Hallo, bin zufällig via Google hier reingerutscht, vllt. könnt ihr mir ein paar
Tipps geben... Ich hatte bereits im Dezember 2002 versucht mich von meinem Mann zu trennen, habe mich damals aber nochmal "bequatschen" lassen und bin nach knapp 1,5 Monaten zu ihm zurück. Habe mich dann im Oktober 2003 von meinem Mann getrennt und bin mit meinen Töchtern in eine eigene Whg gezogen, weil er sich geweigert hat, die eheliche Wohnung zu räumen.
Ich habe versucht, die ganze Trennungsgeschichte via Mediator abzuwickeln, mußte aber feststellen, daß mein Mann nur drauf aus war, mich übers Ohr zu hauen. z.B. hat er Sachen die ich bekommen sollte, einfach nicht rausgerückt und z.T. auch hinter meinem Rücken verkauft. Zur Regelung der Finanzgeschichte hab ich dann sicherheitshalber einen Anwalt eingeschaltet & er auch.
Gestern bekam ich plötzlich via meinem RA ein Schreiben des Anwaltes meines Mannes. Aufforderung, ihm von einer Summe von knapp 5000 Euro zu zahlen.
Dieser Betrag setzt sich zusammen aus:
Einem angeblichen Darlehen seiner Eltern,
das angesparte Kindergeld für unsere Tochter
einem (seit 2002 ruhendem) Sparvertrag, den ich vor unserer Ehe angelegt hatte und den ich, um den Lebensunterhalt für die Kinder und mich zu bestreiten, Mitte 2003 gekündigt habe
sowie
seinem Gehalt von Dezember 2002.
Bis Dezember 2002 sind alle unsere Ausgaben (Miete, Kfz, etc.) über mein Girokonto abgewickelt worden, bis Februar 2003 mußte ich mich und die Kinder alleine unterhalten. Nach meiner Rückkunft bekam ich dann heraus, daß er sich zwei eigene Girokonten angelegt hatte, auf die ich keine Zugriffsmöglichkeiten bekam. Bis Oktober 03 hab ich dann wöchentlich EUR 50 als "Haushaltsgeld"von ihm bekommen....so daß ich weiter auf das zurückgelegte Geld zurückgreifen mußte.
Was mach ich jetzt? Meine RÄ hat mir das Schreiben kommentarlos zugesandt. Ich bin mir nicht sicher, ob ich irgendwie Stellung nehmen muß....absolut ratlos... Sorry, ist ein bißchen wirr geworden, aber danke fürs Zuhören und für Eure Tips
Danke für Eure Hilfe
Dany
Hallo Dany,
und zunächst mal herzlich Willkommen bei Vatersein!
Zunächst einmal - Ruhe bewahren. Ich denke, dass Du nun endgültig (?) den Schritt der Trennung vollzogen hast wirst Du Dir gut überlegt haben und somit auch richtig sein.
Ich möchte mal versuchen Deine Fragen zu beantworten:
- die Regelung der Trennung per Mediator habe ich auch versucht. Nur leider hatte die Ex Angst, es würde zu lange dauern. Ich habe niemals daran gedacht sie über den Tisch zu ziehen, sowas gibt´s bei mir nicht. Dabei bin ich davon überzeugt, dass die Mediation eine gute Möglichkeit ist bei einer Trennung fair zu helfen.
- Was ist mit dem Darlehen? Hast Du dort mit unterschrieben? Wusstest Du davon? Ist es datiert? Was ist mit dem Geld geschehen?
- angespartes Kindergeld? Das Geld ist nicht zum ansparen gedacht sondern als Unterstützung!
- der Sparvertrag gehört - wenn überhaupt - in den Vermögensausgleich! Das hat erst einmal Zeit.
- was das Dezember-Gehalt angeht, da versuche zu prüfen (anhand der Kontobelege), was mit dem Geld geschehen ist. Sorry, keine Aussage möglich.
- dass er Dir bis Oktober 03 nur 50 € wöchentlich als Haushaltsgeld gegeben hat ist ja stark. Wer hat das Kindergeld bekommen? Ich denke, ER müsste etwas "nachzahlen", ist aber nur eine reine Spekulation.
Wichtig ist: arbeitest Du? In welchem Stadium seid ihr beiden? RA´s sind im Spiel - ist die Frage des Trennungsunterhaltes geklärt, gibt es Titel dafür? Wie soll es weitergehen? Willst Du in Kürze die Scheidung einreichen? Du scheinst den Haushalt durch "Rücklagen" teilfinanziert zu haben - woher kam das Geld (->Vermögensausgleich)?
Du, da sind noch zuviel unbekannte Aspekte. Vielleicht kannst Du Dich ja mal durchringen und ein wenig ausführlicher werden?
Torsten
- die Regelung der Trennung per Mediator habe ich auch versucht. Nur leider hatte die Ex Angst, es würde zu lange dauern. Ich habe niemals daran gedacht sie über den Tisch zu ziehen, sowas gibt´s bei mir nicht. Dabei bin ich davon überzeugt, dass die Mediation eine gute Möglichkeit ist bei einer Trennung fair zu helfen.
Daran hatte ich auch geglaubt, es war eigentlich auch mein Vorschlag gewesen. Aber zu dem Mediator, den uns der Eheberater anempfohlen hatte, wollte er nicht, weil ihm der Eheberater im Januar bescheinigt hatte, daß er doch ein "sehr ritualisierter Mensch" sei. Und zu jemandem, dem ihm von jemandem empfohlen wurde, der ihn "dermaßen beleidigt hatte", wollte er nicht gehen. Statt dessen hat er dann vorgeschlagen zu dieser Dame zu gehen. Die Mediation lief dann so, daß wir dasaßen, sprachen & aufteilten und sie hörte nur zu & mischte sich gelegentlich ein. Und als es dann bei meinem Auszug zu Schwierigkeiten kam, stellte sich bei dem nächsten Treffen bei ihr heraus, daß sie nicht einmal ein Protokoll angefertigt hatte und sich nicht mehr genau erinnern konnte, was wir besprochen hatten.... Daraufhin hab ich auf die "Unterstützung" dieser Mediatorin bei den finanziellen Regelungen dankend verzichtet. und die Sache meiner RÄ anvertraut...
- Was ist mit dem Darlehen? Hast Du dort mit unterschrieben? Wusstest Du davon? Ist es datiert? Was ist mit dem Geld geschehen?
Wir haben von den SEs am 4. Dezember 2002 (3 Wochen vor der ersten Trennung) eine Überweisung in Höhe von 1.300 erhalten. Auf dem Kto.-Auszug steht nur "Überweisung XYZ". Seinerzeit wurde besprochen, wie aufwendig (& natürlich unnötig) doch der von mir forcierte Umzug sei. U.a. mußten wir im Dez. sowohl für die alte, als auch für die neue Whg. Miete bezahlen, was zusammen schon fast diesen Betrag ausmachte. Unterschreiben habe ich gar nichts.
- angespartes Kindergeld? Das Geld ist nicht zum ansparen gedacht sondern als Unterstützung!
Das Kindergeld des ersten Jahres wurde von meinem Mann für diverse Reparaturen an seinen beiden Autos verwandt. Das kann erst recht nicht der Sinn des Kindergeldes sein. Und bei einem monatlichen Einkommen von rund 2.500 EUs ist es eigentlich auch kein Problem, das KiGeld für das Kind anzusparen. Spätere Ausgaben (Kommunion, Führerschein, o.ä.) wollen ja auch finanziert werden...
- der Sparvertrag gehört - wenn überhaupt - in den Vermögensausgleich! Das hat erst einmal Zeit.
- was das Dezember-Gehalt angeht, da versuche zu prüfen (anhand der Kontobelege), was mit dem Geld geschehen ist. Sorry, keine Aussage möglich.
Für das Dez-Gehalt hab ich ja die Kto-Auszüge, denke, daß das als Nachweis reichen wird....
- dass er Dir bis Oktober 03 nur 50 € wöchentlich als Haushaltsgeld gegeben hat ist ja stark. Wer hat das Kindergeld bekommen? Ich denke, ER müsste etwas "nachzahlen", ist aber nur eine reine Spekulation.
Kindergeld ist auf mein Kto. gegangen
Wichtig ist: arbeitest Du? In welchem Stadium seid ihr beiden? RA´s sind im Spiel - ist die Frage des Trennungsunterhaltes geklärt, gibt es Titel dafür? Wie soll es weitergehen? Willst Du in Kürze die Scheidung einreichen? Du scheinst den Haushalt durch "Rücklagen" teilfinanziert zu haben - woher kam das Geld (->Vermögensausgleich)?
Ich hab Ende August 03 zwangsweise wieder angefangen zu arbeiten, weil mein Mann mir sagte, daß wir finanziell nicht über die Runden kommen. Da ich ja noch bis 2005 im ErzUrl bin, arbeite ich derzeit 19 Std. Die Kinder sind in dieser Zeit in der KiTa bzw. bei meinen Eltern untergebracht...
Für März hab ich eine Ladung vom AG, da geht es dann um die Unterhaltsfestlegung. Okt 04 habe ich 206 udn 11/04 412 € erhalten, danach zahlte er knapp 793 €; sein Anwalt hat aber schon mitgeteilt, daß er diesen Betrag auf 537 kürzen würde....
Mhm, soweit so gut...
Lieber Gruß,
Dany
Nichts erwarten; dennoch gespannt sein. Humanitäres Motto, um zwischenmenschlich existieren zu können (Wolfdietrich Schnurre)
Hallo Dany,
auch von mir ein herzliches Willkommen auf vatersein.
Sinn und Zwck einer Mediation ist es, die Parteien auf gemeinsame Lösungen zu bringen. Niemals würde ein Mediator einen untertstützen, seine Meinung durch zu bekommen oder sich materielle Vorteile zu verschaffen. Dies sollte der Mediator eigentlich gleich zu Beginn gesgat haben. An der Qualifikation der von euch besuchten Mediatoren ist wahrlich zu zweifeln und beiden würde ich nicht einen Cent bezahlen...
Einem angeblichen Darlehen seiner Eltern,
So lange es keinen Darlehensvertrag, mind aber eine Quittung gibt, ist da erst einmal gar nichts zurück zu zahlen. Der Darlehens-Charakter ergibt sich aus dem von dir geschilderten Sachverhalt nicht.
das angesparte Kindergeld für unsere Tochter
Auf wessen Namen läuft das Konto? Grundätzlich ist KG nicht zweckgebunden, kann also von dem, der Verfügungsgewalt hat in Abstimmung mit dem anderen Elternteil ausgegeben werden. Wenn die finanzielle Situation ein Ansparen erlaubt, ist das doch vollkommen ok.
so daß ich weiter auf das zurückgelegte Geld zurückgreifen mußte.
Sorry, aber das Geld ist weg und du wirst es nicht wieder sehen.
einem (seit 2002 ruhendem) Sparvertrag, den ich vor unserer Ehe angelegt hatte und den ich, um den Lebensunterhalt für die Kinder und mich zu bestreiten, Mitte 2003 gekündigt habe
In den Zugewinnausgleich gehört ausschließlich der Vermögenszuwachs, da der Sparvertrag schon vor der Ehe bestand. Wenn nix mehr da ist, ist eben nix mehr da.
Zur Beurteilung, ob der gezahlte Unterhalt gerechtfertigt ist, bräuchten wir aber noch das Alter des Kindes, das Netto deines Ex unter Berücksichtigung der StKl. 1 und wie viele Gehälter er bezieht. Wichtig wäre auch zu wissen, welche ehebedingten Schulden evtl. bestehen.
Naja, dein RA....hmmmmmmm...scheint nicht so sonderlich aktiv sein...ich würde ihn einfach mal anrufen, damit er die Gegenseite um Auskunft unter Fristsetzng bittet sowei auf den von euch errechneten Unterhalt in Verzug setzt.
DeepThought
Der 15. Senat des OLG Celle befindet vatersein.de
in den Verfahren 15 UF 234/06 und 15 UF 235/06
als "professionell anmutend".
Meinen aufrichtigen Dank!
Grüß Dich!
Die Mäuse sind 3 1/2 jahre bzw. 15 Monate alt. Mein Mann gibt für 2004 ein monatl. Netto- Einkommen von € 1552 an. (13 Gehälter). Ehebedingte Schulden bestehen nicht, allerdings hat er beim Amtsgericht einen Kredit- und einen Darlehensvertrag angegeben. Ich habe keine Ahnung, was das sein könnte....
LG, Holy
[Editiert am 28/1/2004 von HolyGrail]
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