Hallo,
ich bin noch etwas schockiert vom Verhalten meiner Ex gestern, als ich meinen Sohn abgeholt habe. Wir haben uns kurz unterhalten und uns ein bisschen in die Haare bekommen und ein Wort hat das andere ergeben. Auf einmal tickt sie total aus, schreit rum und tritt und schlägt nach mir und das vor den Augen des Kindes. :kinnrunter:
Habe versucht ruhig zu bleiben, auch wenn sie mich tritt kann ich ihr ja schlecht eine reinhauen. Unser Sohn ist in sein Zimmer gerannt und hat geweint, sie hat immer weiter geschrien, sie hat sich mir in den Weg gestellt, weil ich einfach nur raus wollte. Ende vom Lied, sie hatte sich dann wieder beruhigt, ich habe dann draußen gewartet und mein Sohn kam raus und hat mich gedrückt. Sie hatte wohl zwischenzeitlich mit ihm gesprochen, dass wir ihn beide lieb haben und es nicht seine Schuld ist. Sohnemann und ich sind dann nach Hause gefahren und ich habe ihn heute Morgen zur Schule gebracht (er ist 6).
Sie hatte sich dann später noch per Nachricht entschuldigt, ich habe gesagt, dass es von meiner Seite nicht ok war, dass ich sie nicht ernst genommen habe. Habe ihr aber auch gesagt, dass wenn so was nochmal auch nur im Ansatz vorkommt, ich erst mal sofort raus und weg bin.
Sobald man ihr irgendetwas sagt, kommt immer nur das Argument, dass sie es nicht einfach hat und die Alleinerziehende ist und so weiter. Da habe ich dann, weil sie sich immer in die Opferrolle flüchtet, wohl etwas blöd gegrinst und nur "jaja..." gesagt, Das war sicherlich auch nicht doll in der Situation, rechtfertigt aber in keinster Weise ihr Verhalten. Früher in er Beziehung hat sie auch öfter mal rumgeschrien aber so was Krasses wie gestern habe ich noch nie erlebt.
Sie schrieb dann später noch, dass es in ihr brodelt, weil ich mich angeblich um nix kümmere und überheblich und kalt sei. Da wir kein Paar mehr sind, halte ich die Besuche zumAabholen neutral, weil ich weiß, dass sie schnell auf die Palme geht. Ich halte mich immer an die Verabredung wann ich den Sohnemann abhole und biete ihr auch mal von mir aus an zu helfen, wenn sie mal ein logistisches Problem hat und es darum geht, das Kind außerhalb der vereinbarten Zeiten zu nehmen. Trotzdem habe ich das Gefühl sie kommt mit ihrer Rolle auch nach 4 Jahren Trennung immer noch nicht zurecht und gibt mir immer noch die Schuld an allem und dass es ihr ja so schlecht geht. Wie soll ich denn sonst bitte zu ihr sein? Wir sind kein Paar mehr und können wie sich mal wieder zeigte auch nicht richtig miteinander reden/streiten.
Sie hatte dann zwischenzeitlich auch gesagt, dass ich froh sein soll, das alles so gut läuft, sie könne auch anders...da frage ich mich, was sie gemeint hat. Sind seit 4 Jahren getrennt, seit 2,5 Jahren geschieden, ich zahle nach DD Tabelle, halte mich an alle Vereinbarungen und sie bekommt noch ca. ein Dreivierteljahr einen Miniunterhalt von mir. Das hatten wir damals so vereinbart.
Meine Frage: hatte schon jemand hier eine ähnliche Situation und wie seid ihr damit umgegangen? Oder sehe ich das alles hier komplett falsch?
ich bin noch etwas schockiert vom Verhalten meiner Ex gestern, als ich meinen Sohn abgeholt habe. Wir haben uns kurz unterhalten und uns ein bisschen in die Haare bekommen und ein Wort hat das andere ergeben. Auf einmal tickt sie total aus, schreit rum und tritt und schlägt nach mir und das vor den Augen des Kindes.
Da sind ihr wohl Sekunden vorher die Argumente ausgegangen 😉
Sobald man ihr irgendetwas sagt, kommt immer nur das Argument, dass sie es nicht einfach hat und die Alleinerziehende ist und so weiter.
Wenn das alles ist. Das lässt sich recht einfach ändern. Sohnemann zieht zu dir und schon hat KM Ruhe und Zeit ohne Ende.
Trotzdem habe ich das Gefühl sie kommt mit ihrer Rolle auch nach 4 Jahren Trennung immer noch nicht zurecht und gibt mir immer noch die Schuld an allem und dass es ihr ja so schlecht geht. Wie soll ich denn sonst bitte zu ihr sein?
So wie du es oben beschrieben hast: Ihr seind kein Paar mehr und sie muss sich um ihrem Kram selbst kümmern.
Das einzige worum du dich kümmerst sind Angelegenheiten die dein Kind betreffen. Alles andere geht dich nichts mehr an.
Sie hatte dann zwischenzeitlich auch gesagt, dass ich froh sein soll, das alles so gut läuft, sie könne auch anders...
An der Stelle kommt die Kinderbesitzerin durch. Sie sagt es nicht wortlich, aber vermutlich meint sie "Spring wie ich will oder du siehst dein Kind nicht mehr"
Moin Klaus,
Deine Ex ist keine "Kinderbesitzerin" oder "Umgangsboykotteuse".
Euer Kind war bei der Trennung zwei Jahre alt.
Die Trennung ist vier Jahre her und die Umgänge klappen.
Euer Kind wurde zum Umgang übergeben. Sie hat sich entschuldigt, Du hast Dich entschuldigt.
Sie steht finanziell auf eigenen Füßen und muß bis auf die Umgänge (Eure Regelung kenne ich nicht) die Betreuung eines Kleinkindes gewährleisten.
Das ist eine Herausforderung, für die man durchaus Verständnis aufbringen kann.
Sie schrieb dann später noch, dass es in ihr brodelt, weil ich mich angeblich um nix kümmere [..]
Antwort: "Welche konkrete Unterstützung durch mich würdest Du Dir (in Bezug auf unser Kind) wünschen ?"
Sie hatte dann zwischenzeitlich auch gesagt, dass ich froh sein soll, das alles so gut läuft, sie könne auch anders...
Antwort: "Inwiefern ?"
Letztere Aussage Ihrerseits solltest Du nicht überbewerten. Im Grunde weiß sie, daß Du wichtig für Euer Kind bist (das zeigt sie durch ihr Verhalten).
Gruß
United
Hallo,
Danke für eure Antworten.
Das Problem ist, dass sie nicht bei Allem richtig konkret wird, ich müsse dann alles wissen, ich sagte dann nur, dass ich keine Gedanken lesen kann und sie mal konkret sagen soll, wobei.
Ein Thema ist z.B. dass sie sich beschwert, dass sie aktuell regelt, wie das mit den Schließzeiten der Schule ist und mir es quasi egal wäre. Sie muss schon jetzt für nächstes Jahr Urlaub nehmen,
ich hingegen kann und darf meinen Urlaub erst im nächsten Jahr planen, d.h. kann noch gar nicht genau sagen an welchen Tagen der Sohnemann während der Ferien bei mir sein könnte.
Es ist ja nicht so, dass ich kein Verständnis für ihre Lage habe und biete ihr auch von meiner Seite an, sofern es mir möglich ist, Zeiten zu überbrücken, an denen sie nicht kann und die außerhalb der vereinbarten Zeiten sind. Als Dank heißt es dann, ich sei egoistisch und ich würde mich um nichts kümmern. Wenn es mir möglich ist, dann machte ich auf der Arbeit etwas früher Schluss, damit ich ihn in der Vergangenheit auch mal direkt aus der Kita abholen konnte. Da überlege ich mir halt wie meine Antwort ausfällt, wenn sich mich beim nächsten mal fragt, ob ich einspringen könnte...
Sie hat nicht konkret gesagt, wie sie anders könne, sondern nur dass. Ich habe mir auch schon gedacht, dass das nur eine leere Drohung ist. Generell denkt sie, ich bin quasi der Sonnenschein Papa, der ab und zu mal den Junior hat und alles andere bleibt bei ihr hängen. Da frage ich mich immer, was das soll. Er wohnt schließlich bei ihr und daher bleibt der größte Batzen wie Schule, formelle Dinge, etc. nur mal an ihr hängen.
Ich sage immer, leben und leben lassen, aber wenn man etwas besprechen will, was sie anders sieht, dann kommt spätestens nach ein paar Minuten der "Ich bin alleinerziehend" Joker. Das macht alles sehr sehr anstrengend.
Nachtrag: neues Highlight ist, dass sie ihn in der Ferienzeit aus der OGT rausnehmen will, weil er die Erzieherin da nicht mag und mir jetzt schriebt, dass ich mir mal Gedanken machen soll wie die Betreuung dort aussieht... :question: sie trifft die Entscheidung quasi allein, aber ich soll mich dann mit um die Betreuung kümmern...
Moin,
Ferien und Urlaubsverteilung sind ein Problem ... noch spannender wird es, wenn die beiden Elternteile auch noch die Urlaubsplanung der neuen Partner berücksichtigt wissen wollen ...
... und eine einfache Lösung habe auch ich nicht parat (und es grenzt an ein Wunder, daß meine Ex und ich das in den letzten 8 Jahren "irgendwie" gebacken bekommen haben).
Wenn Ihr zu zweit nicht in der Lage seid, zielorientiert nach einer Lösung zu suchen, dann guck Dich mal nach einem neutralen Vermittler um.
Einen Versuch ist das allemal wert.
Gruß
United
Das ist echt immer ein Problem mit dem Urlaub. Zumal sie jetzt im September ihren Urlaub für 2017 planen muss, ich kann/darf wie gesagt erst ab 2017 planen. Sie schriebt mir zudem nur, dass ich mir mal Gedanken machen soll, aber nicht ob und wann die OGS auch in den Ferien auf hat und ob sie jetzt plant das Kind aus der OGS in den Ferien rauszunehmen. Wie soll ich mir da Gedanken machen, wenn ich noch nicht einmal weiß um welche Tage/Wochen es genau geht? 😡 Wahrscheinlich bin ich das dann aber auch wieder Schuld... 😉
Zudem finde ich es bescheuert das Kind in den Zeiten außerhalb der normalen Schulzeiten aus der OGS zu nehmen, nur weil er die Betreuerin nicht so gut findet. Das wird ihm sicherlich im Leben noch mit ein paar anderen Menschen passieren. Die Herbst- und Oktoberferien sind geklärt, es geht also erstmals um die Ferien in 7 Monaten! Wahrscheinlich gewöhnt er sich sowieso bis dahin an die Erzieherin, zumal er sie ja auch jeden Tag nachmittags sieht. Er muss ja nicht die ganzen Ferien in der OGS sein, aber ganz rausnehmen haut doch schon deshalb nicht hin, weil man auch zu zweit gar nicht so viel Urlaub hat.
Hallo,
also wenn Du jetzt 2 ältere Kinder hättest, würde ich meinen wir hätten die gleiche Frau. Solche Aktionen sind mir auch nicht neu und
gab es auch auf anderen Gebieten schon vor der Trennung.
Aber, wie hier auch schon geschrieben wurde, versuche mal eine "Neutrale Person" dazwischen zu schalten und hoffe darauf, daß Deine Ex
mal Ihre Emotionen in den Griff bekommt.
Allerdings muss sie auch bei einer neutralen Person das Gefühl haben, daß ihr Beide einen Kompromiss eingeht.
Soll heißen, wenn Du bei Problemen im Vorfeld mit rationalen Lösungen reagierst (wie sie vermutlich auch eine nicht eingebundene
neutrale Person geben würde), denkt sie möglicherweise man hätte sich gegen sie verschworen und könnte natürlich somit diesen Menschen
auch wieder ablehnen.
Ja, die Gefahr besteht, ich habe das Gefühl das wäre bei ihr auch der Fall dann.
Sie ist jetzt er Meinung, dass OGTS in den Ferien nichts für die Kinder ist und deshalb will sie ihn wohl ganz rausnehmen in den Ferien, obwohl da jede Menge Programm angeboten wird und es für ihn sicherlich gut wäre dort was zu unternehmen und nicht immer nur mit Mama oder mit Papa was zu machen. Mal eine ganz blöde Frage: ist das dann organisatorisch ihr Problem, weil theoretisch das Angebot ja da ist und er einen OGTS Platz ja hat? Ich bin auch der Meinung, dass er da nicht immer alles mitmachen soll, aber die ganzen Ferien rausnehmen? Kann sie das einfach so alleine entscheiden und ich muss für die Betreuung dann parat stehen?
Wer war denn bei euch die neutrale Person? Hattet ihr einen Mediator?
Also ich bin da rechtlich nicht genug bewandert und würde vermuten, dass hier der zeitliche Aufenthalt eine Rolle spielt.
Wenn Sie also in "ihrer" Ferienzeit Euren Sohn selber betreuen möchte, kann sie das machen. Wenn Du Euren Sohn in
"Deinem" Anteil der Ferienzeit teilweise fremdbetreuen (OGS) lassen möchtest, kannst Du das auch machen.
Bei mir gab es bislang noch keine Mediation, diese wird aber u.a. auch durch das Jugendamt angeboten. Diese sollten
im Normalfall neutral sein, sind aber leider manchmal eher "Mutterlastig". Eventuell wird sowas auch durch kirchliche Dienste
angeboten oder halt durch Anwälte/Sozialpädagogen, ... (kann dann aber schnell teuer werden und wenn Du die Rechnung
zahlst kommen bestimmt Vorurteile über die Neutralität bei der Mutter auf)
Moin Klaus,
Wer war denn bei euch die neutrale Person? Hattet ihr einen Mediator?
Frag den Gockel nach "Familienberatung" in Deiner Region.
Das ist nicht zwingend kostenpflichtig.
Gruß
United
Hallo,
warum sie ihn aua der OGS nehmen will kann ich auch nicht nachvollziehen.
Was ich nachvollziehen kann ist, dass sie ein Problem mit deiner Urlaubsplanung hat. Nicht, weil du es nicht verbindlich planen kannst, aber weil du dich nicht um einen Plan B bemühst. Das ist m. E. oft eib Streitpunkt Getrennter: er sagt "ich kann nur, wenn mein Job xy zulässt". Sie sagt "ich MUSS, egal ob mein Job das zulässt."
M. E. wäre es sinnvoll sich zusammen zu setzen und einen Plan A (den Urlaub den du einreichen wirst) zu schmieden und einen Plan B (OGS, Oma, Tante, Ferienlager) zu vereinbaren, falls Plan B nicht klappt.
So kannst du signalisieren, dass du dir Gedanken machst und nicht mit "kann ich noch nicht sagen" alles lahm legst und sie dann de facto im Regen stehen lässt.
LG LBM
"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
Hallo,
warum sie ihn aua der OGS nehmen will kann ich auch nicht nachvollziehen.
Was ich nachvollziehen kann ist, dass sie ein Problem mit deiner Urlaubsplanung hat. Nicht, weil du es nicht verbindlich planen kannst, aber weil du dich nicht um einen Plan B bemühst. Das ist m. E. oft eib Streitpunkt Getrennter: er sagt "ich kann nur, wenn mein Job xy zulässt". Sie sagt "ich MUSS, egal ob mein Job das zulässt."
M. E. wäre es sinnvoll sich zusammen zu setzen und einen Plan A (den Urlaub den du einreichen wirst) zu schmieden und einen Plan B (OGS, Oma, Tante, Ferienlager) zu vereinbaren, falls Plan B nicht klappt.
So kannst du signalisieren, dass du dir Gedanken machst und nicht mit "kann ich noch nicht sagen" alles lahm legst und sie dann de facto im Regen stehen lässt.
LG LBM
Ok, das kann ich auch nachvollziehen. Das ist auch eine gute Idee Plan A und Plan B vorzuschlagen, da wrde ich mir mal Gedanken zu machen.
Wäre es denn mein gutes Recht, den Sohn dann an manchen Tagen durch die OGS betreuen zu lassen? Ich verstehe nicht, dass sie auf der einen Seite sagt, dass es als Alleinerziehende so schwierig ist (diesen Teil kann ich nachvollziehen), auf der anderen Seite will sie nicht die Hilfe der OGS annehmen. Selbst die beste Mama und der beste Papa sind doch mal froh auch ihre Ruhe zu haben. Was ich halt nicht ok finde ist, dass sie "zusammen können wir die Ferien überbrücken" einfach so annimt, obwohl es die OGS gibt und mich damit dann zwingen will auch auf die OGS zu verzichten.
Hallo, Danke für eure ganzen Antworten. :thumbup:
Nochmal die Frage hierzu:"Wäre es denn mein gutes Recht, den Sohn dann an manchen Tagen durch die OGS betreuen zu lassen? Ich verstehe nicht, dass sie auf der einen Seite sagt, dass es als Alleinerziehende so schwierig ist (diesen Teil kann ich nachvollziehen), auf der anderen Seite will sie nicht die Hilfe der OGS annehmen. Selbst die beste Mama und der beste Papa sind doch mal froh auch ihre Ruhe zu haben. Was ich halt nicht ok finde ist, dass sie "zusammen können wir die Ferien überbrücken" einfach so annimmt, obwohl es die OGS gibt und mich damit dann zwingen will auch auf die OGS zu verzichten."
Soweit ich weiß, werden ja die Ferien halb/halb aufgeteilt, auch wenn das Kind vorrangig beim anderen Partner ist. Die Frage die sich mir generell stellt ist, wie es geregelt ist, wenn es eine Betreuung gibt, der andere Partner diese jedoch nicht in Anspruch nehmen will. Müssen das dann beide "ausbaden"?
In deiner Umgangszeit bestimmst du wie betreut wird. Da kannst du für dich Plan A B und C machen.
LG LBM
"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
