Hallo Ihr Lieben!
Heute wäre ich für Ratschläge und Meinungen sehr dankbar.
Mein Mann hat aus einer früheren Beziehung ein 11-jähriges Kind. Der Stöpsel ist regelmäßig (alle 14 Tage übers WE) bei uns. Seit wir zusammen wohnen hat der Stöpsel in unserem Haushalt auch ein eigenes Zimmer. Ganz ohne Frage war es eine Zeitlang „holperig“ und der Stöpsel und ich mussten beide lernen zu teilen 😉 Es gab Zeiten, da wollte er gar nicht bei uns bleiben (wahrscheinlich, weil er nicht mehr bei Papa im Bett schlafen durfte – der Nachteil eines eigenen Zimmers und auch die KM hat in verschiedenen Bereichen Konfliktpotential geschaffen). Mittlerweile läuft es aber wirklich gut und der Stöpsel fühlt sich wohl und kommt sehr gerne. Jetzt kommt das „Problem“: Seit ca. einem halben Jahr merken wir, dass der Stöpsel wenn sich das Besuchswochenende dem Ende neigt, ganz still wird und häufig über Unwohlsein klagt (Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, Schwindel). Außerdem kommen vom Stöpsel immer wieder Andeutungen, dass er gerne bei uns bleiben würde. Z.B. Fragen, warum er überhaupt nach Hause muss oder Aussagen, dass es ja nicht schlimm wäre, wenn wir den Zug verpassen etc. Einmal hat der Stöpsel sogar geweint...
Da er mittlerweile zu mir auch ein gutes Vertrauensverhältnis hat, kommen solche Dinge eben auch mir gegenüber. Eigentlich bin ich der Meinung, dass das nicht „meine Baustelle“ ist, aber wenn das Kind mich direkt „anspricht“ muss ich ja reagieren. Und ich weiß einfach nicht, wie am besten ...
Auf der einen Seite ist mir schon klar, dass der Wunsch bei uns zu bleiben aus typisch kindlichen Erwägungen erfolgt. Bei uns ist halt Wochenende und kein Alltagsstress. Auf der anderen Seite könnte es aber auch sein, dass die Äußerungen eine Art Hilferuf sind.
Normalerweise reagiere ich, in dem ich dem Stöpsel sage, dass er bei uns aber auch zur Schule gehen müsste oder dass, wenn er bei uns bliebe er doch die Mama vermissen würde (Kind-Kommentar: wen ich nicht so oft sehe, den kann ich ja auch nicht vermissen).
Habt Ihr Tipps für mich, wie man noch oder anders reagieren kann/sollte? Ich möchte nicht, dass in irgendeine Richtung etwas forciert wird. Ich finde es an sich schon richtig, dass ein Kind bei der Mutter ist (bitte nicht falsch verstehen). Ich möchte aber auch, dass der Stöpsel sich und seine Bedürfnisse ernst genommen sieht und man gegebenenfalls (wenn’s sein muss) in Zusammenarbeit mit KM die Welt für den Stöpsel bei seiner Mama wieder gerade rückt.
Ist jetzt etwas lang geworden.... freue mich aber trotzdem auf Eure Anregungen!
LG
Sleepy
Sleepy
Servus sleepy!
Ich würde KV erst mal mit Stöpsel reden lassen; wenn KV merkt, Stöpsel meinst es ernst, sollte er nach Absprache mit Dir und im Sinne von Stöpsel der KM das Wechselmodel (von mir aus ein paar Wochen/Monate "auf Probe") schriftlich vorschlagen (und natürlich Stöpsel sagen, dass mit KM geredet wird). Damit zeigt Ihr Stöpsel, dass ihr ihn ernst nehmt.
Um das Vorhaben per se erfolgversprechend zu gestalten, würde ich zunächst mal die Konsequenzen für KU aus WM erst gar nicht ansprechen, falls ihr es Euch lesten könnt!
Grüße ausm Süden
Marco
Mit einem Lächeln zeigst Du auch Zähne!
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Ob ein Vorhaben gelingt, erfährst Du nicht durch Nachdenken sondern durch Handeln!
Hallo 82Marco,
vielen Dank für Deine Antwort. WM würde wegen der Entfernung (100 km einfache Strecke) und auch mangelnder Zusammenarbeit seitens der KM nicht funktionieren. Grundsätzlich ist es nämlich so, dass sie meinem Mann alles erzählt um nach außen so zu tun, als wenn sie ihn einbindet. Wenn mein Mann aber ihre Vorstellungen nicht abnickt bekommt er direkt vor den Latz geknallt, dass sie ihm ja eh keine Rechenschaft schuldig ist.
Aber wie gesagt: Die primäre Vorstellung liegt nicht darin, einen Wohnortwechsel für den Stöpsel herbeizuführen, sondern gegebenenfalls auf anderer Ebene zu helfen. Ich steh seinen Äußerungen recht hilflos gegenüber, da ich nicht zuviel (aber auch nicht zu wenig) sagen will.....
LG
sleepy
Sleepy
