... möchte ich die Trennung so weit wie möglich zeitlich hinaus zögern.
Diese Entscheidung meinerseits ist in Stein gemeisselt und steht nicht zur Diskussion.
Jedoch zeichnet sich ab, das die KM immer stärker an einer Umverlagerung des Geldes in Ihre Richtung interessiert ist.
Hierdurch entsteht die akute Gefahr, das sie - sobald ich pleite und sie reich ist - die Trennung aktiv provoziert und die Kinder "sehr viel verlieren".
Frage: Wie kann ich die Finanzen im Sinne der Kinder strecken ? Was hättet Ihr aus heutiger Sicht im Sinne der Kinder im Vorfeld der Trennung finanziell anders gemacht ? Ist die provozierte Arbeitslosigkeit ein gangbarer Weg ?
Ich ziehe nicht aus.
Hallo Hamburger2000,
es ist schwer auf deine Frage(n) zu antworten da ich nicht genau weiß was du mit ´Umverlagerung des Geldes` meinst.
Wenn ich heute nochmal vor der Trennung stehen würde käme für mich eine Arbeitszeitreduzierung in Frage um mein unterhaltsrelevantes Einkommen zu beeinflussen. Die daraus gewonnene Mehr Freizeit würde ich in die Kinder investieren. Da hätten sie mehr davon.
ich hab damals meine Wochenarbeitszeit gesteigert da es seitens meines Arbeitgebers gewünscht war.
Gruß
Bart
Hallo Hamburg2000,
habt Ihr schon getrennte Konten? Das wäre schon mal ein Schritt in die richtige Richtung. Hast Du einen konkreten Verdacht, wie sie diese Umverteilung vornehmen möchte.
Barts Vorschlag mit der Reduzierung der Arbeitszeit ist mMn ziemlich gut, da freuen sich die Kids immer drüber. Ist natürlich die Frage, wie Du das mit Deinem AG hinbekommst. Provozierte Arbeitslosigkeit wäre mir persönlich zu drastisch.
Wünsche Dir viel Glück!!
LG vom Wolkenhimmel
Moin Hamburg2000,
eine "provozierte Arbeitslosigkeit" ist in Deinem Fall ganz sicher kein Mittel der Wahl; nicht nur, weil dann die Allgemeinheit Eure Lebensgestaltung zu finanzieren hat. Eine solche Massnahme würde eurer Ehe von heute auf morgen die "Geschäftsgrundlage" entziehen, wenn Deine Frau so drauf ist, wie Du es beschreibst. Was sollte sie mit einem Arbeitslosen? Dann erfindet sie eben einen Trennungszeitpunkt, der ein paar Wochen oder Monate vor Beginn Deiner selbst verschuldeten Arbeitslosigkeit liegt und vertauscht einfach Ursache und Wirkung: Du hast dann wegen der von ihr initiierten Trennung Deine Arbeit geschmissen, um Dich vor Unterhalt zu drücken. Richtern und Anwälten leuchtet sowas durchaus als "logisch" ein. Niemand hat daneben gesessen und die Ereignisse mit Datum und Uhrzeit protokolliert. Also wirst Du eben zu Unterhaltszahlungen auf der Basis der bisherigen Einkünfte verdonnert. Aber wovon, wenn der Job weg ist?
Viel kreativer kann es - wie schon die Vorschreiber andeuteten - sein, Deine Arbeitszeit und Deine Einkünfte homöopathisch herunterzufahren und die gewonnene Zeit in die Betreuung der Kinder zu investieren. Vielleicht kannst Du Deine DEF sogar zur Aufnahme oder Ausweitung einer eigenen Berufstätigkeit animieren. Dann stehst Du im Fall der unausweichlichen Trennung nicht mit heruntergelassenen Hosen als Alleinverdiener und -finanzier da.
Und auch wenn Du es nicht hören willst: Der Kinder wegen zusammenzubleiben funktioniert nur kurze Zeit; sie merken es. Und sie werden sich, wenn die Trennung kommt (auch wenn Du sie gar nicht wolltest), schuldig daran fühlen. Wenn Deine Ex so tickt, wie Du sie beschreibst, wird sie ihnen das anschliessend gerne ausreden: Dann war eben der Papa allein schuld an allem. Und der wird als Umgangsvater wenig Gelegenheit haben, diesen Eindruck geradezurücken. Auch keine tolle Perspektive.
Grüssles
Martin
When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.
