Hi orangenfalter
Wenn das von Dir Charaktereigenschaften sind so bin ich der Auffassung, Du hast einen grossen Teil Menschlichkeit in Dir, die leider vielen Zeitgenossen abhanden gekommen ist. Alle sind nur aufs Hemd aus, keiner will die Hose. Und dann natürlich behaupten wollen - selbst schuld. Vergiss es einfach. Nur weil sie auf Kosten anderer leben heisst das noch lange nicht, dass sie dabei auch glücklich sind.
Gruss oldie
Wenige sind das, was sie vorgeben zu sein.
Und wenn ich es mir recht überlege - niemand.
Macht nix. Orangenfalter,
jetzt hast Du einfach nur ein bißchen mit der Technik zu kämpfen gehabt 😉
Ich glaube, Du solltest Dir wirklich Hilfe holen. Das kann nicht so weitergehen, dass Du jeden Tag mit verquollenen Augen aus dem Haus gehst.
Also, Popo hoch, aktiv werden. Du schaffst das!
LG LBM
PS: Kennst Du übrigens die PN-Funktion? Doppelklick auf den Namen in der Liste, dann poppt so ein Fensterchen hoch und dann kannst Du private Nachrichten an einzelne Personen schreiben. Unter der Userliste findest Du Deinen privaten Eingang. Die allererste Nachricht wird. m. W. nicht als "neu" angezeigt. Also einfach mal das Postfach aufrufen.
PPS: und der Oldie hat - wie so oft - mal wieder den Nagel auf den Kopf getroffen.
"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
Hallo,
Also, Popo hoch, aktiv werden. Du schaffst das!
Dazu ist von Sido gerade ein passendes Lied herausgekommen....es heißt " Beweg Deinen Ar...." !!!!! Ich bin
jetzt weißgott kein Sido Fan, aber es trifft gerade die Situation sehr passend.
Lg, howzit
Hallo Jens,
danke für Deinen netten Beitrag! 🙂 Nein, ich habe den nicht falsch verstanden, keine Bange. Ich habe ja auch genau deshalb hier ins Forum geschrieben. Ich will ja verstehen, wie schwer es sein kann, die Kinder nicht jeden Abend selbst ins Bett zu bringen. Ich habe selber keine und kann es daher nicht wirklich "nachfühlen", auch wenn ich mir vorstellen kann, dass es schwer ist. Tut mir leid, dass Du das gerade durchleben musst! Ich will nicht, dass es ihm schlecht geht. Ich könnte auch nicht mit einem Mann an meiner Seite glücklich werden, der nur unglücklich ist, weil ihm seine Kinder fehlen. Dafür liebe ich ihn zu sehr. Ich lasse ihn lieber "frei", damit er glücklich wird, bevor ich zusehe, dass er noch mehr in sein Unglück rennt...
Indirekt gibst Du hier schon die Antwort für Dich selbst und da er sich für die Kinder entschieden hat kann ich mir nicht vostellen,dass
Ihr eine glückliche Partnerschaft anfangen könntet.
Ja, stimmt. Nur habe ich nie die Entscheidung "Kinder" oder "ich" gesehen, sondern die "unglückliche Ehe" oder "neues Glück" - und die schien mir recht leicht. Ich habe viel daran gezweifelt, aber er hat mir über Wochen immer wieder betont, dass wir eine Zukunft hätten, dass es eine Lösung gebe.... (und das auch, ohne dass ich seine Geliebte war oder mich je in die Richtung geäußert habe, dass auch er mir was bedeutet. Habe das eigentlich immer alles abgebügelt mit "Du bist verheiratet, was willst Du überhaupt?") Nur das mit dem Selbstschutz hat leider so gar nicht geklappt....
Das Leben ist manchmal echt besch..... aber auch Du,wirst bestimmt Dein Glück finden und Dein Herz an jemanden
verlieren,der Dich wirklich liebt.
Damit hast Du wohl Recht! Und leider manchmal nicht nur manchmal.... An das "Glück finden" glaube ich momentan aber so gar nicht. Ich hätte auch nicht gedacht, dass ich mich nach sechs Jahren dann doch wieder verliebe. Umso mehr tut es jetzt weh. Und das Schlimme: Ich war bei noch niemandem so überzeugt, dass er mich wirklich aufrichtig liebt. Diese Art, mit mir umzugehen, Sachen zu hinterfragen und mich anzusehen. Ich war echt (trotz all der Probleme, die es noch gegeben hätte) der glücklichste Mensch auf der Welt und hätte mit niemandem tauschen wollen.... Verdammter Mist!!! 🙁
Ich werde nun 40 und stehe wieder mit gebrochenem Herzen da. Ich weiß,das ist kein Trost aber
man muß nach vorne schauen.....und wenn ich irgendwann bereit bin eine neue Beziehung eingehen zu wollen
ist auch 30 ein sehr schönes Alter
Danke fürs Aufmuntern!!! Und was ist, wenn das Herz nicht nur gebrochen, sondern rausgerissen und somit gar nicht mehr da ist? 🙁
Liebe Grüße und danke,
Orangenfalter
Hallo Ihr,
danke, dass Ihr Euch so lieb um mich kümmert! 🙂
@oldie: Danke, nur, was bringt Menschlichkeit, wenn man nur leidet? Ich sträube mich ja schon davor, meinem Herzbuben mal die "Meinung zu geigen". Ich will ihm nicht noch zusätzlich weh tun - mal angenommen, er meint es ernst mit mir und kann eben nur nicht aus seiner Haut bzw. in dem Fall aus seiner Familie. Aber irgendwie sind es doch oft die, die etwas egoistischer sind, die im Leben eher weiterkommen, oder?
@howzit: Werde ich mir nachher mal anhören. Momentan höre ich ja eher traurige Liebeslieder. Nicht gut, ich weiß....
@LBM: Ja, stimmt. Muss mal mit meinem Hausarzt reden - auch wenn ich ein wenig Bedenken habe, dass er mich auslacht.... Und so verquollen wie ich momentan bin, werde ich nachher höchstens zum Gesprächsthema für meine Kollegen, aber sicher nicht die Traumfrau anderer Männer.... 😉
LG, Orangenfalter
Hallo Orangenfalter,
die Sache ist doch die, dass man im Liebeskummer dazu neigt, die anderen Lebensbereiche komplett auszuschalten. Das heißt, man sieht nur diesen Kummer oder das was fehlt.
Versuche doch mal konsequent einen Tag - na gut für den Anfang ein paar Stunden - Dir nur zu erlauben, auf die Dinge zu sehen, die Dein Leben schön, lebenswert machen. Ich nenne mal ein paar Dinge aus meinem Leben: ich habe einen tollen Sohn, ich habe einen tollen Job, den ich mir hart erarbeitet habe, ich bin selbständig, unabhängig vom Portemonnaie anderer, habe Freunde, eine Familie, die mich unterstützt, habe 6 Kilo abgenommen, gefalle mir auf Fotos wieder selbst, draußen scheint die Sonne, ich habe eine gemütliche Wohnung in der ich mich sehr wohl fühle.....usw. Konzentriere Dich auf die Dinge, die Du HAST und nicht nur auf die, die fehlen.
LG LBM
"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
Hallo LBM,
werde es mal versuchen und dann berichten! 🙂
Aber stimmt, momentan klammere ich alles aus. Mein Leben erscheint mir ohne ihn so "leer" und sinnlos. Ich brauch ihn zum Glücklichsein! ICh habe eine tolle Wohnung, fühle mich darin aber einsam...
Ich wünschte, ich hätte ihm einfach eine geknallt, als er mir das erste Mal gesagt hat, was er für mich empfindet. Habe ich aber nicht. Und nachdem er es zum hundertsten Mal gesagt hat, habe ich es eben einfach geglaubt....
Hast Du lange gebraucht bis Du an dem Punkt warst, an dem Du jetzt bist?
So schlimmen Liebeskummer wie jetzt hatte ich erst einmal in meinem Leben - mit dem Unterschied, dass es da noch Hoffnung gab....
LG, Orangenfalter
Huhu,
naja, bei mir waren das einfach viele Dinge, die zusammenliefen. In den letzten Jahren konkret die Trennung von meinem Mann, das Loslösen aus meiner Coabhängigkeit (er ist Alkoholiker), die Beendigung meiner Ausbildung, ständig finanzieller Druck und last but not least, dass da "keiner" ist.
Die Trennung ist vollzogen (Scheidung läuft *freu*), der Loslöseprozess bezüglich der Coabhängigkeit ist ebenfalls auf einem guten Weg, die Ausbildung fertig und damit auch der finanzielle Druck gemildert. Dass da kein neuer Partner ist, ist zu verschmerzen, weil ich einfach niemanden mehr brauche. Es wäre jetzt, wenn es sich mal ergäbe das berühmte Tüpfelchen auf dem I. 😀 Ich fühle mich nicht mehr "halb" ohne Partner, sondern auch so "ganz". Klar, da kommen schon manchmal Gedanken, ob ich jetzt bis ich verschrumpelt bin, alleine bleibe. Andererseits bin ich auch umgeben von Menschen, die mit Partnerschaften kämpfen, die ich nicht geschenkt haben möchte. Da ist dann schon fraglich, wer es besser getroffen hat.
Ich würde sagen, die letzten zwei Jahre bis Ende September waren wirklich hart. Ich habe gemerkt, dass ich unendliche Angst davor hatte, in der Prüfung zu versagen, weil meine ganze Existenz und die meines Sohnes davon abhing. Diese Verantwortung und für alles allein dazustehen, das hat mich sehr erdrückt und ich glaube, genau in der Situation hätte ich gerne einen Partner gehabt, auf den ich mich hätte blind verlassen können. Also "DEN Menschen". Nicht damit der meine Probleme für mich löst, einfach zum Kraft schöpfen -irgendwie. Ich hatte dann zwar keinen Partner, aber liebste Menschen an meiner Seite, die sich immer und immer wieder meine Probleme und Gedanken angehört haben.
Jetzt wo der ganze Druck weg ist, bin ich vom Kopf her frei für was Neues und würde der Liebe, so sie an meine Tür klopft, nicht mehr die Tür vor der Nase zuschlagen. Das hat jetzt seit der Trennung gut 1,5-2 Jahre gedauert. Damals habe ich das anders gehandhabt. Ich wusste ja die ersten Jahre, dass ich den, den ich wollte nicht kriegen kann. (Genaueres würde Bände füllen.) Ich habe das akzeptiert und versucht mein Leben anders zu gestalten, inkl. Männern. Dass der Andere immer in meinem Kopf war, war sicher nicht 100%ig fair, aber ich konnte ihn ja schlecht rausmeißeln. Heute ist es so, dass ich eine neue Beziehung erst eingehen würde, wenn ich wüsste, dass "der im Kopf" keine Chance mehr hätte.
Es ist schwierig, wenn einem ein Mensch begegnet, der einen durch sein Wesen so beeindruckt, dass man ihn nicht wegzappen kann. Da ich aber fest davon überzeugt bin, dass alle Dinge im Leben irgendwo einen Sinn haben, auch wenn man ihn oft erst mal nicht sieht, nehme ich das hin.
LG LBM
"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
Hallo Orangenfalter,
ooooh, diesen deinen Thread habe ich eben erst entdeckt...
Deine Geschichte ist, den Mann deines Herzens betreffend, nicht unähnlich dem, was mein Ex durchgemacht hat.
Kurz: Er und ich waren 11 Jahre zusammen (dass wir nicht verheiratet waren ist gefühlsmäßig und was die Kinder betrifft unerheblich, lediglich beim lieben Geld gibt es da gewisse Unterschiede!!).
Er lernte eine Frau kennen und kam mit der ins Gespräch, zuerst war er äußerst unwillig, denn er ist gradlinig (von der alten Schule, wenn du so willst), sprich er kam einem Verabredungswunsch nach, setzte sich mit den Begrüßungsworten "Also, ich habe eine Partnerin und zwei Kinder!" und seinem berühmten Grimmig-GEsicht an den Tisch :), und dachte eigentlich, das war es, jetzt ist das Date wohl gewesen.....,
neee, aber die war hartnäckig, schluckte zweimal, und war dann einfühlsam und geschickt genug, ihn im Gespräch aus sich heraus zu locken und ihn zu öffnen, pammpamm, das schlug ein, er verliebte sich......, er kam nach Hause, merkte mehr denn je zuvor, was ihm alles fehlte in unserer wirklich grottigen, völlig verfahrenen, völlig lieblosen Beziehung......,
er sprach mit mir, von heute auf morgen war meine Beziehung zu ihm zu Ende, und da er so gradlinig und ehrlich ist, wie er ist (was ich auch immer geschätzt habe), war mir von Anfang an klar, dass es kein Zurück gibt, nicht für unsere Beziehung.
Dies mal die Kurzversion, nur damit du einen Eindruck hast.
Auch bei uns sind zwei Kinder im Spiel.
und genau wegen denen hat er jahrelang eine Beziehung aufrecht erhalten, die keine mehr war, und keiner von uns beiden hat etwas dagegen getan.
Aber eines steht fest.
Wenn wir diese Beziehung fortgeführt hätten, dann hätten wir nur noch mehr Zeit verbrannt, als wir ohnehin schon verbrannt haben!
Von den 11 Jahren waren gut und gern 8 komplett für die Füße.
Die Kinder haben auch nicht viel davon gehabt, dass wir zusammen geblieben sind.
Sie waren damals 7 und 9, und haben mit Sicherheit immer darunter gelitten, dass es bei den Eltern untereinander nicht stimmte, auch wenn sie das freilich nicht unbedingt in bewusste Gedanken gekleidet haben.
Bei uns ging alles ganz schnell.
Gespräch. Zu diesem Zeitpunkt hatten mein Ex und Mäuschen auch noch keinen "Geliebten-Status" (da legte er auch immer den allergrößten Wert drauf. Für mich hätte das übrigens keinen Unterschied gemacht, denn die Konsequenzen sind definitiv die gleichen).
Die Kinder haben die Trennung gut verkraftet.
Sicher waren sie traurig. In erster Linie weil die quantitative Zeit mit dem Vater zwangsläufig weniger da war.
(kannst du en detail mal in meinem thread nachlesen, wenn du Lust hast)
Mein Ex und Mäuschen haben geheiratet.
Und sind wohl glücklich und zufrieden, sie haben beide im anderen den Menschen gefunden, der wirklich passt.
Also:
Es ist tatsächlich nicht in deiner Entscheidung, nicht in deiner Macht.
Aber der Mann, den du da so liebst, der sollte sich sehr gut überlegen, wie lange er noch in einer Ehe festkleben will, die ihn nicht glücklich macht.
Die Kinder muss er keinesfalls verlieren, auch wenn das leider Gottes oft von der Kindsmutter abhängig ist.
Leider leider fangen die noch vernünftigst scheinenden Kindsmütter in vergleichbaren Situationen nach der Trennung plötzlich an, sich zu geldgierigen, hasserfüllten Furien zu entwickeln. Denn wer weiß, vielleicht liegt der Frau in erster Linie nur am schönen Schein, natürlich ist es im höchsten Maße "demütigend", wenn einen der Mann verlässt. Demütigend in Anführungszeichen, denn das heißt ja nur, wie sehr wir auf die Außenmeinung reagieren.
ICH fand das damals auch ziemlich hart.
Aber auf der anderen Seite wusste ich auch immer, dass ich genausoviel "Schuld" am Scheitern der Beziehung getragen habe, wie der Ex, der ging.
Er hat doch nur einen Zustand beendet, der beziehungsmäßig vollkommen sinnfrei war. Auch wenn er dafür einen Push von außen brauchte.
Tja.
Bleibt die Tatsache, dass es schlicht nicht deine Baustelle ist.
Den Popo muss ER heben.
Du kannst höchstens konsequent dran bleiben, ohne Druck auszuüben, aber dein Einfluss ist m.E. trotzdem kein geringer.
Denn wenn du die Frau bist, mit der er leben möchte, dann wird er sich entscheiden.
Tut er das nicht, dann lass es.
Und häng kein Jahr mehr dran.
Denn dann verbrennst du wieder Zeit und Energie und verschwendest Gefühle an jemanden, der ES nicht ist.
Was du für dich tun kannst und musst, damit du dich nciht selbst verlierst, das haben alle anderen (vor allem LBM) schon gesagt.
Liebe GRüße und alles Gute für dich,
Lesemaus (die an Mäuschens Stelle kaum anders gehandelt hätte. Wirklich nicht.)
Getretener Quark wird breit, nicht stark
Hallo orangenfalter,
ich versuche es mal zu interpretieren wie ich es aus deinen Worten entnommen habe:
Er hat längere Zeit um dich geworben, deine Nähe gesucht und gefunden, ihr habt euch alles erzählt und einen Seelenverwandten gefunden. Zumindest glaubst du, dass du einen gefunden hast?! Er hat dir reinen Wein eingeschenkt, dass er in einer Beziehung lebt, und das auch weiterhin so will (wegen der Kinder...).
Und fragt dich um Rat was er tun soll?
Also, entweder hat er eine Affaire gesucht mit einer Frau, der sein Familienstand egal ist und der der Status Geliebte reicht.
Dann hat er dich nur um Rat gefragt, damit du sagst, ja alles klar, wir hüpfen in die Kiste und alles andere spielt keine Rolle. Dann hättest du das frei entschieden ohne dass er dir falsche Versprechungen gemacht hat. Wer damit leben kann, soll es tun, ich bin da tolerant. Du hast dich aber dagegen entschieden, und nun ist Funkstille. Dann bist du nicht was er gesucht hat.
Oder, und nun kommt die romantische Version, er hat sich in dich verliebt, und muss nun seine bisherige Lebensweise überdenken. Hat immer gedacht, wegen der Kinder muss er mit der Mutter zusammenbleiben, und merkt nun, dass es durchaus Alternativen geben könnte, wägt ab, ob eine liebevolle Beziehung mit Achtung, Respekt, Zuneigung, Zärtlichkeiten im Alltag nicht doch lebenswerter ist als eine kalte, gefühlslose Beziehung, in der man zwar noch redet miteinander, aber eigentlich froh ist wenn der andere grad mal nicht da ist.
Dann muss er nun seine Lebensziele neu sortieren, eine Möglichkeit suchen, sich zu trennen. Innerlich und äußerlich.
Ob das aber 5 lange Wochen, wie bei euch dauert, sich mal zu äußern? ich glaube es nicht, denn wenn man verliebt ist, hält man keine 5 Wochen aus...Oder er ist so schwach, dass er es nicht schafft...dann ist er auch nicht der richtige...
Ich hoffe für dich trotzdem auf die romantische Variante. Damit du aber Bescheid weißt, zögere nicht und frag ihn nach seiner Entscheidung. Auch wenn du Angst vor der Antwort hast, aber ich finde die Gewissheit ist immer besser...dann sind die Tränen "zielgerichtet" und versiegen bald.
Du weinst ja auch nicht um ihn persönlich als verlorenen langjährigen Partner, sondern um die verpasste "Gelegenheit", um alles, was hätte sein können, um eine betrogene Hoffnung, und nicht zuletzt um die von dir "investierten" Bemühungen, ihn für dich zu gewinnen. Glaub mir, auch ich weiß wovon ich schreibe: mir hat damals, nach einer Affaire (deren Ende mich fast den Boden unter den Füssen gekostet hätte, weil ich so verliebt war) geholfen, dass ich mir immer und immer wieder gesagt habe: es war nur ein Wimpernschlag in meinem Leben, also los jetzt, schau nach vorn, was kommt! Das kann nur besser sein.
(und war es dann auch - ich lebe jetzt mit meinem Traummann zusammen).
Ach, und noch etwas: sollte er sich wirklich trauen, mit der Trennung, dann achte unbedingt darauf,dass er erstmal eine eigene Wohnung hat, dass eure Beziehung langsam wachsen und gedeihen kann... ich denke das bringt langfristig mehr.
Viel Glück, dir weiterhin, und lass dich nicht unterkriegen.
LiGr ginnie
Durch Nachsicht setzt man der Gewalt kein Ende: damit bestärkt man die Gegner nur in der Gewissheit, sie hätten es mit einem Schwächling zu tun, der leicht zu bezwingen ist
Hallo LBM,
da bin ich wieder....
Dass da kein neuer Partner ist, ist zu verschmerzen, weil ich einfach niemanden mehr brauche. Es wäre jetzt, wenn es sich mal ergäbe das berühmte Tüpfelchen auf dem I. Ich fühle mich nicht mehr "halb" ohne Partner, sondern auch so "ganz".
So eine Einstellung bräuchte ich vielleicht auch einmal - und ich bewundere Dich dafür, aber davon bin ich selber ganz ganz weit weg. Ohne ihn bin ich nicht "ganz". Klar, vor einem Jahr kannte ich ihn noch nicht einmal, aber da wusste ich auch noch nicht, wie glücklich ich mit ihm sein könnte und wie sehr ich ich selbst sein kann. Ich musste mich nie verstellen und habe mich in meiner Haut einfach nur pudelwohl gefühlt....
ich glaube, genau in der Situation hätte ich gerne einen Partner gehabt, auf den ich mich hätte blind verlassen können. Also "DEN Menschen". Nicht damit der meine Probleme für mich löst, einfach zum Kraft schöpfen -irgendwie.
Schön, dass Du das trotzdem alles geschafft hast! Das macht auch Mut. Ich weiß, dass meine Prüfung bzw. das, was ich nach Bestehen tun kann, für mich vorher der einzige kleine Traum war, der zu realisieren schien. Und jetzt wird es mir allmählich egal. Ich weiß, dass ich das bestehen muss, finde aber keine Kraft zum Lernen und mir ist so vieles egal geworden. Habe über das nachgedacht, dass ich überlegen soll, was ich Tolles habe: Ich habe tolle Eltern, eine schöne Wohnung (in der ich mich aber extrem einsam fühle), und ich bin für mein Alter mit abgeschlossenem Hochschulstudium, Aufbaustudium und Zusatzausbildung jetzt schon extrem gut qualifiziert, aber: Was nützen mir Zeugnisse, die mir doch gar nichts bedeuten. Das ist Papier, das macht mich nicht glücklich und ich habe vieles nur getan, um abgelenkt zu sein. Spaß und Freude hat mir das nicht bereitet. Bis auf vielleicht das, was ich gerade mache...
Jetzt wo der ganze Druck weg ist, bin ich vom Kopf her frei für was Neues und würde der Liebe, so sie an meine Tür klopft, nicht mehr die Tür vor der Nase zuschlagen. Das hat jetzt seit der Trennung gut 1,5-2 Jahre gedauert.
Oh, da habe ich ja noch etliche Wochen und Monate vor mir... 😉
Es ist schwierig, wenn einem ein Mensch begegnet, der einen durch sein Wesen so beeindruckt, dass man ihn nicht wegzappen kann. Da ich aber fest davon überzeugt bin, dass alle Dinge im Leben irgendwo einen Sinn haben, auch wenn man ihn oft erst mal nicht sieht, nehme ich das hin.
Ich kann ihn ja nur nicht wegzappen, ich habe Angst, dass er weg ist. Mein Herz ist nicht mehr bei mir, sondern bei ihm. Aber Sinn wird das mit uns nicht gehabt haben. Es zeigt mir ja nur, wie glücklich ich nie sein werde. Sinn hätte es nur, wenn ich leide und am Ende die "Belohnung" bekomme. Klar bin ich alt genug, um zu wissen, dass es nicht nur einen Mann auf der Welt gibt, aber ich hatte noch nie das Gefühl, mein absolutes Gegenstück gefunden zu haben....
Und ich kann doch nicht nur noch weinen. Und bei mir geht es andersrum, anfangs bin ich einigermaßen klargekommen und nun wird es nicht besser, sondern von Tag zu Tag nur schlechter. Das geht doch gar nicht, oder?
LG, Orangenfalter
Hallo Lesemaus,
danke für Deine liebe Antwort. Irgendwie finde ich Deine Geschichte "unglaublich".
Irgendwie kann doch niemand wirklich so selbstlos sein wie Du, oder? Hast Du diese Frau nie gehasst? Haben die Kinder sie nie gehasst? Das, was Du schreibst, klingt alles so vernünftig und lieb und aufopferungsvoll.
Und wie kannst Du so nett über "Mäuschen" reden? Das klingt fast so, als ob Ihr Euch angefreundet hättet....
Also:
Es ist tatsächlich nicht in deiner Entscheidung, nicht in deiner Macht.
Aber der Mann, den du da so liebst, der sollte sich sehr gut überlegen, wie lange er noch in einer Ehe festkleben will, die ihn nicht glücklich macht.
Die Kinder muss er keinesfalls verlieren, auch wenn das leider Gottes oft von der Kindsmutter abhängig ist.
Ja, aber ich glaube, er hat Angst, weiß vielleicht nicht, wie sie reagiert, und will die Kinder nicht verlassen. Er sagt, er müsse mehr an ihr Wohl als an sein eigenes denken. Er sagt, die Ehe sei der größte Fehler seines Lebens gewesen... Und ich glaube, er geht auf Abstand, um die Situation besser zu verkraften. Wobei ich ihm auch nicht hinterherrenne. Also in dem Sinne, dass ich ihm bislang keine Vorwürfe gemacht habe. Ich habe zwar mal gesagt, dass ich traurig bin, weil ich hoffte, dass es wenigstens wieder so wie am Anfang werden könnte, aber ich habe ihn nie beschimpft, ihm nie Vorwürfe gemacht in dem Sinne "ich leide und Du bist schuld" und ich habe ihm nie die Pistole auf die Brust gesetzt, aber es zehrt an mir....
Aber so viel Glück (Mäuschen) und Verständnis (Du) wie bei Euch wird es wohl nur selten geben....
Tut er das nicht, dann lass es.
Und häng kein Jahr mehr dran.
Denn dann verbrennst du wieder Zeit und Energie und verschwendest Gefühle an jemanden, der ES nicht ist.
Und wenn er ES doch ist und wir einfach nur nicht zusammen sein können????
Liebe Grüße und vielen Dank,
Orangenfalter
Hallo Orangenfalter,
wenn Dir Dinge, die Dir zuvor wichtig waren, nun egal sind, dann brauchst Du wirklich Hilfe. Vielleicht brauchst Du auch eine Weile medikamentöse Unterstützung, um einfach mal wieder eine sonnigere Grundstimmung zu bekommen. Ich habe damals Johanniskraut in einer hohen Dosis bekommen, nach ca. 2 Wochen schlug das an. Ich bin einfach wieder leichtfüßiger aus dem Bett gekommen.
ich hatte noch nie das Gefühl, mein absolutes Gegenstück gefunden zu haben
Ich glaube Dir, dass Dir das den Boden unter den Füßen weggezogen hat und Dich in eine unvorstellbare Situation gebracht hat. Es IST faszinierend, wenn man sein kann, wie man ist, wenn man spürt, dass der Andere beinahe Deine Sätze vollenden kann, dass es Lebensparallelen gibt, einfach eine gemeinsame, ähnliche Denke, dass man sich ergänzt wo man gegensätzlich ist und eine Menge Dinge gemeinsam hat. Ich kenne das, mir ist das auch schon zwei Mal passiert und es ist wirklich ein schönes Gefühl. Trotzdem - und das ist die Krux - musst Du in einem gewissen Maß die "Haftung" ans Leben behalten. Ich glaube nicht mal, dass es ihm anders geht als Dir, jedoch steht diesem ungreifbaren Gefühl etwas Greifbares gegenüber: Seine Kinder, seine Lebensroutine, alles das, was bisher sein Halt war. Sich auf so eine Situation einzulassen, das erfordert auch einen gewissen Mut. Das ist so ein bißchen wie auf einen fahrenden Zug aufspringen, er muss für sich den richtigen Moment zum Sprung abwarten, damit er sich nicht eine Beule holt.
Manche fürchten die Beule eben mehr als die Gefahr, dass der Zug ohne sie aus dem Bahnhof fährt... eben das kannst Du nicht beeinflussen. Vielleicht bleibt Dir nur die Erinnerung an einen schönen Moment in Deinem Leben.
Aber die dauernden Tränen müssen nun langsam zu einem Ende kommen. Liebe sollte nie mehr Tränen kosten als Situationen des Lächelns.
LG LBM
"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
Hallo Ginnie,
danke, dass Du Dir die Mühe gemacht hast, mir zu antworten. Ich bin echt ganz begeistert, dass hier so viele liebe Menschen sind! 🙂
Er hat längere Zeit um dich geworben, deine Nähe gesucht und gefunden, ihr habt euch alles erzählt und einen Seelenverwandten gefunden. Zumindest glaubst du, dass du einen gefunden hast?! Er hat dir reinen Wein eingeschenkt, dass er in einer Beziehung lebt, und das auch weiterhin so will (wegen der Kinder...).
Ja, im Prinzip war es so. Je intensiver das wurde, umso mehr persönliche Dinge hat er mir erzählt - auch das mit seiner Frau und den beiden Kindern. Und später hat er mich dann um Rat gefragt, aber ich habe nie ein "verlass Deine Familie" über die Lippen gebracht. Er weiß, dass ich nicht seine Geliebte sein will und er sagt, dass er das auch nicht will, weil er es nicht ertragen könne, wenn ich nur seine Geliebte sei und er ich und litten. Aber das tu ich ja nun auch so....
Die romantische Variante gefällt mir natürlich besser und ich bin auch sicher, dass er sich in mich verliebt hat (sicherer als bei jedem Single, den ich schon mal kannte und der sonstwas versprochen hat bzw. die besten Voraussetzungen zu haben schien). Aber ob das was mit SChwäche zu tun hat, wenn er an der Situation nichts ändert? Vielleicht ist das ja auch eine Art von Stärke, im Sinne von "ich habe diese Frau geheiratet und zwei Kinder mit ihr und muss da nun auch durch".
Was die Entscheidung bzw. alles weitere angeht, hast Du Recht. Aber ich habe ihn schon einmal gefragt und keine Antwort bekommen, außer dass er es nicht will und nicht erträgt, wenn ich verschwinde. Dass er bei Weitem nicht so cool sei, wie er vielleicht mir gegenüber wirke. Mehr nicht. Und als ich angeboten habe, zu verschwinden, wollte er wissen, ob ich das wirklich wolle... Aber ich will es ja nicht!
Du weinst ja auch nicht um ihn persönlich als verlorenen langjährigen Partner, sondern um die verpasste "Gelegenheit", um alles, was hätte sein können, um eine betrogene Hoffnung, und nicht zuletzt um die von dir "investierten" Bemühungen, ihn für dich zu gewinnen.
Stimmt, ich weine um das, was sein könnte, aber auch um das, was gewesen ist und um dieses ungeahnte Glücks- und Zufriedenheitsgefühl, dass ich spüre, wenn er mir in die Augen sieht. Ich habe mich gar nie so sehr bemüht, ihn für mich zu gewinnen. das ist immer alles von ihm ausgegangen. Ich habe immer versucht, zu bremsen, ihn zu ermahnen, ihm zu sagen, dass es nicht geht, war irgendwie seine Stimme der Vernunft - und er hat gesagt, dass er eine Lösung finden werde. Aber danach hat er eben auch schon einmal gesagt, dass er den Kindern dass nicht antun könne, auch wenn er selber leide.
Du lebst jetzt mit Deinem Traummann zusammen? Aber ist das der, mit dem Du die Affäre hattest, oder ist noch einer aufgetaucht? Und konntest Du den so sehr lieben wie den anderen?
Ach, und noch etwas: sollte er sich wirklich trauen, mit der Trennung, dann achte unbedingt darauf,dass er erstmal eine eigene Wohnung hat, dass eure Beziehung langsam wachsen und gedeihen kann... ich denke das bringt langfristig mehr.
Ja, danke. Das würde ich tun. Allein auch wegen der Kinder, damit die sich erst einmal mit der neuen Situation ihrer Eltern anfreunden könnten. Da würde ich erst im Hintergrund bleiben.... Aber das scheint mir alles so unwahrscheinlich und so, als ob es nur im Fernsehen oder eben nur anderen passiert....
Danke!!!
Auch Dir alles, alles Gute falls wir uns nicht mehr "hören"
LG, Orangenfalter
Hallo LBM,
das, was Du mir gerade geschrieben hast, habe ich mir ausgedruckt, das werde ich sicher noch einige Male lesen (also das mit dem Zug). Ich will ja auch nicht traurig sein seinetwegen, sondern glücklich sein mit ihm und im gleichen Zug sitzen sozusagen... 😉
Ich habe momentan einfach kaum Kraft und mich erschreckt es, dass es schlimmer wird statt besser, vielleicht weil es mir mit jedem Tag unwahrscheinlicher erscheint, dass wir diese Liebe leben können. Und so wie er mich zuletzt und davor und davor angesehen hat, weiß ich, dass er mich zumindest vor fünf Wochen noch über alles geliebt hat. Aber Du hast Recht, so komme ich nicht weiter.
Wobei ich so ganz die Haftung vielleicht noch nicht verloren habe: Immerhin geh ich ja arbeiten, wenn ich im Dienstplan stehe. Nur Telefonanrufe und sowas die übernimmt momentan mein Anrufbeantworter. Aber das, was sein muss und erwartet wird, das geht irgendwie noch. Und am Wochenende muss ich auch wegfahren, mir ein Baby und ein neues Haus angucken. Das habe ich schon vor Wochen versprochen. Aber ein paar Tage am Stück wird hart werden.... 🙁
Morgen habe ich frei. Vielleicht trau ich mich dann mal zum Hausarzt. Habe nur Angst, dass ich schon im Wartezimmer heule - wobei es bei der Arbeit ja auch irgendwie geht.... *seufz*
Gibt es nicht auch Johanniskrauttee?
LG,
Orangenfalter
Hi Orangenfalter,
ich bin nur "Hobbypsychologe", aber für mich klingt das so, als würdest Du da wirklich langsam depressive Züge entwickeln. Und deshalb würde ich da nicht selbst dran rumdoktoren, sondern einen Arzt konsultieren. Ich bin versucht zu sagen: Wenn Du im Wartezimmer in Tränen ausbrichst, umso besser. Dann merkt der wenigstens, wie labil Du zur Zeit bist.
Der Tapetenwechsel wird Dir gut tun. Genieße das und versuche Dich auf diese Abwechslung zu freuen!
LG LBM
"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
Hallo Orangenfalter,
oh nein!
Du musst bedenken, dass ich mit dem Abstand von inzwischen zwei Jahren schreibe.
Oh ja, es erfordert eine Menge Mut, einen solchen Schritt zu tun, wie mein Ex ihn tat.
Denn es gibt eine Menge, was dran hängt. Er plagte sich mit Fragen wie
"Werde ich die Kinder verlieren?" (Hauptfrage)
"Was wird Lesemaus tun? Wird sie hysterisch, wird sie weg ziehen?" (Hintergrund aber auch hier: Werde ich meine Kinder verlieren?)
Auch er sah in unserer Beziehung eine Fehler.
Er hatte sich ernsthaft den Gedanken gesetzt: Ich zieh das jetzt so durch, bis die Kinder erwachsen sind, dann gehe ich.
Wir haben über all die Gedanken im Nachhinein geredet, natürlich ist eine Wand nach der anderen in meinem Inneren zusammengebrochen. Aber was hätte es denn genutzt, wenn ich neben all dem Traurigen noch angefangen hätte, mich an ihm zu rächen, und ihm beispielsweise die Kinder zu entziehen??
Okay, ich gebe zu, hier bin ich nciht Standard. Das soll jetzt nicht überheblich sein, ER selbst hat das im Nachhinein gesagt.
Er hatte Riesenangst, aber die Gefühle für diese Frau, die waren einfach stärker.
Und wenn du mal in meinem thread liest, gerade zu Anfang, so wirst du auch lesen, dass er Anfangs ziemlich zerrissen war, und die Trennung nicht ganz "sauber" sprich übergangslos verlief, aber ich fand das normal, er hat sich, schnell genug und dafür aber auch entgültig abgenabelt.
Und ER ist wirklich von mir zu ihr, sprich ER hat sich eigentlich wenig bis keine Zeit genommen, für sich zu reflektieren.
Auf der anderen Seite ist er ziemlich straight, und hat er sich entschieden, dann zieht er es auch durch.
Oh nein, ich pflege mit Mäuschen keinerlei Freundschaft, streng genommen kennen wir uns gar nicht.
Wir haben uns ganze EINMAL gesehen.
Aber
Mäuschen (das ist kein Kosewort, er nennt sie so, ich habe es hier übernommen, einfach so. Klingt nicht so nüchtern wie "Next") ist eine ganz normale Frau, meine Kinder mögen sie, meine Kinder verbringen mit ihr Zeit, wenn sie beim Vater sind, sie gehört einfach zu deren Leben, und okay, hier bin ich schlicht über meine Schatten gesprungen, ich habe NIE über sie negativ gesprochen den Kindern gegenüber, denn ich wollte nicht, dass ihr Verhältnis zu ihr, und damit auch letzlich zu ihrem Vater von MIR und meinen negativen Gefühlen beeinflusst wird.
Denn die Befriedigung, die einem das vielleicht, vielleeeiiiiiiiiicht verschafft, die ist kurz (wenn überhaupt vorhanden) und hinterlässt einen mehr als schalen Geschmack.
Sie war aber anscheinend wirklich der Meinung, dass sie in meinem Ex DEN Menschen gefunden hat.
Sie ist auch jemand, der mehr Sch eiße beziehungstechnisch hinter isch gebracht hat, als positive Erfahrungen.
Sie ist nicht so viel anders wie ich, es gibt nur einen Unterschied: sie liebt er, mich liebte er nicht (mehr).
Naja, Stellungnahmen meinerseits würden mehr Sinn machen, wenn ich mit der Frau deines Herzensmannes schreiben würde...
🙂
Ich weiß nicht, was sie getan hat, was sie zu ihm gesagt hat, ich weiß nur, dass sie viel gesprochen haben, dass auch sie es sich nicht leicht gemacht hat.
Ich weiß, dass sie Anfangs mehr über mich wie über sich gesprochen haben.
Ich weiß, dass auch sie Anfangs ein schlechtes Gewissen hatte, mir gegenüber.
Ich weiß, dass sie bis heute keine Lust oder Traute oder jetzt noch INTERESSE hat, mich kennen zu lernen.
Aber für meinen Ex war es der richtige Schritt.
Auch wenn er seine Kinder sehr viel weniger sieht, als er gerne würde.
Aber da das nicht an mir liegt, ist es wohl unumgänglich.
Qualitativ ist der Umgang mit den Kindern aber eigentlich ein besserer geworden, als zu der Zeit als wir noch zusammen waren.
Denn jetzt, weil sehr viel weniger gemeinsame Zeit da ist, nutzt er sie sehr viel intensiver.
Für dich ist einfach wichtig zu wissen: Wie ernst ist es dem Mann mit den Gefühlen zu dir?
Und dann sollte er es wagen.
Das wird eine Menge nach sich ziehen, ohne Zweifel.
Ich bin kein Mensch für hopp oder topp, aber in solchen Situationen gibt es eigentlich wenig Grauzonen.
Zusammengefasst: Entweder, ihm ist es ernst mit seine Gefühlen zu dir, dann sollte er sein Leben bereinigen, einen sauberen Schnitt machen und hat in dir den Menschen, der ihn unterstützt, und da ist.
Oder er belässt es beim jetzigen Zustand. Wartet, bis seine Kinder aus dem Haus sind, verzichtet auf das, was man Glück und Zufriedenheit nennt, und ist dich los.
Denn im zweiten Fall solltest du deinen Selbstschutz voll reaktivieren, dich ohne jedes Zögern lösen und ihn aus deinem Leben und Gedanken verbannen.
Liebe Grüße, Lesemaus
Getretener Quark wird breit, nicht stark
Hallo Lesemaus, hallo LBM!
Hat sich viel getan seit gestern. Ich habe Deinen Rat befolgt, LBM und war beim Arzt. Der hat mich auch ganz besorgt angesehen, als ich auf die Frage nach dem "Wie kann ich helfen?" gleich in Tränen ausgebrochen bin... 🙁
(und jetzt heule ich gerade schon wieder). Er hat mir eine Überweisung ausgestellt, zu einem Neurologen und Psychiater. Der wiederum würde dann nach einem Vorgespräch an einen Psychologen überweisen. Keine Ahnung, warum das nicht direkt geht. Na ja, den Termin da habe ich in drei Wochen...
Für dich ist einfach wichtig zu wissen: Wie ernst ist es dem Mann mit den Gefühlen zu dir?
Und dann sollte er es wagen.
Eben habe ich ihn angerufen. Wir haben erst unseren beruflichen Krams geklärt - und dann habe ich gesagt, dass ich Angst hätte, dass er mich nur benutzt hat. Er war relativ nüchtern. Sagte, dass er mich lieb hätte, wir doch aber im Prinzip beide wüssten, dass es keine Zukunft gebe, da er in seinem Leben unüberwindbare Hindernisse hätte... Er will mich wiedersehen sagt er, aber er wisse nicht wann und es hänge viel von mir ab. Unsere Freundschaft könne nicht mehr sein wie vorher, bevor wir über unsere Gefühle geredet haben, und das wisse ich genau so gut wie er. Habe ihm zwar gesagt, dass er mir aber immer eine Zukunft versprochen hätte und er sagte, ich solle keine Probleme machen wo keine seien. Wir könnten doch beide nicht miteinander sein und das würde nichts daran ändern, dass wir miteinander glücklich gewesen wären...
Zusammengefasst: Entweder, ihm ist es ernst mit seine Gefühlen zu dir, dann sollte er sein Leben bereinigen, einen sauberen Schnitt machen und hat in dir den Menschen, der ihn unterstützt, und da ist.
Oder er belässt es beim jetzigen Zustand. Wartet, bis seine Kinder aus dem Haus sind, verzichtet auf das, was man Glück und Zufriedenheit nennt, und ist dich los.
Genau das will er tun. Er sagt, seine Kinder seien noch zu klein. Und er hätte mit der Heirat den größten Fehler seines Lebens gemacht, nur den könne er nicht mehr korrigieren, müsse für seine Kinder da sein und das Leben mit seiner Frau aushalten. Klar, vielleicht ist das Leben der beiden auch gar nicht so herzlos, wie er sagt. Die Wahrheit werde ich da nicht unbedingt erfahren.... Er meinte jedenfalls, wenn ich zu viel hinterfrage und nachfrage, werde ich all das, was war nur kaputt machen im Nachhinein...
Denn im zweiten Fall solltest du deinen Selbstschutz voll reaktivieren, dich ohne jedes Zögern lösen und ihn aus deinem Leben und Gedanken verbannen.
Aus meinem Leben verbannen kann ich ihn nicht, weil ich bei einem langfristigen Projekt auf ihn angewesen bin. Aber das will ich auch nicht. Mir tut es allein aber weh, dass er mich nun nicht mehr "Schatz" nennt, dass ich nicht mehr hoffen kann, dass er mit einem Strauß Blumen vor der Tür steht. Und ich verstehe den Sinn nicht. Ich habe die letzten Jahre nur gelitten und meist war eine zweite Frau im Spiel. Eine, die plötzlich auftauchte oder auch eine, von der ich nichts wusste, man mir aber weis gemacht hatte, dass der jeweilige Mann Single ist und nur mich im Herzen hat.
Aber bei diesem Mann jetzt: Ich war mit so sicher, dass er mich liebt. Ich bin mir auch jetzt noch so sicher, dass das so war. Kämpfen werde ich wohl nicht. Fürs Kämpfen muss der andere auch offen sein. 🙁
Aber ich versteh das alles nicht. Wie kann man denn von Zukunft reden und dann plötzlich doch nicht???
Vielleicht ist er nicht mutig genug, kann sein. Aber ich war glaube ich noch nie so verliebt. Und er hat mich doch erst dazu gebracht...
Mein Gesprächswille scheint ihn noch weiter von mir wegzutreiben. Er meint, ich bereue es, ihn kennengelernt zu haben... Dabei bedauer ich nur, dass ich anscheinend ohne meinen Traummann durchs Leben gehen muss. *sniff*
Warum passiert immer mir sowas? Ich will doch auch nur glücklich sein? Glaubt Ihr, dass es irgendjemanden gibt, der sowas bestimmt? Der entscheidet, welcher Mensch mit seinem Traummann oder seiner Traumfrau zusammen sein kann und wer nicht?
Irgendwie fühle ich mich gerade wie in einem gemeinen Wattebausch.... 🙁
LG, Orangenfalter
Hallo Orangenfalter,
dass Du Dir Hilfe geholt hast finde ich gut und sinnvoll.
Alles was Du von ihm heute schreibst, bringt mich dazu Dir ganz klar zu sagen, dass Du da keine Chance hast. Dieser Mann war scheinbar in die Idee verliebt, in das Träumen oder was weiß ich. Aber was auch immer er für Gefühle hat - die spreche ich ihm nicht ab - sie sind nicht ein Bruchteil von Deinen. Vielleicht hatte er gehofft, dass Du irgendwann "umfällst" und er Dich heimlich neben seiner Frau haben kann, ohne Konsequenzen ziehen zu müssen.
Das ist aber ziemlich feige und weicheierig, zumindest wenn er das nicht offen sagt. Ob jemand eine Parallelbeziehung führen möchte, muss jeder für sich wissen. Dann sollte er aber auch den Mut haben, dem Parallelpartner das offen und ehrlich zu sagen. Das tun die meisten nicht, weil sie fürchten, dann nicht das zu bekommen, was sie wollen. Aber von Liebe schwafeln, wenn man S.ex meint, ist arm. Da bin ich ganz klar ein Freund klarer Worte. Wenn man weiß woran man ist und sich darauf einlässt ist es okay. Dann hat er aber auch keine Verantwortung für Dein Gefühlsleben.
Du würdest als seine Geliebte nicht taugen, weil Du es nicht aushältst und weil Du immer still die Hoffnung hast, er überlegt es sich anders, weil es doch so schön ist. Das würde er aber nicht tun.
Ich wünsche Dir viel Glück bei der therapeutischen Begleitung. Halte diesen Weg durch!
LG LBM
"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
Hallo LBM,
danke für Deine guten Wünsche und das viele Zuhören und Trösten hier! Weiß gar nicht, was ich ohne Dich und die anderen hier die letzten Tage gemacht hätte. Habe nämlich niemandem meiner Freunde von ihm erzählt. Das macht es nun sicher einfacher, weil ich nicht berichten muss, was passiert ist. Aber ich habe soooo viel verloren. Wobei das, wie ginnie sagte, ja sicher in erster Linie Träume, Hoffnungen und der Wunsch nach einem erfüllten Leben sind.
Ich komme mir nur so doof vor. Ich mache mir Gedanken um ihn, versuche zu verstehen, wie sehr er an seinen Kindern hängt, mach mir Gedanken darüber, einfach auf ihn zu verzichten, weil ich einen unglücklichen Mann neben mir nicht ertragen könnte - und wie es mir dabei geht, scheint er komplett zu vergessen, zu übersehen - oder vielleicht auch zu ignorieren, um mit mir nicht in einer Endlos-Diskussionschleife zu landen. In zwei Wochen wollten wir uns eigentlich sehen, aber das tun wir auch nicht. Und ich weiß ja auch, dass er in der Zeit viel Vertrauen zerstört hat.
Leider nur verliere ich das ja nicht nur in ihn, sondern generell. Und mir Fehlen seine Umarmungen und Berührungen, seine warmen Worte - einfach alles. Klar, ich muss mich jetzt mit keiner Kindsmutter auseinander setzen und habe vielleicht irgendwann Kinder mit jemandem, für den das dann auch das erste Mal ist, gemeinsam mit mir, aber ich hätte so viel für ihn getan.... Und er kennt einen Großteil meiner Vergangenheit und weiß, wie sehr ich immer gelitten habe.... Wie kann man dann so "herzlos" sein. Und Geliebte zu sein, das schaffe ich nicht und würde es nie schaffen. Bei ihm hätte ich es vielleicht sogar drauf ankommen lassen, aber er hat mir auch eine Zukunft versprochen. Eben sagte er, wir hätten doch auch eine Zukunft. Und das sei die jetzt und da würden wir eben in verschiedene Richtungen gehen. Das ist doch blanker Hohn. Und das ist der Mann, der sagt, er wünschte, er hätte mich statt seiner Frau kennengelernt? Das ist doch dann alles nur gelogen - und das macht mich fertig....
Danke für Deine Hilfe hier! Das bedeutet mir wirklich viel! Irgendwie war er immer derjenige, der mich in den letzten Monaten getröstet hat, wenn es mir mal wegen irgendwas nicht so gut ging.... 🙁
SCHEISSE! 🙁
LG, Orangenfalter
