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Nach 11 Jahren ist Schluss - Ich hole ihn zu mir

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(@flommbie)
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Einen schönen guten Tag an das Forum,

ich beginne gleich mit einem Beitrag welcher versucht , auch im Verlauf des Threads, die ersten 11 Lebensjahre meines Sohnes in einem groben Abriss darzustellen und erhoffe mir durch dieses Forum Unterstützung  und Hilfe für den bevorstehenden Sorgerechtsprozess.  Es wäre schön, wenn Ihr mir mit Euren Erfahrungen weiterhelfen könntet.

Ganz fix mal zu den Eckdaten:

- Mutter (46) hat alleiniges Sorgerecht
- Wohnt ca. 50 KM von mir entfernt
- vor ca. 3 Jahren hat sie ein drittes mal geheiratet (Stiefvater anwesend)
- Umgang des Sohnes jedes 1. und 3. Wochenende (eingeklagt)
- Urlaub eine Woche / Jahr in den Sommerferien (eingeklagt)

Zu mir:
Ich bin 42 Jahre, und selbstständig in der Softwarebranche. Wohne in Berlin zusammen mit meiner Lebensgefährtin.

Mein Sohn wurde 1997 geboren, geheiratet haben die Mutter und ich ein halbes Jahr später. Das Trennungsjahr folgte fast direkt im Anschluß und die Scheidung im Jahr 2001 in welcher ohne weitere Prüfung und aus einer beängstigenden Selbstverständlichkeit heraus von einer sehr jungen Richterin das Aufenthaltsbestimmungsrecht und das alleinige Sorgerecht auf die Mutter übertragen wurde.

Damit dieser Beitrag nicht zu unübersichtlich wird, schreibe ich jetzt einmal in Listenform auf, was mein Sohn seit dem Trennungsjahr zu verarbeiten hat und sich mittlerweile in therapeutischer Behandlung befindet. 

Körperliches

- Sohn ruft mich Abends weinend an (Dez. 2006) weil er gehauen und gegen einen Stuhl geschleudert wurde. Ich informiere Jugendamt.
- Ruft mich weinend an (Dez. 2007) weil er von seiner Mutter ins Gesicht geschlagen wurde. Ich informiere Jugendamt.
- Er malt ein Bild wie er von seinem Stiefvater auf Rücken geschlagen wurde weil er bei einem Fußballspiel zu einer anderen Mannschaft hielt
- Beklagt sich bei der Abholung durch mich über Schmerzen in der Nierengegend, wir fahren zum Arzt, ich erstatte kurze Zeit später (Februar 2008) Strafanzeige und informiere Jugendamt, Schule und seinen Therapeuten. Bisher von keiner Stelle eine Rückmeldung
- Sohn berichtet am 07.06.08 dass er v. Mutter seit einem 3/4 Jahr jeden Abend Tabletten erhalte welche ihn "so schwer machen". Morgens fühle er sich sehr schwach. Dieses Gefühl habe er nicht wenn er bei mir sei und diese Tabletten nicht bekommt.

Verbales
Anm.: Sie sagt es nur zu ihm - niemals zu mir
"Wenn du deinen Papa genauso lieb hast wie mich kannst du gleich zu ihm laufen" hat seinen Koffer gepackt
"Mama hat gesagt, dass du sie erwürgen wolltest"
"Es tut mir leid, aber dein Vater ist ein A*loch"
"Wenn du zu Papa willst, bekommst du die Katze nicht"
"Wenn ich deinem Papa deinen Ausweis mitgebe, fährt er mit dir weg und dann muss ich dich auf der ganzen Welt suchen"
"Dein Papa stiehlt und ist gewalttätig"
"Dein Papa hat bei uns die Scheiben eingeschlagen und ist eingebrochen"
Stiefvater: "du benimmst Dich wie ein kleines A
*loch"

Mein Sohn zu mir
- Vergangenes Wochenende: "Ich will jetzt zu dir, ich habe keine Lust mehr auf diesen Bockmist"
- "Mama will nicht dass ich dich lieb habe"
- "Sie redet nur schlecht über dich"
- "Meine Mama trinkt sehr viel, sie versteckt jetzt schon die Flaschen". Dies wurde übrigens auch in einer gemeinsamen Sitzung mit dem psychologischen Betreuer meines Sohnes erwähnt. Er sagte zu meinem Erstaunen, dass sich die Mutter mit diesem Alkoholproblem bereits an ihn gewandt habe.
- "Mama wird immer besonders laut wenn sie Wein getrunken hat"
- "Als mich Mama von der Therapie abholte hat sie gesagt, dass immer wenn sie damals zu spät nach Hause kam weil sie im Stau stand, von dir geschlagen wurde"

Weiteres
- mehrfache Umgangsverweigerungen seit Scheidung
- Wenn er eine andere Meinung oder "aufmuckt" hat wird ihm vorwiegend das weggenommen was ich ihm geschenkt habe (Nintendo DS, sein geliebter Pokerkoffer, Fußballschuhe)
- Auch ohne Grund werden meine Geschenke z. B. direkt vor seinen Augen in den Mülleimer geworfen (Bsp.: neue Torwandhandschuhe)
- Der von mir geschenkte Fotoapparat wurde lt. Gutachten v. Fotogeschäft  "mutwillig mit hoher Kraft" zerstört.
- Den bereits belichteten Film hat der Stiefvater vorher aus der Trommel gezogen und damit alle Bilder belichtet. Mein Sohn brauchte mehrere  Wochen um die Bilder von Freunden, seinem Kinderzimmer, Enten etc. zu fotografieren. Er weigert sich schon lange meine Geburtstagsgeschenke mit nach Hause zu nehmen weil er Angst hat, dass es zerstört, versteckt, weggenommen wird.

Ich habe diese Liste bewusst kurz gehalten um Euch nicht mit Informationen "zu erschlagen". Insgesamt ist es aber nur ein Bruchteil dessen, was mein Sohn seit Jahren zu ertragen hat. Das Jugendamt ist in dieser Beziehung völlig unbeweglich und begründetete ihre eigene Unbeweglichkeit auch schoneinmal damit, dass es "ja wesentlich schlimmere Fälle gibt". Muss das Jugendamt dem nicht weiter nachgehen und diese Hinweise an das Familiengericht weitergeben?

Der Psychologe bezeichnete den seelischen Zustand meines Sohnes als "katastrophal" und obwohl dieses Institut für Familienforschung Diesem ein Ende bereiten könnte, passiert ausser der mittlerweile einjährigen Therapie, nichts weiter.  Auch von den Strafverfolgungsbehörden habe ich nach dem Strafantrag im Februar nichts weiter gehört.

Grund genug für mich sofort das alleinige Sorgerecht zu beantragen und dies mit einem Antrag auf einstweilige Anordnung im Vorfeld zu beschleunigen. Hinzu kommt jetzt die suspekte Geschichte mit den Tabletten. Keiner weiss um was es sich hier handelt und die Mutter gibt keine Auskunft. Welchen Eindruck habt Ihr bis zu diesem Punkt gewonnen? Ich stecke seit 10 Jahren in dieser Situation und habe auch gemerkt, dass sich eine gewisse Routine eingeschlichen hat. Damit ist aber heute Schluß und ich freue mich über eine intensive Diskussion und Begleitung Eurerseits durch den folgenden "Höllenritt".

Liebe Grüße

Flommbie


Zitat
Themenstarter Geschrieben : 09.06.2008 10:41
DeepThought
(@deepthought)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Moin,

puh...

Da du kein SR hast, ist die Einbehaltung des Lütten sehr gefährlich. Zwar hast du auch einen elterlichen Schutzauftrag, doch ist dieser dir letztlich durch den SR-Entzug eingeschränkt worden.

Wie ist dein Verhältnis zu dem für dich zuständigen JA?

Ist dein Sohn soweit gefestigt in seinem Willen zu dir zu ziehen, dass er der Befragung durch JA und Gericht Stand hält?

Du hast zwei mögliche Wege:

1. Einbehaltung
Beim nächsten Umgang behältst du den Lütten ein. Es kann passieren, dass die Ex wegen ASR den Lütten durch die Polizei holen lässt. Dem kannst du vorbeugen. Rufe hierzu den Notdienst des JA an (über die Polizei). Denen schilderst du die Situation und bittest um Inobhutnahme bei gleichzeitiger Herausgabe an dich. Gleichzeitig jagt dein RA einen Antrag auf Erlass einer EA zwecks vorläufiger Übertragung des ABR und Wiederherstellung des GSR ans Gericht raus.

2. Klageweg
Der Lütte wohnt weiterhin bei der Ex und du stellst Antrag auf Übertragung des ABR und Wiederherstellung des GSR.

Warum GSR? Weil du als Mann nur sehr schwer das ASR erhalten wirst.

Egal welchen Weg du wählst, es wird nervenaufreibend. Du gerätst in die Maschinerie der Scheidungsindustrie. Es werden JA, Verfahrenspfleger und vielleicht sogar ein familienpsychologisches Gutachten kommen.

DeepThought


Der 15. Senat des OLG Celle befindet vatersein.de
in den Verfahren 15 UF 234/06 und 15 UF 235/06
als "professionell anmutend".
Meinen aufrichtigen Dank!

AntwortZitat
Geschrieben : 09.06.2008 11:24
(@flommbie)
Schon was gesagt Registriert

Hallo DeepThought,

vielen Dank für Deine schnelle Antwort.

Mein Verhältnis zum Jugendamt ist schwer zu beschreiben. Ich bin natürlich in deren Augen derjenige der "Ärger" macht. Der persönliche Kontakt ist immer sehr freundlich aber man weiss nicht was sie genau denken. Wie fast immer sind es nur Frauen und diese Befangenheit spürt man schon. "Ein Kind gehört halt zu seiner Mutter"

Mein Sohn ist sehr mutig und lehnt sich schon intensiv gegen seine Mutter auf. Ich bin überzeugt, dass er diesen Befragungen standhält. Er erzählte auch von einer Frau, die schon 2x zu ihm nachhause kam und ihn direkt dort befragte. Hier ging es auch um Schläge. Nachdem die Mutter weit genug weg war hat er ihr, nach seinen Angaben, alles erzählt. Offenbar war dies eine JA Mitarbeiterin obwohl sie aus Hamburg kam (260 KM entfernt).

Bei den beschriebenen Möglichkeiten tendiere ich zur 1. Lösung allerdings mit dem späteren Antrag auf ASR. Wie stehen die Erfahrungen im zeitlichen Zusammenhang bzw. wie schnell geht eine EA durch? Ich frage, weil mein Sohn ja auch am nächsten Tag in die Schule muss (50 km entfernt). Für mich wäre es kein Problem ihn dorthin zu bringen. Jedoch würde, falls die EA noch nicht entschieden ist, spätestens bei Schulschluss die Mutter warten und ihn mitnehmen. Und was passiert falls der Richter dem nicht stattgibt - bin ich dann der Kindesentführer?

Punkt 1 müsste während eines Umgangswochenendes entschieden werden. Ich gehe mal davon aus, dass der Notdienst des JA auch am Wochenende erreichbar ist ... oder gibt es Ausnahmen?

Grüße

Flommbie


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 09.06.2008 11:52
(@hamburg2000)
Nicht wegzudenken Registriert

Hi,

sind die Tabletten möglicherweise ärztlich im Zusammenhang mit der Therapie verordnet worden ?

- Sohn berichtet am 07.06.08 dass er v. Mutter seit einem 3/4 Jahr jeden Abend Tabletten erhalte welche ihn "so schwer machen". Morgens fühle er sich sehr schwach. Dieses Gefühl habe er nicht wenn er bei mir sei und diese Tabletten nicht bekommt.

Falls nicht, so würde ich versuchen, beim nächstmöglichen Arztbesuch unauffällig und absolut "undercover" rein zufällig und am Krankenschein vorbei eine Blutuntersuchung /Urinuntersuchung (Steptokokken ?) zu erzielen. Vielleicht sieht der behandelnde Arzt etwas im Blut ...

Desweiteren sehe ich folgendes Problem: Wenn Du mit deinem Vorhaben "Ich hole ihn zu mir" scheitern solltest, so wird die KM möglicherweise bittere Rache nehmen.
ALSO: VERDAMMT GUT VORBEREITEN !!! Die notwendigen Gespräche ggf. vorab führen ...


Ich ziehe nicht aus.

AntwortZitat
Geschrieben : 09.06.2008 17:12
(@flommbie)
Schon was gesagt Registriert

Hallo Hamburg2000,

ob die Tabletten in Zusammenhang mit einer Therapie verordnet wurden kann ich nicht sagen. Auch dann müsste sie mich darüber informieren.

Ich habe gestern mit meinem Anwalt den Antrag auf EA und ASR gestellt. Hauptgründe sind: Alkoholismus der Mutter mit begleitender Aggressivität, Psychische Misshandlung, Körperliche Misshandlung, Jahrelange Entfremdungsversuche und Umgangsvereitelung.

Außerdem telefonierte ich noch mit der zuständigen JA Mitarbeiterin, welche mit unglaublicher Arroganz und Ignoranz reagierte. Sie sagte, dass der Kleine in einem persönlichen Gespräch nicht bestätigt hat, dass er geschlagen wurde und wird. Die Mutter macht ihm bei allen Gesprächen klar, dass sie alles erfährt, was besprochen wird. Logischerweise traut er sich dann nichts zu erzählen. Ich erwähnte ein Beispiel als mein Sohn weinend zu mir ins Auto kam (Umgangswochenende) und erwähnte dass seine Mutter ihm noch kurz vorher sagte dass sein Vater "ein A****loch sei". Antwort des JA: "Kinder erzählen gerne mal das was der jeweile Elternteil hören will".

Ich fragte sie einfach mal wie sie denn auf eine EA reagieren würde und welche Stellungnahme zu erwarten sei. Sie: "Ich würde empfehlen, dass das Kind bei der Mutter bleibt, da es ja einmal in der Woche zur Therapie darf um sich zu erleichtern." Unglaublich - es gibt keine Konsequenzen gegen die Mutter, die ihr Kind jahrelang quält. Aber einen Therapieplatz, der das wieder ein wenig ausbügeln soll. Die Ursache kümmert keinen.

"Als mich Mama von der Therapie abholte hat sie gesagt, dass immer wenn sie damals zu spät nach Hause kam weil sie im Stau stand, von dir geschlagen wurde"

... zeigt dies am besten auf. Sogar direkt nach einer Therapiestunde, in welcher versucht wurde ihn wieder aufzubauen, muss sie solche Geschichten erzählen.

Egal bei welcher Stelle ich mich befinde, es wird immer vom gemeinsamen Elternkonflikt gesprochen. Das ist erstaunlich, da es nur sehr selten einen Konflikt mit der Mutter gibt. Sie sagt mir nicht die Dinge, die sie meinem Sohn sagt, weil sie genau weiss dass nicht stimmt. Während seiner Zeit bei der Mutter wird er bombardiert mit erfundenen schlechten Geschichten über mich. An diesen Dingen soll ich 50 % Anteil haben?? - Ich habe es in 10 Jahren ständig vermieden, in Gegenwart meines Sohnes, schlecht über die Mutter zu reden und sogar versucht  ihm zu erklären warum sie es tut (sie sieht bestimmte Dinge anders, meint es nicht so etc...). Ich werde von allem ausgeschlossen, von jeder Entscheidung aber an diesen Dingen bekomme ich urplötzlich die Hälfte zugeteilt. Es ist verrückt.

Wenn alles gut geht, haben wir morgen eine entsprechende Anhörung. Ich halte euch auf dem Laufenden.

Grüße

Flommbie


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 12.06.2008 10:42
DeepThought
(@deepthought)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Moin,

Ich habe gestern mit meinem Anwalt den Antrag auf EA und ASR gestellt.

Plus Hilfsweise Wiederherstellung GSR und ABR? Nur, das ASR aus einer Nicht-GSR-Position heraus ist verteufelt knifflig.

Hauptgründe sind:

Mir fehlt der Kindeswille.

Wenn alles gut geht, haben wir morgen eine entsprechende Anhörung.

Das wohl eher nicht. Rechne mit 4 Wochen.

DeepThought


Der 15. Senat des OLG Celle befindet vatersein.de
in den Verfahren 15 UF 234/06 und 15 UF 235/06
als "professionell anmutend".
Meinen aufrichtigen Dank!

AntwortZitat
Geschrieben : 12.06.2008 11:08
(@flommbie)
Schon was gesagt Registriert

Hallo DeepThought,

ja den Kindeswillen hab ich nicht erwähnt. Er schrieb in diesem Jahr in sein Notizbuch: "Ich wünsche mir das ich so früh möglich das ich nach Berlin ziehe. Weil meine Mama immer schlecht über meinen Papa redet und das Nervt mich und macht mich traurig und stinksauer, ich glaube es ist besser wenn ich nach Berlin ziehe weil dann schwirren sohne …. Gedanken im Kopf und ich kann mich endlich besser konzentrieren (…)“. Hinzu kommt, dass er es sich seit Jahren wünscht. Hat aber Probleme dies auszudrücken wenn die Mutter in der Nähe ist.

Ich habe meinen Anwalt gefragt ob es nicht auch besser wäre zunächst einstweilig das ABR zu beantragen. Er meinte, dass nach allen Vorfällen (es sind viel mehr als ich Eingangs schrieb - 7 DINA 4 Seiten) die Chancen relativ gut für ein ASR stünden. Wir werden sehen ...

Grüße

Flommbie


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 12.06.2008 11:22
DeepThought
(@deepthought)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

7 DINA 4 Seiten)

Würde ich gern lesen. Scannen und per Mail?


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Geschrieben : 12.06.2008 12:25
(@flommbie)
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Gerne.... an die Mailadresse im Impressum?


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 13.06.2008 08:37
DeepThought
(@deepthought)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Ja bitte.  :thumbup:


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AntwortZitat
Geschrieben : 13.06.2008 14:45




(@krishna)
Nicht wegzudenken Registriert

Hallo Flommbie,

das Ganze kann auch drei bis vier Monate dauern.  Und wenn sich das JA so äußert, wie es das Dir gegenüber getan hat, dann braucht es schon einen engagierten Anwalt und Richter, um da ans Ziel zu kommen.

Ich kenne ja nicht alle Vorwürfe, die Du erheben kannst, aber ist es nicht sehr wahrscheinlich, dass die Mutter argumentieren wird: Kind geht doch in Therapie. Die Geschichten, die er Dir erzählt, sind erfunden, um Gehör zu finden und Dir nach dem Mund zu reden, usw.

Ich wäre bei einem Anwalt, der sich seiner Sache so sicher ist, sehr vorsichtig. Gerade in solchen Verfahren kann man nie mit völliger Sicherheit sagen, was am Ende geschieht.

Ich wünsche Dir auf jeden Fall viel Kraft!

Grüße

Krishna


Gruß

Krishna

AntwortZitat
Geschrieben : 14.06.2008 16:38
(@flommbie)
Schon was gesagt Registriert

Hallo Krishna,

das würde ja pauschal bedeuten, dass man Kindern nie glauben dürfte. Nicht auszudenken welche Türen man damit Kindesmißhandlern offen halten würde.

Mein Sohn ruft mich nicht weinend an und sagt mir dass er geschlagen wurde oder bricht mir im Auto vor Tränen zusammen weil er Aufmerksamkeit von mir möchte. Es ist aber nicht nur das - seine Schilderungen decken sich mit denen der Nachbarn, Großeltern, dem Bruder. Die Mutter verbreitet dies bei jedem der es hören möchte.

Grüße

Flommbie


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 15.06.2008 20:33
(@hamburg2000)
Nicht wegzudenken Registriert

Hi,

ich möchte die Sache aus der Ferne nicht bewerten.

Vor einiger Zeit gab es mal den folgenden TV Beitrag in ähnlicher Sache: http://www.umweltjournal.de/fp/archiv/AFA_familienrecht/12682.php

Leider ohne Gewinner ...


Ich ziehe nicht aus.

AntwortZitat
Geschrieben : 16.06.2008 11:31
(@krishna)
Nicht wegzudenken Registriert

Hallo Flommbie,

wenn Du das alles nachweisen kannst, stehen die Chancen natürlich besser. Allerdings ist es bei den Familiengerichten ja leider so, dass Zeugen meistens erst gar nicht gehört werden.

Sicher kann man sich da also nicht sein. Trotzdem: Alles Gute!

Gruß

Krishna


Gruß

Krishna

AntwortZitat
Geschrieben : 16.06.2008 11:50
DeepThought
(@deepthought)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Moin,

in Ergänzung: Zeugen in Familiengerichtsprozessen sind selten. Das Fernsehen gaukelt hier eine falsche Welt vor. Allerdings, wenn du die Zeugen zum Termin mitnimmst und dem Gericht anbietest, diese ja anhören zu können, unterstreicht es deine Glaubwürdigkeit; hättest du was zu verbergen, würdest du dich ja nicht trauen, Zeugen auflaufen zu lassen.

DeepThought


Der 15. Senat des OLG Celle befindet vatersein.de
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als "professionell anmutend".
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AntwortZitat
Geschrieben : 16.06.2008 12:40
(@flommbie)
Schon was gesagt Registriert

Hallo,

heute erfahren: das Familiengericht hat am selben Tag des Antragseingangs das Jugendamt und die Mutter zwecks Stellungnahme angeschrieben. Die mündliche Anhörung soll lt. der Richterin (übrigens dieselbe, die mir vor 8 Jahren ungeprüft das gemeinsame Sorgerecht entzog) die laufende Woche stattfinden.  Meine Befürchtung ist, dass nun mein Sohn von der Mutter zur Rede gestellt und in das Verfahren involviert wird. In der Vergangenheit überraschte er mich auch schon mit Begriffen wie Sorgerecht, Umgangsrecht etc..

Er war vergangene Woche auf Klassenfahrt und mein (naiver) Wunsch war es ihn schnellstmöglich aus dieser Umgebung herauszuholen damit genau das nicht passiert. Jetzt beginnt wohl das Trommelfeuer auf den Kleinen und er wird sich für alles rechtfertigen müssen. Am kommenden Wochenende hole ich ihn wieder ab und höchstwahrscheinlich dauert es keine 2 Minuten bis er mir im Auto erzählt, was "Mama" wieder gesagt hat.

Grüße

Flommbie


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 16.06.2008 14:17
(@hamburg2000)
Nicht wegzudenken Registriert

Am kommenden Wochenende hole ich ihn wieder ab und ...

Sorry - aber evtl. wird er wegen Krankheit nicht können ...


Ich ziehe nicht aus.

AntwortZitat
Geschrieben : 16.06.2008 14:20
(@flommbie)
Schon was gesagt Registriert

... alles schon vorgekommen, da er aber immer erzählt was er gemacht hat und ich immer Befunde einfordere, wird sie sich dies in dieser Phase nicht erlauben....

Grüße

Flommbie


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 16.06.2008 14:37
(@krishna)
Nicht wegzudenken Registriert

Hallo Flommbie,

... alles schon vorgekommen, da er aber immer erzählt was er gemacht hat und ich immer Befunde einfordere, wird sie sich dies in dieser Phase nicht erlauben....

hoffen wir, dass Du die Mutter da richtig einschätzt.

Trotz der möglichen Schwierigkeiten für das Kind denke ich, dass die Entscheidung, es nicht einfach bei Dir zu behalten, richtig war. So etwas würde ich nur dann machen, wenn ansonsten mein Kind ganz akuten und massiven Gefährdungen ausgesetzt wäre, die früher nicht so intensiv waren.

Nebenbei: Das Gericht ist tatsächlich schnell. Das lässt hoffen, dass Dein Vortrag dort Eindruck gemacht hat.

Drücke Dir die Daumen!

Gruß

Krishna.


Gruß

Krishna

AntwortZitat
Geschrieben : 16.06.2008 16:59
(@flommbie)
Schon was gesagt Registriert

... danke schön 🙂 

ich habe mich gedanklich auch schon auf das OLG vorbereitet und "Unmengen" an Nerven für diese Verfahren zurückgelegt. 

Grüße

Flommbie


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 16.06.2008 17:58




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