Hallo ihr Lieben!
Ich habe diese Website schon vor Wochen gefunden nur leider hat es zu der Zeit nicht mit der Anmeldung funktioniert.
Ich bin 22 Jahre jung, männlich und seit 2014 im Berufsleben. Folgendes liegt mir auf dem Herzen bzw. nimmt mir die Hoffnung.
Mein Sohnemann ist drei Jahre jung und lebt bei seiner Mutter in einem ca 40km entfertem Dorf. Als ich seine Mutter kennen lernte, wollte ich neue Erfahrungen sammeln und ließ mich auf die Beziehung ein. Sie ist ein Jahr jünger als ich und hatte damals schon ein 1 1/2 Jahre kleinen Jungen. Lange Rede kurzer Sinn, sie ist unerwartet Schwanger geworden. Zu dem Zeitpunkt war für mich schon klar, das Sie nicht die Frau meines Lebens ist. Die komplette Schwangerschaft war ich jedes Wochenende dort und lebte das Leben mit ihr und ihrer Familie mit. Als mein Sohn dann am 14.03.12 geboren wurde, bekam ich erst am nächsten Tag bescheid. Seinen Namen durfte ich ebenfalls nicht mit aussuchen. Das kam mir dann doch schon noch komischer vor als ohne hin schon.
Ich beendete die Beziehung, jedoch mit dem Versprechen immer für den kleinen Mann da zu sein. Ich selbst bin auch Vaterlos aufgewachsen.
Natürlich wütete Sie und machte mir ganz schön große Sorgen. Eine unerwartete/unehrliche Aktion nach der anderen.
Sie gab alles um mir mein Umgangsrecht zu meinem Sohn zu verwähren. Jedoch habe ich durch Anwalt/Familiengericht den Beschluss bekommen, meinen Sohn jedes Wochenende (Samstags) zu sehen. Zu diesem Zeitpunkt war mein Sohn noch kein Jahr alt.
Als ich dann 2013 eine Rehabilitationsmaßnahme angetreten bin, wurde alles noch schlimmer. Ich war 6 Monate ca 600km von Zuhause entfernt, schrieb regelmäßig Briefe an meinen Sohn (auch wenn er diese noch nicht lesen kann). Ich versuchte telefonisch Kontakt zu seiner Mutter zu halten. Doch sie verwährte mir jede Möglichkeit.
Nach der Reha, hatte ich plötzlich das Gefühl das Sie ihre Meinung geändert hätte und jetzt kooperativer wirkt. Doch auch da sollte ich mich täuschen, ihre Eltern haben auf diese ganze Situation ganz schön viel Einfluss. Der Papierkrieg wurde also wieder nicht weniger.
Ich habe begonnen mir aufzuschreiben wann ich meinen Sohn zu letzt gesehen habe und wenn nicht, welche Umstände daran gehindert haben.
In den letzten 6 MONATEN habe ich meinen Sohn drei mal gesehen. Davor die Zeit sah es nicht rosiger aus. Der häufigste Umstand war immer eine Absage ihrer seits, teilweise aus nicht ersichtlichen Gründen. -"Du hättest dich ja vor 5 Tagen nochmal melden können, jetzt hab ich schon was mit seinem Papa und den Kids geplant"-Um das mal als Beispiel hier aufzuschreiben.
Mein Sohn weiß heute nicht das ich sein Vater/Papa bin. Ich kann sehr gut verstehen das ein Kind beide Elternteile brauch und wenn Sie jetzt mit ihrem derzeitigen Freund glücklich ist, er einen guten Umgang zu meinem Sohn hat, ist dass völlig inordnung. Jedoch werde ich aus der ganzen Sache heraus gedrängt.
Nun habe ich erneut mit einem Anwalt gesprochen und möchte mich auf den Beschluss von 2012 berufen.
Nur ich weiß absolut nicht weiter. Ich habe keinerlei Erfahrung mit Papa sein (Habe einen durchaus wunderbaren Umgang mit meinem Sohn, er freut sich auch jedes mal mich zu sehen). Und ich weiß auch nicht ob oder wie ich den richten Weg gehe.
Das furchtbare daran ist, ich weiß dass ich der Papa für meinen Sohn sein kann und es auch will. Aber wieso kann sie einfach so weiter machen?
Ich habe unmengen an Telefonaten mit Jugendämtern, Anwälten/Rechtsbeiständen gesprochen. Es läuft immer wieder auf den Richter hinaus.
Was kann ich noch tun?
Durch die Geburt meines Sohnes, fing mein Leben erst richtig an in Schwung zu kommen.
Viele Grüße aus Niedersachen! Nick
Hallo,
wenn dich Deine Ex aus dem Leben Deines Sohnes drängen will, dann ist das immer ein schwierig zu lösendes Problem, da sie am längeren Hebel sitzt.
Wenn das Kind jetzt 3 Jahre alt ist, spricht nichts gegen einen normalen Umgang Fr- abend bis Mo-morgen bei Dir. Allerdings muss sich das natürlich entwickeln und kann nicht sofort umgesetzt werden.
Du solltest Dich nochmals an das JA wenden und um Unterstützung bei regelmäßigem Sa und möglichst schnell normalem Umgang aller 14 Tage zu bitten. Wenn das JA bei Deiner Ex nichts erreicht bleibt Dir nur die Klage vor dem Familiengericht.
VG Susi
Moin nds-nick und willkommen bei vatersein.de
Du hast offensichlich das Problem, es auf der einen Seite mit einer Kinderbesitzerin zu tun zu haben, auf der anderen Seite hast Du sie in ihrem Verhalten bestärkt, indem Du nicht konsequent den Umgang eingefordest hast.
Es besteht ein Umgangsbeschluss, auf den Du Dich berufen kannst. Nimm den nächsten Umgang so war, wie er beschlossen ist. Wird Dir dieser verweigert, kannst Du das JA um Vermittlung einschalten. Der nächste Schritt ist dann das Gericht einzuschalten.
Ich habe unmengen an Telefonaten mit Jugendämtern, Anwälten/Rechtsbeiständen gesprochen. Es läuft immer wieder auf den Richter hinaus.
Was kann ich noch tun?
Schildere doch mal ausführlicher, was hierbei herausgekommen ist. Denn Anwälte müssten Dir doch den Weg aufgezeigt haben.
LG,
Mux
Hey Susi!
Vielen Dank für die schnelle Antwort.
Vor ca 1 - 2 Monaten habe ich mit dem JA und der zuständigen Sachbearbeiterin gesprochen. Dort habe ich gemeinsam mit Frau X versucht, meine Exfreundin von einem Gespräch zu dritt zu überzeugen. Auch ein alleiniges Gespräch mit Frau X hat Sie dann abgelehnt. Mit der Begründung ihr Anwalt hätte es ihr geraten. Was ich nicht nachvollziehen kann. Zudem ist der Anwalt vom Steuerrecht und ein guter Freund ihrer Familie.
Auf Rücksprache mit Frau X vom JA, habe ich mitbekommen das es in meiner Hand liegt wie es weiter geht. Entweder ich lass es so wie es ist oder klage erneut vor Gericht.
Da steckt echt eine Menge hinter, was ich wahrscheinlich nicht lückenlos hier beschreiben könnte.
Bleibt mir also nur das Gericht & weitere Auflagen?
Aufgeben will ich nicht.
Gruß Nick
Hallo Mux!
Auch erstmal großes Danke für die schnelle Antwort.
Erst einmal musste ich feststellen das es garnicht so einfach ist, an jemanden zu gelangen der mir bei der Problematik hilft. Es wurde ständig darauf verwiesen, dass ich doch bitte mit der Kindesmutter Rücksprache halte. Was aber einfach nicht machbar ist. Sie blockt ab, regt sich auf oder lässt sich wieder tausend Sachen einfallen das der Samstag ausfallen kann.
Sie selbst hat im Sommer letzten Jahres mich darum gebeten das wir den Samstagstermin auf jede zweite Woche Samstag verschieben können. Weil sie wohl aufgrund einer Ausbildung nur jeden zweiten Samstag frei bekommt. Komisch daran finde ich, dass ich in meiner Ausbildung Schichtdienst, Prüfungen und ähnliches hatte. Und ich trotzdem jeden Samstag zu meinem Sohn konnte. Alles eine Sache von Absprachen mit dem Arbeitgeber.
Ich bin auf ihre 'Forderung' eingegangen, weil ich dachte es wird so wenigstens kontinuierlich. Aber ganz im Gegenteil, ich seh ihn immer seltener.
Dann habe ich von einigen Gehört, wenn meiner Exfreundin da nicht mit macht und sich quer stellt könne ich das so hinnehmen. Und wenn mein Sohn alt genug ist kann er zu mir kommen. Aber ich will verdammt nochmal meinen Sohn aufwachsen sehen, wenigstens einmal in der Woche.
Meine jetzige Anwältin will erstmal einen Brief zu meiner Exfreundin schicken, wo wir uns auf den Beschluss von '12 beziehen. Erstmal soll das außergerichtlich von statten gehen.
Ich habe Angst das meine Exfreundin nun wieder Dicht macht und ich meinen Sohn gar nicht mehr zu Gesicht bekomme..
Gruß Nick
Hallo nds,
zunächst mal: Deine Geschichte kommt mir irgendwie bekannt vor. Ich habe beruflich oft mit Menschen/Familien zu tun, deren einziger Lebensinhalt es ist, möglichst viele Kinder zu produzieren und dann von Kindergeld, Unterhalt und aufstockenden Sozialleistungen zu leben. Der/die Kindsvater/-väter dienen dann tatsächlich nur zum Erzeugungszweck und werden anschließend, teilweise unbeholfen aber trotzdem mit Nachdruck, aus dem Leben der Kinder gedrängt. Ich will nicht behaupten, dass es hier auch so ist. Wenn ich mir aber das Alter der Mutter und die hier geschilderten Umstände ansehe, dann scheint es sehr wahrscheinlich. Lass mich raten: ALGII-Bezieher in zweiter Generation?
Bei dem, wie es bisher gelaufen ist, wirst Du um einen vollstreckbaren Titel nicht herumkommen. Das erfordert viel Aufwand und Durchhaltevermögen, denn die Kindsmutter wird vieeel dafür tun, das zu sabotieren. Selbst ein Titel hat nur dann Wirkung, wenn Du die Umsetzung mit Nachdruck verfolgst. Vielleicht wird sie etwas umgänglicher, wenn das Kind ein paar mal mit polizeilicher Begleitung abgeholt wird.
Ein weiteres Thema könnte für Dich wichtig sein, nämlich Unterhalt. Den Kindesunterhalt würde ich nie in Zweifel ziehen, aber (korrigier mich bitte, wenn ich falsch liege) hier wird wohl ein sog. Mangelfall vorliegen. Du hast also selbst nicht viel Geld, von dem Du auch noch einen erheblichen Teil an die Kindsmutter abdrücken musst. An Deiner Stelle würde ich nach Erwirkung eines Titels mal gerichtlich prüfen lassen, ob die Kindsmutter durch ihr Verhalten in der Vergangenheit ihren Unterhaltsanspruch gegen Dich verwirkt hat. Sollte sie mit dem neuen Partner bereits zusammen wohnen, ist die Wahrscheinlichkeit sogar noch höher.
Auf jeden Fall wird es Zeit, sich darauf zu besinnen, dass Du Vater eines kleinen Jungen bist und es auch zu Deiner Verantwortung gehört, für einen regelmäßigen Umgang zu sorgen. Viel Erfolg dabei.
Vielleicht wird sie etwas umgänglicher, wenn das Kind ein paar mal mit polizeilicher Begleitung abgeholt wird.
Hallo,
da muss ich nachhaken, Kitefan, in welchen Fällen holt die Polizei Kinder ab?
Das ist ein doch ein urban myth, ein sozusagen modernes Märchen?!
LG - Life´s good, meistens! 😉
Bei dem, wie es bisher gelaufen ist, wirst Du um einen vollstreckbaren Titel nicht herumkommen. Das erfordert viel Aufwand und Durchhaltevermögen, denn die Kindsmutter wird vieeel dafür tun, das zu sabotieren. S
:question:
Kann es sein, dass Du hier was verwechselst?
Ein vollstreckbarer Umgangsbeschluss klingt ungewöhnlich....?!
Gruß, toto
Hallo an alle!
Nun melde ich mich zurück, leider mit Niedergeschlagenheit.
Erstmal musste ich mich darum kümmern das original Urteil von 2012 in der gleichen familiensache zu beschaffen. Habe endlich jemanden zuständigen im Amtsgericht erreichen können und nun sei das Urteil auf dem Weg zu meiner Anwältin. Wenigstens das ist geschafft.
Mir geht es seit dem vergangen Wochenende sehr bescheiden und ich stelle gerade fest wie schnell man den Boden unter den Füßen verlieren kann. Seit diesem Wochenende weiß ich das ich ab August neue Arbeit brauche, mein Vertrag wird nicht verlängert. Der für mich schlimmste Moment der letzten Tage, War der vergangene Samstag, an dem ich nach längerem bitten meinen Sohn wieder sah. Die Mutter meines Sohnes (J.) wollte erst nicht kommen da ihr das Wetter nicht zugesagt hätte (Es War windig aber trocken). Sie hatte an dem besagten Samstag auch bloß eine stunde anstatt der festgelegten zwei Stunden zeit. Sie müsste was für ihre Ausbildung tun, da ihr diese wichtiger sei als ich. So ihre Aussage. Mein Sohn und ich haben uns eine menge erzählt und konnten uns wieder etwas näher kommen. .. ich habe dann wieder einmal versucht mit J. ein Gespräch zu führen, mit der bitte ob sie nicht nochmal über ein Gespräch mit einer dritten unparteiischen Person nachdenken würde. Dies blockte sie ab, für sie würde das alles gut genug laufen und außerdem habe ich mich als Vater um alles zu kümmern, denn ich würde ja schließlich meinen Sohn sehen wollen. Sie verdrehte jedes meiner Worte und stellte mich so hin, als wäre ich der Depp der sich um nichts kümmert. Doch die Wahrheit ist genau das Gegenteil.
Sie regte sich immer mehr auf (ich habe alles gesagt und getan um dies zu verhindern!) was dazu führte das sie bereits nach 50 min Umgang zu meinem sohn, ihn auf den Arm nahm, ihren freund anrief und sich abholen ließ. Geschweige denn von ihren aussagen und ihrer Art mich zu verletzen, War die Situation meinen Sohn mir vorzuenthalten bzw mir vorzuführen wie ihr freund ein besser Papa wäre als ich, grauenvoll. Sie schaffte es natürlich mir in dem Moment den Boden unter den Füßen wegzunehmen. Das dass ihr Ziel war/ist, weiß ich. Und das man sowas am besten ignorieren sollte weiß ich auch, aber die Situation ist für mich einfach nicht mehr tragbar. Ich werde weiterhin zum Anwalt gehen und den Weg fortsetzen aber irgendwas ist an diesem Samstag in mir gestorben. Ich finde nicht mehr ganz zu mir selbst, kämpfe aber trotzdem.
Hinter mir liegt ein ganzes Stück was ich über mich und mein bisheriges leben erzählen könnte. Einiges habe ich bearbeitet, an anderem bin ich noch dabei. Vor mir liegt mit meinen jungen 22 Jahren sicherlich auch noch eine Menge.
Aber die Tatsache das eine Mutter ihr Kind so verlogen groß zieht, damit weiter machen kann und der Vater dem alles daran liegt das sich seine Geschichte nicht bei seinem Sohn wiederholt, das diesem nicht geholfen werden kann, lässt meine Hoffnung ebenfalls dahin strecken.
Mir geht's echt so richtig mies und weiß leider nicht wie ich damit umgehen soll. Geht es jmd. ähnlich? Ein Austausch wäre schön.
Lieben Gruß, Nick
D.h., Du hast von den angekündigten 60 Minuten "Umgang" auch noch einen (Groß-)Teil damit verbracht, mit der KM zu zanken, weil Du mit ihr ein Gespräch über Eure Elternbeziehrung (oder gar Paarbeziehung?) führen wolltest, sodass diese schon nach 50' wieder mitsamt dem Kind gegangen ist? Na bravo - das haste fein hingekriegt....
Ehrlich Mensch, wenn Dir wirklich was am Umgang mit dem Kind gelegen ist, dann solltest Du diese, bereits demütigend kurzen und unter Aufsicht der KM stehenden Momente, nicht auch noch so versauen...
Sorry, das musste nun mal raus...
Gruß, toto
Danke für die mutmachende und hilfreiche Antwort!
Deine Antwort spiegelt das Gesellschaftsbild was sich gerne und schnell gemacht wird, wieder. Von einem jungen Vater der versucht alles richtig bzw verlässlich zu machen, selbst keinen hatte & sich nun an Gesetzen und vorgelebten Richtlinien entlang hangeln muss, weil es kein zuständiges durchsetzungsfähiges Amt gibt, welches bei dieser Art von Schwierigkeiten unter die Arme greift.
Ich kann mir deine Antwort gut und gerne an den Hut stecken, da mir zur Zeit alles andere mehr bringt als so etwas zu lesen.
Schönen Montag wünsche ich dir.
Hi nds,
wie wärs mit ei nwenig mehr Freundlichkeit. Unrecht hat Toto nämlich nicht.
Du hast Umgang mit deinem Sohn. In diesen knappen 60 min würde ich mich 60 min mit dem Kind beschäftigen und der KM "Hallo" und später "Auf Wiedersehen" sagen. Alles andere passt einfach nicht in den Rahmen und gehört da nicht hin. Weder von deiner, noch von ihrer Seite. Und schon gar nicht hilft es eurem Kind, wenn ihr euch vor seinen Augen um es streitet.
Tina
Ein gebrochenes Versprechen ist ein gesprochenes Verbrechen
Hallo nds,
es gibt hier einige Väter, die sehr hart um den Umgang kämpfen mussten. Manchmal hat es auch nie wirklich geklappt.
Was aber dafür getan haben ist geduldig und hartnäckig zu sein. Dafür stehen die folgenden Regeln:
Es gibt eine Paar-/Beziehungsebene und eine Elternebene. Beim Umgang seid ihr einfach als Eltern gefragt, alles was Euch sonst noch ärgert, Verletzungen, die immer wieder auftauchen, all das bleibt hier außen vor. Umgang ist Kindzeit. Alles was mit der KM sonst noch zu regeln ist, wird am besten ohne Kind schriftlich oder auch telefonisch geklärt.
Bemühe Dich um einen sachlichen Tonfall. Nimm ggf. eine neutrale Person mit. Was Dich in der Beziehung an der KM geärgert hat, ist Schnee von gestern, vergiss es einfach (natürlich einfacher gesagt als getan).
Wenn die KM versucht Umgang zu verschleppen oder auszusetzen, fordere Atteste, bei vielen Krankheiten kann der Umgang trotzdem stattfinden, eine Erkältung ist kein Grund Umgang abzusagen, ggf. gibst Du notwendige Medikamente nach Vorschrift.
Wenn die KM keine Zeit für Umgang hat, dann hole Deinen Sohn ab, fahre hin, wenn KM nicht will wird sie natürlich auch hier Gründe finden, aber es wird auch klar, dass Du Umgang willst.
Im Moment findet offensichtlich kein Umgang statt. Also mach einen Plan, wann Du Deine Sohn sehen willst und schicke ihn der KM, diskutiert darüber. Passiert gar nichts, bist Du am Samstag da und willst Dein Kind sehen. Die KM muss das Kind doch nicht zu Dir bringen, Du kannst es holen und zurück bringen, dann hat die KM auch mehr freie Zeit.
Berate Dich über die nächsten juristischen Schritte mit Deiner Anwältin, u.U. ist auch ein guter Kontakt zum JA hilfreich. Das JA ist aber auch nur Zuschauer, also schraube Deine Erwartungen an das JA zurück, lass Dich aber beraten und sei freundlich. Erscheine als der ausgeglichene, liebe Papa, der sich um seinen Sohn bemüht. Vielleicht etwas hilflos ist, aber den ernsthaften Willen zum Umgang hat.
Leider gibt es kein Wundermittel und keinen Zauberspruch, der Umgang zustande bringt. Hier hilft nur Hartnäckigkeit, Selbstbeherrschung und viel Geduld.
VG Susi
Hallo midnightwish und Susi64,
natürlich bin ich aufgebracht und habe mit Emotionen zu kämpfen. Da fällt einem das 'ruhig bleiben' dann doch recht schwer.
Kurz zu midnight..
Ich wollte dem Toto damit natürlich nicht frech entgegenwirken, womit man aber rechnen sollte bei einem sehr direkten (unvorsichtigem) Post. Mir liegt rein garnichts daran mir einen Schuldigen oder jemanden zu suchen an dem ich meine Laune heraus lassen kann. Falls das hier so heraus gelesen wurde, tut mir das aufrichtig leid.
Um das nochmal kurz aufzugreifen; Ich habe durch das richterliche Urteil 2012, das Recht und die Pflicht jeden Samstag bei meinem Sohn sein zu dürfen. Da die Kindesmutter Ängste und Bedenken geschildert hat, wurde darauf in der Weise Rücksicht genommen, dass die KM bei den Treffen dabei ist. Sie ist sehr daran verbissen, mir nicht die Möglichkeit zu geben alleine mit meinem Sohn sein zu dürfen. Dafür gibt es jedoch (Juristisch) keinen Grund. Das sind denke ich mal Grundängste die sie hier beschreibt.
Als mein Sohn noch kein Jahr alt war, konnte ich ihn nach dem ersten Gerichtstermin alleine antreffen bzw. die KM brachte ihn zu dem ausgemachtem Treffpunkt. (der sich eine Straße von ihrem Zuhause, in ihrem Dorf befindet.)
Als der Kontakt durch Erkrankungen seitens meines Sohnes (Erkältung, schnupfen etc.) verunregelmäßigte (gibt es das Wort?), habe ich mit Hilfe meines Anwalts erneut einen Termin beim Familiengericht erreicht. Also musste eine neue Regelung her. Es blieb dabei das ich ihn jeden Samstag sehen darf und soll, um eine gewisse Verlässlichkeit zu schaffen, die meinen Sohn dann auch zugute kommen sollte.
Tatsache bzw. heutiger Stand ist: Ich habe meinen Sohn nicht durch Versäumnis meiner Seite, lange nicht gesehen. Sondern weil die KM und ich uns sehr schwer damit tun, einen guten Umgang zueinander zu finden. Ich habe ihr durchaus mit dem JA gemeinsam, mehrere Termine vorgeschlagen um ein gewisses "Arbeitsklima" zu schaffen. Sie lehnte jedoch jeden Termin ab, da ihr Anwalt ihr wohl dazu geraten hätte. (Merkwürdiger Anwalt, der den Umgang zwischen Kindesvater und Kind nicht unterstützt)
Die Kindesmutter ist eine sehr schwieriger und uneinsichtige Person, zweiteres kann ich von mir nicht behaupten. Ich bin vielleicht nicht immer einfach zu verstehen, jedoch ist keine Situation so aus dem Ruder gelaufen wie der vergangene Samstag. Wenn ich mit jemandem mich ganz normal unterhalte, ohne Vorwürfe, ohne Beleidigung oder Aufdringlichkeit, dann erwarte ich doch, dass man mir ganz einfache Fragen beantworten kann. "Gibt es etwas neues aus dem Kindergarten?", "Was hat der Arzt denn letztens gesagt?", "Ich würde mir wünschen das du mir von Neuigkeiten berichtest, es reicht mir wenn du es mir an dem jeweiligen Samstag erzählst." .. Ich finde ich verhalte mich gegenüber dieser Schwierigen Situation ziemlich Erwachsen. Ich gehöre auch nicht zu dem Klientel "Keine Arbeit - Keine Lust - PartyParty" .. Zudem muss ich sagen das selbst Richterin, Sachbearbeiter vom JA mich in dieser Sicht unterstützt haben. Zitat: "Sie haben bis jetzt sehr viel für den Umgang zu ihrem Sohn beigetragen, leider habe ich nicht das Gefühl das die KM kooperativ mitwirken wird." ..
Natürlich gibt es kein Wundermittel und niemand der von jetzt auf gleich etwas ändern wird. Aber ich wünsche mir etwas mehr Sachlichkeit und vor allem Ehrlichkeit.
Es liegt sehr offensichtlich auf der Hand, das ihre Eltern sie bei jedem Schritt beraten. Was ja auch richtig und völlig inordnung ist. Nur leider tragen die Eltern kein Stück dazu bei, das sich in dieser Situation etwas positiv für meinen Sohn sowie für mich ändern wird. Ganz im Gegenteil. Und das sage/schreibe ich nicht aus Wut oder 'Hass'. Das ist leider die Realität und für jemanden der mich oder die KM nicht kennt, sehr schwer vorzustellen.
Ich habe bereits jedes mal einen Attest vom Arzt gefordert, ich habe immer wieder darauf hingewiesen das ich gerne alles was sich am Urteil ändert bzw ändern soll schriftlich hätte. Das tut sie nicht und verweigert sie strikt. Um das nochmal hervorzuheben, ihre Eltern tun alles erdenkliche um mich ins "Aus" zu schießen.
Meine Anwältin wird nun mit einem außergerichtlichen Schreiben, die KM auf das original Urteil verweisen. Wird dies nichts bringen, und da bin ich mehr sehr sicher, so müssten wir natürlich wieder vors Gericht.
Das JA hat mir vor einigen Wochen mitgeteilt "Wir können leider nicht mehr für sie und den Umgang zu ihrem Sohn beitragen, es obliegt in ihrer Hand Hr. B... ob sie das Verfahren neu aufnehmen oder ob sie die Zeit für sich arbeiten lassen".
Also, lange Rede kurzer Sinn: Ich habe in den vergangen Monaten/Jahren sehr viel dafür getan das es klappen kann. Ständig jedoch mit Misserfolg.
Das mit der Geduld lerne ich noch, denke das darf ich auch mit 22. Wünsche mir einfach ein bisschen mehr unterstützung in dieser Sache & muss zugeben ich fühle mich etwas 'abgeschoben'. Denn leider überwiegt der Gedanke, das junge Menschen die früh Eltern werden 'schlechtere Menschen' oder 'Asoziale' wären. So fühlt es sich zumindest an, und dem möchte ich entgegen wirken.
Und nochmal Danke, an die ehrlichen und direkten Antworten von jedem hier! So etwas wünsche ich mir im Leben hinter der Tastatur.
Vielen Dank und liebe Grüße,
Nick
Die Kindesmutter ist eine sehr schwieriger und uneinsichtige Person, zweiteres kann ich von mir nicht behaupten. Ich bin vielleicht nicht immer einfach zu verstehen, jedoch ist keine Situation so aus dem Ruder gelaufen wie der vergangene Samstag. Wenn ich mit jemandem mich ganz normal unterhalte, ohne Vorwürfe, ohne Beleidigung oder Aufdringlichkeit, dann erwarte ich doch, dass man mir ganz einfache Fragen beantworten kann. "Gibt es etwas neues aus dem Kindergarten?", "Was hat der Arzt denn letztens gesagt?", "Ich würde mir wünschen das du mir von Neuigkeiten berichtest, es reicht mir wenn du es mir an dem jeweiligen Samstag erzählst."
Hallo Nick,
vorweg: ich finde auch, dass du deine Sache sehr gut machst, es ist eine so schwierige und für mein Empfinden traurige Situation, wenn man "schwere Geshcütze" auffahren muss, um Kontakt mit dem Kind zu haben.
Wegen der zitierten Stelle: das ist eine Situation, in der ich auch regelmäßig scheitere. Wie "arbeitet" man mit einem Gegenüber, das entweder gar nicht auf normale Ansprache reagiert oder gleich explodiert?
Bin einige Jährchen alter als du und habe jahrelange Erfahrung damit, aber immer noch keine Lösung.
In meinem Fall ist es eben ein erwachsener Mann um die fünfzig, der sich so verhält.
Und das nicht nur mir gegenüber.
Aber "machen" konnte da bislang auch keiner etwas. Kein Privatmensch, keine Behörde. Kein Wille zur Mitarbeit erkennbar.
Nicht persönlich nehmen (selbst, wenn sie dich evtl. treffen will, aber bleib du immer gelassen auf Elternebene und frage dich in jedem Moment, was JETZT das beste für den Sohn ist), und immer erstmal einatmen und bis fünf zählen.
Beugt unbeabsichtigten, eigenen Ausbrüchen vor. 😉
Bleib weiter stark in deinem Beharren, es kommt eurem Sohn zu Gute!
Alles Liebe, mahjoko
LG - Life´s good, meistens! 😉
Danke mahjoko für deine Antwort. 🙂
Ja ich weiß, einige Menschen können noch so alt sein, und leider ändert das alter alleine garnichts dran.
Ich wünsche dir für den weiteren Weg viel kraft und hoffnung! Mir hilft immer ganz gut wenn ich daran denke das mein Sohn älter wird und mit ein bisschen Glück, wird sich das Blatt dann wenden.
Nehme mir deinen Ratschlag sehr zu Herzen,
Viele grüße Nick
