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Was "muss" mir der Therapeut erzählen?

 
(@netze1972)
Rege dabei Registriert

Hallo zusammen,

ich hab da mal wieder ne ganz spezielle Frage.

Mein Sohn geht zum Therapeuten, um unsere Trennung zu verarbeiten. Ist ja grundsätzlich nichts schlechtes.

Mittlerweile geht er seit 3 Jahren dorthin und trotz Aufforderung erhalte ich weder vom Therapeuten, noch von meiner Ex eine vernünftige Auskunft, ob der "Therapeut" etwas "besonderes" an seinem Verhalten feststellt. Meine Briefe an den Therapeuten bleiben unbeantwortet und er lässt mir durch meine Ex ausrichten, dass ich doch anrufen soll, wenn ich was wissen will. Ich möchte aber gerne was schriftliches von dem Typen haben.

Er beruft sich immer auf seine Schweigepflicht - mag ja auch sein, aber wenn er Auffälligkeiten entdeckt sollten die Sorgeberechtigten informiert werden. Mein Kleiner ist nun 6 Jahre alt, dies als Zusatzinfo.

Nun meine Frage:

In welchem Umfang ist mir der Typ zur Auskunft verpflichtet? Auf welche rechtliche Grundlage kann ich ggf. verweisen?

Danke für Eure Hilfe.

Gruß ausm Schwarzwald

Micha


egal was passiert...  ich geb´ nicht auf!

Zitat
Themenstarter Geschrieben : 22.11.2010 20:32
(@kruemelmonster)
Nicht wegzudenken Registriert

Moin Netze,

habt ihr GSR? Wenn nicht, muss der Therapeut dir garnichts erzählen.

Mit GSR hast du einen Auskunftsanspruch, ich glaub aber kaum, dass du auf was schriftliches Bestehen kannst.

Warum rufst du nicht wirklich mal an, und redest mit dem Therapeuten?

Ich musste übrigens lernen, dass der Auskunftsanspruch nicht bis 18 besteht. Im Einzelfall ab 14, spätestens ab 16 gilt nämlich auch eine ärztliche Schweigepflicht den Eltern gegenüber! D.h. dann kann das Kind entscheiden, ob du was erfährst! Aber da dein Kleiner 6 ist, bist du davon doch noch weit entfernt.

Gruß vom Krümelmonster


Alle sagten: " Das kann nicht funktionieren"
Dann kam einer, der das nicht wusste und hat es einfach gemacht

AntwortZitat
Geschrieben : 22.11.2010 20:46
(@netze1972)
Rege dabei Registriert

Hallo Kruemelmonster,

zum Glück habe ich "mein" Sorgerecht - und das geb´ ich auch net her 🙂

Mit dem Therapeuten reden geht überhaupt nicht. Er redet sich nur raus und erzählt "wischi-waschi". Der Typ und ich funken nicht auf der selben Wellenlänge.

Vielleicht gibt es ja noch antworten von "Leidensgenossen"

Gruß,

Micha


egal was passiert...  ich geb´ nicht auf!

AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 22.11.2010 21:38
(@brille007)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Moin netze,

das "muss" ist in solchen Fällen oft ein stumpfes Schwert. Denn wenn dieser Therapeut keinen Bock hat, sich Deinen Auffassungen über seine Pflichten anzuschliessen (oder schlicht keinen Bock, für lau irgendwelche Briefe zu schreiben), dann ist das eben so.

Du kannst dann - auf eigene Kosten - eine Auskunftsklage anleiern; Ergebnis: Ungewiss; evtl. die wachsweiche Empfehlung, Dich darüber doch einfach direkt mit der Ex auseinanderzusetzen. Es ist jedenfalls ein Irrtum, anzunehmen, dass Menschen Dinge deshalb tun, weil andere der Ansicht sind, sie "müssten".

Grüssles
Martin
(der im Übrigen der Ansicht ist, dass drei Jahre Therapie bei einem Sechsjährigen wegen einer Trennung sowieso ein ziemlich sinnloser Overkill sind - was will man da denn "therapieren"?)


When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.

AntwortZitat
Geschrieben : 23.11.2010 04:18
(@netze1972)
Rege dabei Registriert

Hallo Martin,

mit den 3 Jahren ist so ne Sache.

Nach der Trennung fand ich das ganz o.k., dann (just als ich beruflich bedingt umgezogen bin) war meine Ex 3 Wochen in stationärer psychischer Behandlung und der Zwerg war der Meinung, er dürfe weiterhin bei mir wohnen. Nix war´s Ex geht auf eigene Verantwortung nach Hause, holt Kind zum "Umgang" übers Wochenende und schafft Fakten, denn Sie nimmt ja Medis und geht zur Therapie - Aussage der JA-Tante "aufgrund der Einsicht keine akute Kindeswohlgefährdung".....

Kurze Zeit später erwartet Ex das 2. Kind und heiratet. Durch die Ehe bedingter Umzug. Mein Sohn meint übrigens, dass der neue Ehemann nur ab und zu zu Besuch da ist und da schläft. "Wohnen tut der K. noch bei seiner Mama, weil er ja da auch arbeitet".....

Nun ziehen ich wieder um, um näher am Zwerg zu sein.

Schon recht viel, was der Kurze zu verarbeiten hat. Aber gerade aus dem Grund hätte ich gerne eine Auskunft, ob der Therapeut irgendwelche Anzeichen von "Verhaltensstörungen" erkennen kann.

Die Therapie sieht so aus, dass der Typ meinen Sohn beim Spielen beobachtet und dafür dann sein Honorar von der AOK kassiert.  Nichts bedrohliches. Den Kleinen nervt es auch schon, dass er da immer hin soll, aber Mami mag das so und duldet da keine andere Meinung......

Wie dem auch sei, deine Antwort bestätigt mir nur, was ich schon geahnt hatte.

Gruß,

Micha


egal was passiert...  ich geb´ nicht auf!

AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 23.11.2010 12:36