Habe eine Frage:
Welche Chance habe ich als Vater, das ABR für meine Tochter (9 1/2) zugesprochen zu bekommen. Ich bin seit 2 1/2 Jahren getrennt lebend, der Scheidungsantrag wurde vor 2 Jahren gestellt. Ich selbst lebe seit einiger Zeit mit neuer Partnerin und deren Tochter (8 1/2) in eheähnlicher Gemeinschaft. Meine Tochter kommt mich etwa alle 14 Tage besuchen. Sie lebt ca 350 km entfernt und fährt mit Kids on tour der Bahn AG (Superservice übrigens). Meine Ex ist eifersüchtig und versucht ständig den Umgang zu verhindern. Gestern erklärte meine Tochter, sie habe darum gebettelt, kommen zu dürfen. Sie will alle 14 Tage kommen und sagt: "die wollen alle, dass ich nur noch alle 4 Wochen komme".
Aus verschiedenen Beobachtungen und Äußerungen von anderen, glaube ich zu wisssen, dass sich meine Tochter bei uns sehr wohl fühlt, weil sie die Wärme und Geborgenheit in unserer Familie schätzt. Die Mutter ist mit ihr in den letzten Jahren 7x umgezogen und bietet dem Kind kein geordnetes zu Hause. Wobei das nur meint, es fehlt die Wärme. Ich bin ganz sicher, dass meine Tochter ihre Mutter auch liebt, dennoch zerreißt es mir das Herz, wenn ich sehe, wie sie sich bei meiner neuen Frau ankuschelt.
Wir glauben, dass es für M*gelöscht* das Beste ist, bei uns zu wohnen. Ich möchte sie aber nicht direkt fragen, um sie nicht unnötig zu belasten. Wir waren am Wochenende schon bei einem Kinderpsychologen, um herauszufinden, was meine Tochter wirklich möchte, brauchen aber natürlich noch weitere Termine.
Die Kindesmutter ist nicht schlecht oder böse zum Kind. Welche Chancen habe ich, meine Tochter zu uns zu holen? Was ist der richtige Weg? Kann ich mich an das Jugendamt in meiner Stadt wenden oder ist ausschließlich das JA am Wohnort des Kindes zuständig? Nach welchen Kriterien wird entschieden? Wie erreiche ich, dass meine Tochter unbeeinflußt sagt, wo sie gerne wohnen möchte?
Im
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Anm. Admin: Board-Regeln beachten (Nr. 2).
[Editiert am 30/1/2006 von DeepThought]
Moin,
knifflige Frage. Ich denke, es liegen derzeit keine Gründe vor, die eine Übertragung des ABR rechtfertigen würden. Dies ist nicht meine Auffassung, sondern die etablierte Rechtsprechung.
Anders wäre es, wenn das Kind unmissverständlich seinen Willen bekundet, bei dir leben zu wollen.
Wir waren am Wochenende schon bei einem Kinderpsychologen,
Wer war warum dort, was ist dabei rausgekommen und was folgt weiter?
DeepThought
Der 15. Senat des OLG Celle befindet vatersein.de
in den Verfahren 15 UF 234/06 und 15 UF 235/06
als "professionell anmutend".
Meinen aufrichtigen Dank!
Beim Kinderpsychologen war die ganze neue Patchwork-Familie, also meine LG, deren Tochter, meine Tochter und ich. Die Tochter meiner LG ist dort zurzeit wegen anderer Probleme in Behandlung. Sie war zunächst gemeinsam mit meiner Tochter im Bespr.Zimmer, damit meine Tochter nicht merkt, dass es eigentlich um sie geht. Die Tochter meiner LG war eingeweiht und hat mitgespielt. Erstes feed-back vom Psy. gibt es heute oder morgen.
Ist wirklich schon in diesem Alter der Kindeswille ausschlaggebend?
Ich will sie nicht direkt fragen, weil ich glaube, dass ich sie damit schlicht überfordere.
Wie macht man so etwas? Welche Möglichkeiten gibt es?
Bei allem Verständnis und dem Wunsch nach gelebter Vaterschaft: Ich kapiere nicht, warum du deine Tochter in schon fast hinterhältiger Weise beim Kinderpsychologn vorführst.
Vielleicht hilft es mir, wenn du Beispiele nennt, anhand derer eine Kindeswohlgefährdung erkennbar ist. Hierbei wäre mir persönlich auch wichtig zu wissen, aus welchem Grunde und über welche Strecke die 7 Umzüge der Ex erfolgten.
DeepThought
Der 15. Senat des OLG Celle befindet vatersein.de
in den Verfahren 15 UF 234/06 und 15 UF 235/06
als "professionell anmutend".
Meinen aufrichtigen Dank!
Ist das wirklich so schwer zu verstehen???
Ich habe das Gefühl, dass meine Tochter unglücklich ist!
Nun ja, dein Gefühl rechtfertigt aber noch lange nicht die Übertragung
des ABR. Das Kinder unglücklich sind wenn Sie nicht mit beiden Elternteilen
zusammenleben können ist, denke ich, durchaus normal. Und natürlich
hat deine Tochter Trennungsschmerz. Auch dies ist ein normales Verhalten.
Gehe mal von einer anderen Seite an die Sache. Was würde der Umzug
deiner Tochter für Sie bedeuten? Es würde herausreißen aus der gewohnten
Umgebung bedeutet, das verlassen Ihres Freundeskreises, neue Schule etc...
Willst Du das deiner Tochter zumuten, nur aufgrund eines Gefühls? Ganz erlich, ich
sehe aufgrund deiner Schilderungen z.Z. keinen Grund für die Übertragung des ABR.
Hallo Murielspapa!
Das "Gefühl" zu haben daß sie unglücklich ist, reicht nicht!
Du kannst auch mit Deiner Tochter darüber reden ,ohne sie damit unnötig zu belasten.
Sage ihr,daß Du das Gefühl hast sie sei unglücklich und frage ob sie was auf dem Herzen hat.
Die Vorsprache beim Kinderpsychologen ohne mit ihr darüber gesprochen zu haben finde ich ehrlich gesagt nicht gerade gut.
Auch mit 9 Jahren könnte sie dies als Vertrauensbruch werten,zumal sie aus Ihrer Sicht völlig grundlos dort gewesen ist.
Grüße
Domino
Gehe Deinen eigenen Weg,dann verläufst du dich auch nicht !
Hi Murielspapa,
wie sieht es denn sonst so mit dem Umgang aus ?
Ich meine, gibt´s eine feste/schriftliche Regelung ?
Evtl. wäre es gut für deine Tochter, wenn du sie öfters sehen könntest. Nur da
ist (zumindest unter der Woche) die Entfernung das Problem.
Wie Deep schon sagt. Kontinuität steht -meistens- an erster Stelle...
Versuche alles zu tun, damit sich die Kleine wohlfühlt. Auf jeden Fall nicht laufend mit Fragen belästigen. Früher oder später -so denke ich- wird sie dann eh zu dir wollen.
Pi mal Daumen gilt, umso älter das Kind, umso mehr wird sie vor dem Gericht gehört.
Gruss
babbedeckel
Ein Ruin kann drei Ursachen haben: Frauen, Wetten oder die Befragung von Fachleuten (Georges Pompidou)
Hey!
Ist das wirklich so schwer zu verstehen???
Sorry, aber dito! Ist das für dich auch so schwer zu verstehen?
Nur weil du diesen Gedanken hast:
Ich habe das Gefühl, dass meine Tochter unglücklich ist!
Und es selber nichtmal schaffst einfach sie mal zu fragen was mit ihr los ist, stattdessen mal einfach unter einem Vorwand sie zu einem Kinderpsychologen schleppst um herauszuhören vom Kinderpsychologen, ob du das ABR beantragen sollst oder nicht?! .. Äh, Hallo?!
Wohl der völlig falsche Weg..
Und die KM wird davon vermutlich auch nichts wissen, auch ne Art u Weise.
Mal davon abgesehen ob das schon so überhaupt ne grad gute Idee ist, deshalb gleich ein Kind zum Kinderpsychologen zu schleppen..
Vielleicht ist es erstmal manchmal sogar deutlich efektiver wenn man selber mal der Kinderpsychologe ist u mal auf das Kind eingeht, dann stellt sich schon was ein, was sie vielleicht bedrückt,..
Und jetzt zu meinem sie hätte es bei dir besser, weil du eine neue Familie gegründet hast u die KM nicht...sorry.das kanns wohl auch nicht sein..
Und demnach, außer vielleicht die vielen Umzüge, gibt es ja keine sonderlichen Probleme bei der KM, so wie du es schon selber schilderst.
Da wird und kann dir hier niemand sagen, das es so sein muß das das Kind zu dir wechselt..
Und nimmm vielleicht auch erstmal etwas Abstand von deinem wunsch eine Patchworkfamilie sein zu wollen, denn das scheint auch eher wohl etwas das treibende Kind bei dir zu sein, warum du meinst das deine Tochter doch so unglücklich bei der KM ist u zu dir wechseln sollte...
Auf das ABR kannst du denk ich aber so wie du es schilderst wenig Hoffnung haben ...
Gruß
Jens
