Trennung aber wie?
 
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Trennung aber wie?

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 mel
(@mel)

hi Ahnungslos,
gewalt hin und her.
wenn du niemanden zum reden schick mir ne mail mit telefonnummer.
mel


AntwortZitat
Geschrieben : 28.01.2004 17:35
(@Unbekannt)

Hallo zusammen,
hier bin ich wieder und möchte euch nach knapp 4 Monaten berichten.

Soeben habe ich mir die ganzen Antworten zu diesem Thread erneut durchgelesen und ich musste feststellen, dass sich eigentlich nichts geändert hat 🙁

Unsere Ehe/ Beziehung läuft auf extremster Sparflamme und wir leben weiterhin nebeneinander her. Er arbeitet sehr hart und hat mir schon des Öfteren gesagt, dass er sich deshalb in die Arbeit gestürzt hätte, weil er dort wenigstens Anerkennung bekommt. Ich muss dazu sagen, dass das zwar bestimmt stimmt, aber das war auch schon zu guten Ehezeiten so. Gesprochen wird nicht viel zwischen uns. Er spricht zwar mit mir oder macht Anläufe dazu, aber da diese Gespräche nichts mit unseren Problemen zu tun haben, blocke ich sie ab. Ich KANN einfach nicht über Belanglosigkeiten sprechen, wenn die eigentlichen Probleme zwischen uns nicht geklärt sind :exclam:

In der Zwischenzeit hat er mal geäußert, dass er es nicht gut findet, dass ich abends am PC sitze und dass er damit ein Problem hätte. Wir haben nach seinem Wunsch PC-freie und nach meinem Wunsch alkoholfreie Wochenenden vereinbart. Eine Verplanung der Zeit wollte er nicht und somit saßen wir belanglosigkeitenerzählend nebeneinander und gingen früh schlafen - also auch nicht so das, was ich mir von einem gemeinsamen Abend mit MEINEM Mann vorgestellt habe 🙁 Na ja, dachte ich, wir müssen uns wieder aneinander gewöhnen und wartete auf das nächste Wochenende und wollte wieder etwas planen (Essen, Tanzen, Spielen, Kerzen,...) - er wollte wieder nicht und es war für mich wieder absehbar, dass auch das Wochenende wie das letzte vergehen würde.

In der Zwischenzeit ist er wieder mal auf mich losgegangen - ich weiß noch nicht mal mehr den Grund, ist das nicht schrecklich?! -, wo ich ihn zu meiner Verteidigung in die Hand gebissen habe. Diese Wunde an seiner Hand hat ihm sehr zugesetzt und er wurde immer wieder an seinen Ausraster erinnert und er hat sich angeblich geschworen, wenn so was nochmal in ihm hoch kommt, er den Raum verlässt, was er auch einige Male tat.

Unserem Sohn geht es gut. Er hat eh keinen Bezug zu seinem Vater - schon nie -, wegen mangelnder Aufmerksamkeit. Heute habe ich mich ganz zurück gezogen und die beiden haben bestimmt keine 20 Worte miteinander gewechselt. Er braucht seinen Vater in seinem zarten Alter von knapp 3 Jahren schon sehr, aber er hat es ja bisher nicht anders erlebt 😡

Was gibt es noch zu erzählen? ... Ach ja, das Buch liest er schleppend - obwohl er eine Leseratte ist. Einiges Gelesene wendet er auch schon an, da merke ich eine Veränderung. Aber ich habe den Eindruck, dass es nicht von Herzen kommt. Das äußert sich so, dass er z.B. fragt, was ich am Tag erlebt habe, wie es mir geht, aber die Antwort ihn nicht wirklich interessiert... Die richtig wichtigen Seiten hat er noch nicht gelesen... Eheberatung ist weiterhin kein Thema und alleine will ich auch nicht hin.

Ach ja, Muttertag war wieder kein Thema. Keine Umarmung oder ein Blümchen. Er hätte doch unserem Sohn ein Blümchen in die Hand zur Überreichung geben können...

:note: Wenn ich mir das hier durch lese, ist die Antwort eigentlich ganz klar: Er liebt seinen Sohn und mich nicht und tut auch nichts dafür. Allerdings behauptet er das Gegenteil und weigert sich, einer Trennung zuzustimmen. Und ich habe mittlerweile aufgegeben, denn ich habe keine Kraft und Lust mehr, zu kämpfen, auf Knien nach einer guten Beziehung zu flehen und weiterhin unglücklich zu sein :exclam: ;(

Wißt ihr, was das Schlimme ist? Vor 8 Jahren wurde mir mal aus der Hand gelesen. Der Handleser erzählte mir sehr viel, was sich bisher nach und nach realisiert hat. 2 Dinge - eine superglückliche Ehe und ein 2. Kind - fehlen allerdings noch und ich fürchte, dass ich darauf insgeheim warte/hoffe. Er sprach damals von 4 Fenstern aus denen ich raus schaue und hinter die ich eingesperrt bin. Damals verstand ich das nicht, aber jetzt 😮 Ich bin tatsächlich hinter den 4 Fenstern meiner Wohnung "eingesperrt" und schaue immer wieder dem Treiben auf der Straße zu. Er sagte mir damals, dass ich raus aus diesen 4 Fenstern müsse und danach würde es mir besser gehen. Wahrscheinlich bedeutet das eine Scheidung oder eher eine Trennung auf Zeit, wonach alles wieder gut wird :question: Denn er hat nur von EINER glücklichen Ehe gesprochen und KEINER Scheidung. Ihr haltet mich jetzt wahrscheinlich für total blöde :knockout:, aber das ist bisher mein Strohhalm gewesen, der nun immer dünner wird...

Habt ihr bis hierhin durchgehalten? Vielen Dank für' s zulesen.

Gruß
Die Unbekannte :stonefall:


AntwortZitat
Geschrieben : 16.05.2004 02:56
(@ratlos)
Schon was gesagt Registriert

Hallo Unbekannte,

ich habe gerade deine Geschichte und deren Entwicklung gelesen.

Das hört sich für mich alles so an, dass ich daraus nur einen Schluss ziehen kann. Du musst da raus und zwar so schnell wie möglich, auch im Sinne des Kindes. Ich kenne auch die Zeiten, in denen man wie gelähmt ist und sich einsperrt, aber das ist der falsche Weg. Denk an dein Kind, es muss da raus.
Und glaub mir eins, es gibt auch andere Männer. Ich hatte umgekehrt auch den Glauben daran verloren , dass mich eine Frau jemals nochmals wirklich lieben würde und ich eine Frau. Und jetzt lebe ich schon seit über einem Jahr mit dieser Frau zusammen.

Also, lass den Kopf nicht hängen und stecke selbigen nicht in den Sand. Geh die Dinge an, es ist dir ja eigentlich selber klar, dass du da raus musst. Du musst nur allen Mut zusammennehmen um den ersten Schritt in die richtige Richtung zu tun...

Gruß vom manchmal auch ratlosen Ratlos 🙂


AntwortZitat
Geschrieben : 17.05.2004 13:48
 paul
(@paul)
Schon was gesagt Registriert

Alle Achtung vor dir. Es ist wirklich bewundernswert, aber auch sehr traurig zu sehen, wie du versuchst, eure Beziehung zu retten - und damit keinen Erfolg hast.
Vielleicht solltest du deinem Mann klipp und klar sagen, daß du dich trennst, falls nichts passiert. Schau, wie er reagiert und entscheide dann, ob er noch eine Chance verdient hat.
Denn wenn er nicht bereit ist mitzuhelfen, werdet ihr es nicht schaffen.
Viel Glück!
Paul


AntwortZitat
Geschrieben : 23.05.2004 16:37
(@Unbekannte)

Hallo zusammen,
ich melde mich nach langer Zeit wieder und möchte euch berichten und euern Rat erfragen.

Seit Mitte Mai ist viel passiert, aber hauptsächlich Tiefs neben ein paar wenigen Hochs, die die Situation doch nicht retten konnten. Ich will davon gar nicht erst berichten, denn was nenneswert Positives ist nicht passiert.

Letzter Stand von letzter Woche ist folgender: Ich habe ihn zwecks einem Scheidungsanwaltstermin angesprochen und von ihm verlangt, sich einen Tag dafür frei zu nehmen. Daraufhin äußerte er den Wunsch erst mal miteinander zu reden - anschließend könnte man immer noch zum Scheidungsanwalt gehen. Okay, der Tag kam und er hatte mir plötzlich nichts mehr zu sagen. Man bräuchte/ könnte/ sollte nicht alles ausdiskutieren, sondern solle mal einfach den Reset-Knopf drücken und von vorne anfangen. Wir könnten uns wieder von ganz von vorne neu kennen und lieben lernen.... Ich finde aber, dass das nicht so einfach geht, weil man dann in die gleichen "Fehler" und Verhaltensweisen, die den anderen stören wieder schlittert. Er sieht das nicht ein! 😡 Außerdem bin ich total gekränkt über das Geschehene. Bloß was erwarte ich von einer Aussprache? Dass er mir verspricht xy nicht mehr zu tun? Das hat er mir schon des Öfteren und keine Besserung fand statt. Man könnte durch eine Aussprache wenigstens erkennen, ob man bereit ist den Störfaktor aus der Welt zu schaffen, oder?

Was denkt ihr darüber? Kann man nach 3 Jahre andauernder heftiger Störungen in der Beziehung einfach, ohne miteinander gesprochen zu haben, den Reset-Knopf drücken? Ich weiß z.B. nicht, was ihn an mir stört. Er kennt meine Störpunkte aber sehr wohl. Ach ja, eins sagte er noch: Er wüsste nicht, ob er meinen Erwartungen entsprechen könnte/ wollte - großer Unterschied zwischen Können und Wollen. Trotz ist eh ein ziemlich großes Problem in unserer Beziehung 🙁

Warum will er nicht reden? Wenn ich ihn frage, sagt er, dass es nichts zu reden gibt - er ist echt zum Erschießen :gunman:

Erwarte eure Antworten 🙂

Gruß
Unbekannte

[Editiert am 25/9/2004 von Unbekannte]


AntwortZitat
Geschrieben : 25.09.2004 13:13
(@diemystiks)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Hallo Unbekannte,

ich kenne deine Vorgeschichte jetzt nicht so genau.
Ich glaube nicht, daß man eine Beziehung neu beginnen kann, wenn eine Aussprache nicht möglich ist.
Der Resetknopf löscht ja nicht alles was im Vorfeld passiert ist. Nippst du wieder an, sind alle Probleme wieder da.
Ich glaube zwar, daß man Probleme verdrängen oder aufschieben kann, sie werden aber immer wieder auftauchen, wenn sie nicht vom Tisch gefegt werden.

3 Jahre sind eine lange Zeit. Ich lese aus dem Schreiben heraus, daß du auch noch nicht so ganz von ihm gelöst bist. Gleichzeitig bist du sehr gekränkt und hast anscheinend auch nicht das nötige Vertrauen. Erschwerend ist, daß er nicht mehr reden will/kann. Du wirst also wahrscheinlich nie erfahren, was ihn stört. Somit kannst du ihm auch nicht entgegenkommen.

Die Entscheidung kann dir ja niemand abnehmen. Die Antwort gibts du dir ja eigentlich schon selbst.
Du weisst, du wirst keine Antworten bekommen und hast nun schon 3 Jahre hinter dir.
Ich denke in solchen Situationen ist es besser mal einen Schlußstrich zu ziehen. Das ist aber nur meine Meinung, jeder für sich muss das am Ende entscheiden.

Lieben Gruß
Tina


Und aus dem Chaos sprach eine Stimme zu mir:"Lächle und sei froh, es könnte schlimmer kommen." Und ich lächelte und war froh und es kam schlimmer.

AntwortZitat
Geschrieben : 25.09.2004 13:59
(@Unbekannte)

Deine Signatur ist toll! Ich leuchte mit einer Taschenlampe die ganze Zeit im Dunkeln herum, aber die Dunkelheit übermannt mich und die Batterien halten nicht mehr lange...

Hallo liebe Leute,
meine Batterien sind nun endlich leer. Sie haben immerhin VIER Jahre lang gehalten...

Wie ich gerade mit Erschrecken feststellen musste, sind VIER lange Jahre nach meinem ersten Posting vergangen. Um es kurz zu machen: Der Inhalt der letzten VIER Jahre gleicht dem des ersten Postings. Traurig aber wahr.

Allerdings ist jetzt eine erstaunliche Wendung eingetreten: Mein Mann will die Trennung jetzt auch. Bisher war er immer dagegen. Er wurde immer sehr eklig, wenn das Thema Scheidung auf den Tisch kam. Wie stelle ich/ wir das an? Gibt es einen Trennungsplaner? Da brauche ich eure konkrete Hilfe.

Wir haben folgende Situation:
- Ein gemeinsames noch hoch verschuldetes Haus
- Ein gemeinsames 6-Jähriges Kind
- Keinen Ehevertrag
- Ich habe Geldvermögen mit in die Ehe gebracht

Brauchen wir unbedingt einen Anwalt? Wir wollen die Scheidungskosten so niedrig wie möglich halten. Wir wollen alles weitere friedlich klären, da wir uns noch in die Augen gucken wollen/ müssen. Er hat sich für seine Beziehungsunfähigkeit entschuldigt. Ich habe den Eindruck, er meint es ehrlich. Er hat kapituliert. Es bringt auch tatsächlich nichts (mehr).

So, ich bitte um Wiederaufnahme ins Forum. Ich werde jetzt ein Dauergast.

Gruß
Unbekannte

PS.: Noch schießen mir die Tränen in die Augen und ein dicker Kloß sitzt fest. Warum eigentlich? Ich weiß, dass es nur besser werden kann... schlechter geht nicht mehr. Schade um die vergeudeten ZEHN Jahre  ;(


AntwortZitat
Geschrieben : 28.01.2008 23:15
(@kasper)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Moin,

and welcome back.

Schade um die vergeudeten ZEHN Jahre

das ist schon mal die falsche Einstellung ... denn:

- Ein gemeinsames 6-Jähriges Kind

schließlich ist was wunderbares dabei herausgekommen!

Um die Scheidung würde ich mir erst einmal überhaupt keine Gedanken machen. Es sieht ja nciht nach Krieg aus, von daher würde ich erst einmal planen, wie es mit den Finanzen aussieht.
Dann wie die gemeinsame Betreuung des gemeinsamen Kindes bewerkstellig werden kann. Dann wer wann wie eine Wohnung nimmt, und was realistisch mit dem Haus passieren soll.
Das mit in die Ehe gebrachte Vermögen ... tja das gibt es über den Zugewinnausgleich, aber meist auch nur, wenn denn noch was da ist.

Im übrigen steht vor der Scheidung das Trennungsjahr und bis dahin könnt Ihr o.a. Aufgabenstellung lösen.

Gruß
Kasper


Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge zu ertragen, die ich nicht Ändern kann, den Mut, Dinge zu Ändern, die ich Ändern kann und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

AntwortZitat
Geschrieben : 28.01.2008 23:47
(@Unbekannte)

Hallo Kasper,

schließlich ist was wunderbares dabei herausgekommen!

hm, im Moment empfinde ich mein wirklich wunderbares Kind als ein Klotz am Bein. So krass es auch ist 🙁

Dann wie die gemeinsame Betreuung des gemeinsamen Kindes bewerkstellig werden kann.

Kind bleibt natürlich bei mir. Alles andere ist undenkbar.

Dann wer wann wie eine Wohnung nimmt, und was realistisch mit dem Haus passieren soll.

Das Haus soll weg.

Im übrigen steht vor der Scheidung das Trennungsjahr

Muss das sein  :puzz:  Kann man nicht den Weg einer „einverständliche Scheidung“ gehen? Psychisch gesehen haben wir schon mehr als 1 Trennungsjahr hinter uns.

Gruß
Unbekannte


AntwortZitat
Geschrieben : 29.01.2008 00:26
(@papajo)
Nicht wegzudenken Registriert

hm, im Moment empfinde ich mein wirklich wunderbares Kind als ein Klotz am Bein.

Kind bleibt natürlich bei mir. Alles andere ist undenkbar.

ohne Kommentar


AntwortZitat
Geschrieben : 29.01.2008 00:36




(@jensb2001)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Hey Unbekannte !

"Schade" das du doch wieder hier her finden mußtest, schade eben das es doch noch so lange versucht wurde u scheinbar doch nicht geklappt hat...

Woran es auch immer jetzt lag..dennoch siehe die Zeit nciht unbedingt nur als vergeudet!

U irgendwo in en ersten Antworten (ich hab sie zugegebenermaßen nur überflogen) meine ich hast du geschrieben, das du nicht eine von uns sein möchtest, eine geschiedene .. hm..ich glaub da hast du eine selsame Einstellung..natürlich ist Scheindung nichts schönes u keiner möchte das, bzw hat gedacht das er das durchmachen muß, aber es ist nichts was geschiedene zu Aussätzigen macht, oder schlechten Menschen...u manchmal ist es eben einfach besser..u glcüklich werden nach einer Scheidung, natürlich, warum denn nicht..bei dem einen gehts schnell, bei den anderen weniger, aber oftmals ist man schon nach einer Scheidung glücklicher..(unglücklicher ist meist anfänglich der "Verlassene")

Um das Trennungsjahr kommt ihr nicht wirklich herum, ausser ihr seit euch da völlig einig u es gibt keine "offiziellen" Stolpersteine, die eine interne Regelung unterbinden, aber ansich ist eben das Trennungsjahr Pflicht, u doch wohl letztendlich auch nicht das Problem..

Was mir persönlich aber doch zu denken gibt bei dir, ist der Satz:

hm, im Moment empfinde ich mein wirklich wunderbares Kind als ein Klotz am Bein. 

...ja das ist alerdings Krass...
Kannst du das mal etwas genauer beleuchten was das für dich heißt..
Weil ein Kind, das eigene, als Klotz am Bein zu bezeichnen ist doch schon sehr heftig...

Gruß
Jens


AntwortZitat
Geschrieben : 29.01.2008 01:06
(@beppo)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Ich musste auch erst 3 mal trocken schlucken als ich das gelesen habe.

Andererseits will ich dich auch nicht gleich vergraulen, denn du hast dich hier, bewusst oder unbewusst, in die Höhle des Löwen begeben, indem du in einem Väterforum postest. Allerdings eines, mit einem erfreulich hohen Frauenanteil, welcher als Indiz für Fainess und Objektivität gelten mag.

Es ehrt dich, dass du versuchst eure Trennung fair hinzubekommen, nur sind diese beiden Sätze schon mal, gelinde gesagt, etwas heikel.

Ich möchte dir zumindest den Hinweis nahebringen, dass dein Mann da auch eine Meinung haben könnte und vor allem euer Kind 2 Eltern hat.

Ich appelliere an dich, noch etwas hier zu bleiben, auch auf die Gefahr hin, dass dir hier Dinge gesagt werden könnten, die dir vielleicht nicht gefallen.

Du kannst hier jedoch erfahren, was du tun kannst um eurer Trennung die Brisanz zu nehmen.

Die grösste Gefahr einer, anfangs, friedlichen Trennung sind normalerweise die Einflüsterungen von allen möglichen Seiten mit den unterschiedlichsten Interessen.

Dazu gehören vor Allem Anwälte, die an dem Streit verdienen wollen und keine Gelegenheit auslassen Ansprüche zu generieren, die von der "Gegenseite" niemals erfüllt werden können, nur um den Streit und damit ihren Profit soweit wie möglich zu vergrössern.

Dazu gehören aber auch beste Freunde und Freundinnen, mit Aussagen wie: "Du darfst dir nichts gefallen lassen", "Du musst jetzt vor allem an dich und dein Kind denken" oder "Das steht dir doch zu".

Ratschläge wie diese sind das Ende jeder gütlichen Einigung.

Deswegen noch einmal der Appell an dich: Bleibe hier und lass dir von uns helfen eine einvernehmliche Scheidung hinzubekommen.

LG Beppo


Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.

AntwortZitat
Geschrieben : 29.01.2008 01:06
(@kasper)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

noch einmal Moin,

ich musste, wie einige andere auch, erstmal den trockenen Hals beseitigen ...

hm, im Moment empfinde ich mein wirklich wunderbares Kind als ein Klotz am Bein. So krass es auch ist 🙁

Wenn dem denn so ist, versteh ich

Kind bleibt natürlich bei mir. Alles andere ist undenkbar.

das nicht.
Was bindet Dich dann an das Kind und trägt Deine Verantwortung?

Oder brauchst Du es ausschließlich um mit dem KU über die Runden zu kommen?

Gruß
Kasper


Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge zu ertragen, die ich nicht Ändern kann, den Mut, Dinge zu Ändern, die ich Ändern kann und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

AntwortZitat
Geschrieben : 29.01.2008 01:35
(@Unbekannte)

manchmal ist es eben einfach besser..u glcüklich werden nach einer Scheidung, natürlich, warum denn nicht..bei dem einen gehts schnell, bei den anderen weniger, aber oftmals ist man schon nach einer Scheidung glücklicher..(unglücklicher ist meist anfänglich der "Verlassene")

Jens ganz ehrlich, ich beginne mich langsam auf mein Leben danach oder auf mein Leben nach ihm zu freuen. Aber erst mal muss der Berg an Restproblemen beseitigt/ geklärt werden. Das macht mir schon heftige Kopfzerbrechen. Ein letztes (bzw. erstes) Mal, müssten wir uns zusammensetzen und bereden, aber wie, wenn Mann sich nicht blicken lässt und sich in seine Höhle verzieht und ich allein gelassen werde?

Vorgestern ging er mit den Mailzeilen: "Heute Abend bin ich bei A., der hat das alles schon hinter sich, der will mir ins Gewissen reden."

Um das Trennungsjahr kommt ihr nicht wirklich herum, ausser ihr seit euch da völlig einig u es gibt keine "offiziellen" Stolpersteine, die eine interne Regelung unterbinden, aber ansich ist eben das Trennungsjahr Pflicht, u doch wohl letztendlich auch nicht das Problem..

Wir sind uns beide  g  a  n  z  sicher, ein Leben gemeinsam geht nicht mehr. Wir haben sowieso nie gemeinsam, sondern immer nur nebeneinanderher gelebt.

Was heißt Trennungsjahr genau? 1 Jahr nie sehen? 1 Jahr nicht unter einem Dach leben? Fragt einer (Richter?) ob das so war? Bitte erzählt mal genauer. Wir haben zu lange gewartet und der letzte Vollzug soll nun endlich schnell gehen und da gibt es auch nichts zu kitten. Ich habe wirklich viel getan bzw. versucht, ich scheiterte mit allem. Als er mir seinen Entschluss, sich scheiden zu lassen mitteilte, entschuldigte er sich bei mir mit den Worten: Ich bin ein Beziehungslegastheniker, es tut mir leid.

Was mir persönlich aber doch zu denken gibt bei dir, ist der Satz:...ja das ist alerdings Krass...
Kannst du das mal etwas genauer beleuchten was das für dich heißt..
Weil ein Kind, das eigene, als Klotz am Bein zu bezeichnen ist doch schon sehr heftig...

Jens ich weiß nicht, wie ein Mann (darüber) denkt. Ich als Frau empfinde es im Moment als eine Last/ Strafe an, das Kind, das ich ohne ihn nicht gehabt hätte aufzuziehen. Ihr werdet mich wieder wahrscheinlich falsch verstehen, aber warum werden die meisten Scheidungskinder von deren Müttern großgezogen? Weil die Väter 1) kein Klotz am Bein haben wollen 2) nicht dazu fähig sind. Gibt es noch einen 3. Grund? Oder liege ich falsch mit meinen Behauptungen? Wenn ja, entschuldigt mich bitte.

Es wird nunmal nicht einfach sein, ein Kind mit nur 2 Händen großzuziehen, obwohl der liebe Gott sich die Erziehung für 4 Hände gedacht hatte. Kommt auch noch hinzu, dass das Kind seinem Vater wie ein Ei dem anderen gleicht..... Das macht die Sache für mich nicht einfach(er). Verstehst du/ ihr?

Nein, es steht außer Debatte. Mein Kind bleibt bei mir! Alles andere ist unmöglich!! Sie dürfen/ sollen sich sooft sie nur wollen sehen, aber ich fürchte, das wird von seiner Seite nicht oft sein.

Noch Fragen?  🙂

Gruß
Unbekannte

Edit: Warum kommt meine Signatur nicht?


AntwortZitat
Geschrieben : 29.01.2008 23:05
(@Unbekannte)

Andererseits will ich dich auch nicht gleich vergraulen, denn du hast dich hier, bewusst oder unbewusst, in die Höhle des Löwen begeben, indem du in einem Väterforum postest. Allerdings eines, mit einem erfreulich hohen Frauenanteil, welcher als Indiz für Fainess und Objektivität gelten mag.

Hallo Beppo,
*lach* du vergraulst mich nicht. Danke für deine offenen Worte. Ich mag Löwen  :angel2:

Ich appelliere an dich, noch etwas hier zu bleiben, auch auf die Gefahr hin, dass dir hier Dinge gesagt werden könnten, die dir vielleicht nicht gefallen.

Ich bin sehr hart im Nehmen, das zeigt doch schon allein mein Lebenslauf?! Ich habe immer ein offenes Ohr und werde euch sicherlich noch öfter auf den Geist gehen.

Du kannst hier jedoch erfahren, was du tun kannst um eurer Trennung die Brisanz zu nehmen.

Ich bin ganz Ohr. Was kann ich tun? Was kann ich z.B. in der jetztigen Situation tun, wo er sich nicht meldet. Sein Kind weder anruft, noch sieht. Er erst weit über Mitternacht nach Hause kommt, obwohl es so viele Dinge gibt, die wir im Guten klären woll(t)en? Übringends, nicht nur meine Meinung, sondern auch sein. Ich bin nicht dein Feind meinte er, lass uns alles im Guten bereden, damit es gut und günstig über die Bühne geht. Dann verschwindet er zu seinem Freund A., der schon eine Scheidung hinter sich hat und lässt sich von ihm beraten. WAS soll ich davon halten???

Die grösste Gefahr einer, anfangs, friedlichen Trennung sind normalerweise die Einflüsterungen von allen möglichen Seiten mit den unterschiedlichsten Interessen.

Glaube ich dir aufs Wort. Zu gerne wüsste ich, was ihm jeder ins Ohr flüstert. Ich will ihn nur die Scheidung, mehr nicht.


AntwortZitat
Geschrieben : 29.01.2008 23:24
(@Unbekannte)

Was bindet Dich dann an das Kind und trägt Deine Verantwortung?
Oder brauchst Du es ausschließlich um mit dem KU über die Runden zu kommen?

Hallo Kasper,
warum mein Kind bei mir bleibt habe ich oben geschrieben.

Und KU ist das Letzte woran ich im Moment denke. Ich verdiene und das nicht schlecht.

Gruß
Unbekannte


AntwortZitat
Geschrieben : 29.01.2008 23:39
(@beppo)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Ich bin ganz Ohr. Was kann ich tun?

Naja, es gibt natürlich ne Menge worüber man sich streiten kann und du könntest hier sicher 1 bis 2 Jahre lesen, was alles schief laufen kann.

Das auffälligste und das was hier natürlich sofort zu spitzen Ohren geführt hat, ist die Aussage, dass du alleine über die Zukunft eures Kindes entscheidest und das obwohl du es im Moment eher als Ballast empfindest.

Damit drückst du genau die Haltung der alleinigen "Kindesbesitzerin" aus, die den hier anwesenden, engagierten Vätern das Leben so schwer macht.

Sowohl juristisch, als auch moralisch ist das eine (und zwar die wichtigste) Entscheidung, die ihr gemeinsam treffen müsst.
Wenn es so ist wie du sagst und dein Mann will garnicht mehr, als "nur" Besuchsvater sein, so ist das zwar bedauerlich, jedoch würde diese Interessengleichheit schon mal den klassischen Konfliktgrund entschärfen.

Dann kannst du aber auch immer sagen, "nicht Ich habe das entschieden, sondern wir".

Dieses "wir" bleibt nämlich auch in Zukunft das wichtigste, dass ihr eurem Kind vermitteln könnt.
"Wir sind zwar kein Paar mehr aber wir bleiben immer beide deine Eltern."
"Wir sind uns einig wenn es um dein Wohl geht und du darfst beide gleich lieb haben."

Der allgemeine Konsens in diesem Forum ist, dass für die Kinder das sogenannte Wechselmodell am besten ist.
Beide Eltern teilen sich sowohl die Erwerbstätigkeit als auch die Erziehung und Betreuung zu möglichst gleichen Teilen auf.
Dieses Modell wird leider vom deutschen Familienrecht fast völlig ignoriert, wenn nicht sogar sabotiert, da sich die Justiz eine friedliche Trennung fast nicht vorstellen kann.
Wie auch, die haben ja Tag ein, Tag aus mit den schlimmsten Rosenkriegen zu tun.
Es setzt auch ein hohes Mass an Organisation und Kooperationsbereitschaft vorraus, aber so wie du eure Situation beschreibst ist eure Trennung ja eher rational unterkühlt als hitzig und emotional.
Damit sind die Vorraussetzungen schon mal nicht schlecht.

Auch das ihr beide bereits berufllich tätig seid, zwingt euch ja heute auch schon zu einem Mindestmass an Organisation.

Ihr solltet nun versuchen nicht mehr als Paar oder Ex-Paar miteinander zu reden, sondern als Eltern.

Man nennt diesen wichtigen Prozess "Trennung der Elternebene von der Paarebene". Meistens ist diese Ebene weit weniger konfliktträchtig.

Was kann man noch tun?

Setzt euch zusammen und sammelt Gemeinsamkeiten. Sprecht auch eventuelle Problemfelder an.
Seht euch als Trennungspartner und nicht als Trennungsgegner.
Brecht ein Gespräch notfalls ab und vertagt euch, wenn ihr Gefahr lauft, zu zanken.
Sucht vielleicht einen Vermittler (Moderator, Mediator) für strittige Themen. Dieser kann durchaus auch aus der Familie kommen, z.B. Eltern/Grosseltern wenn eine gemeinsame, überparteiliche Vertrauensbasis besteht.

So weit erstmal.

Anderen fällt bestimmt noch mehr ein.

Gruss Beppo


Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.

AntwortZitat
Geschrieben : 30.01.2008 00:45
(@jensb2001)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Hey!

Jens ganz ehrlich, ich beginne mich langsam auf mein Leben danach oder auf mein Leben nach ihm zu freuen. Aber erst mal muss der Berg an Restproblemen beseitigt/ geklärt werden.

Das ist auch legitim so..wenn es nicht mehr geht, dann sollte man das auch irgendwann auch erkennen u nicht nur versuchen u versuchen..das bringt keinem letztendlich etwas....

Restprobleme u auch jetzt durch die definitive Trennung entstehende Probs, müssen geklärt werden u je mehr das gemeinsam geschieht (wobei das bei euch evtl sehr schwierig werden kann, wenn ich es nämlich richtig verstehe entzieht er sich hier eh jeglichem Problem), jedenfalls je mehr das gemeinsam geschieht, so dürfte danach es da auch keine  Problem oder Streitigkeiten mehr geben die z.B. von Gerichten geregelt werden müßten..

Aber ob das hier klappen wird?! Grad wenn er sich eh allem entzieht?!

Versucht es, gemeinsam darüber zu reden...der Tipp zu einer Famileinberatungstelle zu gehen, dürfte ja eh hier völlig sinnnlos sein, da er das ja offensichtlich nicht will.
Dumm nur, wenn es hier eh schon an der Kommunikation fehlt u ihr euch eh schon nur über Mails austauscht..

Was heißt Trennungsjahr genau? 

Man sagt auch: Tennung von Stuhl u Bett...(das geht letztendlich auch unter einem Dach)

Soll heißen das ihr ein Jahr wirklich getrennt sein müßt, jeder für sich wirtschaftet, jeder seinen Weg geht, ein Versöhnungsversuch würde das Trennungsjahr i.R. neu aufleben lassen, Versöhnungsversuch könnte da ja eniges sein, auch wenn man z.B. das Bett mal kurz gemeinsam teilt  😉
Das könnte dann zum Verhängnis werden, wenn denn einer von beidne die Scheidung nicht will, oder noch nicht will...#

Der FamRichter wird nach dem Trennungsjahr fragen u es ist ein Bild dafür das offensichtlich Ehe als gescheitert anzusehen ist da die Eheleute in der Zeit, nach reifen Überlegungen, nicht wieder zu einader gefunden haben...
Letztendlich ist dann auch die Ehe vom Richter zu scheiden...

  Jens ich weiß nicht, wie ein Mann (darüber) denkt. Ich als Frau empfinde es im Moment als eine Last/ Strafe an, das Kind, das ich ohne ihn nicht gehabt hätte aufzuziehen.

Naja, ehrlich gesagt klingt das fr mich sehr heftig!!

Es ist zwar euer Kind, aber auch deins, DEIN Kind, eine eigenständige Person!!
U das als Last oder gar Strafe zu sehen, weil es auch das Kind vom Ex ist, naja da regen sich auch bei mir gewisse Flüssigkeiten im Körper (hier ist jetzt ausschließlich die Gallenflüssigkeit gemeint  :wink:)..
Daseigene Kind als Last u Strafe anzusehen..naja, das schon sehr heftig, sehr..u das kann ich ehrlich gesagt so absolut nicht nachvollziehen...
U letztendlich liebt man sein Kind, u das hat doch wohl eher weniger etwas damit zu tun, was mit der Ehe aus dem dieses Kind entstanden ist, geworden ist bzw ist doch wohl davon nicht abhängig, wenn doch, dann stimmt da einiges nicht..

Sorry,ich kann das ehrlich gesagt nicht nachvollziehen..absolut nicht..

U ich denke es geht hier jetzt nicht darum das es z.B.  schwer ist, Kids allein groß zu ziehen usw. .. darum geht es debnk ich nicht, zumindest kommt es völlig anders rüber..

aber warum werden die meisten Scheidungskinder von deren Müttern großgezogen? Weil die Väter 1) kein Klotz am Bein haben wollen 2) nicht dazu fähig sind.

Warum?!..Das hat u.a. sehr viel mit dem FamRecht zu tun, den Einstellungen die sich in den Köpfen der Gesellschaft, de Richter, der JA`s rumtreiben .. Väter haben da hier leider die schlechteren Aussichten darauf die Kids bei sich behalten zu können...
U da gibt es noch die ein oder anderen Gründe mehr, mache liegen auch direkt bei den Müpttern z.B. ,...

zu Punkt 1 .. natürlich gibt es auch die Väter, aber das zu verallgemeinern wäre sehr sträflich! ..weil viele gar nicht wirklich erst dazu kommen es zu tun, weil man es schon im Vorfeld nicht zu läßt, wobei sich mir da grad sein Satz von dir auch aufdrängt  " Mein Kind bleibt bei mir! Alles andere ist unmöglich!!  "  ...

Zu Punkt 2 .. natürliuch soll es auch Väter geben die dazu nicht fähig sind, so wie es ebenfalls Mütter gibt die dazu ebenfalls auch nicht fähig sind ..u auch hier wäre ich an deiner Stelle mit dieser Aussage sehr vorsichtig ..denn die Gründe mußt du uns zeigen die pauschal aussagen das Väter zur Kindererziehung nicht fähig sin, u was Mütter dazu fähig macht !!!

Punkt 3 ..man kann vieles finden um die Schuld hier bei den Vätern zu finden, aber ob das dann wirklich zurtreffend ist?1 Sehr fraglich..sehr!!

Es wird nunmal nicht einfach sein, ein Kind mit nur 2 Händen großzuziehen, obwohl der liebe Gott sich die Erziehung für 4 Hände gedacht hatte.

Naja, wenn man damit nun anfängt, dann müßte man eher sagen, das du das nun völlig verkehrt siehst..
Wie war denn schon damals in der Epoche der Evolution die Rollenverteilung noch???

Gruß
Jens


AntwortZitat
Geschrieben : 30.01.2008 01:21
82Marco
(@82marco)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Servus Unbekannte!

Zu aller erst solltet ihr versuchen, die Trennung so fair, anständig und respektvoll wie es nur geht, anzugehen. Mach Deinem Mann klar, dass seine Gesprächsbereitschaft hierfür notwendig ist.
Der Tipp von beppo mit einem Dritten als Moderator finde ich aus eigener Erfahrung sehr gut!

Was den Umgang von Eurem Kind angeht ... Kindeswohl und -wille haben absoluten Vorrang, daher wäre zunächst das von beppo angesprochene Wechselmodell das Beste. Sicherlich wird es schwierig werden, eine vollumfängliche Betreuung sicher zu stellen, aber wo ein Wille, auch ein Weg...
Dabei sollte aber auch berücksichtigt werden, dass spontane Wünsche (z.B. den nichtbetreuenden Elternteil sehen zu wollen) ebenfalls ermöglicht werden sollen!

Dein Satz

Ich als Frau empfinde es im Moment als eine Last/ Strafe an, das Kind, das ich ohne ihn nicht gehabt hätte aufzuziehen.

:mad:... es gehören zwei dazu, um ein Kind in die Welt zu setzen, weder Du noch Dein Mann dürft Euch vor dieser Verantwortung davon schleichen noch dem Kind oder Euren Bald-Ex-Partnern Schuld an seinem Dasein geben!

Wenn ihr beide so sicher über Eure Scheidung seid, könnt ihr einvernehmlich den Beginn des Trennungsjahres "rückdatieren", um schneller das Urteil zu erhalten.
Eine rasche Bearbeitung des Scheidungsantrags kann auch erzielt werden, in dem ihr vorher die Ermittlung der Rentenanwartschaften im Zuge des Versorgungsausgleiches anleiert.


Mit einem Lächeln zeigst Du auch Zähne!
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Ob ein Vorhaben gelingt, erfährst Du nicht durch Nachdenken sondern durch Handeln!

AntwortZitat
Geschrieben : 30.01.2008 12:56
(@kasper)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Unbekannte,

beim lesen Deiner Beiträge geht mir die Hutschnur hoch.

1) Trennungsjahr:
Es sind 12 Monate einzuhalten. Natürlich könnt Ihr Lügen und den Trennungszeitpunkt einvernehmlich vorverlegen. Bestraft wird dieses durch entsprechende Steuernachzahlungen, die Eure finanz. angespannte Lage verschärfen dürfte.

2) Euer gemeinsames Kind:

warum mein Kind bei mir bleibt habe ich oben geschrieben.

Ich habe es nicht bemerkt, Du wiederholst Dich ... und schreibst Deine Ansicht. Mehr nicht.
Du sprichst in einem Atemszug von der Last der Erziehung und "Deinem" Kind. Ich werde das Gefühl nicht los, dass Du nun vor vollendete Tatsachen gestellt wurdest und nun ausschließlich alles nach Deinem Vorstellungen geregelt haben willst. Der Schuß wird nach hinten losgehen.
Auf der einen Seite deutest Du an, dass es wohl einiges an Problemen zu klären gibt:

Wir haben folgende Situation:
- Ein gemeinsames noch hoch verschuldetes Haus
- Ein gemeinsames 6-Jähriges Kind
...
Brauchen wir unbedingt einen Anwalt? Wir wollen die Scheidungskosten so niedrig wie möglich halten. ...

Und KU ist das Letzte woran ich im Moment denke. Ich verdiene und das nicht schlecht.

Wenn Du nicht schlecht verdienst, dann übertrage die Last der Erziehungsverantwortung Deinem Mann. Er verbleibt im Haus und erzieht das Kind, Du gehst arbeiten und beteiligst Dich finanziell an der Erziehung.

Ich glaube nicht, dass es Dir ausschließlich um das Wohl des Kindes geht.

Kasper


Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge zu ertragen, die ich nicht Ändern kann, den Mut, Dinge zu Ändern, die ich Ändern kann und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

AntwortZitat
Geschrieben : 30.01.2008 13:54




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