Hallo zusammen,
da bei meiner Tochter die Aufnahme in die Kinderpsychiatrie bevorsteht, möchte ich mich in diesem Thread mit Eltern darüber austauschen, die Erfahrungen in dieser Hinsicht haben. Bitte keine Spekulationen, Mutmaßungen oder sowas wie "das arme Kind" posten. Ich wäre sehr dankbar dafür, wenn hier Informationen über Behandlungsmethoden, Struktur en und Formen von Kinderpychiatrien, Medikamente, Heilerfolge - und mißerfolge usw. zusammenkämen.
Ich danke Euch schon jetzt mal im Voraus für Eure hoffentlich aufklärerische Mitarbeit....
Gruß Kuwe
Hallo Kuwe,
ggf. besuchen meine Kinder demnächst auch die Psychiatrie - wobei ich davon ausgehe, daß das in der Öffentlchkeit oftmals zu düster gesehen wird.
Man bzw. die Kinder sind nicht "bekloppt", sondern haben ggf. schwere seelische Probleme, die gelöst werden müssen.
Bei uns geht's um Einnässen, Einkoten, Zähneknirschen, im Hintergrund die "schwarze Dame" Depression ...
Halte Dich gern auf dem Laufenden (wobei es zuerst ambulant ist).
Gruß
Donald
Hallo Donald ,
dafür wäre ich dir absolut dankbar, weil ich ja noch nicht weiß, wann meine Tochter in die Psychiatrie kommt. Bis jetzt ist sie ja nur auf der Warteliste. Eventuell erfahre ich ja unter der Woche etwas mehr über die Situation bei meiner Kleinen.
Die Symptome sind bei meiner kleinen aber andere, aber ein depressiver Hintergrund ist da natürlich auch absolut möglich.
Gruß Kuwe
hi kuwe.
du kannst mir bei Fragen eine pn schicken. ein großteil meiner ausbildung war ich auf der berühmten " bonnies ranch" wie wir sie liebevoll nennen.
Das ist ein ernst zu nehmendes thema. hab ich arbeiten drüber geschrieben.
musst nur konkret fragen
Monja
Hi, hab Dir gerade auch eine PN geschickt. Bin bei dem Thema natürlich mehr als neugierig. Ich hoffe , ich erfahre bei dem Gespräch im JA am 29. Mai etwas mehr, z.b. wann die Kleine dorthin muß und was genau ihre Symptome sind, was überhaupt passiert ist. Das dumme ist, da bin ich auch ziemlich auf die Aussagen der KM angewiesen.
Gruß Kuwe
Ihr habt ein Aggressionsproblem , war es nicht so? Also , bei Aufnahme werden alle möglichen medizinischen Parameter erhoben ( Blutwerte , MRT vom Kopf , ggf CT) zum ausschluß organische r Störungen. Auch ein EEG wird wohl dabei sein. Wenn abgeklärt ist , das keine organischen Störungen vorliegen , wird sie eine Verhaltenstherapie anfangen. Auch die Hyperaktivitätsschiene und so wird abgegrast. Natürlich auch der familiäre Hintergrund.
Wichtig ist , das Du von vornherein weisst , wenn sie das gründlich und effektiv machen , so das am Ende was Positives dabei herauskommt für das Kind und sie ihr helfen können , dann dauert das seine zeit. Auch Besuchsverbote können in dieser Zeit ausgesprochen werden und es ist wichtig,, das Du Kontakt zum Ärzte und Pflegeteam hast und Ihnen bedingugslos vertraust ( das kann manchmal härter sein als alles Andere!!!).
Stationäre Aufenthalte von einem Jahr sind gar nicht selten. Auch die Frage ,w er das Kind danach betreut wird geklärt werden.
Das wird eine schwierige Zeit. Zumeist bleiben die Kiddies danach noch in ambulanter Behandlung und in Therapie.
Soviel Schock zum Ersten....
Monja
Hallo Monjawi,
das Aggressionsproblem liegt bei den Umgängen vor. Meine Lütte selbst spricht von "Anfällen", die sie in der Schule hat.
Das ist mehr als ein "übliches" Aufbrausen, es endet bei ihr in der Regel auch mit Gewaltausbrüchen, auch gegen mich.
Was in der Schule vorgefallen ist genau, ist mir nicht bekannt. Ich gehe aber mal davon aus, das es dort ähnlich war . Die Lehrerin sagte mir gegenüber, daß sie den Unterricht deswegen nicht weiterführen konnte. Mehr habe ich aber nicht erfahren.
Was ich am Umfeld bedenklich finde, ist das sich sowohl hinsichtlich der KM als auch der Lütten alle resignativ mit den "Anfällen" abgefunden haben, daß es anscheinend im Alltag ein Miteinander um diese Aggressionen herum gibt und das sie von dieser Seite aus gar nicht mal als Problem dasteht. Sondern es ist die böse Umwelt (Schule, Kindsvater, soziales Umfeld ), die es zum Thema hochstillisiert. Von daher hat sich von der Seite aus natürlich eine ziemliche Wagenburgmentalität entwickelt. Da ist auch weit und breit niemand, der sich traut zu sagen: Du hast ein Problem. Die anderen Kinder sind dazu zu jung und befangen, das Umfeld besteht aus Ich-Schwachen Vollpfosten, die nur ihre Ruhe haben wollen und lieber mit einer geifernden KM und einer ständig durchdrehenden Tochter leben können. Wobei beim Alk-LG ja mit Sicherheit auch noch ein Aggressionspotential vorhanden ist, auch nach seiner Therapie.
So verfahren ist die Geschichte halt zur Zeit. Für mich als wirklich Außenstehenden ist es schwer bis fast unmöglich, da einen Fuß richtig in die Tür zu bekommen. Ich hoffe, daß Ärzte und Therapeuten wenigstens erkennen, WO da der Hase im Pfeffer liegt und wo sie ansetzen müssen.
Ich selbst darf ja auch - vorausgesetzt ich werde überhaupt eingebunden - nicht im Gespräch mit der Dampframme auf die KM losgehen, sondern muß meine Sicht der Dinge auch so sachlich wie möglich vortragen, darf aber gleichzeitig nicht so wirken, als würde ich keine Emotion zeigen können. Ein absoluter Eiertanz also.
Wobei ich natürlich nicht nur als Außenstehender, sondern auch noch als Aggressor, Auslöser und Feind dargestellt werde , ohne den die Probleme ja ganz sicher nicht existieren würden.....
Hallo zusammen,
ich denke man sollte sich erst über Behandlungsmethoden austauschen wenn klar ist in welche Klinik die Tochter letztendlich kommt und welche Behandlung dort stattfinden soll.
Ich weiss, daß abwarten schwierig ist. Jetzt jedoch beruht alles auf Spekulationen. So hat man mehr Baustellen im Kopf als nötig.
Ich wollte das nur mal als Denkanstoß loswerden.
@kuwe
Du schreibst selbst im Eingangspost " bitte keine Spekulationen oder Mutmaßungen". Im Moment läuft es aber darauf hinaus.
LG
Tina
[Editiert am 16/5/2006 von DieMystiks]
Und aus dem Chaos sprach eine Stimme zu mir:"Lächle und sei froh, es könnte schlimmer kommen." Und ich lächelte und war froh und es kam schlimmer.
Hallo Tina,
dann hätte ich den Eingangspost revidieren müssen. Das Problem ist ja zumindest eingegrenzt und wenn es nicht DIESES Problem ist, dann müßte ich ja im Prinzip dem JA/der Klinik noch zusätzlich die Aggressionen mitteilen. Ich gehe einfach mal davon aus, da mir selbst nichts anderes aufgefallen ist an der Kleinen, daß dem so ist. Von daher ist es schon ok, wenn Monjawi mir da die Möglichkeiten aufzeigt, die von der Behandlung her gang und gäbe sind.
Und das sind ja keine Mutmaßungen, sondern ihre Erfahrung.
Wenn ich genaueres erfahre, poste ich das natürlich auch in diesen Thread, damit es möglichst auf die entscheidenden Punkte lokalisiert werden kann, das Problem.
Gruß Kuwe
Hallo kuwe,
ich wollte keinesfalls Mojawis Kompetenzen anzweifeln.
Mir ging es nur darum, daß du dir den Kopf wieder dicht machst mit Dingen, die noch nicht aktuell und greifbar sind.
Klar ist mir, daß man so viele Infos wie möglich haben möchte und vorbereitet sein möchte. Das kann allerdings auch ganz schön kirre machen.
Sollte ja auch nur ein kleiner......hm nein eher großer Denkanschubser sein .
LG
Tina
Und aus dem Chaos sprach eine Stimme zu mir:"Lächle und sei froh, es könnte schlimmer kommen." Und ich lächelte und war froh und es kam schlimmer.
Moin Tina,
zu verrückt will ich mich ja auch nicht machen...ich fürchte, das geht auch gar nicht mehr....
Ich muß mir, in 13 Tagen ist ja die Mediation, wann die Klinik akut wird, weiß ich ja nicht....aber so langsam aber sicher mal Gedanken drüber machen, was jetzt in der näheren Zukunft anliegt, und was passieren kann. Meistens kommt es ja eh anders, aber ich möchte einfach nicht mehr unvorbereitet sein, wenn ich in irgendetwas hereingerate.
Gruß Kuwe
Ich halte es für eine maximal gute Sache für das Kind. Kuwe weiß auch ,wenn es losgeht , kann er mich zupnen. Das , was ich oben schrieb ,war einfach der Standart.
Monja
Ich würde mal sagen, daß ich - sobald ich genaueres weiß, daß auch in diesen Thread posten werde. Erstmal muß ich ja auch sehen, daß ich nicht komplett aus diesem Prozeß herausgehalten werde. Auch das ist Vätern - vor allem unehelichen, nicht-sorgeberechtigten, schon passiert.
In der Schule hat der LG zum Beispiel die Kleine mehrfach abholen müssen und sich als ihr Vater ausgegeben. Ich will nicht, daß das in der Klinik auch passiert.....
