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Verzichten, damit er seine Kinder immer um sich hat?

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(@orangenfalter)

Hallo, bin auf dieses Forum gestoßen, da ich Erklärungen suche, da ich versuche, ihn besser zu verstehen.

Meine Geschichte in Kurzform:
Habe über die Arbeit einen tollen Mann kennengelernt (er 39, ich 30). Er hat mir das Du angeboten, er hat einen Schritt nach dem anderen gemacht. Anfangs wusste ich nicht einmal, dass er Familie hat, weil ich davon ausgegangen bin, dass man sich nur so sehr um eine Frau bemüht, wenn man gerade frei ist. Er ist aber verheiratet, hat zwei Kinder. Seine Frau und er lieben sich beide nicht mehr, haben deswegen schon zig Gespräche geführt und entschieden, zusammenzubleiben, damit die Kinder (4 und 7) Mama und Papa bei sich haben.
Ich bin nicht seine Geliebte, aber ich liebe ihn. Und er liebt mich. Er sagt, dass er mich braucht, damit es ihm gut gehe, aber er sagt auch, dass er seine Kinder nicht verlassen kann.

Es geht auch nicht darum, dass ich ihm das nicht glaube (ich habe noch niemals jemandem so vertraut wie ihm und in meinem Leben eigentlich immer nur Pech mit Männern gehabt, leider). Er wollte eine Lösung finden, leidet jetzt, weil er nicht mit mir zusammen ist (und ich mindestens genau so, wenn nicht noch mehr), will aber auch seine Kinder nicht dafür strafen, dass er die "falsche Frau" geheiratet hat. Da ich eben nicht seine Geliebte bin und er nicht beides parallel laufen hat, bin ich mir auch sicher, dass das stimmt.

Wenn ich mich zurückziehen will, bekommt er Panik. Aber ich will ihm sein "Familienglück"  nicht zerstören. Ich liebe ihn wie wahnsinnig, und wenn er seine Kinder zum Glücklichsein braucht, dann soll er sie haben. Davon abgesehen finde ich Kinder toll (habe aber selber keine) und bin davon überzeugt, dass auch seine Kinder aus ihm den Menschen gemacht haben, der für mich der absolut Richtige ist....

Aber was tu ich nun? Was ist leichter für ihn? Soll ich verschwinden und so hoffen, dass er nicht mehr an mich denkt (seine Ehe ist an für sich nicht mehr zu retten, weil diese Gespräche mit seiner Ehefrau seit vier Jahren laufen) oder soll ich für ihn da sein und abwarten, was passiert? Ich will den Kindern nicht den Vater nehmen, aber ich liebe diesen Mann. Nur liebe ich ihn eben auch so sehr, dass ich lieber auf eine mögliche Beziehung verzichte, als dass er noch unglücklicher wird als momentan, weil er die Kleinen nicht jeden Abend ins Bett bringen kann...

Hat hier irgendein Mann mal was Ähnliches durchgemacht? Wie seid Ihr mit solchen Situationen umgegangen? Ich hoffe einfach nur, ihn besser zu verstehen und es ihm so leicht wie möglich zu machen (bin ihm gegenüber auch jetzt schon immer recht cool, dass ich den ganzen Tag nur noch heule, habe ich ihm nie gesagt)...

Liebe Grüße,
Orangenfalter


Zitat
Geschrieben : 10.01.2009 22:56
Lausebackesmama
(@lausebackesmama)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Hallo Orangenfalter,

Geschichten wie Deine gibt es hier immer wieder mal.

Kurz gesagt, Dein Freund(?) befindet sich an einer der untersten Stufen eines Loslöseprozesses, den er scheinbart selber nicht wahrnehmen will. Eine Ehe, die nur noch der Kinder wegen besteht, hat keinen Wert. Auch die Kinder werden spüren, dass etwas nicht stimmt, da sie einfach feine Antennen haben.
Wenn beide Elternteile am Kindeswohl interessiert sind, wäre eine Trennung und eine gleichberechtigte Betreuung der Kinder (Wechselmodell) für alle Beteiligten die beste Lösung.

Nur: all das ist die Baustelle Deines Freundes. Du kannst da nichts tun.

Für Dich sehe ich eigentlich nur eines:

(ich habe noch niemals jemandem so vertraut wie ihm und in meinem Leben eigentlich immer nur Pech mit Männern gehabt, leider).

Es wird höchstwahrscheinlich so weiter gehen.

Ich verstehe gut, dass die Situation für Dich schwierig ist. Das:

Ich hoffe einfach nur, ihn besser zu verstehen und es ihm so leicht wie möglich zu machen (bin ihm gegenüber auch jetzt schon immer recht cool, dass ich den ganzen Tag nur noch heule, habe ich ihm nie gesagt)...

ist eine frauentypische Reaktion.  😉

Solange er für sich nicht zu einer Entscheidung kommt, das heißt: Trennung, aufräumen, neues Leben, selbstverständlich mit den Kindern, ist das ein Spiel, das nur einen Verlierer kennt: DICH.

LG LBM


‎"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."

AntwortZitat
Geschrieben : 10.01.2009 23:13
(@orangenfalter)

Hallo LBM,

danke für Deine schnelle Antwort! Ja, ich fürchte auch, dass ich dabei der Verlierer bleibe - und bis vor einem halben Jahr hätte ich komplett ausgeschlossen, dass ich mich überhaupt nur in einen verheirateten Mann verlieben könnte. Da hätte ich alles drauf verwettet, wirklich alles.
Ich weiß, dass es seine Entscheidung sein muss. Zumal er eine Trennung von seiner Frau unabhängig von mir braucht (nicht, dass er das nachher noch miteinander verknüpft im Sinne von neue Frau = Kinder weg).

Würde ihm so gerne helfen, habe mich da aber auch bislang nicht eingemischt. Wenn er um Rat gefragt hat, habe ich ihm immer gesagt, dass es seine Entscheidung sei und er die unabhängig von mir treffen solle.

Was die frauentypische Reaktion angeht: Meinst Du, ich sollte ihm sagen wie sehr ich leide oder besser nicht, weil seine Situation eh schon schwer genug ist. Aber irgendwie hat er uns da auch reinmanövriert. Ich habe über Monate geblockt und er immer um mich gekämpft. Aber wieso nur, wenn er dann keine Konsequenzen zieht? 🙁

Och mennoh, irgendwie wünschte ich, es würde nur einmal in meinem Leben alles glatt laufen - gerade jetzt, wo ich mich wieder gefangen habe... Aber ich bin so davon überzeugt, dass er der Richtige wäre, dass ich ihn vom Fleck weg heiraten würde (wenn er nicht schon verheiratet wäre).

LG, Orangenfalter


AntwortZitat
Geschrieben : 10.01.2009 23:20
Lausebackesmama
(@lausebackesmama)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Hallo Orangenfalter,

nun ja, in wen man sich verliebt, das hat man ja leider nicht so sehr in der Hand. Lass Dir gesagt sein, Du bist nicht die einzige Expertin auf diesem
Gebiet. 8)
Du musst für Dich entscheiden, wie lange Du das "aushalten" kannst und willst. Du sollst ihm nicht sagen, dass Du seinetwegen die Nächte durchheulst, aber ich denke, ihm muss schon klar werden, dass auch Du Gefühle hast.

Er hat sich selbst  in eine Situation manövriert, in der er - egal was er von nun an tut - nur noch verbrannte Erde hinterlassen kann. Es sei denn, er schafft es an seine Frau zu appellieren, dass eine vernünftige Trennung das beste wäre. Ich denke, wenn seine Frau Deine Existenz irgendwann mal bemerkt, dann wird - schlechte Ehe hin oder her - der Krieg erst richtig losgehen.

Kannst Du die Situation einschätzen, wie gut die beiden reden können? Wie wahrscheinlich die Situation ist, dass sie sich den Kindern zuliebe friedlich trennen? Haben die Beiden schon mal an eine Beratung gedacht, sozusagen eine moderierte Trennung?
Eine Trennung muss ja für die Kinder nicht unbedingt zum Supergau führen, wenn die Eltern diese verantwortungsbewußt durchziehen.

Ich persönlich denke mir immer, jeder Mensch hat nur dieses eine Leben. Man sollte es weder in kranken Ehen verschwenden (auch da kann ich mitreden  :wink:)noch dem Expartner zu lange zu viel Raum geben, wodurch er einem neuen Glück im Wege steht. Schlag doch einfach Deinem Freund mal vor, sich hier persönlich anzumelden.

LG LBM


‎"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."

AntwortZitat
Geschrieben : 10.01.2009 23:48
(@orangenfalter)

Hallo LBM,

aber wenn ich ihm klar machen will, dass auch ich Gefühle habe, dann muss ich ihm doch sagen, dass ich leide, oder? Ich weiß nicht, wie lange ich das "aushalten" kann. Wir haben uns nun seit fünf Wochen nicht gesehen, das war aber eine beiderseitige Entscheidung - und es hilft gar nichts. Beruflich haben wir zumindest am Telefon miteinander zu tun, und das kann ich auch schlecht plötzlich an einen Kollegen abgeben und er noch weniger. Ich könnte alles aushalten, wenn es wenigstens wäre so wie zuvor. Also bevor wir von "Liebe" gesprochen haben.

Ich weiß absolut nicht, was ich an seiner Stelle tun würde. Wirklich so gar nicht. Und in diese olle Situation hat er mich mit reinmanövriert. Ich weiß, dass das für ihn nicht leicht ist, aber für mich eben auch nicht. Ich wünschte, er wäre ungebunden. Dann wäre alles toll, wir würden heiraten, hätten Kinder und wären auf immer glücklich. Und das kann ich bei ihm wirklich eher sagen als bei anderen. Ich bin ja keine 17 mehr. Und auch wenn wir viele Einschränkungen hätten bzw. nicht das Glück, uns gemeinsam eine Familie aufzubauen: Mit ihm könnte ich das.

Wie gut die beiden miteinander reden können, weiß ich nicht. So wie er es erzählt hat, haben sie sich gern. Keiner denkt schlecht über den anderen, beide lieben die Kinder und tun alles für sie, aber beide bereuen die Hochzeit und führen seit Jahren zahlreiche Gespräche, in denen es genau darum geht. Beide sind nicht glücklich, sehnen sich nach Liebe und Umarmungen, reden ständig darüber und glauben doch, weil sie sich gemeinsam für die Kinder entschieden haben, dass sie nun auch gemeinsam und als Familie dazu stehen müssen.

Das mit dem einen Leben habe ich ihm schon gesagt - und auch bevor wir uns näher gekommen sind, hat er immer betont, dass er mit seiner Ehe den größten Fehler seines Lebens gemacht hätte und es sich niemals verzeihen könnte. Aber er wirft so alles weg. Nicht nur für sich. Auch seine Frau hat doch ein Recht darauf, einen Mann zu finden, der sie liebt. Und das sage ich nun nicht nur, weil ich so gerne mit ihm zusammen wäre.

Aber auf all das muss er selber kommen. Das kann ich ihm nicht eintrichtern. In der Rolle der guten Kollegin, mit der man alles besprechen kann, stecke ich nun eben nicht mehr. Verdammt, kann ich ihn nicht einfach nicht mehr toll finden? Aber ich liebe ihn so sehr.... 🙁

Liebe Grüße,
Orangenfalter


AntwortZitat
Geschrieben : 11.01.2009 00:11
Lausebackesmama
(@lausebackesmama)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Hallo Orangenfalter,

den Schlüssel sehe ich hier:

So wie er es erzählt hat, haben sie sich gern. Keiner denkt schlecht über den anderen, beide lieben die Kinder und tun alles für sie, aber beide bereuen die Hochzeit und führen seit Jahren zahlreiche Gespräche, in denen es genau darum geht. Beide sind nicht glücklich, sehnen sich nach Liebe und Umarmungen, reden ständig darüber und glauben doch, weil sie sich gemeinsam für die Kinder entschieden haben, dass sie nun auch gemeinsam und als Familie dazu stehen müssen.

Er sollte den Mut finden in einem dieser Gespräche die moderierte und einvernehmliche Trennung herbeizuführen.

Ich glaube aber - da will ich aufrichtig sein - dass Du an dieser ganzen Geschichte nur leiden wirst.

LG LBM


‎"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."

AntwortZitat
Geschrieben : 11.01.2009 00:28
(@orangenfalter)

Hallo LBM!

Ja, das fürchte ich leider auch. *sniff*
Und ich kann ihn ja schlecht auf Dinge festnageln wie "Du hast mir aber versprochen, dass es für alles eine Lösung gibt". Hat er zwar, aber das sind eben Worte und keine Taten.

Ich bin einfach nur so verzweifelt. Und ich bin auch traurig, weil ich sehe, wie er ins "Verderben" rennt. Irgendwann wird er so oder so ausbrechen, aber ich liebe ihn und würde auch seine Kinder lieben und sie alle drei glücklich machen, so gut es geht. Ich habe Angst, dass er irgendwann an die falsche Frau gerät. Ich will ihm zur Seite stehen, notfalls auch als gute Freundin, aber ich habe am meisten Angst davor, dass er ganz aus meinem Leben verschwindet...

Oh je. Und einen anderen würde ich eh nicht mehr finden, so verquollen wie ich in den letzten Wochen aussehe.... 😉 Schlimm! Ich will nicht in dieser leidenden Position sein und komme doch auch nicht raus....

Danke, dass Du Dich heute Abend so lieb um mich kümmerst!!!

LG, Orangenfalter


AntwortZitat
Geschrieben : 11.01.2009 00:37
Lausebackesmama
(@lausebackesmama)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Hallo Orangenfalter,

ich bin zwar selbst nicht so gut in diesen Dingen. Aber vielleicht solltest Du doch mal ein vier Augen Gespräch suchen und ihm sagen, wie Du Dich fühlst und dass Du eine Entscheidung von ihm brauchst.
Vermutlich - wenn die Entscheidung gegen Dich ausfällt - wirst Du erst einmal fürchterlich leiden, aber das tust Du so auch. Irgendwann kommt immer der Punkt, an dem man darüber hinweg kommt.

Wenn Du das persönlich nicht kannst, gibt es nur die Alternative, die schönen Momente zu genießen und zu lernen damit zufrieden zu sein. Dazu gehört aber ein gewisser Masochismus. Versuche, Dein Selbstbewusstsein in soweit wieder aufzubauen, als dass Du vor den anderen Müttern schöner Söhne nicht die Augen verschließt und wenn er dann irgendwann mal zu spät seinen Hintern hoch bekommen hat, dann hat er eben Pech gehabt.

Ich habe so eine Situation auch einmal gehabt, ich war wie Du 2, fast 3 Jahre "die beste Freundin und das beste was ihm je im Leben passiert ist", auch ich bin über seine Gefühlslage zu mir voll aufgeklärt worden und ich wurde auch nicht für amouröse Abenteuer benutzt. Es kam dann viel später- da hatte ich das nicht mehr für möglich gehalten - zu dieser "Beziehung", die dann doch in der Katastrophe endete. Alles in allem hat mich das gute 5-6 Jahre gekostet, bis ich an diesen Menschen denken konnte, ohne mich inkomplett zu führen. Erklären, warum das so war, kann ich bis heute nicht. Er war für mich - wie Du schon geschrieben hast - "der Mensch".

Ich habe für mich akzeptiert, dass es keinen Sinn macht, gegen Gefühle zu kämpfen. Wenn sie da sind, sind sie da. Ich sehe es durch diese Sache damals etwas lockerer, weil ich weiß, auch DAS geht vorbei, irgendwann. Vielleicht muss man manchmal sehr viel Geduld dafür mitbringen.

Schwierig etwas zu raten. 🙁

LG LBM


‎"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."

AntwortZitat
Geschrieben : 11.01.2009 00:54
(@orangenfalter)

Hallo LBM,

entschieden hat er sich glaube ich schon - für seine Kinder. Dabei wäre eigentlich die Entscheidung "sie = seine Frau" oder "ich" die, die er treffen müsste. Aber Du hast Recht, ich leide auch so schon und schlimmer kann es kaum werden. Momentan habe ich nur das "gute Gefühl", dass er ja nicht ganz weg ist und wir nicht zerstritten sind oder so.

Was ich nicht kann, ist seine Geliebte zu sein. Vielleicht könnte ich das irgendwann, weil ich ihn so sehr brauche. Ich weiß es nicht. Einerseits sträube ich mich dagegen, wem anders den Mann "wegzunehmen", andererseits ist mir das auch schon passiert, dann kann man Liebe eben nicht steuern, in diesem Fall ist die Ehe auch beendet, dann gehören wieder immer zwei dazu - und dann denke ich auch immer noch, dass ich ja schlecht mein Glück für eine mir vollkommen fremde Person hinten anstellen sollte, zumal ER ja auch nicht IHR Glück ist. Alles schwierig. Habe in zwei Monaten auch noch eine wichtige Prüfung (Weiterbildung) und kann mich null konzentrieren. Zumal man durch einen Tränenschleier auch so schlecht die Bücher sieht.... 😉

Schade, dass Du mir auch nicht von einem positiven Ausgang berichten kannst. Bist Du denn jetzt wenigstens glücklich - mit wem anders vielleicht? Ach, ist doch alles doof. Warum hat man sich eigentlich als Kind oder Teenager so aufs Erwachsenwerden gefreut? Ich kann das heute nicht mehr nachvollziehen. Wollte mit 30 immer verheiratet sein, süße Kinder, einen tollen Mann und ein niedliches Hündchen haben. Und jetzt? 30 Jahre, allein, verheult und mal wieder Liebeskummer. Nur dieses Mal mit Endzeitstimmung.

Gegen Gefühle kann ich auch nicht sonderlich gut ankämpfen, zumal ich mir dann immer vorwürfen würde, dass ich dem anderen nie gesagt habe, was ich empfinde. Kennst Du dieses Lied von Ronan Keating? "If Tomorrow Never Comes"? .... "would she ever know how much I loved her". Manchmal kann man Menschen sicher auch mit Gefühlen verschrecken, aber er soll schon wissen, wie wichtig er mir ist. Vielleicht wäre ich auch viel ruhiger, wenn ich wüsste, dass ich noch einmal für wen anders so empfinden würde, aber ich will doch nur IHN.

Überlege trotzdem, ob ich ihn frage, ob ich nicht mit einem seiner Kollegen verhandeln kann, damit es meinem Chef nicht so auffällt, wenn ich es abgebe. Aber ich habe auch Angst, dass selbst dieser Kontakt dann irgendwann weg ist. Ich dreh echt noch durch...
Und wieder andererseits heißt es doch, dass man Dinge loslassen muss. Und dass man erst dann, wenn sie zurückkehren, weiß, dass sie einem wirklich gehören...

Wann ist eigentlich so ein Tränenvorrat mal erschöpft? Müssen die Augen nicht mal irgendwann trocken werden? Oh jeee!

LG,
Orangenfalter


AntwortZitat
Geschrieben : 11.01.2009 01:10
Lausebackesmama
(@lausebackesmama)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Hallo Orangenfalter,

nein tut mir leid. Von einem positiven Ausgang kann ich leider nicht berichten und aus den Augen sind wir auch. Also er ist hier keine 5km von hier mit seinem Unternehmen, also quasi um die Ecke. Aber mittlerweile fehlt er mir auch nicht mehr. Ich habe danach geheiratet und einen Sohn bekommen und lebe nun in Scheidung. Glücklich im Sinne von "glücklich verpartnert" bin ich nicht, aber der Platz im Herzen ist besetzt. Dass meine Familienplanung bei mir abgeschlossen ist, macht es in meinem Fall etwas leichter als bei Dir. Ich sage mir, was sein soll, wird sein, was nicht, das eben nicht.

Da ich 2008 auch diese Prüfungssituation hatte, kann ich Dir aus Erfahrung raten, dass Du unbedingt den Kopf frei bekommen musst! Ich habe damals viel Stress mit meinem Ex und meiner Familie gehabt und bin dann kurzzeitig in eine psychotherapeutische Beratung gegangen. Das hat mir sehr geholfen, mich wieder gerade zu schütteln.

LG LBM


‎"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."

AntwortZitat
Geschrieben : 11.01.2009 01:21




(@orangenfalter)

Hallo LBM,

dann hoffe ich, dass der, der den Platz in Deinem Herzen besetzt, auch bald bei Dir ist! 🙂

Ich glaube, eine psychotherapeutische Behandlung kann ich mir nicht leisten. Nur wegen einfachem Liebeskummer wird das doch die Kasse nicht zahlen, oder? Normalerweise würde ich auch versuchen, alles selbst durchzustehen (und normalerweise wäre er bis vor einigen Wochen auch der Freund gewesen, der mich immer wieder aufgebaut hätte), aber wenn ich die Prüfung versemmel, dann bricht auch noch der Rest meiner Welt zusammen. Bin mit meinem jetzigen Beruf nicht ganz zufrieden und habe Tausende von Euro in diese "Weiterbildung" gesteckt, die mir ganz andere Möglichkeiten eröffnet und auch schon eröffnet hat.

Irgendwie kommt es mir auch gerade so vor, als ob noch niemals ein Mann aus Liebe seine Familie "verlassen" hätte. Sowas gibt es nur im Fernsehen, oder?

Aber schön, dass es so Leute wie Dich wirklich gibt! 🙂

LG, Orangenfalter


AntwortZitat
Geschrieben : 11.01.2009 01:29
Lausebackesmama
(@lausebackesmama)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Hallo Orangenfalter,

danke, aber das ist unwahrscheinlich  :wink:. Ich fühle mich von Deinen Erzählungen an meine Situation vor genau 10 Jahren erinnert. Das macht es gleich noch leichter, da zu sein 😉

Meine Hausärztin hatte damals diagnostiziert, dass ich aufgrund mehrfacher psychischer  Belastungen kurz vor dem Burn Out stand. Rede mit dem Hausarzt und schildere die Situation, auch die "Prüfungsangst", ich denke, die Summe aus allem reicht für eine Überweisung und dann hat der Therapeut 5 Sitzungen Zeit, festzustellen, ob und inwieweit Behandlungsbedarf besteht. Denn es sollte NICHT dazu führen, dass Du die Prüfung vergeigst.

Doch ich denke schon, dass es Männer gibt, die wegen der Liebe ihre Familien verlassen. Die meisten - das wirst Du hier gesehen haben - verlieren nur im Falle der Trennung viel - um nicht zu sagen alles. Die Familienrechtspraxis ist sehr frauenlastig, das heißt viele Männer sind danach zum Zahlesel degradiert und sind bezüglich des Umgangs und der Teilhabe am Leben ihrer Kinder auf das Gutdünken der Exfrauen angewiesen. Das ist das eigentliche Problem! Deinem Freund stünde also wirklich die Gefahr vor Augen, seine Kinder mehr als nur im täglichen Umgang zu verlieren. Die Frage ist eben - und das bleibt der Knackpunkt - wie vernünftig bliebe seine Frau, wenn er die Gefahr einginge und die Trennung forderte.

LG LBM


‎"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."

AntwortZitat
Geschrieben : 11.01.2009 01:38
(@orangenfalter)

Hallo LBM,

aber hilft sowas wirklich? Die tun doch auch nichts anderes als reden, oder? Und das tu ich ja auch hier?

Wie die Mutter der Kinder reagieren würde, wüsste ich natürlich nicht, aber ich denke, das weiß man auch immer erst nachher. Jeder der noch so vernünftig wirken kann, kann sich nachher als das Gegenteil entpuppen... Selbst, wenn auch sie diese Ehe bereut. Wobei das sicher eine bessere Ausgangsvoraussetzung ist als die liebende Ehefrau...

Ich rechne nicht damit, dass er sich trennt, rechne also nicht damit, dass es an der Tür klingelt (wäre auch nicht gut momentan, bekomme seit Tagen nicht einmal die einfachste Hausarbeit auf die Reihe, habe aber immerhin frisch gewaschenes Haar *g*), aber doch hoffe ich irgendwie darauf und denke dann wieder, dass sowas immer nur den anderen passiert, dass sie mit den Männern zusammen sein können, die sie lieben. Ich würde ihm so gerne was von seiner Last abnehmen und habe doch auch das Gefühl, dass ich nicht nur sein Glück bin, sondern er mich bzw. die Gefühle zu mir auch irgendwie als Bedrohung empfindet und darunter leidet, dass er mir nichts bieten könne, wie er schon einmal sagte....

LG, Orangenfalter


AntwortZitat
Geschrieben : 11.01.2009 01:49
Lausebackesmama
(@lausebackesmama)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Hallo Orangenfalter,

also mir hat es geholfen. 🙂 Es kommt also auf den Versuch an. Zumindest wenn Du das Gefühl hast, Du packst es nicht. Dabei geht es ja mehr um die Prüfung als um den Mann.

In Deinem Freund scheint eine Menge "alte Schule" zu stecken. Das sieht man sowohl an der Einstellung zu den Kindern als auch an der Einstellung, er müsse Dir was bieten. Arbeitet seine Frau eigentlich? Wenn ja wieviel? Gibt es ein Haus oder so? Das würde natürlich einiges schwieriger machen.

Aber es hilft nix, ER müsste sich hier melden.

LG LBM


‎"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."

AntwortZitat
Geschrieben : 11.01.2009 01:55
(@orangenfalter)

Hallo LBM,

aber außer Reden machen die nichts, oder? Aber ja, ich habe das Gefühl, ich packe es nicht. War heute kurz im Supermarkt, esse aber kaum noch (was natürlich den Vorteil hat, dass ich abnehme), lerne nicht und es sieht aus wie Sau. Da stehe ich null drauf, aber außer weinen bekomme ich gerade nichts wirklich gut hin...

Ja, mein "Freund" ist recht traditionell. Und ich finde es auch gut, dass er Verantwortungsgefühl hat, das soll er ja auch behalten.... Er ist wirklich der tollste und liebste Mensch der Welt - auch wenn ich davon momentan leider nicht viel habe. Es gibt diese zwei Kinder, die Frau, zwei Autos (von denen eins nun aber für 4000 Euro zur Reparatur muss - er hatte einen Unfall, weil er die Kontrolle verloren hat) und eben auch ein Haus. Ich glaube auch nicht, dass das abbezahlt ist. Aber ich habe nie gefragt. Ich will mich da nicht zu sehr einmischen.... 🙁

LG,
Orangenfalter


AntwortZitat
Geschrieben : 11.01.2009 02:02
(@austrian)
Schon was gesagt Registriert

Hat hier irgendein Mann mal was Ähnliches durchgemacht?

eine Frau und daneben eine Geliebte, der ich das Lügenmärchen von wegen ich liebe meine Frau nicht mehr, aufgetischt habe? Klar. Nicht daß ich stolz darauf wäre und dass ich es heute noch mal so machen würde, aber vor einigen Jahren bin ich auch schon mal zweigleisig gefahren. Hey, wenn die eine so doof ist und mir die Story abkauft ... ok, den Stress würde ich nimmer haben wollen, aber wenn ich solche Geschichten lese, dann sehe ich, daß die Frauen offenbar noch immer so dämlich sind wie früher. Ein Teil zumindest, der andere bescheisst die Männer so wie hier umgekehrt, auch nicht schön, aber hat auch was von ausgleichender Gerechtigkeit.

Apropos Naivität (Deine): warum hattest Du wohl bisher immer "Pech" mit Männern? Wenn Du auf solche 'Gschichterln reinfällst, dann wundert mich das nicht.


AntwortZitat
Geschrieben : 11.01.2009 02:51
(@howzit)
Zeigt sich öfters Registriert

Hallo Orangenfalter,

ich habe zwar nicht sowas ähnliches mitgemacht (vielmehr,ich bin grad mittendrin) denn bei mir ist die Situation genau andersrum.

und bis vor einem halben Jahr hätte ich komplett ausgeschlossen, dass ich mich überhaupt nur in einen verheirateten Mann verlieben könnte. Da hätte ich alles drauf verwettet, wirklich alles.

Das hat meine Frau auch geschrieben, nur das der neue nicht verheiratet ist sondern ledig undauch noch jünger als sie ist.

weil er die Kleinen nicht jeden Abend ins Bett bringen kann...

ja,ich kann Dir sagen das daß die Hölle für mich ist.

Bitte nicht falsch verstehen,was ich hier kommentiere. Ich bin nicht gegen Dich, weil ich Deine Gefühlswelt verstehen kann. Nichts ist so wie
es vorher war und es ist in dieser Situation wahnsinnig schwer überhaupt klare Gedanken zu fassen.

Wann ist eigentlich so ein Tränenvorrat mal erschöpft? Müssen die Augen nicht mal irgendwann trocken werden? Oh jeee!

Das denke ich auch schon seit 4 Wochen, aber immer wieder wenn ich meine Kinder höre oder mir vorstelle was sie gerade machen
kommen mir die Tränen.

Was ich nicht kann, ist seine Geliebte zu sein. Vielleicht könnte ich das irgendwann, weil ich ihn so sehr brauche.

Indirekt gibst Du hier schon die Antwort für Dich selbst und da er sich für die Kinder entschieden hat kann ich mir nicht vostellen,dass
Ihr eine glückliche Partnerschaft anfangen könntet.

Das Leben ist manchmal echt besch..... ;( aber auch Du,wirst bestimmt Dein Glück finden und Dein Herz an jemanden
verlieren,der  Dich wirklich liebt.

Und jetzt? 30 Jahre, allein, verheult und mal wieder Liebeskummer

Ich werde nun 40 und stehe wieder mit gebrochenem Herzen da. Ich weiß,das ist kein Trost aber
man muß nach vorne schauen.....und wenn ich irgendwann bereit bin eine neue Beziehung eingehen zu wollen
ist auch 30 ein sehr schönes Alter  😉

Liebe Grüsse
Jens


AntwortZitat
Geschrieben : 11.01.2009 10:43
(@orangenfalter)

....


AntwortZitat
Geschrieben : 11.01.2009 13:44
Lausebackesmama
(@lausebackesmama)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Hallo Orangenfalter 🙂

Ich habe jetzt mal entsprechend editiert 😀

Ich bin gespannt, ob Du in den kommenden Tagen für Dich einen Weg findest, damit Bewegung in diese festgefahrene Situation kommt.

Liebe Grüße, LBM


‎"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."

AntwortZitat
Geschrieben : 11.01.2009 13:52
(@orangenfalter)

Hallo LBM,

Du hast Recht. 🙁 Habe es gemacht. Aber der andere Beitrag ist nun auch irgendwie weg... Hmm... *seufz*
Bin total verheult und muss nachher zur Arbeit...

LG, Orangenfalter


AntwortZitat
Geschrieben : 11.01.2009 14:08




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