"Kinderfeindlich und ideologisch verblendet": Ungewöhnlich scharf hat Bischof Mixa Familienministerin von der Leyen angegriffen. Ihre Pläne zum Ausbau der Kinderbetreuung seien schädlich, die Frau werde zur Gebärmaschine degradiert. ...
hab ich heute im Radio gehört. Wobei mir Bischof Mixa auf Grund seiner kompletten Ablehnung eines ökumenischen Konzeptes, verbunden mit der Verherrlichung und Allgemeingültigkeit des katholischen Glaubens eher in schlechter Erinnerung ist. Daher bin ich mir nicht so ganz im klaren, was ich von seiner Stellungnahme halten soll.
Gruß AJA
bei solchen aussagen
Von der Leyen hatte kürzlich in einem Interview gesagt,
die Zeiten der Männer als "Alphatierchen" seien vorbei.
überleg ich doch glatt zu konvertieren :rofl2:
wobei *kratzamhinterkopf*,
vielleicht meint sie ja auch, dass es an der zeit ist,
dass die männer die rolle des alphatieres endlich wieder zurückerobern 😉
wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun,
sondern auch für das, was wir nicht tun
(j.b.molière)
Moin,
dies ist ein sehr kontroverses Thema.
Die ersten drei Jahre im Leben eines Kindes sind entscheidend, sagt die Psychologie. Wer setzt mit diesem Wissen dann Kinder bewußt und gewollt in die Welt, um sie dann in Vollzeit fremdbetreuen zu lassen?
Ich denke, dass Kinderbetreuung einen höheren Stellenwert bekommen sollte. Und zwar so hoch, dass nicht nur geschiedene Frauen aufgrund von Kinderbetreuung EU beziehen können, sondern so hoch, dass auch für betreuende Väter Elternzeit als "normal" angesehen werden muss.
Zwölf Monate Elternzeit für die Mutter, die anderen zwei Monate gibt es nur, wenn der Vater sie nimmt? Dann hätte man konsequenterweise halbe-halbe machen müssen. Aber nein, man kann ja auch das Kind gleich in Fremdbetreuung geben.
Die Rechnung für diese Politik wird kommen. Heute schieben wir unsere Kinder in die Vollzeitbetreuung ab und morgen oder übermorgen, wenn wir Alten uns nicht mehr selbst versorgen können, schieben unsere Kinder uns in die Vollzeitbetreuung ab, weil wir alle keine Beziehung zueinander aufgebaut haben. Und falls unsere Kinder uns hin und wieder im Altersheim besuchen kommen, können wir uns glücklich schätzen.
Ob sich irgendein (nichtehelicher) Vater ohne gesetzliches Sorgerecht als Alphatier fühlt? Er ist doch auf die Gnade der KM angewiesen.
Gruß
eskima
Ob sich irgendein (nichtehelicher) Vater ohne gesetzliches Sorgerecht als Alphatier fühlt? Er ist doch auf die Gnade der KM angewiesen.
:rofl2: :rofl2: :rofl2:
Grüße,
Milan ... der eheliche Vater, der sich trotz gesetzlichem Sorgerecht einfach nicht als Alphatier fühlt und permanent auf Gnade hofft ....
Hallo Forum,
so einen Schmarrn habe ich schon lange nicht mehr gelesen.
Jetzt mal die Fakten raus:
Klar erwiesen ist, dass berufstätige Eltern sich mehr Zeit nehmen mit den Kindern. Könnt ihr euch nicht mehr an die Untersuchung des BMallesaußerVäter erinnen? Eine klare Ohrfeige an die heimbleibenden Mütter und das aus dieser Ecke. Also Eskima, die Psychologienummer zieht nicht!
Ich weiß mein Kind lieber unter Kindern und Spezialisten sozialisiert, statt bei Mami vor der Flimmerkiste hockend (leider zeigte der Bericht nicht auf, was Kinder machen, wenn sie bei der Mutter sind und nicht von ihr betreut werden). Die arbeitsfreie Zeit kann es sich mit Mami und Papi beschäftigen, die sich dann aber auch wirklich Zeit für den Nachwuschs nehmen. Denn sie haben gute Gründe, Nachwuchs zu haben.
Dann zum Volkswirtschaftlichen. Was bitte ist daran schlimm zu arbeiten, auch wenn man Kinder hat? Warum macht ein Staat Mütter zu Akademikerinnen, um sie dann zu unwirtschaftlichen Erzieherinnen zu machen? Rein wirtschaftlich müsste das heißen: OK, ein Mädchen. Du wirst Mutter. Was brauchst Du Schule... Kinder kriegen und konsumieren wird dir da eh nicht beigebracht. Bleib mal schön zu Hause.
Das ist natürlich völliger Quatsch. Dann sollen die Mütter nach ihrer Ausbildung, die Kosten im 6-stelligen Bereich erzeugte, dann auch der Gesellschaft mehr zurückgeben. Und was daran unmoralisch ist, möchte mir jemand erklären!
Es ist doch überall das Selbe. Ein Glas wird nicht dadurch voller, das man davon trinkt. Hierzulande wird durch Subvention Kinderreichtum in Schichten aufgebaut, die auch in der nächsten Generation von Sozialtransfers abhängen werden. Welche Vorbilder haben Kinder, die Mami beim leistungsminimierten Konsum zusehen können? Die von Anfang an verstehen lernen, dass es einfach ist, durch kleine Betrügereien noch mehr Mittel von Dritten zu bekommen? Meine Eltern haben mir Gott-Sei-Dank gezeigt, dass Arbeit nicht schändet, aber schindet.
Angesichts solchen Argumentationen frage ich mich auch immer, ob die Argumentierenden nie in Frankreich waren. Da laufen keine geistesarmen Menschen durch die Gegend, die nach ihrer Mama rufen. Familie hat dort eine grundlegende Wichtigkeit, die ich in Deutschland manchmal vermisse. Und die Sozialisation schein mir eher ausgeprägter, vielleicht gerade wegen des Aufwachsens unter Kindern statt einer überwiegenden Einzelbetreuung bei Mama.
Warum setzen sich also die paar Jahre Wirtschaftswunder, in denen Mama zu Hause bleiben können, so in unserem Kopf fest? Selbst hier im Forum! Warum wird es nicht als normal angesehen, dass auch Mütter sonst immer ihren Volkswirtschaftlich produktiven Anteil bringen mussten?
Weil der Mensch faul ist und sich halt manchmal auch nicht rationell bewegen lässt?
Erklärt es mir!
Gruß,
Michael
hi @all,
mal ganz ironisch,... woher sollen....
die Frau werde zur Gebärmaschine degradiert. ...
die kinder auch kommen?????
angeblich wollen viele junge männer keine kinder da sie angst vor der verantwortung haben, keiner spricht öffentlich von der gesetzlichen macht die sie nach einer trennung zu spüren bekommen,
unterhalt, lange klageverfahren, umgang, und sonstige kosten die den männern das leben schwer machen.
wieso klappt es in einem bundesland viel besser seit dem ein mann für den bereich famile und jugend zuständig ist? :exclam:
liegt es doch an der sogenannten verweiblichung der männer durch die gesetze von frau der" leyer" 😉
carsten
Hallo Weisnich,
Ich weiß mein Kind lieber unter Kindern und Spezialisten sozialisiert, statt bei Mami vor der Flimmerkiste hockend
meine Denkansätze gehen dahin, dass Kinderbetreuung ernst genommen wird und die Kinder nicht "verwahrt" werden, egal wo und von wem.
Früher blieb die KM in der Regel bei den Kindern und der Mann verdiente das Geld. Heute will und muss Frau auch Geld verdienen (oder Karriere machen, ganz nach Gusto) und es ist niemand mehr da, der sich um die Kinder kümmern will, deshalb werden schon für die Kleinsten mehr Kitas gebraucht. Mich erinnert das irgendwie an die: Ich-will-alles-Mentalität. Es wird von Frauen schlichtweg verlangt, dass sie Kinder und Beruf unter einen Hut bekommt und sie bekommt die Verantwortung dafür, dass die Kinder auch wohlerzogen und und "gelungen" sind. Ich möchte mehr Verantwortung für Väter und zwar von Anfang an.
Mein Ansatz wäre der, dass Väter sich mehr in die frühkindliche Erziehung eingeben, nicht die "Abschiebung" sehenden Auges von Säuglingen und Kleinstkindern in die Vollzeitbetreuung. Es darf nicht die Überlegung sein, ob Frau nach der Entbindung gleich wieder weiterarbeitet (und das Kind in Fremdbetreuung gibt), sondern es sollte genauso die Frage im Raum stehen, ob Vater gleich nach der Entbindung weiterarbeitet und sich nicht aus einem Arbeiten der Mutter automatisch ergeben, dass das Kind fremdbetreut wird.
Irgendwie werden immer nur die Alternativen zuhause und/oder Karriere für Frauen diskutiert, aber niemals für Männer.
Gruß
eskima
Hallo,
das ist eine wirklich endlose Diskussion, die stets emotional und ideologisch geführt werden wird.
Warum nur stellt man es den Eltern nicht frei, sich für die eine oder andere Art der Kinderbetreuung zu entscheiden. Warum werden aus eigentlich normalen Müttern innerhalb solcher Diskussionen entweder Übermütter/Glucken oder aber Rabenmütter?
Und ja, es ist eine Überzeugung, sein Kind früh in die "Fremdbetreuung" zu geben. Diese gewährleistet neben einem zeitigen Erlernen wichtiger sozialer Fähigkeiten unter Kindern auch eine gute Förderung durch ausgebildete Fachkräfte.
Und ja, es ist darüber hinaus auch eine und durchaus nicht unerhebliche schlichtweg finanzielle Notwendigkeit, als Frau und Mutter wieder für das Familieneinkommen arbeiten zu gehen.
Zitat aus der Kritik des Bischofs: "Die Doppelverdiener-Ehe werde geradezu zu einem "ideologischen Fetisch" erhoben."
Da bleibt so mancher Frau das Lachen im Halse stecken! Die Doppelverdiener-Ehe ist in vielen Fälle kein ideologischer Fetisch, sondern die einzige Möglichkeit, ohne staatliche Transferleistungen das Familienleben zu sichern. Und das betrifft keineswegs nur Familien mit einem für seine Erstfamilie unterhaltspflichtigen Zweitmann; sondern durchaus ganz normale, intakte Erstfamilien. Die Einkommensverhältnisse sind nun eben einmal so!
Aber mittlerweile hat frau sich ja schon daran gewöhnt, aufgrund ihrer "übersteigerten Erwerbsneigung" angegiftet zu werden. Bezeichnenderweise aber immer nur von solchen Männern und Frauen, die durch ihre glücklichen finanziellen Lebensumstände überheblich darauf verweisen, die Frau solle sich um die Kinder kümmern. Damit wird vorausgesetzt, daß der Mann alleine das Familieneinkommen sichern kann. Kann er aber oftmals nicht. Und eben schon mal gar nicht, wenn ihm aufgrund seiner Verpflichtungen der Erstfamilie gegenüber nur noch der Selbstbehalt bleibt.
Ich kann mich deshalb weisnich nur anschließen! :thumbup:
Und nun tu ich wieder was für mein Geld: arbeiten! 😉 Das brauch ich dann nämlich irgendwann mal für eine Familie mit Selbstbehalt-Zweitmann! 🙂
LG Püppi
Wo kämen wir hin, wenn alle sagten, wo kämen wir hin, und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen ? Kurt Marti
Irgendwie werden immer nur die Alternativen zuhause und/oder Karriere für Frauen diskutiert, aber niemals für Männer.
Irgendwann ist aber auch mal das Ideologische ausgeschöpft und man sollte sich der Realität widmen. Die Frau gebiert und stillt, es wäre also im ersten halben Jahr (mindestens) absurd, wenn der Mann zuhause bliebe. Danach gibt es natürlich keinen biologischen Zwang mehr, da ist dann die Frage, was man sich vorstellt und wie man das hinbekommt.
Tatsächlich kann es ja so sein, daß die Frau wieder arbeiten muß, weil ein Gehalt nicht reicht. Dann braucht man einen Krippenplatz. Eskimas Polemik über die Vollzeitabschiebung relativiert sich auch schnell, wenn die von längst nicht allen ausgeschöpfte Vollzeitbetreuung ja noch 2/3 des Tages übrig läßt, und UvdL zudem die Zahl von 35% als Ziel vorgab, dh die anderen 65% sind sowieso gar nicht da, und von den 35% auch nicht alle den ganzen Tag.
Es kann auch sein, daß ein Gehalt reicht. Dann muß man sehen, wessen, und je nachdem könnte der andere zuhause bleiben, wenn er das will. Also macht auch nur in einer solchen Konstellation das Zuhausebleiben des Vaters überhaupt einen Sinn, dies generell zu fordern ist Blödsinn. Gegen dieses Modell (einer bleibt zuhause) spricht zB die aktuelle Gehaltsentwicklung, aber selbst nach UvdLs "revolutionären" Vorschlag müssten sich 65% noch dafür entscheiden, weil es für sie nach wie vor keine Krippenplätze gäbe.
Moin,
Warum setzen sich also die paar Jahre Wirtschaftswunder, in denen Mama zu Hause bleiben können, so in unserem Kopf fest? Selbst hier im Forum! Warum wird es nicht als normal angesehen, dass auch Mütter sonst immer ihren Volkswirtschaftlich produktiven Anteil bringen mussten?
Weil der Mensch faul ist und sich halt manchmal auch nicht rationell bewegen lässt?
Das hängt leider auch mit den realistischen Voraussetzungen zusammen. Was nützt es, wenn Mama arbeiten geht, aber diese Betreuung gleich mehrere hundert Euros kostet. Nicht jede Mama ist Akademikerin und erziehlt nur ein gemäßigeres Einkommen ... gepaart mit der Steuerklasse kann das schnell ein Zusatzgeschäft werden.
Ich vermute, dass Problem ist gewollt, damit die verantwortlichen was zum mäckeln haben.
Gruß
Kasper
Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge zu ertragen, die ich nicht Ändern kann, den Mut, Dinge zu Ändern, die ich Ändern kann und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
Moin,
in Frankreich ist die Kinderbetreuung auch so teuer, dass sie fast das zweite Gehalt auffrisst. Aber trotzdem gehen dort mehr Mütter arbeiten. In Deutschland überlegt man häufig, ob sich die Berufstätigkeit der Mutter "lohnt", diese Frage stellen sich die Franzosen anscheinend gar nicht.
Ich hatte vor kurzem einen Artikel dazu hier reingestellt:
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,414259,00.html
Gruß
eskima
Hallo nochmal,
ob sich die Berufstätigkeit der jungen Mutter im Vergleich zu den (dadurch bedingten!) Kinderbetreuungskosten "lohnt", ist offenbar nicht nur nach finanziellen Aspekten zu beurteilen.
Gruß Püppi
Wo kämen wir hin, wenn alle sagten, wo kämen wir hin, und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen ? Kurt Marti
Kirchenkollegen kritisieren Bischof Mixa scharf
Die Äußerungen des Augsburger Bischofs Mixa zur Politik von Familienministerin von der Leyen stoßen innerhalb der katholischen und evangelischen Kirche auf Kritik. Kollegen Mixas fordern mehr Krippenplätze und mehr Respekt für die Entscheidung der Eltern. ...
Hallo Eskima,
ich habe vielleicht den Vorteil, dass ich dort gelebt habe, aber
in Frankreich ist die Kinderbetreuung auch so teuer, dass sie fast das zweite Gehalt auffrisst. Aber trotzdem gehen dort mehr Mütter arbeiten.
stimmt einfach nicht. Es gibt dort in den Firmen ein Comité d' Enterprise, an das man ca. 3% seines Lohns abgeben musste, egal in welcher Situation.
Und die zahlen die Kinderbetreuung. Auch ein Modell für Deutschland, denke ich. Auch tragen die zum Urlaub oder zu Freizeitveranstaltungen bei.
Ich fand die Lösung nicht schlecht. Denn nur Leute, die Leistung bringen, haben auch einen Lohn bekommen, nicht einfach nur wegen einer Staatsangehörigkeit. Im Endeffekt machte diese Eigenschaft das System auch effizient und bezahlbar.
Es ist also keine Frage des Weges, sondern eine Frage des Wollens.
Auch ist die Realität der Betreuung eine andere, als Du sie siehst. Kinder werden halt nun einmal mehr von ihren Eltern betreut, wenn diese arbeiten. Ist nicht von vornherein logisch aber real.
Gruß,
Michael
Hallo Zusammen,
auch ich habe den Bericht des Bischhofs gelesen und kann darüber nur den Kopf schütteln, aber das ist die Standardthese der katholischen Kirche und somit für mich nicht maßgeblich.
@Eskima, auch den von dir eingestellten Artikel habe ich gelesen, wenn man sich den sehr gründlich durchliest kann man auch erkennen das staatliche Kindergartenplätze kostenlos sind (das dort interviewte Paar möchte einen katholischen Privatkiga!) die Kinderkrippe für das zweite Kind wird das Paar 50 Euro kosten da sie ja ab dem zweiten Kind das Erziehungsgeld bis zum dritten Lebensjahr erhalten.
Die Kinderfrau die sich die Beiden zusätzlich nehmen werden können sie zu 50% von der Steuer absetzen, was in Deutschland immer noch nicht möglich ist.
Ich bin arbeiten gegangen als der Zwerg 8 Monate alt war, natürlich war ich bei vielen die böse Rabenmutter und manche sagten auch wozu hat sie dann überhaupt ein Kind bekommen.
Der Kleine ging täglich 8 Stunden in den Kiga, Trennungsschmerz, heulendes klammerndes Kind habe ich bei meinem nie erlebt, im Gegensatz zu manch 3 Jährigen.
Seine Entwicklung erlebe ich als ausgesprochen Positiv und ich denke einen sehr grossen Anteil hierbei hat die qualifizierte Betreuung und Förderung, mittlerweile ist er 3 Jahre alt.
Der Anteil der Krippenkinder ist mitlerweile in diesem Kiga sehr hoch was einfach zeigt das der Bedarf vorhanden ist und es sind sowohl die Kleinsten von Chefärzten bishin zu den Kleinsten der Putzfrauen.
Ärgerlich finde ich die Kosten für diese Betreuung, anfangs wurde der Beitrag am Gehalt ermittelt, da war ich schon mit 300 Euro dabei.
Später wurde der Kiga wieder rein städtisch und es wurde eine pauschale von 381 Euro erhoben.
Zeitgleich konnte ich die Betreuungskosten erst ab einem Betrag über 1600 Euro absetzen, diese Summe ist nämlich einer Alleinerziehenden zu zumuten, jo Humor ist wenn man trotzdem lacht in diesem Staat.
Grundsätzlich bin ich dafür daß das Betreuungsangebot erweitert wird, allerdings müssen hierbei noch weitere Schritte bedacht werden, die ich auch erst am realen Alltag zu spüren bekam.
Da ich vorher 3 Schichten gearbeitet habe, hatte ich einen grossen Kampf mit meinem Arbeitgeber zu kämpfen der auch heute immernoch Intervallmässig auftaucht, damit ich nur noch eine Schicht arbeite.
Letztendlich muss Deutschland einfach familienfreundlicher werden und das Kind und seine Bedürfnisse mehr in den Vordergrund stellen.
@ Weisnich ich bin heute einfach mal ganz deiner Meinung :thumbup: :thumbup: :thumbup:
Lieben Gruss
Kruemel1
hallo,
als ein mann, welcher aufgrund der vollzeit-berufstätigkeit beider eltern,
bereits als kleinkind "fremdbetreut" wurde,
dem die defizite dieser "betreuung" und deren folgen für seine weitere persönliche entwicklung
erst heute nach und nach bewußt geworden sind, muss ich mich jetzt doch mal einklinken
betreuung ...
was versteht man/ihr unter betreuung?
dass das kind satt ist, in sauberen / trockenen klamotten rumläuft und ausreichend schläft?
dass es lernt, wie man `ne schleife macht, sich die nase putzt und eine uhr liest?
und wenn es bei der morgendlichen übergabe nicht weint, dann ist es eine gute betreuung?
gestern, wie - aufgrund der finanziellen und personellen schwierigkeiten - erst recht heute
haben die betreuerinnen (betreuer sind ja leider noch immer die seltenheit) die aufgabe,
neben o.g. "grundversorgung und -ausbildung" eine vielköpfige, aber eben auch vielgestaltige
kinderschar im zaum zu halten
ein intensives eingehen auf die höchst individuellen bedürfnisse des einzelnen ist gar nicht möglich,
"quertreiber" stören den ablauf, werden in uniforme schranken verwiesen,
im schlimmsten fall wird ADS diagostiziert und psychopharmaka verabreicht ...
das sich gerade erst entwickelnde individuum bleibt auf der strecke,
muss sich (unnatürliche) überlebensstrategien aneignen,
die ihm später - weil zur angewohnheit geworden - auf die füße fallen
(wir haben mal an anderer stelle über die verweichlichung des mannes diskutiert ...)
keine frage, nicht jede betreuung durch ausgebildete fachkräfte ist defizitär,
so wie nicht jede betreuung durch die mutter / den vater / die eltern vollkommen ist
nur, betreuung ist eben nicht alles.
zur gesunden entwicklung eines jeden menschen
(und nicht nur dem, ich entsinne mich da an einen versuch mit 2 schimpansenbabys,
das eine nuckelte an mamas brust, das andere an einer mit fell überzogenen drahtpuppe ...)
gehört eben auch aufmerksamkeit, zuneigung, wärme und geborgenheit,
sowie, als vorbild, ein adäquates weibliches und männliches verhalten
... und in welchem umfang dieses völlig überforderte (und nebenbei unterbezahlte) kindermädchen und/oder kindergärtnerinnen heute wie gestern leisten können/konnten, wage ich zu bezweifeln ...
mit 5 jahren schickten mich meine eltern für 6 (!) wochen in eine ferienfreizeit auf spikerooge:
ca. 25 kids, 3 "tanten" ...
jede nacht, im schlafsaal, ich hab geheult, heimweh, wollte zu mama,
"tante erika" kam und ermahnte mich zur ruhe, die anderen können nicht schlafen ...
irgendwann hab ich nicht mehr geheult, habe gelernt, mein gefühl des heimwehs zu unterdrücken ...
auf die weiteren folgen des aneignens solcher überlebensstrategien will ich hier nicht eingehen,
es sprengt den rahmen, nur soweit:
meine mutter, heute darauf angesprochen:
"wieso? war das denn wirklich so schlimm?
außerdem, du hast uns doch gar nichts davon erzählt, als wir dich abgeholt haben!"
lg
wolf,
the lonesome
wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun,
sondern auch für das, was wir nicht tun
(j.b.molière)
Hey wolf,
ohne dir jetzt zu nahe treten zu wollen. Das, was du erlebt hast, war sicher schrecklich, aber ich gehe mal davon aus, dass sich "die Zeiten" geändert haben. Ich habe jetzt nicht nach deinem Jahrgang geforscht.
Ich habe selbst Praktikum in einer Kinderkrippe gemacht, 1979. Es war der pure Horror. Die Kinder wurden morgens abgegeben, oftmals ungewaschen und von der Nacht her noch nicht gewickelt. Die Krippe war mit Akkordarbeit vergleichbar. Kinder kommen, werden gewickelt, gewaschen, abgefüttert. Diejenigen, die schon sauber waren, wurden in die Spielecke verfrachtet.
Am Vormittag war ein wenig Unterhaltungsprogramm, dann Mittagessen. Sie mussten essen, was auf den Tisch kam und das war zum k.... einfallslos. Wollte ein Kind nicht essen (habe ich selbst erlebt), wurde es auf der Toilette eingesperrt, mit der Maßgabe, erst raus zu kommen, wenn es aufgegessen hat. In dem Fall bin ich (unberechtigt, was zur Folge hatte, dass mein Praktikum nicht anerkannt werden sollte, da ich nicht über genügend Reife zur Kindererziehung verfüge) zu dem Kind, und habe gemeinsam das wirklich widerliche Essen im Clo runtergespült.
Nach dem Essen gab es das gemeinsame Töpfchensitzen. Nach Stoppuhr, genau 15 Minuten, und wehe es war nichts drin. Danach war Mittagsschlaf angesagt, der Nachmittag verlief ähnlich lieblos wie der Vormittag.
Ich glaube, hoffe, bitte, dass es solche Zustände heute nicht mehr gibt. Ich bin der Meinung, auch wenn ich nur Kindergartenerfahrungen bei meinen eigenen Kindern habe, dass Betreuungen heute anders ablaufen. Und grundsätzlich kann ich nichts schlimm daran finden, wenn Kinder tagsüber gut betreut sind und abends zufriedene Eltern vorfinden, die keine finanziellen Sorgen haben und ihre Freizeit komplett den Kindern widmen können.
Lieber eine zufriedene berufstätige Mutter (Vater), die qualitative Zeit mit ihren Kindern verbringt, als eine unzufriedene, der 24 Stunden am Tag die Decke auf den Kopf fällt und nur genervt auf ihre Kinder reagiert.
Gruß AJA
HAllo Aja,
das kann man grundaätzlich so sehen, daß zufriedene, finanziell sorgenfreie Eltern erheblich zu einem harmonischen Familienleben für die Kinder beitragen.
Eine Frage beschäftigt mich allerdings schon lange Zeit, gerade auch aktuell weil ich es wieder einmal erlebe.
Ich verstehe den Beweggrund nicht so ganz, Kinderwünsche zu erfüllen, wenn ich weiss, ich gehe schnellstmöglich wieder arbeiten.
Es kann doch nicht Sinn einer Familie sein, Fremdbetreuung von vornherein schon fast als selbstverständlich anzusehen und ich mein Elternsein auf die 1 -2 Abendstunden verlege.
Oft haben wir hier von Müttern Beschwerden über die sogenannten "Spaßpapis" gelesen. Ich sehe hier nur eine Verlegung zu " Spaßeltern". Ich wunder mich nur warum das dann ok sein soll.
Ich musste jetzt einfach mal meinen grundsätzlichen Senf dazu abgeben, auch wenn ich mich nun oute den Bericht nicht gelesen zu haben. Ich hab so meine Schwierigkeiten mit kirchlichem Geschreibsel, besonders wenn es um Familienplanung, Familien und Kinder geht.
LG
Tina
Und aus dem Chaos sprach eine Stimme zu mir:"Lächle und sei froh, es könnte schlimmer kommen." Und ich lächelte und war froh und es kam schlimmer.
Hi,
@Tina es geht doch nicht darum, daß Mütter/Väter zu Spaß-,Raben- oder sonstwas - Eltern werden, sondern
das man es als Gesellschaft packt, alles unter einen Hut zu bekommen.
Lies mal vom weisnich das Statement durch, das ich auch voll unterschreibe :thumbup:
Zu meiner Zivi-zeit war ich in einem Ganztages- Gemischt- Kindergarten. Also behinderte und "normale" Kinder.
Zeiten waren von 7:00 Uhr bis nachmittags 17:00 Uhr. OPTIMAL für AE-Mütter und die wenigen -Väter 😉
Betreuung war optimal, da die Gruppen relativ klein waren.
Ich wette ein fürsorgliche Mami könnte es nicht besser machen. Die Mamas und Papas, die ich da kennengelernt hatte, haben das so richtig genossen, bzw. konnten ihren Einkauf noch kurz erledigen und dann erst ihr Kind abholen. Nämlcih nach 17:00 Uhr war noch eine Pufferzeit da.
Danach haben sie sich garantiert die letzten 3 Stunden intensivst um ihr Kind gekümmert. Das ganze ist ca. 23 Jahre her, und war ein "Spezialmodell" da ging es um Ganztagesbetreuung mit Integration von Behinderten.
Und weißt du weshalb Frankreich die besseren Geburtenraten etc haben ? ...bestimmt nicht weil die Grippen- KG- Plätze alle so schlecht sind.
Gruß
babbedeckel, der in den Fam.-Gesetzen ein Frankreichfan ist ...natürlich auch beim Essen 😉
Ein Ruin kann drei Ursachen haben: Frauen, Wetten oder die Befragung von Fachleuten (Georges Pompidou)

