Mir geht es nicht g...
 
Benachrichtigungen
Alles löschen

Mir geht es nicht gut

 
(@elias)
Schon was gesagt Registriert

Hallo!

Ich bin neu hier und wenn ich ehrlich bin hätte ich mir vor einer Woche auch nicht gedacht, dass ich mit dem Thema Scheidung ein zweitesmal in meinem Lebenbeschäftigen muss.
Ja, ich bin zweiter Ehe verheiratet und stehe schon wieder vor dem Aus. Meine erste Ehe hat gerade einmal neun Monate gedauert und da war sie schon wieder herum. Wie ich im Nachhienein erfahren habe, hatte meine erste Frau mich nur wegen meines sicheren Jobs geheiratet. Aber immer wenn ich Nachdienst hatte, lag wahrscheinllich ihr Freund neben ihr in unserem gemeinsamen Bett. 

Nun das ist Schnee von gestern und ich dachte iegntlich, dass ich die Scheiße hinter mir gelassen hatte. Vor einigen Jahren habe ich nun meine zweite Frau kennen gelernt. Die erste Zeit war auch richtig gut und das obwohl ich in der Zwischenzeit durch meinen Job meinen ersten psychischen Zusammenbruch hatte. Sie war eine echte Stütze, aber irgendwie hat sich das in den letzten drei jahren ziemlich verändert und wir sind uns nur noch am Streiten. Richtig los gegangen ist es damit aber erst, als ich vor zwei Jahren nach meinem zweiten Zusammenbruch in eine psychiatrische Klinik musste. Job, die Kinder, die es in der Zwischenzeit gibt und  der Streß mit meiner Frau haben erst zum Hörsturz und dann zu schweren Belastungsdepressionen geführt.
Die Klinik hat mir sehr gut getan, nur bin ich nicht mehr als der wieder gekommen, als der ich hin gegangen bin. Die Folgen waren Forderungen, Forderungen und nochmals Forderungen. Ich sollte vorallem wiede so sein wie ich einmal war. Aus meiner Sicht krank, aus ihrer Sicht kalkulier und berechenbar.
Nun ging es in den letzten Monaten immer Bergauf und Bergab, aber vorallem  Bergab. der Druck, den sie auf mich richtete wa immens hoch. Ich habe ihns versucht zu ignorieren. Es hat auf Dauer allerdings nicht funktioniert.
Jetzt stehe ich wieder vor einem Scherbenhaufen. Nur gibt es diesmal zwei Jungs, die ich ich wirklich lieb habe und dies weiß sie auch . Vor knapp einer Stunde hat sie das erstemal meine Liebe zu den Kindern gegen mich ausgenutzt. Sie hat mir die Pistole auf die Brust gesetzt und verlangt, dass ich aus dem gemeinsamen Schlafzimmer ausziehe oder sie würde die Kinder nehmen und zu ihrem Vater ziehen, was bedeuten würde, dass ich sie so gut wie gar nicht mehr zu gesicht bekommen würde.
Ich sitze jetzt hier und weiß eigentlich nicht mehr so richtig was ich machen soll. Mit dieser Drohung hat sie mir vorhin gezeigt zu was in der Lage ist und wie sie in der Zukunft reagieren wird wenn ich mich nicht so verhalte, wie sie es wünscht.

Soll ich um diese Ehe und die Kinder kämpfen oder soll ich mich geschlagen geben?

Ich weiß es echt nicht und bin schon eine gehörige Portion verwirrt.

Mein Kopf dreht sich ganz ordentlich. Vielleicht kannt sich jemand mit solch einer Situation aus und kann mir wenigstens ma einen guten Rat geben, was ich machen soll

Elias


Zitat
Themenstarter Geschrieben : 21.02.2009 01:49
 elwu
(@elwu)

Hallo,

in solchen Akutsituationen ist das Internet kaum eine HIlfe. Und ob du kämpfen sollst oder nicht musst verdammt noch mal DU entscheiden, nicht irgendwelche virtuellen Figuren!

Mach dich also gerade, und überlege analytisch und sehr selbstkritisch, wie der Weg zum jetzigen Status gepflastert wurde, von euch beiden. Schreib das auf!

Hast du (gemeinsame) Freunde, gibt es Verwandte, die dir helfen können?

/elwu,

und vor allem: keine Panik, keine Aktionen aus emotionalen Impulsen heraus.


AntwortZitat
Geschrieben : 21.02.2009 02:07
(@catan)
Schon was gesagt Registriert

@elwu: Die Aussage, dass das Internt keine Hilfe ist und dass hier virtuelle Figuren sind, finde ich ziemlich schade. Natürlich muss man sein Leben selbst in den Griff bekommen, aber ich denke, dass Elias eben an einem Punkt ist, wo er keinen Ausweg sieht und manchmal tut es auch einfach gut, das hier reinzuschreiben.
Ich bin auch noch sehr neu hier im Forum und dachte, dass ich hier auf Leidensgenossen treffe. Ich kämpfe selbst seit 5 Jahren, habe meine Kinder nicht aufgrund von "Recht", sondern durch Launen seniler Richter verloren und habe feststellen müssen, dass Väter in Deutschland wirklich gar nichts zu melden haben. Wir werden gedemütigt, erpresst, finanziell zugrunde gerichtet und müssen auch noch hilflos zusehen, wie unsere Kinder darunter leiden (falls wir die überhaupt noch zu sehen kriegen). Das sind Dinge, die wir hier in der ein oder anderen Form gemeinsam haben und da ist überhaupt nichts Virtuelles dran!

@Elias: Elwu hat natürlich in der Hinsicht Recht, dass Du Dein Leben in letzter Konsequenz selbst in den Griff bekommen musst.  Tut mir leid für Dich, dass es Dich zum 2. Mal trifft, auch wenn es immer schweirig ist, als Außenstehender die Ursachen zu beurteilen. Ich will Deine erste Scheidung auch nicht runterspielen, aber wenn Kinder im Spiel sind, ist der Weg ungleich steiniger. Frauen neigen dazu, die Kinder irgendwann als Druckmittel einzusetzen - sei es, um Dich zu verändern oder um Geld aus Dir herauszupressen oder was auch immer. Natürlich hat das immer 2 Seiten und die Version Deiner Frau zu diesen Dingen wird sich bestimmt ganz anders anhören. Aber wenn sie nun damit droht, Dir Deine Kinder wegzunehmen, ist es mindestens 5 vor 12!

Ob Du kämpfen sollst? Das wird Dir hier niemand wirklich beantworten können. Ich kann Deinen kompletten Leidensweg leider nicht beurteilen, aber der Teil mit den Depressionen, bei denen man wirklich Hilfe benötigt, kommt mir sehr bekannt vor. Es ist halt die Frage, ob Du Dich so verändert hast, dass Du wirklich nicht mehr Du selbst bist oder ob die Psychiatrie Dich einfach nur dazu geführt hat, wieder Du selbst zu sein. Frag Dich mal, ob Deine Ehe vorher so war, dass sie eigentlich den Ton angegeben hat oder hast Du auch mal was bestimmt. Konntet ihr Kompromisse schließen?

Es ist wichtig, der zu bleiben, der man eben ist. So hat die Frau Dich ja auch kennengelernt! Ich kann Dir nur raten (falls noch nicht passiert), Dir einen guten Therapeuten zu suchen, mit dem Du das regelmäßig besprechen und herausfinden kannst, ob Du selbst auf dem richtigen Gleis bist. Regelmäßige Gespräche sind da sicher hilfreicher, als eine Akuttherapie wenn gar nichts mehr geht. Und ganz wichtig: Wenn Du ein, zwei Mal da warst und keinen Draht zu dem Therapeuten findest: DEN NÄCHSTEN ausprobieren.

Biete Deiner Frau doch an, dass Du das machen willst und bitte sie um Geduld. Du versuchst ja dann alles. Wenn sie das ablehnt, dann mach es trotzdem - für Dich!
Wichtigste Voraussetzung für kämpfen ist, dass Du die Ehe noch willst! Aus meiner Erfahrung kann ich Dir nur raten, nicht nur für die Kinder mit Deiner Frau zusammenzubleiben. Mein Weg seit der Trennung ist extrem schwierig, aber ich habe es keine Sekunde bereut, diese Entscheidung (viel zu spät) getroffen zu haben. Du nutzt Deinen Kindern gar nichts mehr, wenn sie Dich täglich fix und fertig macht!

Der Ratschlag von elwu (gute Freunde, Familie) kann sicher auch ne Möglichkeit sein, aber die hängen oft zu sehr emotional in der Sache und gerade mit Kindern kriegt man dann keine objektiven Meinungen - oder man muss sich sogar Vorwürfe anhören. Hol Dir schnellstmöglich professionelle Hilfe und lass Dich auf keinen Fall erpressen! Sieh nach vorne!

Viel Kraft dabei wünscht Dir
Catan


AntwortZitat
Geschrieben : 21.02.2009 03:27