Meine Tochter soll ...
 
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Meine Tochter soll bei mir bleiben

 
(@waidmann78)
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Hallo, liebe Leidensgenossen,

ich bin 35 Jahre, bin seit 10 Jahren verheiratet und habe eine wundervolle, 6 jährige Tochter.

Kurz die Eckdatern:
Ich bin vollzeitbeschäftigt mit unbefristeten Vertrag (also sehr sicher) und besitze einen Resthof, der mir mit meiner Frau zusammen gehört (50/50)
Gekauft wurde das Ding vor 6 Jahren, bezahlt wurde es von meiner Mutter als vorgezogener Erbteil. Wir haben dann nochmal 75.000 Ocken für die Sanierung zusammen aufgenommen, was wir jetzt abzahlen.

Nun ist es so, dass es schon länger schlecht lief. Bei meiner Frau ist in der Jugend mal eine Borderlinesyndrom diagnostiziert worden. Sie legt schon meiner Meinung nach noch heute viele Symptome an den Tag. Sie ist psychisch unstabil (Depressiv, dann wieder aufmüpfig),sie hat immer Recht, ignoriert meine Ansichten, Meinung, hat teilweise eine sehr herabwürdigende Art und Weise ect. Sie hat bis wir zusammengekommen sind, als Prostituierte gearbeitet, wo sie zwar mit Druck reingerutscht war, aber zur Zeit des Kennenlernen freischaffend tätig war und ihren Lebensunterhalt damit bestritten hat. Sie hörte denn auf, war dann hier und da Teilzeit in ihrem gelernten Beruf tätig. Momentan arbeitet sie auch wieder Teilzeit. Mal sehen, wie lang es geht.

Ich hab mir das Jahrelang gefallen lassen, aber seit einiger Zeit reicht es. Ich will nicht mehr, die regt mich einfach nur auf.! Seit einiger Zeit macht sie nun endlich! eine Gesprächstherapie und bekommt ein Medikament und ist damit schon wesendlich umgänglicher.

Aber trotzdem: Ich will nicht mehr und will auch nicht, dass sie meiner Tochter in irgendeiner Weise mit ihrer unstabilen Art schädigt.
Ich hab ihr gesagt, sie solle ausziehen, ihre Viechereien (Pferde, Hund,Katze) mitnehmen und meine Tochter bleibt aus eben genannten definitiv bei mir.
Meine Familie steht voll hinter mir, wir haben einen Anwalt in der Familie und ich habe auch mehr finanzielle Mittel, meine Tochter gut zu versorgen.

Natürlich sieht meine Nochfrau das nicht ein. Sie will meine Tochter bei sich behalten. Ich sehe aber, dass sie immer wieder unstetig im Leben war. Wer weiß, wie das dann alleinerziehend sein wird.
Sie will in dem gemeinsamen Haus wohnen bleiben (wegen des gewohnten Umfeldes für die Kleine und wegen der Viecher).
Ich sehe aber nicht ein, dass ich der Zahlemann für das Alles bin! Und noch viel weniger will ich, dass meine Tochter bei dieser Frau bleibt.

Als ich ihr die Trennung mitgeteilt hab, ist sie erstmal zusammengebrochen und hat einen Nervenzusammenbruch gehabt. Ich Volldepp hab mich dazu hinreissen lassen, KEINEN Arzt zu rufen und KEINE Einweisung zu erwirken.
Dann saß sie tagelang herum, war apathisch, ewig weinerlich und konnte sich daher nur sehr begrenzt um die Kleine kümmern. Ich hab das dann mal nach der Arbeit mit übernommen. Bedauerlichweise hat sie sich NICHT krankschreiben lassen und hat ihre Arbeit (ambul. Krankenpflege) irgendwie auf die Kette bekommen.Ich bin in der Überlegung, dem AG mal zu stecken, dass sie verkehrsbeeinträchtigende Medikamente nimmt und eine Persönlichkeitsstörung hat. Wer weiß, ob die die Kranken richtig versorgt?

Ich will jetzt das ASR irgendwie bekommen. Wie mach ich das am Besten, ohne mir Eigentore zu schiessen? Immerhin hat sie eine DIagnose, auch wenn die schon älter ist. Und ich hab genug Beispiele, dass sie meiner Meinung nach, nicht wirklich in der Lage ist, sich dauerhaft vernünftig um meine Tochter zu kümmern.
Momentan hab ich den Vorteil, dass sie noch geschockt ist. SIe realisiert aber, dass sie alles, was sie jetzt hat, verlieren könnte und wird sicher in Kürze anders reagieren.

Hat jemand Tipps oder Erfahrungswerte, Chancenmöglichkeiten in so einer Konstellation?

Beste Grüße, der Waidmann


Zitat
Themenstarter Geschrieben : 25.09.2013 17:02
(@jenpa)
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Hallo Waidmann, 

ganz so einfach ist das nicht. Euch gehört der Resthof gemeinsam ?? Warum sollte KM denn dann ausziehen.
Du könntest auch ausziehen oder !.
Was die psych.Krankheit der EX betrifft,dies ist deine Sicht der Dinge. Hier damit argumentieren zu wollen
geht nicht und damit fällst du auf die Nase. 

Ihr solltet euch gemeinsam an einen tisch setzen und alles besprechen. vielleicht das JA mit ins Boot holen.
Ich vermute die KM läasst sich von dir hier nicht rausdränegen und es wird vermutlich vor Gericht gehen.
Wie dies ausgehen wird,kann dir keiner sagen.

Das dir das ABR übertragen wird,dazu reichen die Gründe nicht aus.

jenpa


..dem Kind beide Eltern

AntwortZitat
Geschrieben : 25.09.2013 17:20
(@waidmann78)
Schon was gesagt Registriert

Was kann ich denn sonst tun? Sie hat nunmal diese Diagnose, das haben Ärzte bescheinigt und das müsste daher doch verwendbar sein?
Ich hab keinen Bock mehr, mit ihr über diese Ehe zu sprechen oder über alles Weitere.
Sie sieht nur, was sie sehen will.
Sie kommt zwar dauernd und will reden, aber dann gehts nur darum, dass sie Angst hat, mich (oder besser das schöne Nest) nicht verlieren will. Es geht nur um ihre Sorgen und Nöte- ergo alles beim Alten. Die Trennung zu akzeptieren und die Möglichkeit daraus, sich nun mal um sich selbst zu kümmern (müssen) , will sie nicht sehen. Sie meint, sie nimmt jetzt ihre Pillen, geht zur Therapie und ich nicke das alles ab.
Außerdem ist für mich klar, was ich will und davon weiche ich nicht ab. Gerade was meine Tochter angeht.Sie kann meine Tochter gern sehen, daran solls nicht scheitern, aber leben soll die Kleine bei mir, weils besser ist. Hier hat sie ihre Großeltern, Tanten, Onkel also ein funktionierendes soziales Netz. Meine Familie wird mich gern unterstützen.
Die KM hat niemanden im Rücken. Der Vater, beste Freundin wohnen 200km weg und so wirklich Freunde vorort hat sie nicht.


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 25.09.2013 17:31
(@Brainstormer)

Moin Waidmann (und willkommen hier),

Sie hat nunmal diese Diagnose, das haben Ärzte bescheinigt und das müsste daher doch verwendbar sein?

1. Müsstest du erstmal ein Verfahren anstrengen, in dem diese Diagnose überhaupt vorgebracht werden kann.
2. Stellt sich die Frage, wie du den Beweis antreten willst (Stichwort ärztliche Schweigepflicht).
3. Müsste das Gericht darin eine Kindeswohlgefährdung erkennen, um das ASR auszusprechen.

->Ich würde es lassen.

Ich hab keinen Bock mehr, mit ihr über diese Ehe zu sprechen oder über alles Weitere.
Sie sieht nur, was sie sehen will.

Ja, das kenne ich auch...Fakt ist aber, dass du nur mit ihr zu einer vernünftigen Lösung kommen wirst. Wenn du gegen sie arbeitest, wirst du vermutlich böse auf die Nase fallen. Da reicht schon ein Termin bei einem Anwalt, der ihr dann verklickert, was ihr zusteht und welche Möglichkeiten sie hat.

Schau mal in die TrennungsFAQ.

Gruß
Brainstormer  


AntwortZitat
Geschrieben : 25.09.2013 17:57
(@waidmann78)
Schon was gesagt Registriert

Ich hatte mich da schon schlaugelesen.... Im Großen und Ganzen ist man als Vater der Gelackmeierte.


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 25.09.2013 18:03
(@beppo)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Moin.

Das was du willst, wollen 95% der hier vertretenen Väter auch.

Bekommen tun es vielleicht 5%.

Das von dir genannte reicht keinesfalls.

Und  mit dem hier

SIe realisiert aber, dass sie alles, was sie jetzt hat, verlieren könnte...

solltest lieber du rechnen.

Je schlechter es ihr geht, desto mehr wird man dir wegnehmen, damit es ihr wieder besser geht.


Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.

AntwortZitat
Geschrieben : 25.09.2013 22:10
(@tarek)
Nicht wegzudenken Registriert

Hallo Waidmann,

für mich klingt Deine Haltung wie die einer typischen "Kindesbesitzerin". Diese Haltung ist erstens für einen Vater im deutschen Familienrechtssystem nicht sehr realistisch, und zweitens ist sie, selbst wenn Du sie durchsetzen kannst, für das Kind sehr schlecht.

Ich schliesse mich den guten Ratschlägen oben an: Finde eine Lösung mit der Mutter, nicht gegen oder ohne sie oder über sie hinweg.

Gruss
Tarek


AntwortZitat
Geschrieben : 26.09.2013 00:32
 vj
(@_vj_)
Nicht wegzudenken Registriert

Hi,

Möchte auch noch was betonen...

Sie kann meine Tochter gern sehen

Du sprichst hier von "DEINER" Tochter, und dass die KM sie gerne sehen kann - das ist die absolut falsche Sicht.
Was ist mit dem Recht des Kindes, BEIDE Elternteile zu behalten?

Bedenke: sogar Kinder, die von den Eltern geschlagen und mißhandelt werden, suchen immer wieder Gründe, diese Eltern trotzdem zu lieben - weil es die Eltern sind.
So schlecht Du auch den Lebenswandel der KM findest - die Kleine liebt ihre Mutter und BRAUCHT ihre Mutter!
Selbst wenn das Kind bei Dir leben würde, dann braucht sie regelmäßigen und verläßlichen Umgang mit der Mutter!

Verliere das nicht aus den Augen, sonst bist Du um keinen Deut besser als all die Kindsbesitzerinnen, die ihren Kindern die Väter wegnehmen.

vj


Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem. (Röm 12,21)

AntwortZitat
Geschrieben : 26.09.2013 14:49