Frauenförderung ist wichtig an der Humboldt Universität - zum Leidwesen von Matthias Aschenbrenner: Der Topmathematiker hatte eine Professur so gut wie sicher, doch ein Mann war nicht gewünscht. Die Uni brach die Berufung lieber ab.
Tja, irgendwann werden die gegensätzlichen Vorgaben für Quotenfrauen und gegen das Diskriminierungsverbot sich gegenseitig auslöschen: Auf der einen Seite MUSS man Frauen bevorzugen; auf der anderen DARF man's nicht.
Vielleicht hätte man dem Mann zu einer geschlechtsumwandelnden OP raten sollen. Obwohl: So schwierig kann das angesichts mancher sprachlicher Gleichberechtigungs-Perversionen doch gar nicht sein...
When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.
Vielleicht hätte man dem Mann zu einer geschlechtsumwandelnden OP raten sollen.
Es hätte vermutl. gereicht, wenn er angegeben hätte, dass er sich als Transgender fühlt. Transgender sind im harten Wissenschaftsbetrieb noch seltener zu finden, als Frauen. Dann hätte man ihm auch noch ne separate Toilette spendiert! :phantom:
Es hätte vermutl. gereicht, wenn er angegeben hätte, dass er sich als Transgender fühlt. Transgender sind im harten Wissenschaftsbetrieb noch seltener zu finden, als Frauen. Dann hätte man ihm auch noch ne separate Toilette spendiert! :phantom:
Uli, Du hast recht. Äussere Merkmale zählen heute ja gar nicht mehr; es ist entscheidend, wie man sich fühlt, wofür man sich hält und wer einen deswegen diskriminiert. 😉
When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.
Hallo zusammen,
ich bin ja nun selber Mathematiker - und ich hätte es nie im Leben für möglich gehalten, dass die Befähigung zur Mathematik in erster Linie daran festzumachen ist, welches Toilettenhäuschen der Bewerber aufsucht. Aber diese Intelligenzbestien von der Humboldt-Universität, die werden es wohl besser wissen als ich.
Und überhaupt, was heißt hier denn Humboldt-Universität? Inzwischen kann sich dieser Laden bitteschön mal umbenennen, und zwar schlage ich als neuen Namen "Pippi-Langstrumpf-Akademie" vor ...
Nix für ungut,
Malachit.
Wenn ein Staat die Leistungsgerechtigkeit zugunsten der Verteilungsgerechtigkeit aufgibt, dann kommt man bald an den Punkt, wo es mangels Leistung nichts mehr zu verteilen gibt.
Es hätte vermutl. gereicht, wenn er angegeben hätte, dass er sich als Transgender fühlt. Transgender sind im harten Wissenschaftsbetrieb noch seltener zu finden, als Frauen. Dann hätte man ihm auch noch ne separate Toilette spendiert! :phantom:
Geniale Idee!
Man muss sich nur sein eigenes Geschlecht ausdenken und dann enorm benachteiligt fühlen, weil die gewünschte Position noch nie mit jemand meines Geschlechts besetzt wurde. :thumbup:
Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.
Das Problem ist, dass das Professorinnen-Programm der Hochschule Gelder zusagt, wenn eine Professur mit einer Frau besetzt wird. Das Geld bekommt die Hochschule, nicht die Professur.
In Zeiten knapper Kassen kommt dann eben die Hochschulen und insbesondere Fachbereiche, die nicht soviele Drittmittel bekommen auf solche Ideen zurück, dass die Professur mit einer Frau besetzt werden MUSS, damit die Hochschule das GELD bekommt. Weil ansonsten die Professur nicht besetzt werden kann, da kein Geld da ist.
Alles andere hat damit sehr wenig zu tun.
VG Susi
Das macht es aber auch nicht besser.
Im Gegenteil.
Das würde ich somit nicht nur als Diskriminierung, sondern auch noch als Bestechung und Vorteilsannahme bezeichnen.
Deutschland im Kampf um die hinteren Ränge im Korruptionsbericht.
Und auch hier gilt:
Wenn das umgekehrt so praktiziert würde, hätten die Zeitungen 3 Tage lang nichts anderes zu drucken als den spitzen Aufkreisch dagegen.
Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.
Hallo zusammen,
Das Problem ist, dass das Professorinnen-Programm der Hochschule Gelder zusagt (...)
Oh ja, GENAU DAS ist das Problem - und somit ist dies keineswegs ein bedauerlicher Einzelfall, sondern dieser Mist hat Methode.
Heike Diefenbach und Michael Klein haben auf sciencefiles.org einiges zu diesem Thema zu sagen; hier und hier gab es ein paar Beispiele solcher Fälle aus dem vorigen Jahr, und natürlich wird heute auch der aktuelle Fall gebührend gewürdigt.
Weitere Links auf sciencefiles erspare ich mir an dieser Stelle; wenn's jemanden interessiert, gibt's dort allerdings noch deutlich mehr zu diesem Thema zu finden.
Viele liebe Grüße,
Malachit.
Wenn ein Staat die Leistungsgerechtigkeit zugunsten der Verteilungsgerechtigkeit aufgibt, dann kommt man bald an den Punkt, wo es mangels Leistung nichts mehr zu verteilen gibt.
Sehr schöne Artikel in denen auch sehr plausibel dargelegt wird, wieso das Antidiskriminierungsgesetz (AGG) nicht etwa erfunden wurde um etwa Diskriminierung zu verhindern, sondern diese eher noch fördert.
So erscheint es auch kein Zufall mehr, dass die (geschlechtliche) Diskriminierung eigentlich erst mit der Einführung des AGG so richtig Fahrt aufgenommen hat.
Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.
Heike Diefenbach und Michael Klein haben auf sciencefiles.org einiges zu diesem Thema zu sagen; hier und hier gab es ein paar Beispiele solcher Fälle aus dem vorigen Jahr, und natürlich wird heute auch der aktuelle Fall gebührend gewürdigt.
Mein Gott, wo sind wir bloß gelandet!
Was bin ich froh, in der Privatwirtschaft zu arbeiten. Bei mir zählt die Qualifikation und sonst nix!
Mich bangt es nur um die Zukunft meines Sohnes.
Die Frage die ich mir immer wieder stelle ist, wie Frauen damit glücklich/zufrieden sein können, dass sie wissen eine Stelle nur deshalb bekommen zu haben, weil sie eben nicht männlich sind. Ich dachte immer, dass gerade Frauen in diesen Positionen soviel Stolz haben, dass sie ihre Position aufgrund der Qualifikation haben wollen und nicht, weil andere dafür bezahlen,dass sie die Stelle bekommen. ISt für mich nicht anderes einfach besser bezahlte Damen des horizontalen Gewerbes.
Aberich fürchte fast, dass auchda das Ansehen und das Geld über dem Stolz stehen. Und von solchen Menschen werden dann meine Kinder ausgebildet?
LG Tina
Ein gebrochenes Versprechen ist ein gesprochenes Verbrechen
Naja, sie wurden ja nicht bevorzugt.
Sie gehen mit der tiefen Überzeugung in den Job, mindestens so gut wie der beste männliche Bewerber zu sein.
Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.
Hallo,
das Berufungsgeschehen ist einer der miesesten und undurchschaubarsten Verfahren, die ich überhaupt kenne.
Wie da verfahren wird hat mit den genannten und im Brustton der Überzeugung vorgetragenen hehren Motiven in der Regel nichts zu tun. Berufen wird der (seltener die), den jemand, der stark genug ist haben will.
Es ist nach wie vor beliebt zu sagen, dass man Frauen doch keine große Vorlesung zumuten könnte (dass Herr Professor die dann nicht hält sondern Frau Assistentin spielt dann natürlich keine Rolle mehr).
Aus diesem Grund sind mir mittlerweile alle diese Hochschuldiskussionen völlig egal. Außerdem sind von den 50 - 100 Bewerber(innen) mindestens 20 geeignet, wer der (die) Beste ist, ist in vielen Fällen gar nicht festellbar.
VG Susi
Susi, ich habe von den Berufungsverfahren für Professoren keine Ahnung, weder im allgemeinen, noch speziell an dieser Uni aber nach deinen Worten wird der Sumpf durch diesen neuen Fall zwar nicht erst erschaffen aber nochmal ne Schippe tiefer.
Und das nicht etwa als "bedauerlicher Einzelfall" sondern als Beleg für kriminelle Energie im Bildungsministerium.
Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.
Wie da verfahren wird hat mit den genannten und im Brustton der Überzeugung vorgetragenen hehren Motiven in der Regel nichts zu tun. Berufen wird der (seltener die), den jemand, der stark genug ist haben will.
Na ja, da steckt nicht unbedingt böser Wille oder Begünstigung dahinter. Ein Fachbereich ist natürlich bestrebt, jemanden zu finden, der gut in das Konzept eines Fachbereiches passt. Da gibt es manchmal nur 1-2, die in Frage kämen und auch wechselbereit wären.
Aber auch ohne finanzielle Unterstützung durch das Professorinnenbevorzugungsgesetz geht alles am Zeil vorbei. Schon zu meiner Hochschulzeit wurden weibliche Bewerber männlichen bei gleicher Eignung bevorzugt. Das führte im Ergebnis dann dazu, dass eine Frau, die einen guten zweiten Platz und damit eine echte Chance bekommen hätte, auf den letzten Platz gesetzt wurde, weil man ansonsten den Wunschkandidaten nicht bekommen hätte. Also hat sich der Gesetzgeber damit selbst ins Knie geschossen.
LG, Uli
