Hallo zusammen,
ich habe schon viel in diesem Forum gelesen und natürlich sind viele geschilderten Fälle ähnlich, leider gibt mir keiner davon für meine Situation eine Gewissheit über den möglichen Ausgang meiner individuellen Problematik.
Kurze Abhandlung: 8 Jahre Beziehung, Partnerin will auf Spirale umsteigen, verpasst Termine, wird schwanger, Komplikations-&Fehlerreiche Geburt, wurde angezeigt und befindet sich in Verhandlung mit RA durch die Mutter, Trennung kurz nach Geburt.
Meine Tochter ist jetzt 11 Monate alt, ich kann sie nur durch die Grossmutter sehen. Derzeit zumindest 1x die Woche. Ich habe direkt bei der Anerkennung der Vaterschaft das gemeinsame Sorgerecht beantragt. Abgelehnt. Versuche über Dialog eine Einigung zu erzielen werden durch KM abgeblockt, seltsamerweise wird irgendwie immer mir die Schuld gegeben. Auch wenn ich noch so nüchtern und neutral schreibe, versuche meine Gründe zu schildern, wird das im Keim erstickt, immer mehr mit offenem Hass.
Ich habe nun ein Muster aus dem internet kopiert und das gemeinsame Sorgerecht beim Familiengericht beantragt. Die KM hat bereits angekündigt, dass sie das verhindern wird. Das Problem ist, dass sie auch deutlich gemacht hat, dass sie das unter Gürtellinie tuen wird. D.h. sie wird versuchen, mich als inkompetent, psychisch labil und Drogenabhängig darzustellen (ich kiffe gerne, trinke nicht, keine sonstigen Drogen).
Mir persönlich ist das extrem zuwider. Ich möchte jetzt garnicht den ganzen Privatkram ausschütten, fest steht, ich möchte mich an so einer Schlammschlacht nicht beteiligen, dennoch will ich nicht auf mein Kind verzichten, was der KM entgegen ihrer öffentlichen Aussagen offensichtlich am liebsten wäre. Es bestanden Pläne für die Institutionalisierung des Kindes. Bestimmte Schulform, etc. Das Sorgerecht betrachte ich als meine einzige Garantie, dass diverse Vereinbarungen eingehalten werden, sowie spätere Therapieformen wegen Folgeschäden der Geburt nicht ausgeschlossen werden können. Auch darin ist mir das Mitspracherecht äusserst wichtig und geradezu unverzichtbar.
Ich habe nun ein paar Fragen dazu, zuerst, kann sie wirklich durch Angriffe auf meine Person das gemeinsame verhindern? Sie stellt mich als Psychopathen dar, unterstellt sogar Gewalttätigkeit, allerdings habe ich nun schriftlich, dass sie zumindest nicht davon ausgeht, dass ich das Baby verprügeln würde. Gewalttätigkeiten sind übrigens niemals vorgekommen von meiner Seite. Wenn sie selbst jedes Gespräch unmöglich macht und hinauszögert bis es nicht mehr geht, kann sie dann durchbekommen, dass das meine Schuld sei und ich somit nicht fähig zur gemeinsamen Sorge? Muss ich mir einen Anwalt nehmen, um dagegen anzugehen oder kann ich auf das Gericht vertrauen und darauf, dass solche Handlungsweisen nichts ungewöhnliches sind? Muss ich sie in den Schmutz ziehen, nur weil sie das macht? Es geht auch nicht nur ums Gericht, sondern ums Jugendamt, bei dem dann noch Gespräche anstehen.
Hoffe jemand kann mir da kurz Antwort geben, ich fürchte halt, dass ich das volle Programm brauche, RA etc., weil ich eigentlich weder Gericht noch JA viel zutraue.
Moin Arthur,
willkommen hier im Forum. Du wirst hier viele gute Tipps bekommen.
Einfach mal in Kürze was mir an Deinem Beitrag auffällt:
Das Problem ist, dass sie auch deutlich gemacht hat, dass sie das unter Gürtellinie tuen wird. D.h. sie wird versuchen, mich als inkompetent, psychisch labil und Drogenabhängig darzustellen (ich kiffe gerne, trinke nicht, keine sonstigen Drogen).
Auch wenn es in manchen Kreisen "schick" sein mag zu kiffen, ist es immer noch eine Droge. Wenn Du regelmäßig kiffst, kann Deine Exe Dich zurecht als drogenabhängig bezeichnen. Und bevor Du mit Argumenten kommst wie "Alkohol ist doch viel schädlicher" - schau Dich mal in einer Suchtklinik um, was "leichte Drogen" so anstellen können mit dem Gehirn. Drogen und Verantwortung für (insb. Kleinkinder) passen aus meiner Sicht überhaupt nicht zusammen. Dein erster Schritt sollte somit sein, Dir eine Therapie zu suchen.
Ich habe nun ein Muster aus dem internet kopiert und das gemeinsame Sorgerecht beim Familiengericht beantragt. Die KM hat bereits angekündigt, dass sie das verhindern wird. Das Problem ist, dass sie auch deutlich gemacht hat, dass sie das unter Gürtellinie tuen wird. D.h. sie wird versuchen, mich als inkompetent, psychisch labil und Drogenabhängig darzustellen (ich kiffe gerne, trinke nicht, keine sonstigen Drogen).
Bevor Du irgendwelche zukünftigen Schritte mit Behörden oder Gerichten tust, solltest Du dir hier im Forum Rat holen. "Musteranträge" sind zu 90 Prozent schon mal ein Fehler, da Familienrecht oft sehr einzelfallbezogen ausgelegt werden muss. Mit "Mustern" fällst Du da schnell auf die Nase.
Euer Kind ist jetzt 11 Monate alt. Was soll da jetzt schon eine Auswahl der Schulform bringen? Dies ist überhaupt nicht wichtig. Wichtig für Dich ist ein verantwortungsvoller Umgang mit Eurem Kind.
Ich habe nun ein paar Fragen dazu, zuerst, kann sie wirklich durch Angriffe auf meine Person das gemeinsame verhindern? Sie stellt mich als Psychopathen dar, unterstellt sogar Gewalttätigkeit, allerdings habe ich nun schriftlich, dass sie zumindest nicht davon ausgeht, dass ich das Baby verprügeln würde.
Eine clevere Exe kann so ziemlich alles machen, was sie möchte. Ansonsten würde es solche Foren wie Vatersein kaum geben. Sie kann z.B. bei Deinem nächsten Besuch die Wohnungstür öffnen und laut zu schreien anfangen. Nachbarn reissen die Tür auf und rufen die Polizei. Du bekommst ein Annäherungsverbot auf Grund des Gewaltschutzparagraphen und darfst Dich der kompletten Ortslage nicht mehr nähern. Dies haben Mitglieder hier schon erlebt.
Du siehst, hier gibt es viele Spielarten für eine Exe. Diese müssen nicht auf Deinen Fall zutreffen, Dir sollte aber klar sein, dass Du erstmal gar nichts "verhindern" kannst, wenn Deine Exe wirklich freidrehen sollte.
Und warum gibt Sie dir schriftlich, dass Du nicht das Baby verprügel willst? War das ein Schreiben ans JA oder Gericht? Auch das macht wenig Sinn bzw. wird Dich nicht in einer bessere Position bringen.
Es ist durchaus möglich, dass Du das "volle Programm" mit RA und Gericht brauchst. Wenn die KM bereits einen Anwalt gegen Dich eingeschaltet ist, ist es (allein um Dich wieder auf eine gleiche Ebene zu bringen) fast schon zwingend notwendig, Dich auch rechtlich beraten zu lassen. Gruß Ingo
Moin Moin!
Also wie Ingo schon schrieb, lässt Du das mit der Kifferei mal ganz schnell sein. Am besten heute noch.
Offenbar hast Du aufgrund der Übergangsregelung des BverfG das Sorgerecht eingeklagt. Nun gibt es zwar ein paar Monaten ein neues Gesetz zum Sorgerecht, wo die Mutter nicht mehr so einfach das Sorgerecht verhindern kann.
Da es Dir aber schon vor 11 Monaten verweigert wurde, frage ich zunächst einmal nach den Ablehnungsgründen. Ich glaube nicht, dass Du nach so kurzer Zeit aufgrund des neuen Gesetztes bessere Chancen hast.
ich bin zwar ein Verfechter des gemeinsamen Sorgrechts, ich glaube aber, dass es in Deinem Fall erst mal wichtiger ist, dass Du Dich um Umgang bemühst. Schon der mangelnde Umgang ist ein gewichtiges Argument der Mutter gegen das Sorgerecht.
Sofern Du das Sorgerecht trotzdem anstrebst, solltest Du Dir definitv einen RA suchen.
Und auch wenn die Mutter dann mit Dreck schmeisst, solltest Du dies tunlichst unterlassen. Denn es kommt darauf an, dass ihr bei gemeinsamem Sorgrecht zusammenarbeitet. Da bringt es Dir keine Extrapunkte, wenn Du Exe mit Dreck beschmeisst. Im Gegenteil. Du müsstest die Gemeinsamkeiten betonen und das sihr euch gut versteht.
Sofern Exe mit Dreck schmeisst, bleibt Dir nichts anderes übrig, als die Vorwürfe ruhig und sachlich zu entkräften. Also fang schon mal an, Dir alles aufzuschreiben, um nachher bessere, nachweisbare Argumente zu haben.
Aber wie gesagt: Kümmer Dich erst mal um Umgang, sonst wird das nix mit GSR.
Gruss
BP
Moin Arthur,
als nicht mit der Mutter verheirateter Vater ist es mit der Reform leicht einen Antrag auf gemeinsame Elterliche Sorge (gES) zu stellen. Ein Einzeiler reicht, es muß nix begründet werden.
Sehr viel konplizierter wird es, wenn aus dem vereinfachten Verfahren ein ganz normales strittiges wird, weil die Mutter widerspricht oder dem Gericht auf anderen Wegen Gründe bekannt sind, die gegen die gES sprechen, weil sie dem Kindeswohl widerspricht.
Mit der Reform hat der Gesetzgeber der Justiz einige recht dicke Bretter gereicht, die durchbohrt werden wollen, um Dir als Vater die gES versagen zu können.
Suche bei Tante Gurgel mal selbst nach der Begründung des Gesetzentwurfs aus 2012 zur Reform des Sorgerecht nicht-verheirateter Eltern. Sehr aufschlußreich.
Ich habe den Link gerade nicht zur Hand.
In Deinem Fall wäre zu überlegen, ob Du den Schwerpunkt nicht auf Dein Umgangsrecht legen solltest, um Dich später der gES zuzuwenden. Es gibt dazu aber unterschiedliche Ansätze und Meinungen:
Denn schaltest Du streitig ein Umgangsregelungsverfahren vorweg, dann heißt es später, der gES fehle die Grundlage.
Versuchst Du erst an die gES zu kommen, dann heißt es, daß Du doch gar keine Interesse am Kind hast, Du es doch gar nicht kennst, eine Beziehung zum Kind fehle, nur die Mutter piesacken willst usw. usf...
Persönlich würde ich den Umgang priorisieren, denn über und in diesem ist Mann Vater.
W.
@Ingo30:
Nach meiner Wahrnehmung ist es eher "unschick", überhaupt noch zu rauchen, meine eigene Einschätzung ist anhand geltenden Rechts allerdings natürlich irrelevant. In Gegenwart des Kindes rauche ich natürlich überhaupt nicht. Therapie ist ein guter Tip dem folgenden Vorzubeugen und das ist mir das wichtigste. Sie ist arbeitslos und hat ihren Rechtsbeistand für dieses Jahr bereits ausgeschöpft durch die Klage gegen die Klinik, ich vermute, auch daher zögert sie das ganze nun schon seit fast einem Jahr hinaus, nächstes Jahr gibt es neue Gerichtskostenbeihilfe für sie, soweit ich weiss.
Allerdings muss ich schon sagen, wenn ich euch so lese, dass es da keine Chance zu geben scheint. Selbst mit RA kann ich doch nicht gegen jeden "freidrehenden" Wahn angehen, selbst wenn ich mich in Therapie begebe.
Bei der Wichtigkeit der Schulform, etc, muss ich allerdings strikt widersprechen und habe in der Familie Beispiele, die das untermauern. Es geht auch nicht nur um Schule, KG, etc, sondern eben auch medizinische Fragen, die gegenwärtig einfach nicht abzusehen sind. Ausserdem gehe ich eher davon aus, das jetzt die Grundlagen für zukünftiges gelegt werden, sie wird entsprechende Beschlüsse respektieren sobald sie haftbar ist. Sie versucht es nur so lang, wie sie damit durchkommt.
Ich kann mir vorstellen, dass es Beispiele wie deine gibt, erschreckend, dass es noch Steigerungen gibt, aber ich sehe sie nichtmal, insofern kann sie solche Dramen auch nicht abziehen. Die Sache ist auch, dass sie ja alles behaupten kann, aber Beweise gibt es keine, das muss doch auch JA/Gericht beachten, sonst könnt ich doch im Grunde den gleichen Weg gehen und anhand irgendwelcher Dinge gruselige Geschichten über sie streuen und gleich das alleinige Sorgerecht fordern (was ich garnicht will, denn ich weiss, wie gut sie selbst mit dem Kind umgeht, auf eine Art, wie ich es als anderer Mensch nicht könnte).
Schriftlich hat sie mir das gegeben im privaten Mailverkehr, als ich noch versucht habe, ihr klarzumachen, dass ihre Vorstellungen völliger Wahn sind. Wie geschrieben, es gab niemals Gewalt von meiner Seite, dann zu hören, dass man selbst ein unzurechnungsfähiger Psycho sei, ist doch recht befremdlich.
Bislang war ich nicht beim JA, da ich darin keinen Sinn sah und versucht habe, die Dinge mit der Mutter zu klären. Also wäre es sinnvoll, meine Situation dort publik zu machen, um weiterem Schaden vorzubeugen?
@Bester Papa,
ich bin unter anderem durch dieses Forum auf die Neuregelung aufmerksam geworden und hatte mir schon einiges davon erhofft. Anscheinend ist es wohl weniger eine Frage des Rechts als vielmehr eine Frage der Willkür zuständiger Behörden. Gründe zur Ablehnung hat sie keine angegeben, beim JA habe ich bei der Vaterschaftsanerkennung auch den Antrag auf das Gemeinsame abgegeben, welches anscheinend nur verneint werden muss.
Ich habe nicht viel Ahnung von dem ganzen Behördenkram. Aus genau diesen Gründen wollte ich nie Kinder haben. Ich möchte die Kleine aber nicht mehr missen und vor allem die Verantwortung übernehmen.
Umgangsrecht ist ebenso schwierig, ich darf selbst das Kind nicht abholen oder besuchen, allerdings hat sie mir eben schriftlich bestätigt, dass ich keine Gefahr darstelle, insofern bleibt ihr auch kein Grund, mir das zu verweigern und das sieht sie sehr langsam ein. Ich suche derzeit eine Wohnung in der Nähe mit einem zusätzlichen Zimmer, damit ich der Kleinen ein 2. zuhause bieten kann. Meine Single Bude ist dafür nicht wirklich geeignet und durch 2 offene Etagen auch nicht Babytauglich.
Moin.
Ich schließe mich den anderen an.
Solange du nichtmal regelmäßigen Umgang hast, wird dich jeder Richter fragen, warum du dann das SR haben möchtest und wie du es auszuüben gedenkst.
Das entspricht zwar nicht dem Willen des Gesetzgebers, wie du ihn in der vom Wildlachs erwähnten Gesetzesbegründung finden kannst, nur zeigen die ersten Erfahrungen mit dem neuen Gesetz, dass die Richterschaft noch lange nicht bereit ist, das zu tun, was der Gesetzgeber vorgibt und ein Fall wie deiner würde mit hoher Wahrscheinlichkeit ins mündliche Verfahren gehen und dann abgewiesen werden.
Was willst du denn antworten, wenn du mit dem Drogenvorwurf konfrontiert wirst?
"Herr Arthur, die Mutter behauptet, sie würden Drogen nehmen. Stimmt das?
"Ja, wieso?"
Oder
"Nein"
"Wären Sie denn bereit, sich einem Drogentest zu unterziehen?"
"Nein!"
"Soso!"
Was denkst du, wie das ausgeht?
Insofern, bemühe dich um regelmäßigen Umgang und übe ihn dann zuverlässig aus.
Wenn das gut funktioniert, verpuffen auch alle Gegenargumente, was für ein schlimmer Finger du währst.
Dann liefe der Dialog nämlich folgendermaßen ab:
"Frau Mutter, Sie behaupten, der Vater nähme Drogen. Ist das so?"
"Ja"
"Aber warum vertrauen sie ihm dann das Kind zum Umgang an?"
Drogenkonsum führt nämlich nur beim Umgang aber nicht bei der Diskussion mit der Mutter über die richtige Schule zu einer Gefährdung des Kindes.
Gruss Beppo
Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.
Anscheinend ist es wohl weniger eine Frage des Rechts als vielmehr eine Frage der Willkür zuständiger Behörden. Gründe zur Ablehnung hat sie keine angegeben, beim JA habe ich bei der Vaterschaftsanerkennung auch den Antrag auf das Gemeinsame abgegeben, welches anscheinend nur verneint werden muss.
Aha, Du hast also das GSR beim JA beantragt und nicht ei Gericht. Nun, dort kann man das GSR nicht beantragen. Du kannst dort zwar eine einseitige Sorgrechtserklärung abgeben, die entfaltet aber keine Rechtskraft, wenn Muddi nicht unterschreibt.
Schaffst Du es, sie zu einer Elterntherapie zu bewegen? Wenn nein, würde ich zuerst den Umgang einklagen. Der ist bei Dir zunächst wichtiger als Sorgerecht. In einem zweiten Schritt würde ich dann das GSR angehen.
Denn auch mit GSR kannst Du Alleingänge Deiner Exe (Kigawahl, Arztbesuche etc..) nur schwer verhindern. Auch verbessert das Sorgerecht Deine Chancen beim Umgangsrecht nicht, da beides voneinander getrennt ist.
Gruss
BP
@wildlachs
So wie du das schreibst, hatte ich das auch erhofft. Daher habe ich auch das Muster benutzt und als Begründung nur die mehrfache Ablehnung der Mutter genommen. Wäre schön, wenn es so einfach ginge, aber die beiden über dir haben da wohl nicht viel vertrauen, was durchaus logisch klingt, denn die Mutter hat regen Kontakt zum JA und wird ihre Strategie, sofern es eine ist, wohl nicht aus sich selbst heraus gefunden haben. Ich fürchte eher, dass sie Ratschläge befolgt, die sie aufgrund ihrer Dramaturgie erhalten hat.
Über die KM gäbe es einiges mehr zu erzählen, aber ich will nicht einsehen, dass ich auf dieses Niveau herunter muss, weder hier, noch vor JA/FG.
Gleich nächste Woche werde ich mich um einen Therapieplatz bemühen, um ihren Möglichkeiten ein Ende zu setzen. Vielleicht kam es falsch rüber, aber ich kiffe nur wenig, bei Gelegenheit halt. Einen Drogentest würde ich meist bestehen. Verstanden habe ich, dass die KM davon absolut nichts wissen darf, da sämtliche persönlichen Infos benutzt werden.
Besuchsrecht ist die ganze Zeit ein Thema, ich habe den Kindesentzug lediglich nicht zur Anzeige gebracht bisher. Ausserdem, wie oben erwähnt, hat sie mittlerweile eingesehen, dass sie kein Recht dazu hat. Ich wollte Einigung mit der Mutter und habe vielleicht zu lange die Behördengänge gescheut, aber sorry, wer rechnet denn mit sowas? Es war für mich undenkbar, bis es passierte. Ich habe Zeit gebraucht, die Trennung zu verkraften, die völlig überraschend kam, sowie ihre Aktionen für mich nicht nachvollziehbar bleiben. Ich bin nunmal kein Profi in solchen Dingen, es ist mein einziges Kind und, wie geschrieben, ich wollte eigentlich nie eins haben und habe mich mit solchen Sachen nie befasst.
Muss ich jetzt halt nachholen.
Wäre schön, wenn es so einfach ginge, aber die beiden über dir haben da wohl nicht viel vertrauen, was durchaus logisch klingt,
Nun, ich hätte mehr Vertrauen, wenn ich mehr positive Fälle kennen würde, die aufgrund der Neuregelung das GSR erfolgreich bekommen haben. Bisher kenne ich aber nur diesen Fall:
http://www.vatersein.de/Forum-topic-15272-start-425.html
Und da hat die KM wohl Beschwerde eingelegt. Ausgang offen.
Ich habe nunmal das Muster abgeschickt, der nächste Schritt wird also das Amtschreiben sein, welches sie ablehnen wird, mit der vermutlichen Begründung, dass ich Drogenabhängig sei, Psychopath und sonstwie nicht zurechnungsfähig.
Mal abgesehen davon, dass jedem Richter und Beamten auffallen sollte, dass man mit so einem Menschen nicht 8 Jahre verbringt und noch weniger ein Kind zeugt, was sind nun die wichtigsten Schritte um mich und meinen Antrag abzusichern? Sollte ich also direkt den Kontakt zum JA suchen und meine Version aktenkundig machen, inkl. Umgangsrecht? Eine Umgangsvereinbarung habe ich bereits von ihr gefordert, aber sie geht nicht weiter darauf ein. Ansonsten werde ich mich nächste Woche um RA und Therapie bemühen. Wie soll ich mich abgesehen davon verhalten? Einigung mit Mutter vergessen und abwarten was kommt?
und noch eine Frage zum Abschluss: Ich hab viel Zeit mit dem vergeblichen Versuch einer Einigung mit der Mutter vergeudet. Sind solche mails für das JA relevant? Wenn sie behauptet, ich sei nicht Kommunikationsbereit/fähig, sollte ich mails ausdrucken als Gegenbeweis? Ich möchte, wie gesagt, nur sehr ungern auf so ein Niveau herab und kann/will mir kaum Vorstellen, dass irgendwelche Beamten auf so einen Dreck abfahren, aber habe ich überhaupt Chancen ohne?
Hallo arthur.
ich versuche mal Deine Fragen kurz zu beantworten:
Ich habe nunmal das Muster abgeschickt, der nächste Schritt wird also das Amtschreiben sein, welches sie ablehnen wird, mit der vermutlichen Begründung, dass ich Drogenabhängig sei, Psychopath und sonstwie nicht zurechnungsfähig.
An wen hast Du das Muster geschickt? Wenn Du das GSR anstrebst, musst Du das bei Gericht beantragen. Dafür reicht ein 2-Zeiler. Dann schreibt das Gericht die KM an und fordert sie zu einer Stellungnahme auf. Lehnt die KM ab und nennt Gründe, die das Gericht als kindeswohlgefährdend erachtet, kommt es zu einem normalen Gerichtsverfahren, in dem auch das JA gehört wird und Verfahrensbeteiligter wird. Insofern ist es nicht falsch (aber auch kein Muss), vorher zum JA zu gehen und Deine Sicht der Dinge zu zeigen. Vermutlich bekommt das Kind im Gerichtsverfahren auch noch zusätzlich einen Verfahrensbeistand.
Nennt sie dem Gericht keine kindeswohlgefährdenden Gründe, wird Dir das Gericht das GSR in einem vereinfachten Verfahren zuteilen, ohne dass es zu einem normalen Gerichtsverfahren kommt (wovon hier aber wohl nicht auszugehen ist).
Sollte ich also direkt den Kontakt zum JA suchen und meine Version aktenkundig machen, inkl. Umgangsrecht? Eine Umgangsvereinbarung habe ich bereits von ihr gefordert, aber sie geht nicht weiter darauf ein.
Trenne bitte Sorge- und Umgangsrecht. Ich rate Dir hier noch einmal (wie auch die anderen hier bereits getan haben), Dich zunächst nur um Umgang zu bemühen und das GSR-Verfahren nach hinten zu verschieben.
Da sie auf Deine Umgangsvorschläge bisher nicht eingegangen ist, bittest Du das JA um Vermittlung, d.h. Du rufst da morgen an und bittest das JA, die KM und Dich zu einem gemeinsamen Gespräch einzuladen. Kommt sie nicht oder geht sie auf Deine Vorschläge nicht ein, stellst Du einen Antrag auf Umgang bei Gericht.
Ansonsten werde ich mich nächste Woche um RA und Therapie bemühen. Wie soll ich mich abgesehen davon verhalten? Einigung mit Mutter vergessen und abwarten was kommt?
Therapie und RA sind richtig und wichtig. Ansonsten Vorgehen wie oben beschrieben.
und noch eine Frage zum Abschluss: Ich hab viel Zeit mit dem vergeblichen Versuch einer Einigung mit der Mutter vergeudet. Sind solche mails für das JA relevant?
Der oben beschriebene Termin bzgl. Umgang wäre dann auch der letzte Einigungsversuch. Danach wie gesagt Antrag ans Gericht. Aber den Vermittlungsversuch würde ich noch versuchen.
Kompromissbereitschaft zeigst Du im Gespräch bei dem JA oder ggf. später vor dem Richter. Die mails sind nicht wirklich wichtig.
Ich möchte, wie gesagt, nur sehr ungern auf so ein Niveau herab und kann/will mir kaum Vorstellen, dass irgendwelche Beamten auf so einen Dreck abfahren, aber habe ich überhaupt Chancen ohne?
Wie bereits geschrieben, solltest Du es tunlichst unterlassen, Dich auf dasselbe Niveau zu begeben. Das wird Dir eher schaden als nützen. Ein guter Richter wird das Spielchen durchschauen. Dokumentiere alles und widerlege alle Vorwürfe ruhig und sachlich.
aber habe ich überhaupt Chancen ohne?
Einen Umgangsbeschluss bekommst Du relativ einfach. Ob sich die KM später aber dran hält, kann ich Dir nicht sagen. Den Beschluss dann durchzusetzen, wenn KM den Beschluss ignoriert, ist nicht einfach.
Bzgl. Sorgerecht sehe ich die Chancen eher gering. Aber wie gesagt: Es gibt nach der Sorgrechtsreform hier kaum Erfahrungswerte.
Gruss
BP
Kurzes Update
Überraschenderweise hat die KM nun eingelenkt und einem Gespräch mit einem Verwandten als 3. Person zugestimmt. Woran das jetzt plötzlich liegt, weiss ich noch nicht, aber ich bin ziemlich zuversichtlich, dass sich das Ganze dann auch ausserhalb der Behörden regeln lässt.
Da bedank ich mich direkt nochmal für die informativen Antworten und wünsch viel Erfolg bei euren Angelegenheiten!
Überraschenderweise hat die KM nun eingelenkt und einem Gespräch mit einem Verwandten als 3. Person zugestimmt.
Hallo Arthur,
an deiner Stelle würde ich meine Hoffnungen nicht allzu hoch hängen, was das "Einlenken", den Umgang und das GSR angeht. "Reden ist Silber, Unterschreiben ist Gold" ist hier deine Devise. Sobald deine Ex beim JA dem GSR zugestimmt hat und ihr eine stabile, verlässlich praktizierte Umgangsregelung habt, sehe ich dich aus dem Schneider. Vorher nicht.
Deshalb von mir ein freundliches "WIllkommen!" und "Auf Wiedersehen!"
🙂 Biggi
Es ist nicht genug, zu wissen, man muß auch anwenden;
es ist nicht genug zu wollen, man muß auch tun.
(J. W. von Goethe)
Moin arthur,
Überraschenderweise hat die KM nun eingelenkt und einem Gespräch mit einem Verwandten als 3. Person zugestimmt.
und was soll dieses Gespräch konkret bringen (ausser dass Gespräche mit netten Menschen natürlich nett sein können)? Man kann es auch führen, um Dich - zumindest bis auf weiteres - von einem Gerichtsverfahren abzuhalten.
ich bin ziemlich zuversichtlich, dass sich das Ganze dann auch ausserhalb der Behörden regeln lässt.
naja, ganz ohne Behörden wird es nicht gehen: Eine Sorgeerklärung wird in der Regel von beiden Eltern beim zuständigen Jugendamt abgegeben. Hierzu gehört üblicherweise eine Belehrung, die von den JA-Mitarbeitern zumindest in der Vergangenheit durchaus mit einem "wollen Sie das wirklich?" kommentiert wurde. Das sollte angesichts der aktuellen Gesetzgebung zwar Geschichte sein - aber weiss man's?
GSR hast Du genau und erst dann, wenn diese Sorgeerklärung von Euch beiden unterschrieben und beim JA zu den Akten genommen wurde. Vorher hast Du bestenfalls unverbindliche Absichtserklärungen.
wünsch viel Erfolg bei euren Angelegenheiten!
analog zu @Biggi schliesse auch ich nicht aus, dass wir hier demnächst wieder von Dir lesen werden.
Grüssles
Martin
When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.
Hi Arthur,
vereinbare mit der Mutter SOFORT einen Termin beim Jugendamt, um die gemeinsame Elterlich Sorge zu beurkunden.
'Schmiede das Eisen, solange es heiß ist'. 🙂
W.
Ich weiss schon was ihr meint und lasse mich da auch nicht weiter übervorteilen oder hinhalten, nur hab ich jetzt die Chance, dass sie Aussagen wie oben nicht mehr weiter tätigt, was mir dabei am wichtigsten ist. Das Kind kann ich auch 2 Tage sehen am Wochenende, weshalb ich auch etwas euphorisch bin.
Sie hat sich mit vielem auch nicht beschäftigt, wenn ich ihr in Ruhe erklären kann, dass ihre Hauptaufsicht nicht angetastet wird und sie nicht wegen jeder Impfung hinter mir herlaufen muss, dann wird sie sich vielleicht auch nicht mehr quer stellen.
Wenn ich die Willkür der Behörden in einigen Themen hier lese wird mir schon schlecht, so wenig davon wie möglich ist wohl das sicherste für alle Beteiligten.
Die Geburt war ein Schock für uns beide, da war ich ja noch dabei. Jeder hat wohl seine eigene Art, damit fertig zu werden. Den Rat oben habe ich auch befolgt, habe einen Termin für eine Therapie und werde darüber auch versuchen, mit ihr Gespräche zu führen und den Wahn beenden, ansonsten wird mir das halt gegen zukünftige Unterstellungen helfen. Sie hat wohl irgendeine Betreuerin oder Psychologin über das JA bekommen und anhand ihres Verhaltens ist das wohl nicht sonderlich wirkungsvoll, jedenfalls nicht was Kompromissbereitschaft und Realitätsbezug betrifft. Bisher zumindest.
Hauptsache keine Eltern, die sich bei jeder Gelegenheit an die Gurgel gehen und nur noch über Behörden und Anwälte kommunizieren. Hoffe ich zumindest...
