Hallo,
zu Anfang möchte ich gleich mal sagen, dass ich mit meiner Frage auf keinen Fall irgendwelche Religionsrichtungen oder Glaubensgruppen geringer hinstellen will oder beleidigen.
Ich möchte nur wissen, welche Rechte man als Vater hat wenn es um die Religionswahl der Kinder geht. Kann man etwas dagegen unternehmen, wenn die Mutter die Kinder in die Richtung einer Religionsgemeinschaft drängt, die für den Vater nicht akzeptabel ist.
Zweite Frage:
Wie alt ist das Kind? Ab 12 Jahren besteht nämlich Religionsfreiheit!
@Uli: Besteht die nicht erst ab 14 Jahren?
LG LBM
"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
Hallo an alle!
Bei bestehendem GSR müssten sich die Eltern einigen, wenn das nicht geht, das FG entscheiden. Das halte dann ich für ziemlich bizarr und von Richterseite unlösbar.
Wenn KM das ASR hat, geht wohl gar nichts von Seiten des Vaters, es sei denn KM betet irgendwelche Fürsten der Finsternis an o.ä.
Ich habe est trotz damals bestehendem GSR nicht geschafft, Junior taufen zu lassen, da Mama nicht wollte. Vor Gericht ziehen deswegen, wollte ich aber nicht.
Heute sehe ich das etwas gelassener, der kleine Mann soll das mal selbst entscheiden.
Ach so, alles Gute für 2008 an Euch!
Thomas
Wer aufgibt, gibt sein Kind auf!
Das Zeichen größten Misstrauens Gott gegenüber, ist ein Blitzableiter auf dem Kirchturm.
@Uli: Besteht die nicht erst ab 14 Jahren?
Hatte ich auch gedacht. Mein Töchterchen hatte sich einen Tag vor Heiligabend ev. taufen lassen. Sie ist 13. Bei der Gelegenheit sagte uns die Pastorin, dass die Religionsfreiheit ab 12 Jahren beginnt. Ich werde recherchieren!
Das:
Mit Religionsmündigkeit bezeichnet man das Recht, über das eigene religiöse Bekenntnis frei entscheiden zu können. Die Religionsmündigkeit tritt in zwei Stufen ein:
Mit Vollendung des 12. Lebensjahres kann ein Kind gemäß § 5 S. 2 RKEG nicht mehr gegen seinen Willen in einem anderen Glauben als bisher erzogen werden (beschränkte Religionsmündigkeit).
Mit Vollendung des 14. Lebensjahres kann ein Kind gemäß § 5 S. 1 RKEG selbständig über sein religiöses Bekenntnis entscheiden.
habe ich gefunden.
LG LBM
"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
Mit Vollendung des 12. Lebensjahres kann ein Kind gemäß § 5 S. 2 RKEG nicht mehr gegen seinen Willen in einem anderen Glauben als bisher erzogen werden (beschränkte Religionsmündigkeit).
Im Fall der Openerin würde dies also bedeuten, dass das Kind ab 12 Jahren nicht mehr in die eine oder andere Richtung gedrängt werden könnte. Dies käme faktisch der Religionsmündigkeit gleich.
Ja, genauso verstehe ich das auch! Ich habe auch noch gelesen, dass ein Kind ab seinem vollendeten 10. LJ zustimmen muss, wenn es die Konfession wechseln soll.
LG LBM
"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
Danke für die vielen Antworten. Ja, es besteht das gemeinsame Sorgerecht. Das ABR ist meines Wissens nach auch gemeinsam. ( Aber nicht mehr lange, wie ich hoffe !!! Wir sind dran es zu bekommen ).
Es ist so, dass die älteste der drei Kindern seit einiger Zeit den Wunsch äussert in Religionsunterricht zu gehen. Sie ist 11 Jahre alt. Die anderen Kinder sind jünger.
Mein LG hat das unterstützt, und die Mutter gebeten, das Mädchen in den kath. Religionsunterricht zu schicken. Sie hat gesagt, sie würde sich darum kümmern.
Meine Kinder sind ziemlich religiös, sie sind moslemisch erzogen, eine Tochter von mir hat sich vor einem Jahr taufen lassen. Ich mische mich da wenig ein, da ich der Meinung bin, jeder Mensch sollte auch in der Religion seinen eigenen Weg finden.
Nun haben wir erfahren, dass die Mutter sich nicht darum gekümmert hat dass die älteste Tocher in den Religionsuntericht gehen kann, sondern ihnen Hefte und Bücher einer anderen Religionsgemeinschaft gegeben hat und sie darin auch von einer Freundin unterrichten lässt.
Mein LG ist damit absolut nicht einverstanden, da er diese Religionsgemeinschaft nicht für richtig hält und in manchen Anschauungen sogar für gefährlich.
Es ist vielleicht auch noch erwähnenswert, dass mein LG und seine Ex religionslos sind und die Mutter der Kinder absolut nicht mit Religion zu tun haben möchte. Sie beschimpft sogar alles was mit Kirche und ähnlichem zu tun hat.
Daher gehen wir davon aus, dass Sie überhaupt keine Ahnung hat über diese Relgionsgemeinschaft zu der Sie die Kinder da geben will. Sondern dass es nur darum geht, dass die Kinder nicht das tun was wir unterstützen würden.
hallo,
wenn das Mädel jetzt bei euch lebt, warum meldet ihr sie nicht einfach in den Religionsunterricht eurer Schule an bzw. sucht euch in eurer Gemeinde die entsprechenden Kontakte?
Weißt Du, was das für eine Religionsgemeinschaft ist, wo die Freundin das Kind unterrichtet?
LG LBM
"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
Das werden wir schon tun. Aber wir befürchten eben, dass die Kinder vielleicht doch irgendwann zurückmüssen. Ihr wisst doch alle, wie das mit den Gerichten hier bei uns ist. Da ist man sich total sicher, und dann entscheiden die ganz anders.
Ja, es sind die Zeugen Jehovas.
Damit hätte ich auch Schmerzen....
LG LBM
"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
Hi,
schwierig, da die Zeugen Jehovas leider als Religionsgemeisncahft anerkannt sind.
Ein gebrochenes Versprechen ist ein gesprochenes Verbrechen
Das ist ja mein Problem.
Ich habe wirklich nichts gegen Zeugen Jehovas. Kenne einige, die recht nette Menschen sind.
Aber wir würden es nicht so gerne sehen, wenn die Kinder in diese Religion hineingezogen werden. Die mittlere liest jetzt schon Bücher über den Weltuntergang und die anderen beiden haben Heftchen in denen ihnen gelehrt wird, wie man zu Satan gezogen wird, oder so ähnlich.
Wisst ihr, wenn die Mutter selber überzeugt Zeugin Jehovas wäre, könnte ich das ganze ja noch ein wenig verstehen und akzeptieren. Aber sie selber ist total gegen Religion, will davon überhaupt nichts wissen. Warum tut sie das dann ?
Wir verstehen, die ganze Sache nicht so richtig. Was geht in dieser Frau nur vor !!!
Aber zum Glück sind die Kinder ja jetzt bei uns, und bleiben es hoffentlich auch.
Moin,
ich blättere gerade die Threads der vergangenen Tage durch und bleibe an diesem hängen...
schwierig, da die Zeugen Jehovas leider als Religionsgemeisncahft anerkannt sind.
Ich habe wirklich nichts gegen Zeugen Jehovas. Kenne einige, die recht nette Menschen sind.
dazu fällt mir ein: Die NPD ist auch eine legale und wählbare Partei. Und ein paar nette Neonazis gibt es vermutlich ebenfalls. Was mir als Erziehungsberechtigtem (oder besser: -verpflichtetem) aber nicht das Nachdenken darüber und Beurteilen dessen abnimmt, was für meine Kinder richtig und falsch ist, was ihre Entwicklung fördert oder diese hemmt und welches Wertesystem man als verantwortungsvoller Erwachsener diesen Kindern vermittelt.
Alkohol ist übrigens auch eine legale und gesellschaftlich anerkannte Droge - aber genügt das als "Rechtfertigung", um Minderjährigen welchen zu verabreichen? Falls jetzt irgendwem das Stichwort "Jugendschutzgesetz" einfällt: Das sollte - zumindest moralisch - auch für Gehirnwäschen gelten.
Just my 2 cents
Martin
(dessen Kinder nicht getauft sind, weil sie das selbst entscheiden sollen, wenn sie das möchten)
When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.
Hi Martin,
du hast ja völlig Recht damit *seufz*
Nur wenn Mutter und Vater das anders sehen wird es in so nem Fall fast aussichtslos sein das der Vater notfalls vor Gericht Recht bekommt, da die ZJ eben leider nicht als Sekte gelten.
Aber ich denke mal dassie das Problem jetzt eh erledigt hat, da die Kinder ja inzwischen bei soulsister und ihrem Mann sind.
Tina
Ein gebrochenes Versprechen ist ein gesprochenes Verbrechen
Genau. Die Kinder sind nun bei uns.
Das grösste Mädchen hat sich nun entschieden, dass sie in den katholischen Religionsunterricht gehen möchte und sich vielleicht taufen lassen möchte. Warten wir mal ab.
Die beiden Kleineren möchten in Ethik gehen, was natürlich auch absolut kein Problem ist. Falls sie später mal etwas anderes möchten, dürfen sie selber entscheiden.
Ich habe übrigens 6 Kinder, die alle 6 in Jordanien als Moslem erzogen worden sind. Zwei davon leben schon woanders, einer ist überzeugter Moslem, der andere mit einer russisch-orthodoxen Frau verheiratet, die gerade schwanger ist und das Kind wird in ihrem Glauben getauft werden. Eine meiner Töchter ( 17 ) hat sich letztes Jahr katholisch taufen lassen und die anderen drei sind, sagen wir mal so, noch auf der Suche.
Ich denke jeder sollte seinen eigenen Weg und Glauben finden. Und wer nichts glauben will, soll auch das tun was er möchte.
Moin zusammen!
Das ist ne schwierige Kiste, denn gerade Religionsfragen sind ne sehr individuelle Sache. Nicht wenige Leute haben heute bereits ein Problem mit einer islamischen Erziehung. Die Jehovaleute sind auch sehr umstritten - aber sie legen eben keine Bomben. Hättet Ihr meine Gegenanwältin, so würde sie Euch den Islam übel um die Ohren hauen.
Wenn KM das ASR hat, geht wohl gar nichts von Seiten des Vaters, es sei denn KM betet irgendwelche Fürsten der Finsternis an o.ä
Auch das müsste dann ein Blindläufer werden, wie eigene Erfahrungen mir sagen. Mir selbst wurde die Mitgliedschaft in einer (nicht verbotenen) schwarz-okkulten Religionsgemeinschaft durch die Gegenseite vorgeworfen. Man kann schwer beweisen, wo man NICHT Mitglied ist und dementsprechend hilflos hampelte ich damit herum. Für das AG spielte meine angebliche Teufelsanbeterei jedoch keine Rolle. Beim OLG wurde es gar abgesegnet mit dem Satz "Die Zugehörigkeit zu okkulten Organisationen (...) schränkt die Erziehungsfähigkeit des Vaters nicht ein".
Also ich würd meinen, daß Ihr still halten solltet. Das wird nix.
Milan
Habe jetzt gerade wieder dran gedacht, dass soulsister dieses Thema schon mal hier angesprochen hat.
Es ist tatsächlich so gekommen, wie wir damals befürchtet haben und zwei der Kinder sind wieder bei der Mutter. Und bei der mischen nun kräftig die Zeugen Jehovas mit.
Wir suchen nun im Internet alles zusammen was uns helfen kann, damit wir etwas tun können, dass die KM die Kinder nicht in diese Religion hineinzieht. Aber es ist sehr schwer.
Es ist sowieso alles so seltsam. Meine Ex ist ( oder war ? ) eine Frau, die total gegen Religion und Gott eingestellt ist. und nun das !!
Ihre beste Freundin, eine Zeugin Jehovas, ist täglich bei ihr. Einmal in der Woche kommt sie und gibt den Kindern so eine Art Unterricht in der Religion der Zeugen. Die Kinder bekommen Videos und Bücher über diese Sekte und ihre Weltanschauung. Der Wachtturm und " Erwachet " ist die einzige Lektüre im Haus und das stappelweise.
Meine J., die jetzt bei mir wohnt, wird dazu gedrängt, an ihren Besuchswochenenden bei der Mama in eine der Versammlungen der Zeugen zu gehen usw.
Warum meine Ex jetzt auf einmal so zu einer Religion tendiert verstehe ich nicht so ganz. Ausser sie hat dadurch irgendwelche Vorteile, die ich jetzt noch nicht kenne. Denn normalerweise ist sie ein sehr materialistischer Mensch, der etwas nur tut, wenn er davon Vorteile hat.
