Häusliche Gewalt an Männern kommt in der öffentlichen Wahrnehmung so gut wie überhaupt nicht vor. Laut einer aktuellen Studie sind aber ebenso viele Männer Opfer von häuslicher Gewalt wie Frauen. Wegen ihrer Schamgefühle gehen viele nicht an die Öffentlichkeit.
"Lange Zeit dachte Michael Fuhl (Name geändert), er sei schuld, dass seine Frau ihn schlug und trat. Sie warf Sachen nach ihm, ging mit Hammer, Säge und Schere auf ihn los, kippte Flaschen und Aschenbecher über ihn aus. „Anfangs habe ich gefragt, was ich falsch gemacht habe. Dann habe ich alles verdrängt und mich an den schönen Momenten festgehalten“, erzählt der 42-Jährige. Häusliche Gewalt gegen Männer ist immer noch ein Tabuthema. Dabei sind laut der aktuellen Gesundheitsstudie des Robert-Koch-Instituts (RKI) in Berlin fast ebenso viele Männer wie Frauen Opfer körperlicher Gewalt ihres Partners.
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Quelle: Frankfurter Rundschau vom 31.01.2014
Aus der Studie des RKI: Körperliche und psychische Gewalterfahrungen in der deutschen Erwachsenenbevölkerung – Ergebnisse der Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland (DEGS1)
" Hinsichtlich der Häufigkeit von Tätererfahrungen körperlicher Gewalt (insgesamt 3,7%) gab es keine signifikanten Geschlechtsunterschiede. Psychische Gewaltopfererfahrungen berichtete jeder fünfte, Tätererfahrungen psychischer Gewalt
insgesamt jeder zehnte Teilnehmende.Frauen waren tendenziell häufiger Opfer, jedoch waren sie signifikant häufiger Täterinnen von körperlicher und psychischer Gewalt im häuslichen Bereich (Partnerschaft, Familie).
Männer gaben dagegen häufiger an, am Arbeitsplatz sowie im öffentlichen Raum sowohl Täter als auch Opfer gewesen zu sein."
Wenige sind das, was sie vorgeben zu sein.
Und wenn ich es mir recht überlege - niemand.
