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Vorstellung - Wieder ein Neuer

 
(@btmagnus)
Schon was gesagt Registriert

Hallo zusammen,

da ich mich nach einigen Tagen stillen Mitlesens nun auch angemeldet habe, möchte ich mich auch gerne vorstellen.

Ich heisse Andreas, bin Vater einer Tochter ( fast 7 J. ) und verheiratet. Meine Frau und ich haben uns vor ein paar Wochen getrennt und ich habe Sie gebeten, aus unserem gemeinsamen Haus auszuziehen, da ich die Situation daheim nicht mehr ausgehalten habe. Meine Frau ist im Juni operiert worden und hat mich in der anschliessenden ReHa-Massnahme betrogen. Klassischer Kurschatten. Die Beichte erfolgte keine 2 Wochen nach ihrer Rückkehr.

Seitdem stehe ich "etwas" neben mir. Noch kurz vor der ReHa und kurz nach der OP hat sie mir gesagt, wie sehr sie mich liebt und wie toll sie es findet, dass ich trotz der langen Krankheit zu ihr halte, mich um die Kleine kümmere, den Haushalt und meinen Job nicht vernachlässige, etc.

Und vier Wochen später ist alles anders und sie war eigentlich schon lange nicht mehr glücklich. Und ihr Fremdgehen versucht sie damit zu rechtfertigen, dass so etwas nur dann passieren kann, wenn in der Ehe etwas nicht stimmt.

Sie hat auch klar formuliert, dass sie für uns keine Chance mehr sieht und nicht bereit ist um unsere Ehe zu kämpfen. Sie sagt auch, dass sie mit dem anderen zwar keine Beziehung hat, aber regelmässigen Kontakt. Nach ihrer "Beichte" haben wir dann erstmal 3 Wochen so getan, als wäre nichts.....

Bis ich so weit am Ende war, dass ich sie um den Auszug gebeten habe. Sie hat auch ab dem 1.10. eine Wohnung gefunden.

Wir streiten uns zwar nicht und die Fronten sind auch nicht verhärtet, aber ich denke, dass ich sicher zukünftig den einen oder anderen Rat gebrauchen kann.

Die erste Frage werde ich wohl direkt am Wochenende stellen und hoffe dann auf einige Antworten.

Viele Grüße

BTmagnus


"Je unangenehmer der Traum des täglichen Lebens wird, desto stärker ist das Bedürfnis Aufzuwachen!"

Zitat
Themenstarter Geschrieben : 17.09.2010 13:02
(@beppo)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Moin BTmagnus,

wichtigste Frage:
Zieht sie mit oder ohne Kind aus?


Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.

AntwortZitat
Geschrieben : 17.09.2010 13:53
(@btmagnus)
Schon was gesagt Registriert

Moin Beppo,

da hast du im Grunde direkt den springenden Punkt angesprochen.

Zu dem Thema gibt es natürlich auch einiges zu sagen.

Als ich sie gebeten habe zu gehen, war sie doch einigermassen mitgenommen und hat viel geweint. Sie meinte dann, dass sie zunächst mal zu einer Freundin ziehen will, bis sie eine Wohnung findet und unsere Tochter mitnimmt. Da die Freundin aber gute 50 KM entfernt wohnt und wir unsere Tochter gerade eingeschult haben, habe ich zur Diskussion gestellt, dass das vielleicht nicht eine ganz so gute Idee ist, die Kleine jeden Tag mitten in der Nacht aus dem Bett zu werfen um die 50 KM Schulweg zurück zu legen. Sie hat dem auch weitestgehend zugestimmt und wir haben uns so geeinigt, dass sie die Kleine dann aus der Schule abholt und in unser Haus fährt.

Am 5.9. wollte sie dann zu ihrer Freundin. Als ich nachmittags heim kam und die Kleine übernehmen wollte, habe ich aber nur einen Zettel vorgefunden. Sinngemäss:

Du wolltest, dass ich ausziehe, ich kann es aber nicht aushalten ohne die Kleine zu gehen und deshalb nehme ich sie mit. Morgen wird es eine andere Lösung geben.

Klartext: An die erste Absprache hat sie sich nicht gehalten.

Um das Ganze nicht auf dem Rücken meiner Tochter auszutragen, und weil mir die Alternativlösung auch nicht gefiel habe ich dann letztendlich zugestimmt, dass sie weiter im gemeinsamen Haus wohnt, bis sie eine Wohnung gefunden hat und ich mir vorbehalte auszuziehen, wenn es für mich unerträglich wird.

Aktuell sind Frau und Tochter also daheim. Und ich auch.

Grundsätzlich haben wir uns darauf verständigt, dass die Betreuungsanteile nach dem Auszug in etwa gleich sein sollen.

Dann der nächste Knaller:

Um die Wohnung zu bekommen brauchte meine Frau entweder einen WBS oder eine Freistellung. Als sie dann auf dem Amt war hat sie mich im Büro angerufen und mich gebeten ihr mal eben einen Zweizeiler zu faxen, damit sie den WBS direkt bekommt. Darin sollte ich bestätigen, dass der Lebensmittelpunkt unserer Tochter bei meiner Frau liegt. Da ich das nicht so sehe, habe ich das natürlich nicht getan.

Daraufhin hat die Mitarbeiterin des Amtes meiner Frau einen Text in die Feder diktiert, den meine Frau dann auch unterschrieben hat um das Thema schnell zu beenden und die Wohnung mieten zu können. Darin stand sinngemäss:

Meine Frau erklärt, dass der Lebensmittelpunkt meiner Tochter bei Ihr liegt. Weil der Kindsvater das nicht so sieht und "Probleme" macht. Das es keinen Ehegattenunterhalt geben wird und sie diesen auch nicht will und über den Kindesunterhalt noch nicht gesprochen worden sei.

Meine Frau sagt, dass sie das so nur unterschrieben hat, weil sie die Wohnung unbedingt wollte, diese preislich passt und ganz schön ist, etc.

Ich habe ihr gesagt, dass ich das ganze aber schon etwas kritisch sehe, mal eben so einen Wisch bei einem Amt zu unterschreiben, ohne dass mit mir besprochen zu haben. Ich habe ehrlicherweise keine Ahnung, was das für Folgen haben kann.

Wer bestimmt denn, wo der Lebensmittelpunkt der Tochter liegt? Wo muss sie gemeldet sein? Ist eine Doppelmeldung beim EMA möglich?

Grundsätzlich sind wir uns ja einig, dass wir uns zu gleichen Teilen kümmern wollen. Wie das ganze dann in der Praxis geht, wenn meine Frau ausgezogen ist und auch wieder arbeitet, wird mann dann sehen. In jedem Fall werde ich mich nicht auf eine "jedes 2te WE du"-Regelung einlassen.

Ich glaube nämlich, dass unsere Tochter uns beide zu gleichen Teilen braucht und ich Sie auch. Während des ersten Lebensjahres meiner Tochter bin ich übrigens daheim geblieben und habe ein "Vaterjahr" genommen. Keine Ahnung, ob das bei sich vielleicht verhärttenden Fronten vor offiziellen Stellen auch eine Rolle spielt?

Ich bin mal gespannt, wie ihr den gesamten Fall seht?

Liebe Grüße

BTmagnus


"Je unangenehmer der Traum des täglichen Lebens wird, desto stärker ist das Bedürfnis Aufzuwachen!"

AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 17.09.2010 14:37
(@staengler)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Servus BTmagnus,

Klartext: An die erste Absprache hat sie sich nicht gehalten.

und sie wird sich auch an die zweite Absprache nicht halten, wenn es ihr in den Kram passt.

Ganz wichtig! ZIEHE AUF KEINEN FALL AUS!!

Sie kann gehen, wenn sie will. Sie möchte die Ehe beenden.
Dann bleibst eben Du mit Eurem Kind im Haus.

In dem Moment, wo Du ausziehst bekommst Du von ihr oder ihrem Anwalt zu hören "schaut her, er will das Kind doch gar nicht ...."

Stimme auch nicht nachträglich und zähneknirschend ihren Aktionen zu. Mache klar, dass Du nicht mit Dir spielen lässt!

Als Vater hast Du es im deutschen Familien(un)recht eh schon schwer genug. Dann soll wenigsten die KM nicht auch noch das Gefühl bekommen, dass sie mit Dir machen kann was sie will.

Schon mal gut, dass Du ihr nichts unterschreibst. Belasse es auf jeden Fall dabei!

Wenn ihr Euch derzeit darüber verständigen könnt, dass ihr die Betreuung zu gleichen Teilen leisten wollt, dann würde ich versuchen, dieses fest zu machen. Schriftlich am Besten beim Notar.

Kommt Deine DemnächstEx nämlich erst mal drauf, was es für positive finanzielle Folgen für sie hat, wenn das Kind mehr bei ihr ist, dann wird sie ihre Meinung dazuu schnell ändern.

Gruß, Michael


sol lucet omnibus - die Sonne scheint für alle

AntwortZitat
Geschrieben : 17.09.2010 15:13
82Marco
(@82marco)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Servus BTmagnus!
Da offensichtlich fest steht, dass eure Beziehung zerrüttet ist, würde ich zunächst sämtliche wichtigen Papiere, Dokumente, Urkunden, etceterapepe an einem sichern Ort verwahren.
Im Falle von gemeinsamen Konten würde ich dise auflösen und schön ordentlich trennen.

Grundsätzlich sind wir uns ja einig, dass wir uns zu gleichen Teilen kümmern wollen.

Sehe ich nicht so. KM versucht doch schon ständig, die Tochter zu entziehen. Damit schafft sie Fakten, wenn es ihr gelingt.
Der Lebensmittelpunkt Eurer Tochter ist zunächst das elterliche Haus.
Sei daher auf der Hut und überlege, ob Du nicht selbst Fakten schafftst, in dem Du beispielsweise die Schlösser der Haustüre(n) austauschst und ihre Koffer freundlicherweise vor die Tür stellst.
Eine Bleibe hätte sie ja übergangsweise.

Ich habe den Eindruck, dass KM still und heimlich ihren Auszug MIT Tochter in die Wege leitet und gleichzeitg versucht, Dich in Sicherheit zu wiegen...und im dt. Familienrecht ist es meistens so, dass derjenige, welcher zuerst Fakten schafft, meist Oberwasser hat.

Grüßung
Marco


Mit einem Lächeln zeigst Du auch Zähne!
________________________________________
Ob ein Vorhaben gelingt, erfährst Du nicht durch Nachdenken sondern durch Handeln!

AntwortZitat
Geschrieben : 17.09.2010 16:24
(@beppo)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Selbst wenn deine zukünftige Exfrau heute noch ein Wechselmodell befürwortet, wird sich das nach einigen Gesprächen mit JA, Arge, alten Freundinnen, neuen Freundinnen, etc. ganz schnell ändern.
Einen Vorgeschmack hast du ja schon bekommen.
So wird das weiter gehen.

Sie wird sehr schnell lernen, wieviel angenehmer das Leben als Unterhaltsempfänger und Alleinbestimmer ist.

Du musst also irgendwie dafür sorgen, dass sie zwar auszieht, aber euer Kind nicht.

Welche Möglichkeiten es da gibt, müssen wir nochmal ausdiskutieren. 


Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.

AntwortZitat
Geschrieben : 17.09.2010 16:45
(@brille007)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Moin BTmagnus,

in Ergänzung zu meinen Vorschreibern: Als "Trennungsfrischling" solltest Du Dich vor allem mit dem Umstand vertraut machen, dass Vereinbarungen und Absprachen zwischen Euch als Eltern im Zweifelsfall keine Gültigkeit mehr haben und auch nicht einklagbar sind.

Es ist - zugegebenermassen - nicht einfach, wenn man über die Jahre das ganz besondere Vertrauensverhältnis einer Partnerschaft aufgebaut hat, dieses von heute auf morgen durch "sachlich begründete Vorsicht" zu ersetzen. Aber gerade in Lebenssituationen wie dieser wird das ggf. skrupellos ausgenutzt nach dem Motto "der glaubt mir noch immer alles, was ich ihm sage; also kann ich ihn mit Beschwichtigungen ruhigstellen und währenddessen im Hintergrund in Ruhe alles so eintüten, wie es mir passt."

Du wärst nicht der erste, der am Abend noch eine mütterliche Beteuerung gehört hat, dass und wie er weiterhin intensiv ins Leben seines Kindes eingebunden werden soll - und am nächsten Morgen einen Anwaltsbrief im Kasten hat, der ihn über den Auszug von Ex und Kind sowie seine künftigen Unterhaltspflichten und "Umgangsrechte" informiert.

Ich bin im Forum bekannt für den Spruch "Die Frau, von der du dich trennst, hat nichts mehr zu tun mit der, die du mal geheiratet hast - sie sieht nur so ähnlich aus...!" Also: Aktiviere Dein persönliches Frühwarnsystem - und glaube ihr nicht mehr als Du jedem Fremden auf der Strasse glauben würdest.

Grüssles
Martin


When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.

AntwortZitat
Geschrieben : 17.09.2010 16:57
(@united)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Moin Btmagnus,

wo hier gerade schon so schön ergänzt wird …

Was Dir hier geraten wird, ist keine Aufforderung von leidgeprüften Pessimisten, dass Du alles negativ sehen sollst.

Die Hinweise sollen lediglich vor einem „meine Frau ist anders“ als mögliche Grundeinstellung eindringlich warnen.

Vielleicht kommt alles einvernehmlich, sie hält sich tatsächlich an Absprachen und sucht gemeinsam mit Dir nach einer ganzheitlich guten Lösung.

Solche Fälle gibt es, aber verlassen sollte man sich nicht darauf.

Denn letztendlich ist sie nicht mehr an eheliches Vertrauen und Solidarität gebunden.

Besten Gruß
United
(der seine Ex mal für anders hielt - glücklicherweise aber keinen „worst case“ erwischt hat)


AntwortZitat
Geschrieben : 17.09.2010 17:35
(@mappi)
Zeigt sich öfters Registriert

Hallo BTmagnus,

als meine Ex mir verkündete sich zu trennen waren meine ersten Aktivitäten mich
über verschiedene Betreungsmodelle zu informierenn. Nach 2, 3 Tagen sprach ich Wechselmodell an.
KLAR, können wir machen und darüber reden.
Dann folgt das gleiche wie bei Dir mit WBS ... sie braucht ne Unterschrift das ich monatlich 225.-- zahle...
Ich habe dann eine Elternvereinbarung verfasst über Wechselmodell mit den ganzen Inhalten die da rein müssen.

Um es auf den Punkt zu bringen ... Wechselmodell war gestrichen.
Wie die Vorposter schon geschrieben haben:
Verlass Dich nicht auf irgendwelche Zusagen/Absprachen ... wenn es der Dame nicht in den Kram passt
ändert sie halt ihre Meinung...

Viel Glück wünscht
Mappi 


Entmündigter Vater nach § 0815 dt.
Mutterbestimmungsrecht (MBR)

AntwortZitat
Geschrieben : 17.09.2010 20:51
(@brille007)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Moin BTMagnus,

um das ein wenig zu relativieren: Es geht nicht darum, dass der ehemals wichtigste und liebste Mensch über Nacht zum Monster mutiert. Allerdings sind speziell Frauen in Trennungssituationen mit einer Helfer-Industrie und ungefragten Beratern konfrontiert, die ihnen suggerieren "Du kannst jede Menge Hilfe bekommen - aber dafür musst Du den Alten loswerden und die Kinder in Deinen Besitz bringen. Dann fliessen Unterhalt für Mutter und Kinder, Kindergeld, ALG, Wohngeld, Mietzuschuss - und gratis obendrauf noch jede Menge Mitleid für die heroische Mutter, die die armen Kinder aus dem Einflussbereich des Vaters herausgeholt hat, um sich fortan selbstlos um sie zu kümmern."

Eine Frau braucht eine ganze Menge Rückgrat und Selbstbewusstsein, um hier mit einem "Danke, aber mein Mann und ich werden selbst die besten Lösungen für uns und unsere Kinder finden" zu kontern.

Grüssles
Martin


When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.

AntwortZitat
Geschrieben : 17.09.2010 21:35