Ein interessanter Beitrag auf spiegel.de:
"Fürsorglichkeit kann auch männlich sein"
Deutschland braucht mehr Krippenplätze, das ist das Anrecht junger Eltern - sagt Hans Bertram, Soziologe und Berater von Familienministerin von der Leyen. Im Interview erklärt er, wieso Kinder davon meistens profitieren und warum sich die Hausfrauen-Ehe bis heute hartnäckig hält.
Link zum Volltext: http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,468867,00.html
When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.
Moin,
die Ansicht der von der Laien und ihrer Lakaien-Laien in allen Ehren; ich meine, man kann auch ideologisch verblendet sein.
Der Trend zur Umerziehung des Mannes und damit auch der Frau, im Volksmund "Emanzipation" genannt führt zu einem Verdrängungswettbewerb im Arbeitsleben und damit zur weiteren Absenkung des Lohnniveaus. Es wird versucht, jahrtausendalte Prägungen in 30 Jahren umzubiegen. Und das kann nur schief gehen.
DeepThought
Der 15. Senat des OLG Celle befindet vatersein.de
in den Verfahren 15 UF 234/06 und 15 UF 235/06
als "professionell anmutend".
Meinen aufrichtigen Dank!
"Emanzipation" (...) führt zu einem Verdrängungswettbewerb im Arbeitsleben und damit zur weiteren Absenkung des Lohnniveaus.
Da solltest du mal präzisieren, wie du dir die Frau im Arbeitsleben vorstellst. Dieser Satz klingt so, als ob du etwas gegen eine höhere Erwerbsquote von Frauen hättest.
Da solltest du mal präzisieren, wie du dir die Frau im Arbeitsleben vorstellst. Dieser Satz klingt so, als ob du etwas gegen eine höhere Erwerbsquote von Frauen hättest.
Ich bin gegen den Zwang, der staatlicherseits auszuüben versucht wird und tlw. ausgeübt wird. Und ich bin gegen die verweiblichung des Mannes und vermännlichung der Frauen. Es sind eine recht fixe Zahl von Arbeitsplätzen vorhanden. Das Überangebot von Arbeitskräften lässt, so funktioniert der Markt, den Arbeitslohn sinken.
DeepThought
Der 15. Senat des OLG Celle befindet vatersein.de
in den Verfahren 15 UF 234/06 und 15 UF 235/06
als "professionell anmutend".
Meinen aufrichtigen Dank!
Es wird versucht, jahrtausendalte Prägungen in 30 Jahren umzubiegen. Und das kann nur schief gehen.
Hast Du die SPIEGEL-Titelgeschichte gelesen?
"Sie [die bürgerliche Familie] ist eine Erfindung des Industriezeitalters, denn erst mit der Industrialisierung trennten sich Arbeitsplatz und Wohnort, trennten sich die Aufgabenbereiche von Männern und Frauen: Die Männer gingen in die Fabrik oder ins Büro, die Frauen blieben zu Hause. Was ökonomisch erwünscht war, wurde mit Ideologie gefestigt: Er sollte sich ganz auf den täglichen Konkurrenzkampf im Kapitalismus konzentrieren. Sie wurde dafür idealisiert – als von Natur aus aufopferungswillige Mutter.
Schon damals allerdings sah die Realität oft anders aus: Arbeiterfamilien konnten es sich meist gar nicht leisten, dass die Frau zu Hause blieb, und viele Bürgerfrauen empfanden ihre Rolle bereits um die Wende zum 20. Jahrhundert als zu eng."
Also 100 Jahre alte Prägung, nicht Jahrtausende, und auch damals hat man's idealisiert, um ökonomisch erwünschtes Verhalten zu fördern. Also alles nichts neues.
die Ansicht der von der Laien und ihrer Lakaien-Laien in allen Ehren; ich meine, man kann auch ideologisch verblendet sein.
verblendet? es ist demagogie!
demagogie nur am beispiel dieses lakaien-zitates:
Das Modell der bürgerlichen Familie ist im 19 Jahrhundert entwickelt worden, damals entdeckte man die Frau als Erzieherin. Vorher waren es in der Regel die Männer, die die Kinder erzogen haben. Man braucht sich nur Texte von Charles Dickens anzugucken, der ja ein sehr guter Journalist war. Erst danach sind die Frauen als Erzieherinnen ins Spiel gekommen.
verglichen mit dem zeitraum, da homo erektierte,
ist die von "fachmann" bertam betrachtete zeitspanne gar lächerlich
"entdeckte" nicht bereits homo hassenichgesehen,
dass der mann besser für die jagd taugte, die frau die kinder und das feuer versorgte?
bis dass der nachwuchs alt genug, um an erwachsenenaufgaben herangeführt zu werden,
versorgte ihn die frau, der mann ging auf die jagd, in den wald, versorgte die famile durch "ausserhöhliges"
es gab nicht den oder die "erzieherIn", beide, mutter wie vater, erzogen: durch ihr vorbild ...
bis in die neuzeit, in kulturen mit hoher kindersterblichkeit und kurzer lebenserwartung noch heute,
funktioniert(e) die familie nach diesem jahrzehntausendealtem prinzip
uns heute den mann als die (schon immer) fürsorgliche, kindererziehende und eierlegende wollmilchsau verkaufen zu wollen, ist nicht mehr als demagogie
... und profane, wirtschaftliche interessen weniger lobbyisten stehen dahinter:
man braucht die frau
nicht als erzieherin, nicht als arbeitskraft, sondern als konsumentin
und 100.000de arbeitsplätze in der textil-, schuh- und kosmetikindustrie wären in gefahr,
würde frau nicht mehr ihr eigenes geld verdienen ... 😉
lg
wolf,
der bestimmt gleich haue kricht ...
wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun,
sondern auch für das, was wir nicht tun
(j.b.molière)
Hi zusammen,
na wenn ich mir so die Thesen durchlese die gegen den Artikel genannt werden, habe ich den Eindruck das Eu ja dann doch seine Berechtigung hat und zwar bis zu dem Tag an dem die Frau keine Kinder mehr versorgt.
Manchmal frage ich mich was überhaupt gewünscht wird? Das Heimchen am Herd ist faul und dumm, die Frau die arbeiten geht ne Emanze und ne Ex die ihren Lebensstandard aufgrund ihres Mannes weiterhin leben möchte auch nicht beliebt :puzz: :puzz:
Und nun? Wie hätten wir es denn nun gerne? :knockout:
Gruss Kruemel1
Und nun? Wie hätten wir es denn nun gerne? :knockout:
die pantoffeln an die tür und
das essen, fertig auf den tisch
und wenn´s das heimchen zu sehr zwickt,
ein paar tropfen "frauenglück" :rofl2:
anm.: "frauenglück" wurde in den 50iger-jahren des letzten jahrhunderts angepriesen:
frau, die zickte, sollte ein paar tropfen nehmen,
um dem mann abends die last des tages wieder abnehmen zu können
alice lag noch in den windeln ... 😉
wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun,
sondern auch für das, was wir nicht tun
(j.b.molière)
Moin,
die Frau keine Kinder mehr versorgt
könnte man unterschreiben, aber der "überobligatorische" Einkommensanteil wird als solcher nicht gesehen, sondern voll angerechnet.
Das wäre doch schon mal ein Schritt in Richtung Chancengleichheit .... wird den meisten Frauen aber zu anstrengend sein.
Machen wir uns nichts vor, alles basiert auf Freiwilligkeit und solange diese Wahlmöglichkeit gegeben wird, wird so manche Madam (und auch Mann) mit seinem Hintern zu Hause bleiben, da 1100 Euro fürs nichtstun halt besser sind wie 1300 Euro für 8 Stunden täglich.
Gruß
Kasper
Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge zu ertragen, die ich nicht Ändern kann, den Mut, Dinge zu Ändern, die ich Ändern kann und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
Moinsen,
ich denke, Diskussion darüber, ob Frauen nun bis vor 100 oder vielleicht doch 10.000 Jahre lang das Feuer gehütet und die Kinder grossgezogen haben, während ihre Männer Mammuts erlegten, bringen in dieser Frage nicht weiter: Wir tragen keine Lendenschürze mehr, bespringen nicht jedes weibliche Wesen und leben nicht mehr in Höhlen. Und die Emanzipation der Frauen hatte ja durchaus ihren Sinn - nicht nur den, dass man abends jemand zum reden hat...
Die Crux ist auch nicht die Emanzipation oder eine "Vermännlichung" der Frauen, sondern schlicht, dass selbst unsere Familienpolitiker (und ihnen nachgeordnet die Judikative) noch nicht in der Realität angekommen sind. Was bedeutet: Aufgabenteilung und Emanzipation sind ok, solange eine Ehe funktioniert - aber nach deren Ende gehen wir automatisch davon aus, dass Kinder nur von ihren Müttern adäquat betreut und erzogen werden können, während wir Männe wieder zu dem machen, was er vielleicht schon zu Höhlenzeiten war: Ein Spasspapa für die Freizeit, der seine Kinder sehen darf, wenn er genügend Nahrung erbeutet hat. Wer wollte es "den Frauen" verübeln, dass sie sich in dieser Rolle bequem einrichten (oder bei Bedarf gerne in diese Rolle zurückfallen), wenn Politik und Gesetzgebung ihnen dieses Privileg schon einräumen?
Die Realität, in der Väter (wir haben in Deutschland die kürzesten Arbeitszeiten der Welt und den meisten Urlaub!) während einer Ehe so aktiv wie nie zuvor an der Erziehung ihrer Kinder beteiligt sind, endet nach diesem "Konsens" genau in dem Moment, in dem die Ehe endet - ab da herrscht wieder Steinzeit statt Zivilisation. Dabei wären die möglichen Lösungen, die speziell junge Männer wieder vom Vater-Werden überzeugen könnten, viel simpler: Der Gesetzgeber müsste lediglich anerkennen und festschreiben, dass Väter und Mütter auch nach dem Ende einer Beziehung oder Ehe gleichbedeutend und gleich wichtig für das Wohl ihrer Kinder sind und deshalb auch danach die Verantwortung und Betreuung gemeinsam wahrnehmen. Einwände wie "dann kann die Mutter ja nicht nach Belieben umziehen" gelten nicht - wer Kinder zu betreuen hat, kann auch vieles andere zumindest vorübergehend nicht, ohne dass die Welt deswegen untergeht. Familiengerichte müssten - wenn überhaupt Gerichte die geeigneten Institutionen zur Regelung familiärer Angelegenheiten sind - Eltern zur verantwortungs- und respektvollen Fortsetzung ihrer Elternrolle verurteilen. Denn eine Gesellschaft, die einem wesentlichen Teil - ich schätze mal 20-30 Prozent - ihrer schutzbedürftigsten Mitglieder die Väter nimmt, hat keine Zukunft.
Just my 2 cents
Martin
When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.
Die Crux ist auch nicht die Emanzipation oder eine "Vermännlichung" der Frauen, sondern schlicht, dass selbst unsere Familienpolitiker (und ihnen nachgeordnet die Judikative) noch nicht in der Realität angekommen sind. Was bedeutet: Aufgabenteilung und Emanzipation sind ok, solange eine Ehe funktioniert - aber nach deren Ende gehen wir automatisch davon aus, dass Kinder nur von ihren Müttern adäquat betreut und erzogen werden können, während wir Männe wieder zu dem machen, was er vielleicht schon zu Höhlenzeiten war: ...
veto, brille,
es sind nicht die familienpolitiker, das familienrecht, wir/die gesellschaft oder sonst ein dritter
zu allererst ist es der mann, der einzelne mann,
der sich durch sein verhalten das zepter aus der hand nehmen läßt
erst sein weicheieriges (verweiblichtes) verhalten gibt den raum
für all das von dir zitierte unbill
gibst du nicht selbst jedem zweiten, männlichen neuling hier tipps
in richtung: "jetzt zeig, dass du eier in der hose hast"
mann hat sie nicht mehr !
gerade vor diesem hintergrund halte ich deine these
Und die Emanzipation der Frauen hatte ja durchaus ihren Sinn - nicht nur den, dass man abends jemand zum reden hat...
für höchst hinterfragenswert ...
heute morgen - er wurde leider erst in die quarantäne verschoben und dann gelöscht -
war hier noch ein beitrag - otto schrieb ihn - der endete (sinngemäß) mit der selbstgestellten frage:
warum habe ich nicht mal mit der faust auf den tisch geschlagen?
ich bin der festen überzeugung, dieses forum existierte gar nicht
- familienrecht hin oder her -
schlüge mann noch mit der faust auf den tisch ...
frau - sei es die mutter, die kindergärtnerin oder die emanzipierte ehefrau - hat es ihm abgewöhnt
oder - bezogen auf die ehefrau - besser aktiv: mann hat es sich abgewöhnen lassen
lg
wolf
p.s.:
"sie haben ihrer frau zu viele freiheiten eingeräumt"
ihr glaubt nicht, wer mir dieses sagte ...
nachdem ich ihr meine/unsere geschichte erzählte: meine SB vom JA !
wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun,
sondern auch für das, was wir nicht tun
(j.b.molière)
"Fürsorglichkeit kann auch männlich sein"
klasse, bei mir ist sie es. - ae-vater
also bei einigen von euch würde ich zumindest die erziehungsfähigkeit von töchtern in frage stellen 😉
meine kleine (5) soll ein selbstwewußtes mädchen werden, sowohl blöde sprüche wie auch die mit daher einhergehenden haltungen kontern und ihr leben eigenständig meistern können.
was unsere (geldgierieigen, umgangsverweigernden, etc.) exen angeht, ja da könnten wir auf einen nenner kommen :rofl2:auf tisch hauen, von SB des JA angeraten. :knockout: und dann muffe wegen konkurrenz aufm arbeitsmarkt wegen frauen?
= alles argumente gegen väter, denkt doch mal nach.
wiki:
"Emanzipation (lat. emancipare, einen „Sklaven oder erwachsenen Sohn“ aus dem mancipium, „feierliche Eigentumserwerbung durch Handauflegen“, in die Eigenständigkeit entlassen)."
da haben einige emanzen wohl net aufgepasst 😉
nun denn, wir sind auch das produkt unserer erziehung (meist ja wohl bei uns "alten" durch die mutter), aber das erklärt vieles, entschuldigt längst nicht alles
lg
rick
Die Ehe ist der Hauptgrund für Scheidung
Hallo Deep,
Du hast geschrieben:
Es sind eine recht fixe Zahl von Arbeitsplätzen vorhanden. Das Überangebot von Arbeitskräften lässt, so funktioniert der Markt, den Arbeitslohn sinken.
Erleben wir aber nicht gerade anderes? Wo kommen die Arbeitsplätze denn her?
Und was war mit dem Maggi-Thatcher-Effekt in England? Wie konnten die Arbeitsplätze durch Arbeit schaffen? Ist es vielleicht doch der einzige Weg?
Ich sag es mal ganz konkret. Mein Chef sucht Leute wie verrückt. Fachkräfte, wohlgemerkt. Die findet er aber nicht. Würden ihm die zur Verfügung stehen, würden sie und er mehr verdienen können, als es jedes Sozialsystem zu leisten mag. Dann können alle wieder konsumieren und dadurch Arbeit schaffen. Keynes pur.
Kannst Du dir nicht vorstellen, dass das Argument der Gewerkschaften für die 35Stunden-Woche, nämlich eine fixe Menge Arbeit, vielleicht doch falsch ist?
Warum geht es denn den Ländern besser, in denen auch die Frau arbeitet?
Ich wünsche mit ein Gummigeschoss für alle, die Frauen lieber am Herd als auf der Arbeit sehen. Weil es die hochnotwendige Emanzipation aufhält und eine echte Reform des Familienrechts - nämlich ein Recht auf gleicher Augenhöhe - unmöglich macht.
Gruß,
Michael
P.S.: ich habe gerade eine Online-Version seines Buches gefunden.
hallo,
interessant ,was ihr so über "emanzen", "frauen" , "arbeitnehmerinnen", "konsumentinnen", " unterhaltsabhängigenninnen" und "müttern" zu diesem thema denkt.
in einen topf zu werfen ist das nicht, wenn es um krippenplatze geht, die eine "von der politikerin" anstrebt.
für mich hat das alles nichts mit emanzipation zu tun. mögen das einige damen für sich in anspruch nehmen, aber das ist doch nicht die realität. ja, heute haben die frauen mehr chancen, aber doch nur, wenn sie die auch nutzen. klar ist eine gute ausbildung von vorteil, aber der wille und gerade jetzt, ist der kampfgeist entscheidend. dann machen krippenplätze auch sinn. der tat sächliche zustand unserer gesellschaft ist das problem. werteverfall in verbindung mit faulheit und oder werteverfall in verbindung mit karriere. beides vereint eins, die geldbeschaffung, oft um jeden preis. es muss ein blick durch die gesellschaftsschichten sein. mit all ihrer unterschiedlichkeit.
für mich es es eine frage des karakters. will ich geld verdienen und kinder haben, dann muss ich auch gas geben und wenn ich idealer weise auch noch einen guten mann und vater habe (und ich stelle mir kein weichei vor) ist das leben doch perfekt. das schaffen durchaus männer und frauen gleichermaßen. in meinem fall auch alleine.
die fehlgriffe und fehler, die man macht, muss man richtig angehen, wenns auch manchmal dauert. leider sind auch da männer wie frauen nicht immer zu in der lage und eine schlechte mischung kann einem das leben verderben. emanzen eingeschlossen 8)
das dind meine abendlichen gedanken dazu
mit freundlichen grüssen
gaya
also bei einigen von euch würde ich zumindest die erziehungsfähigkeit von töchtern in frage stellen 😉
deswegen hab ich ja meine ex an die luft gesetzt :rofl2:
... und die jungs "genießen" meine männliche fürsorglichkeit
grad heut´noch, als mal wieder der wunsch nach eíner spülmaschine laut wurde:
ich: "gibt´s nicht! wenn ihr regelmäßig spülen würdet, ist´s doch gar nicht viel. außerdem, mama hat doch auch keine spülmaschine und wenn ihr bei ihr seid, dann müßt ihr doch sicher auch spülen?"
antwort: "nee, müssen wir nicht, mama spült immer für uns."
was bin ich doch für ein rabenvater ... :rofl2:
und weisnich,
spar dir deine gummigeschosse, die verfechter der "zurück-an-den-herd-theorie"
sterben von ganz allein aus ...
nur ob das dazu führt, dass die (nach wiki) "in die eigenständigkeit entlassenen" tatsächlich eigenständig werden wollen?
solange wie da noch immer jemand ist, dem man die schuld an allem und die verantwortung für alles zuschustern kann, hab ich da so meine zweifel ...
lg
wolf
wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun,
sondern auch für das, was wir nicht tun
(j.b.molière)
Zunächst einmal ist das Steinzeit-Bild, der Mann geht mit der Keule etc, nur bedingt richtig. "Mann" kann da nicht mit "Erwachsenem" oder "Ehegatten" oder "Vater" gleichgesetzt werden. Zumindest die Jungs (bei kürzeren Ausflügen) oder die ganze Sippe kamen nämlich mit. Und daß die Frauen und Mädchen sich in dieser Zeit dem Müßiggang in ihrer Höhle hingaben und den E(lefanten-), B(üffel-) und K(anickel-)Unterhalt verschlemmten, ist ja auch Quatsch.
Bis ins 19. Jhd hinein war es vielmehr so, daß sich Arbeit, Unterkunft und Familie gar nicht wirklich trennen ließen. Die Kinder arbeiteten mit, wobei die Mädchen eher von der Mutter und die Jungs eher vom Vater lernten. Die Entkopplung von Arbeitsleben und Haushalt sowie die Entkopplung der kindlichen und jugendlichen Bildung von der Arbeits- und Haushaltswelt der Eltern ist noch gar nicht so lange her, und Antworten auf die daraus resultierenden heutigen Probleme findet man bestimmt nicht in der Steinzeit und auch nicht in den letzten beiden Jahrhunderten, wo Ehen quasi unscheidbar und der Arbeitsweg des Mannes genauso wie der häusliche Weg der Frau aus den gesellschaftlichen Zwängen des Frühkapitalismus heraus von den Betreffenden gar nicht zur Disposition gestellt werden konnte.
Daraus sollte man aber nicht ableiten, daß alle "weiblichen" bzw "männlichen" Fähigkeiten und Verhaltensweisen auf bloßem Antrainieren beruhen. Mit Sicherheit gibt es hier neben erlernten auch angelegte Komponenten, und wie diese ins Verhältnis zu setzen sind, sollte mE eine (möglichst nicht von US-Psychofreaks dominierte) wissenschaftliche Aufgabe und keine politische Diskussion sein. Die "klassischen" Männer- und Frauenberufe gehen ja ohnehin anteilsmäßig stark zurück. Viele Berufe sind von Männern und Frauen gleichermaßen zu schaffen, und deren unterschiedliche Akzente im gleichen Berufsfeld sollten mE eher beleben als bremsen.
Ich sehe u.a. daher in arbeitenden Frauen eine notwendige Ergänzung und weniger eine Konkurrenz für arbeitende Männer, obwohl es natürlich Fälle direkter Konkurrenz gibt. Ich denke auch nicht, daß Deutschland eine feste Anzahl Stellen zu besetzen hat, wobei mehr arbeitende Frauen Männer verdrängen. Wer arbeitet, fragt zusätzliche Dienstleistungen und Sachwerte nach, die wiederum andere in Arbeit bringen bzw halten. Daß die Arbeitsplätze insgesamt nicht reichen und die Löhne sinken, liegt nicht an den Frauen, sondern an:
(in unvollständiger Kurzfassung:) hausgemachten wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Fehlentscheidungen und an der Summe kleinkarierter nationaler Politik, die eine internationale Lenkung der Wirtschaft blockiert, so daß Frühkapitalisten die Rahmenbedingungen schaffen, und keine politische Instanz einen Konsens mit dem Rest der Gesellschaft(en) herstellt. Die VN sind zu einer bettelnden Wohlfahrtsorganisation, die EU zu einem intriganten Bürokratenstadl, der Bund zu einem PR-Theater verkommen. Mal platt gesagt.
Ich finde es daher legitim, bei Männern und Frauen evtl zwischen einigen Arbeitsbereichen, aber nicht zwischen genereller Arbeitsaufnahmefähigkeit zu differenzieren. Bis auf eine Ausnahme: Die frühkindliche Erziehung. Dabei liegt aber die Betonung auf früh, also Geburt inkl Vor- und Nachsorge, Stillzeit, und ein kindesabhängiger variabler Bereich danach. Das fällt v.a. in die Zuständigkeit der Frau, der Mann unterstützt, aber kann biologisch nicht gleichwertig sein. Ich denke auch, daß die Frau in bzw für diese Phase(n), in denen sie nunmal nicht selbständig für sich sorgen könnte, selbst wenn sie wollte, auch einen Ausgleich verdient. Die Beschaffenheit dieses Ausgleiches in der momentanen Form gefällt mir allerdings nicht.
Hallo Skorpion,
wenn ich mir deinen Text so durchlese, frage ich mich eigentlich: Was hat Skorpion davor eingenommen? Pilze? Koks?
Schreib doch mal weniger semidialektisch. Dann verstehen wir dich auch wieder.
Gruß,
Michael
Moin moin,
Der Trend zur Umerziehung des Mannes und damit auch der Frau, im Volksmund "Emanzipation" genannt führt zu einem Verdrängungswettbewerb im Arbeitsleben und damit zur weiteren Absenkung des Lohnniveaus. Es wird versucht, jahrtausendalte Prägungen in 30 Jahren umzubiegen. Und das kann nur schief gehen.
also jetzt muß ich auch mal meinen Senf dazugeben. Die Absenkung des Lohnniveaus geschieht imho im -auch- Zuge der Globalisierung.
Die Politiker haben es nur noch nicht gerafft.
Einen sog. Global-Player, kannst du (als Staat) doch gar nicht mehr beeinflussen. Die machen ihr eigenes Ding.
Und ich bin sehr wohl für eine "gesunde" Emanzipation. Ich bin auch dafür, daß die Hausfrauenehe generell abgeschafft wird, natürlich sofern genügend
Krippenplätze etc. vorhanden sind.
In unserem Staat wird es imho in Zukunft so aussehen, daß wir EUROPA als Staat ansehen müssen. So nach dem Motto findet man/frau keine Arbeit,
dann muß die Familie nach Schweden, England oder sonst wohin. Ist ja eigentlich auch schon heute so und das wird noch "besser".
Weiter können wir als Deutsche nur überleben, wenn wir unser Know-How(bspw. erneuerbare Energien), fördern und damit neue Arbeitsplätze schaffen.
Das heißt, "Hilfsarbeiterjobs" wirds ins Zukunft wenig geben, und in Deutschland werden vorwiegend Ingenieure beschäftigt.
Zusätzlich wird/ist ein großes Potential, für Arbeitsplätze, in allen möglichen Dienstleistungen gegeben.
Kurz gesagt; es wird eine vollkommene Umstrukturierung geben, und "wir" müssen so schnell wie möglich ein Staat Europa geben.
Sprich das europäische Parlament muß mehr Macht bekommen. Dann können sich die Amis warm anziehen 😉
Nur so sehe ich eine wirtschaftlichen "richtigen" Aufschwung, und dann können die Familien/Kinder auch mehr unterstützt werden.
Noch ein Zusatz: Aus Erfahrung in Projektteams, ist es immer besser, wenn es gemischte Verhältnisse gibt, dann
sind die Ellenbogen fast gänzlich verschwunden 😉
Gruß
babbedeckel
Ein Ruin kann drei Ursachen haben: Frauen, Wetten oder die Befragung von Fachleuten (Georges Pompidou)
Hallo Skorpion,
wenn ich mir deinen Text so durchlese, frage ich mich eigentlich: Was hat Skorpion davor eingenommen? Pilze? Koks?
Weder noch. Ich wollte, eingehend auf die vorherigen posts, darauf hinaus, daß
- Erziehung von Kindern allenfalls im Industriezeitalter eine reine Mütterdomäne war
[*]weibliche Arbeitskraft (außerhalb des Haushaltes) ohne Argwohn betrachtet und als natürlich vorausgesetzt werden sollte;
... und der letzte Beitrag sollte kurz mal umreißen, warum ich so denke.
Bleibt der , seit der industriellen Revolution bestehende, problematische Umstand der Trennung von Haushalt/Familie und Arbeitsplatz. Sollte der 8-Stunden-Tag weiter aussterben, wird sich trotz "Ganztags-"betreuung notgedrungen ein ET den Kindern widmen müssen und aus organisatorischen Zwängen heraus wenig oder gar nicht arbeiten können. Da Schwangerschaft und Stillzeit nun mal der Mutter vorbehalten sind, und sich diese Phasen idealerweise mehrmals hintereinander einstellen, wird den nichtarbeitenden Part in den überwiegenden Fällen auch die Mutter abgeben.
Das, gepaart mit sinkenden Löhnen, Inflation und sinkenden staatlichen Subventionierungen, zwingt die arbeitenden Väter dann zu noch mehr Arbeit, und wir sind wieder bei einer Rollenverteilung ähnlich der des letzten Jahrhunderts, in der allein schon aus wirtschaftsgeschuldeten organisatorischen Zwängen heraus der Vater seiner erzieherischen Kompetenz und die Kinder der väterlichen Aspekte einer vernünftigen Erziehung beraubt werden. Es gibt ja Möglichkeiten, dem zu begegnen, aber das würde hier wohl den Rahmen sprengen.
Fürsorglichkeit kann auch männlich sein, war das Thema, der Konjunktiv im Titel regt(e) mich einfach auf - Fürsorglichkeit IST eine männliche Eigenschaft, nicht nur manchmal oder vielleicht oder gerade in Mode gekommen sondern seit Anbeginn. Was nicht heißt, es gäbe keine weibliche Fürsorglichkeit.
Hallo Babbedeckel
das
Die Politiker haben es nur noch nicht gerafft.
sehe ich anders. Ich konnte mich letztens in einem Restaurant sogar von dem Gegenteil überzeugen. Am nebentisch saßen Peer S. und Angela M. und ich konnte einem Gespräch lauschen:
Angela: Das haben wir doch toll hingekriegt. Jeden Monat weniger Arbeitslose
Peer: Meinst du wirklich, dass es etwas mit uns zu tun hat?
Angela: Nee, aber das müssen wir doch niemanden sagen!
Peer: Angie, jetzt mal Spass beiseite. Der Einfluß der Wirtschaftspolitik sinkt ständig.
Angela: Ja.
Peer: Wenn wir ehrlich sind können wir auch den Arbeitsmarkt nicht mehr ankurbeln.
Angela: Jaja.
Peer: In den dringendsten Feldern unseres Tuns sind wir also machtlos.
Angela: Peer, jetzt ist aber mal gut. Schlecht geschlafen heute? Wir können nicht viel machen, aber wir verdienen gut dabei.
Peer: Und im Land hält man uns für wichtig!
Angela: Geeenau! Und daher machen wir genau das, was wir am besten können: Nix.
Peer: ...und dabei Lächeln und manchmal Winken. Stur Lächeln und Winken.
Angela: Und da gibt es z.B. die Gesundheitsreform. Da können wir was machen.
Peer: Aber das Dingen bricht in ein paar Jahren eh zusammen und es kommt ein steuerfinanziertes Modell.
Angela: Richtig, Peer! In ein paar Jahren. Nicht jetzt. Also tun wir doch einfach so, als würden wir das Gesundheitssystem reformieren wollen. Die bitteren Pillen kommen dann in der nächsten oder übernächsten Legislaturperiode. Sprich: Nach uns.
Peer: Und so lange bleiben wir reich und wichtig!
Angela: Wie ist übrigens dein Tarte de pomme?
Gruß,
Michael
