kath. Kindergarten ...
 
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kath. Kindergarten gegen meinen Willen

 
(@alexander_2004)
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Bei mir ist folgende Situation eingetreten. Ich bin der stolze Inhaber des geteilten Sorgerechts einer 3 Jährigen Tochter. Meine persönliche Einstellung und hoffentlich auch mein Streben dienen ausschließlich dazu, meiner Tochter alle Möglichkeiten in unserer Gesellschaft offen zuhalten. Unter anderem bin ich gegen jede Bindung an eine Konfession, außer meine Tochter wünscht dies.

Meine Tochter ist gegen meinen Willen getauft und soll nun auch noch in diesen Kindergarten der Gemeinde, die scheinbar meine Wünsche völlig außer Acht lässt.
Das dreisteste daran ist, dass meine Tochter sogar schon angemeldet wurde, ohne meine Zustimmung oder Absprache. Ich wurde "netterweise" nur Informiert.

Ist es nun ratsam, auf mein Bauchgefühl zu hören und Mittel und Hebel in Bewegung zu setzten oder muss ich wie immer, auch das Schlucken?
Der städtische Kindergarten ist nicht weiter, und der ursprünglich ausgesuchte liegt 200 Meter weiter als der katholische.


- Jeder bekommt was er verdient, irgendwann! -

Zitat
Themenstarter Geschrieben : 16.03.2005 12:41
(@sandgren)

hy alexander,
diese "kröte" wirst du wohl schlucken müssen. 🙁

selbst wenn du nun alle hebel in bewegung setzt um das kind in einen anderen kindergarten zu bekommen wirst du damit keinen erfolg haben.

die begründung ist dafür immer die selbe:

das kind hat sich nun dort eingewöhnt und deshalb wäre ein wechsel aus psychologischer sicht nicht ratsam.

mit diesem argument werden viele handlungen immer wieder nachträglich gerechtfertigt.

auch wenn die KM soetwas nicht alleine entscheiden dürfte hat sie dadurch "tatsachen" geschaffen die nur sehr selten rückgängig gemacht werden.

das max. ergebnis wird sein das ein richter,sollte es soweit überhaupt kommen,deiner ex mit dem zeigefinger droht das sie das doch nicht durfte.

auch ist eine gesellschaftlich anerkannte konfession kein grund um um einen wechsel zu fordern.

das fazit wird also viel stress ohne ergebnis sein.

gruss zippo 😎


AntwortZitat
Geschrieben : 16.03.2005 12:58
 AJA
(@aja)
Registriert

Hallo Alexander,

dieses Thema hatten wir so ähnlich ja neulich schon hier. Ich bin mir nach wie vor unschlüssig, was die bessere Lösung ist. Ein Kind taufen zu lassen mit der Option, dass es ja später wieder aus der Kirche austreten kann, oder es eben nicht zu taufen, mit der Option, dass es dies ja selbst nachholen kann.
Ich selbst habe meine Kinder aus Überzeugung ebenfalls zunächst nicht taufen lassen, zumal ich selbst aus der (katholischen) Kirche ausgetreten war. Meine Tochter ging in einen städtischen Kindergarten, der sich aber zumindest an den Kirchenfesten wie Weihnachten, Ostern und Pfingsten orientierte. Meine Tochter entwickelte zusehens Interesse an biblischen Geschichten und ihrem Hintergrund. Natürlich erwachte auch das Interesse für Kirche insgesamt und die Gemeinde, die dazu gehört.
Das war der Moment, an dem ich begann, zu überlegen, ob es wirklich fair ist, ihr die Taufe und den Zugang zu einer Gemeinde zu verwehren, nur weil ich vor vielen Jahren aus Frust aus der Kirche ausgetreten war. Ich brauchte ganze drei Jahre, um eine Entscheidung zu treffen. Inzwischen bin ich wirklich froh, dass meine Kinder getauft sind und auch ich habe von dieser Gemeinschaft ungemein viel profitiert. Mag sein, dass unsere Gemeinde nicht der Normfall ist, aber ich habe schon den Eindruck, dass eine "Kirchengemeinschaft" etwas ganz anderes, auch und vor allem bei den täglichen Problemen, darstellt als ein Sportverein oder ein Kegelclub.

Sorry, das sollte keine Predigt werden 😎 , aber vielleicht überlegst du mal, ob es tatsächlich für dich so furchtbar wäre, wenn deine Tochter einen katholischen Kindergarten besucht, oder ob es dich einfach nur ärgert, dass du (mal wieder) übergangen worden bist.

Gutgemeinte Grüße
AJA


AntwortZitat
Geschrieben : 16.03.2005 13:01
(@alexander_2004)
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Hallo,
Ich Danke für das Feedback, auch das persönlich Gespräch hat geholfen.
Nun ja, es ist wohl so wie in AJA´s Fußnote, ändern was zu ändern ist ……
Und bevor die Stimmung bei Jugendamt und Gericht in die andere Richtung kippt, erhoffe ich einfach das Beste. Trotzdem kann ich mir den Eindruck nicht verwehren das diese Anmeldung einerseits mir deutlich zeigen soll „Ich mach sowieso was ich will“ anderseits eindeutig eine Entscheidung der Großmutter ist.
Genauso ärgert mich auch dass alle meine Argumente übergangen wurden, anderseits sehe ich aber auch eine Gefahr in dieser Gemeinde, dessen Oberhaupt trotz meiner persönlichen Stellungsnahme durch die Taufe meine Familie auseinander gerissen hat.
Ich glaube, besser ich habe den deutlichen Eindruck, dass im seine Gemeindestatistiken lieber ist als das Wohl des einzelnen.

Grüsse an alle


- Jeder bekommt was er verdient, irgendwann! -

AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 16.03.2005 13:15
 Uli
(@Uli)

Hallo Alexander,

Ich selbst bin vor ca. 10 Jahren aus der ev. Kirche ausgetreten. Meine Kinder sind nicht getauft worden. Trotzdem haben beide einen katholischen Kindergarten besucht, weil dieser mir einfach wertiger erschien, als der städtische. Beide haben eine katholische Grundschule besucht, weil die städtische Grundschule quasi das Auffangbecken für alles war (hohes Konfliktpotential und Ausländeranteil von 50% und mehr). Beide haben am katholischen Religionsunterricht teilgenommen. Heute besuchen beide ein städtisches Gymnasium bzw. Realschule. Mein Sohn nimmt am kath. Reliogionsunterricht teil, meine Tochter jetzt am evangelischen. Ich betrachte den Religionsunterricht als eine Art Sozialkunde. Ich habe in diesem Zusammenhang auch noch nie etwas für mich Anstößiges erlebt. Mein Sohn hat zur Religion keinen Bezug, meine Tochter läßt sich hiervon gerne einfangen und das zerrede ich ihr auch nicht. Ich kann mir bei ihr vorstellen, dass sie sich irgendwann taufen läßt.

Dies ist der rein sachliche Aspekt aus meiner Sicht. Es ist natürlich eine Sauer..., Dich nicht in diese Entscheidungen einzubinden und ich würde zumindest meinen Unmut darüber kundtun (schriftl., Kopie an Jugendamt). De facto wirst Du nicht viel machen können. Es würde dann behauptet werden, dass in der Familie Deiner Tochter der Glaube sehr stark gelebt wird und dass es dem Kindeswohl abträglich wäre, die Tochter da aussen vor zu lassen.

LG Uli


AntwortZitat
Geschrieben : 16.03.2005 13:16
(@hiob73)
Schon was gesagt Registriert

Hy Alex,

ich kann dich sehr gut verstehen! Mir würde es wohl genau so gehen, wenn meine EX alles über meinen Kopf hinweg entscheidet (was sie ja bei mir auch tut :-)). Bei mir würde sich dann so ne Art gekränkter Stolz breit machen.
Ich denk wir müssen das echt lernen zu unterscheiden ob es sich um gekränkten Stolz handelt oder ob echt „das Kindeswohl“ in „Gefahr“ ist. Stell Dir doch einfach mal die Frage was spricht dafür deine Tochter in einen staatlichen Kindergarten zu schicken und in den katholischen zu bringen. Ich denke, dass es aus deines Sicht wahrscheinlich ausgewogen ausfallen würde.
Du schreibst: „...mein Streben dienen ausschließlich dazu, meiner Tochter alle Möglichkeiten in unserer Gesellschaft offen zuhalten. Unter anderem bin ich gegen jede Bindung an eine Konfession, außer meine Tochter wünscht dies.“ Wenn Du deiner Tochter alle Möglichkeiten offen halten möchtest, dann doch bestimmt auch die, sich religiös zu orientieren und zu entscheiden. Um sich aber zu entscheiden, muss man die Möglichkeiten kennen. Ich denke, dass es auch in Deinem Interesse ist (von dem Du oben schreibst) wenn eure Tochter auch die „christliche Möglichkeit“ kennenlernt und sich danach entscheidet. Wenn Du aber schreibst, dass Du gegen jede konfessionelle Bindung bist, und diese auch deiner Tochter verwehren willst, dann schränkst Du sie zumindest in dem Punkt ein diese Möglichkeit in unserer Gesellschaft wahrzunehmen.
Alex, ich schreibe hier aus eigener Erfahrung. Meine beiden Kids m6 u. w4 sind von mir in dem Umgang mit ihnen (1X in 14 Tagen) mit christlichen Geschichten, Werten und Erfahrungen bekannt gemacht worden. Unter anderem habe ich mit meinem Sohn „David gegen Goliat“, „Kreuzigung Christi“ oder den „Einzug von Jesus nach Jerusalem“ auf einem Esel (das war ich) nachgespielt. Die KM hat mir dieses untersagt und mich weitergehen vor Gericht gezogen um mir das Sorgerecht abzusprechen. Damit ist die KM gescheitert. Seit nunmehr 6 Wochen entzieht mir die KM die Kinder. Jetzt benötige ich auf den Vergleich zum Umgang noch die Klausel um den Umgang zu vollstrecken.
Das ist eben die Geschichte anders herum.
Aber um Deinen Kindern alle Möglichkeiten zu lassen, müssen sie alle Möglichkeiten kennen und wir als Eltern dürfen ihnen keine versperren.


AntwortZitat
Geschrieben : 16.03.2005 14:12
(@alexander_2004)
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Hallo hiob73,
super Deine Stellungsnahme! Aus dem Gefühl heraus würde ich Dir natürlich widersprechen, aber beim genaueren Nachdenken hast Du schon Recht. Wobei ich niemals an dem Punkt vorbeikomme dass es genau diese Gemeinde war, besser gesagt der Pfarrer, der diese Geschichte in Gang gebracht hat. Es ist engstirnig von mir, ich weiß. Aber ist es nicht eine Beeinflussung die von einem solchen Kindergartenplatz ausgeht? Familienzusammenhalt scheint dieser Gemeinde auch nicht wichtig sein, ich habe dem Pfarrer auch erklärt dass eine Taufe unsere Familie stark belasten würde.
Im Fazit: An sich habe ich mit dem Thema soweit ausgeschlossen, eine rechtliche Möglichkeit ist seeehr unwahrscheinlich und bringt weder meine Tochter noch mich weiter, wie mir sandgren auch noch mal verdeutlicht hat. Mein Anwalt sieht es genauso, und eine objektive Sichtweise zu diesem Thema fehlt mir offensichtlich.

Auf dem Wege wünsche ich Deinen Kindern und Dir aber alles gute,
„möge der Herr Gott Verstand vom Himmel schmeißen und die richtigen treffen 🙂 “

Gruss


- Jeder bekommt was er verdient, irgendwann! -

AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 16.03.2005 15:45
(@diemystiks)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Hallo Alexander,

:ironie: Auf die Treffer von oben warte ich auch immer wieder.

Ich möchte dir trotzdem auch noch etwas dazu schreiben.

Vielleicht hilft es dir, die ganze Sache aus der Sicht deiner Tochter zu betrachten.
Sie freut sich auf den Kiga, freut sich auf neue Freunde.

Sie würde einen Streit um den Kiga jetzt überhaupt nicht verstehen. Lass sie ungezwungen ihre sozialen Kontakte knüpfen, neue Freunde kennenlernen und ihr Selbstbewusstsein stärken.

Mein Ex ( nicht praktizierender Moslem) und ich(ev) haben uns damals entschieden unseren Sohn in einem kath. Kiga anzumelden, da dort für uns die erzieherische Arbeit stimmte.
Er hat dort eine sehr schöne Zeit verbracht.
Heute besucht er eine städt. Grundschule und nimmt am ev. Religionsunterricht teil.

So sehr prägend ist die Zeit für die Kinder nicht. Sie lernen die Geschichte kennen und die entsprechenden Feste zu feiern.
Alles andere ist wirklich, wie Uli schon schrieb, wie Sozialkunde zu sehen.

Ich bin auch der gleichen Meinung wie Hiob, nämlich, daß die Kids schon die Möglichkeit haben müssen, die verschiedenen Arten der Religionen kennen zu lernen. Nur so können sie sich später eine eigene Meinung bilden.
Dazu gehört auch, daß du deine Einstellung zur Religion etwas zurückstellst.

Fragen dazu werden später kommen, wenn deine Tochter wissen möchte an was du denn glaubst. Dann ist Zeit für Gespräche und Gedankenaustausch in Bezug auf Religion oder nicht.

Versuche, wenn es dir möglich ist, dich im Kiga mit einzubringen. Ich meine Feste besuchen, mal an einem Elternabend teilnehmen.
So lernst du die Erzieherinnen kennen und die Werte, die in diesem Kiga vermittelt werden.

Für deine Tochter ist es viel schöner, ungezwungen den neuen Abschnitt gehen zu können, ohne den Beigeschmack, daß Mama und Papa sich um den Kiga streiten.

Deine Wut übergangen worden zu sein kann ich gut verstehen.
Sieh es aus den Augen deiner Tochter. Das hat auch meinem LG geholfen, als er erfuhr, daß seine Töchter getauft wurden.
In der Ehe war das Thema Taufe schon lange vom Tisch. Er erfuhr erst Wochen später davon.

Ich würde nun eher versuchen einen guten Kontakt zu dem betreffenden Kiga zu finden, damit deine Tochter auch hier spürt, daß du hinter ihr stehst.

LG
Tina


Und aus dem Chaos sprach eine Stimme zu mir:"Lächle und sei froh, es könnte schlimmer kommen." Und ich lächelte und war froh und es kam schlimmer.

AntwortZitat
Geschrieben : 16.03.2005 16:33
 AJA
(@aja)
Registriert

Ich würde nun eher versuchen einen guten Kontakt zu dem betreffenden Kiga zu finden, damit deine Tochter auch hier spürt, daß du hinter ihr stehst.

Vielleicht noch eins drauf setzen und der KM sagen, dass du die Entscheidung richtig findest? Aus dem Bauch heraus würde ich sagen, findet auch hier ein Machtspielchen statt. Mit einer solchen Aussage kannst du da leicht den Wind aus den Segeln nehmen.
Ich habe deine wahren Beweggründe noch immer nicht verstanden, weil ich aus deinen Posts lediglich entnehme, dass ein Pfarrer, bzw. eine Gemeinde deine Familie durch eine Taufe auseinandergerissen haben. Da kann ich mir keinen Reim darauf machen. :question:

Aber wenn du es halbwegs verkraften kannst, deine Tochter nun doch in diesem Kindergarten zu sehen, dann würde ich diesen (zugegebenermassen nicht ganz fairen, aber sehr wirkungsvollen) Trick anwenden.
Ich habe das bei meinem Ex öfter praktiziert, wenn ich merkte, dass er nur auf Kollisionskurs fährt. Auch wenn ich mir manchmal dabei fast die Zunge abgebissen hätte, aber so hat er gemerkt, dass dieses "aus Prinzip dagegen" nicht mehr bei mir greift. Ich ärgere mich nicht mehr und die Kinder haben Ruhe.

Gruß AJA


AntwortZitat
Geschrieben : 16.03.2005 16:55
(@alexander_2004)
Zeigt sich öfters Registriert

Mensch, wenn ich es noch nicht gewusst hätte, spätestens jetzt weiß ich was dieses Forum bringt. Herzlichen Dank@all, die Idee sich darauf einverstanden zu zeigen ist grandios, und macht aus der nicht abänderbaren Tatsache noch einen positiven Akzent.

Zur Erläuterung: Ich bin nicht gegen einen kirchlichen Kindergarten. Nur gegen diesen einen (Das weiß die Kindesmutter natürlich). In diesem Kindergarten ist der Mann der „Chef“, der vor fast 2 Jahren mein Kind gegen meinen deutlichen, und sachlich vorgebrachten Wunsch getauft, mit der Begründung ich wäre mit der Kindesmutter nicht verheiratet. Mir hat er sich nicht getraut das so zu erklären, zu mir sagte er nur dass ich mir das doch noch mal überlegen solle, seine Tür immer offen stehe, bla. Bla bla halt. Und diesem Mann, der die Erzieher und Pädagogen in dem Kindergarten
„im Namen Gottes“ einstellt, muss ich nun mein Kind überlassen.
Daher mein schlechtes Gefühl, denn ich halte ihn nun mal für ein verlogenes Hinterteil.
Diese Taufe hat das Vertrauen in die Kindesmutter zerstört, hat mich zu Kontrollen veranlasst, so kam ein aus einem Riss in der Mauer der totale Zerfall meiner Familie.
Daher sehe ich auch schon im Vorfeld Probleme in der Zusammenarbeit, im Informationsfluss und im Wahrheitsgehalt eventueller Stellungsnahmen.

Guss


- Jeder bekommt was er verdient, irgendwann! -

AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 16.03.2005 18:46




(@diemystiks)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Hi Alexander,

ich denke das Ruder kannst du noch rumreissen.

Gebe dich im Kiga immer kindorientiert und interessiert.
Der Pfarrer ist ja nicht täglich anwesend und die Erzieher/innen handeln im Sinne der Kinder und ihren Eltern.

Lass es auf einen Versuch ankommen. Meistens werden nach den Neuanmeldungen, Kennenlernabende oder etwas i der Art veranstaltet.
Wennd as nciht machbar ist, weil deine Ex vielleicht dort ist und ihr nicht in einem Raum gmeinsam verweilen könnt, frage im Kiga nach, ob du mal so vorbeikommen könntest, um die Einrichtung kennen zu lernen.

Damit kannst du wahrscheinlich auch einige Bedenken deinerseits aus dem Weg räumen.

Gruß
Tina


Und aus dem Chaos sprach eine Stimme zu mir:"Lächle und sei froh, es könnte schlimmer kommen." Und ich lächelte und war froh und es kam schlimmer.

AntwortZitat
Geschrieben : 16.03.2005 19:28
(@jensb2001)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Hey!

also will mich ja nicht wieder als Erbsenzähler outen .. aber

Inhaber des geteilten Sorgerechts

Das gibts doch gar nicht 😉 .. Nicht geteiltes, sondern GEMEINSAMES Sorgerecht !

Ja ich weiß, ist jetzt wieder Erbsenzählerei .. 😉

Aber klingt doch besser, klingt regelrecht nach mehr .. "gemeinsames" .. naja klingt aber auch meist nur nach mehr :exclam:

Wobei "geteiltes" könte man auch theoretisch falsch verstehen, find ich, geteilt könnte ja heißen das einer z.B. die Sorge in Fragen der Gesundheit z.b. inne hat ..
Ja gut..darum geht es ja jetzt auch nicht .. und ist ja nun auch nicht das wichtigste wie es genau ausgedrückt wird 😉

Aber dennoch, mal soviel dazu ..

Das gemeinsame Sorgerecht sagt, ja zumindest aus, das in wichtigen Dingen, beide sorgeberechtigten Elternteile, in gewissen Dingen die gemeinsame Entscheidung treffen müssen und Einklang herrschen muß, ansonsten müßte gar eine richterliche Entscheidung her ..

Und da gibt es ja leider eher wenige wirkliche Dinge, wo beide definitiv zu stimmen müssen .. und das ist auch die Frage der Religion, Religionsausübung, bzw eben nach welcher Konfession das Kind erzogen wird ...

Also denke grad da auch sollte sehr wohl auch auf die Wünsche des Vaters eingegangen werden! Und müssen diese doch gar Berücksichtigung finden .. bzw muß ein Konsenz hergestellt werden....

Und zu weiterem sind hier finde ich doch schon mehr als Tipps und Meinungen zum Thema vorgebracht worden !! .. und das durchaus super gute Tipps ...!! :note:

Gruß
Jens

[Editiert am 16/3/2005 von JensB2001]


AntwortZitat
Geschrieben : 16.03.2005 20:40
(@kleinegon)
Nicht wegzudenken Registriert

Hallo Alexander

von DieMystiks

Damit kannst du wahrscheinlich auch einige Bedenken deinerseits aus dem Weg räumen.

Auch mein Sohn (jetzt bald 7J.) wurde ohne meine Zustimmung in eine katholischen KiGa angemeldet. Ich habe gerichtlich durchgesetzt, dass ich bei den Umgangszeiten meinen Sohn vom KiGa abhole. Dadurch ist ein normaler Kontakt der Erzieherinnen zu mir entstanden, ich erhielt die entspr. Elterninformationen in Kopie. (Aufschrift: Familie W... zur Mutter, Herr W... das war ich). Einmal mußte ich danm (wg. Ex) zum gottesdienst --mir und meinem Furzknoten hat es überhaupt nicht gefallen. Aber es war keine so große Manipulation, es war erträglich. Lerne den Kindergarten kennen, bevor Du ihn verdammst.

Ich habe dann telefonisch mit der KM ausgemacht (und gleich schriftl. im Umgangsheft notiert -- das jetzt leider bei der KM liegt) dass in der Schule jährlich ein Wechsel zwischen kath. und ev. Reli-Unterricht stattfindet. Er soll selbst die Unterschiede erkennen und später frei wählen können (nach meiner Kenntnis (!!!!!) ist der Furzknoten nicht getauft -- und das muß ein Vater sagen!!). Ich selbst gehöre keiner Religionsgemeinschaft an, bin jedoch in der christlichen Gedankenwelt des schulischen Religionsunterrichts aufgewachsen. Das ist nun mal unsere kulturelle Prägung.

Von Aja

Mag sein, dass unsere Gemeinde nicht der Normfall ist, aber ich habe schon den Eindruck, dass eine "Kirchengemeinschaft" etwas ganz anderes, auch und vor allem bei den täglichen Problemen, darstellt als ein Sportverein oder ein Kegelclub.

Ich stimme Aja zu, kenne jedoch nicht einen Kegelclub für Kinder, und die Sportabteilungen für Kids, und ich betone, für Kids, leisten nicht viel anderes als die Kirchengemeinde. Dies wird, glaube ich, erst mit der Pubertät anders: wenn die Eltern und die anderen Freunde nicht den Mut haben, z.B. über Glauben oder Sinn des Lebens zu sprechen. ABer richtig Aja: das ist von Gemeinde zu Gemeinde verschieden.

Gruß
Kleinegon


Hast Du nur eine Möglichkeit, dann bist Du in einer Zwangslage. Bei zwei Möglichkeiten hast Du nur das Entweder - Oder. Such Dir eine dritte Möglichkeit. Jetzt hast Du Wahlmöglichkeiten und es beginnt die Verantwortung in Freiheit.

AntwortZitat
Geschrieben : 17.03.2005 00:14
(@weisnich)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Hallo Alexander,
also ich bin Proestant aber mein Sohn sollte auch in einen kath. Kindergarten gehen. Wir haben sogar eine Katholische Schule in der Stadt, übrigens die einzige, die keine Drogenprobleme etc. hat. Damit ein Zugang zu diesen Möglichkeiten einfacher ist, habe ich sogar kath. geheiratet.

So. Meine zukünftige Ex ist Erzieherin im Kindergarten. In unserer Ecke ist das mit dem Job aber teilweise schwierig, so hat sie zu Beginn den Job oft wechseln müssen, da sie nur Schwangerschaftsvertretungen machen konnte.

Sie war bei den kath., bei der Stadt, bei der AWO... Und ich muss die sagen, dass es eine Menge Kindergärten gibt, in die ich mein Kind nicht stecken würde.

Z.B. ein AWO Kiga. Den findest Du meist in Gebieten, die so ihre ganz eigenen Probleme haben. Es gibt dort kein St. Martin, sondern Helloween. Ich fande St. Martin aber gar nicht so schlecht als Kind. So mit der Laterne und den Brezeln.
Oder ein Städtischer. Der wird schön vor sich hin verwaltet, aber keiner passt wirklich auf, ob die Kinder dort nur einfach Zeit verbringen.
Dann so ein katholischer. Weisst Du, man kann über Hierachien denken wie man will und auch über die katholische Kirche. Aber eines steht fest. In allen katholischen, die ich kenne, hat der Pfarrer genug Zeit und Motivation, dem Kiga auf die Finger zu schauen. Und das funktioniert im Allgemeinen ganz gut.

Im Endeffekt musst Du die Sache vielleicht aus einem anderen Winkel betrachten. Mir scheint Du lebst aufm Dorf, daher ist kath. nicht schlecht. Wenn Deine Tochter das nicht will, kann sie das auch selber ändern.
Die christliche Prägung kannst Du in Deutschland eh nicht verhindern (oder ist D auf einmal laizistisch geworden?), dann versuche es auch einfach nicht.
Weiterhin würdest Du Dir mit Widerstand weitere Probleme aufhalsen.
Und deine Tochter soll nicht nur verwahrt werden. Meiner Meinung nach, sollte sie das dort nicht. Obwohl ich den Kiga nicht kenne.

Jetzt ziehe den Schuh also noch mal an und schaue, ob er wirklich an dieser Stelle drückt.


AntwortZitat
Geschrieben : 17.03.2005 09:08
(@jensb2001)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Hey

@weisnich

Z.B. ein AWO Kiga. Den findest Du meist in Gebieten, die so ihre ganz eigenen Probleme haben.

Also solche Aussagen finde ich mehr als bedenklich ..

Und wenn man so weiter ließt dann muß man davon ausgehen, das eigentlich jeder Kiga in deinen Augen problematisch ist ..

Und St. Martin wird eigentlich heute noch ansich in allen Kindergärten "gefeiert" .. ja und allerdings auch Halloween .. ist im Moment auch sehr in Mode hier gekommen, na gut, warum denn auch nicht, außerdem macht es den Kids doch auch Spaß und es hängt auch nich gewissermaßen mit einer anderen "Kultur" zusammen.. warum also nicht..
Wir sind nun mal in einer anderen Zeit, sozusagen wir gehen mit der Zeit, und das ollten auch Eltern tun, und nicht nur an "altmodischem" festhalten ..

vor vielen Jahren haben die Leute über den Tachenrechner geschimpft, dann war es der Pc, und heute ist er aus dem alltäglichen Leben gar nicht mehr weg zu denken ..

Im Endeffekt musst Du die Sache vielleicht aus einem anderen Winkel betrachten. Mir scheint Du lebst aufm Dorf, daher ist kath. nicht schlecht.

Also ehrlich gesagt, solltest auch du einmal die Sache aus einem anderen Winkel betrachten..

Und ein kath. Kiga ist mit Siherheit genauso gut wie ein evangelisch orientierter, oder ein städttischer, oder sonst was für einer ..

Logisch gibt es unter schiede ..
Mein Sohn z.B. war auch, obwohl er evangelisch ist, in einem kath. orientierten .. und das löag mehr an der Örtlichen Umgebung (ebern überwiegend kath. orientiert) .. und der war weniger schlecht, ausser eben das es wenige Dinge gaben die eindeutig kath orientiert waren.. u vielleicht etwas störend waren, weil es sie so im evangelischen nicht gibt .. aber es geht in den Kigas ja auch wenige um eine christliche Erziehung, als um die Erziehung und Betreuung ansich !!

Gruß
Jens


AntwortZitat
Geschrieben : 17.03.2005 10:36
(@weisnich)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Hallo zusammen,
@ Jens:
sag mal, willst Du mich im Augenblick falsch verstehen, oder was? Also ich bin nicht gegen Multi-kulti. Ich bin sebst deutschstämmiger Ausländer. 24 Stunden am Tag.

Fakt ist nur halt einmal, dass, wenn Du einen Kiga in einem schwierigen Wohngebiet hast, dann laufen da eine Menge Probleme auf. Das hat nix mit Religion, Hautfarbe oder weisnich zu tun, sondern einfach mit dem Umfeld. Ich finde es gut, das die AWO sich dort engagiert, aber ich würde mein Kind nicht umbedingt in einen solchen Kindergarten stecken wollen.

Wir müssen da nicht einer Meinung sein.

Auch mit Dorf, kath, christliche Prägung unserer Gesellschaft usw. müssen unsere Meinungen nicht umbedingt übereinstimmen.

Ich finde nicht wirklich Schlimmes am kath. Kndergarten. Ich war sogar selbst in einem, obwohl ich Protestant bin. Bekehrt haben die mich aber trotzdem nicht. Wenn ich in eine Kirche gehe, brennt da kein ewiges Licht in Altarnähe.

So das wollte ich hier einfach kundt tun und sonst nix. Basta.


AntwortZitat
Geschrieben : 17.03.2005 22:06
 AJA
(@aja)
Registriert

Fakt ist nur halt einmal, dass, wenn Du einen Kiga in einem schwierigen Wohngebiet hast, dann laufen da eine Menge Probleme auf. Das hat nix mit Religion, Hautfarbe oder weisnich zu tun, sondern einfach mit dem Umfeld. Ich finde es gut, das die AWO sich dort engagiert, aber ich würde mein Kind nicht umbedingt in einen solchen Kindergarten stecken wollen.

Also, ähm... unser Dorfkindergarten - der einzige im Umkreis von 10 km, kein schwieriges Wohngebiet, halt einfach ganz normales Dorf mit ganz normalen drumherum Dörfern, super geführt und auch an kirchlichen Feiertagen orientiert, der war von der AWO 😎

Gruß AJA


AntwortZitat
Geschrieben : 18.03.2005 01:24