Teenager wirft evtl...
 
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Teenager wirft evtl. Zukunft weg

 
(@kelevra)
Schon was gesagt Registriert

Hallo zusammen und im Vorfeld eine Entschuldigung falls dies vielleicht das falsche Unterforum ist.

 

Rahmendaten:

Tochter, 15J alt

Eltern getrennt, beide Sorgeberechtigt

geographisch leider eine stabile Distanz von >200km

 

Meine Tochter geht seit Herbst letzten Jahres nicht mehr in die Schule, bzw nur sehr sehr unregelmäßig und das macht mir zunehmend Sorgen. Im Herbst selbst war es Krankheitsbedingt durchaus zu rechtfertigen, so langsam habe ich aber den Eindruck dass ihre Mutter ihr da zu viele Sorgen macht und sie Zuhause halten will. Sie als Teenager hat gerade auch wirklich keine Lust hinzugehen, was ich selbst nachvollziehen kann da ich in dem Alter nicht anders war.

Vielleicht sollte ich noch erwähnen warum ich diese Bedenken habe: Ihre Mutter war damals phasenweise während, als auch zum Ende unserer Beziehung ständig krank. Mit ständig meine ich gefühlt 80% der Zeit. Es konnte jedoch nie auch nur das kleinste bisschen diagnostiziert werden, was mich natürlich denken lässt dass es sich dort eher um eine Kopfsache handelte. Meine Sorge ist nun dass sie diesen Quatsch auf unsere Tochter projeziert da diese langsam aber sicher immer selbstständiger wird.

 

Da sie jetzt quasi schon die hälfte ihrer 10ten Klasse verpasst hat und diese wiederholen müssen wird mache ich mir Sorgen dass sie gerade, unterstützt durch die KM, die Weichen für eine fürchterliche Zukunft stellt.

 

Was habe ich für Rechte bzgl. Akteneinsicht an sowohl ihrer Schule als auch bei Ihrer Therapeutin? Mir ist bewusst dass die Therapeutin an die Schweigepflicht gebunden ist, ich frage mich jedoch ob es generelle Infos gibt die sie rausgeben muss?

Beim Jugendamt gibt es eine Beistandschaft, jedoch habe ich Zweifel dass ich dort etwas erreichen werde da ich bisher den Eindruck hatte immer als "Feindbild" gesehen zu werden.

 

Gruß

kel

 

 


Zitat
Themenstarter Geschrieben : 15.01.2026 16:10
82Marco
(@82marco)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Servus!

Mit gemeinsamen Sorgerecht sind alle Beteiligten auch Dir zur Auskunft verpflichtet; es geht um die elterliche Sorge für ein minderjähriges Kind!
Selbst die Therapeuten sollten mit Dir reden, die ärztliche Schweigepflicht gilt meines Wissens ggü. unbeteiligten Dritten, nicht aber bei Erziehungsberechtigten/gesetzlichen Vertretern.

Ob Du was bewirken kannst/wirst ist schwer einzuschätzen, zumal Du nichts über Dein Verhältnis zur Tochter schreibst: hast Du Zugang zu Ihr, erreichst Du sie als Vater, habt Ihr ein vertrauensvolles Verhältnis?
Das sinnvollste wäre erst mal ein Gespräch mit Eurer Tochter zu versuchen, mögliche Ursachen für ihr Verhalten zu finden  und Ihre Zukunftspläne und -aussichten zu besprechen.

Grüßung
Marco


Mit einem Lächeln zeigst Du auch Zähne!
________________________________________
Ob ein Vorhaben gelingt, erfährst Du nicht durch Nachdenken sondern durch Handeln!

AntwortZitat
Geschrieben : 15.01.2026 16:31
Stronglife reacted
(@stronglife)
Rege dabei Registriert

Lieber Kel,

deine Tochter ist 15 Jahre alt und damit vermutlich reif genug, um selbst zu entscheiden, welche Auskünfte du bekommen sollst. Was würdest du denn auch mit einer Akteneinsicht bei Therapeuten, Ärzten und Schule unternehmen wollen? Der Weg führt über deine Tochter, über Gespräche, über Überzeugung und vor allem auch über Informationen. Wenn ich von Therapeuten lese und du schreibst

Geschrieben von: @kelevra

Es konnte jedoch nie auch nur das kleinste bisschen diagnostiziert werden, was mich natürlich denken lässt dass es sich dort eher um eine Kopfsache handelte. Meine Sorge ist nun dass sie diesen Quatsch auf unsere Tochter projeziert da diese langsam aber sicher immer selbstständiger wird.

stellt sich die Frage, ist deine Tochter neurodivers, welche Themen hat sie zusätzlich zur Pubertät, Hormonschwankungen und den einhergehenden neurologischen Umbauten im Gehirn noch zu stemmen. Bist du dessen bewusst, redet ihr miteinander?

Damit kommen wir zu deiner Rolle. Distanz stabil >200 km. Wie oft seht ihr euch, wie nah seid ihr, wie ist die Vater-Tochter Bindung, vertraut sie dir, kennst du sie, ihre Sorgen, Ängste und Nöte? Bevor du nach deinen Rechten nach Auskunft fragst, schau mal, was du damit anfangen könntest und wolltest, was st dein Ziel, was ist, wenn deine Tochter gerade nicht so funktionieren kann, wie du dir das vorstellst, bist du nahe genug dran, um das aufzufangenP 


AntwortZitat
Geschrieben : 16.01.2026 08:52
82Marco reacted
(@kelevra)
Schon was gesagt Registriert

@82marco Das Gespräch habe ich vorher gesucht, jedoch dabei nur als antwort bekommen "sie ist krank" und beim nachbohren war das resultat dass sie und ihre mutter angefangen haben zu mauern. Eine so simple Aussage reicht mir einfach nicht. Ich möchte gern wissen warum mein Kind nicht in der Lage ist regelmäßig in die Schule zu gehen.

 

@Stronglife Meine Tochter und ich reden seit sie weggezogen ist nur sporadisch miteinander. Ich habe mich immer als der "berater" gegeben und alles möglichst vorsichtig formuliert. Ich glaube zudem nicht dass sie mir vertraut, da ihre Mutter über die letzten 10 Jahre ordentlich gegen mich geschossen hat wie ich es gehört habe.

Mein vorsichtiger Ansatz war darin begründet, dass ich sie nicht verlieren wollte weil ich genau wusste was passieren könnte wenn eine Situation eintritt die ihrer Mutter nicht passt. Genau das passiert jetzt mit dem mauern gegen mich.

Ich möchte einfach nur genau wissen was Sache ist, das sollte nicht zu viel verlangt sein.


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 16.01.2026 10:31
(@stronglife)
Rege dabei Registriert

Geschrieben von: @kelevra

Meine Tochter geht seit Herbst letzten Jahres nicht mehr in die Schule, bzw nur sehr sehr unregelmäßig

Woher weißt du das, woher kommen die Informationen?

Geschrieben von: @kelevra

Da sie jetzt quasi schon die hälfte ihrer 10ten Klasse verpasst hat und diese wiederholen müssen wird

Es ist kein Weltuntergang, wenn sie ein Schuljahr wiederholt.

Geschrieben von: @kelevra

Meine Tochter und ich reden seit sie weggezogen ist nur sporadisch miteinander.

Wenn du Einfluss haben möchtest, wird dir keine Arztauskunft und auch keine Akteneinsicht helfen. Die junge Dame ist kein Kind mehr. Versuch, mit ihr ins Gespräch zu kommen. Dich anzunähern. Attraktive Angebote zu finden, die ihr Lust auf Zeit mit Papa geben. Nicht mit einem "Berater". Ansonsten bleibt dir noch, dem Jugendamt Hinweise über deine Sorgen zu geben. Mit zweifelhaftem Erfolg. 

Geschrieben von: @kelevra

Ich möchte einfach nur genau wissen was Sache ist, das sollte nicht zu viel verlangt sein.

Siehst du dich in der Position, dem Mädchen gegenüber etwas "verlangen" zu dürfen? 


AntwortZitat
Geschrieben : 16.01.2026 11:03
(@kelevra)
Schon was gesagt Registriert

@stronglife Natürlich sehe ich mich in der Position meiner Tochter gegenüber verlangen zu können im Bilde zu sein. Wenn sie sich dagegen sträubt dann halt indem ich die Infos direkt von der Quelle einhole.


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 16.01.2026 13:05
(@stronglife)
Rege dabei Registriert

@kelevra Das Mädchen ist 15, hat wenig Bindung zu dir, eine gefestigte Vertrauensbasis besteht nicht, ihr sprecht nur sporadisch miteinander. Sie dürfte schon reif und einsichtig genug sein, um ihren Ärzten gegenüber Willenserklärungen abzugeben und gehört zu werden. Das heißt, wenn sie sich sträubt, wirst du auch keine inhaltlichen Auskünfte bekommen. So sehr ich deine Sorge verstehe, so wenig erscheint mir dein Vorgehen einleuchtend. Selbst wenn du anhand deines Sorgerechts gezwungenermaßen die gewünschten Informationen erhalten würdest, was glaubst du, ohne jeden Einfluss auf die Heranwachsende, damit ausrichten zu können? Oder zu wollen?


AntwortZitat
Geschrieben : 16.01.2026 15:39
(@midnightwish)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Geschrieben von: @82marco

Selbst die Therapeuten sollten mit Dir reden, die ärztliche Schweigepflicht gilt meines Wissens ggü. unbeteiligten Dritten, nicht aber bei Erziehungsberechtigten/gesetzlichen Vertretern.

 

Grundsärtlich ja, aber in diesem Altern dürfen sie nur Auskunft geben, wenn das Kind dem nicht widerspricht. Vor allem, wenn es dabei um Psychotherapie geht. Da steht der Wille des Kindes über dem Auskunftsrecht der Erziehungsberechtigten.
Das schützt das Kind, da es so auch Dinge ansprechen kann ,die die Eltern betreffen bzw. solche, die die Eltern nicht erfahren sollen.

 


Ein gebrochenes Versprechen ist ein gesprochenes Verbrechen

AntwortZitat
Geschrieben : 16.01.2026 21:47