Umzug mit Sohn - St...
 
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Umzug mit Sohn - Strategie?

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(@cheers)
Rege dabei Registriert

Das ist auch meine Frage. Eine Mutter sagte mal ganz klar, um von diesem KV wegzukommen, der mich nervt und mir das Leben schwer macht.

das ist die Realität und vorgeschoben wird dann die Begründung "damit das Kind zur Ruhe kommt"


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Geschrieben : 02.10.2014 01:18
(@psoidonuem)
Registriert

Solange Du hier nicht überzeugend darlegst wie Du Dir den künftigen Umgang der Mutter vorstellst und vor allem warum Betreuung durch die dem Kind unbekannte Familie der Next besser ist als durch die Mutter und deren bekannte Freunde, wirst Du hier keinen überzeugen - und vor Gericht auch nicht.


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Geschrieben : 02.10.2014 12:40
Lausebackesmama
(@lausebackesmama)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Diese Diskussion ist ein wunderbares Beispiel dafür, dass diese "Denke" keine weibliche Problematik ist, sondern dass das Ausnutzen der besseren Position und der damit verbundenen Macht geschlechtsneutral ist: Mann/Frau verhält sich so, weil er/sie es kann.

LBM


‎"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."

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Geschrieben : 02.10.2014 18:57
(@beppo)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Genau.

Dennoch glaube ich, dass seine Chancen vor Gericht nicht so gut stehen, wie für eine Mutter in der Situation.


Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.

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Geschrieben : 02.10.2014 20:05
(@kasper)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Moin,

ich habe diesen Tread aufmerksam verfolgt.

Daher ist meine Meinung, unabhängig der Chancen, dass diese Denkensweise "unterirdisch" ist. Er versucht sich hier eine Art Rückendeckung zu holen, obwohl es eine tragfähige Bindung zwischen UET (KM) und Kind gibt. Es scheinen keine tatsächlichen Gründe vorzuliegen, die einen Umzug - aus Kindersicht - rechtfertigen würden.
400 KM sind schon eine erhebliche Strecke und ich hoffe inständig, dass der TE eine gewaltige Bauchlandung hinlegt, wenn er es auf einen Prozeß ankommen lässt. Er hat nicht einen einzigen überzeugenden Grund angeführt. Im Gegenteil, er negiert Vorteile für das Kind.

Gruß
Kasper


Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge zu ertragen, die ich nicht Ändern kann, den Mut, Dinge zu Ändern, die ich Ändern kann und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

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Geschrieben : 03.10.2014 00:50
(@jaydee)
Rege dabei Registriert

Ich finde, hier kommt ganz klar heraus, dass überhaupt nicht an das Kind gedacht wird. Zu Umgängen muss der Junge immer 800 km an einem Wochenende fahren. Unser Sohn ist zwar erst 6, aber ich überlege mir GANZ genau, ob ich ihm eine so lange Autofahrt für ein WE zumuten will (meine Eltern wohnen 600 km entfernt).

Der TE nimmt billigend in Kauf, dass der Kleine eben regelmäßig seine Freizeit auf der Autobahn verbringt. Das wir über kurz oder lang doch in die Hose gehen.


Mission impossible?

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Geschrieben : 03.10.2014 11:51
(@achill)
Rege dabei Registriert

Hallo Zusammen,

nachdem ich den Thread jetzt auch mal durchgelesen habe, gebe ich jetzt auch mal meinen Senf dazu.

Aus meiner Sicht als Umgangselternteil haben sich mir auch erst mal die Haare gesträubt mit welcher Selbstverständlichkeit (und Selbstverliebtheit) hier einfach mal ein Umzug von 400 km geplant wird - und sich hier noch Tips abholen wollen wie man man das am besten einfädelt. Und der praktische Nebeneffekt die unliebsame Mutter Eures (was es immer noch ist, es ist nicht 'dein Kind') Kindes loszuwerden kommt noch hinzu, was.

Für mich zeigt Ihr beide, damit meine ich KM und Du, Ängste was Eure eigenen Bindungen zu Eurem Kind angeht. Und genau diese Ängste (manche nennen es auch Eifersucht bzgl. des Kindes dem anderen Elternteil gegenüber) das Kind an den anderen zu verlieren, lässt viele Elternteile eben dazu führen, den anderen auszugrenzen und abzuwerten. Was Ihr beide (KM und auch DU) aus meiner Sicht lernen solltet ist, dass ihr beide (also auch der andere Elternteil) wichtig für Euer gemeinsames Kind seid.
Und vor diesem Hintergrund solltest Du - aus meiner Sicht, ohne Dich jetzt zu kennen - den Umzug echt überdenken. Ich hatte selbst mal eine Fernbeziehung über 700 km, die damalige Partnerin hatte auch Kind, konnte nicht weg, und wollte dass ich umziehe (tolle Stadt, hier wohne ich auf dem Land, sicherlich sehr gute Berufsmöglichkeiten auch für mich). Am Ende habe ich mich dagegen entschieden und die Beziehung beendet. Obwohl das Verhältnis zur KM nicht gerade gut ist und ich an manchen WE das Gefühl hatte und habe unsere Tochter zu verlieren - am nächsten WE ist das dann wieder wie weggeblasen und man spürt, dass das Kind einen auch braucht.

Du solltest einfach als verantwortlicher Elternteil handeln - und dazu gehört die eigenen Ängste vielleicht ein bisschen zurückzustellen - und wirklich objektiv auch mal zu überlegen was für Euer Kind das Beste wäre. Ganz ehrlich, Du hast so viel in Deiner jetzigen Situation, Euer Kind wohnt bei Dir, das Sturmklingeln der Ex - mein Gott, darüber kann man doch hinwegsehen. Du brauchst nicht aufs Ganze zu gehen und die KM versuchen zu entsorgen (denn darauf würde es bei Eurem Umzug hinauslaufen), Du musst Dich entscheiden was und wer wichtiger ist (und die Chance dass Kind bei seiner Mutter verbleibt ist ja wohl hoffentlich auch relativ hoch).

Ich will mich ja nicht zu Deiner jetzigen Partnerin äußern, aber sie ist eigentlich diejenige, die flexibel ist, nicht Du! Das würde ich an Deiner Stelle klipp und klar so vertreten. Wenn diese erwachsen wäre und an Dir als Person wirklich interessiert wäre, so würde sie das auch verstehen. Wenn sie noch studiert, kann es gut sein, dass sie morgen auch ganz woanders einen Job annehmen muss. Mir ist auch nicht klar, woran sich Deine neue Freundin stört zu Dir zu ziehen (das Klingen der Ex? Die seht Ihr doch eh nicht oft). Kann es sein, dass Du das alles viel zu sehr mit rosaroter Brille siehst und Dich auch für Deine neue Freundin zu sehr krumm machst? Ich zieh jetzt mal zu neuer Freundin, bin dort zwar erst mal arbeitslos, nehm aber das Kind mit. Das wird sicher jeden Richter überzeugen.

LG


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Geschrieben : 03.10.2014 13:34
(@nadda)
Registriert

Hi,

aus meiner Sicht, als Mutter die erlebt hat wie es ist wenn der KV wegzieht - lass es bitte!

Ein Kind braucht beide Eltern, auch wenn ein Elternteil vielleicht nicht die tollste Bindungstoleranz aufweist.
Grade im Alter von 8 Jahren ist es für ein Kind problematisch umzuziehen. Er hat einen Freundeskreis, Schule, soziale Kontakte.
Wo er jetzt lebt kennt er sich aus, nach einem Umzug müsste er alles neu kennenlernen und würde seine Mutter deutlich seltener sehen. Euer Kind braucht also Stabilität und die gibt es nur wenn du nicht umziehst!

Normalerweise wird der Kindeswille mit 8 nicht wirklich groß angehört, nur, sollte er da irgendwie äußern dass er Angst vor dem Umzug hat, oder lieber da bleiben möchte (z.B. wegen der Freunde), dann wird vorhersehbarerweise dieser Kindeswille gehört. Wir haben eine Verfahrenspflegerin erlebt die ganz fies hintenrum gefragt hat und die Antworten bekommen hat die sie haben wollte für ihr Weltbild. Die KM bekommt das ABR und du hast dein Kind gehabt. Nach so einer "Papa zieht um" Aktion ist es auch so, dass eine Entfremdung kaum zu verhindern ist. 400km sind ewig lang, wir hatten Umgangskontakte über 440km - ein Horror mit Schulkind.

Grade wenn du ein Ganztagesschulprogramm hast. Dann kannst du ihn um 16.00Uhr abholen, die Fahrt dauert wegen dem Feierabendverkehr locker bis 22.00Uhr. Am nächsten Tag ist das Kind erstmal fertig, ab Nachmittag kann man was unternehmen. Sonntag geht der ganze Spass kurz nach dem Mittagessen zurück, das Kind muss ja bis abends ins Bett und du musst damit rechnen, dass auf so einer Strecke auch mal Stau ist.

Die Kinder erleben das als Stress, die sind nicht scharf auf so was, und ihr als Erwachsene auch nicht.

Der Sohn deiner LG hat dagegen keine Umgangskontakte zum Vater und von dem her wäre es sinnvoller wenn sie umzieht. Kontakte zum Rest der Familie macht man dann wenn man Lust drauf hat und  Zeit dafür hat. Umgangskontakte muss man dann einhalten wenn sie geplant sind - auch wenn sie grade nicht in den Kram passen. Bei dieser Entfernung wird das immer ein Problempunkt sein.

LG
Nadda


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Geschrieben : 03.10.2014 19:30
(@ginnie)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Hi Erich

ich sehe hier auch eher die neue Freundin als treibende Kraft. Die Argumente dass ihr Kind schon dreimal umgezogen ist, weshalb es jetzt ein viertes Mal unmöglich sein soll, greifen kaum, da es anscheinend im Säuglings oder Kleinkindalter war, wo es nicht ganz so relevant ist, solange das Lieblingskuscheltier und die Hauptbezugsperson da sind. Dass der KV ihres Kindes sich nicht kümmern will, weißt du nicht von ihm persönlich, also ist auch nicht prüfbar.

Dein Sohn, für den du verantwortlich bist, hat zwei Hauptbezugspersonen, zwei Haushalte, in denen er sich geborgen und sicher fühlt. Einen davon willst du ihm nun nehmen, indem du 400 km zwischen euch bringst.

Ehrlich gesagt würde ich einen solchen Umzug nur dann ernsthaft planen, wenn es eine absolute Notlage ist, der den Umzug erfordert, oder wenn z.B. der andere Elternteil sowieso keinen Umgang wahrnimmt.

In eurer Situation scheint es mir es eher so, dass deine neue Freundin dich "für sich allein" haben will und ihr seid dann eine Happy Patchwork Vorzeige Familie. Natürlich ergeht es deiner ex im Moment auch nicht so gut und sie ist genervt, denn ein Umgangskonzept mit einem Mann ohne Anhang ist deutlich einfacher als wenn der Mann plötzlich die Bedürfnisse der Next noch mit rein bringt. Vielleicht hat sie es auch noch nicht so ganz geschafft, die Paar von der Elternebene zu trennen. Klar, da muss sie jetzt durch, aber es ist eine holprige Zeit. Aber diesen Konflikt musst du ertragen deines Sohnes zuliebe.

Ich habe ein bisschen den Eindruck, dass du den Konflikten einfach entfliehen willst:

- KM stört neue Beziehung, aus Eifersucht oder anderen Gründen, vielleicht fühlt sie sich in ihrer Mutterrolle bedroht und hat Angst dass eurer Sohn bald zur Next Mama sagt
- Next macht Druck weil sie sich von Ex bedroht fühlt, da ihr kommuniziert als Eltern, spürt sie immer eine latente Eifersucht, hinter der Ex zurückstehen zu müssen

Beides eventuell unbewusste, aber sicherlich vorhandene Gefühle.

Mach doch mal ein Experiment:

Schlag deiner Freundin exemplarisch vor, dass ihr beide umziehen könntet, und euch in der Mitte trefft, also dass du maximal als äußerste Schmerzgrenze 200 km vom Wohnort des anderen Elternteils wegziehen würdest. Mache ihr außerdem klar, dass du ein Riesenfan davon bist, dem Kind beide Eltern zu erhalten, und alle daraus ergebenen Konflikte gern erträgst, bzw. daran arbeitest, dass du ein gutes Verhältnis zu deiner ex hast, denn es geht ja ums Kind! Teile ihr mit, dass du einen solchen Schritt wie den Umzug niemals "heimlich" sondern nur gemeinsam mit der Ex entscheiden kannst  😉 Beachte dann ihre Reaktion. Hat sie Verständnis, dass du den anderen Elternteil nicht entsorgen willst? Oder Argumente, dass ihr möglichst viele km zwischen euch bringen sollt?

Versuche dann, es von außen zu betrachten, und dann entscheidest du gemeinsam mit der KM  im Sinne von deinem Sohn.

ligr ginnie


Durch Nachsicht setzt man der Gewalt kein Ende: damit bestärkt man die Gegner nur in der Gewissheit, sie hätten es mit einem Schwächling zu tun, der leicht zu bezwingen ist

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Geschrieben : 03.10.2014 23:57
(@augentierchen)
Rege dabei Registriert

Hallo Erich,

erst einmal möchte ich mich Naddas Beitrag uneingeschränkt anschließen.

Kurz zu mir, ich habe zwei Söhne, die nach der Trennung auch erst beim KV verblieben. Bis er auswandern wollte. Das durfte er dann auch, aber die Kinder blieben hier. Wurde gerichtlich geklärt.

Seither versucht er regelmäßig, seine Söhne zu sich zu holen ( sind jetzt 11 und 13 ).

Mein KV argumentiert ähnlich wie du, wieviel besser es doch wäre, wenn sie in einer "intakten" Patchworkfamilie aufwachsen würden ( er hat ein Jahr nach der Trennung geheiratet, ich habe keinen Partner ) und daß seine neue Frau doch so gut mit den Kindern zurecht käme, und ich als KM doch gar nicht mehr gebraucht würde. Genauso hätte er es auch gerne.

Das funktioniert aber vor deutschen Gerichten nicht. Kontinuität und Bindungstoleranz - wenn du deine neue Partnerin als bessere Mutter anpreist, wird dir mangelnde Bindungstoleranz vorgeworfen werden.

Unseren Kindern ging es am besten, als wir uns die Betreuung geteilt haben ( hatten 6 Tage Mama, 8 Tage Papa ).

Besonders der ältere Sohn vermisst seinen Papa ganz doll. Er mag die neue Frau gerne, aber in ein fremdes Land weit weg, will er dennoch nicht wirklich ziehen.

Er ( oder vielmehr beide ) würde die Routine, ihre Freunde, ihr Umfeld vermissen - auch WENN es NUR drei Freunde und dreimal im Monat sehen oder so sind!!

Dieses Jahr war der Vater kurz in D - der Ältere hat die paar Tage mit seinem Papa verbracht. Als Papa wieder wegflog, hat er geweint. Natürlich!

Meine (und seine ) Kinder möchten: ALLE, die sie lieben, um sich herum haben. Also mich, Papa, Onkels, Tanten und Stiefmama. Das geht nicht, weil Papa so weit weg gezogen ist. Und ich ganz persönlich fand das furchtbar egoistisch vom KV. Auch wenn ich es "objektiv" jetzt einfacher habe. Die Kinder aber nicht!

Ich schließe mich dem allgemeinen Gedankengut an, den Kindern auf jeden Fall BEIDE Eltern zu erhalten.

Eine neue Liebe kann nicht der Grund sein, alles zu zerreissen. Ich möchte auch gerne wissen, warum deine Partnerin nicht zu dir zieht. Ihr Kind hat ja scheinbar keinen Kontakt zum KV, ist noch recht klein, und mehrfach umgezogen.

Ansonsten muß man eben, so hart das klingt, auf Partnerschaft verzichten.

Edit: Ginnie schließe ich mich auch meinungsmäßig an.


Grüße,

das Augentierchen

AntwortZitat
Geschrieben : 04.10.2014 00:02




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