Hallo,
wir haben folgendes Problem:
Es handelt sich um meinen Freund der einen 6 jährigen Sohn aus einer früheren, sehr schnell beendeten Beziehung hat. Er war nur ca. 6 Monate mit der Mutter seines Kindes zusammen.
Die Beziehung endete nach mehreren gescheiterten Versöhnungsversuchen leider im Streit.
Die Vaterschaft wurde aber von Ihm anerkannt, leider aber hat er aber
nie das gemeinsame Sorgerecht beantragt.
Bisher war es so das er seiner Unterhaltspflicht regelmäßig nach gekommen ist und er dieser auch weiterhin nach kommt. Auch ist er bemüht seinen Sohn so oft wie möglich zu sehen.
In Zwischenzeit sieht es aber so aus das er sein Kind immer nur dann sehen darf wie die Kindesmutter gerade gelaunt ist.
Mein Freund leidet sehr darunter, da manchmal mehrere Wochen vergehen bis er seinen Sohn sehen darf. Bisher waren es meistens nur Sonntage ( ca. 3-4 Stunden alle 2-3 Wochen) an denen er sein Kind sehen durfte. Mittlerweile wird der Sohn dort hingehend manipuliert das er angeblich Angst vor seinem Vater hat, was in meinen Augen völliger Blödsinn ist! Mein Freund war während und nach der Beziehung nie gewalttätig, weder zur Kindesmutter noch zu seinem Sohn.
Wenn der Sohn mit dem Vater alleine ist macht er einen sehr entspannten und zufriedenen Eindruck. Auch malt der Sohn viele bunte Bilder für seinen Vater und ist immer sehr traurig wenn die paar Stunden schon wieder um sind.
Wenn das Kind allerdings beim Fußballtraining ist und die Mutter mit anwesend, wird der Vater (der sich im Hintergrund aufhält um zu sehen wie sein Sohn Fußball spielt )
wenig beachtet.
Man merkt dem Kind die Verunsicherung deutlich an. Ich denke diese Reaktion geschieht aus „Loyalität“ zur Mutter.
Letzten Sonntag meinte der Junge beispielsweise nach Hinterfragung des Vaters, das die Kindesmutter die Augen verdreht wenn sein Vater anruft und
folgende Bemerkungen formuliert …z.B.“ Ich will nicht das der Blödmann hier anruft“ o.ä.
An Geburtstagen, Weihnachte ect. darf der Vater das Geschenk für den Jungen nur an der Haustür abgeben, dem Sohn kurz gratulieren und muss sich dann so zügig wie möglich wieder verabschieden.
Beim Jugendamt wurde dem Kindesvater schon vor einiger Zeit gesagt, „das man nichts machen kann solange die Mutter keinen Kontakt zwischen Vater und Sohn wünscht!“
Aber es kann doch nicht sein das man den Willkürlichkeiten des Amtes vollkommend ausgesetzt ist und durch solch unmotivierte und inkompetenten Beamte falsch beraten wird.
Meine Frage:
Wie kann man wirkungsvoll einer Entfremdung entgegen wirken?. Je länger dieser Zustand anhält, desto belastender ist das doch für alle betroffenen.
Kann man die Mutter juristisch dazu bringen das Vater Sohn Verhältnis zu fördern statt den Kindesvater unbegründet „schlecht zu machen?“
Besteht die Möglichkeit ein psychologisches Gutachten erstellen zu lassen ( Mutter und Kind )
aus dem hervorgeht das die Mutter negativen Einfluss auf den Sohn ausübt?
Da mein Freund zurzeit einen finanziellen Engpass hat ( er bezieht z.Zt. nur Krankengeld nach beendetem Beschäftigungsverhältnis) kann er sich keinen Anwalt leisten. Steht Ihm Prozesskostenhilfe zu, wenn er aufgrund des beschriebenen Sachverhaltes klagt?
Über Antworten würde ich mich sehr freuen.
Hallo Kirsche74,
Dein Engagement in Ehren, aber meistens ist es besser, wenn sich die Betroffenen hier selbst melden. Das werden Dir sicher auch noch andere schreiben.
Insgesamt ist zu der von Dir beschriebenen Situation jedoch zu sagen:
Die Vaterschaft wurde aber von Ihm anerkannt, leider aber hat er aber
nie das gemeinsame Sorgerecht beantragt.
Tja, das GSR konnte er bislang nicht beantragen und er kann diesen Zustand erst seit August 2010 allenfalls einmal überprüfen lassen...
In Zwischenzeit sieht es aber so aus das er sein Kind immer nur dann sehen darf wie die Kindesmutter gerade gelaunt ist.
Mein Freund leidet sehr darunter, da manchmal mehrere Wochen vergehen bis er seinen Sohn sehen darf. Bisher waren es meistens nur Sonntage ( ca. 3-4 Stunden alle 2-3 Wochen) an denen er sein Kind sehen durfte.
Hier stellt sich die berechtigte Frage, warum er sich das bislang bieten ließ. Waum hat er den Umgang nicht konsequent eingefordert?
An Geburtstagen, Weihnachte ect. darf der Vater das Geschenk für den Jungen nur an der Haustür abgeben, dem Sohn kurz gratulieren und muss sich dann so zügig wie möglich wieder verabschieden.
Wenn man hierbei mitspielt, muss man sich nicht wundern...
Beim Jugendamt wurde dem Kindesvater schon vor einiger Zeit gesagt, „das man nichts machen kann solange die Mutter keinen Kontakt zwischen Vater und Sohn wünscht!“
Das ist die altbekannte Leier einschlägiger Ämter, um die notwendigen Kontakte zum anderen Elternteil auf die lange Bank zu schieben. Warum hat sich Dein freund hier nicht besser informiert?
Antwort zu Deinen Fragen:
Außergerichtlich konsequent eine ausreichende Umgangsregelung einfordern. GGfs. Mediation anbieten. Danach notfalls Umgangsklage.
Aber ich denke persönlich, Dein Freund hat hier bedauerlicherweise schon viel zu viel Zeit verloren...von den finanziellen Aspekten einmal ganz abgesehen...die die klageweise Durchsetzung des Umgangs mit sich bringt.
Viele Grüsse
;(
Ich kann nur sagen wer schreibt der bleibt !!!!
Der Mann braucht dringend einen Anwalt
Bin grad in der selben situation nur das meine tochter 1 jahr alt ist ,
wie gesagt Sofort jugendamt Wie bagger schon sagt medi anbieten wenn das scheitert sofort vor gericht
ES GIBT
Umgangspfleger
Einstweilige Verfügungen
Ihr kann auf dauer das sorgerecht entzogen werden (glaub ich )
Rat ihm ein buch über umgangsrecht zu lesen !!! hat mir sehr geholfen
:gunman:Niemals AUFGEBEN DAS WOLLEN SIE
Hi Kirsche und willkommen,
Nach sechs Jahren, in denen er dieses Spielchen mitgespielt hat, wird es wohl nicht einfach werden, jetzt eine Änderung durchzusetzen...
Zuerst möchte auch ich deinem Freund raten, sich hier selbst anzumelden - beim "Stille Post"-Spielen gehen meistens Infos verloren.
Aber auch Du selbst wirst in der nächsten Zeit einiges an Belastungen aushalten müssen, wenn er ernsthaft versucht, den Umgang jetzt einzufordern - bist also auch jederzeit willkommen.
Grundsätzlich hat bagger eh schon das Wichtigste gesagt:
- beim JA um Vermittlung bitten (und sich nicht mit den üblichen Sprüchen abspeisen lassen, sondern betonen, dass das KIND ein Recht hat, seinen Vater zu sehen)
- Mediation anbieten / organisieren
- wenn KM nicht darauf eingeht, Anwalt kontaktieren und vor Gericht den Umgang einklagen (bzgl. Verfahrenskostenhilfe muß er sich beim Anwalt beraten lassen)
Wobei es für alle Beteiligten am besten wäre, wenn beim JA von den Eltern gemeinsam eine Umgangsregelung ausgearbeitet und unterschrieben werden könnte - schon Zeit und Nerven...
Aber so wie Du das Verhalten der KM beschreibst, wird das wohl nichts werden.
Und die negative Beeinflussung des Kindes wird auch nach Festlegung einer Umgangsregelung nicht aufhören. Die KM kann dem Kleinen weitgehend ungestraft alles erzählen, was sie will.
Stellt euch eher darauf ein, dass sie KM diese Manipulation noch verstärken wird, wenn dein Freund versucht, den Umgang irgendwie festlegen zu lassen...
Wünsche euch viel Kraft!
lg
vj
Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem. (Röm 12,21)
Moin,
die Userin war vor knapp 2 Monaten das letzte Mal hier, um genau eine Frage zu stellen. Es macht also nicht viel Sinn, diesen Thread auszugraben und fortzuführen.
Grüssles
Martin
When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.
