Hallo Leute,
mein Name ist Rico, werde Eddi gerufen und habe eine 3-jährige Tochter.
Seit einem Jahr leben meine Frau und ich im Trennungsjahr, die Scheidung steht kurz bevor.
Die Trennung verlief für alle Beteiligten sehr schwer, für die Kinder sicherlich besonders schwer und verstörend.
Bei meiner Frau stellte sich leider heraus, das sie stark drogenabhängig ist.
Sie verließ die Familie Hals über Kopf und zog zu ihrem "besten Freund", ihrem Dealer.
Unsere Kinder, meine Tochter (3) und ihre Tochter aus einer früheren Beziehung (7),
waren knapp ein Jahr bei meinen Schwiegereltern in Pflegschaft.
Ich habe einen Umzug in Kauf genommen, um in der Nähe der Kinder sein zu können.
Mit meinen Schwiegereltern habe ich nach wie vor ein gutes Verhältnis und sie sind wirklich sehr um das Wohl ihrer Enkel besorgt.
Meine Tochter sehe ich jeden Donnerstag für ein paar Stunden nach meinem Feierabend und mindestens jedes 2. Wochenende.
Ich hole sie bei ihrer Mutter ab und bring sie auch wieder zurück.
Sie ist sehr gern bei mir und es fällt uns beiden schwer, wenn unsere gemeinsame Zeit vorbei ist.
Die Zeit, die meine Tochter und ich zusammen verbringen, ist manchmal ganz schön anstrengend und schwer, aber im positiven Sinne.
Sie fordert mich sehr, möchte immer beschäftigt werden und viel unternehmen.
Sie singt gern und hat mit ihren 3 Jahren großes Interesse an lustigen Wortspielen und Reimen. Die Zeit, die wir zusammen haben,
tut ihr und mir sehr gut.
In letzter Zeit stellt sie aber auch viele Fragen bezüglich Mama und Papa, die ich so kindgerecht wie möglich zu beantworten versuche.
Z.B., ob ich mit Mama böse bin. Nein, natürlich nicht.
Ich muß vielleicht dazu sagen, daß ich meine Frau nicht hasse, für das, was sie getan hat. Verachtung trifft besser zu.
Trotzdem verliere ich kein schlechtes Wort über sie und vermittle meiner Tochter, daß Mama sie natürlich genauso liebt wie Papa.
Seit kurzem hat meine Ex einen neuen Partner. Und meine Tochter verhält sich seit dem etwas, für mich, beunruhigend.
Ich möchte einige Beispiele nennen:
Wenn es an der Zeit ist, meine Tochter wieder zurück zu bringen, versucht sie diesen Moment mit Spielen oder Toben hinaus zu zögern.
Allein für den Weg zum Auto kann ich manchmal schon 20 Minuten einplanen (dauert normal keine 5 Minuten). Sie legt den Weg sehr spielerisch zurück und bezieht mich natürlich mit ein.
Das Auto möchte sie aufschliessen und auf ihren Kindersitz klettert sie auch nur allein, inklusive dem Vorhaben sich auch selbst anzuschnallen.
Vor zwei Wochen hat sie mir erzählt, das Mama nicht mit ihr spielt und das Mama sie gehauen hat.
Das kann ich mir allerdings nicht vorstellen und ich habe versucht zu erklären, das Mama das natürlich icht darf, mit dem Kontext, daß das bestimmt nicht so passiert sei.
Heute hatten wir nun wieder unseren Donnerstag und dieser war sehr verwirrend. Sie mag sehr gern Chicken Nuggets essen und so waren wir beide bei McDoof.
Sie nahm ein Nugget, biss davon ab, ging mit ihrer Hand unter den Tisch, ließ es fallen und fing fürchterlich an zu weinen. Ich hatte Mühe, sie wieder zu beruhigen.
In einer Ecke dort waren ein paar Luftballons. Wir holten zusammen einen für sie, krz danach nochmal einen für Papa.
Als sie einen weiteren haben wollte und ich sie bat, doch erst einmal zu essen, sagte sie mir (zum ersten Mal), "dann bist du nicht mehr mein Papa".
SCHLUCK!
Bis zum Auto war es sehr schwer, sie wieder zu beruhigen. Bei mir zu hause war dann erst einmal wieder alles gut. Wir haben ein Würfelspiel gespielt, Fangen und Verstecken.
Als dann wieder die Zeit kam, zurück zu Mama zu fahren, kam von ihr der Satz, "Mama ist böse" und auch wieder "dann bist du nicht mehr mein Papa".
Der Abschied von meiner Tochter bei Mama verlief heute zum Glücck ohne dramatische Szenen ab.
Meine Ex habe ich auf das Verhalten meiner Tochter erst einmal noch nicht angesprochen, ich möchte erst einmal abwarten, wie sich mein kleines Schatzi beim nächsten Mal verhält.
Trotzdem beschäftigt mich die Sache sehr.
Hat hier jemand auch schon einmal ähnlich Erfahrungen gemacht?
Ich bin einigermaßen irritiert und überlege, wie ich mich zukünftig in solch einer Situation verhalten soll.
Danke für eure Anregungen!
LG Eddi
Moin.
Also ich kann kein wirklich problematisches oder besorgniserregendes Verhalten eines 3 jährigen Kindes erkennen. Auch würde ich die Aussage einer 3 jährigen, dass Mama sie gehauen hätte nicht überbewerten, wohl aber aufmerksam beobachten(!), nicht mit Fragen insistieren!
Und Besuche bei bei McD sollten bei einem Kind in diesem Alter mMn eher die Ausnahme sein - das das Kind sehr gerne Chicken MgNuggets mag finde ich als Aussage bedenklich
Gruß, Toto
Imbissfraß, Gewalt und Drogen. Spült das Kind doch gleich im Klo runter. Kinder gehören nicht in die Hände von drogensüchtigen Gewalttätern und nicht mit Imbissfraß ernährt. Die Besorgnis um das Kind ist höchst gerechtfertigt. Ich würde hier keine Sekunde warten und mit aller gebotenen Schärfe intervenieren. Lieber einmal mehr richtig als einmal zu nachlässig reagiert.
Imbissfraß, Gewalt und Drogen. Spült das Kind doch gleich im Klo runter. Kinder gehören nicht in die Hände von drogensüchtigen Gewalttätern und nicht mit Imbissfraß ernährt. Die Besorgnis um das Kind ist höchst gerechtfertigt. Ich würde hier keine Sekunde warten und mit aller gebotenen Schärfe intervenieren. Lieber einmal mehr richtig als einmal zu nachlässig reagiert.
Jetzt mach aber mal halblang. Ist ja nicht so, dass Eddlestone die Situation genießt. Scheinbar sucht er ja eine Lösung. Fakt ist aber natürlich, dass man sich nicht wohl fühlt und besorgt sein sollte, wenn die Mutter Drögen nimmt. Habe ich es richtig verstanden, dass die kleine jetzt wieder bei der Mutter wohnt? Hast du schon mal daran gedacht, sie evtl ganz zu dir zu nehmen? Oder wie ist da die Ausgangslage? (Nur ein Gedanke - ich weiß aus eigener Erfahrung, dass das nicht so einfach ist wie gesagt).
Zu dem Essen: natürlich nicht schön - aber für mich eine typische Situation, in der man als "ebenfalls alleinerziehender" Vater wenig machen kann. Man müsste ja an den Gewohnheiten der Mutter schrauben, sie bestimmt was das Kind ist. Deswegen würde ich nicht viel wert darauf legen, die Ernährung umzustellen. Fände es zwar schön, wenn das Kind gesund ist, man darf aber nicht zu viel Hoffnung haben dass sich da was tut. Es sei denn du kannst dich mit der km abstimmen, was bei euch aber auch schwierig zu sein scheint.
Da fällt mir noch was ein. Meine Schwester hatte eine ähnliche Situation - da ist der Papa (getrennt) immer gerne mit dem kleinen nach McD gegangen. Nachdem meine Schwester ihr erklärt hat, dass chicken Nuggets = kleines, süßes Hühnchen hatte sie deutlich weniger Lust drauf. Natürlich darf man nicht das Fleisch essen schlecht machen, aber so kann man ein wenig das Bewusstsein schärfen.
P.s.: ich finde dass dein Beitrag danach klingt, dass du doch bemüht bist, recht viel investierst und deine kleine es genießt 😉
Mama haut mich, Mama ist böse, ist ein klares Indiz für Gewaltanwendung gegen das Kind. Dem ist nachzugehen. Ebenso der Drogenproblematik des Gewaltanwenders. Und auch die Ernährungsmodalität gehört zeitnah in den Fokus der Fürsorge. Je länger abgewartet wird, umso schwerer sind falsche Eß-Gewohnheiten zu korrigieren. Insgesamt also alles dringende Erfordernisse elterlicher Verantwortung. Und ja, Ausreden finden sich immer.
Gregg,
halte dich bitte ein wenig zurück.
Klar sollte man auch solche Aussagen achten, aber man sollte auch hinterfragen ,was tatsächlich passiert ist
Ein gebrochenes Versprechen ist ein gesprochenes Verbrechen
Ja natürlich. Das beinhaltet der Begriff Intervention.
Je länger abgewartet wird, umso schwerer sind falsche Eß-Gewohnheiten zu korrigieren. Insgesamt also alles dringende Erfordernisse elterlicher Verantwortung. Und ja, Ausreden finden sich immer.
Au ja, trainieren wir den Kindern ihren Apettit ab und Essstörungen an.
Chicken-Nuggets sind NICHT die Ausgeburt der Hölle. Auch "Ungesundes" gehört zur ausgewogenen Ernährung. Und wenn es Salzhering mit Cornflakes ist. Es gibt genügend Untersuchungen dazu. Bei keinem Kind, das sich nach seinem eigenen Verlangen ernährt, wurde jemals Mangelernährung oder Neigung zum Übergewicht festgestellt.
Zum Eingangsbeitrag: das "dann bist du nicht mehr .... (wahlweise einzusetzen)" finde ich in dem Alter recht normal. Das läuft im Kindergarten mit Freundinnen und Freunden nicht anders und so weit ich mich entsinnen kann, wurde mir das vom holden Töchterlein auch um die Ohren gefetzt. Je weniger Tanderadei man drum macht, umso schneller gibt sich das.
Das hier ist schließlich ein Forum, in dem sich auch viele Leute melden, bei denen eben nicht alles glatt läuft (wie ich) - deshalb kann man ruhig ein bisschen netter mit den Hilfesuchenden umgehen. Mit dem Ton ist nämlich niemandem geholfen @ Greg
Hallo,
McD ist nicht das Thema.
Zum eigentlichen Problem. Aus der Schilderung ist nicht zu erkennen, dass es größere Probleme oder Kindswohlgefährdung gibt.
Kinder in Trennungssituationen, aber gerade auch 3jährige haben einen Hang zum Drama. Was sie denn erreicht als sie das Nugget fallen lies?
Belohnung und Deine ungeteilte Aufmerksamkeit. Hier ist das eigentliche Problem.
Mama/Papa sind böse, Du bist nicht mehr mein Papa, alles das deutet auf viel Unsicherheit über die Situation hin und den Versuch sich Aufmerksamkeit zu verschaffen, Macht auszuüben indem verletzt wird oder eben nach dem Munde geredet wird.
Wie die Situtation tatsächlich ist, ist schwer zu sagen. Ich würde einfach mal bei den Großeltern nachfragen wie sie die Dinge sehen und wie sie sich bei ihnen bzw. ihnen gegnüber verhält. Sollten sich da Anzeichen für eine Kindswohlgefährdung ergeben sollte unbedingt das JA eingeschaltet werden.
VG Susi
Hallo,
was mal interessant zu wissen wäre, ist damals bei der Pflegschaft (übers JA geführt) die Krankheit der KM der Auslöser gewesen? Falls ja, dann dürfte die Drogensucht ja jetzt Geschichte sein und somit ist das Kind wieder bei der KM.
Falls dem so ist, so sollte versucht werden eine wohlbringende Elternebene/Gesprächskultur installiert werden. Hier kann man ggf. versuchen, die Sache mittels eines Mediators zu handhaben.
Kinder & McD... als Ausnahme völlig legitim. Wenn man alles nur "verteufelt" so wird das alles nur viel reizvoller.
Kinder werden ab dem 3. Lebensjahr manipulativ. Hier muss man ganz genau hinschauen, was an den Aussagen tatsächlich dran ist. Wenn du als Vater natürlich nur die "Happy Moments" fährst, dann sind natürlich die Alltagsaufgaben fürs Kind doof. Hier versuchen die Kleinen dann schon mal Ihre Vorteile zu ziehen. Das es im reinen Alltag bei Dir auch anders laufen würde... kann das Kind ja so noch nicht verstehen. Hier wäre die gewinnbringende Kommunikation der Eltern sehr hilfreich.
Viel Glück
Der Morgen ist immer klüger als der Abend.
Moin.
Also mal ehrlich, wenn ein Kind ab und an mal Fastfood isst, wird doch kein Schwerverbrecher draus. Meiner z.B. mag am liebsten auch Nudeln oder einen Cheeseburger. Na und? Ab und zu bekommt er die auch. Und danach wieder Gemüseschnitze, selbstgemachte Suppe oder einen Salat. Ist doch nichts dabei. Hier wird sich manchmal über Dinge aufgeregt...
Anders sieht es bei der potenziellen Drogensucht der Mutter aus. Ich würde mich keinesfalls darauf verlassen, dass sie clean ist. Gerade bei Terminen im JA wird gelogen, dass sich Stahlträger biegen. Um Gewissheit zu erhalten, wäre die Anzeige einer Kindeswohlgefährdung hilfreich. Dieser muss vom JA nachgegangen werden (vor allem, da die Mutter beim JA diesbezüglich hinreichend bekannt sein dürfte). Ergibt sich nichts, gut. Wird etwas festgestellt, dann ist Eile angebracht. In diesem Fall rechne damit, dass eure Tochter vorübergehend in einer Einrichtung untergebracht wird (Inobhutnahmestelle) und anschließend eine Verhandlung hinsichtlich ABR auf Dich zu kommt.
Viele Erfolg.
Gruß, Kitefan
Sorry, dass ich hiermit
Und Besuche bei bei McD sollten bei einem Kind in diesem Alter mMn eher die Ausnahme sein
die McD -Diskussion angestoßen habe...
Ich bin voll & ganz hierbei
Kinder & McD... als Ausnahme völlig legitim.
Allerdings las ich diese Bemerkung des TO
Sie mag sehr gern Chicken Nuggets essen und so waren wir beide bei McDoof.
als fände das doch sehr regelmäßig statt. Und das bei einem 3j Kind fand ich bedenkenswert, insb. wenn sich der TO doch offensichtlich soviel Sorgen (vielleicht sogar zu viele?) um das Wohlergehen macht, dann wäre McD nicht unbedingt mein Ziel für einen gemeinsamen Umgangsnachmittag... (Mein Kind kannt in seinem 4. Lebensjahr durch ein McD-Restaurant und hat da auch gerne Chicken Nuggets im Happy Meal gegessen und sich auf das Spielzeg gefreut - allerdings glaube ich nicht, dass es häufiger als 3x im Jahr dort war...) Aber vielleicht lassen wir das hier, denn das ist nicht das eigentlich Problem des TO...
Ansonsten bleibe ich dabei, wie es auch hier zusammengefasst wurde und halte den Vorschlag zur Aufklärung für sehr vernünftig:
Aus der Schilderung ist nicht zu erkennen, dass es größere Probleme oder Kindswohlgefährdung gibt.
[...]Wie die Situtation tatsächlich ist, ist schwer zu sagen. Ich würde einfach mal bei den Großeltern nachfragen wie sie die Dinge sehen und wie sie sich bei ihnen bzw. ihnen gegnüber verhält.
UmgangsET neigen dazu, sehr häufig aus Mücken eine Elefanten zu machen und alles was beim BET anders ist grs. bedenkenswert zu sehen. Das hat in Teilen sicherlich damit zu tun, dass sie das "normale" kindliche Verhalten mangels Erfahrung nicht von "unnormalen" Verhalten unterscheiden können, in anderen Teilen aber durchaus auch der emotional begründete Hang dem BET was anhängen zu wollen. Die Kunst für den UET ist es, zu erkennen wenn wirklich was aus dem Ruder läuft. Ich vermag das anhand der Schilderungen hier zu nicht zu erkennen.
Um Gewissheit zu erhalten, wäre die Anzeige einer Kindeswohlgefährdung hilfreich.
Da sollte der TO aber hinreichende Beweise haben... Und ja, wenn es handfeste Indizien gibt, dass Mama doch nicht clean ist, dann ist handeln angesagt. Aber nicht weil Kind ein Nugget fallen lässt und droht, er wäre nicht mehr ihr Papa...
Gruß. toto
Da sollte der TO aber hinreichende Beweise haben... Und ja, wenn es handfeste Indizien gibt, dass Mama doch nicht clean ist, dann ist handeln angesagt. Aber nicht weil Kind ein Nugget fallen lässt und droht, er wäre nicht mehr ihr Papa...
Zumal eine Drogensucht nicht automatisch eine Kindswohlgefährdung darstellen muss. es sollte aber dringends eine Therapie angegangen werden. Kinder "dürfen" durchaus bei ihren drogenabhängigen Eltern leben, auch wenn das nicht das ideale Umfeld ist.
Und zum Ernährungsthema: Mein Sohn hat im Alter von ca. 3 - 8 als warme Mahlzeit fast ausschließlich Nudeln mit Ketchup gegessen. Wahlweise auch Kartoffeln mit Ketchup oder Reis mit Ketchup 😉 Er ist trotzdem gesund und schlank, das Geheimnis ist: ausreichend Bewegung.
Und zum Ernährungsthema: Mein Sohn hat im Alter von ca. 3 - 8 als warme Mahlzeit fast ausschließlich Nudeln mit Ketchup gegessen. Wahlweise auch Kartoffeln mit Ketchup oder Reis mit Ketchup 😉 Er ist trotzdem gesund und schlank, das Geheimnis ist: ausreichend Bewegung.
Auch das ist es nicht.
Er hat sich so ernährt, wie er es brauchte um "rank" und gesund zu sein.
Diese ganzen Ernährungs"tipps" sind Lizenz zum Gelddrucken. Das ganze Geflecht ist viel zu diffizil, als es auf so einfache Nenner bringen zu können. 😉
Nochmal zum Thema "dann bist du nicht mehr ...." - das kleine Fräulein Schatz ist nun mal in dem Alter, wo es beginnt sich mehr und mehr abzunabeln. Auf die "Drohung" wollen sie im Prinzip hören "aber du bleibst mein kleiner Schatz", dann sind sie meist zufrieden.
Wie wäre: "Wo hat Mama dich gehauen? Zeig mal" und: "Warum hat Mama dich gehauen?"
Moin,
erst einmal ein DANKE an Nico101, achhja, Susi64, papi74, Kitefan, MontyPython und greggbarow!
Das sind Antworten bzw. Ratschläge, die ich mir erhofft habe, weil auf die "Problematik" aus meinem ersten Post eingegangen wurde.
Vielleicht habe ich die aktuelle Situation zu grob beschrieben und man konnte sich kein genaueres Bild davon machen.
Hätte ich Ernährungstipps für Klein- und Kleinstkinder erhofft, dann wäre meine Wahl des Forums eine Andere gewesen.
Ich möchte also noch einmal versuchen, die derzeitige Situation zu umschreiben.
Meiner Tochter geht es gesundheitlich bestens und auch in ihrer Entwicklung sehe ich,
ihre Mutter und beide Seiten der Großeltern keine "Ungewöhnlichkeiten". Sie ist sprachlich sehr weit entwickelt, ist neugierig, wissensdurstig, weiß sich allein zu beschäftigen, spielt gern, tobt gern, hat einen gesunden Schlaf.
Sie nascht nicht wirklich viel, Fleisch essen mag sie auch nicht wirklich, bis auf diese Nuggets, was aber wohl mehr an den Spielsachen liegt, die es dazu gibt.
Und so ein Besuch bei McDoof kommt vielleicht einmal im Monat vor. McDoof ist auch nicht die letzte Alternative, weil Mama oder Papa überfordert wären und nicht wissen, was sie ihrem Mädchen nahrhaftes zubereiten sollen.
NEIN! Selbst, wenn wir täglich an McD vorbei fahren oder gehen, fällt ihr nach ein paar Wochen ein, das man dort ja auch Spielen kann, an diesem tollen kleinen Kinder-PC (?), auf dem man so toll bunte Bilder malen kann, oder Tierpuzzles zusammenschieben kann.
Wir gehen zusammen Einkaufen, suchen uns unser Essen aus und, das ist immer das Tollste, bereiten es auch gemeinsam zu.
Um jetzt allen Kinder-Küchen-Unfall-Psychologen zuvorzukommen, meine Tochter ist dabei NIE unbeaufsichtigt, bekommt keine scharfen, spitzen, heißen und überhaupt gefährlich Utensilien in ihre kleinen Kinderhände. Sie steht neben Papa auf einem Stuhl vor der Arbeitsplatte, von dem sie auch nicht einfach so runter fallen kann.
Es macht ihr einfach sichtlich Spaß, wenn sie "helfen" und auch mal ein paar Tätigkeiten alleine "ausführen" kann.
Nun sollte ich zeitlich noch ein Stück weiter zurück gehen.
Meine Ex hat vor 1 1/2 Jahren beide Kinder geschnappt und ist zu ihrem Dealer gezogen, nachdem ich ihr die Wahl zwischen Familie oder Drogen gelassen habe.
Hilfe hat sie leider von Niemandem angenommen. Nach 3 Tagen hat sie die Kinder zu ihrer Mutter abgeschoben. Das Jugendamt war vom Tag ihres Auszug an involviert.
Da ich durch die Ereignisse psychisch total am Boden war und deshalb selber zur Therapie in eine Tagesklinik ging, haben wir mit dem Jugendamt zusammen beschlossen, das die Kinder für ein Jahr in Pflegschaft bei den Schwiegereltern bleiben.
In dieser Zeit habe ich auch den Wohnort gewechselt, um ganz nah bei meinen Kindern zu sein und jederzeit zu ihnen gehen zu können.
Ihre Mutter hat später sogar doch noch eine Drogentherapie gemacht und wohnt nun einen Ort weiter.
Ob sie letztendlich clean ist/bleibt, kann ich nicht nachvollziehen. Ich gehe aber erst einmal davon aus.
Die Kinder gehen geregelt zur Schule bzw. Kita und meine Ex geht halbtags arbeiten. Alles also, meiner Ansicht nach, normal.
Ob die Mutter nun zu einem drogenfreien und geordnetem Leben gefunden hat, kann ich nur hoffen, es sieht jedenfalls ganz danach aus.
Zumal sie täglich mit den Kindern nach der Schule bzw., Kita bei ihren Eltern ist und auch diese besonders auf die Kinder und ihre Tochter achten.
Alles in Allem möchte ich die aktuelle Situation als "normal" bezeichnen, abgesehen davon, dass Mama und Papa getrennt leben und dieser Umstand für ein kleines Kind verstörend sein mag.
Der Kern meines ersten Beitrages zielte darauf ab, zu erfahren, wie so ein Satz eines kleinen Mädchens "dann bist du nicht mehr mein Papa" zu bewerten bzw. zu deuten ist.
Einige von Euch haben mir dazu bisher gute Informationen gegeben. Danke dafür!
Ich werde in der nächsten Zeit beobachten, wie sich mein kleiner Schatz in bestimmten Situationen verhält und hoffe natürlich, das dem kein beunruhigendes Problem zu Grunde liegt.
Gruß Eddi
Hallo Eddi,
ich möchte Dir noch einen kleinen Tipp mit auf den Weg geben: getrennt lebende Elternteile neigen dazu, jede Veränderung, insbesondere die Negativen, auf die Trennung und/oder den anderen Elternteil zu schieben.
Man sollte sich m. E. immer fragen, ob das Verhalten des Kindes nicht auch genauso bei Kindern in den sogenannten "intakten" Familien vorkommt. Oder wie man mit dem Verhalten des Kindes umgehen würde, wäre man eben noch in so einer "intakten" Familie.
Der Fokus sollte immer auf dem Kind und nicht auf der Trennung liegen.
Deine Schilderung liest sich jedenfalls so, als sei deine Tochter ein ganz normales, gesundes und cleveres Mädchen. In dem Alter war ich übrigens nicht mehr "mein Freund" oder "meine Mama", wenn ich unbeliebte Dinge getan oder verlangt habe. Meist verbunden mit einem bösen Gesichtsausdruck und verschränkten Armen. Ich habe dann meist einfach gesagt: "Das ist ja schade, Du bist aber trotzdem mein allerliebster Schatz!".
LG und alles Gute!
LBM
"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
Auf diese Klarstellung möchte ich an dieser Stelle auch mein Statement auf den Eingangspost entsprechend entschärfen.
Dem Ausspruch, dann bist Du nicht mehr mein Papa habe ich meistens damit beantwortet, ups, dann muss ich mir wohl ein neues Kind machen 🙂
"Arm Papa", nö Arm bin ich selber 🙂 🙂 😉
Mama hat gehauen (kam hier noch nie vor) würde ich dennoch im Auge behalten, weil ich Kinder schlagen schlichtweg ein Armutszeugnis finde.
Und JA, wir gehen auch hin und wieder zu MCDreck !!! (schäm)
@ gregg:
Ich dachte du hast kaum Kontakt zu deinem Kind?
Ein gebrochenes Versprechen ist ein gesprochenes Verbrechen
