Hallo zusammen
Ich lese schon seit einiger Zeit „stumm“ in diesem Forum mit. Und nun verlangt es mich selbst etwas zu schreiben und einige Meinungen zu hören.
Kurz zu meiner Situation: Ich bin Vater eines fast 4 jährigen Sohnes, die KM hat das ASR.
Vor 2 Jahren führte ich bereits einen Prozeß mit der Zielsetzung des Sorgerechtsentzugs – und verlor schließlich beim OLG. Die Umgangsregelung war damals sehr großzügig, ich hatte meinen Sohn mindestens 4 Tage die Woche, öfter sogar mehr, da es der KM hinderlich war, sich um das Kind zu kümmern.
Die Trennung ist nun knapp 2 Jahre her und ich bin seit 6 Monaten weggezogen um mein Studium, was damals den Bach runter ging wieder aufzunehmen und ja, ich lebe nun mit meiner Freundin zusammen 🙂
Anfangs ging es ja noch, meine Mum hatte den Kleinen nun fast jedes Wochenende, so dass ich dort immerhin telefonisch Kontakt halten konnte und immerhin alle 4-6 Wochen für ein paar Tage hoch fahren konnte, 680 km trennen uns immerhin.
Kommunikation mit der Ex fand mit Ausgang des damaligen Prozesses nur einseitig statt – von mir.
Mittlerweile sieht es so aus, dass ich komplett ignoriert werde, sei es telefonisch, Mails, SMS etc. Ihre letze Argumentation war, nun ist er (ich) weg und ihr Freund kümmere sich um das Kind, was er wohl 10 mal besser als ich machen würde, und somit braucht unser Sohn seinen Papa nicht mehr. Ich habe diesen Brocken geschluckt und mir auf die Zuinge gebissen, da ich sonst vermutlich ausgerastet wäre -.-
Meine Ex war und ist drogensüchtig, leider konnte ich dem Gericht keinen Beweis damals geben, das konnte ich damals schon nicht verstehen, dass man sie nicht zu einem Drogentest verpflichtete.
Denn hier geht es nicht nur um einen Gelegenheitsjoint!
Auch wurde eine Familienhilfe eingeleitet, die mittlerweile auch eingestellt worden ist, auf Grund des Mitwirkens der KM. Das JA möchte zwar gerne einmal in der Woche einen Hausbesuch bei ihr machen, wird aber von ihr abgelehnt. Gleichzeitig hat sie als Hartz IV Empfängerin einen ganztätigen Kitaplatz, sowie die Bewilligung zu einer Frühförderung ( Unser Sohn wurde mit 6 Monaten zweimal am Kopf operiert – Hygrome, deren Ursprung bis heute schleierhaft ist), welche sie aber auch ablehnt bzw. den Sohn nicht in die Kita bringt, weil es ihr schwer fällt morgens aufzustehen.
Auch Routineuntersuchungen des Kopfes nimmt sie nicht wahr, Impfungen udn damalige U-Untersuchungen mit Monaten Verspätung.
Nun hat sie auch begonnen meinen Sohn gegen mich und meine Mutter zu erziehen, noch kann er es nicht ganz begreifen, und reagiert ja vorwiegend emotional, wenn er bei mir ist, streubt er sich dagegen zu ihr zurück zu gehen, selbst in die Kita wollte er nicht mehr, weil Mama ihn abholen sollte. Ich weiß dass es bei einem knapp 4 Jährigen vielleicht nicht viel Aussagekraft hat, aber die emotionale Tragweite dessen ist für mich einfach niederschlagend.
Aktuell versucht das JA die KM zu Gesprächen zu bewegen, um den Umgang wieder herzustellen, ich gehe allerdings davon aus, dass es nicht viel bringen wird.
Meine Fragen sind daher:
Bringt es mir etwas die KM wegen Umgang zu verklagen? Im letzen Urteil wurde es schriftlich festgehalten dass mir 3 Tage ( Fr- Mo früh) zu stehen, nur durch meinen Umzug nicht mehr realisierbar.
Würde eine erneute Klage auf Sorgerechtsentzug oder wenigstens des Aufenthaltsbestimmungsrechtes realistische Chancen haben? Das JA ist in höchstem Maße besorgt, aber wo fängt Kindesvernachlässigung an, wo ist das Fehlen der erzieherischen Kompetenz dafür nachweisbar genug?
Ich will eben nicht, warten bis das Kind in den Brunnen gefallen ist 🙁
Liebe Grüße
Soliel
Mittelmässige Geister verurteilen gewöhnlich alles, was über ihren Horizont hinausgeht.
Moin
Aufgrund der mehrjährigen negativen Erfahrungen die auch das JA gemacht zu haben scheint, solltest du dich darüber mal mit dem JA unterhalten. Vieleicht sehen die das mitlerweile ähnlich.
Jedoch mußt du befürchten, das dir dein Umzug aufgrund des Wissens um die Situation in der sich dein Kind befindet als Erziehungsfähigkeitsdefizit ausgelegt wird.
Gruß
Martin
Ich schätze, Du wirst die Bemühungen des JA abwarten müssen. Wundern tut mich allerdings, daß das JA trotz großer Sorge die Familienhilfe eingestellt hat.
Habe ich das richtig verstanden, daß, wenn Du nicht da bist, Deine Mutter Dein Kind holt, bei sich hat und Du dann mit ihm telefonierst? Das wäre dann aussergewöhnlich.
Wenn ihr nicht verheiratet gewesen seid, dürfte eine erneute SR-Klage nix bringen. Ggfs. wäre eine Ergänzungs/Umgangspflegschaft eine Alternative. Geht aber nur übers Gericht.
Wenn das JA allerdings eine Gefährdung des Kindes sieht, dann können die von sich aus tätig werden und das Kind der Mutter wegnehmen. Blanke Theorie, da müsste es aber schon heftig abgehen bei der Mutter.
Aber selbst dann hast Du Dein Kind noch nicht; Die können eine Pflegefamilie als die bessere Unterbringung empfehlen.
Realistisch muß Du auch sehen, daß Du als Vater für Dein Kind ja gar nicht present bist, weil weit weg. Wie willst Du Deine Möglichkeiten zur Betreuung darstellen? Nur über Deine Mutter wird das nicht gehen. Der Freund Deiner Ex hat keinerlei Rechte an dem Kind, das ist klar; Nur wie Du das Gericht überzeugen willst, der bessere Betreuer zu sein, erschliesst sich mir nicht.
Gefühlsmäßig würde ich sagen, es hängt alles am JA.
Thomas
Wer aufgibt, gibt sein Kind auf!
Das Zeichen größten Misstrauens Gott gegenüber, ist ein Blitzableiter auf dem Kirchturm.
@PhoeniX
Ich hätte entweder bei meinem Sohn bleiben können, dann wäre ich diese 3 Tage für ihn present gewesen ja, aber beruflich (war dort Hartz IV Bezieher) hätte ich nichts zu Stande gebracht, daher bin ich umgezogen um eben langfristig gesehen auch meinem Sohn etwas bieten zu können, ich hoffe indes nicht, dass das JA mir dies zum Nachteil auslegen wird.
@ Hessentom Hallo 🙂
Die Familienhilfe wurde eingestellt, weil sich die KM zunehmend unkooperativ verhalten hat, sie kam nciht mehr in die Wohnung und Anregungen wurden nicht umgesetzt, das JA argumentierte mir gegenüber, dass es auch andere Familien gibt und diese die Hilfe auch zu schätzen wissen, da dies alles ja eine freiwillige Geschichte ist, kann das JA da kaum was machen.
Bei meienr damaligen Umgangsregelung war ich oft bei meiner Mum, sie hat mir in der Anfangszeit viel geholfen und mich wieder aufgepäppelt. Unmittelbar nach meinem Umzug wurde die Umgangsregelung von der KM wie ich sie hatte quasi auf meine Mum übertragen, da sie es vorzog ihre "freien" Wochenenden nicht aufzugeben. Aber dies hat sich mittlerweile komplett eingestellt.
In dem 4-6 Wochen Rhytmus in der ich meinen Sohn besuchte, fand dies aus unterbringungstechnischen Gründen natürlich bei meiner Mum statt.
Heftig abgehen bei der KM? Naja, sie verkehrt ausschliesslich in der Drogenszene und die Polizei hat auch schon einige Hausdurchsuchungen gemacht, weiterhin läuft auch noch ein Ermittlungsverfahren wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz gegen sie. Während des damaligen Prozesses, besuchte sie ein gemeinsamer Freund von uns, das endete dann in einer üblen Schlägerei. Das Potenzial ist also auf jeden Fall da. Sie sieht unser Kind lediglich als Einkommensquelle, und nur in so weit trägt sie Sorge, dass diese "Quelle" nicht versiegt.
Damals(das Ende der Beziehung) ließ ich unseren Sohn in eine In-Obhutnahme durch das JA bringen, da die Ex während eines Droghenabsturzes, mit einem Internetlover durchgebrannt ist, das war bereits das 2. Mal, nur liess sie zum Glück unseren Sohn zurück und ich handelte endlich. Der Kleine war damals über Weihnachten u. Neujahr in einem Heim, Umgangregelungen wurden getroffen, nur besuchte sie ihn kaum. Der Psychologe stellte auch fest, dass es sich bei der KM lediglich um eine durch die Geburt dokumentierte Mutter handele.
Aus meiner Sicht vernachlässigt sie schon das Kind, indem sie bestimmte ärztliche Untersuchungen nicht wahrnimmt und zB. auch die Frühförderung in den Sand setzt. Weiterhin arbeitet sie bewusst gegen mich und manipuliert unseren Sohn. Wie sieht denn eine Kindeswohlgefädrung des geistlichen und/oder seelischen Kinderwohls aus und wie ist diese nachweisbar?
Grüße Soliel
Mittelmässige Geister verurteilen gewöhnlich alles, was über ihren Horizont hinausgeht.
Hallo Soliel,
mal eine provokante Frage: kannst du nicht wohnortnah studieren? was studierst du?
bei solch einem szenario seitens der km würde mir mein kind vorgehen. zumindest die drogengeschichte, von dir geschilderte vorkommnisse, usw. sollten dich zum sofortigen rückzug (wohnort des kindes) "zwingen". Du bist auch Vater! Natürlich ist es wichtig für später eine gute Ausbildung zu haben. Aber wenn dein kind erstmal "abgerutscht" ist, wirst du auch nicht glücklich sein.
vielleicht liege ich ja völlig falsch mit meiner einschätzung, aber deine schilderungen lassen mich mächtig gänsehaut bekommen..von den bildern vorm inneren auge mal ganz zu schweigen.
respektvollen gruss
SteMa
P.S.: oder hast du evtl. in der vergangenheit dinge getan/konsumiert, die dir nachteilig ausgelegt werden könnten?
Ich habe kein Problem mit Deinen Fragen..
Wohnort nah funktionierte leider nicht, das war das Dilemma, eine eigene Wohnung UND Studium zu finanzieren ist bei mir nciht möglich, Bafög hatte ich damals bereits ausgeschöpft und meine Eltern können mich nicht unterstützen, da ich jetzt bei meienr Freundin lebe, kann ich mir durch 2 Nebenjobs immerhin das Studium leisten, mein damaliger Wohnort war im Osten, so dass dort die Chancen auf Jobs und deren Entgelt leider nicht günstig waren/sind.
Und ja meine Ex hatte es damals geschafft mich mit dem Teufelszeug in Verbindung zu bringen, ich weiß dass es meine eigene Schuld ist, das habe ich damals auch gleich beim Jugendamt gesagt, dass beide konsumiert haben, wobei ich angesichts der massiven Probleme sehr schnell davon weggekommen bin, nur war es da schon zu spät. Ich habe dem Gericht damals und dem JA jederzeit einen Drogentest angeboten, in soweit denke ich, hält mich das JA für glaubwürdig genug, zumal ich gar nciht die Kontakte/umfeld habe. Gegen sie wird ja immer noch ermittelt, gegen mich wurde das Verfahren längst eingetellt, wie ich dem Gericht schon damals vorzeigen konnte.
und ja ich mache mir auch große Sorgen, war es für mich doch immer eine "innere" Absicherung zu wissen, dass das JA einmal die Woche nach dem Rechten sah...
Grüße Soliel
Mittelmässige Geister verurteilen gewöhnlich alles, was über ihren Horizont hinausgeht.
Moin Soliel
Erst einmal brauchst du dich vor mir nicht für den Umzug zu rechtfertigen. Nur aus eigender Erfahrung kann ich dir sagen das so etwas negativ aufgefasst wird. Ob es dir oder deinem Sohn hinterher wirtschaftlich besser geht, interresiert ehrlich gesagt niemanden. Für JA's und Co gilt das hier und jetzt.
Mir wurde damals im GWG Gutachten meine Montagetätigkeit negativ ausgelegt.
Gruß
Martin
Hey,
klasse, dass Du den Entzug/Ausstieg geschafft hast! :thumbup: :thumbup:
Aber wie Martin schon angemerkt hat: es ist nicht wirklich von Interesse bei irgendwelchen Behörden/Einrichtungen, wie es später um Dich und Sohni dank Deiner Ausbildung stehen wird. Das jetzt ist entscheidend! Und mit der Entfernung hast Du meines erachtens keine Möglichkeit Deine Vaterrolle auszuüben. Natürlich ist es schwierig seine Pläne/Ziele hinten an zu stellen, wenn man immer gegen KM etc. kämpfen muss. Aber es lohnt sich! Du hast bei Deinem Kind wahrscheinlich nicht allzu viele Chancen eine gute Beziehung herzustellen. Wenn KM tatsächlich im "Ermittlungsgriff" steckt kann das für euer Kind echt übel enden.
Du hast beim Jugendamt doch bestimmt eine/n SB als Ansprechpartner. Wenn Du zum Wohle des Kindes argumentierst, dass eine Betreuung durchs JA unbedingt notwendig ist werden die dort vielleicht selbst tätig. Ansonsten muss Du abwägen, wie Du vielleicht in den Semesterferien, nach Absprache mit Deinen Arbeitgebern, mal für länger in der Heimat sein kannst. Versuche alles was möglich ist, ansonsten sehe ich persönlich echt schwarz, sorry. Du bist Vater, wie ich und alle anderen hier auch. Mach was draus. Du hast eine LG, wie sieht sie die Angelegenheit? Kann/Will sie dir ggf. helfen?
SteMa
Etwas ruppig, aber nicht böse gemeint:
Wenn Du eine konkrete Gefahr für das Kind siehst, bewege Deinen A.....
Es kann ja wohl nicht sein, sich über das JA eine innere Absicherung zu schaffen, daß es dem Kind gut geht, und jetzt, wo die nicht mehr hingehen, den Kopf in den Sand zu stecken. 😡
Du bist der Vater, du hast eine verdammte Verantwortung für das Kind. Wenn die Mutter bestimmte nötige Untersuchungstermine des Kindes nicht wahrnimmt, gehe zum Gesundheitsamt und zeige das dort an.
Wenn das JA die Lebensumstände der Mutter kennt und nicht aktiv tätig wird, dann setze dich mit dem dortigen Verwaltungschef in Verbindung. Vom Sachbearbeiter bis zum Bürgermeister würde ich alle rebellisch machen, wenn eine Kindesgefährdung vorliegt.
Kinderschutzbund, Kirche, oh oh, ich würde da sehr kreativ werden. 😉
Thomas
Wer aufgibt, gibt sein Kind auf!
Das Zeichen größten Misstrauens Gott gegenüber, ist ein Blitzableiter auf dem Kirchturm.
