Loslassen - aber wi...
 
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Loslassen - aber wie?

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(@tannja)

Deep Thought,

ist mir so nicht bekannt, dass dieser Ausdruck dafür auch benutzt wird.

Ich beschäftige mich schon mit meiner Störung und bin ja auch in Behandlung.
Soweit ich dass weiß, wäre Borderline irgendetwas zwischen Psychose und Neurose.

Dies ist bei mir nicht der Fall.


AntwortZitat
Geschrieben : 31.01.2009 00:27
(@krishna)
Nicht wegzudenken Registriert

Hallo Tannja,

wenn Du dich mit deiner Störung auseinandersetzen würdest, dann müsstest Du das wissen. Borderline ist ein Schwamm, der viele Erscheinungsformen haben kann. Damit es ein echter Borderliner ist, müssen halt ganz bestimmte Merkmale erfüllt sein.

Eine emotional instabile Persönlichkeit ist aber ein wesentlicher Teil des Borderliner-Daseins.

Mit dieser Diagnose hast Du es natürlich schwer im Hinblick auf deinen Sohn. Ich würde sagen, da gibt es allenfalls dann Chancen, wenn ein Psychologe dir bescheinigt, dass Du nahezu beschwerdefrei bist und dauerhaft stabil sein wirst. Nur, das ist bei dieser Erkrankung enorm schwierig.

Gruß

Krishna


Gruß

Krishna

AntwortZitat
Geschrieben : 31.01.2009 01:19
(@galaxy878)
Nicht wegzudenken Registriert

Guten abend zusammen,

Um eure Diskussion über das Störungsbild etwas zu objektivieren....... Diagnosen werden in Anlehnung an die ICD 10 klassifiziert. Da findet sich folgendes:

F60.3x: Emotional instabile Persönlichkeitsstörung

Definition

    Eine Persönlichkeitsstörung mit deutlicher Tendenz, Impulse ohne Berücksichtigung von Konsequenzen auszuagieren, verbunden mit unvorhersehbarer und launenhafter Stimmung. Es besteht eine Neigung zu emotionalen Ausbrüchen und eine Unfähigkeit, impulshaftes Verhalten zu kontrollieren. Ferner besteht eine Tendenz zu streitsüchtigem Verhalten und zu Konflikten mit anderen, insbesondere wenn impulsive Handlungen durchkreuzt oder behindert werden. Zwei Erscheinungsformen können unterschieden werden: Ein impulsiver Typus, vorwiegend gekennzeichnet durch emotionale Instabilität und mangelnde Impulskontrolle; und ein Borderline- Typus, zusätzlich gekennzeichnet durch Störungen des Selbstbildes, der Ziele und der inneren Präferenzen, durch ein chronisches Gefühl von Leere, durch intensive, aber unbeständige Beziehungen und eine Neigung zu selbstdestruktivem Verhalten mit parasuizidalen Handlungen und Suizidversuchen.

Exkl.:
    Dissoziale Persönlichkeitsstörung (F60.2)

F60.30 Impulsiver Typ

Inkl.:
    Persönlichkeit(sstörung):

        * aggressiv
        * reizbar (explosiv)

F60.31 Borderline-Typ

Ihr habt also insofern recht, dass Borderline ein Untertyp der emotional instabilen Persönlichkeitsstörung ist.

Für die weitere Zukunft bezüglich deines Sohnes wird es wichtig sein, dass festgestellt wird, dass von dir keine Kindswohlgefährdung ausgeht. Ein "Erziehungsgutachten" könnte dafür notwendig sein.
Als Therapieform könnte eine kognitive Verhaltenstherapie zielführend sein.

Jetzt wieder eine Frage von mir:
Kam es jemals zu Übergriffen von dir bezüglich deines Kindes? Ansonsten wäre bei der Komplexität der Geschichte auch hilfreich euren Sohn bei einem Kinder- und Jugendpsychiater vorzustellen. Er scheint doch schon einiges mitgemacht zu haben - ich finde zumindest diese Situation aus Kinderaugen betrachtet schon ziemlich krass.

3. Mein Sohn hat vor gut 2 Jahren auf eigenen Wunsch eine Nacht im Kinderheim verbracht. Er wollte einfach nicht mehr von mir weg. Ihr könnt euch nicht vorstellen mit was für einer Kraft er sich an mich geklammert hat.  Ich rief das JA an, um evtl sofort mit meinem Sohn dort vorsprechen und Hilfe bekommen zu könne. Die zuständige SB (eben genau die Dame, mit der ich mir leider nicht ganz grün war), meinte, sie hätte gerade Sprechstunde und das Wartezimmer wäre voll. Ich erreichte dann zum Glück den Leiter einer flankierenden Einrichtung (soz. päd. Famiilienhilfe), der unsere Familie kannte und dieser nannte mir Notrufnummern.
Ich habe das alles sehr gut und ohne große Dramatik in die Wege geleitet. Eine Dame vom JA-Notruf sprach sehr lange mit meinem Sohn und er sagte immer wieder: Nein, ich geh nicht zu Papa. Dann eben ins Heim.
Ich hatte meinem Sohn gesagt, dass er mit dieser Entscheidung seinen Willen bei mir wohnen zu wollen nicht so einfach durchsetzen könne. Auch machte ich ihm klar, dass ich am nächsten Morgen nciht mit frischen Brötchen zu ihm kommen könnte, sondern er wohl mit der SB vom JA sprechen würde. Er blieb bei seiner Entscheidung.

Er wurde von der SB des JA dem Vater übergeben, da diese keinen Anlass für einen weiteren Heimaufenthalt o.ä. sah.

Noch versteh ich nicht, was bei euch eigentlich abgeht??!??

Grüße
galaxy


AntwortZitat
Geschrieben : 31.01.2009 04:38
(@tannja)

Guten Morgen zusammen und

danke Krishna, danke Galaxy.

Die Sache mit den Diagnosen ist wirklich sehr schwierig. In meinem Fall habe ich oft erlebt, eigentlich fast immer, dass Ärzte o.ä. sagten:

"Naja, das trifft es nicht ganz und Sie kommen ja auch prima zurecht, Frau M., aber irgendwas müssen wir ja schreiben."

Und genau das ist der Punkt, wo es für mich schwierig wird. Ich denke zu gegebener Zeit wird es ein Gutachten geben müssen. Aber das hilft mir im Moment nicht weiter. Ich habe ja aktuell mit dem JA zu tun (Gruppe für Sohn und BU). Mein Vertrauen hält sich in Grenzen und wenn die SB noch so nett und freundlich ist. Ich gehe stark davon aus, dass das JA, um sich die Arbeit zu erleichtern, nach Aktenlage urteilt. Gut ist, dass die SB mich gebeten hat, meine Ärztin von der Schweigepflicht zu entbinden, so dass Sie sich mit dieser "mal über mich unterhalten kann". Ich kann davon ausgehen, dass dieser Anruf seitens des JA bei meiner Ärztin sehr positiv für mich verläuft.
Schlecht ist, dass die SB diesen Anruf schon vor Wochen tätigen wollte und dies nicht geschehen ist. Stattdessen hat sie auf JA-Ebene agiert und das JA hier, mit dem wir das letzte mal gute 3 Jahre vor dem Umzug zu tun hatten, kontaktiert.

Somit ist weder ein Akteneintrag noch sonst welche Informationen über meinen Gesundheitszustand  a k t u e l l. Da jetzt etwas in die Wege zu leiten, ist auch nicht angezeigt, da wir uns ja in keinem laufenden Verfahren befinden.

Grundsätzlich kann man sagen, dass meine Störung / Erkrankung oder was auch immer, nicht von starken Symptomen oder stark verschobener Wahrnehmung geprägt ist. Es muss schon ne ganze Menge passieren, bevor ich dekompensiere.
Aus aktuellem  Anlass reicht es mir nun aber nicht mehr, "gut zurechtzukommen" und von den Ärzten nur Positives zu hören.
Ich habe mir darüber  den Kopf zerbrochen, was in der Vergangenheit eigentlich alles passiert und echt schief gelaufen ist.
Mein Ex hat in der Vergangenheit ein sehr sprunghaftes, rivalisierendes Verhalten an den Tag gelegt. Es gab auch ständig Veränderungen in seinem Leben (Partnerwechsel, Arbeitsplatzwechsel und 3 Umzüge in 2 Jahren!!!)
Seine ständig wechselnden Launen machten einen Umgang bzw. Gespräche schier unmöglich.
Ich konnte das alles nicht begreifen und stand sprachlos und aufgrund meiner Störung, mangelnder familiärer Unterstützung und schlechten Erfahrungen mit JA etc. auf recht wackeligen Beinen da und versuchte mich immer so zu Verhalten, dass unser Sohn keinen Schaden nimmt.

In der Praxis sah das so aus, dass ich oftmals den Mund hielt, wenn ich eigentlich hätte was sagen müssen. Denn mein Ex stritt auch übelst im Beisein unseres Sohnes mit mir. Ich ließ mich darauf nicht ein, um zu vermeiden, dass es bei der "Kindesübergabe" zu Eskalationen (sich Anschreien) kommt.

Wie bereits erwähnt, möchte ich das Vergangene nochmal beleuchten und be- und letztendlich verarbeiten. Ich werde darüber berichten, was "bei uns eigentlich los ist", wenn ich das klar und verständlich formulieren kann.

Es kam zu keinen Übergriffen auf unseren Sohn meinerseits.

Zu dem Vorschlag, das Kind einem Psychiater vorzustellen, kann ich folgendes sagen:

Als mir das JA aus ... mitteilte, dass unser Sohn jetzt an dieser Gruppe teilnehme, habe ich mich gleich erkundigt, ob es möglich wäre, dass unser Sohn eine Therapie bekommt, da ich das für dirngend notwendig finde. Laut JA wird das Ende der Gruppe abgewartet. Dann gibt es einen Haufen Gespräche und es wird dann entschieden, ob "weiterführende Maßnahmen" sinnvoll  sind.

t.


AntwortZitat
Geschrieben : 31.01.2009 13:36
 xyz
(@xyz)
Zeigt sich öfters Registriert

Hallo Tanja,

Meine Frage:

- Wie seht ihr meine Chancen, wenn mein Sohn (was ja jetzt schon der Fall ist), in 1,2 oder gar 3 Jahren bei mir  einziehen möchte? Werde ich diesen Psychostempel nochmal los? Wird man sich die Mühe machen und meinen Gesundheitszustand neu beurteilen ?

Meiner Erfahrung nach ist es sehr schwierig bis unmöglich, diesen "Stempel" beim JA los zu werden. Zum einen, weil es Usus ist so zu denken und zum anderen, weil sie sich auch oft keine Mühe machen wollen. Du schreibst ja, daß Deine SB die frühere SB angerufen hat, nicht aber Deinen Arzt, der akutell Auskunft geben könnte.

- Soll ich eine Therapie anfangen, um irgendwann mal beweisen zu könne, dass ich eine gemacht habe und alles im Griff habe?

Das ist auch so ein zweischneidiges Schwert. Denn sie können das auslegen wie sie wollen und wie es gerade besser paßt.
Variante A wäre: Sie hat eine Therapie gemacht - also muß sie psychisch krank sein.
Variante B wäre: Sie hat eine Therapie gemacht - wenn diese "erfolgreich" ist sie jetzt stabil bzw. hat ihr Leben im Griff.

- In welchem Alter hat mein sohn das erste Mal eine kleine Chance mitzubestimmen?

Dazu hast Du ja schon Antworten bekommen. Auf jeden Fall.

Ich danke euch im Voraus für die Mühe, euch diesen Text einzuverleiben und freue mich über jede Antwort und wenn sie noch so kurz ist. Ich hoffe auf Reaktionen von euch.

Gruß, xyz


AntwortZitat
Geschrieben : 31.01.2009 18:08
 xyz
(@xyz)
Zeigt sich öfters Registriert

Ich bin ein sehr selbstreflektierter, selbstkritischer und kritikfähiger Mensch.

Huih - solche Eigeschaften sind m.E. eher nachteilig in der Zusammenarbeit mit dem JA. Denkende Menschen werden dor leicht als Querulanten eingestuft, zumindest wenn sie ihre Gedanken laut äußern.


AntwortZitat
Geschrieben : 31.01.2009 18:12
(@tannja)

Danke xyz für deinen Beitrag.

Ich sehe das auch so, dass immer alles ausgelegt werden kann, wie es gebraucht wird und ins eigene Konzept passt.

Gerade heute habe ich entschieden, den BU-Besuch von 2 h in den Osterferien nicht zu machen, da mein Sohn wieder aus dem Gleichgewicht geraten würde in so einer besch.....  Situtation und ich nach 2 h wieder wegfahre.

Sollte die SB vom JA Interesse bekunden, mich kennenzulernen, kann ich den Besuch in .... ja nutzen, um mit ihr einen
Gesprächstermin zu machen.

Mal abwarten, wie die Kontakte per E-Mail und Telefon mit meinem Sohn sich entwickeln. Er ist ja in einem recht interessanten Alter. Diesbezüglich werde ich mir auch nochmal unabhängig von der SB des JA Unterstützung suchen.

Ach, das sagte ich ja bereits.

Ich vertraue einfach mal in die Fähigkeiten meines Sohnes und hoffe, dass er bei soviel Betreuung immer einen guten Ansprechpartner findet, wenn er Kummer hat.

Ansonsten halte ich einfach die Ohren steif und kümmer mich um meine Existenz und Weiterkommen im Job.

tannja


AntwortZitat
Geschrieben : 31.01.2009 18:45
(@tannja)

xyz

Gerade habe ich noch deinen Kommentar zu meiner Selbsdarstellung

kritikfähig, selbstreflektiert .... gelesen:

Du hast so was von Recht !!!!!
Die damalige SB vom JA konnte das gar nicht gut vertragen.

Und ich sitze da wie blöd und wunder mich, weil ich denke, dass ich ganz gute Eigenschaften in das Gespräch mitbringe.

Wie oft mir in diesen ganzen Jahren schlicht die Worte fehlten, weil ich ein einfaches Menschlein und in der Druchführung solcher Gespräche nicht geschult bin, kann ich gar nicht zählen.......


AntwortZitat
Geschrieben : 31.01.2009 18:54
 xyz
(@xyz)
Zeigt sich öfters Registriert

Hallo Tannja,

habe Dir eine PN geschrieben.

Gruß, xyz


AntwortZitat
Geschrieben : 31.01.2009 19:09
(@tannja)

danke xyz für die PN.

Ich weiss aber leider überhaupt nicht, wie ich die lesen kann.

Wird also ein paar Tage dauern, bis ich erfahre, was du mir mitteilen
möchtest.


AntwortZitat
Geschrieben : 31.01.2009 19:59




(@jemmy)
Registriert

Hallo

Versuch es mal <<< hier mit >>>.

LG Jemmy


Die Lüge wird nicht zur Wahrheit, weil sie sich ausbreitet und Anklang findet. (Mahatma Ghandy)
Das Böse triumphiert allein dadurch, dass gute Menschen nichts unternehmen (Edmund Burke).
Everybody wants to rule the World

AntwortZitat
Geschrieben : 31.01.2009 22:50
(@tannja)

Danke Jemmy,

ich habe die PN über mein Profil öffnen können.

Schon klasse, seitdem ich hier im Forum bin, arbeitet es in mir und ich komme gut voran. Vielen Dank
dafür an euch alle.

xyz,

danke für die PN. Ich habe dir geantwortet. Habe auch deine Geschichte bei "Sorgerecht" entdeckt und acker mich
die Tage da mal durch. Danke...

Da ich ja aktuell Kontakt mit dem JA beim KV habe und mir das Angebot gemacht wurde, 2 h BU mit SB JA in ....
muss ich darauf ja noch reagieren.

Ich gedenke folgendermaßen zu handeln. Diese Entscheidung ist ehrlich gemeint und soll dem Wohl meines Sohnes in erster Linie dienen und zweitens etwas Entspannung in die Gesamtsituation bringen.

Meine Entscheidung:

Ich werde die SB vom JA anrufen und ihr persönlich (also nicht AB o.ä.) sagen, dass ich meinem Sohn die 2 h BU nicht zumuten möchte, da ich denke, wir sollten seine Stabilität nicht erneut gefährden.

Ich werde die nächste Zeit für mich nutzen, um mir über einiges klar zu werden und würde gerne eine SPFH für mich in Anspruch nehmen.

Das würde dann auch alles in etwa in das gegebene Zeitfenster passen. Wir hätten Zeit bis zu den Sommerferien und
die Gespräche nach Ende der Gruppe meines Sohnes müssen ja auch noch geführt werden.

Geht das so??????? Oder gehe ich da einen Schritt zu weit???

Ich hatte telefonischen Kontakt mit der Lebensgefährtin von KV. Sie war auf unterstem Niveau unfreundlich zu mir.
Von daher sind Vereinbarungen o.ä. z.Zt. sowieso nicht möglich.
Dabei war ich ganz nett und wollte nur ankündigen, dass es  ab ... aufgrund meines höheren Einkommens mehr Unterhalt geben wird... :knockout: :knockout: :rofl2: :rofl2:

jezt geh ich aber in die heia. bis die tage.

lg tannja


AntwortZitat
Geschrieben : 01.02.2009 03:05
(@tannja)

ein freundliches hallo, alle zusammen.

tut mir leid, dass ich hier so in kleinen Sequenzen immer wieder mit Fragen auftauche.

Wie schon gesagt, arbeitet es in mir und ich mache gerade eine Wende durch, was meine
innere, also emotionale Haltung als Mutter anbelangt. Alles kommt so kleckerweise und ich
möchte diese Wachheit und Klarheit nutzen, um gute Schritte für die Zukunft zu finden.
Diese möchte ich auch für mich übeprüfen, manifestieren und als Gedächtnisstütze für
meinen guten Weg schriftlich festhalten.

Ich laufe bis dato nicht Gefahr, dass mir das SR entzogen wird. Und so soll es auch bleiben. BU durch JA und die ganzen
Kilometer und die Einstellung gegenüber meiner Person im Haushalt des KV reichen mir aber
auch erstmal.

Wichtige Frage zum Umgang mit meinem Sohn:

Dazu nochmal ein paar Fakten vorweg:

- Er wird im Frühjahr 11 Jahre alt.

- Er hat konstant erlebt, dass KV nicht mit mir reden möchte und seinem Vater auch schon gesagt wie gemein
  und sch.... er das findet. (Er weigerte sich wieder mal, mit dem KV mitzugehen....)

- Nach der Nacht im Heim hat er schlechte Erfahrung mit SB JA gemacht.

- Seit ABR beim KV weiß er, dass KV ihn nicht bei mir wohnen läßt

- SB JA hat kurz vor Weihnachten zu ihm gesagt:" Dann bestimme ich eben jetzt ..., dass du Weihnachten nicht zu deiner Mutter fährst."

Er hat definitiv Dinge mitbekommen, die auf Elternebene hätten stattfinden müssen. Dass das nicht vermieden wurde, denke ich mal liegt, wenn auch unterschiedlich gewichtet, bei beiden Elternteilen.

Sowieso ist er jetzt in dem Alter, wo er schon ganz andere Fragen zu der familiären Situtation stellt...

WAS UM HIMMELS WILLEN SAGE ICH DENN JETZT MEINEM SOHN, WENN KONTAKT NUR MIT BU STATTFINDEN DARF?

SB von JA verlangte von mir, meinem Sohn zu verstehen zu geben, dass ich nichts dagegen habe, wenn der KV unsere Telefonate per Lautsprecherfunktion kontrolliert... Ich sollte ihm auch sagen, dass ich damit einverstanden bin, dass er bei seinem Vater wohnt und ich sollte mich in keinster Weise in die Richtung äußern, dass sich das in Zukunft ändern könnte.

Auch wenn ich aus den verschiedensten Gründen im Moment Schwierigkeiten hätte, meinen Sohn in meinem Haushalt aufzunehmen, kann das doch - wie bereits erwähnt - in 1 bis 2 Jahren schon anders aussehen...

Wieviel Richtungswechsel in der gesamten Angelegenheit und Dummschnack soll sich unser Sohn den noch antun ?
Bringt das unseren Sohn höchstwahrscheinlich wirklich wieder ins Gleichgewicht? Und wie geht es dann weiter in Sachen Mutter/Sohn Gespräche, wenn er wiederholt erwähnt, dass er zu mir möchte?

Mir fällt echt nichts anderes ein, als ihm zu sagen, dass für diesen Wunsch sein Vater und die SB vom JA und am Rande auch die Durchführende seiner Gruppe dafür Ansprechpartner sind. Denn so isses doch und was könnte ich ihm sonst sagen?

Kinder schützen find ich i.o., aber dumm halten und nach seinen eigenen Wünschen und Bedürfnissen formen ist für mich absolut nicht i.o. Dafür gebe ich mich als Mutter im Auftrag des JA ungern her für kein Kind auf der Welt.

Danke und lg tannja


AntwortZitat
Geschrieben : 01.02.2009 08:55
Lausebackesmama
(@lausebackesmama)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Hallo Tannja,

lügen würde ich für die ganz klar nicht. Ich würde dem Jungen sagen, dass Du den BU machst, weil es besser ist als ihn gar nicht zu sehen und dass Du einfach keine Entscheidungsbefugnis hast, unabhängig ob es um Besuche, Weihnachten oder Telefonkontaktte geht.
Das ABR liegt beim Papa also hast Du auch keinen Einfluss auf seine Wohnmöglichkeiten.

Durch die Aussage der JA-SB zu Weihnachten wird Dein Sohn gemerkt gaben, dass seine Meinung nicht zählt. Ich würde ihm sagen, dass es mit Deiner nicht anders ist.

Ob das richtig ist, weiß ich nicht. Für mich fühlt es sich so an.

LG LBM


‎"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."

AntwortZitat
Geschrieben : 01.02.2009 10:29
(@tannja)

guten morgen und danke lausebackesmama,

ich bin ja auch für einen ehrlichen Umgang mit dem Kleinen bzw. Großen.
Allein schon deswegen, weil ich die einzige Person bin, der er grenzenlos
vertraut und wir schon so lange ich zurückdenken kann ein sehr ehrlichen
Umgang miteinander hatten.

Nur, wenn er jetzt erfährt, dass wir uns beide fügen müssen, kann ich nicht
einschätzen, was das mit ihm macht, nachdem was eh schon alles passiert
ist. Ich denke, die Vater/Sohn Beziehung wird auch regelmäßig auf eine harte
Probe gestellt und mein Ex gerät oft an seine Grenzen.
Seine Vorstellung von heiler Welt und das Kind von der Mutter entwöhnen
funktioniert ja nicht und wenn Sohnemann, zäh wie er trotz allem irgendwo dann
doch ist, wenn er Ungerechtigkeit wittert..., sich vor ihn stellt und mit ganz klaren
Fragen konfrontiert. Das wird doch für meinen Ex immer schwieriger.
Aber das war nicht das Thema. Ich schweife ab.

Ich habe einfach Bedenken, wenn auch Instabilität, Loyalitätskonflikt und alles
mögliche bei unserem Sohn gegeben ist, das er dann anfängt, sich zu fügen,
nur um endlich aus diesen Konflikten, die ihm so zusetzen, rauszukommen
und wieder mehr in seine Kinderwelt eintauchen zu können.

Verdammt, die Bindung zu mir ist sehr stark und wenn wir uns da nicht bald
mal kooperativ begegnen können, rastet unser Sohn eben später nochmal
aus, nachdem er jetzt erstmal mundtot gemacht wurde.

Lasst mich wissen, wenn ich anfange zu fantasieren oder zu dramatisieren
oder mir anmaße in die Zukunft schauen zu können.

Ich bin selbst in einer sehr seltsamen Familie aufgewachsen. Die Ehe meiner
Mutter und Stiefvater ein seltsames Arrangement  mit klarer Hierarchie und
subtilen Verträgen. Was meint ihr, wie heftig das für mich war, mit jeder
Alterssstufe das System mehr zu durchschauen....???!!!!!!! Da kann wohl leicht
eine Störung entstehen ob Entwicklungsstörung, Persönlichkeitsstörung oder
was auch immer. Auf jeden Fall ist es heftig, wenn man aufwacht.

hv a nice sunday

tannja


AntwortZitat
Geschrieben : 01.02.2009 11:31
(@galaxy878)
Nicht wegzudenken Registriert

Hallo tanja,

- SB JA hat kurz vor Weihnachten zu ihm gesagt:" Dann bestimme ich eben jetzt ..., dass du Weihnachten nicht zu deiner Mutter fährst."

Grundsätzlich hat das JA da überhaupt nichts zu melden. Das ABR liegt beim Vater, das Sorgerecht bei euch beiden. Eine SB hat da gar nichts zu bestimmen. Die können bei einer Kindswohlgefährdung eine Inobhutnahme durchführen, die dann nach ein paar Tagen richterlich überprüft wird. - basta.
Dein Ex dagegen schon, der hat jetzt diesbezüglich das Recht den Aufenthalt zu bestimmen. Das Gleiche gilt übrigens für BU - müsste richterlich so angeordnet werden.
Diese Baustelle solltest und musst du meiner Meinung nach angehen - schaffe eine vernünftige Umgangsregelung. Im übrigen glaube ich, dass du hiermit daneben liegst....

Ich werde die SB vom JA anrufen und ihr persönlich (also nicht AB o.ä.) sagen, dass ich meinem Sohn die 2 h BU nicht zumuten möchte, da ich denke, wir sollten seine Stabilität nicht erneut gefährden.

Ich befürchte, dass er denken könnte, dass du ihn im Stich lässt. Ein verlässlicher Umgang mit dir sorgt - meiner Meinung nach - für Stabilität.

Durch die Aussage der JA-SB zu Weihnachten wird Dein Sohn gemerkt gaben, dass seine Meinung nicht zählt. Ich würde ihm sagen, dass es mit Deiner nicht anders ist.

LG LBM

Auch hier bin ich anderer Meinung - du könntest versuchen zu kämpfen, einen Antrag auf Umgangsregelung bei Gericht stellen, versuchen das ABR zurückzubekommen...... Aber dafür ist es zu früh. Du fühlst dich dazu gesundheitlich noch nicht in der Lage.

Genau das solltest du meiner Meinung nach deinem Sohn sagen. Und da du dich noch nicht stabil genug fühlst, ist es momentan das Beste, wenn er beim Vater lebt.
Ich denke, du kannst ihm auch sagen, dass du jetzt alles versuchst, dass es dir in Zukunft besser geht. Und wenn du dir sicher bist, dass du es packst, wirst du alles probieren, um ihn in seinem Wunsch zu dir zu kommen, zu unterstützen.

Dabei war ich ganz nett und wollte nur ankündigen, dass es  ab ... aufgrund meines höheren Einkommens mehr Unterhalt geben wird... :knockout: :knockout: :rofl2: :rofl2:

Warum machst du das? Du bist nicht dazu verpflichtet deine Gehaltserhöhung mitzuteilen. Bloß weil du meinst nett zu sein, braucht dein Ex oder seine Neue sich zu gar nicht verpflichtet fühlen. Vergiss so Gedanken - von wegen - wenn ich nett bin, sind die auch nett....

Überleg dir was du möchtest, setz dir ein Ziel. Überleg dir eine Strategie wie du dieses Ziel erreichen kannst. Wer kann dich evtl. darin unterstützen. Bezieh Stellung und dann gehe den Weg.

Es ist sicher nicht zum Wohl deines Sohnes, wenn du jetzt den Kontakt abbrichst. Guck doch mal....und lass es auf dich wirken....

Allein schon deswegen, weil ich die einzige Person bin, der er grenzenlos
vertraut und wir schon so lange ich zurückdenken kann ein sehr ehrlichen
Umgang miteinander hatten.

Grüße
galaxy


AntwortZitat
Geschrieben : 01.02.2009 23:49
(@tannja)

Hallo zusammen und
danke Galaxy für deinen Beitrag.

zu SB JA hat bezüglich BU nichts zu entscheiden:

Das Hauptziel ist natürlich ein geregelter für unseren Sohn verläßlicher Umgang. Ich habe Anfang des Jahres der SB vom JA auch schon schriftlich mitgeteilt, nachdem sie ja die Weihnachtsferien gestrichen hatte, dass ich mir das Ziel gesetzt habe, eben diesen Umgang herzustellen um Stabilität für das Kind herzustellen und auf ihre Unterstützung hoffe. Das ganze muss ja auch mit meinem Arbeitgeber vereinbar sein und ich muss die Umgangskosten aufbringen können. Ich habe die SB um Unterstützung gebeten, damit zu gegebener Zeit außergerichtlich ein Umgangsregelungsvertrag aufgesetzt werden kann, in dem auch zum Wohl unseres Sohnes wir Eltern nochmal Richtlinien bezüglich unseres Verhaltens festlegen. Außerdem kann ich mit meinem Ex-Mann überhaupt gar nichts besprechen. Der würde sogar  total ausrasten, wenn ich ein Busuchswochenende wegen 42° Fieber meinerseits ausfallen lassen müßte......

Die SB vom JA sieht aber im Moment noch nicht, dass wir schon so weit sind. Sie möchte das Ende der Gruppe des Jungen im Mai abwarten und vermeiden, dass er nochmal so arg aus seiner Mitte gerät. Daher das Angebot des BU in den Osterferien, von dem mein Sohn übrigends noch nichts weiß.....

Natürlich könnte ich jetzt gerichtliche Schritte bezüglich Umgang einleiten. Das halte ich aber genau wie galaxy für verfrüht. Arbeitstechnisch gesehen, kann ich da noch keine Aussagen treffen (in der Gastronomie ist das immer so eine Sache mit dem Urlaub, da Hochsaison etc.) und ich würde dem JA damit zeigen, dass ich ungeachtet der Verfassung unseres Sohnes den Umgang für mich durchsetzen will.

Um mich weiter zu stabilisieren, was diesen langen Krieg und die ständigen Richtungswechsel anbelangt, möchte ich ja nun eine SPFH für mich beantragen. Dies müsste die SB bei JA doch eigentlich befürworten, da es sie arbeitstechnisch entlastet und ich dann in regelmäßigen Abständen von jemandem "beäugt" werde. Wenn sie richtig gut ist, ist sie auch aus dem Grund dafür, weil sie sieht, dass ich mich durch diese Maßnahme stabilisieren kann und dies gut für das Kind ist.

Bis dato kann mein Sohn nicht davon ausgehen, dass ich ihn im Stich lasse, da er ja von BU noch nichts weiß. Ich denke ich sollte mit der SB vom JA besprechen, ob sie der Meinung ist, dass unser Sohn für die 2 H Bu genügend Stabilität aufweist.

Bezüglich der Offenlegung des Einkommens bei Kindesunterhalt liegen mir andere Informationen vor. Ein Kindesunterhalt in Höhe von.... war im Herbst gerichtlich festgelegt worden. Mein RA sagte mir, ich dürfe duch Nichtoffenlegung veränderten Einkommens keinen Unterhalt unterschlagen. Es stellt sich bei mir mit Minijob und EU-Rente ja auch die Frage, wie ich bezüglich des Selbstbehaltes eingestuft werde. Da gab es bei dem Gerichtsurteil schon eine individuelle Variante fü mich.

Erfreulich ist, dass ich jemanden gefunden habe, der mir hilft die komplette Akte - mittlerweile 3 dicke Ordner - richtig "aufzuräumen" und sie auf den neuesten Stand zu bringen. Diese Unterstützung schont meine Nerven natürlich ungemein. Und da er das nicht bei sich im Büro macht, sondern in meinem und mich da mit einbezieht, werde auch ich mich - obwohl ich mit vielen schlimmen Situationen aus der Vergangenheit  nochmal heftigst konfrontiert  werde, mit dieser Aktion auch wieder ein Stückchen mehr ordnen können.

Ich bin recht guter Dinge und hoffe auf SFPH.

lg tannja


AntwortZitat
Geschrieben : 02.02.2009 16:50
(@franzi73)
Rege dabei Registriert

Hallo Tannja,

habe mich mal durch deine ganze Geschichte durchgearbeitet ... ich hab dann mal überlegt was ich an deiner Stelle machen würde. Mir ist eigentlich erstmal eins eingefallen. Du arbeitest in der Gastronomie. Die gibt es bekanntlich überall in D. Versuch doch mal dir einen Job in der Nähe deines Sohnes zu suchen.
Wenn ich das richtig verstanden habe brauchst du auf keinen weiteren Menschen Rücksicht zu nehmen nur auf deinen Sohn. Muss ja auch nicht von heute auf morgen sein, aber die Fühler in diese Richtung ausstrecken wäre ev. eine Möglichkeit für dich.

Wie gesagt ... das ist nur etwas was mir in dieser Situation einfallen würde. Kleiner Nebeneffekt... die SB vom Jugendamt mit der du nicht so gut klar kommst wäre bei Wohnortwechsel ja auch nicht mehr zuständig (vermute ich mal das sie in deinem jetztigen Ort ist).

Liebe Grüße die Franzi


AntwortZitat
Geschrieben : 02.02.2009 17:37
(@tannja)

Hallo und danke Franzi für Deinen Beitrag.

Ich hatte vor Monaten schon einmal die Überlegung angestellt, ob ich in die Nähe meines Sohnes ziehen sollte.

Folgendes spricht dagegen:

- Trotzdem ich allein und ohne Familie bin, habe ich doch hier ein brauchbares soziales Umfeld und wäre dort allein.
  Bedenke allein die Hilfe von einem Freund, die Akte durchzuackern.

- Ich habe meine Hausärztin, die Dame bei der ich monatlich therapeutisch stüztende Gespräche habe und meine behandelnde Ärztin auf meiner Seite. Sie haben einen sehr guten Eindruck von mir und werden mich bezüglich Bescheinigungen, Atteste u.ä. kräftig unterstützen.

- Die SB vom JA ist im Amt des Wohnortes unseres Sohnes und ich kann jetzt noch nicht behaupten, dass sie nur wegen des BU nicht umgänglich und i.o. ist. Wir haben erst seit Ende letzten Jahres miteinander zu tun.

- Wäre ich in der Nähe meines Sohnes, wäre ich auch in der Nähe meines Ex-Mannes und den Attacken von ihm und seiner Lebensgefährtin ausgesetzt.. Dies wäre dann wieder eine Situation, die schwierig für unseren Sohn werden kann.

Stell dir einfach nur mal vor, dass ich da plötzlich bei Elternabenden o.ä. in der Schule auftauche und dort mit meinem Ex zusammensitze, der doch bis dato immer schön, um heile Welt vorzutäuschen, seine Lebensgefährtin mit echt viel schauspielerischemTalent, Bauernschläue und ausreichend Dreistigkeit als " Ersatzmutter" mitgenommen hatte.

Nee, du. Vor einem Umzug habe ich vorwiegend aus genannten Gründen großen Respekt. Ob sich das im Laufe der Zeit in eine andere Richtung entwickelt, ist noch nicht abzusehen.


AntwortZitat
Geschrieben : 02.02.2009 23:47
(@krishna)
Nicht wegzudenken Registriert

Hallo Tannja,

sorry, aber ich habe den Eindruck, Du und Das, alles ungefähr mindestens zwei Jahre zu früh für dieses Forum! Wenn es dabei überhaupt ein "zu früh" und nicht "zu spät" gibt...

Dass Dein Sohn an Dir hängt, bezweifele ich nicht, aber warum er das tut, das scheint mir sehr zweifelhaft!

Ich meine Loyalitätskonflikte und eben die typischen Auswirkungen aufgrund psychischer Erkrankungen eines ET oder beider.

Wenn ich lese : "emotional instabil", dann weiß ich, was das bedeutet. Und das ist nicht mit ein paar (oder mehr) Worten wegzuwischen.

Sieh zu, dass Du Dein Leben auf die Reihe bekommst. Wenn das Kind irgendwann nicht mehr anders will als zu Dir, sei es drum... Aber das wird nicht besser als zuvor sein, es sei denn, es gäbe so etwas wie Heilung.

Gruß

Krishna


Gruß

Krishna

AntwortZitat
Geschrieben : 03.02.2009 02:37




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