplexität der Gesamtsituation mit allen Emotionen nachvollziehen kann. Schon allein aus Mangel an Informationen.
Was mich wundert ist scheinbar der Tenor dass es für das Kind besser gesehen wird bei der Mutter zu bleiben ohne dort zu Hinterfragen. Spiegelt dann offensichtlich die gesellschaftliche Meinung wieder, dass Kinder besser bei der Mutter aufgehoben sind.

Dann lasse ich jetzt also das Kind bei der Mutter die sofort den Umgang einschränken wird, das Kind weiterhin und vor allem ungestört beeinflussen à la "Papa hat dich verlassen und XYZ wohl mehr lieb als Dich.".
Immerhin kann ich mich dann freuen wohl keine weiteren 1500 Nachrichten und Mails sowie nächtliche Besuche mit Sturmklingeln zur Schlafenszeit mehr zu bekommen.

Dann ganz provokant gefragt: Warum sollte das Kind unbedingt bei der Mutter verbleiben? Was berechtigt/befähigt sie mehr als mich? Es können ja wohl kaum eine Grundschule und einige Freunde sein die das Kind alle paar 7-10 Tage mal sieht.

Edit: Das Grundproblem ist dass die Mutter einfach sofort dicht macht. Es ist schon ein "reger Austausch" (um es mal nett zu sagen) wenn nur eine Umgangszeit getauscht wird. Bei so einer großen Sache wäre es unmöglich zu reden. Nicht mal zwei Minuten.  


AntwortZitat
Geschrieben : 01.10.2014 16:37
(@annasophie)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Hallo Erich,

es geht nicht darum, dass die Mutter es besser kann als du sondern

du                                                  Mutter
Umzug                                            "kleiner" Umzug
neue soziale Umgebung                    soziale Umgebung bleibt
neue Schule                                    Schule bleibt
neue Wohnung                                Wohnung bekannt
neue Freunde etc.                            Freunde bleiben

Das wir da im Interesse des Kindes sagen: warum nicht der bei der Mutter ist normal.
Wenn du aber sagt: Sturmklingeln/Probleme beim Umgang/....
sieht die Sache wieder ein bisschen anders aus.

Wichtig wäre jetzt noch: was will der Sohn?

Sophie


AntwortZitat
Geschrieben : 01.10.2014 17:05
(@psoidonuem)
Registriert

Naja das ist ja eben das was wir nicht wissen. Wenn das Kind eh kein soziales Umfeld hat und weder im Fußball- noch Turnverein dreimal die Woche ist und fast jeden nachmittag draußen/ bei Freunden spielt - dann kann es vermutlich auch umziehen.

Und da ich auch so eine Ex habe für die es dann ein Kompromiss ist, wenn ich genau das mache, was sie befiehlt (alles unter 99% kann per Definition nicht stattfinden) würde ich auch nicht lange mit ihr reden wollen. Aber mit den Kindern würde ich reden.


AntwortZitat
Geschrieben : 01.10.2014 17:08
(@totohh)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Was mich wundert ist scheinbar der Tenor dass es für das Kind besser gesehen wird bei der Mutter zu bleiben ohne dort zu Hinterfragen. Spiegelt dann offensichtlich die gesellschaftliche Meinung wieder, dass Kinder besser bei der Mutter aufgehoben sind.

Nein! Der Tenor ist, dass es besser ist, wenn beide Eltern verfügbar fürs Kind bleiben. Mindestens aber gemeinsam eine Regelung finden!
Wenn Du nicht wegziehst, dann würde ich alleine schon aus Gründen der Kontinuität dafür plädieren, dass Du BET bleibst (wenn kein WM möglich ist)!

Toto


AntwortZitat
Geschrieben : 01.10.2014 17:10
(@brille007)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Moin Erich,

Was mich wundert ist scheinbar der Tenor dass es für das Kind besser gesehen wird bei der Mutter zu bleiben ohne dort zu Hinterfragen. Spiegelt dann offensichtlich die gesellschaftliche Meinung wieder, dass Kinder besser bei der Mutter aufgehoben sind.

leider reagierst Du vor allem kindisch-beleidigt. Niemand (!) hat hier behauptet, dass Kinder am besten bei ihren Müttern aufgehoben wären. Aber ziemlich viele erfahrene User sagen Dir hier übereinstimmend, dass man sich nicht nur ein paar Gründe auf Flaschen ziehen muss, die einem selbst davon überzeugen, dass der andere Elternteil ein ganz schlimmer ist und dass man deswegen eine möglichst grosse Entfernung zwischen diesen und das Kind legen muss.

Wenn es für Euer Kind aus irgendwelchen Gründen vorteilhafter sein sollte, seinen Lebensmittelpunkt bei Dir zu haben, geht das auch nach den bisherigen Gegebenheiten und mit relativer räumlicher Nähe zu seiner Mutter. Eine Entfernung von 400 Kilometern muss dafür auf keinen Fall geschaffen werden; das hätte ausschliesslich mit Deiner persönlichen (und egoistischen) Lebensplanung zu tun.

Du könntest auch versuchen, mit Deiner Ex einvernehmliche Wege für Euer gemeinsames Kind zu finden (nein, das kann Dir hier niemand abnehmen). Aber nachdem Du bereits erwägst, Dir Dein (vermeintliches) Recht zum Wegzug samt Kind gerichtlich bestätigen zu lassen, weisen wir Dich darauf hin, dass das kein Selbstgänger ist und dass die "Gründe", die Du Dir dafür im stillen Kämmerlein oder gemeinsam mit Deiner neuen Partnerin ausdenkst, ein Familiengericht nicht im geringsten interessieren müssen. Dort wird auf das Kind geschaut; nicht über Dein privates Lebensglück.

Stell Dir doch einfach mal zwei simple Fragen:
1. Was würde ICH tun, wenn die Mutter meines Kindes mir morgen eröffnet, demnächst mit diesem Kind 400 Kilometer weit wegzuziehen, um in der Nähe ihres neuen Lovers leben zu können? Würde mir diese "Notwendigkeit" einleuchten?
2. Glücklicherweise entscheiden 8-Jährige nicht über ihren Lebensmittelpunkt. Sofern Du den "Kindeswillen" trotzdem für erheblich hältst und diesen in Deinem Sinne zu beeinflussen versuchst: Würdest Du es für fair und kindeswohldienlich halten, wenn die Mutter Eurem Kind ein Handy, eine Spielkonsole, einen Hund und ein tolles Fahrrad in Aussicht stellen würde, sofern es bei einer richterlichen Befragung die "richtigen" Antworten gibt?

Dann lasse ich jetzt also das Kind bei der Mutter die sofort den Umgang einschränken wird, das Kind weiterhin und vor allem ungestört beeinflussen à la "Papa hat dich verlassen und XYZ wohl mehr lieb als Dich.".
Immerhin kann ich mich dann freuen wohl keine weiteren 1500 Nachrichten und Mails sowie nächtliche Besuche mit Sturmklingeln zur Schlafenszeit mehr zu bekommen.

Umgang kann man gerichtlich beinahe minutengenau regeln (was bislang offensichtlich nicht nötig war). Und Mails und Sturmklingeln mögen - sofern dergleichen stattfindet - lästig für Dich persönlich sein; mit dem Kindeswohl hat das nichts zu tun.

Bitte nicht vergessen: Wenn einer von Euch vor Gericht das ABR-Fass aufmacht, wird es auch eine ABR-Entscheidung geben. Und die wird mit einiger Sicherheit nicht in Deinem Sinne ausgehen, da Du für einen Umzug Eures Kindes keine vernünftigen Gründe nennen kannst, die einen solchen Umzug vorteilhaft und kindeswohldienlich erscheinen lässt.

Grüssles
Martin


When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.

AntwortZitat
Geschrieben : 01.10.2014 17:11




Seite 2 / 4