Hallo,
Leider war es bei uns am Freitag so, daß unsere Tochter das erste Mal weinend zum Papa gegangen ist
Kennt ihr das und wie seid ihr damit umgegangen?
Normalerweise ist es so, daß der Papa sie alle 14Tage ab 16.30 Uhr hat, ich hole sie von der Kita und schaffe sie direkt dahin. Jetzt hat es der Papa das dritte mal in Folge nicht geschafft aus beruflichen Gründen..:-( und hat sich auch erst spät gemeldet wann er denn überhaupt kommt.
Gleichzeitig war mein LG auf dem Weg zu uns, Töchterchen fragte ständig ist M. ( LG ) eher bei uns als Papa? Ich möchte ihn sehen....und dann fing sie an zu weinen...MAma ich will nicht, ich will bei euch bleiben. Mein LG war dann 30min eher da, die beiden haben die Zeit genossen und dann kam Papa.
Da hat sie dann wieder geweint, Mama ich will da bleiben...und warum muss mich die Trennung gerade treffen...seitdem muss ich mit Papa immer nach X ( Wohnung neuer Freundin fahren...). Natürlich ist sie zu Papa gegangen, aber wie soll es jetzt weitergehen?
Danke.
Moin.
Du hast gefragt, wie es weiter gehen soll! Hier meine Ideen/ Vorschläge/ Anregungen:
Jetzt hat es der Papa das dritte mal in Folge nicht geschafft aus beruflichen Gründen..:-( und hat sich auch erst spät gemeldet wann er denn überhaupt kommt.
Gemeinsam mit KV den Abholrhythmus so anpassen, dass er Euch beiden passt. Dabei sind sicherlich die beruflichen Erschränkungen vorrangig zu beachten, da meist nicht einfach änderbar. Aber vielleicht ja besser planbar, wenn Flexibilität auf beiden Seiten schon nicht möglich. Alternativ vielleicht erst am Sa Morgen, dann aber eine Nacht länger? (Wärt ihr da nicht selbst drauf gekommen? :puzz:)
Mein LG war dann 30min eher da, die beiden haben die Zeit genossen und dann kam Papa.
Da hat sie dann wieder geweint, Mama ich will da bleiben...und warum muss mich die Trennung gerade treffen...
Und hoffentlich in der Zeit auch positiv vom bevorstehenden WE bei ihrem Vater gesprochen :question: (btw: Wie alt ist Tochter?)
Leider war es bei uns am Freitag so, daß unsere Tochter das erste Mal weinend zum Papa gegangen ist
Na dann, besteht ja Hoffnung, dass das auch einmalig so bleibt! (Wenn Tochter in diesem Gefühl nicht unterstützt wird)
Nix für ungut, Toto
Hallo Toto,
Ob es beruflich zu ändern ist weiß ich nicht. Meine Meinung ist: Es sollte alle 14 tage möglich sein, pünktlich zu sein. der betreuende Elternteil muss das ja auch schaffen die restlichen Tage.
Flexibel bin ich da schon, ich hab auch keinen Hickhack darum gemacht, das erste Mal hab ich sie mit auf Arbeit genommen, den zweiten Freitag habe ich Töchterchen meinem EX 150km entgegengebracht und diese Woche war ich mit ihr auf dem Rummel.
Eine Nacht länger wird leider nicht gehen, Papa hat sie bisher Freitag nachmittag bis Montag abend und auch den Montag in der "Zwischenwoche" und möchte nun aus beruflichen Gründen den Montag "abgeben".
Wenn ich mal eine Dienstreise habe wird er natürlich auch als erstes gefragt, kann aber auch nie.
Sowohl mein LG als auch ich haben ihr gesagt, daß sie ein schönes WE beim Papa haben wird. Darüber habe ich im Übrigen nie etwas anderes gesagt.
Sie ist 6.
Was mich am Meisten getroffen hat war ihre Aussage, "Mama, warum muss mich die Trennung gerade Treffen, seit der Trennung muss ich mit dem Papa immer nach X"...
Wie kann man einem Kind erklären, daß dieser Umstand gar nicht an der Trennung sondern an Papas neuem Leben liegt?
( dazu muss ich sagen: Unsere Tochter hat den Papa mal gefragt, woher er seine Freundin kennt und darauf hat er geantwortet, die hat er weil die Mama einfach gegangen ist...)
Katja
( dazu muss ich sagen: Unsere Tochter hat den Papa mal gefragt, woher er seine Freundin kennt und darauf hat er geantwortet, die hat er weil die Mama einfach gegangen ist...)
Der Spruch von ihm ist natürlich genial daneben :knockout: Da fällt mir echt nicht viel dazu ein, außer, dass er wohl noch nicht auf der alleinigen Elternebene angekommen ist. Das macht es natürlich nicht leichter
Meine Meinung ist: Es sollte alle 14 tage möglich sein, pünktlich zu sein.
Da hast Du rechtlich gesehen Recht! Faktisch gebe ich allerdings zu Bedenken, dass es durchaus berufliche Tätigkeiten gibt, bei denen der Arbeitnehmer "fremdbestimmt" ist. Ob das bei Deinem Ex der Fall ist, kannst Du vielleicht aufgrund Eurer gemeinsamen Vergangenheit ein wenig einschätzen, aber urteilen solltest Du darüber nicht. Ob Du ihn für dieses (sein!) Problem "verhaften" willst, oder ihr es gemeinsam löst, liegt in erster Linie bei Dir. Ich an Deiner Stelle würde ihm da entgegen kommen, allerdings klar machen, dass er es Euch - im Sinne Deiner Tochter - bitte möglichst rechtzeitig andeutet wie es läuft.
Wie kann man einem Kind erklären, daß dieser Umstand gar nicht an der Trennung sondern an Papas neuem Leben liegt?
Ist schwierig.
Allerdings glaube ich nicht, das es Dir zu steht, hier etwas auf das "neue Leben Deines Ex" zu schieben (Uups, auch Du noch nicht ausschließlich auf Elternebene???). Letztendlich ist es schon der Trennung geschuldet, auch wenn das ggü der Tochter natürlich nicht so dargestellt werden darf. Sondern liegt die kindliche Vermutung nahe, das die Alternative "keine Trennung" gewesen wäre. Vielmehr muss erläutert werden, dass es bestimmte Gründe gab/ gibt (mit zunehmendem Alter der Tochter mehr ins Detail gehend), die eben dazu führten, dass Mama und Papa nicht mehr zusammen wohnen, wie in vielen anderen Familien auch. Und deshalb, der Papa sich freut, alle 2 Wochen das WE mit Tochter zu verbringen.
Und dann noch ganz wichtig: Irgendwie dem KV mitteilen, dass sich hier ein Problem anbahnt (bzw schon da ist), gegen das er ansteuern muss. Vielleicht ist es allerdings sinnvoller, wenn jmd anders als Du ihm diese Botschaft überbringt, damit er nicht gleich böses vermutet... Hast Du Kontakt zu seinen Eltern? Vertraut er den Patenonkeln/-tanten der Tochter? Hat er vielleicht Geschwister, die hier helfen können? Oder hast Du Geschwister, die noch Zugang zu ihm finden? Habt ihr noch gemeinsame Freunde? undundund...
Du musst ihm irgendwie helfen, auch wenn es vermutlich gute Gründe gibt, warum Du das nicht wirklich willst. Aber tu es für Deine Tochter!
Gruß, Toto
Da hast Du rechtlich gesehen Recht! Faktisch gebe ich allerdings zu Bedenken, dass es durchaus berufliche Tätigkeiten gibt, bei denen der Arbeitnehmer "fremdbestimmt" ist. Ob das bei Deinem Ex der Fall ist, kannst Du vielleicht aufgrund Eurer gemeinsamen Vergangenheit ein wenig einschätzen, aber urteilen solltest Du darüber nicht. Ob Du ihn für dieses (sein!) Problem "verhaften" willst, oder ihr es gemeinsam löst, liegt in erster Linie bei Dir. Ich an Deiner Stelle würde ihm da entgegen kommen, allerdings klar machen, dass er es Euch - im Sinne Deiner Tochter - bitte möglichst rechtzeitig andeutet wie es läuft.
Wir haben den gleichen AG, daher kann ich ganz gut einschätzen, daß es eher so ist, daß er nicht nein sagen kann 😉
Aber nix für ungut, natürlich komme ich ihm entgegen, war ja bisher auch so aber das ändert ja nix daran, daß Töchterchen merkt: Aha die Mama holt mich jeden Tag ab und der Papa kommt jedesmal zu spät.
Oder?
Ich sage dazu immer nur: der Papa hat einen wichtigen Termin.
Danke für den Hinweis mit den Erklärungen, ich wollte heute nochmal mit ihr sprechen je nach Stimmungslage.
Da das Maß zu finden, ins Detail zu gehen fällt mir ehrlich gesagt unheimlich schwer...aber ich werde es versuchen.
Dem Papa habe ich am Freitag Bescheid gegeben, besser gesagt er hat es ja mitbekommen, daß Tochter ihn 1. nahezu nicht begrüsst hat und 2. geweint hat, daß sie bei mir bleiben will.
Was mich trotzdem noch beschäftigt ist die überaus gute Beziehung zu meinem Freund, dem ist sie entgegengerannt und wollte ihn am Liebsten nicht mehr loslassen.
Man könnte ja jetzt vermuten, ich hätte sie manipuliert aber das war nie so. mit einem neutralen Verhälntnis waren wir auch glücklich gewesen.
Ich habe ihr immer nur erklärt, daß Mama + Papa immer erhalten bleiben und neue Partner nur dazukommen, für Mama + Papa auch wichtig sind aber sie entscheiden kann,
ob das ihre Freunde werden ( so in etwa)...Trotzdem gebe ich dem Papa bei allem Vorrang ( Anruf, Organisation von gewissen Dingen etc...).
Vielleicht merkt sie aber daß der Papa ihr im Moment Stabilität etc. nicht geben kann und holt diese sich woanders?
Katja
Hi,
es ist doch schön, wenn Deine Tochter ein gutes Verhältnis zu Deinem Lebensgefährten hat.
Für uns betroffene Väter stellt sich halt dann oft die Frage, wie weit geht denn nun dieses "gute Verhältnis" bzw. wo sind auch selbstgezogene Grenzen? Darf der neue mit der Tochter baden gehen, sie abduschen etc? In Kontaktanzeigen von Alleinerziehenden findet man oft den Satz" Ich wünsche mir keinen neuen Papa aber einen guten Freund". Dies ist sicherlich in der Realität auch niciht leicht durchzuhalten, aber es trifft die Sache sicherlich ganz gut. Ein gewisses Fingerspitzengefühl sollte auch der neue, männliche Part haben um seine Rolle als "Next" zu finden und hier auch keinen unterschwelligen Druck auf das Kind auszuüben (Beispiel wäre: "Der liebe Lebensgefährte ist immer für Dich da... Dein Papa kommt ja leider immer zu spät...."). Gruß Ingo
Moin!
Wenn das alles so ist, wie Du es darstellst, dann denke ich, dass der Papa seinen Allerwertesten mal bewegen sollte. Umgang steht über allem. Dass berufliche Termine dazwischen kommen können, ist klar. Hier scheint es aber eher am mangelnden Rückgrad des Papas gegenüber seinem Chef zu liegen.
Auch die ablehnende Haltung der Kurzen scheint den Umständen geschuldet zu sein, die beim Papa herrschen. Vielleicht hat er sein Leben derart geändert, dass es der Kurzen gänzlich fremd geworden ist und daher ihre Ablehnung rührt. Auch hier sollte ER für Änderung sorgen.
Ich weiss nicht, ob es was bringt - aber vielleicht liest Du dem Mann mal die Leviten und machst ihm klar, dass er nicht nur die moralische Verpflichtung seiner Tochter gegenüber hat, sondern auch eine rechtliche. Er kann nicht einfach Umgangstermine verschieben oder canceln wie ihm die Laune steht. Er ist der Umgangselternteil und hat sich gefälligst stringent an die vereinbarten -und der Tochter mitgeteilten- Termine zu halten.
Greetz,
Milan
Danke Milan, ich werde es versuchen.
Bin gespannt, wie sie heute drauf ist wenn sie zurück kommt.
Katja
Scheinbar fühlt sich eure Kurze in X auch nicht sonderlich wohl. Versteht sie sich mit der NEXT von deinem EX nicht sonderlich oder unternimmt dein EX nicht auch Mal was alleine mit der Kleinen? Gerade Trennungskinder möchten oft Zeit mit dem Elterneteil alleine verbringen und sind oft traurig oder werden gar sauer, wenn dies nicht möglich ist.
Du kannst sie ja mal fragen, was ihr in X nicht gefällt bzw. warum sie da nicht hin möchte, vielleicht kommt ja etwas dabei raus.
Ansonsten sollte man den Kiddies klar machen, dass nicht nur die Leute mit denen sie jeden Tag zusammen sind, sie gerne bei und um sich haben, sondern dass auch Vater, Grosseltern etc. mal mit einem einige Tage verbringen möchten. Die Leute daheim sterben nicht oder sitzen nur heulend zu Hause, nur weil sie mal nicht einen Tag oder ein Wochenende nicht zu Hause ist und verpassen tun sie auch nichts. Das ist den Kurzen manchmal nicht so klar, hab ich das Gefühl.
Meinst du dein Ex würde dir ehrlich antworten, wenn du ihn fragst, ob die Kleine sich beruhigt hat, nachdem sie ein paar Kilometer weg waren?
LG, das Schwarzwaldmädel
Hallo,
das habe ich sie schon gefragt und das hat sie dem Papa sogar schon selbst gesagt mit
"Papa heute möchte ich mal hierbleiben und X und Y ( Freundin und Kind ) können uns doch hier besuchen".
Die beiden müssen dann eine Weile diskutiert haben mit dem Ergebnis, daß Papa gesagt hat "gut, dann sage ich eben ab".
Worauf die Kleine wohl weinend doch dem Besuch zugestimmt haben muss.
Mein Ex und Freundin haben eben den Kids erzählt, sie seien jetzt keine Einzelkinder mehr und müssten Rücksicht nehmen...
Naja ich denke im Grunde fehlt ihr bei Ihm schlicht ein ZUHAUSE. Ein Zimmer mit Schlafbett bei der Freundin ist für mich kein Zuhause.
Und vll. irgendein Gefühl, daß sie ihn wirklich interessiert.
Katja
Moin!
Ein Zimmer mit Schlafbett bei der Freundin ist für mich kein Zuhause.
Auch -oder gerade- Umgangskinder brauchen beim getrennt lebenden ET ein eigenes Zimmer. Komplett eingerichtet mit Spielzeug, Kleidung, Fahrrad, Haustier,etc. pp.
Und falls das Deinem Ex fremd sein sollte, dann soll er sich mal etwas schlau machen. Aus dem Bauch raus würde ich sagen, dass 98% der Umgangselternteile hier bei VS ihren Kids exakt DAS bieten. Nämlich ein komplett 2tes Zuhause mit allem Drum und dran.
Und ich denke, dass das auch jedes Kind so verdient hat.
Greetz,
Milan
Hallo,
@Milan, beim Papa hat sie das ein Zimmer mit den Möbeln aus unserem gemeinsamen Haus.
ABER das Problem ist, dort sind sie so gut wie nie. Freitag holt er sie, fahren dann nach X und Sonntag zurück.
Allein diesen Sonntag wird dort übernachtet weil sonst die Strecke zum Kindergarten Montags zu lang wird.
Das wars aber auch.
Wie gesagt ich sehe das Problem weder in der Freundin, noch der Tochter, noch dem Ort sondern schlicht an dem fehlenden gefühl: Zuhause.
Und das wiederum tut mir sehr leid für unsere Tochter.
Katja
Auch -oder gerade- Umgangskinder brauchen beim getrennt lebenden ET ein eigenes Zimmer. Komplett eingerichtet mit Spielzeug, Kleidung, Fahrrad, Haustier,etc. pp.
Achja?
Dann erklär mir mal, wovon man das mit 4 Kindern und einem SB von 950,- bzw. 770,- bezahlen soll? 😡
Ich habe ne 1,5 Zimmer Butze und in dem halben Zimmer stehen 2 n-Doppelstockbetten und wenn meine Älteste auch da ist, schläft einer auf dem Sofa.
Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.
Beppo, das könnte ich dann auch verstehen aber er hat eine größere Wohnung als ich, 90% unseres Haustandes und
verdient gut und zahlt auch nicht den vollen Unterhalt 🙂
Am Geld liegts nicht...eher am emotionalen Zuhause.
Katja
Hallo vaka,
Kinder brauchen einge gewisse Zeit kein eigenes Zimmer etc. beim Umgangselternteil nach meiner Erfahrung. Mit ca. 10 Jahren findet man es aber langsam lästig, zu viert auf einer (!) Matratze in einer Einraumwohnung zu übernachten.
Ein Umgangselternteil braucht nach meiner Erfahrung weder pünktlich noch zuverlässig noch sonstwas zu sein. Eher lautet die Devise: Willst du gelten mach dich selten! :puzz:
Sprüche wie: "Leider lässt mich KM nicht bei euch in die Wohnung ... Ihr habt so viel Geld und ich nicht! (Anm.: Kriege keinen Unterhalt!) Ihr könnt euch ja alles leisten, was ihr wollt! (Anm.: Ich arbeite ja auch!) Die Mama ist so gemein zu mir!" etc. pp. ... haben auch im Alltag noch keine Veränderung bewirkt. Wg. der "unterschwelligen Worte", die oben angesprochen wurden.
Allerdings gibt es praktisch bei jedem Abholen und Verabschieden Tränen, die ich mal Rührungstränen nenne. Nicht lange, kurzer Schmerz darüber, dass nichts so ist, wie es sich Kinder erträumen, und dann ist es bald wieder ´vergessen´.
Das 8jg. Kind schluchzt momentan auch jedesmal, wenn von Papa die Rede ist, aber eben aus Mitleid für den armen Papa. Aber das ist das gleiche Rührungstränchen wie bei den Übergaben, kurz und dann wieder vorbei.
(Wie man das finden soll, dass sich ein Elternteil als so bejammernswerte Kreatur seinen Kindern darstellt, dass die Mitleid empfinden, sei dahingstellt!)
Allerdings darf man nicht vergessen, dass bei uns eine corona Kinder zusammenhält und sich selbst gegenseitig hat. Das ist ein ganz anderes Gefühl, als wenn ein Einzelkind ´auf Reisen´ geht.
Liebe Grüße, mahjoko 🙂
Edith: Verben ...
LG - Life´s good, meistens! 😉
Moin Milan,
Auch -oder gerade- Umgangskinder brauchen beim getrennt lebenden ET ein eigenes Zimmer. Komplett eingerichtet mit Spielzeug, Kleidung, Fahrrad, Haustier,etc. pp.
da muss ich Dir auch energisch widersprechen: Umgangskinder brauchen Zuwendung, Liebe, Zeit, Trost, Spass, Lachen - whatever, aber kein komplett eingerichtetes Kinderzimmer für wenige Tage im Monat. Das wäre der Idealzustand, wenn der Umgangselternteil es sich leisten kann, aber wer vom oder nahe am Selbstbehalt leben muss, kann das eben nicht. Und sich ständig um ein Haustier kümmern kann auch nicht jeder Erwerbstätige. Sollte man solche Umgangselternteile - meist Väter - tatsächlich vom Umgang ausschliessen, weil sie ihren Kindern bei sich nicht das zum zweiten Mal bieten können, was sie ihnen bei Muddi über den Unterhalt bereits zum ersten Mal finanzieren?
Die Botschaft an Trennungskinder muss sicher NICHT sein "hier ist materiell alles so fett wie bei Muddi - oder noch besser", sondern "hier bist Du jederzeit willkommen und zuhause, auch wenn wir dafür ein bisschen zusammenrücken müssen!" Kinder schlafen bei Papa auch auf Luftmatratzen in Schlafsäcken, wenn der emotionale Teil des Ganzen stimmt. Und wenn der nicht stimmt, macht das auch das dollste Kinderzimmer nicht wett.
Grüssles
Martin
When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.
Hallo,
da muss ich Dir auch energisch widersprechen: Umgangskinder brauchen Zuwendung, Liebe, Zeit, Trost, Spass, Lachen - whatever, aber kein komplett eingerichtetes Kinderzimmer für wenige Tage im Monat.
Danke, Martin. Gerade wollte ich ein schlechtes Gewissen kriegen, weil meine Große im Zimmer meines Kleinen (im eigenen Bett, Doppelstock untere Etage) schlafen muß, wenn sie uns besucht.
Und von wegen, am liebsten drängeln sie sich beide mit in mein Bett, theoretisch könnte ich die Kinderbetten abschaffen. 😉 Je mehr kuscheln, desto besser, eigenes Zimmer hat sie bei Papa und das reicht ihr.
Ich könnte es mir nicht leisten, für sie noch ein eigenes Zimmer mit allem Pipapo bereitzuhalten, zumal sie um die Ecke wohnt.
liebe Grüße
Frieda
Glaub nicht alles was Du denkst.
Hallo
Moin!
Auch -oder gerade- Umgangskinder brauchen beim getrennt lebenden ET ein eigenes Zimmer. Komplett eingerichtet mit Spielzeug, Kleidung, Fahrrad, Haustier,etc. pp.Und ich denke, dass das auch jedes Kind so verdient hat.
Greetz,
Milan
ich denke wie meine Vorrredner, dass es nicht darauf ankommt, sondern auf das emotionale.
Zu der Geschichte von vaka, erst habe ich den Eindruck erhalten dass es doch ein gewisses Manipulieren durch sie sein könnte, nicht böse gemeint, eher unbewusst, weil sie recht schlecht bzw noch zu emotional von Papas neuer Freundin und dem fehlenden Zimmer redet. Denn es fehlt ja kein Zimmer, sondern die Mädchen teilen sich am Umgangs-WE eins.
Nun habe ich mitbekommen, dass es darum geht dass der KV nach x zur Freundin fährt, wo er nicht wohnt, sondern er wohnt anscheinend in y. Warum kann denn nicht die Freundin ihn besuchen an den Umgangs-WE, dann wäre wenigstens für vakas Tochter so, dass sie zum Papa geht und nicht zu seiner Freundin....das wäre für mich auf jeden Fall auch ein Thema, was ich vorsichtig ansprechen würde.
Ansonsten ist es eben so, dass über das was während des Umganges gemacht wird, immer noch der Umgangs-Elternteil entscheidet und der andere (also vaka) tut wirklich gut daran, es nicht zu kritisieren. Übrigens können für Kinder auch unbewusste Signale Kritik sein, zB (abfälliges) Schulterzucken wenn das Kind vom gemeinsamen Zimmer oder gemeinsamen Erlebnissen, die vielleicht auch mal nicht toll, sondern eben Alltag sind (also auch mal eine Auseinandersetzung) erzählt...
Und wenn deine Tochter merkt dass du es sehr gern hast wenn sie deinen Freund freudig begrüßt aber die Freundin deines Ex eben nicht so mag, dann wird sie sich danach richten. Es bedarf sehr viel Einfühlungsvermögen und Fingersüitzengefühl, da wirklich neutral zu sein.
Im Grunde ist ja nichts schlechtes dabei wenn die beiden Kinder sich zusammenraufen, wenn sie ein Stiefgeschwisterkind bekommen, es kann ja auch die große dicke Freundschaft werden...wie alt ist denn das Kind der Freundin?
ligr ginnie
Durch Nachsicht setzt man der Gewalt kein Ende: damit bestärkt man die Gegner nur in der Gewissheit, sie hätten es mit einem Schwächling zu tun, der leicht zu bezwingen ist
Moin!
Natürlich geht es nicht primär um das Zimmer, sondern um die Zuwendung. Trotzdem soll mein Kurzer sich hier völlig zu Hause fühlen und dementsprechend hat er auch immer schon ein eigenes Zimmer bei mir mit allem, was er braucht. Und seins ist sogar ne ganze Ecke grösser als meins.
Und nein - ich bin nicht Krösus, sondern lebe von dem mir verbleibenden Selbstbehalt und spare mir das meiste vom Munde ab. Oma hilft auch viel, was den Kurzen betrifft.
Mir war nicht klar, dass ich hier offensichtlich der einzige bin, der das so handhabt. Ändert aber nix an meiner Einstellung - zumindest bei Einzelkindern.
Greetz,
Milan
Moin Milan,
Mir war nicht klar, dass ich hier offensichtlich der einzige bin, der das so handhabt. Ändert aber nix an meiner Einstellung - zumindest bei Einzelkindern.
meine Kinder - respektive das jeweils nicht dauerhaft hier lebende Kind - hatten hier auch immer eigene Zimmer; ich hatte das Glück, auch durch Trennung und Scheidung nicht in finanzielle Schieflage zu kommen, sondern ein grosses Haus mit vielen Zimmern zu haben. Aber es lag und liegt mir fern, das auf andere Trennungsfamilien hochzuinterpolieren.
Im übrigen halte ich solche Postulate wie "eigenes, voll ausgestattetes Kinderzimmer am Umgangsort" auch für nicht ungefährlich: Im Umkehrschluss könnten sie als Hinweis an Kinderbesitzer-Mütter missverstanden werden, der sinngemäss heisst: "Drück den Vater doch einfach finanziell so an die Wand, dass er sich nur noch eine kleine Butze ohne eigene Kinderzimmer leisten kann - dann hast Du durch die Hintertür gleich sein Umgangsrecht mit ausgehebelt."
Will das wirklich irgendwer?
Grüssles
Martin
When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.
