Loslassen - aber wi...
 
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Loslassen - aber wie?

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(@franzi73)
Rege dabei Registriert

Hallo Tannja,

ich glaube auch (wie Krishna) langsam das du noch gar nicht so weit wärst wieder die Verantwortung zu übernehmen. Du suchst meiner Meinung nach nicht nach Lösungen sondern eher nach weiteren Möglichkeiten um das vor dir zu rechtfertigen.  Aber das ist deine Entscheidung und wenn du denkst das es noch nicht soweit ist, dann lass dir noch die Zeit bis du gesundheitlich wieder völlig auf dem Dampfer bist.

Übrigens... die LG von deinem Ex versorgt dein Kind den ganzen Tag mit. Sie steht sicher auch auf wenn Nachts was ist. Kauft für das Kind mit ein. Natürlich wird sie auch Interesse zeigen und zu Elternabenden mitgehen. Ich kann das verstehen, da mir die Kinder meines LG auch nicht egal sind.

Liebe Grüße aus DD

Franzi


AntwortZitat
Geschrieben : 03.02.2009 11:00
(@tannja)

Guten morgen und danke für eure Beiträge.

Ihr braucht euch nicht fü eure Meinungen durch

sorry, Tanja, aber....

zu entschuldigen.....

Aus meinen letzten Beiträgen/Antworen ist
deutlich hervorgegangen, dass wir uns z.Zt. in keinem laufenden
Verfahren befinden, mein Sohn durch flankierende Einrichtungen
an seinem Wohnort Hilfe bekommt. Ich erwähnte auch schon
einmal, dass ich für die Zukunft plane.....

Ich komme im Moment wirklich sehr gut zurecht. Wir befinden
uns in einem Forum und nicht in einem Chat. Von daher möchte
ich die Datenbank nicht überlasten und jeden Beitrag aus Höf-
lichkeit beantworten.
Sollte jemand großes Interesse daran haben, dass ich auf seinen
Beitrag zu meiner Geschichte antworte und dies dann tagelang nicht
geschieht, lasst es mich per PN wissen.

Ich bin guter Dinge, habe auch danke eurem Zutun an Klarheit
gewonnen und werde mich in der nächsten Zeit nun erstmal
bemühen, das umzusetzen.

Bis die Tage, danke nochmal
und allen eine gute Zeit
wünscht euch b.a.w.

Tanja


AntwortZitat
Geschrieben : 03.02.2009 11:38
(@tannja)

Hallo, liebe Foris,

aus aktuellem Anlass bin ich mal wieder interessiert an euren Meinungen und Erfahrungen.

Da die Osterferien vor der Tür stehen, habe ich mit dem JA telefonischen Kontakt aufgenommen. In der Zwischenzeit bin ich weniger aktiv gewesen, um der Dame vom JA nicht auf den Keks zu gehen. Außerdem brauchte ich die Zeit für mich, um mich mental und psychisch auf die weiteren Schritte vorzubereiten. Ich bin diesbezüglich ein gutes Stück weitergekommen.

Was denn nun die weiteren Schritte in meinem Fall sein können, ist mir noch unklar.

Als erstes habe ich die Therapeutin, bei der ich regelmäßige Gespräche - keine Therapie - habe, nochmal auf meine Diagnose angesprochen. Schon klasse: die Diagnose ist nicht gesichert....! Ich habe zu wenig Symptome und zu viele gesunde Anteile. Da zurückliegende psychische Probleme jedoch klar auf der Hand liegen, habe ich nachgefragt, ob wir nicht mal gemeinsam genauer schauen können, was denn überhaupt mit mir los ist/war. Und.... wir werden uns die nächsten Termine genau damit befassen. Ich freu mich drauf, denn ich bin ein Mensch, der immer alles ganz genau wissen will auch wenn das manchmal recht anstrengend ist.

Beim JA habe ich vor 3 Tagen angerufen, um 1. Kontakt zu halten und Interesse zu bekunden und 2. um zu fragen, wie denn der Stand der Dinge ist, nun da die Gruppe unseres Sohnes (..für Kinder mit einem psych. kranken ET) zu ende ist.

Die Dame vom JA ging ursprünglich davon aus, dass die Gruppe im Mai beendet ist und bis dahin hatte sie sich für BU ausgesprochen. Begründung: unserem Sohn ist es nach den Herbstferien im letzten Jahr bei mir (14 tage) sehr schlecht gegangen. Er hat sich Sorgen um mich gemacht und war total verzweifelt. Er war aus seiner Mitte geraten und JA möchte Sohn davor schützen, dass dies wieder geschieht.

Mein Sohn erzählte mir am Telefon, dass die Gruppe jetzt schon  zu ende sei und da bin ich dann gleich tätig geworden, um evtl. Auskunft über die Gestaltungsmöglichkeiten der Osterferien zu bekommen.

Die Dame vom JA ist grundsätzlich ganz nett, versteht, gibt Auskunft und berät ganz gut. Also total daneben ist sie nicht.
Ich war ruhig, freundlich und sachlich. Die Gruppe ist tatsächlich beendet und in 14 Tagen gibt es ein Hilfeplangespräch.
Mein Sohn wird dabei sein. Das finde ich ja schon mal gut. Auf das zurückliegende Angebot von ihr, in den Ferien 2 h mit ihr und Sohni BU zu machen, habe ich Bedenken geäußert. Begründung: unser Sohn würde sehr darunter leiden, wenn ich wieder fahre. Schließlich haben wir uns seit Oktober nicht gesehen.....
Stattdessen würde ich ihn Anfang April gern eine Woche zu mir holen. Sie meint, das ginge nicht. Nach einigem sachlichen hin und her und meiner wiederholten Äußerung, ich würde das alles nicht verstehen bzw. verstehen können, da ich mit meinem Sohn gesprochen habe und es keinen konkreten Vorfall während der Ferien gab, sagte sie dann so Dinge, wie..... vielleicht könne ich ja kurz vor oder nach den Ferien mal nach A. kommen. Sie sprach sich weiterhin klar für BU aus.
Ich sagte ihr dann, soweit ich das wüßte, muss BU vom Gericht entschieden werden und ich wisse ja bis heute nicht, was den unser sohn nun genau geäußert hat und ich hätte da gerne "was Schriftliches" von ihr.
Darauf betonte sie nur: Frau M. ihrem Sohn ist es wirklich sehr schlecht gegangen, er war total verzweifelt. Von daher kann es momentan nur BU geben.

Ich habe konkrete Vorstellungen, wie es dazu kam, dass es unserem Sohn so schlecht ging, aber das kann ich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht einbringen, weil auch massive Kritik am KV dabei ist.

Ich sagte ihr dann, ich wäre daran interessiert, transparenter und enger mit ihr zusammenzuarbeiten und fragte nach der Möglichkeit, für mich SPFH zu bekommen. Der KV tausche sich ja nicht ausreichend mit mir über unseren Sohn aus und ich möchte mit einbezogen werden, was in A. geschieht, schließlich hätten wir ja GSR und ich mache mir als KM ja auch so meine Gedanken.

Sie sagte daraufhin, ich möge mich an mein JA wenden und dann wäre ja das Hilfeplangespräch und dann würde sie ja noch meine Ärztin anrufen wollen, um zu erfragen, ob ich eine feststehende unumstößliche Diagnose hätte oder ob da Bewegung drin wäre und es Veränderungen geben kann...

Außerdem wäre sie keine Psychologin und könne somit nichts über unseren Sohn sagen.  Und dann ganz plötzlich sagte sie, sie fände das sowieso nicht gut, wenn sämtliche Gespräche bei ihr auflaufen und die Kommunikation zwischen den Eltern, die ja GSR haben, müsse wieder hergestellt werden. Und im Endeffekt müsse ich mich mit dem Vater über die Ferienmöglichkeiten unterhalten.
Ich hatte nämlich gefragt, wieso denn der KV die Entscheidung, dass BU stattfindet ans JA abgibt und sich nicht selbst dazu äußert oder gar tätig wird....

Insgesamt hatte ich das Gefühl, dass dieses Telefonat für mich eine Gradwanderung war, denn zwischenzeitlich war schon zu merken, dass es der Dame vom JA nicht ganz so gut gefiel, dass sie "arbeiten" musste und mich nicht einfach in einem Monolog ihrerseits abspeisen kann. Alles verlief - nochmals betont - jedoch sachlich, ruhig und freundlich.

Am Ende fragte ich dann freundlich: wie verbleiben wir?

Nun denn, ich soll mich melden, wenn das Hilfeplangespräch gelaufen ist und ihr dann auch mitteilen, was das JA bzgl. SPFH für mich gesagt habe.

Ich habe insgesamt ein gutes Gefühl, kann aber nicht abschätzen, wie es weiterlaufen wird.

Was lest ihr aus meinen Zeilen oder wer hat Erfahrungen, die meinem Fall ähneln?

Ich freu mich über jede Antwort.

Schönen Sonntag euch allen.

tannja


AntwortZitat
Geschrieben : 15.02.2009 15:14
 xyz
(@xyz)
Zeigt sich öfters Registriert

Hi,

meine Einschätzungin knappen Worten:

Die JA-Dame, mit der Du telefoniert hast, wird gar nichts tun außer abwarten.

Sie wird weiterhin an BU festhalten.

Sie wird vielleicht mit Deiner Ärztin oder Therapeutin sprechen um sich bzgl. ihres Wartens in Sicherheit zu wiegen.

Gruß, xyz


AntwortZitat
Geschrieben : 15.02.2009 18:31
(@tannja)

Danke xyz,

ich habe nicht vor, einen RA einzuschalten auch wenn das insgesamt hier oft empfohlen wird.

Wenn es unserem Sohn wirklich so mies geht, hoffe ich erstmal auf weiterführende Maßnahmen nach dem
Hilfeplangespräch, denn er braucht seine Zeit, um sich zu öffnen, um Vergangenes zu bearbeiten und wieder
Vertrauen in die Zukunft zu gewinnen. Beizeiten wird er schon das ein oder andere auspacken, was ihm in
der Vergangenheit so zugesetzt hat. Im Moment kompensiert er da noch ganz viel über seinen Spieltrieb......
was ja auch ein stückweit gesund ist....

Mir wird insgesamt wohl nichts anderes übrig bleiben, als in den nächsten Tagen meinen Ex anzurufen und ihn
zu fragen, wie ER sich die Osterferien vorgestellt hat.
Kann ja auch mal vorsichtig fragen, was er momentan für einen Eindruck von Sohni hat und ob er BU befürwortet.
Dem JA gegenüber hat er ja gesagt, das Kind brauche die Mutter.....

Vom Hilfeplangespräch bekomme ich hoffentlich einen Bericht und mal sehen, was mit SPFH ist.

Das das komplet negativ für mich abläuft, kann ich nicht ganz glauben. Es wurde ja vom JA auch schon gesagt, dass der Junge sehr an mir hängt.

Kann allerdings sein, dass mein Ex überfordert mit dieser Verantwortung Sohni gegenüber unbewusst dumme Äußerungen macht, die dann wieder tausend Fragen im Kinderhirn produzieren.....

Wir nähern uns den Zeiten, in denen unser Sohn seine eigene Meinung kundtut und das kann für meinen Ex ganz unangenehm werden.

Ich hoffe so sehr, dass er aus Selbstschutz keinen Sch... mit Sohni macht.

Und - xyz - wieso sagt die Dame vom JA, die Kommunikation zwischen den Eltern müsse hergestellt werden und nicht alles über ihren Schreibtisch gehen?? Das hört sich doch so an, als wenn ich nicht mehr lange mit ihr zu  tun haben werde..., oder????

tannja


AntwortZitat
Geschrieben : 15.02.2009 19:43
DeepThought
(@deepthought)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Moin,

Sie wird vielleicht mit Deiner Ärztin oder Therapeutin sprechen um sich bzgl. ihres Wartens in Sicherheit zu wiegen.

Hierzu bedarf es einer Schweigepflichtsentbindung, die ich nicht geben würde.

DeepThought


Der 15. Senat des OLG Celle befindet vatersein.de
in den Verfahren 15 UF 234/06 und 15 UF 235/06
als "professionell anmutend".
Meinen aufrichtigen Dank!

AntwortZitat
Geschrieben : 15.02.2009 20:38
(@tannja)

Hallo Deep,

das habe ich bereits getan, da ich mich kooperativ zeigen wollte und dass ich nichts zu verbergen habe.

Ich könnte die Schweigepflichtsentbindung - war nur mündlich - mit einem Anruf zurücknehmen.

Frage mich nur, ob das die SB JA nicht versäuert..

Wie ginge es denn deiner Meinung nach dann weiter?

Kommen dann die ganzen GA Aktionen zum Tragen?

Wird  das die ganze Familie betreffen?

Ich hab da so gar keine Ahnung und kriege leider so gar keine Idee auch wenn ich andere Fälle hier im
Froum studiere. Bin nicht naiv, kann bloss nicht böse genug denken....

Bitte antworte mir kurz, da ich deinen Rat wirklich in Erwägung ziehe und schnell handeln muss.
Das Telefonat muss ich bis Mittwoch getätigt haben.

1000 Dank

tannja


AntwortZitat
Geschrieben : 16.02.2009 00:44
(@tannja)

Hallo, ihr Lieben,

in "Behörden und Gerichte" schrieb ich zuletzt, da es lt. JA z.Zt. bei meinem Sohn und mir nur BU geben kann.

Ich weiß nicht, wo das hinführen wird. Einen ersten Termin gab es noch nicht. Am 26. Februar wird mein Ex nebst Sohn an einer Hilfekonferenz des JA  teilnehmen, da es unserem Sohn wohl z.Zt. nicht ganz so gut geht.

Nun zu meinem "neuen" Problem:

Bis vor einem halben Jahr wusste ich noch , was unseren Sohn bedrückt und erntete regelmäßig ganz feste Umarmungen, wenn ich mir Zeit für ihn genommen hatte und mich vorsichtig zu seinem Problem "durchgearbeitet" hatte. Die Art, wie ich das tat, liebte er über alles, fühlte sich geborgen, angstfrei, erleichtert, respektiert, ernstgenommen etc.

Nun bin ich an einem Punkt angelangt, wo ich diesbezüglich  nur noch Unsicherheiten spüre.......

Da der KV - mit LG und Sohn 350 km entfernt wohnend - sich mit mir überhaupt nicht über unseren Sohn unterhält und unser Sohn sehr unregelmäßig mit mir telefoniert, weiß ich so gut wie nichts über seinen Alltag etc. Trotz GSR bin ich zu dem Hilfeplangespräch nächste Woche nicht eingeladen worden.

Ich kann also immer nur mutmaßen, was gerade in A. los ist und wie es Sohnemann geht. Das zermürbt mich total.

Mit fast 11 Jahren bin ich einerseits dafür, dass er altersgerecht "sein Ding macht", sich anfängt abzunabeln und viel mit seinen Freunden unterwegs ist. Dennoch wünsche ich mir einen regelmäßigen Telefonkontakt, zu dem ich unseren Sohn ja nicht zwingen kann.

Mutmaßend gibt es für mich einen wahrscheinlichen Grund für die unregelmäßige Kontaktaufnahme.

In A. wird z.Zt. viel über BU, Feriengestaltung u.ä. gesprochen. Da er einen starken Loyalitätskonflikt hat, vermeidet er meiner Meinung nach in dieser Zeit den Kontakt zu mir, da er nach den ganzen Geprächen und evtl. auch Beeinflussung durch den KV und LG dann einfach in seine Welt wieder eintauchen möchte um Überforderung zu kompensieren. Er will einfach vermeiden, dasss wir uns am Telefon auch noch darüber unterhalten.

Nun war aber vereinbart, dass er mich anruft und von seinem Zeugnis berichtet. Dies hat er unaufgefordert nicht getan.
Ich rief meinen Ex an und teilte ihm mit, dass es z. Zt.  durchaus i.o. ist, wenn unser Sohn keine Lust hat, mit mir zu telefonieren, aber die Vereinbarung, mir vom Zeugnis zu berichten, müsse er schon einhalten......

Dann kam ein Anruf von unserem Sohn. Per Handy während einer Autofahrt zum Supermarkt.... Ein totales Chaos im Hintergrund. LG von KV redet dazwischen, Sohn total aufgedreht. Irgendwann waren sie im Supermarkt angekommen, ich erfuhr von etwa vier Zweiern im Zeugnis. Den Rest wusste er nicht. Er entdeckte eine Pokemon-Zeitung mit CD für nur 2,99 und rief seinen Vater quer durch den Supermarkt, damit er kommt und sich die anschaut und bitteschön kauft.

Um überhaupt mal wieder mit ihm zu sprechen, liess ich dieses Verhalten zunächst durchgehen und sagte ihm, er könne mich ja anrufen, wenn er zu hause ist und das Zeugnis zur Hand hat. Als ich lediglich vorsichtig anmerkte, dass mir das Gespräch zu chaotisch ist und so nicht geht, fing er an zu Nörgeln und Motzen wie ein bockender, verwöhnter 7-8 Jähriger.

Ein Anruf von zu Hause mit dem Zeugnis zur Hand blieb aus.

Ich habe trotz meines Verständnisses, dass unser Sohn in der jetzigen Zeit ein nicht ganz "normales" Verhalten an den Tag legen kann, insgesamt ein total besch... Gefühl, da ich insgesamt völlig ausgeblendet werde und eigentlich nur noch als Mama in der Ferne existiere, die dann irgendwann mal wieder ein paar Tage mit dem Kind verbringen kann.

Unser Sohn gestaltet sein Leben so, wie er es braucht, um mit der Entfernung zu mir umgehen zu können.
Wenn er in den Ferien dann wieder ein paar Tage bei mir verbringt, bricht er dann wieder total zusammen, weil er spürt, wie sehr er mich vermisst hat. Und dann heißt es wieder: der Umgang mit KM tut Kind nicht gut.

Was soll ich bloß tun?

Meiner Meinung nach muss schnellstmöglich eine verläßliche Umgangsregelung geschaffen werden, damit der Kleine bzw. Große seinen Seelenfrieden wiederfinden kann.

Wie mache ich das dem JA und dem KV klar?

Wie gehe ich mit unserem Sohn in der Zwischenzeit um?

Die Grübelei darüber erschöpft mich total und ich komme zu keinem Ergebnis.

Wer hat ähnliches erlebt und evtl. gemeistert und erzählt mir davon?

Danke im Voraus.

tannja


AntwortZitat
Geschrieben : 19.02.2009 14:32
(@tannja)

Hallo, ihr Lieben,

heute überschlagen sich die Ereignisse. Tut mir leid, dass ich hier aus aktuellem Anlass
alle Themenbereiche mit meiner Geschichte belege.

Allerdings habe ich eine ganz heiße Frage zum Thema BU.

In unserem Fall war BU für mich vom JA empfohlen. Zwischen dem KV und mir haben keine
Gespräche stattgefunden. Das JA meinte auch, die Osterferien könnten nicht stattfinden.

Und jetzt kommt´s:

Gerade ruft mich mein Sohn an und fragt mich, ob er von Samstag auf Sonntag bei mir übernachten
kann, da Papa Freunde in meiner Nähe besucht.......

Ich verstehe nur Bahnhof und frage mich, ob diese Aktion die Empfehlung des JA zunichte macht.

Eigentlich könnte ich doch jetzt umgehend einfordern, dass wir einen Umgangsregelungsvertrag
machen. Mit meinem Arbeitgeber ist alles geklärt und ich kann klare Zeiten benennen, die ich
dann auch einhalten kann.

Stellt sich die Frage, ob ich das über einen RA mache oder Gespräche mit Ex und JA führe ??

Danke für eure Antworten im Voraus.

LG tannja

-----------------------------------
***edit: @ tannja,

es bringt nichts, hier zum selben Thema laufend neue Threads anzufangen - wo soll man denn antworten? Ich habe die Themen daher zusammengeführt


AntwortZitat
Geschrieben : 19.02.2009 19:28
(@tannja)

Hallo, ihr Lieben.

Das Wochenende mit meinem Sohn war wunderschön. Obwohl ich ihn am Samstag abend mit zur Arbeit nehmen
musste, ist organisatorisch alles problemlos und stressfrei für den Kleinen bzw. Großen gelaufen. Er fand das total
spannend auf meiner Arbeit (Gastronomie) und hat sich schön von meiner Kollegin bedienen lassen. Voll cool.

Mit seinem Charme hat er ein paar weibliche Gäste erobert, ist mit den ihrem Hund Gassi gegangen und hat dafür
Geld bekommen. Wenn er wieder bei mir ist, sollen wir auf jeden Fall zu denen zum Kaffetrinken kommen oder wir
machen eine Wanderung.

Er hat den Wechsel total gut hinbekommen, sowohl bei der Ankunft als auch bei der Abreise.
Ich habe nach der langen Zeit des Leidens anscheinend nun endlich einen Punkt erreicht, an dem ich
den ganzen Müll und die Attacken meines Ex nebst LG hinter mir lassen kann und einen entspannten stolzen
Blick auf meinen Sohn habe.

Er ist stabiler, als ich dachte. Natürlich muss darauf geachtet werden, dass der Loyalitätskonflikt nicht wieder
aktiviert wird.
Es beruhigt mich ungemein, dass er nicht so überbrav wie sonst war und auch in Gesprächen mit ihm
zeigten sich ganz deutlich die Anzeichen der Pubertät und eine klare eigene Meinung. Der Typ ist einfach
nur klasse.
Er ist sooo lange gegängelt und konditioniert worden und trotzdem hat er sich so toll entwickelt.
Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie froh ich bin.

Die SB vom JA ist übrigends wirklich total i.o.. Ich habe mittlerweile einen sehr guten Draht zu ihr. Das Umgangs-
konzept habe ich ihr auch schon vorgestellt. Läuft alles wunderbar.

Ein Thema beschäftigt mich noch ein wenig. Und zwar:

Sohn und ich sind ja 350 km voneinander entfernt. Angeblich ist mein Ex weggezogen, weil er seine Arbeit
verloren und im Wohnort der LG einen neuen Arbeitsplatz gefunden hat.
Das war schlichtweg gelogen, denn kurz nach dem Umzug bekam ich eine Aufforderung Unterhalt zu zahlen und
mein Ex war arbeitslos in der neuen Stadt, einen potentiellen Arbeitgeber hat es für ihn nicht gegeben.
Irgendwann war er dann doch mal kurz berufstätig. Unser Sohn erzählte mir allerdings, dass sich das mittler-
weile wieder erledigt hat und beide (also auch LG) wieder arbeitslos sind.
Eine Frau auf der Arbeit von Papa habe seine Arbeit manipuliert, so dass er immer Ärger bekommen hat.
Ob er von sich aus gekündigt hat oder gekündigt wurde, weiss ich nicht.
Definitiv ist im Haushalt des KV genug Geld vorhanden. Die Wahrscheinlichkeit, dass er vor kurzem das Geld einer
Erbschaft an die Seite geschaffft hat, liegt bei 85%.

Frage an euch:

Wie kann ich das freundlichst einfordern, dass er sich an den Kosten des Umgangs beteiligt ? Ich möchte
keine neuen Streitigkeiten entstehen lassen.
Ich habe so die Idee, dass er die 20,00 Euronen für die Übernachtung des Kleinen in meiner Pension und evtl.
weitere 20,00 Euronen für anteilig Fahrkosten, Verpflegung und Freizeit übernehmen könnte.

Ich freue mich, wenn ihr mir von euren Erfahrungen berichtet. Lasst mich bitte auch wissen, wenn solche
Verhandlungen bei euch erfolglos waren.

Ich muss diese Thematik echt angehen, denn ohne Unterstützung wird das finanziell sehr knapp für mich und
in manchen Monaten evtl. nicht realisierbar.

Vielen herzlichen Dank und eine schöne Woche.

tannja


AntwortZitat
Geschrieben : 23.02.2009 14:28




(@beppo)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Hallo Tannja,

ich kenne jetzt deine Zahlen nicht mehr so genau aber die Chancen sind, zumal es um KU geht sehr gering.

Der BGH hat gesagt, dass bestenfalls der SB "moderat" angehoben werden kann, wenn der Umgang nicht aus anderen Mitteln bezahlt werden kann.

Da das dann aber fast immer zu Lasten des KU gehen würde, der in diesem Fall dann ja auch unterste Stufe wäre, wird das dann i.d.R. auch wieder nicht gehen.

Mir selbst wurden Umgangskosten zugebilligt aber nur gegen EU und auch nur, weil diese Eheprägend waren (Umgang mit meiner vorehelichen Tochter)

Gruss Beppo


Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.

AntwortZitat
Geschrieben : 23.02.2009 15:10
(@tannja)

Danke Beppo,

was mich bei der Sache so aufregt ist, dass ich als zahlender Elternteil immer
eine erhöhte Erwerbsobligenheit hab und dazu verpflichtet bin 1 Mio. Bewerbungen zu schreiben u.ä.
und mein Ex kann es sich erlauben, nur weil ihm was nicht passt, den Job zu kündigen oder sich
so zu verhalten, dass er gekündigt wird.

Ich will jedoch - wie bereits erwähnt - keinen Streit und möglichst keine RAs mehr.

tannja


AntwortZitat
Geschrieben : 23.02.2009 15:58
(@beppo)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Genau so ist die Rechtslage in D.

Wer die Kinder hat, hat die Macht.

Darum gibt es Seiten wie diese.

Gruss Beppo


Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.

AntwortZitat
Geschrieben : 23.02.2009 16:00
(@tannja)

na, dann freu ich mich mal einfach, dass die
dinge besser laufen als noch vor 1 paar wochen
und dass es sohnemann gut geht und lege mir
nur noch eine scheibe wurst auf´s brot.
bin eher der natürliche bescheidene typ.
was für ein vorteil.

schöne woche noch

tannja javascript:void(0);


AntwortZitat
Geschrieben : 23.02.2009 16:08
(@tannja)

Hallo Ihr lieben Foris,

möchte kurz mal die Geschehnisse aktualisieren und dann stellt sich mir eine wichtige Frage,
die mir echt Bauchschmerzen bereitet.

Wer meine Geschichte kennt, weiß dass Sohn (11) 350 km von mir entfernt bei KV und Lebensgeährtin wohnt.
Wir haben mit dem JA zu tun, welches Weihnachtsferien "gestrichen" hatte, Vater machte mit und JA sprach sich
weiter für BU aus, da Sohn Wechsel zwischen KV und mir schlecht handeln kann.

Hatte etliche gute Gespräche mit JA. SB versteht mich und meine Sorgen, hält sich aber bedeckt, wenn es darum
geht, zu erfahren, ob KV sich angemessen kümmert und Nöte von Sohn versteht und auch mal bei sich schaut, ob
seine Beziehung zu Sohn und Erziehungsstil u.ä. so i.o. sind, wie´s aktuell läuft.
Ich habe da berechtigte Bedenken, da Sohn sich oft zu ruhig und unzufrieden und anhänglich bei mir zeigt. Er hat
schon seit längerem Angst, wenn er mir sein Herz ausschüttet, dass ich dann mit KV rede und er, also Sohn, dann
von ihm also KV Ärger bekommt.

BU war vom JA nur eine Empfehlung und SB bleibt dabei. Die Gruppe des Kleinen ist beendet und es gab ein
Hilfeplangespräch. Berichte darüber liegen mir nicht vor. SB JA hat festgestellt, dass Sohn von der Gruppe profitiert
hat und weiter Unterstützung möchte. Dies wird jetzt dem Team vorgestellt. Auf mein Nachfragen, was für Hilfe das
denn sein kann, hieß es Soz.Päd. Familienhilfe oder Erziehungsbeistand. Ich sprach mich für weitere Unterstützung aus.
SB JA sagte aber, ich solle mich nicht zu früh freuen, da das erstmal im Team besprochen werden muss.

Sohn war inzwischen mit einer Übernachtung bei mir. Alles war super entspannt und schön, wenn auch kurz. Er kam
mit einem Lächeln, erlebte mich und KV unauffällig und neutral im Kontakt, nahm dies mit Freude auf, genoss die
Zeit und fuhr wieder mit einem Lächeln. Total schön.

Mein Ex stand allerdings in Designerklamotten vor mir, strahlte den Kleinen an, wie kurz nach der Geburt und leuchtete
als hätte er Ecxtasy genommen.

In einem späteren Telefonat fragte ich nach den Osterferien. Er sagte, er könne sich nicht übers JA hinwegsetzen und
die Ferien bei mir erlauben. Ich klärte ihn auf, dass JA sagte, wir hätten das zu klären, da beide Sorgerecht. Er wollte
das dann mit dem Amt klären.

Nun gut. Ich stelle fest, mein Ex, dem es mal gar nicht gut ging, dreht total am Rad. Er hat wegen arger probleme mal
sein Heimatland verlassen und ist nach Deutschland gekommen. Wenn ich arge Probleme sage, dann meine ich das.
Er scheint diese Zeit aber vergessen zu haben und hat sich nicht immer auf ehrliche Art eine schöne neue Welt auf-
gebaut. Er sagt Dinge, die definitiv nicht stimmen und glaubt das so fest, dass er mit seiner Verkäufer-Art sogar sein
jetziges Umfeld davon überzeugen kann. Ich sprach heute mit einer Freundin, die sagte so eine extreme Art kenne sie
nur von einem ehemaligen Bekannten, der massive Alkoholprobleme hatte.

Ich will jetzt nicht sagen, dass mein Ex mit Drogen oder Alkohol zu tun hat. Ich habe seine Art nur kurz versucht möglchst
bildlich zu beschreiben.

Mein Sohn fühlt sich oft nicht wohl. Das hängt mit Sicherheit auch mit dem Alter zusammen. Pubertät total im Anmarsch.

Er ist oft total genervt und findet seinen Vater und dessen Rüschenhemden, Designerschuhe und ständigen gesell-
schaftlichen Events total peinlich und meint: so ist Papa eigentlich gar nicht.

Mein Ex läuft also auf Hochtouren, Selbstverar...schung aus diversen Gründen inbegriffen und mein Sohn mittendrin muss das alles mitmachen, damit das Gesamtbild der heilen Familie stimmt.

Grundsätzlich traue ich meinem Sohn schon einiges zu. Allerdings habe ich auch ein wenig - typisch Mama - Angst,
dass er anfängt alles in sich reinzufressen und sich evt. doch nicht so toll entwickelt.

Ich bin ja ziemlich weit ab vom Schuss, werde aber jetzt alle 5 - 6 Wochen nach ... fahren und ihn kurz besuchen.
Telefonisch läufts bei uns eher schleppend und wechselhaft.

Mir geht es total mies damit, dass ich in dieser Zeit nicht öfter bei ihm sein kann. Ich würde ihn gern in seiner jetzigen
Zeit begleiten mit allem was dazugehört. Wenn wir zusammen sind, erzählt er immer ganz viel und will sich mit mir
über Gott und die Welt unterhalten bis hin zur Farbe der Wasserstoffatome. Ich weiss nicht, ob der KV nebst LG auch
Raum für solche Dinge gibt. Die Kritik am KV und Tendenz zu mir sprechen doch dafür, dass Sohni einen Ausgleich
sucht. Auch dass er Angebote vom JA liebendgerne annimmt ist für mich ein Zeichen.

Nun endlich meine Frage: Wenn es nach der Teambesprechung JA keine weitere Unterstützung für Sohn geben soll/ kann, welche Möglichkeiten habe ich, doch noch etwas für ihn rauszuholen? Wie gesagt, liegen mir keine Berichte vor.
Werden überhaupt Berichte geschrieben und kann ich dagegen Widerspruch einlegen?

By the way: längere Gespräche zwischen mir und meinem Ex werden nicht möglich sein. Da komme ich nicht zu Wort
und er schreit nur, um alles abzublocken und legt dann auf.

tannja


AntwortZitat
Geschrieben : 09.03.2009 17:45
(@tannja)

Hallo, liebe Foris,

lange hab ich nichts von mir hören lassen.

Stand der Dinge: Uns geht es allen sehr gut. Mein Sohn und ich sehen uns regelmäßig und so oft wie wir es
einrichten können. Mit dem JA haben wir nichts mehr zu tun. Der BU ist nie offiziel durch Gericht festgesetzt worden.
Ich habe die SB des JA in sachlichen Gesprächen dazu gebracht, sich zurückzuziehen und uns Eltern mit Gemeinsamen Sorgerecht lediglich dann mit Maßnahmen zu unterstützen, wenn Sie von uns gewünscht sind und dann eben auch angebrachte Wege zu gehen und nicht so´n Quark wie BU in die Welt zu rufen.

Hierbei möchte ich es belassen und mich vom Forum verabschieden. Meine Daten und Beiträge bitte ich zu löschen. Macht ja keinen Sinn, wenn die paar Beiträge von mir hier noch ewig die Datenbank belasten.

Mein Alltag gibt es leider nicht her, die Beiträge anderer Foris zu verfolgen. Insgesamt gesehen verfüge ich leider auch nicht über ausreichend Erfahrung mit der Materie, um anderen eine Hilfe zu sein.

Ich wünsche Euch allen und Euren Familen und Ex-Familien und besonders den Kids alles erdenklich Liebe und Gute.

Wer noch Fragen hat, kann ja nochmal schreiben. Ich antworte gern, sofern ich dann noch nicht, wie drum gebeten, gelöscht wurde.

lg tannja


AntwortZitat
Geschrieben : 27.05.2009 14:34
DeepThought
(@deepthought)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Moin,

danke für dein Update.

Meine Daten und Beiträge bitte ich zu löschen. Macht ja keinen Sinn, wenn die paar Beiträge von mir hier noch ewig die Datenbank belasten.

Naja, die 1,001 KByte habe ich noch in Reserve. Deinen Account solltest du sinnvollerweise bedarfsgesteuert selbst löschen.

DeepThought


Der 15. Senat des OLG Celle befindet vatersein.de
in den Verfahren 15 UF 234/06 und 15 UF 235/06
als "professionell anmutend".
Meinen aufrichtigen Dank!

AntwortZitat
Geschrieben : 27.05.2009 14:40
(@midnightwish)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Hallo tannja,

deinen Account kannst du selbst löschen.

Aber ich schließe das Thema hier. Damit dürfte es ja auch abgeschlossen sein.

Euch wünsche ich alles Gute.

Tina


Ein gebrochenes Versprechen ist ein gesprochenes Verbrechen

AntwortZitat
Geschrieben : 27.05.2009 14:51
Seite 3 / 3