Irgendwelche bekommen irgendwie das diffuse Gefühl, in unserer Zivilgesellschaft gibt es einen Mangel. Das Nachdenken darüber durchdringt noch nicht das ganze Problemfeld, aaaaaber ... kann ja noch werden. Zumindest scheinen dumpfe Zweifel aufzukommen, dass es nicht zwingend die Väter allein sein müssen, die das alles so wollen und verursachen. Obwohl es vordergründig ja den Anschein hat. Was faselt der bronze da? Lest selbst:
http://www.spiegel.de/schulspiegel/leben/0,1518,658999,00.html
und kommentiert fleißig
Kriegt nichts! Hat nur seine verfluchte Schuldigkeit getan!
(Friedrich der Große 1712 - 1786)
Moin,
sehr interessanter Artikel. Als Vater von 4 Söhnen, von denen die 3 Großen bei ihrer Mutter und deren LG-in aufwachsen, merke ich immer öfter, wie sehr ich ihnen als männlicher Bezug fehle. Durch stetige Verschlechterung der Rahmenbedingungen durch die KM haben sie mittlerweile alle drei das Fußballspielen im Verein (in dem ich Nachwuchstrainer bin) aufgegeben. Jetzt verbringe ich fast mehr Zeit mit anderen Jungs als mit meinen eigenen. Schön, wenn die Wirkung auf diese dann so ist, wie in dem Artikel beschrieben.
Leider hat die Emanzipation der Frau nicht dazu geführt, dass Väter mehr Zeit mit ihren Söhnen (und natürlich auch Töchtern!) verbringen. Viel eher scheint mir der Trent der Damenwelt dahin zu gehen, dass sie der Meinung sind, Männer nur noch als Zeuger zu benötigen. Bleibt zu hoffen, dass die beschriebene tolle Idee nicht von Väterentsorgerinnen misbraucht wird. 😉
Gruß Holger
Hi,
sehr interessant. Der Vater hat ja auch eine spezielle Funktion für die spätere Männlichkeitsfindung der Jungs.
Also gemeint ist, dass der Vater eine Führungsrolle und Vorbildfunktion erfüllt. Die Funktion des Vaters kann
( und darf ) nicht ( vollkommen ) von der Mutter übernommen werden. Auch gibt es meines Erachtens keinen
Ersatz dafür.
Klar, wenn ein Kind den Vater nie kennengelernt hat, kennt es nichts anderes. Aber soweit sollte (bzw. darf)
es nicht kommen.
Ich persönlich finde die Idee gut und endlich mal ein Schritt, neue Wege zu gehen.
Gruss
Agent
Mantra:
NEIN, NICHT nächste Woche. Heute noch oder morgen. Und schreib jetzt nix vom Anwalt (...), sondern heb Deinen Hintern samt Eiern hoch und werde aktiv.
Zitat Brille007, 22. August 2008, 22:44:25
Hallo,
dieses Thema ist ja nicht ganz neu und in der heutigen Zeit durch viele Trennung wird es immer mehr zum Problem.
Jungen brauchen Väter davon bin ich überzeugt ich sehe das selber an mir und meinen Jungs.Leider ist ihr Vater auch ohne Vater aufgewachsen und konnte nie so richtig etwas mit ihnen anfangen. Seit der Trennung ist das natürlich noch weniger geworden. Meistens gibt es dort nur Playstation und co. und das ist das Problem nicht nur bei Trennungsjungen. Wie im Beitrag erwähnt haben manche Väter nach der Arbeit nicht mehr die Energie für ihre Kinder andere wiederum hängen leider selbst vor PC und Videokonsole.
Ich habe mir nach der Trennung als Alleinerziehende ein Buch gekauft"Jungen! Wie sie glücklich heranwachsen" denn für und Frauen ist das nicht so einfach weil einfach die weibliche Seite dominiert. Das sieht man immer wieder jetzt nachdem ich wieder einen LG habe , ich bremse die Jungs er feuert sie an. 🙂 Ich denke das man sich als Eltern einfach ergänzen sollte, leider sehen das manche Mütter nicht und entsorgen den Vater.
LG
Andrea
Moin,
das Ganze erinnert mich an einen Zoobesuch mit meinen Kindern vor Jahren, in dessen Verlauf ich ein Gespräch einer Dame mit einem Zoo-Angestellten belauschte. Inhalt: "Es muss doch möglich sein, diese Tiger und Löwen auf pflanzliche Kost umzustellen!"
Nachdem eine (angebliche) grosse deutsche Volkspartei sich erst kürzlich wieder dafür vereinnahmen liess, den Satz "Wer die menschliche Gesellschaft will, muss die männliche überwinden" in ihr Wahl- und >>>Parteiprogramm<<< aufzunehmen, darf man sich über eine Entwicklung nicht wirklich wundern, an deren Ende vor lauter Gleichmacherei keine bessere, sondern nur eine verweichlichte Gesellschaft steht, in der naturgegebene Geschlechtsunterschiede per ordre de Mufti nicht mehr stattzufinden haben.
Erst wurde jahrzehntelang nach dem "neuen Mann" geschrieen, der sich nicht bedienen lassen und kein Pascha sein soll, sondern sich aktiv an Kindererziehung und Hausarbeit beteiligen soll. Heute, wo viele Männer dieses Verhalten verinnerlicht haben, gibt es die Gegenbewegung, nach der Frauen Kinder nach Trennungen als alleinigen Besitz beanspruchen und die Väter in die Rolle des gelegentlichen Besuchs- und Zahldeppen gedrängt sehen wollen - und sich selbst ausserstande, für den eigenen Lebensunterhalt zu sorgen. Ist es ein Wunder, dass Kindern aus solchen Konstellationen echte (männliche) Vorbilder fehlen?
Grüssles
Martin
When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.
Hallo;
kleiner Einschub: ich habe am Montag einem Vortrag von Herrn Prof. Dr. Christian Pfeiffer (umstrittener Justizminister a.D.)gelauscht über seine neuesten Forschungsergebnisse auf dem Gebiet von rechtsaffinen Jugendlichen. Die Studie wurde durch den Bund beauftragt.
Interessant: er sprach bei den Jungen immer von den Benachteiligten
lg Luca
Mein Reden!
Übrigens: nicht nur Jungs brauchen Männer, auch die Mädchen!
Beide können in ihrer individuell verschiedenen Art durch die Männer (und die Frauen) unterstützt werden. Anerkennung vom "Vater" ist nun mal anders (nicht besser oder schlechter) als die der "Mutter"! (ich hab das deshalb in Anführungsstrichle, weil es nicht zwingend die leiblichen Eltern als geschlechtsspezifische Orientierungspunkte sein müssen - bei meiner Tochter sind das die Opas. Das ist aber kein gleichwertiger Ersatz!!)
Ich finde die Idee klasse!!!
Bleibt zu hoffen, dass die beschriebene tolle Idee nicht von Väterentsorgerinnen misbraucht wird.
Wahr gesprochen!!!! Da kommen diese ....... auf die Idee, dass der Vater eben beliebig ersetzt werden kann! Und das stimmt so absolut nicht!
Übrigens: nicht nur Jungs brauchen Männer, auch die Mädchen!
Das stimmt! Immer wird in den Artikeln nur von Jungs geredet, denen Männer fehlen würden. Weil ihre Probleme nicht mehr zu übersehen sind. Aber auch Mädchen profitieren davon, wenn Männer mit-erziehen.
Hallo Erzieherin,
Immer wird in den Artikeln nur von Jungs geredet, denen Männer fehlen würden.
Das ist ausgleichende Ungerechtigkeit, denn bei fast allen geschlechtsspezifischen Förderprogrammen geht es ja sonst immer nur darum, die Nachteile von Mädchen auszugleichen - und zwar vollkommen unabhängig davon, ob es diese Nachteile überhaupt gibt. Da kann man es meiner Meinung nach durchaus verschmerzen, wenn ausnahmsweise mal auf die Probleme von Jungs hingewiesen wird - und zwar unabhängig davon, ob für Mädchen nicht genau das gleiche Problem besteht 😉
Inhaltlich allerdings auch von mir 100% Zustimmung zu diesem hier:
Aber auch Mädchen profitieren davon, wenn Männer mit-erziehen.
Die Frage ist nur: In deinem beruflichen Umfeld, was machen wir jetzt mit dieser Erkenntnis? Müssen wir für das Personal in Kinderkrippen, Kindergärten und Grundschulen eine 50%-Quote für Männer fordern? Brauchen wir gar einen Männerbeauftragten an diesen Einrichtungen? Fragen über Fragen ...
Nix für ungut,
Malachit.
Wenn ein Staat die Leistungsgerechtigkeit zugunsten der Verteilungsgerechtigkeit aufgibt, dann kommt man bald an den Punkt, wo es mangels Leistung nichts mehr zu verteilen gibt.
Müssen wir für das Personal in Kinderkrippen, Kindergärten und Grundschulen eine 50%-Quote für Männer fordern?
Dafür! Unser Kindergärtner (der einzige im Haus) und unser Grundschullehrer (auch der einzige in Haus) sind echt der Hit und mischen diese Hühnerställe 😉 im positiven Sinne auf! Die Damen sind mittlerweile auch begeistert!
Liebe Grüße
Frieda
Glaub nicht alles was Du denkst.
Moin,
bei uns an der Schule / im Hort sind da positive Tendenzen zu erkennen. Im Hort sind Männer und Frauen ca. gleich viel vorhanden. Ich kenne jedenfalls schon mehr Erzieher als "Innen".
Für meinen quasi vaterlosen Sohn ist das toll und der genießt "die Jungs" auch sehr.
LG LBM
"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
Quoten sind doch nichts. Aber vielleicht mal die Formulierung, daß bei gleicher Qualifikation bevorzugt Männer eingestellt werden, weil der Männeranteil erhöht wird? Steht ja auch in vielen Stellenanzeigen mit bevorzugt Frauen.
Mein 1. Mann war auch Erzieher (bzw. gehe ich davon aus, dass er es noch immer ist), und konnte bestätigen, dass vor allem die Kinder, die bei alleinerziehenden Müttern leben, sich sehr stark an ihm orientierten bzw. sehr an ihm "hingen". In dieser Einrichtung gab es damals tatsächlich sogar 2 Männer. Leider ist das trotzdem noch immer die große Ausnahme.
nach fast fünf Jahrzehnten unter feministischer Interessenindoktrination und kenne daher die erfolgreichen Mittel. Also fordere ich eine Quotenregelung für Erziehungs- und Lehrerjobs. Bei gleicher und auch bei schlechterer Eignung sind dafür also ab sofort solange bevorzugt Männer einzustellen, bis das Personal gleichverteilt aus Männlein und Weiblein besteht.
/elwu
Bei gleicher und auch bei schlechterer Eignung sind dafür also ab sofort solange bevorzugt Männer einzustellen, bis das Personal gleichverteilt aus Männlein und Weiblein besteht.
Und wenn wir schon dabei sind: Bitte 50% Frauenanteil bei Müllabfuhr und Kanalreinigung!
Malachit,
*duckundweg*
Wenn ein Staat die Leistungsgerechtigkeit zugunsten der Verteilungsgerechtigkeit aufgibt, dann kommt man bald an den Punkt, wo es mangels Leistung nichts mehr zu verteilen gibt.
Bitte 50% Frauenanteil bei Müllabfuhr und Kanalreinigung!
Haben wir schon. Oder wer, meint Ihr, macht bei diesen Firmen den (die) Schreibtischtäter(in) und würde viel lieber mal mit rausfahren? 😉
Hasch mich, ich bin die Klofrau 😉
Liebe Grüße
Frieda
Glaub nicht alles was Du denkst.
Moin!
Also wenn schon alle nach Gleichberechtigung schreien, dann muss sie überall gelten. Wenn die Hälfte aller Erzieher/innen und Lehrer/innen Männer wären, dann täte das unseren Jungs genauso gut wie den Mädels. Ich frag mich nur, ob wir überhaupt so viele Männer fänden ...
Greetz,
Milan
Ich frag mich nur, ob wir überhaupt so viele Männer fänden ...
Damals, vor 100 Jahren im Studium..... war für meine männlichen Kommilitonen der Lehrerberuf nur ab Zielrichtung "Studienrat" überhaupt interessant. Wird wohl mit daran liegen, dass Prestige und Verdienst einfach mal größer sind. als in der Primarstufe.
LG LBM
"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
