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Meine Geschichte

 
(@drkler)
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Hier mal meine Geschichte:

Eckdaten:
Kennen gelernt: 1999
zusammen gezogen: 04/2000
Schwangerschaftsbeginn: Ende 2000
Heirat: 04/2001
Geburt unseres Sohnes: 07/2001
Trennung: 01/2008

Bereits in den letzten zwei Jahren vor der Trennung lief es schon nicht mehr Richtig in unserer Beziehung. Sie war immer öfters mit Ihren Freundinnen und Freunden unterwegs (z.B. während der Fußball-WM 2006 an 20 Tagen am Stück bis spät in der Nacht), unsereins kümmerte sich ums Kind und ging noch seiner Arbeit und seinem Hobby nach.

Nach langem hin und her beschlossen wir die Trennung im Januar 2008, nachdem es um Silvester wiederholt zu Streitigkeiten gekommen ist. Es ging so einfach nicht mehr weiter. Auf die Frage, wer das Kind nehmen sollte, war ihre Aussage, dass es bei mir besser aufgehoben wäre und ich es nehmen sollte. Nachdem sie jedoch eine Nacht bei ihrer "Freundin" verbracht hatte, wollte sie unbedingt das Kind haben.

Tags darauf haben wir uns mit unserem Sohn zusammen gesetzt und versucht, ihm die Situation zu erklären. Sohnemann wollte auch nach langem Flehen seiner Mutter lieber zu mir ("Mama, ich hab Dich auch lieb, aber ich will zu Papa").

Nach ca. 3 Wochen teilte mir meine Ex mit, dass sie die gemeinsame Wohnung verlassen wird und sich eine eigene Wohnung gesucht hat. Mittlerweile hatte sie wieder einen neuen Freund. Nach Auskunft meiner Ex-Schwägerin war sie mit ihm schon vor unserer Trennung zusammen. Naja, was solls. Auszug dann zum 01.02.2008.

Für unseren Sohn haben wir dann erstmal das Wechselmodell eingeführt und er war bis 07/2010 jeweils eine Woche bei ihr und eine Woche bei mir. Im Jahr 2008 war es dann durchgehend so, dass Sohnemann am Ende der Woche nicht zur Mutter zurück wollte. Er hat sich sogar angerufen, damit er länger bleiben konnte, jedoch konnte sie ihn immer wieder überreden.

Zum Schulhalbjahr 2009 haben wir dann unseren Sohn in die erste Klasse zurück setzten lassen, da er im Stoff der zweiten Klasse nicht mehr mitkam. Ich führe das u.a. auf die Trennung zurück aber auch auf den Umstand, dass er mit seinen gerade mal 6 Jahren bei der Einschulung noch zu Jung war. Meine Ex war der gleichen Meinung. Nach der Rücksetzung ging es wieder aufwärts in der Schule.

Mitte 2009 habe ich dann erfahren, dass meine Ex von ihrem neuen Lebenspartner Schwanger ist. Scheidung dann im Juli 2009 (ging ziemlich schnell). Aufgrund der finanziellen Belastungen, die während der Ehe eingegangen wurden, erfolgte von 2008 bis dato unmengen an Schriftverkehr über unsere Anwälte. Meine Ex weigerte sich wehement, sich an den gemeinsamen Schulden zu beteiligen, sodass diese bis zum heutigen Tage durch mich gezahlt wurden. Kindergeld wurde seit 01/2009 an meine Ex gezahlt, da der Hauptwohnsitz unseres Sohnes sich bei ihr befindet. Aufgrund des Wechselmodelles erfolgte keine Zahlung von KU und das hälftige Kindergeld musste ich mir auch vor Gericht einklagen. Dafür zahle ich nun bis Mitte 2011 ca. 30 € als Zuzahlung zur PKH an die Gerichtskasse. Aufgrund der nicht vorhandenen Zahlungsmoral meiner Ex blieb mir nichts anderes übrig, sie auf die hälftigen Schulden zu verklagen. Erst vorm Amtsgericht, anschließend wegen nicht Zuständigkeit vor dem Landgericht. Aussage des AG: Natürlich muss sie sich an den Schulden beteiligen, aber wir sind leider nicht zuständig. Aussage LG: Sie braucht sich nicht an den Schulden beteiligen. Zuzahlung zur PKH 100€ monatlich bis 2013. Ende der Fahnenstange.

Achso, seit ca. August 2009 strebte meine Ex dann an, dass sie das Aufenthaltsbestimmungsrecht für unseren Sohn bekommen will. Also die ganze Litanei mit JA, Familientherapie bei der Caritas, Gerichtsverhandlung mit Kind, etc. Mittlerweile hatte sie unseren Sohn soweit überredet, dass seine Aussage nur noch war, dass er doch lieber zur Mutter will. Natürlich sackte er erstmal wieder in der Schule ab, was sie ebenfalls als Argument vorbrachte. Im zweiten Schulhalbjahr wurden seiner Leistungen Gott sei Dank wieder besser, sodass er am Ende des zweiten Schuljahres ein vernünftiges durchschnittliches Zeugnis hatte. Nunja, im Prozess im Juli haben wir uns dann geeinigt, dass der Kleine zu ihr geht und nur noch alle zwei Wochen am Wochenende und einmal die Woche nach der Schule zu mir kommt. Blieb mir ja auch nichts anderes über, dass die Damen vom JA und Caritas und Verfahrenspflegerin der Meinung waren, dass der Kleine bei ihr besser aufgehoben wäre. Aussage des Richters: Wenn eine Partei das Wechselmodell nicht mehr will, muss es aufgehoben werden. Dabei ist es unerheblich, wie und warum es nicht mehr funktioniert. Wie soll man sich da als Mann durchsetzen. Beginn des neuen Modells nach den Sommerferien.

Seit diesem Monat zahle ich nun 309€ Kindesunterhalt an meine Ex, der Kleine ist bei ihr wie vor beschrieben. Seine schulischen Leistungen werden nach ihrer Aussage jedoch wieder schlechter, obwohl es ja sein Wunsch war, dass er zur Mutter geht. Bin ja mal gespannt, was die Lehrerin auf dem nächsten Elternsprechtag im November sagen wird.

Fazit: Kind so gut wie weg, finanziell wurde mir der Boden unter den Füßen weggerissen (mehr Ausgaben als Einnahmen), der Ex geht es hervorragend!

Eine gerechte Welt!!


Zitat
Themenstarter Geschrieben : 20.09.2010 20:22
(@agent_zero)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Moin,

willkommen bei VS.de.

Der Anfang deiner Trennungsgeschichte las sich gar nicht so schlecht. Jedoch hat sich das Blatt
hier gewendet. Besorgniserregend vorrangig finde ich, dass euer Sohn scheinbar sehr offensicht-
lich unter der Situation leidet.

Fazit: Kind so gut wie weg, finanziell wurde mir der Boden unter den Füßen weggerissen (mehr Ausgaben als Einnahmen), der Ex geht es hervorragend!

Willkommen in der Realität!

Gruß
Agent


Mantra:
NEIN, NICHT nächste Woche. Heute noch oder morgen. Und schreib jetzt nix vom Anwalt (...), sondern heb Deinen Hintern samt Eiern hoch und werde aktiv.
Zitat Brille007, 22. August 2008, 22:44:25

AntwortZitat
Geschrieben : 21.09.2010 12:09
(@drkler)
Schon was gesagt Registriert

Ja, sehe ich genauso. Heute war wieder Papa-Nachmittag und ich habe ihn von der Schule abgeholt. Er hat heute in der Schule die "Rote Karte" bekommen, da er sich mit drei Mädchen gestritten hat und diese dann auch noch körperlich anging. Wir haben dann erstmal eine längere Unterhaltung geführt. Ich denke, dass das nicht nur eine oberflächliche Sache war, sondern dass da tiefere Gründe hinter seinem Verhalten liegen.

Aber es sollte ja angeblich alles besser werden, wenn er zu seiner Mutter kommt. Das sehe ich leider im Moment gar nicht. Ich werde jetzt noch ein wenig sammeln und dann wohl wieder beim JA vorstellig werden. So kann es ja dann nicht weiter gehen. Der Kleine weiss doch überhaupt nicht, was er will. Nur kann seine Mutter die Damen und Herren vom JA etc. sehr gut blenden.

Echt toll und der leidtragende ist unser Sohn.


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 21.09.2010 20:21