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Spiegel: Scheiden tut auch Reichen weh

 
(@brille007)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Hi @ll,

es ändert zwar nix, aber vielleicht tröstet es den einen oder anderen Unterhaltszahler (und vielleicht erklärt es, warum die eine oder andere unserer unterhaltsbegehrenden Exen glauben, mit einem dreistelligen Euro-Betrag pro Monat nicht wirklich das grosse Los gezogen zu haben):

Grüssles
Martin

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Scheiden tut auch Reichen weh

Von Florian Sailer

Es dürfte die teuerste Scheidung sein, die es je in Großbritannien gab. 70 Millionen Euro - einen Großteil seines Vermögens - soll ein britischer Versicherungsmanager seiner Frau zahlen. Im Vergleich zu manch gescheiterter Hollywood-Ehe freilich nimmt sich das bescheiden aus.

Hamburg - 29 Jahre lang war John Charman mit seiner Frau Beverley verheiratet. Bei der Hochzeit lebten beide noch in relativ einfachen Verhältnissen. Doch schon schnell gelang es Charman ein Versicherungsimperium aufzubauen. Anfang 2003 beschloss der heute 53-Jährige, dem Berufsstress in der Londoner City den Rücken zu kehren - und seiner ein Jahr jüngeren Frau ebenso. Er zog auf die Bermudas und trennte sich von Beverley. Die reichte daraufhin die Scheidung ein.

Jetzt wurde Charman von einem Gericht in London dazu verurteilt, seiner Frau einen Großteil des Vermögens zu überlassen. Nach Angaben des Senders BBC ist dies vermutlich die höchste Summe, die in Großbritannien jemals einer Frau nach der Scheidung zugesprochen wurde: 48 Millionen Pfund (rund 70,7 Millionen Euro).

Auch wenn Charman im Berufungsverfahren erneut unterliegt, könnte der britische Rekord schon bald eingestellt werden. Mit großem Interesse wird derzeit das Scheidungsverfahren von Paul McCartney und seiner Frau erwartet. Beobachter erwarten, dass der Ex-Beatle bis zu 300 Millionen Euro an seine Ex-Frau zahlen wird. McCartneys Vermögen wird auf mehr als 1,1 Milliarden Euro geschätzt.

Die teuersten Scheidungen werden jedoch bislang in den USA vollzogen. Der Ort einer Scheidung hat maßgeblichen Einfluss auf die Höhe von Abfindung und Unterhalt. Nicht umsonst sind Barbara Becker und Martina Effenberg in Florida vor den Scheidungsrichter getreten. In den USA holen Anwälte oft astronomische Summen für ihre Mandantinnen heraus, besonders Mütter mit Kindern haben gute Chancen auf großzügige Zwangsüberweisungen vom Ex.

Doch auch innerhalb der USA gibt es Unterschiede. Nach kalifonischem Recht etwa steht der Ehefrau automatisch die Hälfte vom Vermögen ihres Mannes zu. Aus diesem Grund soll etwa der US-Milliardär David Saperstein einen Trick angewandt haben, wie es sich für einen Gentleman nicht gehört: Auf einem Flug vom heimischen Los Angeles, wo das Ehepaar Saperstein ein Versailles-ähnliches Schloss bewohnte, nach Europa ließ Saperstein den Privatjet unter einem Vorwand in Texas zwischenlanden. Hier präsentierte er seiner Frau Suzanne die Scheidungspapiere. Der Grund: Texas gilt als sehr viel Ehemann-freundlicheres Pflaster. Für die Gattin soll dennoch Gerüchten zufolge eine Abfindung von bis zu einer Milliarde US-Dollar herausgesprungen sein. Rekordverdächtig, aber kein Einzelfall. Immer wieder kursieren Berichte über Abfindungssummen zwischen einer und 1,6 Milliarden Euro - so zum Beispiel bei der Scheidung des Sultans von Brunei und seiner damaligen Frau Mariam.

Eheverträge: 4,5 Millionen pro Seitensprung

Im Vergleich dazu sind die angeblichen 100 Millionen Dollar, die Amy Irving bei ihrer Trennung von Steven Spielberg erhalten haben soll, und sogar die 200 Millionen Dollar für Nicole Kidman nach der Trennung von Tom Cruise fast Peanuts. Auch wenn solche Abfindungen in der Regel noch durch monatliche Zuwendungen, Häuser, Autos und Wertgegenstände ergänzt werden.

Zentrale Bedeutung kommt nicht nur in Promi-Ehen einem wasserdichten Ehevertrag zu, auf den Paul McCartney bewusst verzichtet hat. Mit einem solchen sollen sich schon Boris Becker, Donald Trump und andere reich Geschiedene viel Geld gespart haben. Nicht immer aber ist ein Ehekontrakt ein Sparmodell: Michael Douglas soll sich vertraglich verpflichtet haben, seiner Frau Catherine Zeta-Jones für jeden Seitensprung 4,5 Millionen Dollar zu überweisen.

Schon vor dem Ja-Wort ausgesorgt hat Katie Holmes, Verlobte von Tom Cruise und Mutter der gemeinsamen Tochter Suri. Selbst wenn die Hochzeit noch platzen sollte, stünde ihr per Vertrag ein zweistelliger Millionenbetrag zu. Pro Ehejahr sollen sich dann drei Millionen Dollar ansammeln und wenn sie es mindestens elf Jahre mit Tom Cruise aushält, die Hälfte seines Vermögens. Andere Quellen sprechen für den Fall einer Trennung von einer Pauschale zwischen 33 und 40 Millionen Dollar. Was immer am Ende im Ehevertrag steht, es klingt nach einer sorgenfreien Zukunft für Mutter und Kind. Mit oder ohne Mann.

Quelle: http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,424265,00.html


When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.

Zitat
Themenstarter Geschrieben : 04.08.2006 16:24
 Xe
(@_xe_)
Registriert

Moin,

es mag sarkastisch sein - aber deine Signatur passt zum Artikel wie die Faust aufs Auge. 🙂

Gruß, Xe


AntwortZitat
Geschrieben : 04.08.2006 21:46
(@brille007)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Moin Xe,

es mag sarkastisch sein - aber deine Signatur passt zum Artikel wie die Faust aufs Auge. 🙂

Nun ja, ich hatte bis vor etwa einem Jahr eine Ehefrau, die sich in dieser Hinsicht für "erfolgreich" hielt.

Schlussendlich hat sie unsere Ehe dann mit einer einmaligen Unterhaltsabfindung verlassen, die vermutlich kaum ihre (zugegebenermassen immensen) Anwaltskosten deckte und nicht einmal 10 Prozent ihrer anfänglichen Forderungen ausmachte (Hint: Sie wollte nur, was "ihr zusteht").

Aus diesem Grund würde ich mich in Hinblick auf meine Scheidung eher selbst für "erfolgreich" halten: Ich bin die Dame finanziell für den Rest meines Lebens los 😉

Muntere Grüsse aus'm Wilden Süden
Martin


When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.

AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 04.08.2006 21:56
(@Aniram)

Hallo Martin !

Da ich eh schon für manche eine Nestbeschmutzerin bin, erlaube
ich mir, Dir ganz unverschämt (wußte es ja schon) zu gratulieren.

Ich will ja gar nicht sagen, daß in Einzelfällen EU nicht auch ange-
bracht ist. Aber eben in Einzelfällen wie z.B. wirkliche und tatsächliche
Krankheit des Kindes oder meinetwegen auch der Mutter. Und damit
meine ich nicht Schnupfen. Weder da noch dort.

Mit Sicherheit soll EU aber nicht eine Prämie für chronische Faulitis
darstellen.

Ebensolche (munteren) Grüße zurück 😉

Marina


AntwortZitat
Geschrieben : 04.08.2006 23:39
 Xe
(@_xe_)
Registriert

Moin,

sagen wir mal so, Brille - es lief auch ein kleines bißchen anders als meine Ex sich das Ganze vorgestellt hat. Ihre Anwältiin hat ihr nicht nur erzählt, wenn ich ausgezogen wäre, würde eh alles bleiben wie es ist, weil ich das ja zu zahlen hätte - ich sollte das auch noch unterschreiben. Trotz Rechtsunkundigkeit damals habe ich selten so gelacht, als ich das aus dem Briefkasten zog.

Seitdem weiß ich, dass es "die" Realität nicht geben kann - jede(r) hat seine/ihre eigene. Nur sind die nicht immer kompatibel. 🙂

Gruß, Xe


AntwortZitat
Geschrieben : 05.08.2006 18:34
(@brille007)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Moin Xe,

Ihre Anwältiin hat ihr nicht nur erzählt, wenn ich ausgezogen wäre, würde eh alles bleiben wie es ist, weil ich das ja zu zahlen hätte - ich sollte das auch noch unterschreiben.

Ja, so ähnlich war das auch bei mir. Allerdings nicht auf Anwaltsrat (der erste, den sie hatte, war eigentlich recht vernünftig), sondern eher auf Drängen eines Umfeldes frustrierter "Beraterinnen". Meine damalige Gattin wollte aber einen Anwalt, der mich dazu zwingt, die Hütte zu verlassen, einen Verzicht aufs Sorgerecht anzuerkennen und natürlich sämtliche Kosten wie zu Ehezeiten weiterzuzahlen - plus zusätzlich die kleinen Extras wie Friseur, Putzfrau, Urlaub etc. Weil der Anwaltsrat und das Gesabbel der "Freundinnen" sich eklatant unterschieden, wurde der erste Anwalt in die Wüste geschickt und die Bezahlung seiner Rechnung verweigert (er hatte in ihren Augen ja nichts geleistet). Das wurde dann ein eigenes Verfahren...

Anwalt 2, den sie anschliessend beauftragte, ist in der Gegend verschrieen als "Melker gut verdienender Demnächst-Ex-Ehemänner" (an dieser Stelle der Tipp für alle scheidungsgefährdeten Männer: Solche Schwarzkittel, deren Namen die Damen wie einen Geheimtipp weitergeben, gibt es in fast jeder grösseren Stadt. Sucht diesen speziellen Anwalt also frühzeitig wegen irgendeiner belanglosen Erstberatung auf, bezahlt Eure 180 EUR dafür - und freut Euch, dass ihr diesen Schwarzkittel damit für alle Scheidungsaktivitäten Eurer Madames blockiert habt - das wäre dann nämlich Mandantenverrat). Ich kannte diesen Tipp damals noch nicht; deshalb wurde er für meine Exe tätig. Der macht sein Geschäft durchaus subtil: Aussergerichtlich stellt er vollkommen abseitige Forderungen und imponiert den Damen damit natürlich ungemein - das ist die Show, die sie haben wollen (und irgendann auch selbst bezahlen müssen, aber das verdrängen sie wohl in Erwartung fetter Beute.

Ich glaube, es gab nichts, was dieser Knabe im Auftrag meiner Ex nicht versucht hätte, sei es unsere damals gemeinsame Immobilie, die Teilung von Hausrat, der Zugriff auf meinen Nießbrauch am Haus meiner Lebensgefährtin oder der Versuch, mir als 1-Mann-Unternehmer den Besitz einer wahnsinnig wertvollen "Firma" zu unterstellen, von deren Wert "man" natürlich die Hälfte beanspruche. Und obwohl ich mich mit Madame ursprünglich geeinigt hatte, der Einfachheit halber von einem studentischen Anfangsvermögen von "Null" auszugehen, kamen plötzlich Ansinnen wie den Zeitwert meines Autos, das ich 1987 besass und das vermutlich längst verschrottet ist, im Jahr 2002 noch per Gutachten feststellen zu wollen. Zugute muss ihm allerdings halten, das er nur bei Geldfragen eine Wildsau war; bei allen Versuchen, die Kinder zu benutzen, machte er nicht mit. Der von Madame bereits geplante Versuch, einen sexuellen Missbrauch anzudeuten, lief deshalb ins Leere; dafür hätte sie ein weiteres Mal den Anwalt wechseln müssen.

Herausgekommen ist bei all diesem Käse am Ende genau: Nichts. Meine Ex-Gattin, die zu allen Zeiten freiberuflich gearbeitet hatte, wurde vom Leben darüber aufgeklärt, dass sie auf dem Standesamt keinen Lebensstandard, sondern "nur" einen Ehemann auf Zeit bekommen hatte - und dass ihre so genannten "Ansprüche" den Ansprüchen dieses Ehemannes entgegenstanden. Wobei mir natürlich sicher zugute kam, dass sie ihrem Anwalt zur nachträglichen Erschleichung von Trennungsunterhalt einen früheren Trennungszeitpunkt angegeben hatte und dieser diesen Zeitpunkt schriftsätzlich ans Gericht gegeben hatte. Hätte Madame mich also tatsächlich auf TU oder EU verklagt, hätte ich diesen Pfeil aus dem Köcher gezogen - und sie wäre wegen Prozessbetruges drangewesen.

Schlussendlich habe ich Madame bei der alleinigen Übernahme unseres vormalig gemeinsamen Hauses (plus der zugehörigen Schulden) einen Betrag nachgelassen, der weniger war als ein "Jahresunterhalt" ihrer anfänglichen Forderungen. Nicht aus der Einsicht in einen Unterhaltsanspruch ihrerseits, sondern um das Verfahren endlich zu beenden und sie von der Backe zu haben. Irgendwann hat sie sich wohl erinnert, dass mein ursprüngliches Angebot deutlich höher gelegen hatte, aber da war es zu spät...

Fairerweise muss man allerdings auch anfügen, dass man als Selbständiger ein paar Möglichkeiten mehr hat, die Ungerechtigkeiten des deutschen "Familienrechts" zu kompensieren. So transparent wie ein Gehaltsempfänger ist man finanziell einfach nicht.

Soviel jedenfalls zum Thema "Realitäten" - auch hier klafften Wunsch und Wirklichkeit weit auseinander. Ich an Madames Stelle hätte ganz sicher nicht 4 Jahre meines Lebens in so einen Kleckerbetrag und den ganzen Ärger investiert. Aber jeder so, wie er mag.

Muntere Grüsse aus'm Wilden Süden
Martin


When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.

AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 05.08.2006 20:39
 elwu
(@elwu)

Fairerweise muss man allerdings auch anfügen, dass man als Selbständiger ein paar Möglichkeiten mehr hat, die Ungerechtigkeiten des deutschen "Familienrechts" zu kompensieren. So transparent wie ein Gehaltsempfänger ist man finanziell einfach nicht.

Hi,

in der Tat. Nicht nur deshalb war deine Vorgehensweise nur genau für deine Situation passend. Von Haus bis Selbstständigkeit und Background der Ex war halt alles 'passend'. Für jeden anderen Fall ist sie dagegen wenig bis gar nicht hilfreich.

cya,

elwu


AntwortZitat
Geschrieben : 05.08.2006 20:54
(@Aniram)

Hallo Martin !

Ich mußte gerade herzhaft lachen.

Ist zwar nichts Lustiges an dem was Du da geschrieben hast aber ehrlich...

Meine damalige Gattin wollte aber einen Anwalt, der mich dazu zwingt, die Hütte zu verlassen, einen Verzicht aufs Sorgerecht anzuerkennen und natürlich sämtliche Kosten wie zu Ehezeiten weiterzuzahlen - plus zusätzlich die kleinen Extras wie Friseur, Putzfrau, Urlaub etc.

Also wirklich... so spinnen muss man erst einmal um wirklich daran zu glauben,
daß das so durchgeht.

Andererseits... wenn ich so dran denke was Uli's Exfrau so alles will. Und was
sie womöglich und hoffentlich doch nicht kriegen wird.

Ich erzähl immer wieder meiner Mutter von hier und manchmal muß ich mit
Engelszungen auf sie einreden, weil sie immer wieder denkt, das alles ist ein
Fake.

LG Marina


AntwortZitat
Geschrieben : 05.08.2006 20:56
(@brille007)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Liebe Marina,

Also wirklich... so spinnen muss man erst einmal um wirklich daran zu glauben,
daß das so durchgeht.

Das "Problem" ist vermutlich, dass die meisten Betroffenen mit Scheidungen keinerlei Erfahrungen haben. Und dann wird die Realität leicht durch vorgebliche "Erfahrungen" anderer sowie profundes Wunschdenken überlagert. Ohne diese Deppen, der jahrelang im Bett neben einem geschnarcht hat, sieht das Leben doch gleich viel rosiger aus, vor allem, wenn einem die guten Freundinnen schildern, dass sich für eine Frau nichts ändert ausser dass der Schnarcher weg ist. Das würde ich als Frau vielleicht auch lieber glauben als die schnöde mathematische Tatsache, dass alle zurückstecken müssen, wenn man aus einem Haushalt zwei macht.

Die einschlägigen Anwälte stossen natürlich gerne ebenfalls in dieses Horn: So hält man die Damen bei der Stange. Würde man ihnen die wirklichen Tatsachen schildern, kämen sie am Ende auf die Idee, mit Männe aussergerichtliche Regelungen zu treffen - und an denen verdient der Anwalt nix. Also reiht er sich ein in die Reihe derer, die den Damen das Blaue vom Himmel herunterversprechen. Wenn ein Gericht später anders urteilt, kann er ja nichts dafür. Seine Kohle kriegt er trotzdem, weil er ja nicht nach Erfolg, sondern nach Streitwert bezahlt wird (wobei ich mir ersteres nicht wünsche,; dann würde es erst recht fies).

Schlimm ist, dass viele Männer sich nicht genügend wehren, sondern zu viel glauben. Zum Beispiel, dass man mit einer Frau, die sich längst auf dem Kriegspfad befindet und auf Krawall gebürstet ist, noch irgendetwas friedlich regeln könnte. Insofern sind übertriebene Erwartungen der Damen durchaus angebracht - zumindest versuchen kann man's ja mal...

Grüssles aus'm Wilden Süden
Martin


When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.

AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 05.08.2006 21:12
(@Aniram)

Lieber Martin !

Weiss schon, is' ein bissl provokant jetzt das was ich sag, aber wie wär's

(bei den Frauen) mit ein bissl Verstand und ein klitzekleines bißchen Anstand

(bei den Anwälten) mit ein bissl Standesehre oder Ehrenkodex oder weiss der
                              Teufel was

Ich erinnere mich, das Gespräch ist schon einige Monate her, da hat mir, ich
glaub es war Deep, auf meine schon fast verzweifelte Frage nach diesen Dingen
geantwortet: "Es kommt Dir jetzt nur so vor als wären alle Frauen so weil Du hier
nur von denen liest, die, die auch eine Scheidung mit Charakter hinbekommen,
von denen wird hier nicht geredet, warum auch....."

Ich hab ihn damals sehr bewundert dafür und tue das insbesondere wegen seiner
eigenen Probleme immer noch oder vielleicht Monate später, noch mehr.

Das ist nämlich etwas was ich immer wieder einfordere: Die Erkenntnis, daß nicht
alle Frauen Ungeheuer sind.

Der Witz dabei ist nur, immer öfter muss ich mich selbst daran erinnern. Durch
das Forum hier hab ich selbst das Gefühl, es gibt nicht viel mehr als eine Handvoll,
die sich ihrer selbst nicht schämen müssen.

Und ich verüble denen sehr, daß sie so viele mit um ihren guten Ruf bringen.

Naja... das geht schon wieder ins Philosophieren und bringt nix....

LG Marina


AntwortZitat
Geschrieben : 05.08.2006 21:42




 elwu
(@elwu)

aus http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,430325,00.html.

"Der Streit ums große Geld steht aber noch an: Milliardär McCartney und Mills schlossen bei der Hochzeit im Juni 2002 keinen Ehevertrag; Frau Mills kann deshalb mit bis zu 290 Millionen Euro rechnen - knapp ein Drittel von McCartneys Vermögen. Ein Abfindungsangebot über 43 Millionen lehnte sie vor kurzem ab."

Ich hoffe ja, dass die britische Nationalikone McCartney tatsächlich mit 290 Millionen geschröpft wird? Warum? Nicht weil ich es für richtig hielte, ganz sicher nicht! Sondern damit die Öffentlichkeit und vielleicht auch die Damen und Herren Politiker und Richter an diesem krassen Beispiel mal anfangen nachzudenken, wohin sich der Versorgungsschwachsinn eigentlich entwickelt hat. 290 Millionen für wieviel, 4 Ehejahre? Das sind gute 70 Millionen pro Jahr. Und unabhängig von der absoluten Summe: es gibt keine überzeugende Bergründung weshalb diese Frau 1/3 des Vermögens erhalten soll, dass ihr Nochmann in früheren Jahrzehnten erarbeitet hat.

Frau Mills ist eine sehr teure Prostituierte. Wie sehr viele Zugewinn/Unterhaltsabzockerinnen.

cya,

elwu


AntwortZitat
Geschrieben : 06.08.2006 13:28
DeepThought
(@deepthought)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Ein Abfindungsangebot über 43 Millionen lehnte sie vor kurzem ab."

Frau Mills ist eine sehr teure Prostituierte. Wie sehr viele Zugewinn/Unterhaltsabzockerinnen.

Diese beiden Sätze sind im Zusammenhang zu sehen.  😉

Aber die Gute will ja "nur, was ihr zusteht." Ich denke jedoch nicht, elwu, dass sich hierdurch das Denken und Handeln der Politiker ändern wird. Das gemeine Volk wird sagen "Nunja, selbst schuld, was macht er auch keinen Vertrag. Außerdem haben sie ja ein Kind. Und der hat doch so viel Geld, was will er damit?"

Ich fürchte, auch die Politiker werden ein ähnlich hämisches Denken aufweisen.

DeepThought


Der 15. Senat des OLG Celle befindet vatersein.de
in den Verfahren 15 UF 234/06 und 15 UF 235/06
als "professionell anmutend".
Meinen aufrichtigen Dank!

AntwortZitat
Geschrieben : 06.08.2006 13:36
 elwu
(@elwu)

Hi,

wenn ich noch einmal in meinem Leben von einer Frau im Kontext der finanziellen Abwicklung einer gescheiterten Beziehung mit mir und unter Vorbringung absurd hoher Zahlen gesagt bekomme, sie will nur das was ihr zusteht, bin ich drei Sekunden danach ein Totschläger. Es gibt wohl kein 'Argument' das seltener die Realität trift als dieses. In aller Regel steht den Damen nach den Maßstäben von Ratio und Moral allenfalls ein Bruchteil dessen zu, was sie für richtig halten.

Zum Beatle: wie gesagt, durch die irrsinnige Popularität von McCartney hoffe ich, dass das Volk eben nicht so zynisch reagiert wie etwa bei einem Industriekapitän, der sich vor allem einen Namen gemacht hat durch die Entlassung von zigtausenden Menschen, man denke hier z.B. an Herrn Ackermann. Sondern empathischer dabei ist. Wobei ich auch auf die Macht der Medien hoffe. Die meinungsmächtigen Boulevardgazetten wie etwa die 'Sun' werden ja bald Position in diesem Krieg beziehen. Mal sehen, ob sie pro McCartney oder pro Hills einsteigen...

cya,

elwu


AntwortZitat
Geschrieben : 06.08.2006 13:51
(@Aniram)

Aber die Gute will ja "nur, was ihr zusteht."

Ich wüßte nicht woraus das abzuleiten ist. Außer ein Kind
zur Welt gebracht und sich für den Tierschutz eingesetzt
was ich übrigens gut finde, hat sie nichts geleistet.

Paul McCartney wird sein Kind mit Sicherheit nicht ver-
sumpern lassen, also was will sie ?

43 Millionen sind ein unsagbar hoher Betrag. Den nicht
anzunehmen ist schon eine Unverschämtheit sonder-
gleichen. Wobei, für mich steht ihr noch nicht einmal der
zu. Aber wie auch immer, davon könnte sie ziemlich feudal
leben. Unter normalen Umständen kann man so einen
Betrag gar nicht ausgeben.

Nur mit normalen Maßstäben kann man diese Leute nicht
messen wenn ich daran denke, wieviel manche alleine für
eine Immobilie ausgeben. Aber bitte - können und sollen
sie, wenn sie es selbst erwirtschaftet haben.

Und der hat doch so viel Geld, was will er damit?"

Die gleiche Frage könnte man ihr stellen.

Es ehrt Sir Paul ja, daß er auf einen Ehevertrag verzichtet
hat, klug ist es ab einem bestimmten Vermögen aber sicher
nicht.

Und sollte "er" oder "sie" auf so ein Ansinnen mit Gekränkt-
heit oder ähnlichen reagieren, würden bei mir die Alarm-
glocken bimmeln und das ziemlich laut.

Wir leben nunmal leider in einer Gesellschaft, wo Trennungen
und Scheidungen an der Tagesordnung sind.

Hält eine Ehe wird das sowieso nie wieder Thema sein, hält
sie nicht halte ich es im höchsten Maße für unmoralisch, mit
der Hälfte oder meinetwegen auch nur einem Drittel aus dem
Staub machen zu können.

Wobei aber nicht übersehen werden darf, daß auf diesem
Gebiet die Männer den Frauen in Nichts nachstehen.

Auch der was weiss ich wievielte Mann (ein Bauarbeiter) von
Liz Taylor hat Millionen gefordert und der von Liza Minelli
genauso. Genauso der Kurzzeit-Mann von Jennifer Lopez.

Geld verdirbt scheinbar tatsächlich den Charakter bzw.
können einige den Hals nicht voll genug kriegen.

Marina


AntwortZitat
Geschrieben : 06.08.2006 14:46
(@hajoco)
Nicht wegzudenken Registriert

Hi,

manche Leute meinen, das Wichtigste im Leben ist Geld - Die haben Recht (Rene Weller)

LG Jochen


Die Wahrheit kann man 1000mal erzählen, Lügner brauchen soooon Gedächtnis

AntwortZitat
Geschrieben : 06.08.2006 14:58
(@brille007)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Moin Deep,

Diese beiden Sätze sind im Zusammenhang zu sehen.  😉

Aber die Gute will ja "nur, was ihr zusteht." Ich denke jedoch nicht, elwu, dass sich hierdurch das Denken und Handeln der Politiker ändern wird. Das gemeine Volk wird sagen "Nunja, selbst schuld, was macht er auch keinen Vertrag. Außerdem haben sie ja ein Kind. Und der hat doch so viel Geld, was will er damit?"

Ich fürchte, auch die Politiker werden ein ähnlich hämisches Denken aufweisen.

vielleicht solltest Du Sir Paul eine Ehrenmitgliedschaft bei vatersein.de antragen? Ich denke, auch ohne profunde Kenntnis des britischen Familien- und Scheidungsrechts könnten wir ihm den einen oder anderen Tipp geben... 😉

Grüssles aus'm Wilden Süden
Martin


When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.

AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 06.08.2006 15:02
(@Harpyie)

dpa: "Der Bundestag hat neue Gesetze beschlossen.

1. Bei Scheidung gibt es weder EU noch den Versorgungsausgleich.
2. Es gibt auch keinen KU, weil die Eltern verpflichtet sind, sich im Wechselmodell um die Kinder zu
    kümmern.

dpa: "Die Bundesrepublik verzeichnet die geringste Anzahl von Eheschließungen aller Zeiten.
        "Gleichzeitig sank die Geburtenrate noch einmal um 50 %.

Keine Kinder, kein Geld, keine Macht  - kein Interesse !

Deutsche Frauen wandern aus.....

Gruss Harpyie


AntwortZitat
Geschrieben : 08.08.2006 09:45
(@Platt)

Hi,

Deutsche Frauen wandern aus.....

Kommen aber leider gleich wieder. Die Männer in den anderen Ländern wollen die auch nicht wirklich.
:rofl2: :rofl2: :rofl2:

Macho 🙂
Platt


AntwortZitat
Geschrieben : 08.08.2006 17:53