Mein Leben als "Rabenvater"
Hallo Leute,
ich bin Vater von zwei Mädels im alter von 6 und 10 Jahren. Nach 10 "wundervollen" Ehejahren habe ich mich im Oktober 2006 von meiner treusorgenden Ehefrau, der reizenden Schwiegermutter und der (einzig normalen) Schwiegeroma getrennt. Immerhin konnte ich einige Anziehsachen und unsere gemeinsamen Schulden mitnehmen.
Defakto hatte ich mich schon länger aus der Beziehung abgemeldet , da meine Noch-Frau nicht die 120 km zu meinem Arbeitsplatz mit umziehen wollte. Vernünftige Gründe die gegen einen Umzug sprachen, wie Arbeit, Freunde oder sonstiges gab es nicht. So fristete mein Dasein als Wochenendpendler und Wochenendpapa.
Ich hatte jedoch trotz allem immer ein sehr gutes Verhältnis zu meinen Kindern. Ich bin genau so nachts aufgestanden, hab Ihnen das Fläschchen gegeben und die Windeln gewechselt, war mit Ihnen beim Arzt und auf dem Spielplatz, bei Tanzveranstaltungen von meiner Großen und bei Kindergartengeschichten bei meiner Kleinen. Aber das alles zählt nun nicht mehr.
Leider machte sie ihre Ankündigung wahr, dass ich die Kinder nicht mehr sehen könne, wenn ich gehe. Nur diese Drohung hatte mich letztendlich so lange an diese Beziehung gefesselt.
Nachdem ich die Kinder im November und Oktober 2006, drei mal für einige Stunden sehen konnte, was auch immer sehr schön war, erklärte meine Frau, dass die Kinder keinen Umgang mit mir wünschen. Was folgte war endloser teuerer Schriftverkehr der lieben Anwälte, Besuche beim Jugendamt und schließlich ein Umgangsprozess Ende Mai 2007.
Der Richter war glücklicherweise sehr geschickt und erfahren. Er befragte dabei erst die Kinder, die mich dann dazuholten. Als sie sich dann auf meine Beine setzten und sich an mich lehnten, fragte er sie "was ist denn nun mit euren bösen Papa" usw. Die Kinder konnten nichts mehr sagen und zitterten vor Angst und Anspannung. Danach kam dann der Rest vom Schützenfest (Anwälte, Jugendamt-Tante und Frauchen) noch mit in dem Sitzungssaal. Die Kinder gingen raus und es ging heiß her.Der Richter hielt ihr vor, dass sie die Kinder beeinflusse und manipuliere, mein Frauchen drehte nur die Augen raus und schrie alle an, die Kinder sind ihr Eigentum usw.. Glücklicherweise hatte ich genug Baldriantabletten eingenommen und hielt mich weitgehend zurück.
Nur auf Druck des Gerichtes und unter Androhung von Zwangsgeld kam dann letztendlich noch ein Vergleich zustande. Ich könne die Kinder nun im 14 tägigen Abständen erst mal für jeweils 6 Stunden sehen und nach einer gewissen Zeit dann die üblichen ganzen Wochenenden von Fr-So.
Erwartungsgemäß hielt die Einsicht meiner Noch-Frau nicht lange und es folgten kurzfristige Umgangsverlegungen, Hinauszögerungen und schließlich die Erklärung der Kinder am 30.06.2008 vor ihrer Haustür, dass sie nicht mehr zu mir wollen. Sie haben dabei wieder geweint und bei mir einen traumatisierten Eindruck hinterlassen. Bei dem letzten Besuch bei mir hatten wir noch gemeinsame Urlaubspläne geschmiedet. Auch wollten Sie mit meinen Eltern und Ihrer Cuusine gemeinsam in den Urlaub fahren. Meine Reaktion war entsprechend, immerhin fahr ich einfach 270 km zu meinen Kindern, da ich jetzt in München arbeite und die Großeltern (meine Eltern) hatten sich auch so auf einem Besuch gefreut.
Vor lauter Wut hab ich den BMW, den sie als Familienauto nutzte, mit einem Nachschlüssel weggefahren und sehr günstig sofort weiterverkauft. Da hat sie dumm geschaut, als der BMW weg war. Ist aber ausdrücklich nicht zur Nachahmung empfohlen, war ein teuerer Spaß für mich. Also besser Zucker in den Tank oder sowas... 😉
Meinen lumpigen Golf, denn ich Ihr auf anraten meines Anwaltes später zum Ausgleich angeboten hatte, wolle sie nicht...
Nach weiteren Schreiben meines Anwaltes wurde mir erst von der Gegenseite erklärt, dass die Kinder keinen Umgang mehr wünschen und ich wieder klagen könne wenn s mir nicht passt, natürlich kannten sie meine finanzielle Situation zu diesem Zeitpunkt. Dann wurde erklärt, dass meine Frau bei der Erziehungsberatung mit den Kindern sei und ich ja dann irgendwann später dazu kommen könne. Da war ich schon sehr gespannt, da meine Noch-Frau im Vorfeld jegliches Gespräch mit mir beim Jugendamt ablehnte.
Dann wurde es Herbst und es geschah ein Wunder. Pünktlich zu einer Gehaltserhöhung, die im größeren Umfang stattfand, wurden meine Einkommensnachweise eingefordert. Gleichzeitig wurde erklärt, "dass Frau ... nicht die Vorschläge der Erziehungsberatung annehmen wolle und zur alten Umgangsregelung zurückkehren möchte".
Ihrer Anwältin war klar, dass die Kohle nur einklagbar ist, wenn der Umgang läuft.
Ok, hab ich gedacht, soll mir auch recht sein, vielleicht zieht ja wenigstens das Geld, wenn schon die Vernunft nicht siegt.
Hab ich mir aber leider nur so eingebildet. Es kam zu insgesamt vier Umgangsterminen, die wiederum nach altem Muster stattfanden. Immer wieder kurzfristige Verlegungen und dazu zur einige Stunden. Ich bemerkte bei meinen Kindern wie groß der Konflikt in ihnen wütet und wie sehr sie das alles belastet. Ich konnte mir das nicht länger mit ansehen und stellte ihnen den Umgang mit mir frei. Meine Kleine hat zum Abschied nur noch gefragt ob ich denn noch ihr Papa bin...
Kämpfen um jeden Preis werd ich nicht und kann ich nicht. Ich hoffe darauf, dass die Mädels, wenn sie älter sind, selber darauf kommen und mich wieder sehen wollen und das auch ihrer Mutter so sagen können.
Meine Noch-Frau war selbst ein Scheidungskind und ihr Vater hat nach der Trennung nicht mehr nach ihr gefragt. Sie besonderst müsste wissen was für Kinder eine Trennung bedeutet und wie sie dabei belastet werden. Sie selbst sagte immer wieder zu mir, dass sie sich so einen Vater wie mich gewünscht hätte. Alles nur lehre Worte.
Ja und nun ist schon ein Jahr ins Land gegangen, als ich meine beiden Mädels das letzte mal sah. Ich schreib weiterhin Briefe und schick Päckchen und wenn ich viel Glück hab darf ich zum Geburtstag eins oder zwei Sätze mit ihnen sprechen. Sonst wird immer gleich aufgelegt, wenn ich anrufe und sie mitbekommen wer dran ist.
Was mir derzeit bleibt ist der Gang zum Psychiater (der will ja auch was verdienen) und Tabletten zum schlafen.
Heut in zwei Wochen ist Scheidung angesagt und auch der nacheheliche Unterhalt soll geregelt werden. Ich beantrage die Verwirkung. Ich sehe nicht wie meine Noch-Frau ihrer gesetzlichen Verpflichtung nachkommt und "auf den Umgang mit dem Vater positiv einwirkt". Meine Auffassung ist keine Kinder kein Geld. Auch schimpft sie vor den Kindern und das auch vor Zeugen, auf mich in allen erdenklichen Möglichkeiten. Mein Anwalt meint, dass die Aussicht nicht so gut ist, dass durchzubekommen. Wenn ich Glück hab, kommt eine zeitliche Begrenzung und/oder eine Herabsetzung in Frage. Arbeiten will Madame natürlich auch nichts mehr....
Naja, ich werd es erleben....
Wenns hart auf hart kommt leg ich mich an den Tegernsee in eine Privatklinik und mal bunte Bilder, viel fehlt dazu eh nimmer. :knockout: :crash:
Fortsetzung folgt.
Hallo Ossi,
willkommen bei VS.
Deine Geschichte ist echt hart. Aber vielleicht ein kleiner Trost, meine Geschichte ist fast die gleiche.
Mein Scheidungstermin (mit Folgesachen) ist nächste Woche Freitag.
Vor zwei Wochen war ich beim zuständigen Jugendamt (4 Stunden) . Es ging um den Umgang usw.....
Es lohnt sich immer zu kämpfen. Vorausgesetzt, du bist dazu bereit.
Ich habe einiges hinter mir. Strafanzeige wg. Missbrauchsvorwurf, 1 1/2 Jahre Umgangsboykott, Suizid Vorwürfe, und und und....., also die ganze Palette.
Aber ich werde nicht aufgeben. Niemals.
Tu das bitte nicht. Deinen Kindern zuliebe....
Kopf hoch und durch!!!!
Gruss
Agent
Mantra:
NEIN, NICHT nächste Woche. Heute noch oder morgen. Und schreib jetzt nix vom Anwalt (...), sondern heb Deinen Hintern samt Eiern hoch und werde aktiv.
Zitat Brille007, 22. August 2008, 22:44:25
Hi,
Was mir derzeit bleibt ist der Gang zum Psychiater (der will ja auch was verdienen) und Tabletten zum schlafen.
das ist - leider - sehr gut nachvollziehbar.
Ich ziehe nicht aus.
Hi,
Was mir derzeit bleibt ist der Gang zum Psychiater (der will ja auch was verdienen) und Tabletten zum schlafen.
ist auch für mich gut nachvollziehbar. Aber ist ja keine Schande. Wenn jemand einem helfen kann.....
Leider haben die Mütter erst einmal allerhand Möglichkeiten, einem das Leben schwer zu machen.....
Gruss
Thomas
Mantra:
NEIN, NICHT nächste Woche. Heute noch oder morgen. Und schreib jetzt nix vom Anwalt (...), sondern heb Deinen Hintern samt Eiern hoch und werde aktiv.
Zitat Brille007, 22. August 2008, 22:44:25
Hallo Ossi,
für's Aufgeben finde ich es definitiv zu früh.
Es wäre auch besser, wenn du mit dem Schaden der Kinder argumentierst als über die Kohle. Sonst erweckst du selbst den Anschein, als wäre es dir nur recht, wenn du die Kinder nicht mehr siehst (und sie dich natürlich), wenn du dafür als Entschädigung den Unterhalt sparst. Lieber solltest du damit argumentieren, dass der Umgang auch ein Recht der Kinder ist, das mit Füßen getreten wird. Ich denke, das kommt besser.
Lass den Streit mit der Exfrau möglichst außen vor und argumentiere aus den Augen der Kinder.
Liebe Grüße
Andrea
Die 7 Todsünden der modernen Gesellschaft? Reichtum ohne Arbeit. Genuss ohne Gewissen. Wissen ohne Charakter. Geschäft ohne Moral. Wissenschaft ohne Menschlichkeit. Religion ohne Opfer. Politik ohne Prinzipien.
Dalai Lama
Hallo Ossi
Ich kann dich sehr gut verstehen, aber es bringt dir nun wirklich nichts jetzt aufzugeben. Sie redet, wie du schon geschrieben hattest, schlecht über dich. Irgendwann glauben deine Kinder all das was die KM erzählt, weil du ohne ein Wort zu sagen gegangen bist.
Ich kenne das und habe es am eigenen Leib erfahren.
Bitte bleibe am Ball, auch wenn es noch so schwer ist.
Liebe Grüße
denise
Hallo Ossi,
ich denke auch, dass du keinen Grund zum Aufgeben hast.
Dennoch musst du die Formel: "Kein Umgang, kein Unterhalt" streichen.
So ticken die Ringrichter nicht.
Unterhalt ist fürs Kind, Umgang erzankst du von KM.
Du darfst die Kinder nicht hungern lassen, nur weil Mama n Rad ab hat.
Gruss Beppo
Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.
@Beppo: Er will die Rad-ab-Mutter hungern lassen, nicht die Kinder.
Kein Unterhalt weil keine Förderung des Umgangs zum Vater.
Das ist seine Devise.
LG LBM
"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
OK, klingt zwar vernünftiger, funktioniert aber auch nicht besser!.
Gruss Beppo
Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.
Hallo ihr Lieben,
Da Mutter und Kind aus einem Trog essen, macht das vor Gericht nicht wirklich einen Unterschied.
Liebe Grüße
Andrea
Die 7 Todsünden der modernen Gesellschaft? Reichtum ohne Arbeit. Genuss ohne Gewissen. Wissen ohne Charakter. Geschäft ohne Moral. Wissenschaft ohne Menschlichkeit. Religion ohne Opfer. Politik ohne Prinzipien.
Dalai Lama
Hallo Ossi,
@LBM
Die These kann ich gut nachvollziehen, jedoch ist denke ich der Focus auf die Kinder, gerade in seiner momentanen Situation wesentlich besser. Auch würde er sich beim JA sicher keine "Bonuspunkte" einfahren.
Leider machte sie ihre Ankündigung wahr, dass ich die Kinder nicht mehr sehen könne, wenn ich gehe. Nur diese Drohung hatte mich letztendlich so lange an diese Beziehung gefesselt.
Das kenne ich nur zu gut. Die Eltern der KM hatten mir im März (einige Tage nach der Trennung) angekündigt, mir die Tochter für immer vorzuenthalten, notfalls mit Missbrauchsvorwürfen.
Das haben sie dann im Juni/Juli 2007 auch wahr gemacht. Ich hab mich immer an die Vereinbarungen mit der EX gehalten. Jedoch gefiel ihr dann plötzlich meine neue Lebenspartnerin nicht.
Sie hat ihre Drohung wahr gemacht. Strafanzeige wg. Missbrauch, Hausdurchsuchung, Anschuldigungen (ich hätte meinem Kind über 7 Stunden nichts zu essen und zu trinken gegeben, keine Windeln gewechselt usw.)
Umgangsboykott nun seit ca. 1 1/2 Jahren (nur 4 begleitete Umgänge seither).
Ich konnte mir das nicht länger mit ansehen und stellte ihnen den Umgang mit mir frei. Meine Kleine hat zum Abschied nur noch gefragt ob ich denn noch ihr Papa bin...
Das kenne ich auch sehr gut. Nur bei mir wollte die KM unserer Tochter frei stellen ob sie mit möchte. Bei einem 3 jährigen Kind.........
Die Wiedersehen beim JA (betreute Umgänge) haben mir jedoch gezeigt, dass es sich sehr wohl lohnt, zu kämpfen.
Mein Scheidungstermin ist am 14......
Wenn Du Hilfe brauchst, oder Dich mit einem "Leidgenossen" der gleichen Gattung austauschen möchtest, so kannst Du mir gern eine PN schreiben.
Gruss
Thomas
Mantra:
NEIN, NICHT nächste Woche. Heute noch oder morgen. Und schreib jetzt nix vom Anwalt (...), sondern heb Deinen Hintern samt Eiern hoch und werde aktiv.
Zitat Brille007, 22. August 2008, 22:44:25
Hallo mit einander,
noch mal einiges zum klarstellen, da es anscheinend Missverständnisse gibt.
Punkt 1: natürlich zahle ich für die Kinder. die liebe KM hat inkl. Kindergeld 900 € nur für die Kinder. Wenn ich kann schick ich extra noch so Kleinigkeiten wie Laptop für die Schule (und natürlich auch zum chatten für die KM, damit sie wieder einen blöden zum abkassieren findet), Anziehsachen, Spiele, Naschi usw.
Punkt 2: KM bekommt noch extra 450 € Trennungsunterhalt..... möchte aber 1000 €....... viele fiktive Geschichten dabei, Realsplittingvorteil usw. Zusätzlich noch ein Paar € ALG II.
Punkt 3: Natürlich habe ich versucht, so einfühlsam wie möglich, mit meinen Kindern über die Trennung zu reden. Im Gegensatz zur KM bin ich mir schon bewust, dass ich dabei das Verhältnis zum zukünftigen Ex-Lebensabschnittsgefährten nicht zerstören darf. KM wird schon bald merken , dass aufgeht was sie gesät hat und sie wird die Ernte einfahren, bis zum letzten Scheffel. Leider wird sie mich bis dahin bei den Kindern so demontiert haben, dass ich nicht mehr eingreifen kann.
Ich kenn sie, ehe isst sie trocknes Brot, als nur einen cm nachzugeben bzw. einzulenken. Da sind ihr die Gefühle der Kinder dann auch Wurst.
Punkt 4: Meine Devise ist: Aktion KM -----Reaktion Ossi-lein, dies natürlich nur gegenüber meiner Ex, die Kinder bleiben so weit wie möglich außen vor. Ich werde ihr Verhalten unter keinen Umständen akzeptieren bzw. auch noch honorieren. Natürlich betrifft es, zumindesten mittelbar, auch immer die Kinder.
Geld zieht bei ihr ungemein, mein Konto sah nach der Trennung entsprechend aus. Ich war halt blöd, betriebsblind und wollt alles richtig machen. Was rausgekommen ist seht Ihr jetzt.
Natürlich ist es richtig das alle aus einem Napf essen aber weitere Hilfe wenn ich sie anbiete wird abgelehnt. Ich hatte für die Kinder Geld zur Schuleinführung-/wechsel überwiesen, da keine Reaktion auf Brief was sie brauchen kam. Das Geld kam zurück, da ALG II und dies als Einkommen zählt. Dann hatte ich das Geld in ein Packet mit Briefen und Naschi losgeschickt. Packet war dann "auf dem Postweg verloren gegangen". Dazu muss ich aber sagen das es stimmt, da ich Nummer für Auftragsverfolgung hatte (hab die Kohle dann wieder von der DHL-Versicherung bekommen) usw.
Im letzten Brief von meiner großen Tochter wurde nur Geld von mir gefordert für dies und das, ach ja und der Laptop natürlich. Den hab ich aber auch nur bekommen da ich angekündigt habe ihnen ein Sparbuch einzurichten und die KM dachte das der Geldsegen nun aufhört. Auf weitere Fragen, bitten auf ein Wiedersehn usw. ging sie nicht ein. Ich weiß natürlich woher es kommt. Auf andere Briefe kam keine Reaktion.
Meine Eltern bei denen sie früher oft zu besuch wahren, mit denen sie in Urlaub gefahren sind, für die sie ihr ein und alles noch waren im Alter, werfen mitlerweile Geld in den Briefkasten zu Geburtstagen usw. Wenn sie, sie sehen wollen und anrufen geht keiner ran oder es heißt, "dass könnt ihr vergessen". Meine Mutter und mein Vater sind, bei meinen Besuchen bei ihnen, nur noch am weinen und verstehen die Welt nicht mehr.
Verständnis für verletzte Gefühle oder Zukunftsangst der KM hört bei mir irgendwann auch mal auf. KM muss lernen für sich selber zu sorgen soweit es geht. Ich kann ihr nur anbieten sie zu unterstützen, dies aber auch nur wenn sie mir eine Chance Vater zu sein und den Kinder einen Vater zu haben, lässt.
Ich kann meine Hand nur ausstrecken. Leider wird halt immer nur draufgeschlagen. Ich kann nicht mal sagen, dass ich die KM hasse. Sie ist mir schlichtweg egal, Bockwurst, Banane. Ich weiß zumindestens das sie die Kinder nicht vernachlässigt und sich gut um sie kümmert. Wenigstens ein Trost für mich und meine Eltern.
Die Gefühle sind mit den Sammeltassen die mir um die Ohren geflogen und mit ihren Wutausbrüchen gestorben. Mir liegt nur noch was an meinen Kindern. Nur wenn ich immer weiter nachbohre zereis ich sie und da geh ich lieber zum Klapperdoktor, als das meine Kinder wegen mir dahin müssen.
JU-Tante hat gesagt sie mischen sich nur ein wenn die Kinder vernachlässigt werden und das ist nicht der Fall. Ansonsten können sie nur vermittelnd tätig werden.
Bei meiner Frau ist jedoch keine Vermittlung möglich. 270 km zu fahren um dann nur die Tür von außen anzuschauhen ist auch fürn A...
Richter sagt, Zwangsgeld macht keinen Sinn, da Einkünfte unter Pfändungsgrenze. Na mal schaun was er am 17.11.08 bei der Scheidung sagt. Befürchte aber das es nicht bei diesem einem Termin bleibt.
so wieder genug gebabbelt, spar ich mir heut wieder die Therapie...
Gruß an alle,
Ossi
Hallo Leute,
ich will heute mal was Positives schreiben, um denjenigen Mut zu machen, die in einer ähnlichen Situation sind wie ich.
Kurz nochmal zu meiner Situation.
Ich bin Vater von zwei Mädels im Alter von 8 u. 10 Jahren. Nach 10 Jahren „glücklicher“ Ehe hatte ich 2006 genug von dem ganzen Glück und hab die Kurve gekratzt. Danach kam dann das übliche Spiel von Umgangsboykott und gezielter Entfremdung der Kinder.
Von wegen § 1684 BGB. Ist alles nicht das Papier wert, auf dem es geschrieben steht. Es folgten Umgangsprozess, wo die Kinder auch befragt wurden und wo selbst der dümmste Richter gemerkt hat, was vor sich geht, als die Kinder nachdem sie sagten „sie wollen nicht mehr zu Papa“ sich auf meine Beine setzten…
Es folgte die Feststellung „das zwischen Vater und Kinder ein liebevolles Verhältnis besteht“ , mit kreischender Noch-Ehefrau und Zwangsgeldandrohung. Nach zweimaligem Umgang, der immer wieder kurzfristig verschoben wurde und nachdem ich einmal umsonst von München nach Coburg (300 km) gefahren war, wurden die Kinder vor die Tür getrieben um mir wiederum heulend mitzuteilen, dass sie nicht mehr zu mir wollen. Danach war dann wieder ein halbes Jahr totenstille. Als es dann schließlich auf dem Scheidungstermin zuging, sollte dann plötzlich wieder Umgang stattfinden, wohl weil ich auf Unterhaltsverwirkung abzielte und die Chancen vor Gericht damit durchzukommen, von der Gegenseite als nicht so schlecht eingestuft wurden.
Ich bemerkte natürlich den Druck auf meinen Kindern, die Augenringe usw. Nachdem ich dann noch feststellen musste wie sich meine Noch-Gemahlin den weiteren Umgang vorstellte (alle 4 Wochen wenn überhaupt usw.) stellte ich den Kindern frei wann sie mich wieder sehen wollen. Danach waren sie wie befreit. Die Tante vom Jugendamt, die sonst völlig ratlos war, hatte im Vorfeld zu mir gesagt, ich solle besser loslassen, sonst würden die Kinder noch mehr Schaden nehmen. Das Gefühl hatte ich auch.
Ich schickte danach zu Weihnachten, Ostern und zu den Geburtstagen Päckchen und Karten. Ich schrieb immer wieder Briefe, in denen ich von mir und den Rest der verstoßenen Familie (Großeltern, Neffen usw.) berichtete und immer wieder um ein Wiedersehen bat. Ans Telefon ging eh keiner mehr hin oder ich wurde weggedrückt. Von den Schulen forderte ich Fotos und die Zeugnisse an, die mir aber nur wiederwillig zugesandt wurden. Nachdem meine große Tochter drei Fünfer auf dem Zeugnis hatte und versetzungsgefährdet war, schrieb ich meiner Ex zwei deutliche Briefe, wo ich sie Fragte ob sie nicht mal was unternehmen will, zwecks Nachhilfe usw. Die Rechnung kam auch dann gleich mit 65 € monatlich, hat aber geholfen. Von der Kleinen bekam ich nichts mehr zugeschickt und in der Schule ging auch keiner mehr ans Telefon. Also hab ich mich an den Schulrat in Coburg gewandt und ihm auch gefragt, wie es denn sein kann, dass hier die Kinder ohne Zustimmung beider Erziehungsberechtigter eingeschult werden und dass ich komplett von der Schule ignoriert werde. Ich sagte auch, dass wenn nichts geschieht, ich mich ans Kultusministerium wende. Er sagte er wolle sich kümmern und er hat Wort gehalten. Die liebe Ex wurde in die Schule einbestellt und ihre Lügengeschichten über mich vielen in sich zusammen.
Und oh Wunder vor 5 Wochen rief mich meine große Tochter nach zweieinhalb Jahren an und sagte das sie mit mir was unternehmen will. Ich hab vor Freude nur noch geweint…
Meine kleine Tochter wollte zwar erst nicht, stand dann aber auch mit vor der Tür. Sie waren auch nicht fremd, obwohl meine Kleine nicht mehr viel Erinnerung an mich hatte, sonder zu meiner Verwunderung an allen sehr interessiert. Sie wollen mich jetzt wieder öfter sehen auch mit nach München kommen und mit mir in den Urlaub fahren. Sonntag geht’s los. Meine Ex sagte ich könne sie gleich 3 Wochen behalten. Ich denke, dass sie einen Neuen hat, mit dem sie ihre Zeit allein genießen möchte. Na mir soll es recht sein. Und wenn sie wieder heiraten sollte, werde ich ein Straßenfest veranstalten 😉
Muss ihr aber noch verklickern, dass selbst wenn ich möchte, ich von 700 € die ich im Moment noch zum Leben, Miete usw. hab (zahle 1500 € Unterhalt), nicht alle 2 Wochen 130 € für Benzin zahlen kann.
Der Unterhalt muss sowieso neu verhandelt werden, in den neuen Leitsätzen steht auch was von einer angemessenen Berücksichtigung von Umgangskosten und ich verdiene ab Oktober 1000 € weniger.
Bei den Großeltern waren wir auch vorletztes Wochenende und mein Vater, der sonst kein emotionaler Mensch ist, konnte seine Tränen nicht mehr unterdrücken. Das Leiden der Großeltern wird oft vergessen, wenn sie von heute auf morgen ihre Enkelkinder nicht mehr sehen können.
Also an alle meine Botschaft, die Hoffnung stirbt zuletzt und es kommt immer anders als gedacht.
Ein glücklicher Vater
Euer Ossi
Hallo Ossi,
ich hab grad sowieso meinen Sentimentalen, aber jetzt hatte ich echt :sad3: :sad3: :sad3:
Ich wünsche Dir, dass es mit Deinen Kindern und Dir jetzt nur noch bergauf geht.
LG LBM
"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
Servus Ossi,
JA! Es tut gut, auch mal solche Geschichten zu lesen.
Alles gute für Euch!!
Sieh zu, dass die Sache mit den Umgangskosten aber keinen negativen Einfluss auf die Umgänge bekommt!
Erstmal bist Du allein dafür verantwortlich. Willst Du die KM dazu mit ins Boot bekommen, musst du recht geschickt dabei vorgehen.
Aber erst mal die Zeit mit den Kindern genießen :thumbup:
Gruß, Michael
sol lucet omnibus - die Sonne scheint für alle
*zusammengeführt*
Der 15. Senat des OLG Celle befindet vatersein.de
in den Verfahren 15 UF 234/06 und 15 UF 235/06
als "professionell anmutend".
Meinen aufrichtigen Dank!
HI
Die Tante vom Jugendamt, die sonst völlig ratlos war, hatte im Vorfeld zu mir gesagt, ich solle besser loslassen, sonst würden die Kinder noch mehr Schaden nehmen. Das Gefühl hatte ich auch.
Ich schickte danach zu Weihnachten, Ostern und zu den Geburtstagen Päckchen und Karten. Ich schrieb immer wieder Briefe, in denen ich von mir und den Rest der verstoßenen Familie (Großeltern, Neffen usw.) berichtete und immer wieder um ein Wiedersehen bat.
Das ist der Weg denn ich jetzt auch gehe, Leinen los, aber immer fetshalten und nicht zu weit abdriften lassen.
In manch verfahrenen Situationen kann nur noch das helfen.
Ich hoffe da auch auf Erfolg.
Alles gute, dir und den Kid's
Gruss Wedi
Ich bin "nur" Mutter aber ich muss sagen vieles was ich hier so lese(vor allem Umgang gibts nur wenn Du zahlst)kann ich nicht bestätigen!Mein Ex weigerte sich erfolgreich über 3Jahre(ich war vorher mit nem anderen verheiratet)seine Kinder überhaupt anzuerkennen:-(Hat bis heute(die jungs sind 11+10Jahre alt)nicht einen Cent Unterhalt gezahlt,nicht eine Pampers oder sonstiges (was man so zum Leben braucht)gekauft,lediglich teure Geschenke gemacht:Wii konsole,PS3,FlachbildfernseherXXXXXL...welche bei ihm bleiben müssen) da Mutter(also ich)sonst ja nutzen davon hätte!Ju-Amt verweigerte mir bis letzes Jahr die Mithilfe(geregelter Umgang,er kommt wann er will(oder auch nicht),bringt die Kids Nachts um 23Uhr nachhause....Ich fühle mich wie wohl die meisten von Euch.... Vom Staat verarscht und allein gelassen!!!Nein ich lebe nicht(mehr)von H4,arbeite mind.30Std woche,mach jede überstd die geht um unser Leben zu finanzieren.Und jetzt erwartet das Ju-Amt auch noch das ich ihm das Sorgerecht überschreibe,da klagen ja für ihn teuer werden würde?!
Moin,
habe jetzt nicht alles gelesen und Unterhaltexperte bin ich nun weiß Gott nicht, ABER, evtl. passt das ja hier irgendwie :wink::
Sollten wir den Ämtern bei Umgangsboykott doch diese Geschichte der lieben Gebrüder Grimm auftischen:
Der süße Brei
Es war einmal ein armes frommes Mädchen, das lebte mit seiner Mutter allein, und sie hatten nichts mehr zu essen. Da ging das Kind hinaus in den Wald, und begegnete ihm da eine alte Frau, die wußte seinen Jammer schon und schenkte ihm ein Töpfchen, zu dem sollt es sagen »Töpfchen, koche,« so kochte es guten süßen Hirsenbrei, und wenn es sagte »Töpfchen, steh,« so hörte es wieder auf zu kochen. Das Mädchen brachte den Topf seiner Mutter heim, und nun waren sie ihrer Armut und ihres Hungers ledig und aßen süßen Brei, sooft sie wollten. Auf eine Zeit war das Mädchen ausgegangen, da sprach die Mutter »Töpfchen, koche,« da kocht es, und sie ißt sich satt; nun will sie, daß das Töpfchen wieder aufhören soll, aber sie weiß das Wort nicht. Also kocht es fort, und der Brei steigt über den Rand hinaus und kocht immerzu, die Küche und das ganze Haus voll, und das zweite Haus und dann die Straße, als wollts die ganze Welt satt machen, und ist die größte Not, und kein Mensch weiß sich da zu helfen. Endlich, wie nur noch ein einziges Haus übrig ist, da kommt das Kind heim, und spricht nur »Töpfchen, steh,« da steht es und hört auf zu kochen; und wer wieder in die Stadt wollte, der mußte sich durchessen.
Also, das Märchen ans Jugendamt und an die KM schicken. Immer wieder vorlesen(lassen), an Umsetzung glauben(das ist gaaaanz wichtig(!!!)) und dann beruhigt sich evtl das JA und auch die KM. Und alle sind sie satt!!! :rofl2:
Also, demnächst versuche ich das bei Umgangsboykott vielleicht auch so. Märchen "Der süße Brei" anstelle von Barunterhalt! 😉
In diesem FamilienUNrecht ist doch letztendlich alles möglich, oder?
Gruß
Ariba
***edit: Habe nun alles gelesen - und nicht nur den Anfang! Viel Glück Ossi!! :thumbup: Und ja, es ist schön zu lesen, wie der Kontakt zu Deinen Kids "neu" aufgebaut wird. Alles Gute!!! :hoffen:
Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.
Ich will mal weiter berichten, damit Ihr seht wie es manchmal gehen kann.
Jetzt ist die Saat des Bösen aufgegangen und hat den getroffen der so fleißig gesät hat.
Seit letzer Woche hat sich meine große Tochter von der Mutter verabschiedet und ist zu mir nach München gezogen.
Weil ich mit meiner Familie und LG an der Konfirmation meiner Tochter teilgenommen habe, hatte KM und die liebe Großmutter ihre Teilnahme abgesagt. Die Kosten fürs Kleid und die Feier hatte ich sowieso übernommen. Der Uhrgroßmutter mit über 80 haben sie die Teilnahme auch verboten. Sie haben ihr gesagt wenn sie hingeht werden sie, sie nicht mehr besuchen. Wie gemein ist das denn!
Wir haben die „Uri“ aber dann trotzdem nach der Kirche besucht. Die alte Dame ist nur noch weinend zusammengebrochen…
Außerdem hatte KM beim Friseur!!! angekündigt, dass ihre Tochter noch was erleben würde. Wie dumm ist das denn.
Als sie dann am Montag nicht zu Hause war als ich meine Tochter abliefern wollte, hat sie unserem Kind am Telefon gesagt „sie könne gleich mit abzischen“ und noch vieles mehr.
Ich hab`s gehört und umgesetzt. Hab mir gedacht, jetzt oder nie. Zu meiner Verwunderung hat auch gleich das Jugendamt mitgemacht. Der Bearbeiter hat meine Ex am Telefon schlichtweg überfahren, nachdem sie ihm blöd gekommen ist. Endlich mal ein Mann der Tat. Mit der Tante vom Amt, wo ich früher zu tun hatte, wäre das sicherlich nicht möglich gewesen. Die wollt sich nicht einmischen solange die Kinder nicht halbtot sind.
Das ganze Drama hatte sich schon seit Sommer letzten Jahres angekündigt. Erst hatte KM die Entscheidung über einen evtl. Umzug nach München unserer Tochter überlassen und als sie dann zu mir wollte, hat KM es untersagt. Das war ein Eigentor würd ich sagen. Auch wurden die Gründe offensichtlich, schlichtweg das liebe Geld.
Habe meine Tochter jetzt in München zur Schule angemeldet und bin jetzt erst mal auf Wohnungssuche. Sie muss jetzt nur noch die 10. Klasse absolvieren und soll dann hier eine Lehre beginnen. So ist zu mindestens der Plan… Ich möchte, dass mein Mädel den Kreislauf von ALG II durchbricht und ihr Leben selbst meistern kann. Wo ich helfen kann werde ich helfen und unterstützen und ich möchte sie begleiten auf den letzten Wegen ihrer Kindheit, so gut es geht.
Nur gut das ich Gleitzeit habe und mir meine Arbeit selbst einteilen kann.
Unterhalt werd ich wohl keinen bekommen, da Ex ALG II kassiert und auch sonst vom arbeiten nicht viel hält. Unterhaltsvorschuss vom Amt werde ich auch nicht bekommen, da meine Tochter schon 14 ist. Für meine kleine Tochter zahl ich halt einfach weiter.
Ich werde aber darauf drängen, dass meine Tochter weiter Kontakt zu ihrer Mutter hat und sie auch besucht. Es hat niemand was davon wenn ich ihre Mutter verteufele und das Verhältnis vollends zerstöre. Außerdem möchte ich natürlich auch meine kleine Tochter weiter besuchen.
Gruß Ossi
