Ich war 21 und er war 42. Wir lernten uns auf einer Baumesse in Schleswig-Holstein kennen. Ich mochte ihn, er war aufmerksam und interessierte sich für mich. Anfangs wußte ich nicht, dass er verheiratet ist.
Er kam aus dem Umkreis des Ruhrpotts und besuchte mich dann später mal bei meinen Eltern. Für meine Eltern brachte er eine Kiste Wein (12 Flaschen Inhalt) mit, auf dem Etikett stand immer sein Name drauf. Ich war tief beeindruckt, meine Mutter auch. Mein Vater sagte nicht viel dazu.
Er meinte, dass ich zu ihm in den Ruhrpott kommen soll, dort würde er mir Arbeit und Wohnung besorgen. Das war auch der Zeitpunkt, an dem ich erfuhr, dass er verheiratet ist. Aber ich fühlte mich nicht als seine Geliebte, ich dachte, er besorgt mir Arbeit und Wohnung, damit es mir gut geht, ich genoss seine Fürsorge.
Er holte mich persönlich mit einem Transporter ab und meine Kinderzimmermöbel waren schnell eingepackt. In DU angekommen führte er mich in ein Mehrfamilienhaus, dies gehörte seinem Chef. Oben unter dem Dach war eine süße 1 1/2- Zimmerwohnung, das war nun meine. Sein Chef wußte noch gar nichts davon, das machte Er dann am Montag klar und brachte mir im Laufe der Woche einen Mietvertrag vorbei.
Er verschaffte mir durch seine Beziehungen einen Job als Kellnerin in einem gutbürgerlichen Restaurant und ich lebte mich langsam in DU ein.
Eines Sonntagmorgens fuhr er mit mir zu einem großen Motorradtreffen, die Autos standen Stoßstange an Stoßstange, nichts ging mehr. Er stellte den Motor ab (natürlich war es das Auto mit dem Stern) und gab mir den Schlüssel, forderte mich auf, in den Kofferraum zu schauen. Ich schaute rein und sah einen Koffer. Damit konnte ich nichts anfangen und guckte ihn fragend an: seine Frau hat ihm den Koffer gepackt, sie wollte ihn nicht mehr.
Er studierte Wohnungsanzeigen und entschied sich für eine möblierte Zweizimmerwohnung für uns beide. Tierhaltung war untersagt und ich musste meinen geliebten Hamster abgeben, aber er machte mir klar, dass es keinen anderen Weg gibt.
Im Sommer machten wir in Italien Urlaub und im Winter hat er mir Skifahren beigebracht. Ich schaute zu ihm auf, ließ mir von ihm die Welt zeigen, derlei Dinge kannte ich nicht. Nach dem Skiurlaub merkte ich recht schnell, dass ich schwanger war. Ich dachte erst, dass er sich freuen würde, war er es doch, der auf Verhütung bewußt verzichtet hat, aber er entschied, dass ich abtreiben soll.
Er machte einen Termin bei Pro Familia und ich ging mit. Uns wurde ein Faltblatt hingelegt, das ich mir genau durchlesen sollte. Ich überflog das Faltblatt und als dann die Frage kam, ob ich nun unterschreiben kann, sagte ich: aber ich weiß doch noch gar nicht, ob ich das will. Der Berater gab mir die Adresse von einem katholischen Verein und entließ uns.
Er sagte, dass ich ihn blamiert hätte und überhaupt wäre ich ja nie in der Lage, überhaupt ein Kind zu erziehen, wenn ich Kuchen auf der Straße essen würde (hatte ich mir kurz vorher vom Bäcker geholt, weil ich vor Pro Familia nichts runtergekriegt hab). Er malte mir in allen Farben aus, dass ich meinem Kind nichts bieten könne und versuchte weiterhin, mich zum Abbruch zu überreden.
Er hatte schon drei fast erwachsene Kinder und wollte nicht nochmal von vorne anfangen. Meine Mutter meinte dann, dass sie Ihn verstehen kann und dass sie ja eigentlich auch gegen einen Abbruch sei, aber in meinem Fall......
Irgendwann hatte ich seine Noch-Frau am Telefon. Da ich nichts mehr zu verlieren hatte, erzählte ich ihr von meiner Schwangerschaft. Sie bat mich um ein Treffen am gleichen Abend. Ich hatte Angst, sie hatte schonmal versucht, mich mit ihrem Auto anzufahren und ich stimmte unter der Bedingung zu, dass wir uns bei mir an der Eckkneipe treffen. Sie kam pünktlich uns sagte mir alle Hilfe und alle Unterstützung für das Kind zu, wenn ich es austragen würde.
Sie hat Wort gehalten. Einmal im Monat holte sie meine Tochter übers WE ab. So lernte meine Tochter auch ihre Halbgeschwister und ihren Opa kennen. Der Vater kümmerte sich über einen langen Zeitraum gar nicht.
Dann hatte er eine neue feste Freundin und die wollte unbedingt mal die Lüdde kennenlernen. Er holte sie ab, zwei- oder dreimal. Am Telefon sagte sie mir, dass ich eine ganz tolle Tochter habe, man merkt, dass ich mich sehr um sie kümmere (die Freundin war Lehrerin). Dann wurde die Freundin schwanger. Ich hörte von Ihm, dass er im Keller schlief, als das Baby da war, weil ja nicht "beide wachwerden müssen, wenn es schreit".
Diese Beziehung scheiterte auch. Ich zog zurück nach Schleswig-Holstein, als meine Tochter vier Jahre alt war. Hauptgrund waren mehrere Lungenentzündungen und chronische Bronchitis, die hier oben in der guten Luft zum Glück auch völlig ausheilten.
Als meine Tochter sechs oder sieben Jahre alt war, hat sie ihren Vater das letzte Mal gesehen. Er kam zusammen mit seiner neuen Frau, die kaum deutsch konnte. Er schäkerte in ihrem Beisein mit mir rum und sie wurde (verständlicherweise) sauer. Danach kam er nie wieder, hat aber mit der Frau noch 2 oder 3 Kinder.
Seine Exfrau war das letzte Mal bei uns, als meine Tochter konfirmiert wurde. Da die eine Halbschwester auch Patin war, kam sie natürlich auch. Meine Tochter hat nach wie vor sporadischen Kontakt mit ihren Halbgeschwistern.
Und manches Mal, wenn sie mitbekommen hat, wie mein jetziger Mann um seine Kinder kämpft, dann hat sie gemeint, dass seine Kinder es überhaupt nicht zu schätzen wissen, dass ihr Vater sich so für sie interessiert.
Dies war der erste Teil.
Gruß
eskima
Hallo Eskima,
und wieder weine ich, obwohl es nicht meine Tränen sind.
Der Vater meiner Tochter ging, als sie 2 1/2 Jahre alt war. Und lies nichts mehr von sich hören.
Als sie 13 J. alt war schreib sie ihm, hallo hier bin ich, erinnerst du dich an mich?
Im Jan. diesen Jahres trafen sie sich zum ersten Mal.
Und er hatte nichts anderen zu tun, als ihr zu sagen, dass sie ihm nichts bedeutet hat, aber jetzt liebe er sie gaanz doll. Seitdem ist meine Tochter "etwas durcheinader".
All die Jahre tat es ihr weh, keinen Vater, noch nicht einmal einen Wochenendvater zu haben, nun hatte sie endlich einen. Und dann dass.
In meiner Arbeit habe ich viel mit Eltern zu tun, die sich Trennen. Immer "bearbeite" ich die Eltern, Kontakte zuzulassen, nicht aufzugeben, Lösungen zu finden, die den Kindern zu Gute kommen. Meist habe ich sie berührt, nicht immer sind Eltern bereit, ihren Kindern zur Liebe das Kriegsbeil zu begraben. Und manchaml sind Elternteile einfach nicht bereit, das Geschenk und die Verantwortzunbg anzunehmen, die ihnen mit dem Kind in die Wiege gelegt wird.
Und es tut mir für die Kinder leid, die mit diesem Stachel in der Seele groß werden müssen.
Allerdings kenne ich eine erwachsene Frau, die ihren Vater nie kennengelernt hat, und auch nie Sehnsucht oder Verbitterung darüber empfunden hat. Die war glücklich dort, wo sie aufwuchs, ist heute selbst verheiratet, hat Kinder und dieser Mann scheint ein wunderbarer Vater für ihre gemeinsamen Kinder zu sein.
Vielleicht, wenn das Umfeld stimmt, wenn ein Elternteil seinen Haß, seine Verbitterung und Verletztung dem Kind vorenthält, scheint ein Stachel einfach auszuheilen, sich nicht zu infizieren und die Kinderssele nimmt keinen Schaden.
Ich hoffe es so sehr und werde weiter meinen Teil dazu tun, bei meinem Kind und allen anderen.
Herzlichen Gruß an dich und deine Familie, Leopardin
Das Glück deines Lebens hängt ab, von der Beschaffenheit deiner Gedanken...
Mark Aurel
...und dem Wohlergehen deines Kindes
Leopardin
🙂 Hallo Eskima,
Sehr interessiert habe ich mir deine Geschichte durchgelesen und immer wieder gedacht wie schwer diese Zeit wohl gewesen ist.
Auf der einen Seite war ja auch gewiss ne Menge Liebe und Verständnis deinerseits im Spiel und letztendlich was für ein Schlag ins Gesicht :
ich schwanger war. Ich dachte erst, dass er sich freuen würde, war er es doch, der auf Verhütung bewußt verzichtet hat, aber er entschied, dass ich abtreiben soll.
Keinerlei Rückhalt von dem Mann mit dem du wahrscheinlich mal dein Leben verbringen wolltest.
Noch grausamer keinerlei Rückhalt von der eigenen Familien.
Sie bat mich um ein Treffen am gleichen Abend
Unglaublich, ich frage mich woher du diese Kraft genommen hast um dich mit ihr an einen Tisch zu setzen.
Das sich die zwei Frauen verbinden oder helfen denen der gleiche Mann weh getan hat finde ich schon spannend.
Hat sie dir jemals den Beweggrund dafür genannt?
Ich denke diese Zeit muss dich viel Tränen gekostet haben, nichts schmerzt so sehr wie das Desinteresse eines Elternteils für das eigene Kind.
Toll war zu lesen wie aus seinen Entscheidungen für alles DEIN Leben wurde und du wahrscheinlich in dieser Zeit ganz schnell erwachsen geworden bist.
Am allerschlimmsten dabei finde ich das immer wieder kurzzeitige aufleben des Kontaktes um ihn dann abzubrechen.
Schön finde ich das du deine Geschichte veröffentlichst (dann bin ich nicht mehr so alleine als Exot 😀 ) auf den zweiten Teil warte ich schon gespannt.
Lieben Gruss
Kruemel1 🙂
Hallo Leopardin,
Vielleicht, wenn das Umfeld stimmt, wenn ein Elternteil seinen Haß, seine Verbitterung und Verletztung dem Kind vorenthält, scheint ein Stachel einfach auszuheilen, sich nicht zu infizieren und die Kinderssele nimmt keinen Schaden.
Es gab bei uns keinen Hass oder Verbitterung. Klar war ich verletzt, als er sagte: entweder das Kind oder ich. Aber das war ja auch der Zeitpunkt, an dem ich die Fäden abschnitt und nicht mehr seine Marionette war, ich nahm mein Leben selbst in die Hand.
Wenn ich bei ihm geblieben und einen Abbruch gemacht hätte, dann wäre die Beziehung von meiner Seite aus zu Ende gewesen. Auf der anderen Seite hab ich aber nicht geglaubt, dass er die Beziehung tatsächlich abbricht, bloß weil ich sein Kind auch bekomme.
So kam er auch während der Schwangerschaft und im ersten Lebensjahr des Kindes abends bei mir vorbei und blieb auch über Nacht. Ich hatte lange Zeit Hoffnung, dass er sich noch umbesinnt, ich hatte ihn ja zum Statisten gemacht und ihn vom Thron geschubst, dachte, er bräuchte vielleicht nur Zeit.
Ich glaube auch nicht, dass er mich jemals gehasst hat. Er wollte einfach kein Kind, er hatte kein Interesse an ihr. Natürlich verstehe ich nicht, dass er noch einige Kinder danach gezeugt hat. Er sagte mir, dass er sich um unsere Tochter nicht kümmern muss, weil ich das ja so toll mache. Und über sein nächstes Kind sagte er, dass er sich nicht kümmern müsse, weil die Frau nur das Kind wollte und sie keinen besonderen Wert darauf legte, ob er auch als Vater zur Verfügung steht.
Oder aber der Ausspruch seiner großen Tochter an meine Tochter: "Papa musst du nehmen wie er ist, den änderst du nicht."
Gruß
eskima
Hallo eskima,
dass habe ich auch auf keinen Fall unterstellen wollen.
Beim letzten Satz, quasi dem deiner Tochter, liefen bei mir die Tränen, und aus dem Gefühl habe ich spontan reagiert,
es war nicht ganz on top :red:
eben spontan, aus dem Bauch
die anderen Gefühle sind die Begleitumstände, die auftauchen. Bei den Kinder, warum hat er/sie mich nicht lieb, bei den jeweiligen Erwachsenen, und manchmal auch durch äußere Familie. Habe schon Fälle mitbekommen, bei denen die Eltern es ganz toll hinbekommen haben und die Großeltern der andeinen oder anderen Seite massiv die Kinder bearbeitet haben...grrr...
Ich hoffe manchmal, und dieses eine Beipsiel zeigt mir, dasss es möglich ist, dass Kinder auch gut durch solche Erfahrungen durchkommen.
Herzlichen Gruß Leopardin
Das Glück deines Lebens hängt ab, von der Beschaffenheit deiner Gedanken...
Mark Aurel
...und dem Wohlergehen deines Kindes
Leopardin
hallo eskima,
schade, dass du so ein exemplar von mann erwischt hast. auf der anderen seite frue ich mich, dass du dich damals für das kind entschieden hast. bin schon gespannt auf die fortsetzung.
mit den grosseltern, und nicht nur diese verwandtschaft. als meine kleine der schwester meiner ex, also ihrer tante, von den regelmässigen telefonaten mir mir erzählte, kam ihre reaktion: "wie, der ruft dich noch an?" meine kleine hat mir das natürlich empört erzählt und sie hat sich ihr teil dabei gedacht 😉 .
lieben gruss
bengel
Hallo kruemel,
Keinerlei Rückhalt von dem Mann mit dem du wahrscheinlich mal dein Leben verbringen wolltest.
Noch grausamer keinerlei Rückhalt von der eigenen Familien.
Meine Familie ist halt auch ein Fall für sich... Aber das hat natürlich ganz schön gesessen, da hast du Recht.
Unglaublich, ich frage mich woher du diese Kraft genommen hast um dich mit ihr an einen Tisch zu setzen.
Das sich die zwei Frauen verbinden oder helfen denen der gleiche Mann weh getan hat finde ich schon spannend.
Das ging später noch weiter. Als ich ihm sagte, dass ich zurück nach Schleswig-Holstein ziehen werde, machte er mir wieder Vorwürfe. Nicht etwa, weil ich von ihm wegziehe, sondern weil die Mutter von seinem nächsten Kind geplant hatte, dass ich zu ihr ins Haus ziehe und dann auf ihr und mein Kind gemeinsam aufpassen kann und sie ihren Lehrerberuf dann wieder ausüben wollte. Da war ich aber gedanklich schon soweit entwickelt, dass ich mich gefragt hab, ob die einen Knall haben. Er setzt Kinder in die Welt und die Frauen schließen sich zusammen, um sich um die Kinder zu kümmern.
Hat sie dir jemals den Beweggrund dafür genannt?
Sie hat sich von ihm einmal so unter Druck setzen lassen und einen Abbruch vornehmen lassen und hat sozusagen an meinem Kind ihre Geschichte aufgearbeitet und ihren Frieden halbwegs darüber gefunden.
Ich denke diese Zeit muss dich viel Tränen gekostet haben, nichts schmerzt so sehr wie das Desinteresse eines Elternteils für das eigene Kind.
In dieser Zeit war es noch gar nicht so schlimm. Schlimm war es für mich, als ernsthafte Probleme auftauchten und ich ganz allein die Verantwortung für alle Entscheidungen tragen musste. Zum Beispiel, als bei der Einschulungsprüfung die Ärztin meine Tochter für nicht schulreif hielt, weil sie sie zu schüchtern fand.
Oder als ich mit einem Gebärmutterhalskrebs in die Klinik musste und meine Tochter zu meiner Mutter geben musste. Diese hat mich nicht mit meiner Tochter in der Klinik besucht und ich hab nur geheult, weil meine Mutter meinte, dass es ihr nicht zuzumuten wäre, mich täglich mit meiner Tochter zu besuchen (11 km einfache Fahrt).
Toll war zu lesen wie aus seinen Entscheidungen für alles DEIN Leben wurde und du wahrscheinlich in dieser Zeit ganz schnell erwachsen geworden bist.
Ja, diese Zeit hat mich entscheidend geprägt.
Am allerschlimmsten dabei finde ich das immer wieder kurzzeitige aufleben des Kontaktes um ihn dann abzubrechen.
Das habe ich nie so empfunden. Meine Tür stand generell offen, es war ja sein Kind. Und als sie so groß war, dass sie bewußt mitbekommen hat, wie er sich verhält, kam er ja schon gar nicht mehr.
Schön finde ich das du deine Geschichte veröffentlichst (dann bin ich nicht mehr so alleine als Exot 😀 ) auf den zweiten Teil warte ich schon gespannt.
Der zweite Teil wird von meiner jetzigen Familie handeln 😉
Liebe Grüße
eskima
Das war auch der Zeitpunkt, an dem ich erfuhr, dass er verheiratet ist. Aber ich fühlte mich nicht als seine Geliebte, ich dachte, er besorgt mir Arbeit und Wohnung, damit es mir gut geht, ich genoss seine Fürsorge.
Aha? Ab hier fehlt mir jedes Verständnis für dein Verhalten. Und Mitleid kann ich somit auch nicht aufbringen, jedenfalls für dich. Was das Kind betrifft sieht das anders aus.
cya,
elwu
@elwu
Aha? Ab hier fehlt mir jedes Verständnis für dein Verhalten.
Ich war 21 und er war 42.
Ich denke mit 21 Jahren sei einem dieses Verhalten noch zugestanden. Es wäre doch schlimm, wenn man so jung schon nicht mehr an die Liebe glaubte.
Ich habe, als ich meine Ex mit 33 Jahren kennen lernte, auch an die große Liebe geglaubt. Heute weiß ich, dass mancher Gebrachtwagen mit ähnlichen Qualitäten sich auf dem Hof die Reifen platt stünde.
Mnache Erfahrungen muss jeder Mensch selbst machen.
Uli
Und Mitleid kann ich somit auch nicht aufbringen, jedenfalls für dich.
Da bin ich aber froh. Mitleid ist das Letzte, was ich will.
Gruß
eskima
Ich denke mit 21 Jahren sei einem dieses Verhalten noch zugestanden. Es wäre doch schlimm, wenn man so jung schon nicht mehr an die Liebe glaubte.
Hi,
das sehe ich anders. Denn es hat nichts mit an die Liebe zu glauben zu tun, sondern mit Werten. Und bereits mit 21 war mir ein wichtiger Wert, nicht in eine bestehende Beziehung einzudringen, bzw. sofern ich davon erfahre dass eine besteht, die Sache umgehend zu beenden. Ungeachtet etwaiger Beteuerungen, wie kaputt doch die Beziehung schon sei. Ja, ich bin in vieler Hinsicht wertkonservativ. Und ja, ich hoffe meiner Tochter kann ich vermitteln, dass manche konservativen Werte, unter anderem das Prinzip, nicht mit nicht-freien Menschen eine Beziehung oder auch nur Affäre anzufangen, wichtiger und nachhaltiger gut für alle Beteiligten sind, als Emotionen und unrealistischen Hoffnungen nachzugeben.
cya,
elwu
@elwu
bei allem verständnis für deine werteorientierung, elwu, aber es handelt sich hier um ein ereignis was vor 25 jahren passiert ist und ausserdem von einer 21jährigen erzählt und ich denke, da hat man (frau) noch alles recht der welt, fehler zu machen.
ausserdem: "wer frei von schuld, der werfe den ersten stein" (ist ein lieblingswert von mir!!!)
kopschüttelde grüsse
bengel
Im RL habe ich ganz andere Erfahrungen gemacht als hier, das finde ich grad sehr interessant an dieser Diskussion. Ich habe nicht einen einzigen Vorwurf bzgl. seines Familienstandes zu hören bekommen.
Aber wir fanden keine gemeinsamen Freunde.Seine Freunde haben mich als Betthäschen angesehen und meine Freunde wollten mit ihm nichts zu tun haben und sagten mir, wenn sie ihn sahen: "dein Oldtimer kommt."
Gruß
eskima
Im RL habe ich ganz andere Erfahrungen gemacht als hier
Was ist Denn RL? :redhead:
RL ... real life
LG Püppi
Wo kämen wir hin, wenn alle sagten, wo kämen wir hin, und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen ? Kurt Marti
RL ... real life
Ah, deshalb, das war Ausländisch. 🙂
@ uli,
ausländisch? Jein ...
Da gibt es ein paar viele Abkürzungen, die wohl aus den Englischen stammen, aber auch bei deutschen Vielchattern etc. durchaus gebräuchlich sind:
RL
IMHO
Da gibt es bestimmt auch einen link zu einer aufklärenden Seite ... Mal sehen, ob Dir/uns da jemand helfen kann 😉
LG Pueppi
Wo kämen wir hin, wenn alle sagten, wo kämen wir hin, und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen ? Kurt Marti
Hallo Eskima,
ich fand es ehrlich gesagt spannend nun auch deine Geschichte zu lesen.
Mir viel dabei die roarote Brille ein. Auf der einen Seite macht sie blind und lässt einen ungeschützt in solche Erfahrungen rennen. Auf der anderen Seite denke ich, ist sie wichtig. Denn wie würden wir ohne solche Erfahrungen leben?? Ich glaube wir würden in jede kleine Falle tappen und könnten die wichtigen, wertvollen Dinge von den unwichtigen Dingen des Lebens nicht unterscheiden.
Deine Tochter kann ich gut verstehen. Hat sie selbst erfahren, daß Vater sich nicht kümmert, kümmern will und sieht später deinen Mann, der um seine Kinder kämpft. Ist halt auch ein ordentliches Päckchen, was sie da tragen musste/muss.
Ihre Einstellung zu den Kindern deines Mannes it doch eigentlich nur verständlich.
Sie hat die andere Erfahrung gemacht, ist älter. Später...irgendwann, wissen auch die Kinder deines Mannes seine Bemühungen zu schätzen.
Deine Tochter wird sicher deine Bemühungen und deine Stärke zu schätzen wissen. Du wolltest sie haben und hast sie bekommen 🙂 .
LG
Tina *die schon auf Teil 2 gespannt ist
Und aus dem Chaos sprach eine Stimme zu mir:"Lächle und sei froh, es könnte schlimmer kommen." Und ich lächelte und war froh und es kam schlimmer.
Da gibt es bestimmt auch einen link zu einer aufklärenden Seite ... Mal sehen, ob Dir/uns da jemand helfen kann 😉
Auf die Schnelle: http://www.usenet-abc.de/emotions.htm#2
Gruß
eskima
@ elwu
das sehe ich anders. Denn es hat nichts mit an die Liebe zu glauben zu tun, sondern mit Werten. Und bereits mit 21 war mir ein wichtiger Wert, nicht in eine bestehende Beziehung einzudringen, bzw. sofern ich davon erfahre dass eine besteht, die Sache umgehend zu beenden.
Heute, mit fast 45 Lenzen sehe ich auch vieles anders als mit 21 Jahren, das mal vorab. Es stört mich aber explizit, dass du die Nichtanerkennung deiner Wertmaßstäbe nur an meiner Person festmachst. Hälst du Männer grundsätzlich für so schwach, dass sie nicht an sich halten können, wenn sie verheiratet sind?
Gruß
eskima

