Hallo,
habe nun schon ein wenig hier im Forum gestöbert. Einerseits ist es ein gutes Gefühl zu sehen, dass man wohl nicht alleine mit seinen Problemen steht und ich konnte schon das eine oder andere (auch in den vorangeganenen Wochen/Monaten) für mich mitnehmen, andererseits ist es mitunter auch sehr frustrierend zu sehen bzw. zu lesen, wie wenig Handlungsmöglichkeiten oder Lösungen es wohl für den mittlerweile alleinstehenden oder getrenntlebenden Papa gibt.
Mittlerweile bin ich an einem Punkt angelangt, wo ich nicht mehr richtig weiß, wie ich mit der Situation umgehen bzw. weiter verfahren soll und hoffe, dass mir vielleicht der eine oder andere von Euch, einen Tipp oder eine Hilfestellung geben kann.
Ich werde versuchen, mich auf das wesentlichste zu beschränken und kurz zu fassen.
Nach 6 Jahren Ehe wurde 2004 unsere Tochter geboren. Im Dezember letzten Jahres kam es zur Trennung zwischen meiner Frau und mir, die in der Folge mit unserer Kleinen zu ihrem neuen Lebensabschnittsgefährten zog. Unter anderem hatten wir bereits im Vorfeld eine einvernehmliche Umgangsregelung in schriftlicher Form definiert. Trotzdem untersagte bzw. verhinderte sie bereits eine Woche nach ihrem Auszug meinen Umgang mit ihr. Was dann kam, mussten wohl schon einige von Euch erleben. Vom Vorwurf über die Kindesmisshandlung, über die Behauptung ich sei nicht der leibliche Vater bis hin zu Anrufen bei meinem Chef, ich sei wegen Körperverletzung und ähnlichem bereits so gut wie im Gefängnis, war alles dabei. Wie auch immer. Nach sehr belastenden und aufreibenden Wochen, in denen sich die Anwälte wohl eine goldene Nase verdient haben und das Jugendamt untätig daneben stand, wurde schliesslich im März diesen Jahres über das Familiengericht eine Regelung der elterlichen Sorge sowie des Umgangsrechtes getroffen. So haben wir nun die gemeinsame elterliche Sorge für unsere Tochter und darüber hinaus darf ich neben den "üblichen" zwei Wochenenden im Monat, die kleine Maus noch an 1 1/2 Tagen die Woche sehen.
Soviel in aller Kürze zur Vorgeschichte. Es ist wohl müssig zu erwähnen, dass es keine weiteren Verfahren oder Überprüfungen bezüglich der von ihr vorgebrachten Vorwürfe oder Anschuldingen gab.
Nach diesem denkbar schlechten Start besserte sich das Miteinander zunächst zusehends. Wir konnten uns über unsere Tochter austauschen, unser Mäuschen konnte auch mal ausser der Reihe oder schon etwas früher zu ihrem Papa, es lief insoweit also erstaunlich und überraschend gut. In dieser Zeit haben einfach beide Elternteile etwas dazu beigetragen, dass die Kleine mit der neuen Situation zurechtkommt und trotzdem eine Mutter und einen Vater hat, die sie lieben und die sie liebt.
Tja... bis vor etwa 6 Wochen...
Ich darf anmerken, dass ich von Anfang an darauf bestanden habe, dass Gespräche über die Belange unserer Tochter ausschliesslich unter Vier Augen stattzufinden haben, damit die Kleine nichts von eventuellen Unstimmigkeiten mitbekommt. Zunächst fing es also damit an, dass meine (Ex-)Frau in einem Gespräch aus heiterem Himmel verlangte, ich solle zustimmen, dass unsere Tochter meinen (Nach-)Namen ablegen und den zukünftigen Familien-Namen von ihr annehmen kann (ja, sie hat wohl vor alsbald wieder zu heiraten). Nun, grundsätzlich könnte man ja auch über eine Namensänderung reden. Als sie aber schliesslich als einzigen Grund für diesen Schritt angab, ihr neuer Lebensgefährte - den sie im übrigen nachweislich erst ein Jahr NACH der Geburt unserer Tochter kennengelernt hat - sei der Vater der Kleinen, war die Unterhaltung für mich beendet. Ich sagte ihr, dass unsere Tochter das Recht haben sollte, sich früher oder später alleine zu entscheiden und sie nicht wieder mit irgendwelchen Lügen, Halbwahrheiten oder falschen Behauptungen ins Feld ziehen sollte. Ergo, ich verweigerte meine Zustimmung und ging. Im Hinausgehen rief sie mir noch nach, dass sie mich dann eben dazu zwingen würde.
Seit diesem Gespräch wurde es von Woche zu Woche immer schlimmer. Ein vernünftiges oder konstruktives Gespräch ist mittlerweile überhaupt nicht mehr möglich. Sie verweigert mir zwischenzeitlich jegliche Informationen, hat sämtliche Ärzte gewechselt, trifft alle Entscheidungen allein. Außer Vorwürfen, Vorhaltungen und Anschuldigungen ist mittlerweile nichts mehr von ihr zu hören.
Unsere Tochter hatte von Geburt an eine massive Hüftdysplasie und Hüftluxation, die orthopädisch behandelt wurde/wird.
--> Ich weiss nicht bei welchem Orthopäden sie behandelt wird, wie der Stand ist, ob bzw. auf was zu achten ist.
Impfungen sowie die Vorsorgeuntersuchungen standen an
--> Ich weiss nicht bei welchem Arzt sie ist und ob die Untersuchung/Impfung erfolgt ist.
Scheinbar/Angeblich hat unsere Tochter eine Sprachentwicklungsstörung und muss gefördert werden.
--> Ich weiss nichts über das warum und das wie.
Scheinbar ist die kleine Maus nun vormittags in einer Spielgruppe untergebracht.
--> Ich erhalte keine Informationen darüber, noch nicht einmal wo.
Mittlerweile geht es sogar soweit, dass sie mir vorhält, dass die Kleine angeblich eine psychische Störung durch meinen "schädlichen" und "manipulativen" Umgang hätte. Das sei durch einen Kinderpsychologen festgestellt worden. Davon abgesehen, dass ich mich frage, wie jemand überhaupt meinen Umgang mit unserer Tochter beurteilen kann, ohne dass er mich jemals gesehen, geschweige denn zusammen mit der Kleinen erlebt hätte, verweigert sie mir natürlich auch hier jegliche weitergehenden Informationen.
Ich will im Einzelnen gar nicht auf die mittlerweile geäusserten mannigfaltigen Vorwürfe, Lügen und Behauptungen eingehen. In der Summe gesehen zielt all das auf eine einzige bereits getroffene Aussage hin: Mein Umgang sei schlecht und sie wird aufgrund dessen die notwendigen Schritte einleiten, um mir das Sorgerecht zu entziehen und den Umgang zu verbieten.
Schliesslich habe ich versucht, nachdem jegliche mündliche Konversation nicht mehr möglich war, ausschliesslich per email mit meiner (Ex-Frau) zu kommunizieren. Naja, beim Versuch ist es wohl geblieben... Sie hat immerhin auf meine erste, wie immer bewusst sachlich und versöhnlich gehaltene, Mail geantwortet. Natürlich wurde keine einzige meiner Fragen beantwortet, sondern es wurden wiederum nur Vorwürfe und Vorhaltungen laut. Auf meine neuerliche Bitte im selben versöhnlichen und an die Vernunft appelierenden Stil kam nichts mehr. Selbstverständlich habe ich sie im Zuge dessen auch auf ihre Informationspflicht hingewiesen.
Mittlerweile hatte meine (Ex-)Frau wohl eine 3-5wöchige Mutter-Kind-Kur beantragt, die angeblich gewährt wurde und die am 11.10.2006 (also vergangenen Mittwoch) beginnen sollte. Laut Ihrer Aussage sollte der Kur-Aufenthalt auf Borkum sein. Sie wollte mit unserer Kleinen bereits um 5.00 Uhr früh an diesem Tag aufbrechen, da es sich um eine Fahrtstrecke von etwa 800 km handelt, sei natürlich telefonisch nicht erreichbar und ein Umgang während dieser Zeit sei ausgeschlossen. Natürlich habe ich auch hier keinerlei weitergehenden Informationen, obwohl der Aufenthalt ja scheinbar/angeblich aufgrund der gesundheitlichen/psychischen Verfassung unserer Tochter notwendig ist.
Wie auch immer. Ich staunte nicht schlecht, als mir ein guter Bekannter am Abend des Abreisetages mitteilte, dass er zur Mittagszeit unsere Tochter noch hier gesehen hätte. Da es nahezu unmöglich ist, eine Strecke von 800km in etwa 5 Stunden zurückzulegen und ich auch auf meine Anfrage, ob sie wohlbehalten auf Borkum angekommen seien, keine Mitteilung meiner (Ex-)Frau erhalten hatte, rief ich am darauffolgenden Tag im Klinikum an. Weder meine (Ex-)Frau noch die Kleine waren dort gemeldet oder sind angekommen. Natürlich auch in keiner anderen Klinik auf Borkum.
Nachdem ich meine (Ex-)Frau natürlich wieder nicht erreichen konnte, rief ich schliesslich bei der Krankenkasse meiner (Ex-)Frau an (die Maus ist bei Ihrer Mutter familienversichert). Dort bat ich um Auskunft über den Aufenthaltsort meiner Tochter sowie ausserdem um die Bekanntgabe des behandelnden Arztes bzw der behandelnden Ärzte der Kleinen. Selbstverständlich erwähnte ich auch den mir vorliegenden Nachweis über das gemeinsame Sorgerecht. Man versprach mir einen Rückruf. Der Rückruf kam auch. Allerdings wurde mir mitgeteilt, dass zwischenzeitlich mit meiner (Ex-)Frau Rücksprache gehalten und eine Weitergabe der Informationen untersagt wurde. Sie dürften mir aufgrund dessen keine Informationen weiterreichen. Davon abgesehen, dass meine (Ex-)Frau somit wohl nur für mich nicht erreichbar ist, weiss ich also noch nicht einmal, wo sich die Kleine befindet, ob sie überhaupt auf Kur ist, noch wie es um ihren Gesundheitszustand bestellt ist.
Heute schliesslich erhielt ich ein Schreiben der RAin meiner (Ex-)Frau, in dem ich aufgefordert werde, meine Bemühungen, den Aufenthaltsort meiner Tochter herauszufinden, sofort einzustellen. Ich würde zu gegebener Zeit von meiner (Ex-)Frau über die weitere Umgangsregelung informiert werden.
Ich wusste mir keinen Rat mehr und habe aufgrund dessen heute noch die Beratungsstelle des Jugendamtes aufgesucht, wo mir aber mitgeteilt wurde, dass mir frühestens in 5 Wochen ein Termin eingeräumt werden könnte. Ich könnte aber gerne an den damaligen Sachbearbeiter (der auch bei der damaligen Sorgerechtsvereinbarung involviert war) herantreten. Allerdings sei dieser noch bis zum 5.11. im Urlaub.
Ich weiss ehrlich gesagt nicht mehr weiter. Auch verstehe ich die Beweggründe meiner (Ex-)Frau nicht, zumal ich in den letzten Monaten (mit Ausnahme der Geschichte mit der Namensänderung) peinlichst darauf geachtet habe, ihr keinen einzigen Anlass für etwas derartiges zu geben. Sie war zwar während unserer Ehe bereits in psychotherapeutischer Behandlung (auch zweimal über jeweils drei Monate stationär --> Borderline), aber es geht hier doch um ihr um unser Kind.
Ich will doch nur Informationen; wissen, wo die kleine Maus ist und dass es ihr gut geht.
Habe ich kein Recht als Vater über den Gesundheitszustand oder den Aufenthaltsort meiner Tochter informiert zu sein?
Wie kann ich an Informationen, vorzugsweise aus erster Hand (also z.B. von den behandelnden Ärzten oder der Krankenkasse), gelangen?
Was kann ich überhaupt tun?
Ich hoffe, dass der nun doch etwas längere Text einigermassen verständlich ist und bin wirklich für jeden Rat oder Tipp dankbar.
Liebe Grüsse und vielen Dank im voraus
Hi Lonely!
Ziemlich schlimme Sache, was deine Ex da macht...
Nachdem ihr das gemeinsame Sorgerecht habt, das JA anscheinend aber anscheinend nicht wirklich schnell reagiert
Ich wusste mir keinen Rat mehr und habe aufgrund dessen heute noch die Beratungsstelle des Jugendamtes aufgesucht, wo mir aber mitgeteilt wurde, dass mir frühestens in 5 Wochen ein Termin eingeräumt werden könnte. Ich könnte aber gerne an den damaligen Sachbearbeiter (der auch bei der damaligen Sorgerechtsvereinbarung involviert war) herantreten. Allerdings sei dieser noch bis zum 5.11. im Urlaub.
wäre mein Rat, dir schnellstmöglichst einen Anwalt zu suchen und die KM auf Herausgabe der Informationen zu klagen.
Der Anwalt kann auch einen Brief an die Krankenkasse schreiben, in dem das gemeinsame Sorgerecht belegt ist und somit um Herausgabe der Informationen bzgl der Behandlung eures Kindes gebeten wird.
In deinem Fall ist der offizielle Weg vermutlich der sicherste, denn wenn du weiter versucht, über Anrufe und e-mails an die dir zustehenden Informationen heranzukommen, könnte dir durch den Stalking-Paragraphen ziemlich böse und ungerecht mitgespielt werden...
Mittlerweile geht es sogar soweit, dass sie mir vorhält, dass die Kleine angeblich eine psychische Störung durch meinen "schädlichen" und "manipulativen" Umgang hätte. Das sei durch einen Kinderpsychologen festgestellt worden. Davon abgesehen, dass ich mich frage, wie jemand überhaupt meinen Umgang mit unserer Tochter beurteilen kann, ohne dass er mich jemals gesehen, geschweige denn zusammen mit der Kleinen erlebt hätte, verweigert sie mir natürlich auch hier jegliche weitergehenden Informationen.
Ich will im Einzelnen gar nicht auf die mittlerweile geäusserten mannigfaltigen Vorwürfe, Lügen und Behauptungen eingehen. In der Summe gesehen zielt all das auf eine einzige bereits getroffene Aussage hin: Mein Umgang sei schlecht und sie wird aufgrund dessen die notwendigen Schritte einleiten, um mir das Sorgerecht zu entziehen und den Umgang zu verbieten.
Wegen diesen Vorwürfen würde ich mich ebenfalls mit dem Anwalt besprechen, welche Taktik dieser vorschlagen würde - in vielen Fällen sind solche Anschuldigungen leider ein Versuch, den Expartner einzuschüchtern und Zeit zu schinden, verteidigen kann man sich dagegen kaum.
Außerdem - die Kleine ist doch, wenn ich richtig gerechnet habe, grade mal zwei Jahre alt, oder?
Wie will ein Kinderpsychologe in diesem Alter schon eine solche Diagnose stellen?
Schreib alles auf, welche Informationen dir vorenthalten werden, was sie dir alles vorwirft und übergib es dem Anwalt -
Wie auch immer. Nach sehr belastenden und aufreibenden Wochen, in denen sich die Anwälte wohl eine goldene Nase verdient haben und das Jugendamt untätig daneben stand, wurde schliesslich im März diesen Jahres über das Familiengericht eine Regelung der elterlichen Sorge sowie des Umgangsrechtes getroffen.
- das scheinst du ja schon zu kennen...
Hoffentlich geht alles gut, so daß du deine Kleine bald wieder sehen darfst!
lg
vj
Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem. (Röm 12,21)
Hallo Lonely,
1. Zur Durchsetzung des Umgangsrechtes (es gibt ja einen Gerichtsbeschluss) Antrag auf Festsetzung eines Zwangsgeldes stellen. Als EA (einstweilige Anordnung) soll dir der Aufenthaltsort des Kindes mitgeteilt werden.
2. Was dir die Krankenkasse sicherlich mitteilen kann, ohne den Datenschutz zu verletzen, ist die Tatsache, ob eine Mutter-Kind Kur bewilligt wurde. "Mauert" die Krankenkasse, würde ich ihr höflich mitteilen, dass du den Verdacht hast, dass euer Kind entführt oder dir zumindest entzogen wird. Dann den Namen des Mitarbeiters / der Mitarbeiterin geben lassen mit dem Hinweis, ob denn die Krankenkasse dies denn unterstützen will.
Klar, harte Schritte, aber sollte die Darstellung so stimmen, kommst du mit "weichen" Methoden nicht weiter.
Gruß
Martin
Hallo und erstmal vielen herzlichen Dank für Eure Antworten und Tipps.
Zwischenzeitlich konnte ich direkt über den Jugendamtsleiter einen etwas kurzfristigeren Termin für den Mittwoch in 8 Tagen vereinbaren. Telefonisch meinte er nach erneuter kurzer Schilderung der Situation, er könne, insbesondere auf der Grundlage des vorliegenden gemeinsamen Sorgerechts und meiner Vorgehensweise, das Verhalten und Vorgehen meiner (Ex-)Frau zunächst nicht nachvollziehen. Er bat mich explizit, in meinen Bemühungen den Aufenthaltsort meiner Tochter und meiner (Ex-)Frau herauszufinden nicht nachzulassen, damit ich ihm diese Information, sofern diese überhaupt herauszufinden ist, eventuell bis dorthin weitergeben kann. Etwas beruhigend für mich war außerdem seine Anmerkung, dass er nicht versteht, wie man mit einem zweijährigen Kind zu einem Kinderpsychologen gehen bzw. sich ein Psychologe unter diesen Voraussetzungen ein derartiges Urteil überhaupt erlauben kann. In der Summe gesehen nach meinem Empfinden eine ganz akzeptable Ausgangssituation, wobei es natürlich im Moment noch nichts an der eigentlichen Situation ändert. Bleibt abzuwarten wie sich das Gespräch nächste Woche weiter entwickelt..
Ausserdem habe ich mir mittlerweile einen guten Fach-Anwalt gesucht. Dort werde ich mich kommenden Montag erst einmal sehr ausgiebig beraten lassen. In Abhängigkeit davon, was das Jugendamt gedenkt zu tun oder nicht zu tun, werde ich dann je nach dem am Mittwoch den Advokaten von der Leine lassen.
Ja, es wird wieder eine Woche "ungenutzt" ins Land ziehen, was mich ehrlich gesagt alles andere als glücklich macht. Auch wenn es schmerzt, habe ich mich irgendwie schon damit abgefunden, dass ich meine Kleine für mindestens vier weitere Wochen nicht sehen werde. Ich bin aber nunmal nicht der Typ, der unbedacht irgendwelche Schnellschüsse abzieht. Vielleicht bin ich aber auch einfach nur zu naiv und nicht Schwein genug. Wer weiss das schon.
Jedenfalls werde ich zumindest versuchen, alles notwendige dafür zu tun, dass zumindest für die Zukunft etwas derartiges ausgeschlossen und das Mäuschen nicht wieder als Spielball missbraucht werden kann.
Werde natürlich updaten wenn es etwas neues gibt.
Danke Euch. Liebe Grüsse
Moin Lonely,
Du scheinst mit einer Dame verheiratet gewesen zu sein, die glaubt, sie könne die vergangenen Jahre einfach abstreifen wie einen löcherigen Strumpf. Das kommt nicht einmal so selten vor. Im Ergebnis soll Euer gemeinsames Kind einen neuen Namen bekommen und Du die Tochter am besten nicht mehr sehen. Du bist lästig.
Dieses Verhalten ist bestenfalls spätpubertär und keinesfalls hinzunehmen. Borderline wird zwar häufig mal eben schnell als "Modediagnose" in den Raum geworfen; wenn es hierüber aber eine klinische Diagnose gibt, sind die Probleme nicht in vernünftigen Gesprächen zu lösen. Setz Dich hierzu beispielsweise mal mit dem User "Milan" in Verbindung; der wird Dir aus eigener leidvoller Erfahrung vieles aus der Praxis mitteilen können. Aber auch Erfolgserlebnisse.
Mach Dir im Moment keine Gedanken um ein paar Tage oder Wochen, in denen Du Eure Tochter nicht siehst; das lässt sich später kompensieren. Aber fahre mit Deinem Anwalt die ganz harte Linie, die Deiner Ex solche Flausen für alle Zeiten austreibt. Wozu gehören kann, öffentlichkeitswirksam auch ihre Erziehungseignung in Frage zu stellen. Und eine Unterhaltsverwirkung in Sachen Ehegattenunterhalt anzukündigen - wer Dich mit nachweislich falschen Aussagen bei Deinem Chef anschwärzt oder behauptet, jemand anders wäre der Vater Eures Kindes, sollte massive Probleme bekommen. Falls es dann Gememme gibt von wegen "wovon soll die arme Frau dann leben, sie muss doch ein krankes Kind betreuen" - das kannst Du auch! Und mit einer Borderlinerin aufzuwachsen ist kein Spass - ich würde es sogar als staatlich sanktionierte Kindeswohlgefährdung bezeichnen! Was den namen angeht: Eure Tochter braucht keinen neuen; sie hat einen! Es gibt auch keine Möglichkeit, Deine Zustimmung zu erzwingen - Du schüttelst einfach den Kopf und gut isses.
Dein Ziel muss - allermindestens - eine absolut verlässliche Umgangsregelung sein, inklusive der Verpflichtung, das gemeinsame Sorgerecht auch gemeinsam auszuüben und Dich in alle relevanten Fragen und Entscheidungen einzubeziehen. Ich würde auch gleich eine Strafandrohung für jeden Fall der Zuwiderhandlung beantragen. An Deiner Stelle würde ich mir allerdings überlegen, ob ich nicht selbst Eure meine Tochter betreuen und grossziehen kann. Du würdest ihr bei dieser Diagnose vermutlich die Hölle auf Erden ersparen.
Also: Keine Wattebällchen mehr, sondern die ganz harte Tour mit einem fähigen Anwalt!
Grüssles
Martin
PS: Was die Heiratspläne Deiner Ex angeht: Du würdest sie dadurch unterhaltstechnisch von der Backe kriegen. Allerdings hätte ich mir in Deiner Situation vielleicht trotzdem überlegt, den "Next" mal auf ein Bier einzuladen und ihn vor der Hölle zu warnen, die ihn erwartet. Aus rein männlicher Solidarität...
When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.
Hallo Martin,
auch Dir herzlichen Dank für Dein Posting.
Ja, ich kann aus eigener Erfahrung nur bestätigen, dass es nahezu hoffnungslos ist, in einer Konfliktsituation mit einer BL-Betroffenen auf vernünftige Art und Weise zu reden, geschweige denn darauf zu warten, dass irgendwann oder besser gesagt zeitnah die Vernunft siegt. Es gibt für BL-Betroffene nur Schwarz oder Weiß, entweder man ist für oder gegen sie, dazwischen gibt es nichts. Es kann soweit gehen, dass der Zweck oder das Ziel jedwedes Mittel heiligt, völlig egal ob legal oder illegal, ob Wahrheit oder Lüge, ob moralisch vertretbar oder nicht. Sicherlich, nach einer gewissen Zeit kann auch Schwarz wieder zu Weiß werden oder eben eine entgegengesetzte Einsicht an den Tag treten, aber aus meiner Erfahrung eben erst dann, wenn das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist.
Wie ich kurz erwähnte, war es insbesondere in den drei Monaten nach der Trennung bis zur Gerichtsverhandlung im März eine schlimme Zeit. Allein die Gerichtsakten umfassten 3 DinA4-Leitz-Ordner. Ich bekomme mittlerweile aus dem Stehgreif noch nicht einmal alle eingereichten Anträge und Anzeigen zusammen. Es war einfach nur übel. Mittlerweile hatte ich etwas Zeit, vor allem auch emotional etwas Abstand zu gewinnen und mir gerade über die damalige Situation(en) Gedanken zu machen. Ich habe mich damals auf ihr Spiel eingelassen und natürlich auch durch anwaltliche Unterstützung, schon allein durch mein Bestreben die Lügen aufzudecken und die vermeintliche Wahrheit offenzulegen (wer lässt sich denn schon gerne sexuellen Missbrauch seiner Tochter vorwerfen, um nur ein Beispiel zu nennen), immer wieder Benzin in die Flammen gegossen. Im nachhinein betrachtet, würde ich sagen, dass genau das mein Fehler war.
Hierin liegt natürlich auch einer der Gründe, weswegen ich ein zu drastisches anwaltliches oder gerichtliches Vorgehen im Moment nach Möglichkeit vermeiden wollte.
Eine vollzogene Trennung bringt natürlich zwangsläufig mit sich, dass die Möglichkeiten der (schädigenden) Einflussnahme auf den Ex-Partner drastisch reduziert werden. Es gibt wohl aus ihrer Sicht mittlerweile einzig und allein nur noch eine effektive Möglichkeit den "Feind", also mich, zu treffen, das einzige das uns noch Jahre aneinander binden wird, unsere kleine Maus.
Zwischenzeiglich ist ihr zum Glück durch den zweiten Geburtstag unserer Tochter die Möglichkeit genommen, mich mit einer Vaterschaftsklage unter Druck zu setzen. Ja, ich kann nicht mit Gewissheit sagen, ob die Kleine tatsächlich von mir ist, was für mich persönlich auch keine Rolle spielt / noch nie gespielt hat und mich insofern mittlerweile auch nicht mehr interessiert. Ich liebe sie, sie war, ist und bleibt meine Tochter und damit basta.
Wie auch immer. War meine (Ex-)Frau in den letzten Wochen stets darauf bedacht, ihre Behauptungen und Angriffe mir gegenüber nur mündlich zum Ausdruck zu bringen, hat sie, wenn auch nur einmal (dafür aber recht umfangreich und eindeutig), ihre Sichtweise und nicht vorhandene Kooperationsbereitschaft zwischenzeitlich auch schriftlich zum Ausdruck gebracht. Ihre letzte Vorgehensweise dürfte für sich selbst sprechen, nicht nur mir gegenüber.
Natürlich werde ich also über das Jugendamt mein Recht auf Information, Mitwirkung bei der Ausübung der elterlichen Sorge und geregelten Umgang einfordern, auch mit Hilfe eines rechtlichen Beistandes wenn notwendig. Sie wird kämpfen, wieder aus allen Rohren feuern, wiederum alles an Halbwahrheiten und Lügen aufbieten, sicherlich auch wieder Dinge, an die ich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht einmal im Traum denken würde. Es wird zwar keine Nebenschauplätze mehr geben, aber trotzdem wieder eine schlimme Zeit werden. Ich denke, da brauche ich mir nichts vorzumachen. Aber ich habe mir geschworen, mich dieses mal nicht auf ihr Spiel einzulassen. Es wird sich zeigen, wieviele Gespräche (Mediation oä) es brauchen wird, bis ihre Maske anfängt zu bröckeln.
Und wer weiss schon, was in der Folge unter Umständen in Bezug auf das Sorgerecht, die Unterbringung der Kleinen oder ähnliches angeraten oder durchgesetzt wird. Denn ich müsste lügen, würde ich sagen, dass ich auf diesem Hintergrund nicht auch bereits an eine zukünftige Unterbringung unserer Tochter bei mir gedacht hätte.
Tja, und was ihren neuen Lebensabschnittsgefährten angeht, sage ich einfach mal, dass meine männliche Solidarität dann doch nicht soweit reicht, mich mit ihm in dieser Art auseinander zu setzen. Versteht mich diesbezüglich nicht falsch, denn auch hier gibt es seine Gründe. Diese liegen noch nicht einmal darin, dass sie durch erneute Heirat ihren Unterhaltsanspruch an mich verlieren würde, sondern sind vielmehr darin begründet, dass ich die Vorgehensweisen meiner (Ex-)Frau eben nicht kopieren oder anwenden möchte. Zudem ist er alt genug und sollte doch auch das Recht haben, etwas mehr Aufregung in sein Leben zu bringen und glücklich zu werden, oder etwa nicht? (Entschuldigt den Sarkasmus ^^)
Liebe Grüsse Lonely
