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Alleiniges Sorgerecht beantragen??

 
(@voodoo)
Schon was gesagt Registriert

Hallo Leute,

ich (Vater) trage mich gerade mit dem Gedanken bzw. der Planung das Sorgerecht für meine beiden Kinder (15J. und 13J.) zu beantragen. Ich bin seit  einem Jahr geschieden und seit 5 Jahren getrennt lebend. Obwohl ich mit meiner Ex-Frau (kommet "EX" eigentlich von "ehemals"  oder von "Exitus" *GRGRGR* soviel Spaß muss sein) Vereinbart habe, dass wir geregelte Abhol- und Bringzeiten haben werden diese von Ihrer Seite nicht (nie bis selten) eingehalten. Dabei passieren sehr, sehr häufig solche Situation, dass wenn ich die Kinder am Sonntag zu verabredetem Zeitpunkt bringe, sie einfach diesen Abend nicht da ist und auch nicht oder sehr spät kommt (Da schlafen die Kinder dann schon und sind „hoffentlich“ allein ins Bett gegangen). Das ist vollkommen unabhängig ob die Kinder am nächsten morgen zur Schule gehen oder Schulaufgaben schreiben oder nicht. Gestern war dann wieder so ein Höhepunkt. In der kleinen Gemeinde in der meine Kinder Leben (ich wohne ca. 20 Km weiter weg) War ein kleines Fest. Ich habe meinen Sohn nach hause gebracht. Mein Ex war nicht da. Als ich dann später  mal anrief war mein Sohn auf dem Fest. Meine Ex war bis dahin nicht erreichbar. Ich bin dann los und habe meinen Sohn gegen 23.oo Uhr auf dem Heimweg angetroffen. Meine Ex konnte ich noch nicht sprechen, weil nicht da.

Grundsätzlich wenn ich solche und andere Themen anspreche erhalte ich die Antwort, die Kinder sind groß genug und müssen lernen selbständig damit umzugehen. Ich solle mich da raushalten. (Wir haben gemeinsames Sorgerecht) Das war leider von Anfang an so und ich habe wenig bis keine Mittel gesehen mein Wünsche durchzusetzen ohne evtl. meinen Kinder das Leben schwer zu machen.
Grundsätzlich sind meine Kinder nicht verwahrlost o.ä. Aber sie sind in einem Alter wo sie eben beides brauchen, Freiheit zum Ausprobieren aber auch Kontrolle von Regeln zum Selbstschutz. Letzteres findet einfach nicht statt. Ich wünsche meiner Ex-Frau von ganzem Herzen eine schöne und befriedigende "Freizeitgestaltung"
und alles was dazu gehört aber bitte nicht auf Kosten der Kinder. Ich war und bin immer bereit die Kinder zu nehmen.

Nun denn, wie dem auch sei, diese Situation macht mich auf Dauer echt fertig und super traurig. Nach dem Gespräche mit meiner Ex wie oben beschrieben sehr einseitig ablaufen habe ich mir gedacht, ob das alleinige Sorgerecht eine realistische alternative wäre. Aber auch andere Vorschläge von "Leidende" in ähnlichen Situation sind willkommen.

Danke & Gruß


Zitat
Themenstarter Geschrieben : 27.07.2009 15:56
Lausebackesmama
(@lausebackesmama)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Hi Voodoo,

wollen denn die Kinder zu Dir wechseln?

Ich glaube nicht, dass die von Dir aufgeführten Gründe ausreichend dafür sind, um das ASR oder ABR zu bekommen, wenn "der Rest" stimmt. Außerdem muss ich ehrlich sagen, habe ich auch nicht vor, meinen Sohn abends babyzusitten, wenn er 13 bzw. 15 Jahre alt ist, vorausgesetzt, er ist in dem Alter halbwegs vernünftig geraten. Wo soll also das Problem sein, wenn die Mutter abends mal nach Hause kommt, wenn die Kinder im Bett sind? Ich denke, sich bettfertig zu machen kriegen die schon hin, wenn es also um die Kontrolle geht, hat die KM wohl einfach mehr Vertrauen in die Kinder als Du.

Ich glaube auch nicht, dass man 13/15jährige Kinder bei den Abhol- und Bringezeiten "übergeben" muss. Vielleicht bist Du da ein wenig zu "gluckig"??

LG LBM


‎"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."

AntwortZitat
Geschrieben : 27.07.2009 16:04
(@voodoo)
Schon was gesagt Registriert

Hallo Lausbackesmama,

danke für deine Hinweise. Ich bin auch für deine Sichtweise dankbar, denn in der Tat stelle ich mir auch selber die Fragen ob ich das zu "eng" sehe und meine Fürsorge durch die Distanz zu meinen Kindern überproportional Groß ist. Oder wir du es ausdrückst: ich "glucke".  Mir geht es auch eher darum, dass wir Vereinbarungen haben, die aber scheinbar nur einseitig gelten und zu Verfehlungen führen.  Es spricht überhaupt nichts dagegen  das Meine Ex-Frau soviel wie sie gerade will unterwegs ist. Mein Sohn hat das letzte Schuljahr so mit ach&krach geschafft. Es hat oft seine Hausaufgaben nicht gemacht und es wurde häufig versäumt Ihm selbständiges Arbeiten bei zu bringen. Bei Gesprächen wurde ich dann  damit abgefunden, dass Sie dazu nicht in der Lage sei und ich halt dann die Nachhilfe zahlen solle. Da. M.e. die Ursachen durchweg einfacher Natur sind habe ich dann für ein halbes Jahr die Hausaufgaben Kontrolle Übernommen (Mein Sohn hat diese in meinem Büro gemacht, ich bin Selbständig)  Er hat es ja dann auch geschafft. Tendenz: „Besser“. Sich einfach nur hinzustellen und zu sagen: Das müssen die Kinder allein schaffen ist halt nicht meine Auffassung von "Sorgen" im Sinn des Wortes aus dem „Sorgerecht“. Ich will sicherlich alles andere als Stubenhocker.
Mir geht es halt um Abmachung. Um An-/Aussprache. Um Ansprechen von Problemen und nicht um totschweigen. Meinen Kindern wird von meiner Frau suggeriert, dass es ihr so schlecht. Sie haben deshalb schon ein schlechtes Gewissen du unterdrücken oft Ihrer Bedürfnisse, wollen halt das die Mama glücklich ist... Das kommt dann  immer mal wieder in Gesprächen an unseren gemeinsamen Wochenenden heraus. Du hast natürlich ebenfalls recht mit deiner Skepsis über "wenn der Rest stimmt" schließlich liegt die Wahrheit immer nur im Auge des jeweiligen Betrachters.


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 27.07.2009 17:14
Lausebackesmama
(@lausebackesmama)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Hi Voodoo,

klar, ich sehe ja hier auch nur einen Ausschnitt aus Deinem Leben bzw. dem der Kinder.

Was spricht denn dagegen, wenn Du weiterhin die Hausaufgabenbetreuung in solchen Fällen übernimmst? Jetzt mal unabhängig davon, ob die KM keine Lust hat oder es nicht besser kann. Vielleicht fehlt ihr ja wirklich das Wissen, um mit dem Jungen die Hausaufgaben zu machen und sie kann das nicht zugeben.
Das "Sorgen" im Sinn von Sorgerecht hast Du ja trotzdem, unabhängig davon, wo die Kinder leben. Also könnte man Dir den Ball zurückspielen und sagen, dass Du ja diese Aufgaben trotzdem übernehmen kannst. Diese Dinge sind ja nicht an das Wohnen geknüpft.

Ich verstehe natürlich auch Deinen Frust, wenn Du den Eindruck hast, dass Deine Ex sich nicht kümmert. Trotzdem ist es natürlich schwierig zu beurteilen, wieviel sie tatsächlich tut. Auch die Aussagen von Kindern sind bei solchen Dingen mit Vorsicht zu genießen. Woher zB weißt Du, was Ex den Kindern suggeriert?

Letztlich bleibt die Frage: WOLLEN die Kinder zu Dir wechseln? Sollten sie das wollen, ist es wirklich an Dir, das in die Wege zu leiten, zunächst, in dem Du schaust, ob Ex freiwillig die Kinder ziehen lässt und dann, indem Du es beantragst, wenn sie sich quer stellt. Die Kinder sind ja schon relativ "alt", so dass ihr Wille schon mehr ins Gewicht fallen dürfte. Nur, wenn die Kinder sich dagegen aussprechen, selbst wenn es aus falsch verstandener Solidarität mit der Mutter ist, wirst Du nichts ausrichten können.

LG LBM


‎"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."

AntwortZitat
Geschrieben : 27.07.2009 18:10
(@pinkus)
Nicht wegzudenken Registriert

Hallo Voodoo,

lt Jugendschutzgesetz dürfen Jugendliche unter 14 nicht ohne Begleitung von Erwachsenen nach 22:00 bei öffentlichen Veranstaltungen teilnehmen.
Zumindest diese Regel sollte von ALLEN (Vater, Mutter und Kindern) eingehalten werden, sonst kann es richtig Ärger geben.

Den Rest hat LBM bereits gesagt.

Alles Gute
Pinkus


AntwortZitat
Geschrieben : 27.07.2009 18:19