Hallo zusammen,
ich bin heute über dieses Forum gestolpert und bin schon leicht schockiert.
Einmal zu mir, ich bin Kevin 28 Jahre alt und seit dem 03.05. Vater eines kleinen süßen Jungen.
Meine Geschichte:
Vor etwa einem Jahr habe ich meine Ex-Freundin (sie 21) kennen gelernt und wir sind recht schnell zusammen gekommen, anfangs war alles gut, selbst als es im 1. Monat schon eine bestätigte Schwangerschaft gab. (Wir hatten vorab über dieses Thema gesprochen, und laut ihrer Aussage ist eine Verhütung aus alergiegründen nicht möglich) da war ich wohl zu leichtgläubig.
Nach 3 Monaten hat sie das ganze durch viele Missverständisse usw. wieder beendet und ist zu ihrem Ex zurück (dies tut sie schon seit jahren immer wieder im wechsel).
Hierzu kommt, das Verhalten ihre freundes / ex-freundes, da dieser gewaltbereit ist, habe ich angst das er dem Kind etwas antun könnte.
Kontakt gab es so gut wie keinen mehr, sie hatte mich überall geblockt.
kurz nach der Geburt des kleinen meldete sie sich nun wieder und ich dachte es wird sich alles zum guten wenden.
Wir haben 3 Treffen gehabt und alles sollte normal unter uns geklärt und umgesetzt werden. Sie war freundlich wie früher (sollte mich hier aber auch täuschen)
Selbst dem Vaterschaftstest hatte sie zugestimmt, (es kamen wohl 3 Personen in Frage) 🙁
durch den Poststreik etc. zog sich das ganze etwas in die länge, der Test ist nun Anfang August durch gewesen und die Vaterschaft zu 99,9999% bestätigt.
Kurz vor dem Test fing es dann wieder an, sie machte ihre 180 Grad drehung und sprach nur noch übers geld, ein weiteres treffen außer beim Test wollte sie nicht.
Nachdem das Ergebnis nun da war, wollte ich mit Ihr zum JA usw. um den Unterhalt fürs Kind errechnen zu lassen + ein Gespräch wie es nun weiter geht und was zu tun ist.
Dies hat sie abgelehnt und hat nun einen Anwalt eingeholt.
Durch meine Jugendarbeit habe ich ein wenig Kontakt zur Familienberatung, leider hat mir das noch nicht viel weiter geholfen.
Da dort leider noch niemand das Problem sehen will, wie ich es derzeit sehe.
Ich werde nun noch einmal das JA kontaktieren und dort um einen Termin bitten und dort alles erneut schildern.
Aber vielleicht habt ihr noch Tips oder Infos die ich schon einmal vorab benötigen kann?
Ich habe ständig fragen im kopf und weiß derzeit nicht wirklich weiter.
Wie soll ich auf das Anwaltsschreiben reagieren? Dort soll ich mein Vermögen offen legen
Muss ich mir selbst einen Anwalt holen? Die Preise sind nicht gerade gering
Wo kann ich mir den Unterhalt errechnen lassen außer bei der DDorfer-Tabelle?
Was kann ich beim JA sonst noch abklären, ansprechen etc.? Ich möchte gern auch den Kontakt zu dem kleinen haben und solche Dinge wie GSR usw. klären.
Was hat das mit dem "Titel" aufsich, sollte ich als Vater dies tun oder nicht? die trennungs-faq seite sagt ja, aber pfänden lassen wollt ich eigentlich nichts. welche Vorteile bringt mir solch ein Titel?
Ein erneuter Kontakt versuch zu Ihr, endetet kurz und knapp mit "Regel das mit meinem Anwalt".
Ich hab sicher noch weitere Fragen aber sie fallen mir im Moment nicht ein.
vielen Dank erstmal vorab
gruß
kevin
Hi,
du bist dir sicher, dass der Vaterschaftstest ordentlich durchgeführt wurde, oder hat sie die Proben allein in der Hand gehabt?
Aktuell klingt alles so, als bräuchte sie dich nur für einen Zweck: Unterhaltszahlungen.
Du musst ihr nun klar machen, dass es so wie sie sich das vorstellt nicht unbedingt laufen wird.
Zur Unterhaltsberechnung, du kannst hier deine Einkommenszahlen einstellen, dann gibt es hier nette Leute die für dich rechnen. Das was dabei rauskommt, kannst du freiwillig beim Notar beurkunden lassen. Um den Titel an sich kommst du nicht rum, aber so kannst du noch ein wenig regulieren. Im JA würde ich nichts berechnen lassen, da kommt oft Quatsch bei raus. Aber du musst deine Einkommenszahlen offenlegen. Nur, wenn du das vorher hier tust, kapierst du wenigstens was du wie rechnen musst. Unterhaltsberechnungen muss man erst mal genau kapieren.
Und dann würde ich dem Anwalt deiner Ex freundlich mitteilen, dass du als Vater selbstverständlich das gemeinsame Sorgerecht beanspruchst und das du ab sofort eine großzügige Umgangsregelung anstrebst.
Bevor du da was losschickst musst du dir allerdings Gedanken machen wie du dir das für dich vorstellst. Auch hier empfehle ich dir deine Gedanken im Forum vorzusortieren bevor du handelst. Ob man dazu einen Anwalt braucht oder nicht, naja da gibt es geteilte Meinungen. Aber egal ob mit oder ohne Anwalt, und aktuell geht es noch gut ohne, du musst erstmal wissen was du magst und halbwegs kapieren wie das Familienrecht funktioniert.
LG
Nadda
Moin und willkommen hier.
Mich würde zunächst mal interessieren, wo Du das Problem siehst?
Durch meine Jugendarbeit habe ich ein wenig Kontakt zur Familienberatung, leider hat mir das noch nicht viel weiter geholfen.
Gruß, Toto
Moin bazin,
hast du bisher eine halbwegs klare Vorstellung davon, wie du deine Vaterschaft wahrzunehmen gedenkst? Eine wichtige Seite für Umgang ist auch im Säuglingsalter Verlässlichkeit und Kontinuität. Das muss bei dir sitzen.
Wie genau hast du dir das gedacht? Was bist du bereit aufzuwenden (Konfliktmanagement mit der KM) und wie bekämst du das logistisch (zeitlich, räumliche Distanz, finanziell) gebacken? Da ist eine deutliche Stellungnahme von dir gefordert.
Nach 3 Monaten hat sie das ganze durch viele Missverständisse usw. wieder beendet und ist zu ihrem Ex zurück (dies tut sie schon seit jahren immer wieder im wechsel).
Ist Kinderkram, ihr "Problem" und in Bezug auf die künftigen Kontakte zu deinem Sohn - denke ich - eher uninteressant.
Hierzu kommt, das Verhalten ihre freundes / ex-freundes, da dieser gewaltbereit ist, habe ich angst das er dem Kind etwas antun könnte.
Sollte Gegenstand baldiger Besprechung im Beisein Dritter werden (z. B. JA)
(Wir hatten vorab über dieses Thema gesprochen, und laut ihrer Aussage ist eine Verhütung aus alergiegründen nicht möglich) da war ich wohl zu leichtgläubig.
allerdings
kurz nach der Geburt des kleinen meldete sie sich nun wieder und ich dachte es wird sich alles zum guten wenden.
Wir haben 3 Treffen gehabt und alles sollte normal unter uns geklärt und umgesetzt werden. Sie war freundlich wie früher (sollte mich hier aber auch täuschen)
Ob eine 21-Jährige oder eine Mittvierzigerin - auf solche Katzenfreundlichkeit ("...ich zähle doch auf Dich...") solltest du nichts mehr geben. Zu oft ist es Arglist. Wie viele andere hier bin auch ich ein gebranntes Kind.
Wenn du für dich geklärt hast, welches Ziel in puncto Regelmäßigkeit du verfolgen willst und eine Strategie im Kopf hast, bist du gegen solche Stimmungsschwankungen immun.
Kontakt gab es so gut wie keinen mehr, sie hatte mich überall geblockt.
Daher stellst du diese Versuche ein und nimmst den offiziellen Weg, der erst mal über JA führt. Die laden deine Exe zum Gespräch ein und sollten zu vermitteln versuchen. Du musst dann allerdings wissen, was du willst. Möglich ist z. B. begleiteter Umgang. Da deine Exe aber schon beim RA gewesen ist, würde ich diese Möglichkeit an deiner Stelle auch in Betracht ziehen.
Kurz vor dem Test fing es dann wieder an, sie machte ihre 180 Grad drehung und sprach nur noch übers geld, ein weiteres treffen außer beim Test wollte sie nicht.
Da hat sie schon jemand gebrieft, als du noch an Appeasement-Politik gedacht hast.
Dies hat sie abgelehnt und hat nun einen Anwalt eingeholt.
Ich weiß nicht, wie es bei Säuglingen ist. Zumindest bei Kleinkindern wirst du bei Gericht in Sachen Umgangsregelung wieder ans JA verwiesen, damit diese Möglichkeit ausgeschöpft wird. Es sei denn, deine Exe blockt da total ab.
Selbst dem Vaterschaftstest hatte sie zugestimmt, (es kamen wohl 3 Personen in Frage) 🙁
Was macht ihr bloß für Sachen...!?
Da dort leider noch niemand das Problem sehen will, wie ich es derzeit sehe.
konkret?
Ich werde nun noch einmal das JA kontaktieren und dort um einen Termin bitten und dort alles erneut schildern.
Wie gesagt, solltest du unbedingt tun.
Wie soll ich auf das Anwaltsschreiben reagieren? Dort soll ich mein Vermögen offen legen
Du hast das zur Kenntnis genommen. Reagieren musst du nicht. Über deine Vermögensverhältnisse musst du keine Angaben machen. Relevant zur Berechnung des künftigen KU sind lediglich laufende Einnahmen, die dir zufließen (aus selbständiger/unselbständiger Arbeit, Zinserträge aus Kapital, Einnahmen aus Vermietung/Verpachtung etc.). Selbst darüber solltest du dem RA keine Informationen zukommen lassen. Er kann dich zu nichts zwingen. Im Moment ist das nicht mehr als Säbelrasseln...
Muss ich mir selbst einen Anwalt holen?
Aus meiner Situation rate ich immer gerne dazu. Es ist deine Entscheidung. Du musst bedenken, dass du (theoretisch) unterhaltspflichtig bist, bis dein Sohn seine erste Ausbildung beendet hat.
welche Vorteile bringt mir solch ein Titel?
Keine. Man wird dich zu gegebener Zeit zu zwingen wissen, das zu unterschreiben. Bevor du das tust, lass das Dokument unbedingt von jemand überprüfen, der sich damit auskennt.
Ein erneuter Kontakt versuch zu Ihr, endetet kurz und knapp mit "Regel das mit meinem Anwalt".
Ganz schön kaltschnäuzig für eine 21-Jährige :rofl2:. Das ist eine klare Ansage. Nun weisst du, woran du bist. Daher lass das Gesimse, Facebook etc.
gruß
sp
Moin Bazin,
die anderen Mitglieder haben Dir schon viele wichtige Tipps gegeben. Ergänzend solltest Du dir noch intensiv den Trennungs-FAQ durchlesen. Dort findest Du sehr viel Hintergrundinformationen, insb. zu den Themen Titel und den anderen psychologischen Fallen bei einer Trennung. www.trennungsfaq.com
Ganz wichtig aus unserer Erfahrung hier: Melde Dich bitte immer BEVOR Du irgendwo etwas unterschreibst. Ganz gleich ob es JA (die zum Teil nur mütterfreundlich sind und kein Interesse an einer Beratung von Vätern haben) oder von einem RA kommt. So kannst Du manch teure Falle umgehen.
Besonders achten musst Du bei der Erstellung eines Titels darauf, dass eine Begrenzung auf das 18. Lebensjahr eingezogen wird. Bedenke auch, dass Du immer auch einen Titel bei jedem Notar zu DEINEN Konditionen aufsetzen kannst. Diese Titel sind amtlich gültig und wenn die Gegenseite Probleme mit dem Titel hat, muss sie klagen um diesen zu ändern.
Wie Nadda stelle ich mir übrigens auch die Frage, wie ihr den Test durchgeführt habt. Ist der Test bei einer neutralen Stelle durchgeführt worden? Sind die Proben immer unter Deiner Aufsicht gewesen? Gerade in Fällen wie Deinen geht es oft darum, einfach den pot. leistungsfähigsten Unterhaltszahler auszuwählen. Das "heile Familienglück" wird dann natürlich mit dem nächsten Lebensabschnittsgefährten geträumt. Hier wirst Du dich noch gut durchsetzen müssen, möglicherweise auch vor dem FamGericht, um Dein Recht auf Umgang durchzusetzen. Gruß Ingo
Gerade in Fällen wie Deinen geht es oft darum, einfach den pot. leistungsfähigsten Unterhaltszahler auszuwählen.
Das gibt es, klar. Aber bei einer 21-Jährigen...? Das sind doch in vieler Hinsicht noch Kiddies.
Um bei einem Test von solcher Tragweite einen Täuschungs/Betrugsversuch zu wagen, bedarf es schon einer gewissen kriminellen Energie und Erfolgserfahrung (was einmal klappt, klappt solange wieder, bis ich erwischt werde).
Das sind doch in vieler Hinsicht noch Kiddies.
Um bei einem Test von solcher Tragweite einen Täuschungs/Betrugsversuch zu wagen, bedarf es schon einer gewissen kriminellen Energie
Ich geh mal von meiner Erfahrung/Ansicht aus und nach ist gerade der Gerechtigkeitssinn auf diesem Gebiet (Familie/Sozial) massiv unterentwickelt. Natürlich nicht allgemein, aber bei einem bestimmten Klientel, da muss man nur mal mit den Personen sprechen, die mit diesen Kreisen zu tun haben. Das übersteigt zu einem großen Maße unsere Vorstellungen und hat auch mit dem Alter rein garnichts zu tun.
Ich wäre auch vorsichtig, und wenn die Kette irgendwo unterbrochen wurde, dann würde ich hier nochmal einhaken.
Gruß
Kasper
Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge zu ertragen, die ich nicht Ändern kann, den Mut, Dinge zu Ändern, die ich Ändern kann und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
Moin Super,
Aber bei einer 21-Jährigen...? Das sind doch in vieler Hinsicht noch Kiddies
Du hast es aber in bestimmten Milieus bereits mit der zweiten Generation vor Sozialhilfeempfängern / ALGII-Empfängern zu tun, die sich schon gut mit den besten Möglichkeiten auskennen. Dazu liefert das Privatfernsehen mit diversen Produktionen genug Anschauungsmaterial, wie ich durch Kinder Schule / Ausbildung geschickt vermeiden kann und das "Amt" - oder ein anderer Zahlesel - alles bezahlt. Also, nichts ist unmöglich. Gruß Ingo
Hallo Ingo30
Du hast es aber in bestimmten Milieus bereits mit der zweiten Generation vor Sozialhilfeempfängern / ALGII-Empfängern zu tun, die sich schon gut mit den besten Möglichkeiten auskennen.
Ich habe keine Ahnung, wie Du durch den Beitrag des TO zu dieser Feststellung kommst.
oldie
Anm. Mod.
Eine Stigmatisierung gewisser Klientels, ohne auch nur in der Lage zu sein, einen Bezug zum Beitrag herzustellen, oder solchen ansatzweise zutreffend benennen zu können, findet in diesem Forum nicht statt. Das ist pauschale Stimmungsmache.
oldie
Wenige sind das, was sie vorgeben zu sein.
Und wenn ich es mir recht überlege - niemand.
Hi,
es gibt Leute die so abgebrüht planen, aber meiner Meinung nach sind es wenige. Noch wissen wir ja nicht ob sie dazu gehört.
Meist sind die ganz abgebrühten aber Leute die im Umfeld schon jemanden haben der so eine Aktion schon erfolgreich durchgezogen hat.
Natürlich ist sie sehr jung, und deshalb vielleicht auch noch beeinflussbarer. Aber das können wir nicht sicher sagen ohne sie zu kennen.
Auf jeden Fall ist Vorsicht angebracht, vor allem weil sie jetzt schon "Regel das mit meinem Anwalt" sagt, was zeigt, dass sie wohl wenig kompromissbereit sein dürfte und sich selbst nicht damit auseinandersetzen mag.
Hast du inzwischen den Termin im JA? Ich persönlich würde immer noch auf ein JA Vermittlungsgespräch setzten, aber im JA auf gar keinen Fall etwas unterschreiben. Wenn dann mitnehmen, hier vorstellen und dann nachdenken ob du es unterschreiben kannst. Vorhersehbarerweise werden sie dir dort nämlich gleich einen Unterhaltstitel unter die Nase halten.
LG
Nadda
Moin Oldie,
mein Beitrag war nur eine Antwort auf die Aussage von SuperPapa, dass es sowas bei 21 Jährigen "Kiddies" nicht geben würde. Und das seh ich halt anders, hat aber nichts mit dem Beitrag des TO zu tun (was ich auch in keinem Punkt angedeutet habe). Gruß INgo
