Danke für diesen Link!
Genau das, was da beschrieben wird, hat mich - vor allem als meine Zweitmutter-Rolle noch ganz frisch war - total oft irritiert.
Da war z.B. eine Mutter von einer Klassenkollegin von Kiddy, die höchstschwanger auf einer Feier plötzlich ihren Pullover hochgehoben hat und gefragt hat, wer mal ihren Bauch streicheln will...! - Ganz schön befremdlich. Aber die hat mit allem was sie getan hat, ihr Bedürfnis nach Anerkennung für die erfolgreiche Reproduktion ausgedrückt. Jeder sollte sie bewundern, weil sie schwanger war.
Und andere Mütter, die immer und überall ALLES dabei hatten, was das Kind vielleicht auch nur irgendwie brauchen könnte - absolut nichts durfte fehlen.
Und wenn man dann selbst z.B. keinen Haargummi dabei hatte und dem Kind beim Eislaufen die Haare ins Gesicht geweht sind, dann haben sie stolz eine ganze Packung rausgefangen und höchst eifrig gezeigt, wie gut sie denn vorbereitet sind.
Oder wenn sich das Kind das Knie aufgeschlagen hat, waren sie nicht nur mit Pflaster sondern auch mit allen möglichen Globoli zur Hand.
Und... und... und...
Da hat man dann ein total schlechtes Gewissen, wenn man auf die Frage "Und, was macht ihr am Wochendene?" mal mit "Nichts" antwortet.
Denn das Kind unbeschäftigt lassen oder gar ungeplant irgendwo einfach in den Park gehen, ohne das Kind jede Minute zu beschäftigen??? Undenkbar, unverantwortlich und absolut schrecklich!
Das Kind muss gefördert, beschäftigt und überwacht werden, damit es ja genau so wird, wie man es haben will und dass ihm ja nichts passiert!
Jetzt weiß ich, warum ich so mißraten und lebensunfähig bin.
Wir haben nämlich die meiste Zeit unbeaufsichtigt mit den Nachbarskindern in Wald und Garten gespielt.
Ohne Ernährungsplan und ohne frühkindliche Förderung oder Tennis-, Klavier-, Tai Chi- oder sonstigen Unterricht an 4 von 5 Nachmittagen.
:knockout:
lg
vj
🙂
Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem. (Röm 12,21)
Moin gardo,
ein bemerkenswerter Artikel, der mal wieder die Frage aufwirft, wie man "früher" die eigene Kindheit überhaupt überleben konnte: Mit Eltern, die uns bei halbwegs brauchbarem Wetter einfach vor die Tür gestellt und angewiesen haben, uns vor Einbruch der Dunkelheit nicht im Haus sehen zu wollen. Die sich totgelacht hätten über das Ansinnen, jedes ihrer sechs Kinder mit dem Auto zur Schule, zum Sport, zum Musikunterricht oder irgendwelchen Spielfreunden zu karren, weil ansonsten ja "etwas passieren könnte". Wir hatten Füsse und Fahrräder - fertig.
Und ja: "Kinderfreunde" und Kindermörder gab es auch schon Mitte der 60er Jahre. Und deshalb die klare Anweisung, mit niemandem mitzugehen und zu niemandem ins Auto zu steigen, den wir nicht kannten - ganz egal, was dieser versprach. Erziehung zur Eigenverantwortung eben. Eine Notwendigkeit, uns deshalb dauerzubehüten und zu -bespassen ergab sich daraus trotzdem nicht.
Objektiv betrachtet ist das Leben seither sicher nicht gefährlicher, sondern sicherer geworden. Aber wenn man hinter jedem Autofahrer einen Totraser und hinter jedem Busch einen Pädophilen vermuten möchte, wenn Kinder nicht mehr bei Freunden auf dem Schoss sitzen und nicht mehr mit Papa duschen oder in die Umkleide dürfen, muss man seine Kinder vermutlich zwei Jahrzehnte lang beglucken.
Grüssles
Martin
When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.
Hi vj,
so wie dir gings mir beim lesen auch.
Ich fühlte mich an x Begegnungen erinnert, bei denen ich mich gefragt habe was ich falsch mache oder welche Rabenmutter ich bin. Meine Kinder mussten doch wirklich 20 min mit schmutzigen Mündern von spontanen Eisessen rumlaufen, weil ich Rabenmutter mal wieder keine Taschentücher geschweige denn hautfreundlich Feuchttücher einstecken hatte. Meine Kinder mussten sich aufs Fahhradschwingen und durchs halbe Dorf fahren, um mit Freunden zu spielen, weil ich sie nicht fahren wollte (nein für 1000 m bewege ich das Auto nicht). Sie gehörten zu der Minderheit, die nicht mit dem Auto (oder auch zu Fuß) von der Grundschule angeholt wurden, sondern ich hatte erwartet, dass sie den Weg alleine bewältigen. Sie durften Sport und Musik ausprobieren, mussten aber nichts länger als 6 Monate machen, wenn es wirklich keinen Spaß gemacht hat.
Und ich oute mich gerne als Rabenmutter, die nicht ständig um ihre Kinder kreiste und die heute stolz auf die frühe Selbständigkeit und das Selbstbewusstsein ihrer Kinder ist. Sie fahren seit 2 Jahren alleine mit dem Zug durch halb Deutschland, organisieren sich gemeinsam mit Freunden, wenn sie irgendwo hinwollen, sindmotzig, sturköpfig und gehen ihren Weg (ok, manchmal für uns anstrengend) und wissen was sie wollen und was sie nicht wollen (meistens wenigstens, und manmal ändert sich das auch stündlich)... ja ich bin gerne Rabenmama.
Ganz ehrlich vj, nicht nur für dich, ohne "leibliches" Kind, ist vieles oft befremdlich. Mich hat es immer verwundert, wenn Eltern plötzlich nur noch um das Kind gekreist sind und alles nach dem Nachwuchs ausgerichtet wird. Ich hab mich dann immer gefagt, was kompensieren die eigentlich und wie langweilig muss ihr gemeinsames Leben wohl sein, dass nur noch die vermeintlichen Bedürfnisse des Kindes zählen.
LG Tina
Ein gebrochenes Versprechen ist ein gesprochenes Verbrechen
Danke Ihr 3, Ihr sprecht mir aus der Seele! :thumbup:
Manchmal denke ich, dass viele Eltern heutzutage ihren Verstand und das nötige Bauchgefühl mit dem positiven Test abgeben und zum Teil niemals wieder bekommen... :knockout:
LG WH
Und ja: "Kinderfreunde" und Kindermörder gab es auch schon Mitte der 60er Jahre. Und deshalb die klare Anweisung, mit niemandem mitzugehen und zu niemandem ins Auto zu steigen, den wir nicht kannten - ganz egal, was dieser versprach. Erziehung zur Eigenverantwortung eben. Eine Notwendigkeit, uns deshalb dauerzubehüten und zu -bespassen ergab sich daraus trotzdem nicht.
Sogar in einem Aufklärungsbuch von 1961 (ich habs als Kind in einer "neueren" Auflage bekommen) wurde ein einem gesonderten Kapitel überden "lieben Onkel von nebenan" gewarnt. Auch wenn ich die Aufbereitung des Themas aus heutiger Sicht nich gelungen finde. Aber Thema war es eben damals schon.
Woher kommen die kleinen Buben und Mädchen
Ein Zitat aus einem anderen Werk von Kurt Seelmann:
(...) Darin liegt ja das Geheimnis der „guten Kinderstube“, sie wird nicht beigebracht, sie dringt unwillkürlich durch alle Poren und schafft für alle Zeit den Bewertungsmaßstab.'' (…)Das richtige Familienklima ist jenes, das die genannten Fehler der Extreme vermeidet. Also: Liebe ohne Verwöhnung und Verzärtelung. Fürsorge ohne Gängelei. Freiheit ohne Vernachlässigung. Zielsetzung ohne Antreiben. Abwechslung ohne Launenhaftigkeit. (…) Nur die geglückte, positive Familienatmosphäre erfüllt ihre Aufgabe ganz. In ihr kommt es zu so guten Beziehungen, dass man sich jederzeit aussprechen kann. In ihr fühlt man sich geborgen und doch nicht gefesselt. In ihr macht man Erfahrungen, die dazu ermutigen, Beziehungen aufzunehmen (…)
Ein gebrochenes Versprechen ist ein gesprochenes Verbrechen
Hi,
Manchmal denke ich, dass viele Eltern heutzutage ihren Verstand und das nötige Bauchgefühl mit dem positiven Test abgeben und zum Teil niemals wieder bekommen
Das Problem ist aber auch teilweise, dass es eine riesige Geldmaschine ist und dass die jungen Eltern oft gezielt verunsichert werden.
Denn wenn da z.B. ein Kurs angeboten - oder eher sogar angepriesen - wird "Wie halte ich mein Kind richtig? - Worauf man beim Umgang mit einem Neugeborenen achten muss!", dann fragen sich unerfahrene Eltern, die vielleicht keine Großeltern oder Onkels / Tanten in der Nähe haben (wie es in Großstädten oft der Fall ist) wohl unvermeidlich: mache ich das eigentlich richtig???
Und schon vertrauen sie nicht mehr auf ihr Gefühl, sondern lassen sich überreden, "zum Wohl des Kindes" ein wenig Geld in einen solchen Kurs zu investieren.
Und dann noch einen für die Ernährung und einen für die sprachliche Entwicklung und als Information über Kinderkrankheiten...
Einiges davon mag wohl sinnvoll sein, aber Fakt ist: die jungen Eltern werden in vielen Bereichen gezielt verunsichert, um sie dann abzuzocken.
So eben auch bei der "ständig präsenten Gefahr" von Mißbrauch.
Und auch bei der ständig präsenten Angst vor dem Versagen.
Oder vor schrecklichen Krankheiten.
- Also: das Geschäft mit der Angst boomt.
lg
vj
Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem. (Röm 12,21)
Bekannte von mir haben sich während der Schwangerschaft in einem Babygeschäft für zig Euro ein Gerät gekauft, mit dem sie angeblich die Herztöne des Ungeborenen im Bauch hören können.
Irgendwas hat aber mit dem Gerät nicht gestimmt bzw. es wurde falsch bedient. Auf jeden Fall war das glückliche Paar ein paar Mal in der Klinik weil sie keine Herztöne mehr gehört haben und Panik bekommen haben. Die Ärzte habe sie dann irgendwann icht mehr ernst genommen.
Das Kind ist übrigens zumindest körperlich kerngesund, nur die Mutter hat sich vor kurzem vom Vater getrennt...
Grüße
Lullaby
Hallo,
da die Anzahl der Kinder in Deutschland abnimmt werden Bedürfnisse geschaffen, die viele Eltern gern bedienen bzw. meinen dies sei für ihr Kind notwendig.
Ich bin der Meinung, Kinder sollen sich ausprobieren und daran Spaß haben. Natürlich sollen sie bestimmte Dinge, für die sie sich entschieden haben nicht gleich wieder lassen, nur weil es mal keinen Spaß macht. Aber Hobbies wechseln gehört auch dazu.
Und meine hatten damals die Wahl: bis zur Einschulung der Kleinen habe ich Große auch zur Schule gebracht, weil die Kita daneben war und ich nicht die Kita wechseln wollte. Mit Schuleintritt der Kleinen war klar: ihr fahrt die 2 km mit dem Bus. Ab und zu habe ich sie auch gebracht. Aber ansonsten war es immer der gleiche Busfahrer (sie sind sogar einen Bus eher gefahren, weil der Busfahrer so nett war).
Ich habe die Selbständigkeit möglichst früh gefördert und auch teilweise gefordert.
Die Kleine hatte einmal auf dem nach Hauseweg das Gefühl von einem Mann im Auto verfolgt zu werden. Dann waren wir bei der Polizei, die eine Zeitlang häufiger Streife gefahren ist und eine Freundin hat sie dann nach Hause begleitet - von der Bushaltestelle aus. Aber sie hat sich auch gut verhalten und dadurch gelernt, dass es immer Möglichkeiten gibt sich zu schützen und das man auch schon als Kind auf sein Bauchgefühl hören sollte.
Wichtig ist in meinen Augen, dass die Kinder sich und ihre Umwelt ausprobieren können, damit haben schon viel Erfahrung gesammelt auch ohne Chinesisch im Kindergarten zu lernen oder ähnliches.
Sophie
Es gibt dann begleitend zum Home-Ultraschall noch:
1. die Schlafunterlage mit Alarm die anzeigt, ob das Baby noch atmet (selbstgekauft - nicht ärztlich verordnet)
Damit kann die junge Mutter das Baby vom ersten Tag an in seinem Zimmer schlafen lassen.
2. die Webcam mit der man selbst im Dunkeln des Babybett online aus der Ferne kontrollieren kann - und den Babysitter gleich mit...
Junge Mütter und Erstgebärende (33/36) in meiner näheren Umgebung.
Mein Verweis aufs Bauchgefühl wurde geflissentlich ignoriert. Ich wünsche mir nur dass das zweite Kind einiges zurechtrückt!
Ganz gut wiedergegeben finde ich, wie wir aufgewachsen sind (also die 40-50jährigen unter uns):
http://www.elternfragen.net/chat-ecke/konnten-kinder-60er-70er-nur-ueberleben-t87.html
:rofl2:
Das ist cool. 🙂
Bin zwar 1981 geboren, aber meine Eltern waren so vernünftig, mich genauso aufwachsen zu lassen, wie dort beschrieben.
Wir haben in einem großen ehemaligen Vierkanthof gewohnt, wo wir 10 Kinder aus verschiedenen Familien waren. Und die älteren Hausbewohner waren wie Omas und Opas für uns.
Die älteren Kids haben den kleineren was beigebracht und wir sind in fast allen Wohnungen aus- und eingegangen.
Im Wald sind uns öfter mal Schlangen über den Weg gekrochen, wir haben Schnecken und Marienkäfer gesammelt, Wasser aus dem Bach getrunken, sind mit dem Fahrrad überall rumgefahren...
Es gab schon viel, wo ich mir heute denke, dass wir echt leichtsinnig waren - aber es hat Spaß gemacht und vor allem (was auch in dem Artikel erwähnt wird):
Das was wir getan haben, hatte Konsequenzen.
Aber ich frage mich dann, wie aus den Kindern von damals solche seltsamen Eltern werden konnten...
Was ist passiert, dass sie ihren eigenen Kindern diese Freiheiten nicht mehr erlauben?
Warum sind sie so verunsichert?
lg
vj
Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem. (Röm 12,21)
Moin Mux,
Ganz gut wiedergegeben finde ich, wie wir aufgewachsen sind (also die 40-50jährigen unter uns):
gerade deshalb frage ich mich immer wieder, warum ausgerechnet diese Generation, die eine solche freie und glückliche Kindheit erlebt und im Gegensatz zur Generation ihrer Eltern keinen Krieg und keinen Hunger kennengelernt hat, in vieler Hinsicht zur "Generation Hosenscheisser" geworden ist. Das beschränkt sich nicht auf die Überbehütung der eigenen Kinder; es schliesst auch die Sehnsucht nach Verboten und staatlichen Regelungen für alles und jedes ein, die Angst vor Autos mit weniger als 8 Airbags, vor Handystrahlung, vor Keimen im Essen, vor Zucker in Getränken, vor Gift in der Wandfarbe, vor Gluten im Brötchen, vor Laktose in der Milch, vor Passivrauch in Kneipen. Bei manchen Menschen meiner Umgebung hat man das Gefühl, dass das Leben eine Art Dauerbedrohung für sie darstellt, der sie nur unter grösster Anstrengung entrinnen.
Vor diesem Hintergrund ist "Kinder haben" nicht etwa ein Lebensentwurf, bei dem verschiedene Generationen unter einem Dach leben, sondern ein Projekt, das oft generalstabsmässig geplant und durchgeführt wird, mit dem höchste Glückserwartungen verknüpft werden, das die Eltern in Dauerkonkurrenz zu anderen Eltern versetzt und das auf keinen Fall scheitern darf, weil "das Kind es ja mal besser haben soll als wir". Da ist dann erst nicht die Erkrankung eines Kindes ein ernsthaftes Problem, sondern bereits die Mathe-Vier von Thorben-Henrik.
Grüssles
Martin
(der froh ist, seine Kids vergleichsweise normal und ohne Ratgeberbücher gross bekommen zu haben - und ohne sie jemals in Watte zu packen oder auf einen Sockel zu stellen.)
When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.
Hi,
ich seh das hier an 4 bald 5 Kindern.
Unsere Kleine mit 2 Jahren, die viele Dinge einfach macht. Sie klettert halt auf einen Stuhl und wenn sie runterfällt, tut es weh- heute sagte sie nur "Hilfe bitte". Und fällt sie tatsächlich mal, dann schaue ich nach, ob es was schlimmes ist. Aber sie darf sich frei bewegen. Wenn meine Schwester und meine Schwägerin dabei sind, schauen die immer, wo sie hinrennt, was sie macht, ob sie hinfällt usw. (Beide sind 63 geboren/ ich 78). Ich finde das lustig, weil ich mitgekriegt habe, unser Kind rennt mal in einem Laden wie IKEA z.B. einmal im Restaurant im Kreis und kommt gleich wieder zurück.
Die anderen Kinder sind zum Teil Schisser und bei jeder Kleinigkeit hat man Angst und überhaupt. Aber kein Wunder, denn ich erinnere mich an einen Anruf der Mutter beim Vater: Ihr wart auf dem Spielplatz und Kind 3 hat geheult, warum und überhaupt, kannst du nicht aufpassen. Blablabla. Das Geschrei war groß, weil Papa seine Kinder auf dem Hof spielen lässt und nicht daneben steht, sondern in der Wohnung ist. Diese Mutter ist 79 geboren, also nur ein Jahr nach mir. Aber okay. Ich weiß auch, dass Papa das erste Mal schluckte als ich die Größte mit der Kleinsten für 30 Minuten alleine im Sandkasten gelassen habe. Jetzt hat er gemerkt, es ist okay. Zumal die Große in ihrer Pubertät sich oft zurückzieht und wir sie so wenigstens ein wenig an die frische Luft kriegen.
Und genau wie VJ es schrieb, sie durfte sich frei bewegen- so war es bei mir auch. Und wir haben genauso viel Spaß gehabt. Wir sind spätestens in der zweiten Klasse alleine zur Schule, ob zu Fuß, mit Fahrrad oder Bus.
A life lived in fear is a life half lived
So ganz grundsätzlich: Hat irgendeiner der heute Erwachsenen eine konkrete Erinnerung daran, dass es für ihn als Kind und Jugendlicher das Grösste und Tollste gewesen wäre, möglichst oft und lange mit den eigenen Eltern zusammen zu sein und von denen am Ende noch "pädagogisch wertvoll" beschäftigt zu werden?
In meiner persönlichen Erinnerung sind die Zeiten am tollsten, in denen ich meine Eltern nicht gesehen habe (und sie mich natürlich auch nicht). Andere Leute fand ich grundsätzlich sowieso spannender; Eltern und Geschwister gab's ja irgendwie sowieso jeden Tag.
When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.
Hi,
ich kann da als Jahrgang 60 auch ganz leicht in das selbe Horn stoßen:
Nix drin bleiben, sondern so schnell wie möglich nach der Schule raus (ok, heute ist nicht so früh Schluß) und meist Fussball, Räuber und Gendarm gespielt etc. bzw. im Winter viel Schlitten gefahren oder eben auch Fussball oder oder oder.
Neee, bloß nicht mit den Eltern (bzw. wer eben zu Hause war) irgendwas machen.
Und gut 30 Min. hat der Fußweg zur Schule gedauert (weiß jetzt nicht mehr genau mein Alter damals, meine aber, so ab 3. oder 4. Klasse ganz alleine).
Die kids nach draußen "schicken" tue ich nicht, da ist mir die Zeit zu schade (wenn ich gleichzeitig drin wäre). Entweder gehe ich mit raus (und es macht tatsächlich auch dem älteren 15jährigen noch Spaß, den Spaziergang mit nem Ball zu machen / hin- und her kicken) oder wir spielen auch mal in der Wohnung mit nem (Soft)ball. Und ja, da fällt mal ein Bild runter oder der Mülleimer um oder ich krieg´ einen auf die Brille - passiert eben. Andererseits dann auch mal zusammen(!) an ner Spielkonsole oder einfach nur auf der Couch gemeinsam liegen und nen Film schauen. Und ich lese auch ab und zu wieder was vor und habe dabei tatsächlich auch Zuhörer...
neuezeit
So ist das Leben
Aktuell gerade dazu passend: „Schluss mit der Watte-Erziehung!“
Zwar erst einmal "nur" in Neuseeland, aber immerhin ein Anfang, Mehr Watte ging ja auch nicht mehr...
When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.
Endlich.
Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.
