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(@yello)
Schon was gesagt Registriert

Hallo zusammen,

da ich nun schon seit einiger Zeit hier mitlese, ähnliche bzw. die gleichen Probleme habe und hier vielleicht den einen oder anderen finde, der mich versteht und mir evtl. auch ein paar Tipps geben kann, werde ich mal meine Geschichte hier einstellen.

Ich (40 m) bin mit ihr (45 w) seit 20 Jahren zusammen, wovon wir 18 Jahre verheiratet sind. Aus der Ehe sind 2 Kinder - 14 Jahre m. und 16 Jahre w. - hervorgegangen. Das Eheleben gestaltete sich so, dass ich voll berufstätig bin, teilweise Schicht-, Wochenend- und Revisionsdienst (3 Wochen am Stück Schicht) habe. Sie arbeitet vormittags auf 400 € Basis. Beim Haushalt half ich soweit es mir zeitlich möglich war beim Kochen, Backen, Einkaufen, ..., ..., bis auf Wäsche waschen & bügeln so bei ziemlich allem mit. Ein Haus mit Garten ist auch da, was ich zu 80 % allein in Ordnung hielt. Soweit so gut, nur leider konnte ich ihr davon nichts recht machen. Auch bei der Kindererziehung gab´s immer wieder Unstimmigkeiten und im Geschäft war ich auch zu viel und zu lange. Nur komisch, das Geld dafür hat SIE immer mit vollen Händen genommen. Das alles äußerte sich dann so, dass es täglich Streitereien gab – die sie immer vor den Kindern anfing – obwohl ich sie stets darauf hingewie-sen habe, die Kinder da raus zu halten. Beschuldigungen, Beleidigungen ihrerseits, Unterstellungen und und und. Ich möchte die Schuld nicht nur bei IHR suchen, da ich bestimmt meine Fehler auch dazu beigetragen habe. Ich weiß dass immer zwei dazu gehören, aber IHR Anteil ist schon gewaltig an der Situation. Angefangen hat es ganz langsam vor 7 Jahren und wurde immer schlimmer – sodass mich die letzten 2 Jahre nur die Kinder noch davon abgehalten habe, zu gehen. Was dann im Januar 2006 aber doch der Fall war.

Ich hatte das Glück, im Herbst 2005 jemanden kennen zu lernen, wo ich dann auch hingezogen bin. Das war dann für mich so eine Art Sprung-brett, um es dann doch durchzuziehen. Es ist mir trotz allem nicht leicht gefallen, da ich mir sehr große Vorwürfe machte, ob ich das den Kin-dern antun kann. Nach vielen Gesprächen erkannte ich aber, dass es auch für mich noch ein Leben geben muss, was lebenswert ist und auch den Kindern nicht geholfen ist, jeden Tag nur Stress, Streit und Anfeindungen zu erleben.

Bereits vor meinem Auszug erklärte ich mich bereit, alle Kredite für das Haus, Nebenkosten wie Wasser, Strom, Telefon, Versicherungen..... bis zum Hausverkauf bzw. Scheidung zu übernehmen (Das hatte SIE auch schriftlich von meiner Anwältin), wenn SIE keinen Kindesunterhalt von mir verlangt. Ich zahlte das anfangs auch, bis SIE mich auf Kindesunterhalt verklagte. Nicht dass ich ein Problem damit hätte oder es nicht zahlen möchte, aber alles zusammen wären ca. 2.400,- € plus meinen Selbstbehalt von 890,- €. Naja, Rockefeller bin ich auch nicht. Aber nicht genug, SIE verlangte dann auch noch 700,- € Unterhalt für sich. Macht locker zusammen 3.990,- € und das alles in einem für SIE mietfreien Haus. Ich wäre glücklich, wenn ich das jemals verdient hätte.

Dass SIE die Kinder beeinflusst und mir abspenstig macht, damit hab ich gerechnet, aber nicht, dass die Kinder – in ihrem Alter, wo sie sich ihre eigene Meinung doch bilden können - auch noch alles glauben und mitmachen. In der Zeit als ich noch zu Hause wohnte, waren sie oft meiner Meinung und sagten das auch IHR gegenüber sehr deutlich. Ich kümmerte mich auch oft um sie und unternahm auch Dinge allein mit ihnen, wenn SIE keine Lust dazu hatte. Aber auf einmal ist das alles nicht mehr wahr. Ich bin der Schuldige, denn ich sei ja schließlich gegangen. Mama hätte sich ja so sehr geändert ... Ich werde für alles verantwortlich gemacht, was irgendwo nicht klappt. Der Umgang mit ihnen ist eher sporadisch. Von sich aus melden sie sich oft nur dann, wenn sie etwas brauchen oder etwas nicht funktioniert. Gehen wir dann doch mal ins Kino, dann ist hinterher das Interesse noch etwas zu unternehmen gegen Null. Haben zu nichts Lust und geben sich Gleichgültig und Gelangweilt. Toll, und was mach ich jetzt? Ständig gute Mine zum Bösen Spiel? Oder sie in Ruhe lassen und warten bis sie auf mich zukommen, aber da habe ich Angst sie ganz zu verlieren.

Weiterhin schreckte SIE auch nicht zurück, mich auf dem Rathaus in meinem neuen Wohnort anzuzeigen dass ich mich noch nicht umgemeldet habe und die Schlösser am Haus wurden auch ausgetauscht. Bei ihrem Anwalt hat SIE sich beschwert, ich würde sie belästigen, beleidigen, Gegenstände aus der Wohnung entwenden und IHR Gewalt androhen – alles an einem Tag wo ich Schicht hatte und gar nicht dort gewesen sein konnte. Das Auto hat sie nicht rausgeben wollen, obwohl sie zu Fuß ins Geschäft kann und ich 12 km fahren muss. Fahrräder und Motorroller sind vorhanden, wie meine Zusage, dass wenn etwas ist, ich jederzeit bereit bin, die Kinder zu fahren oder ihr das Auto zu bringen für Arzt oder Einkäufe. Zwischenzeitlich habe ich es bekommen. Sie macht mich verantwortlich dass SIE keinen Job annehmen kann, da die Lohsteuerkarten nicht auf 4/4 umgeschrieben sind, obwohl SIE bis heute noch nicht mal ne Zusage für irgend einen Job hat. Dass aus dem reinen Umschreiben, ohne dass SIE einen Job hat, nur Miese rauskommen, interessiert SIE anscheinend wenig. Auch wenn SIE und die Kinder die Hauptleidtragenden wären. Naja, ist eben so, wenn man viel Platz im Kopf hat! Meinen geforderten Hausrat hat SIE bis heute an mich auch noch nicht herausgege-ben, sodass ich momentan nur meine Kleider, ein paar Unterlagen, etwas Werkzeug und ne Kaffeemaschine besitze. PKH hat SIE auch beantragt, aber das wurde IHR verwehrt. Wenigstens ein kleiner Sieg für mich!!!

Zusammen mit ihrem Vater hat SIE bereits bezahltes Brennholz vor unserem Haus weggebracht, alle Einzelheiten würden hier den Rahmen sprengen, nur soviel, Anzeige gegen ihn läuft, sein Anwalt verstrickt sich mit jedem Brief mehr in Lügen, jetzt folgt als nächstes die Klage. Schauen wir mal wie es da weitergeht.

Der größte Streitpunkt ist momentan das Haus. Keiner von uns will bzw. kann es behalten. Lt. ihrem Anwalt will SIE, dass es schnellstmöglich verkauft wird, nur lässt SIE mich zwischenzeitlich mit Interessenten nicht mehr ins Haus, erfindet ständig neue Ausreden. Drum kümmern tut SIE sich aber auch nicht. Die hälftigen Raten vom Haus bezahlt SIE auch nicht, Schließlich kann man ja von 1400,- € - was SIE hat- nicht leben. Eine Bank hat schon mit Kreditkündigung gedroht, dass das auf eine Zwangsversteigerung heraus geht, will SIE wahrscheinlich nicht wahr haben. Sie stellt sich nur stur, es ist nicht mal möglich mit IHR ein vernünftiges Wort zu reden, wie man was, wie regeln kann.

Vielleicht hat jemand von euch Ideen, Erfahrungen oder einen rechtlichen Rat, wie ich mit Interessenten die das Haus anschauen wollen ins Haus kommen schließlich hat sie ja von mir die Zustimmung über ihren Anwalt wollen das dass Haus verkauft wird ,wie ich vorgehen kann, ohne dass es zu einer Zwangsversteigerung kommt. Bin momentan mit meinem Latein und den Nerven am Ende und möchte nicht bei ALLEM (Kinder, Haus, Zahlungen) nur nachgeben oder Ja und Ahmen sagen müssen.

Grüße

Ralf


Zitat
Themenstarter Geschrieben : 11.05.2006 17:01
(@papaklaus)
Zeigt sich öfters Registriert

Moin yello,

Zunächst mal: Willkommen im Club! Das mit dem gemeinsamen Haus hab ich auch hinter mir. Wir haben es zum Glück dann doch noch verkauft. Ich habe auch zunächst alle Raten etc. weiterbedient. Dadurch wurde das Interesse meiner Hoffentlich-Bald-Ex am Verkauf plötzlich gleich Null.

Ist ja auch logisch, wenn man für umsonst in einem schönen Haus wohnen kann, warum sollte man dann verkaufen????????

Bei uns ging es erst, als ich über RA mitteilen ließ, dass ich zum XX.XX.XXXX die Zahlungen einstellen werde, wenn sie nicht bereit ist, beim Verkauf mitzuwirken und Interessenten oder Makler ins Haus zu lassen. Dann hab ich ihr noch vorrechnen lassen, dass bei einem Verkauf noch einiges für den Zugewinnausgleich hängen bleibt, bei einer ZV eher nicht.

Die Info dass ich die Zahlungen einstellen werde, ging auch an die Bank. Die haben sich dann "vorsichtshalber" bei meiner Hoffentlich-Bald-Ex erkundigt, ob sie denn die Raten ab dem Termin weiterzahlt, weil sie die Verträge mit unterschrieben hat....

Danach gabs keine Probs mehr, und wir haben relativ schnell einen Käufer gefunden der einen angemessenen Preis zahlte.

Viele Grüße und viel Kraft wünscht,

PapaKlaus


AntwortZitat
Geschrieben : 11.05.2006 17:51
(@brille007)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Hallo yello, servus Klaus,

bei mir lief das ähnlich: So lange ich die Raten weiterbediente, hatte Madame wenig Veranlassung, sich an der Lösung der im Wesentlichen durch sie selbst geschaffenen Probleme zu beteiligen. Ich habe allerdings auch eine Weile gebraucht, bis ich realisierte, dass man hier Fakten schaffen muss. Stell Dir einfach mal die Frage: Warum soll man für ein Haus bezahlen, das man nicht mehr bewohnt, ggf. nicht einmal mehr betreten darf?

Was Deine Madame für ihr "Recht" hält, ist unerheblich; Du bist kein Garant für einen bestimmten Lebensstandard. Ich habe in einer sehr vergleichbaren Situation unserem Banker angekündigt, ab einem bestimmten Termin meine Zahlungen komplett einzustellen und mir von ihm gleichzeitig versichern lassen, dass dies meine Kreditwürdigkeit nicht in Frage stellen würde; es ging ja nicht um's nicht-zahlen-Können, sondern nur um's Wollen. Ausserdem habe ich ihn gebeten, mir und Madame kurz nach Einstellung meiner Zahlungen einen "bösen" Brief zu schreiben und auf die Folgen hinzuweisen, falls die Zahlungen nicht umgehend wieder aufgenommen würden.

Rückblickend kann man sagen, dass dieser Brief die Verhandlungsbereitschaft von Madame sehr schnell wieder auf ein erträgliches Mass brachte - sie hatte die Wahl zwischen einer Zwangsversteigerung und ihrer Unterschrift unter eine längst vorliegende Scheidungs-Folgenvereinbarung, nach der sie meinen Anteil am Haus für einen Betrag X übernehmen konnte.

Also,lieber yello/Ralf: Jede Rate, die Du weiter überweist, ist verlorenes Geld. Abgesehen davon: Solange Du es tust, hat Deine Madame genügend Zeit, Dir mit anderen Dingen das Leben schwerzumachen. Und nicht vergessen: Selbst im "worst case" - bei einer Zwangs- oder Teilungsversteigerung durch die Bank - hast Du die Möglichkeit, mitzubieten. Deshalb ist eine solche Versteigerung nicht das Ende, sondern möglicherweise ein neuer Anfang...

Grüssles aus'm Wilden Süden
Martin


When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.

AntwortZitat
Geschrieben : 11.05.2006 18:24
(@yello)
Schon was gesagt Registriert

Zunächst mal danke dafür, dass ihr euch die mühe gemacht habt, meinen Roman durchzulesen und natürlich auch für eure Antworten!!


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 11.05.2006 19:57
(@yello)
Schon was gesagt Registriert

Hallo PapaKlaus,

ganz so einsichtig wie deine Ex ist meine nicht. Sie weiß dass sie die hälftige Rate vom Haus zu zahlen hat, hat das auch schriftlich von der Bank. Aber ihre Reaktion war gleich Null. Auch als die Bank (bei der sie den Kredit allein bedient) ihr schrieb, dass wenn bis zum xx…xx…xxxx keine Zahlung eingeht, die Kreditauflösung folgt, keine Reaktion. Auch habe ich es über ihren Bruder per Brief versucht, dass er ihr erklären soll, was bei der ganzen Sache auf sie zukommt (er will sich aus der Situation raushalten) – keine Reaktion, obwohl ich weiß dass sie den Brief gelesen hat. Ich habe nun mit der 2. Bank, wo ich den Kredit seither bedient habe eine vierteljährige Stilllegung vereinbart. Jetzt bin ich momentan mit meinem Latein am Ende. Kann nur noch versuchen, ob ich einen Makler davon überzeugen kann, dass er das Haus verkauft, indem ich ihm mein Einverständnis für meine Hälfte gebe, dass er sich dann drum kümmert, für ihre Hälfte, ihr Einverständnis zu holen. Fragt sich nur ob das rechtlich so geht und ob sie mitmacht. Habe mich parallel mit meiner Anwältin ausgetauscht, dass sie jetzt Miete für meinen Teil verlangen wird. Bleibt die Frage wieder offen, ob sie zahlt.


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 14.05.2006 15:11
(@yello)
Schon was gesagt Registriert

Hallo brille007,

deine Idee mit dem bösen Brief spukt mir momentan immer wieder durch den Kopf, werde es wahrscheinlich bei beiden Banken auch anleiern. Wie du oben lesen kannst, laufen momentan gar keine Zahlungen mehr für´s Haus, aber immer noch keine Reaktion von ihrer Seite. Ich glaub sie will es bis zum bitter bösen Ende aussitzen. Nur merkt sie bis dato immer noch nicht, dass ihr die Schulden dann genauso bleiben und sie nix dabei gewinnt. Und sollte das so durchgehen, dass sie mir Miete zahlen muss, wird sie im Prinzip doppelt belastet. Ich verstehe nicht, wieso sie sich das Leben mit Absicht so schwer macht. Wenn ich nur wüsste wie ich sie zur Vernunft bringen könnte. Ich würde so gern zurück schießen, dass es sich gewaschen hat und sie endlich mal zu denken anfängt.

Danke Ralf


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 14.05.2006 15:13
(@yello)
Schon was gesagt Registriert

Hallo,

ich brauche mal wieder eure kompetente Hilfe bezüglich dem Hausverkauf.
Momentaner Stand ist, dass meine Ex mit den Kindern im gemeinsamen Haus wohnt. Sie bezahlt weder Miete, noch beteiligt sie sich an den Raten, obwohl ihr das Haus auch zu 50% gehört. Von ihrem Anwalt ließ sie mehrfach schriftlich wissen, dass sie das Haus schnellstmöglich verkaufen will. Wenn ich mit Interessenten vorbei kommen möchte, hat sie immer etwas vor, keine Lust oder irgend etwas anderes als Ausrede. Als Konsequenz daraus bin ich zum Immobilienmakler - der das Haus bereits geschätzt hatte - gegangen, um ihm für seine Haushälfte das ok zu geben, dass er es verkaufen darf. Für die andere Hälfte wollte sich der Immobilienmakler selbst das ok von Ex geben lassen. Sie wollte auf einmal nicht mehr dass das Haus verkauft wird.

Laut Nachfrage beim Immobilienmakler habe ich keinerlei Handhabe gegen sie. Laut Nachfrage bei der Anwältin, die gleiche Antwort, da er noch im Trennungsjahr lebt und sie nicht aus dem Haus heraus bekommt.

Nun zu meiner Frage: sie beteiligt sich in keinster Weise an Zahlungen, ist nicht bereit das Haus zu verkaufen, macht keine Angaben ob sie das Haus übernehmen möchte und mich auszahlen will, verursacht nur unnötige Kosten, ist nicht zu Gesprächen bereit um herauszufinden, was sie nun wirklich vor hat. Wer hat Erfahrung in so einer Situation und kann - gegebenenfalls auch mit §..... - uns einen Rat geben, welche Möglichkeiten bestehen, sie zu irgendetwas zu bewegen. Auf Schadensersatz zu verklagen oder was auch immer. So ein Vorgehen kann doch nicht rechtens sein und dann auch noch von juristischer Seite nicht antastbar sein.

Danke yello


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 24.05.2006 01:07
(@brille007)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Moin yello,

was ich an Deiner Stelle täte (bzw. in vergleichbarer Situation auch getan habe), steht in meinem Posting vom 11.5. So lange Madame keinen Druck hat, muss sie sich auch nicht bewegen. Wenn Du die Zahlungen inzwischen eingestellt hast: Gut. Wenn sie das nicht mitbekommt (bzw. das keine erkennbar negativen Folgen für sie hat): Schlecht. Warum soll sie in irgendeiner Form tätig werden, beispielsweise durch Zustimmung zum Verkauf oder gar der Suche nach einer Wohnung? Sie hat doch alles, was sie will und braucht.

Du hast - unabhängig von der Bank - die Möglichkeit, die Teilungsversteigerung einzuleiten. Das ist eine besondere Form der Zwangsversteigerung, die üblicherweise eher bei zerstrittenen Erbengemeinschaften zum Einsatz kommt, aber auch in einem Fall wie Deinem durchaus funktioniert: Man zerschlägt eine Eigentümergemeinschaft, kann dabei aber gleichzeitig das Alleineigentum an der Immobilie erwerben. Google mal ein bisschen nach "Teilungsversteigerung".

Natürlich dauert das ein wenig, aber im Herbst ist Euer Trennungsjahr vorbei. Wenn Du das Ganze jetzt anleierst, hättest Du zum Ende Eures Trennungsjahres vielleicht eine hübsche Überraschung...

Grüssles
Martin


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AntwortZitat
Geschrieben : 24.05.2006 01:30
(@yello)
Schon was gesagt Registriert

Hallo brille007,

sämtliche Nebenkosten sind auf EX umgestellt bzw. wo sie nicht bereit war sie zu übernehmen, hab ich sie gekündigt. Resultat daraus war, dass sie mir nur Frechheiten an den Kopf wirft und immer behauptet sie habe kein Geld – mehr nicht. Darauf gehe ich aber nicht mehr ein, da sie eh nur lügt wie gedruckt. Sie hat letztendlich genau so viel im Monat zur Verfügung wie ich, wenn nicht sogar mehr. Das geht sogar so weit, dass sie sich nicht mal an der Brille für unsere Große beteiligt, obwohl ich meinen Anteil längst überwiesen habe. Wie herzlos kann man als Mutter gegenüber dem eigenen Kind nur sein?

Danke für den Tipp mit der Teilungsversteigerung, hab mich schon bei google schlau gemacht. Werd nächste Woche mal mit meiner Anwältin drüber reden. Aber eins macht mir doch noch Kopfzerbrechen. Ich hab gelesen, dass diese Art von Versteigerung bei minderjährigen Kindern bis zu 5 Jahren ausgesetzt werden kann. Weißt du darüber mehr? Z. B. bei welchem Alter das passieren kann?

Sie meint wirklich, sie hat alles in der Hand. Bei der Hausrataufteilung stellt sie sich auch stur. Behauptet, soviel ist nicht da, das ist kaputt, das braucht sie, obwohl mehrfach vorhanden und und und. Hält sich nicht an den vereinbarten Übergabetermin, widerspricht im zwar nicht, aber wenn ich vorbei komme um etwas zu holen, weiß sie angeblich nichts davon. Hast du damit Erfahrung? Ist es sinnvoller nochmals eine Nachfrist setzen zu lassen oder es bei der Scheidungsverhandlung vor dem Richter zur Sprache zu bringen? Was ist effektiver? Muss ja irgendwie sehen, dass ich bei der ganzen Sache vor dem Richter auch paar Pluspunkte sammeln kann.

Danke yello


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 26.05.2006 13:35
(@brille007)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Moin Yello,

bin gerade auf dem Sprung; deshalb nur kurz:

Es gibt kein "Recht" darauf, in einem eigenen Haus zu wohnen. Auch nicht darauf, dass jemand anderer (in diesem Fall Du) ein solches Haus weiterfinanziert. Natürlich tun sich Gerichte schwer, jemanden mit kleinen Kindern aus einem Haus zu klagen. Aber sei sicher: Jede Bank würde erfolgreich Dein Haus zwangsversteigern lassen, wenn Du die Raten nicht bezahlst - und wenn Du 10 minderjährige Kinder hättest.

Ich an Deiner Stelle würde für mich selbst zunächst Wohnverhältnisse schaffen, in denen Kleinkinder betreut werden können. Zusätzlich würde ich der Dame Immobilienanzeigen von bezahlbaren Mietwohnungen zukommen lassen und dies auch mit Zeugen dokumentieren - fertig. Wenn sie ihren Hintern dann nicht bewegt, ist das ihr Problem. Vor diesem Hintergrund: Teilungsversteigerung mit Fristsetzung ankündigen; nach verstrichener Frist anleiern. Fertig.

Was den Hausrat angeht: Mach eine Liste mit den Dingen, die Du haben willst und lass sie ihr über Deinen Anwalt zustellen, zusammen mit einem Abholtermin. Der Anwalt wird von sich aus darauf hinweisen, dass Hausratsaufteilungen vor Gericht unerspriesslich, aber ziemlich teuer sind. Er kann auch darauf hinweisen, dass sonst nötige Ersatzbeschaffungen Deinerseits ansonsten beim Zugewinnausgleich verrechnet werden. Ist zwar m. W. gesetzlich nicht vorgesehen, aber wenn sie damit nicht einverstanden ist, muss sie klagen.

Deine Ex spielt gerade die üblichen Spielchen mit Dir. Vermutlich wird sie täglich von einem kleinen Heer frustrierter "Freunde" moralisch aufgerüstet. Lerne, damit umzugehen, sei nett und freundlich - aber gleichzeitig knallhart. Und vor allem: DU musst agieren und nicht nur reagieren. Nur der, der immer die ersten Schritte macht, bestimmt, wohin der Hase läuft.

Grüssles aus'm Wilden Süden
Martin


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AntwortZitat
Geschrieben : 26.05.2006 14:47