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Gefährdungsmeldung und andere Fiesematenten

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(@ingo30)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Moin Milan,

ich denke auch, dass die Details sehr wichtig sind. Wir sehen hier ja die verschiedensten Fälle, von der einfachen Kommunikationsstörung bis zur knallharten Kindsbesitzerin.

Mit den Details zur Anzahl der Gerichtsverfahren und dem sonstigen Verhalten bietet sich wirklich für Außenstehende ein katastrophales Bild von der Situation bei Deiner Exe. Da möchte sicherlich niemand tauschen.

Dabei ist es auch für Dich wichtig, die Dinge offen auszusprechen. Diese Dinge sind für Frauenohren nicht immer angenehm - und manchmal ist es einfach auch wichtig zu betonen, dass mit diesen Dingen nicht unsere engagierten weiblichen Mitglieder gemeint sind (dieser Fehler passiert mir ab und zu auch). Das offene Wort ist hier sehr wichtig - schreib Dir die Dinge von der Seele und bleib trotzdem cool. Gruß Ingo


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Geschrieben : 29.06.2014 22:36
(@milan)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Moin!

Das doofe bei mir ist, dass ich Euch eigentlich bei jedem kleinen Punkt schon mit 1000 Zusatzinfos versorgen müsste, damit es rund wird. Aber dann würde ich nie fertig mit schreiben. Das ist immer schon ein grosses Problem in meinen Fällen gewesen von Anfang an. In der Kriegszeit brauchte es insgesamt 3 Anwälte, damit die diese ganzen Kleinigkeiten entwirrten.

Wegen dem Hund: Normalerweise gehören Tod und Trauer zum Leben dazu und davon sollten wir unsere Kids nicht fernhalten. Das sehe ich wie Ihr. In diesem Fall war es aus Sicht des Kurzen aber nur die Tötung irgendeines Hundes, der er beiwohnen musste um Mama die Hand zu halten. Und im Anschluss musste er dann eine zusammenbrechende KM auffangen. Er rief mich kurz danach an und war arg erschüttert durch die Angelegenheit.

Ähnlich lief es mit dem Diabetestest. Da rief er mich auch an und sagte "Papa, ich glaub die Mama muss bald sterben!" Ich musste mir dann von ihm erstmal erzählen lassen, was überhaupt geschehen war und ich war es, der ihm erklärte, dass man von Diabetes nicht stirbt. Die KM hat ihn nur zur eigenen Psychohygiene benutzt und ihm nicht mal die nötigen Erklärungen dazu gegeben.

Solche Beispiele habe ich viele. Sie ereignen sich regelmässig.

. Wir sehen hier ja die verschiedensten Fälle, von der einfachen Kommunikationsstörung bis zur knallharten Kindsbesitzerin.

Meine Exe ist eine dieser knallharten Kinderbesitzerinnen, der vom Gericht lediglich die Zähne gezogen wurden. Sie beisst seit dem zwar nicht mehr aber ihre Mentalität und mein Status als überflüssiger Ballast bei ihr ist unverändert. Ich bin für sie der unwichtige Umgangsonkel, den sie gezwungen wurde zu ertragen. Sie nimmt mir nach wie vor übel, dass ich vom Kurzen nicht ablasse und ab und an schmiert sie mir das auch deutlich auf´s Brot.

Greetz,
Milan


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Themenstarter Geschrieben : 30.06.2014 12:29
(@milan)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Eine anderes Beispiel mit dem ich zeigen möchte, wie chancenlos ich letztlich bin und warum aus meiner Sicht ein totaler Rückzug die einzige Option ist, die mir bleibt. Alle Mühe hat nie gelohnt.

In unserem strafbewehrten Umgangsbeschluss steht ausdrücklich drin, dass es den Eltern -spez. der Mutter- aufgegeben wird die gerichtliche Umgangsregelung in beidseitigem Einvernehmen gemäß den altersgerechten Ansprüchen des Kindes auszuweiten. Grund dafür war einerseits die krasse Verweigerungstaktik von Exe und anderseits, dass sich alle Verfahrensbeteiligten (JA, VP, GA etc) einstimmig dafür einsetzten, dass mind. ABR oder gar SR alleinig zum KV soll. Nur der Richter sah dies anders, warum auch immer.

Na was ich sagen will - damals war der Kurze etwa 3 Jahre alt, heute ist er 10. Und ich habe noch exakt dieselbe UR wie sie der Richter festgelegt hat. Nicht ein mickriger Tag ist seit dem zusätzlich dazu gekommen.

Ganz egal wie ich mich verhalte, ob ich motze (wie zuletzt) oder ob ich Gefallen tue (Geburtstag der Tochter ausrichten) - es ändert nichts. Also kann ich doch auch weg bleiben und mich dem Kontakt zu KM und Next so weit es geht entziehen.

Oder?
Milan


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Themenstarter Geschrieben : 30.06.2014 14:50
(@milan)
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Hallo zusammen!

Heute ist der Kurze nach dem Stress das erste Mal bei mir. Daher ein UPDATE für Euch.

Der Kurze wurde natürlich bereits von Mama gebrieft. Da er aber nicht doof ist und tendenziell sowieso mehr zu mir als zu ihr steht, funktioniert ihre Gehirnwäsche bei ihm nicht. Er fing daher bei mir einfach frei an darüber zu quatschen:

Nein, es interessiert ihn nicht sonderlich wer von uns bei den Schulfeiern auftaucht, da er sowieso nur mit den Kids spielt. Ob ich oder der Next kommen bzw fern bleiben ist ihm egal. Insgesamt glaubt er aber, dass ich dort mehr hingehöre als der Next. Meine Absage geht somit okay für ihn!!!

Er hat mitbekommen, dass Next mir die Hilfe verweigerte und gleich seine eigene Erklärung dazu parat:
"Ach, der ist doch ein Feigling. Der hat doch nur Angst, dass er von Mama Ärger bekommt, wenn er etwas gegen ihre Meinung sagt. Ist doch immer so. Wenn es Ärger mit Mama gibt verdrückt der sich sowieso immer. Der ist nicht so wie Du..."

Dann packte er noch eine Anekdote aus, die eine Beschreibung von Mama ergeben sollten:
"Es ist egal ob Mama Recht hat oder nicht. Wenn man sagt sie hat nicht recht, dann brüllt sie so lange bis man sich nicht mehr traut was zu sagen. Ich sag trotzdem wenn sie sich irrt. Meistens bekomme ich dann Hausarrest."

Das sagt eigentlich alles...

Milan


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Themenstarter Geschrieben : 01.07.2014 00:26
(@milan)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Hi liebe Leute!

Bei mir bahnen sich neue Ereignisse an, von denen ich Euch berichten möchte. Wie es sich für meine Exe gehört, so glaube ich, mit einem gewaltigen Knall.

Die Ferien sind rum, zuerst war der Kurze 3 Wochen bei mir, dann 3 Wochen mit der KM, Next und Schwester im Ausland. Gestern und vorgestern war er ausser der Reihe bei mir. Er hat das selbst organisiert, Mama beschwatzt und mich dann angerufen, ob er kommen kann. Natürlich kann er immer zu mir kommen.

Das erste, was er sagte, als er hier war "Endlich wieder hier!"

Er hat viel gequatscht die beiden Tage, was ich nur sinngemäss noch wiedergeben kann:
Er fängt an Mama immer mehr als Belastung und grossen Nervfaktor zu sehen. Er denkt, dass es in letzter Zeit immer schlimmer mit ihr wird. Er berichtet von drakonischen Strafen für Unartigkeiten, von unverhältnismässigem Geschrei. Er erzählt, dass Mama und Next fast jeden Abend üblen Zoff haben. Ständig von Trennung die Rede ist, immer wieder Gewalt eine Rolle spielt und sie auch auf die Kinder hochaggressiv zugeht. Ich habe das paar Mal selbst erlebt, daher glaube ich seinen Berichten. Er erzählt von Schlafstörungen, die er bei Mama hat aber bei mir nicht. Von schlechten Träumen.

Ich hab ihn gefragt, ob er die Mama überwiegend doof oder überwiegend nett findet. Er hat geantwortet, er fände sie eigentlich fast immer doof. Ich habe ihm vorgeschlagen mal gemeinsam mit Mama darüber zu reden, was er abwinkte mit dem Hinweis "Ach, mit der kann man doch gar nicht reden."

Er sagt, Mama würde einfach immer irgendwas behaupten. Und wenn man ihr dann sagt, dass das nicht stimmt, dann fängt sie an zu schreien. Und wenn man dann immer noch sagt, dass das nicht stimmt, dann kriegt man Hausarrest oder muss seinen Computer abgeben. Er sagt, Mama sei wie Pipi Langstrumpf und mache sich die Welt so, wie sie ihr gefällt.

Letzte Woche hat Mama dem Next an den Kopf geschmissen "Wärest Du so fett wie heute gewesen, als ich Dich kennen lernte, hätte ich Dich niemals geheiratet!" ... natürlich saßen die Kids dabei mit am Tisch.

Ich denke, dass der Kurze in absehbarer Zeit den Wunsch äussern wird, zu mir umzuziehen. Und dann beginnt wahrscheinlich wieder das ganz grosse Kino. Schätze ich sollte anfangen zu sparen, um mal wieder einem Anwalt die Leasingraten für seinen Porsche zu finanzieren.

Selbstverständlich kann er jederzeit zu mir umziehen. Er müsste lediglich ein paar wenige Sachen zusammen packen. Die (dann neue) Schule wäre 10 Fahrradminuten entfernt und die Mutter meiner LG (die er sehr mag) wäre seine Klassenlehrerin. Er hat hier einen kleinen aber seit Jahren festen Freundeskreis. Es wäre sehr simpel seinen Wohnort zu wechseln und würde keinen Aufwand erfordern.

Und das weiss er....

Beste Grüße,
Milan


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Themenstarter Geschrieben : 21.08.2014 02:58
(@howi64)
Nicht wegzudenken Registriert

Hi Milan,
dein Sohn tut mir leid. Aber langsam kommt er in das Alter, wo er selbst aktiv werden kann.
Seine Anekdötchen kann er ja mal beim JA zum Besten geben ...

Schätze ich sollte anfangen zu sparen, um mal wieder einem Anwalt die Leasingraten für seinen Porsche zu finanzieren.

Der Anwalt wird bei Kindschaftssachen eher kurz gehalten.
Streitwert 3000 € egal wie kompliziert es wird.
Teuer wird der Gutachter ohne den kein Richter einer armen Mama ihr natürliches Eigentum entreißt.
Klingt so als lief bei euch alles in eine gute Richtung.
Gruss Horst


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Geschrieben : 21.08.2014 11:13
(@united)
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Moin Milan,

wenn Junior tatsächlich den Wunsch äußert zu Dir zu wechseln, dann denke ich aufgrund Deiner Beschreibungen, dass kein Gericht (so es soweit kommen würde) sich dagegen aussprechen würde.
Mit seinen 11 Jahren scheint er doch über eine ausgeprägte Reife und eine "erwachsene" Sicht auf die Dinge zu haben ...

... so er diesen Wunsch also nachdrücklich Dir gegenüber äußert, klemmst Du in unter den Arm und gehst mit ihm zum JA (da Du kein ABR hast, sehe ich das als ein Must-Do).

"Ach, mit der kann man doch gar nicht reden."

Im gleichen Alter hat meine Große mir gegenüber auch den Wunsch geäußert, zu mir zu wechseln.
Sinngemäß wurde mir ein ähnlicher Spruch zugeworfen: "Du streitest anders."

Auch die Unangemessenheit des Strafenkatalogs wurde regelmäßig moniert (aber darüber beschwert sich vermutlich jedes zweite Kind).
Da man in der Regel nur eine Seite der Darstellung kennt, ist das eher schwierig zu beurteilen.

Ich habe mich seinerzeit - wegen fehlenden Betreuungsmöglichkeiten aber wohl auch aus Angst vor neuerlichen Streitigkeiten (muss auch immer an die beiden Jüngeren denken) - entschieden, sie in diesem Wunsch nicht zu unterstützen (sondern auf die positiven Aspekte bei Mama zu verweisen -> die gibt es definitiv).

Rückblickend war das aber feige und ein Fehler !

Gruß
United
PS: Mit 14 (im letzen Jahr) ist sie zu mir gewechselt und nein, es ist nicht einfach.


AntwortZitat
Geschrieben : 21.08.2014 13:06
(@milan)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Moin!

wenn Junior tatsächlich den Wunsch äußert zu Dir zu wechseln, dann denke ich aufgrund Deiner Beschreibungen, dass kein Gericht (so es soweit kommen würde) sich dagegen aussprechen würde. Mit seinen 11 Jahren scheint er doch über eine ausgeprägte Reife und eine "erwachsene" Sicht auf die Dinge zu haben ...

Ja, sehe ich auch so. Er ist jetzt 5te Klasse Gymnasium, nimmt seit Jahren an Mathewettbewerben teil (2. Platz) und weiss eigentlich genau, was um ihn herum passiert. Er ist selbstbewusst, kann sich ausdrücken und hat seine eigene Meinung, wenn es nötig ist.

so er diesen Wunsch also nachdrücklich Dir gegenüber äußert, klemmst Du in unter den Arm und gehst mit ihm zum JA (da Du kein ABR hast, sehe ich das als ein Must-Do).

Jo, auch hier bin ich bei Dir.
Allerdings werde ich ihn nicht gezielt danach fragen. Ich möchte nicht in die Nähe kommen ihm so einen Umzug einzureden oder allzu schmackhaft zu machen. Wenn, dann soll er von alleine fragen. Aber dann werde ich natürlich richtig Gas geben.

Ich habe mich seinerzeit - wegen fehlenden Betreuungsmöglichkeiten aber wohl auch aus Angst vor neuerlichen Streitigkeiten

Betreuungsmöglichkeit ist bei mir kein Ding. Bin freischaffend mit eigenem Studio bei völlig freier Zeiteinteilung. Ausserdem steht hier bei mir seine Infrastruktur seit Jahren auf festen Beinen (Oma, Freunde, LG, Schwiegereltern (die neuen), etc). Angst vor Streitereien habe ich auch keine. Mit dieser Exe habe ich ja sowieso Dauerstreit. Also "who cares?". Wenn es so sein soll, dann soll es eben so sein. Friedlich wäre mir lieber. Vielleicht spielt Mama ja sogar mit. Aber davon gehe ich nicht aus.

dein Sohn tut mir leid.

Mir auch. Sehr sogar. Doch er kommt bisher gut mit allem klar.

Und heute gab es neue Ereignisse, die ich als besonders krass empfunden habe:
Heute war Einschulung 5te Klasse. Kleine Ansprache in der Aula, alle Eltern da, paar Grosseltern auch, danach Beisammensein in der Cafeteria. Ich entdecke plötzlich, das die Eltern von Exe und vom Next auch dort waren. Ich also hin zu ihnen um sie zu begrüßen.

Sie standen alle zusammen im Kreis, ich mich mitten rein gestellt und Exe´s Ma die Hand hingehalten. Die hat nervös ein Glas in selbige genommen und mich nicht begrüßt.
Ich mich nach links gedreht zu Exe´s Dad und ihm die Hand geben wollen. Der hat seine Hand in die Tasche gesteckt und gesagt "Dir gebe ich doch nicht die Hand!".
Dann drehe ich mich zum Vater vom Next und halte auch ihm meine Hand hin. Der dreht sich ebenfalls weg und sagt "Dir nicht!"

Dolles Ding. Bei uns herrschen mittlerweile Zustände, die schreien nur so danach, dass da bald ne Bombe platzen wird. Habe diese Großeltern alle vor Jahren das letzte Mal gesehen/gesprochen. Dass die jetzt alle miteinander auf der Feier MEINES Sohnes sich weigern MICH zu begrüßen, finde ich stark. Insbesondere die Eltern vom Next, die ja nun wirklich nur als Zaungäste fungieren.

Naja. Ich bin gewappnet und bereit. Und harre der Dinge, die da kommen werden.

Greetz,
Milan

Edit:
Achja - anschliessend gingen die alle mit meinem Kurzen noch irgendwo was essen, Kaffee trinken, o.ä. Meine Mutter (sie war auch da) und ich wurden weggeschickt. "So, wir verabschieden uns jetzt" sagte Exe. Dann rauschte der Trupp ab.

Ich weiss, hier bei VS nix ungewöhnliches. Aus Sicht des Kurzen aber doch eine Katastrophe, dass der ganze Clan seinen eigenen Vater nicht mitfeiern lässt, wenn es um seine Einschulung geht.

Das wird der Exe später alles um die Ohren fliegen, wenn der Kurze irgendwann anfängt fragen zu stellen und antworten zu suchen...


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Themenstarter Geschrieben : 22.08.2014 00:56
(@united)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Moin Milan,

Sie standen alle zusammen im Kreis, ich mich mitten rein gestellt

Da frage ich mich allerdings schon, was das soll ?
"Ich bin da und ich habe keine Angst" kann man auch anders zeigen ...

Die hat nervös ein Glas in selbige genommen und mich nicht begrüßt.
Ich mich nach links gedreht zu Exe´s Dad und ihm die Hand geben wollen. Der hat seine Hand in die Tasche gesteckt und gesagt "Dir gebe ich doch nicht die Hand!".
Dann drehe ich mich zum Vater vom Next und halte auch ihm meine Hand hin. Der dreht sich ebenfalls weg und sagt "Dir nicht!"

Das solltest Du nicht überbewerten:
Egal wie Euer Verhältnis mal war, auch Erwachsene können in einen "Loyalitätskonflikt" geraten.
Hätten sie Dir die Hand gereicht, käme das einem Verrat gegenüber ihrer Tochter/Schwiegertochter gleich (auch wenn Du´s nicht so siehst).

Lieber ein kurzes "Hallo", wenn die Herrschaften nicht im versammelten Kreise stehen (die Reaktion kann dann überraschend anders ausfallen).

Gruß
United


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Geschrieben : 22.08.2014 11:03
(@milan)
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Moin United!

Da frage ich mich allerdings schon, was das soll ? "Ich bin da und ich habe keine Angst" kann man auch anders zeigen ...

Oh, Du hast das falsch interpretiert. Ich wollte nix zeigen. Das sind die Großeltern meines Kurzen und ich wollte sie einfach nur begrüßen. Höflich sein. Sonst nix.

Das solltest Du nicht überbewerten:

Nein, tu ich nicht. Bedrückt mich nicht. Interssant ist es trotzdem.

Die Sache ist eh ziemlich klar - es hat sich ein kompletter Widerstand gegen mich gebildet in Mama-Town. Das ist allerdings neu. Bisher ging alles immer mehr oder weniger respektvoll über die Bühne. Jahrelang. Habe den ganzen Clan komplett zuletzt an der Einschulung vom Kurzen vor 4 Jahren gesehen. Da saßen wir noch alle gemeinsam beim Italiener und haben den I-dotz gefeiert. Gestern, zur Einschulung in die 5te Klasse dann DAS. Und zum Italiener nahm man mich diesmal erst gar nicht mit.

In der Zwischenzeit scheint irgendwas geschehen zu sein. Da ich den ganzen Clan 4 Jahre nicht gesehen habe, kann ich mir da jetzt nicht mal was vorwerfen...

Ich habe das Gefühl es gibt einen Zusammenhang zu meinen letzten Posts. Denen in Mamatown wird ja auch aufgefallen sein, dass der Kurze beginnt "zu kippen" und wer weiss, wie deutlich er dort von Umzug spricht. Überhaupt weiss ich nicht, was er bei denen grudnsätzlich erzählt. Ich versuche stets ihn nichts zu fragen diesbezüglich und ihn auch nicht zu impfen mit irgendwas. Ich horche ihn nicht aus. Wenn er quatschen will, dann kommt er von selbst. Wenn er was von mir wissen will, bekommt er ehrliche Antworten. So mache ich das schon immer.

Feststellen kann ich jedenfalls, dass seit ein paar Monaten der Kurze drastisch unzufrieden geworden ist. Kurz danach geriet ich in Streit mit Next, gefolgt von Streit mit Exe. Und jetzt ist der ganze Clan wohl mit eingestiegen.

Was sie dabei alle nicht bedenken - der Kurze steht beinhart zu mir. Immer schon. Das wird sich auch nicht mehr ändern. Je mehr die auf mich los gehen, umso mehr entfernt der Kurze sich von ihnen. Mit jedem Angriff auf mich treiben sie ihn weiter weg von sich.

Naja. Der Herbst verspricht interessant zu werden.

Greetz,
Milan


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 22.08.2014 22:14




(@riviera68)

Guten Morgen Milan,

mach dir um deinen Sohn nicht allzu viele Gedanken. Er scheint, deinen Worten nach ziemlich smart zu sein.

Ich kann nur bestaetigen, dass "die anderen" gar nicht mitbekommen, dass das in eine Richtung geht, die denen gar nicht gefallen wird.
Meine Tochter hat auch allen moeglichen Dreckwurf in meine Richtung ertragen muessen (deine Mutter ist doof etc pp), seitens Dad und dessen Eltern.
Sie hat sich das eine Weile angehoert, ein paar Mal gesagt, sie moechte das nicht hoeren und dann mit einem Schlag hat sie den Kontakt eingestellt.

Seit nunmehr gut 5 oder 6 Jahren (bin nicht sicher) hat sie null Kontakt zu ihren Grosseltern - sie lehnt das noch immer ab. Die haben das nicht kommen sehen und
ihre Oma leidet seither.

Im Laufe der Zeit hat Tochter sich entwickelt und zwar dahingehend, dass sie sich gut ueberlegt welchen Familien-Stress sie sich antun will und welchen sie
einfach nicht braucht und nicht will.
Sie hat die Zuegel in die Hand genommen, das war absehbar und brauchte nicht von mir gesteuert zu werden.

Ich denke, das koennte bei euch aehnlich laufen.

cheers, riviera

....ich hab aehnlich wie du versucht hoeflich und nett zu bleiben, des Kindes wegen. Damit hab ich aufgehoert, es lohnt nicht...mehr.


AntwortZitat
Geschrieben : 23.08.2014 09:19
(@milan)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Hallo riviera!

...ich hab aehnlich wie du versucht hoeflich und nett zu bleiben, des Kindes wegen. Damit hab ich aufgehoert, es lohnt nicht...mehr.

Es freut mich, dass Du das auch so siehst. Auch wenn es einfach ist "unnett" zu sein, so bleibt doch ein sehr komisches Gefühl, wenn man 8 Jahre zu allem immer nur gelächelt und genickt hat. Wenn nun noch der gesamte Clan gegen mich los geht, das macht es mir natürlich leichter.

Ich will das nicht. Aber ich muss mich den Gegebenheiten anpassen. Wer mir Messer in die Waden sticht, den muss ich nicht mehr anlächeln...

Ich bin auch mittlerweile der Meinung, vielleicht auch weil der Kurze keine 3 mehr sondern so gut wie 11 Jahre alt ist, dass die ganze Lügerei ein Ende haben muss. Einerseits hacken die ständig auf mir ein, andererseits erwarten sie, dass ich die Welt in Mamatown respektiere und mich ihr unterordne. Sie betonen nach aussen mich zu involvieren und stellen unser tolles Verhältnis heraus. Mama sonnt sich in dem Licht eine tolle Patchworkfamilie hinbekommen zu haben. Und die Wahrheit? Wir leben unter Zombies mitten auf einem Schlachtfeld. Man duldet mich, weil es Gerichtsbeschlüsse diesbezüglich gibt. Man lächelt mich an, sobald die Kids anwesend sind. Und wenn die nicht dabei sind, geht der ganze Clan auf mich los.

Ich habe nicht wenig Lust meine Prozessordner zu kopieren und mal den Großeltern zu schicken und auch dem Next. Dann würde die verdrehte Welt von Exe zusammen brechen wie ein Kartenhaus. Und vielleicht würde man mir dann auf dem Boden der Realität begegnen und von mir nicht ein Bild aus gelogenen Versatzstücken zu haben.

Jedenfalls wird der, der immer lächelt und alles mitmacht, irgendwann nicht mehr ernst genommen. Das ist mir nun passiert.

Greetz,
Milan


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 23.08.2014 11:54
(@schultze)
Rege dabei Registriert

Hi Milan,

ganz ehrlich, wie hältst du diesen Mist über die ganzen Jahre aus?

Wenn du jetzt noch ein Weilchen durchhältst, dann bist du tatsächlich vielleicht in der Lage zu Erreichen, dass dein Sohn zu dir zieht. Das würde die Möglichkeiten der Mutter deines Sohnes dich weiter zu gängeln deutlich reduzieren.

Ich drücke dir die Daumen

Beste Grüße
schultze


AntwortZitat
Geschrieben : 23.08.2014 16:26
(@milan)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Moin Schultze!

ganz ehrlich, wie hältst du diesen Mist über die ganzen Jahre aus?

In dem ich immer ausschliesslich daran gedacht habe, was für den Kurzen gut ist. Und aus Angst vor neuem Umgangsboykott als Folge für unangepasstes Verhalten. Weil ich genau diese Erfahrung immer mit Exe gemacht habe. Also passte ich mich -zum Schein- an, damit sie mich in Ruhe meinen Umgang wahrnehmen lässt. Hat auch funktioniert.

Wenn du jetzt noch ein Weilchen durchhältst, dann bist du tatsächlich vielleicht in der Lage zu Erreichen, dass dein Sohn zu dir zieht.

Ich warte nur, bis er von alleine mit diesem Vorschlag kommt. Dann geht´s sofort los. Ich stehe Gewehr bei Fuss und scharre mit den Hufen. Die Telefonnummern der dann zuständigen Jugendämter sind schon lange in meinem Handy gespeichert.

Aber die Zeit bis dahin kann so nicht weiter gehen. Nachdem ich auf der Einschulungsfeier MEINES Sohnes von der ganzen Sippe gemobbt wurde, einschliesslich der Eltern vom Next (die nichts, absolut nichts in Bezug auf meinen Kurzen zu melden haben), auf dem Schulhof MEINES Sohnes, vor SEINEN neuen Mitschülern, im Beisein der anderen Eltern, Lehrer und MEINER Mutter! Das hat dem Fass den Boden ausgeschlagen.

Das kann ich nicht ohne Konsequenzen so stehen lassen. Täte ich es, dann bekäme ich ein Magengeschwür. Das ist eine derartige Ungerechtigkeit, die tut schon körperlich weh. Ehrlich.

Jetzt ist Schluss mit angepasstem Verhalten. Wozu auch noch? Es bringt ja jetzt nun echt nix mehr. Es gibt für mich nichts mehr zu verlieren, das Kind liegt im Brunnen. Der ganze Clan geht auf mich los (den ich 4 Jahre nicht gesehen habe und demzufolge niemandem von denen etwas getan habe!), da kann ich mich noch so angepasst verhalten, es wird nichts mehr rückgängig machen.

Vielleicht mache ich mir wirklich die Mühe und kopiere 3 fette Aktenordner. Alle Beschlüsse, Gutachten, den ganzen Hergang. Dann sind endlich die Realitäten auf dem Tisch und die ganzen Beteiligten haben die Gelegenheit ihre Einstellungen zu überprüfen.

Man muss sich das mal vorstellen - Exe betreibt eine Praxis für Paartherapie (nach dem Homöopathiegesetz) und alle halten sie für die traumhaft vernünftige Mutter, Ehefrau, Menschin.

In Wirklichkeit ist sie ein schwer persönlichkeitsgestörtes Monster, lebenslange Bulimie, mehrfache stationäre Aufenthalte in der Psychiatrie, Selbstmordversuche. Sie hat ein Kind entführt, einen schweren Einbruchdiebstahl begangen, ein schweres Asthma beim Sohn zu verantworten, den Vater ihres Sohnes wirtschaftlich völlig ruiniert und ihn zweimal zusammen schlagen lassen.

Das weiss aber keiner, weil sie ja nach unserer Trennung die Stadt gewechselt hat und heute nur von Menschen umgeben ist, die sie DANACH kennen lernte. Die wissen alle gar nicht, was wirklich geschah, sondern haben nur die vielen verschiedenen Versionen von Exe´s Wahrheit.

Ihr glaubt gar nicht wie sehr ich darauf brenne endlich die Wahrheit heraus zu brüllen. Dieses Leben aus diesen ganzen Lügen, die allesamt zu meinen Lasten gehen, halte ich nicht mehr weiter durch.

Milan


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 23.08.2014 20:45
(@milan)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Moin!

Mir rennen die letzten Tage etliche Gedanken durch den Kopf. Beisse mir selbst in den Hintern, dass ich irgendwie ziemlich treudoof war die vergangenen Jahre. Ich war immer friedlich, freundlich und dachte, dass würde uns allen dazu verhelfen trotzdem alle an einem Strang zu ziehen. Mit alle meine Ich mich, Exe, Next, meine LG, Omas, Opas, etc pp.

Durch das Mobbing vergangenen Donnerstag ausgelöst, habe ich mal ne Kosten-Nutzen-Rechnung aufgestellt über die letzten 8 Jahre und bin erschrocken, mit was für leeren Taschen die mich doch da stehen lassen. Ich habe über die Jahre immer viel gegeben:

- jedes Jahr zum Geburtstag des Kurzen, den er auch immer jeweils bei mir und der KM feiert, habe ich Next und Exe zu uns eingeladen. Sie sind auch meistens gekommen
- letztes Jahr haben wir hier bei uns (lebe im Reitstall) den Kindergeburtstags von Exe´s und Nexts kleiner Tochter ausgerichtet. Meine LG und ich zusammen, Exe und Next waren als Zuschauer dabei
- bei uns im Stall gibts jedes Jahr Osterfest, zu dem ich Exe und Next immer einlud und sie auch immer gekommen sind

Ich wurde noch kein einziges mal zu irgendeiner Feier in Mamatown eingeladen. Genau genommen war ich noch nicht mal in deren Haus, das Zimmer des Kurzen dort kenne ich nur von Beschreibungen.

- ich schicke Exe regelmässig Bilder oder Videos von Unternehmungen, die der Kurze hier bei mir macht.
- wenn ich mal kurfristig mit dem Kurzen ins Ausland fahre, NL oder so, sage ich ihr jeweils Bescheid
- wenn ausser der Reihe etwas angeschafft werden muss für den Kurzen, beteilige ich mich über den KU hinaus

Ich habe noch nie ein Foto oder Video aus Mamatown bekommen. Von Auslandreisen mit KM erfahre ich immer nur hinterher. KU verlangt sie zu 100% auch wenn der Kurze in dem Monat 4 Wochen bei mir ist. Geld zu irgendeiner Anschaffung hat sie mir noch nie gegeben.

Mein Antrieb war natürlich immer eine friedliche Situation für den Kurzen zu haben. Und ich wollte die Umgänge nicht gefährden bzw ich wollte sie ausweiten. Von wegen gutes Verhältnis und so. Fakt ist, dass der Kurze fast 11 ist und wir eine unveränderte UR pflegen, die damals für einen 3jährigen konzipiert wurde. Die Fahrten zur Realisation der Umgänge belaufen sich auf 800km pro Monat. In den ganzen 8 Jahren hat sie insgesamt 70km davon übernommen. Integration meiner Person in das Leben des Kurzen in Mamatown findet nicht statt. Offizielle Schulanlässe sind die einzigen Gelegenheiten, zu denen ich geduldet werde - dann aber stets mit dem Next im Schlepptau. Also auch mal alleine als Vater dort zu sein wird nicht gestattet.

Die ganzen letzten Jahre der völligen Ruhe hat Exe eigentlich nur dazu genutzt in Mamatown von sich selbst ein Bild zu basteln, dass letztlich so gar nicht der Realität entspricht. Man hält uns dort für die traumhafte Patchworkfamilie, die unter der Regie von Exe sogar als Vorbild für andere heran gezogen wird. Ihre komische Paartherapiepraxis betreibt sie u.a. auch auf dem Leumund, dass sie selbst ihre eigene Trennung so meisterlich umgesetzt hat.

In Wirklichkeit sind wir eine hochzerstrittene "Familie" die nur von ein paar Gerichtsbeschlüssen zusammen gehalten wird und wo der eine den anderen behandelt wie Dreck ... wenn niemand zuguckt. Und jetzt ist es dann doch passiert - die ganze Sippe mobbt den Vater mitten auf dem Schulhof im Beisein von hunderten Kindern, Eltern, Groseltern - und alle gucken zu.

Man muss sich die Situation von aussen vorstellen. Ein Vater geht auf den Familienkreis zu, hält ihnen die Hand zur Begrüßung hin und einer nach dem anderen drehen sich alle von ihm weg, keiner gibt ihm die Hand...

Ich kann und will jetzt nicht mehr so weiter machen, wie die letzten Jahre. Ich will niemandem etwas tun. Aber ich will das ewige Lügen beenden. Ich will das jetzt alles so ausleben, wie es denn tatsächlich ist. Nicht mehr das Schauspiel mitmachen. Ab jetzt werde ich auch nach aussen kommunizieren, was tatsächlich los ist. Also im gespräch mit anderen Eltern oder Lehrern beispielsweise. Ich werde jetzt dazu wechseln ehrlich und authentisch mit der ganzen Situation umzugehen.

Habt Ihr Tipps? Ideen? Habe schon lange nicht mehr meine komplette Marschroute so drastisch verändert.

Greetz,
Milan


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 24.08.2014 23:53
(@beppo)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Ich denke, es ist schon ok, wenn du da dran was ändern möchtest, auch wenn du damit sicher viel zum Wohlbefinden des Kurzen beigetragen hast.

Wenn du das jetzt nicht mehr magst, ist das nur legitim.

Ihre Bedeutung für dein Verhältnis zum Lütten wird jetzt auch immer weiter abnehmen.
Insofern kann da jetzt auch nicht mehr viel kaputt gehen.
Er wird seinen Weg zu dir immer finden.

Du solltest diese unausgewogene Bilanz jedoch jetzt nicht dadurch ausbalanzieren, dass du etwas gegen sie tust, sondern nur dadurch, dass du etwas für sie zukünftig unterlässt.

Was da in Frage kommt, hast du ja schon aufgelistet.

Wenn sie sich bei dir melden, musst du das ja nicht abwürgen aber selbst musst du auch nicht mehr aktiv werden.


Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.

AntwortZitat
Geschrieben : 25.08.2014 00:18
(@milan)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Hi Beppo!

Wenn du das jetzt nicht mehr magst, ist das nur legitim.

Gut.

Du solltest diese unausgewogene Bilanz jedoch jetzt nicht dadurch ausbalanzieren, dass du etwas gegen sie tust, sondern nur dadurch, dass du etwas für sie zukünftig unterlässt.

Jo. Also mich so verhalten, wie sie es ohnehin mir gegenüber immer schon tut.

Quid pro quo.

Milan


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 25.08.2014 00:24
(@beppo)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Genau.


Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.

AntwortZitat
Geschrieben : 25.08.2014 00:25
Lausebackesmama
(@lausebackesmama)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Hallo Milan,

ich kann Dich gut verstehen. Ich hatte ja meinem Ex auch den Ar.sch hinterher getragen. Zur Erinnerung: Nie Unterhalt, oft die Fahrkosten zu den Umgängen übernommen, Kost und Logis, ihn belabert und bekniet, sich um sein Kind zu kümmern... gut, mich hat keiner zusammengeschlagen, gemobbt, ausgeschlossen usw. und das Kind lebt bei mir. Ändert aber nix daran, dass mir mein Kind leid tat, das den Papa vermisst hat und dem ich diesen Papa mit allem was mir möglich war, erhalten wollte.

Unterm Strich hat er dem Kind trotz allem Entgegenkommen trotzdem vors Knie getreten. Und nach 4 Jahren kam der Punkt, an dem ich dann das Entgegenkommen von mir mit entsprechender Klarstellung eingestellt habe. Und seitdem bewegt er seinen Hintern gar nicht mehr.

Der Punkt war, dass ich meinem Sohn ja sowieso nichts vormachen konnte. Der Effekt war so oder so null. Also habe ich beschlossen, dass ich den Umgängen nicht im Weg stehen werde, wenn er sich darum bemüht, aber mich selbst darum nicht mehr bemühen werde. Und mein Sohn ist wie Deiner mittlerweile fast 11 und selbst in der Lage Kontakt einzufordern. Am Jahresanfang hat er da noch mal telefonische Kontakte geknüpft, aber das war es dann auch. Er hat einfach sein eigenes Leben und weiß, wo er hingehört, wo "seine Menschen sind", wer für ihn da ist. Da braucht man nichts mehr lenken, nicht mehr eingreifen.

Und so denke ich auch, kann Dein Sohn sehr gut verstehen, wenn Du ihm ganz offen sagst, dass Du das Theater X oder Y nicht mehr mitmachst oder auch eben kein zusätzliches Geld springen lässt. Kinder sind ja nicht doof. Und da Deiner seine Mutter schon gut selbst durchschaut, braucht er da auch keinen Bohei mehr, um Tatsachen von ihm fern zu halten. Er weiß ja genau, was er an Dir hat.

Ich denke, entweder wird er konsequent irgendwann einfordern, zu Dir wechseln zu dürfen oder er packt mir 13, 14 Jahren seine Sachen und steht vor Deiner Tür und schafft Fakten, für die er kein Jugendamt braucht. Ich glaube, das "Schlimmste" hast Du jetzt hinter Dir und Du wirst jetzt den Honig aus der Arbeit der Vorjahre saugen. Im Gegensatz dazu steht Deiner Ex noch die Ernte dessen vor, was sie gesät hat. Das sollte als innere Befriedigung einen guten Motor darstellen, die "Leistungen" einzustellen ohne irgendwelche Gegenmaßnahmen zu starten.

Und wenn Du das so siehst, dass die Leistungen, die Du erbracht hast, sich einfach durch Deinen Sohn selbst auszahlen, wirst Du auch nicht das Gefühl haben, mit leeren Taschen dazustehen. Was Ex, Exfamily oder Nextfamily denken oder machen, das interessiert doch wie ne geplatzte Currywurst im ostfriesischen Wattenmeer.

LG Conny


‎"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."

AntwortZitat
Geschrieben : 25.08.2014 14:53
(@milan)
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Hallo LBM!

Zu meiner Gefühlswelt - ich habe kein Problem mit der Vergangenheit. Das 8 jahrelange Buckeln vor Exe hatte den Sinn, dass ich die seit Geburt enge Bindung zum Kurzen behalten und ausbauen konnte. Ich würde behaupten ich bin bis heute die emotional wichtigste Person im Leben des Kurzen geblieben.

Die anderen machten es mir aber auch leicht. Lügen haben nun mal die kürzeren Beine und gerade Kinder durchschauen das schnell. Ich habe den Kurzen knallhart 8 Jahre nicht einmal belogen, bestraft oder gestritten. Das sitzt tief und fest. Von den anderen wird er permanent verarscht, bekommt drakonische Strafen und permanenten Terror. Auch das sitzt tief und fest.

Mit den ganzen "Leistungen" ohne Gegenleistungen habe ich auch meinen Frieden. Denn rückblickend sieht der Kurze, wer sich die ganzen Jahre wirklich korrekt verhalten hat ergo wer der "Gute" in dem ganzen Spiel ist. Ich denke, dass ist ihm aber ohnehin längst klar.

ch glaube, das "Schlimmste" hast Du jetzt hinter Dir und Du wirst jetzt den Honig aus der Arbeit der Vorjahre saugen. Im Gegensatz dazu steht Deiner Ex noch die Ernte dessen vor, was sie gesät hat.

Gut gesagt!

Heute habe ich den Kurzen zum Montagsumgang bei mir und erste Massnahmen eingeleitet. Eigentlich muss ich Montags immer erst mit dem Kurzen zum Schlagzeugunterricht in Mamatown. Habe heute also mit dem Lehrer gesprochen, dass das künftig an "meinen" Montagen nicht mehr möglich ist. Er hat Ersatztermine, die er Exe geben wird. Natürlich habe ich das zuvor mit dem Kurzen abgesprochen, der sein OK gab! Er sagt, er hätte eh nie verstanden, warum Mama das Trommeln auf einen Umgangstag gelegt hat.

Freitags hat sie Schwimmkurs in meinen Umgang gelegt. Da gibt es aber keine Alternativen, da der Kurze seit Jahren in dieser Gruppe ist und dort bleiben möchte. Ihm zu liebe bleibt´s daher beim Schwimmkurs. Hier halte ich die Füsse still.

Für etwaige Dinge, die er aus Mamatown benötigt für den Umgang bei mir, hat sie ab jetzt zu sorgen. Bisher holte ich diese immer noch bei ihr ab. Ab jetzt kann sie die zur Schule bringen, wo ich ihn -gemäss der Beschlüsse- abzuholen habe. Dort kann sie dann auch etwaige Wertsachen (Labtop) Morgens früh wieder abholen. Wie sie das mit der kleinen Tochter handhabt, die zur selben Zeit zu anderer Schule gebracht werden muss, ist ihr Problem. Soll Next oder ne Oma einspringen. Auf den Weg zu Mama´s Haus mache ich mich nur noch, wenn der Kurze dort persönlich abzuholen ist.

Auf Fotos, Infos oder Kontakte nach Mamatown pfeiffe ich jetzt. Ich gehe (erstmal) davon aus, dass Exe mir gesetzeskonform wichtige Infos und Termine (Elternabend, etc) weiterhin zukommen lässt. Selbstredend, dass ich die offiziellen Anlässe in Mamatown weiterhin mitmachen werde. Infos und Fotos aus Papatown gibt´s nicht mehr für Mama. Null. Nada. Wir leben hier jetzt autark und inkognito. Als GSR-KV steht mir zweifelsfrei zu, dies so zu handhaben.

Dem Kurzen gegenüber werde ich das ganze noch konkret thematisieren. Ich habe heute bemerkt, wie man ihn wegen der Donnerstag-Mobbing-Sache schon versuchte zu manipulieren. Papa ist doof und alle anderen haben Recht mit ihrer Ablehnung - eben weil es alle mehrheitlich so sehen. Aber dagegen ist er immun. Er hat mir einfach frei davon erzählt und selbst die eine oder andere Ungereimtheit heraus gestellt, lach.

Mit dem Thema Umzug fange ich ihm gegenüber nicht an. Er weiss, dass hier alle Türen für ihn offen stehen. Da gibt es keinen Zweifel. Wenn, dann soll er aus freien Stücken damit zu mir kommen. Klar formulieren "Ich will zu Dir umziehen!" Und dann geht´s los.
Zum einen will ich nicht, dass er etwas mir zu liebe tut, was man später wieder wegen Unüberlegtheit rückgängig machen muss. Ausserdem will ich ihn nicht beeinflussen. Ich will aus ihm einen frei denkenden Menschen machen.

Greetz,
Milan


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 25.08.2014 23:53




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