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Mal zur Aufmunterung?!

 
(@Babs1608)

Hallo liebe Forenmitglieder.
Heute stelle ich Euch mal unsere Geschichte vor und wie diese sich von heute auf Morgen verändert hat.
Ich bin 27 Jahre, alleinerziehend, berufstätig (Teilzeit) und habe mich seit der Trennung vor einem Jahr von meinem Ex (Auszug auf seinen Wunsch) fast täglich mit ihm zerfleischt.
Nein, ihm den Kleinen vorenthalten habe ich ihm unseren Sohn nie, aber er hatte nie wirklich Bock auf ihn, gab ihn bei seinen Eltern ab, brachte ihn früher nach Hause für Party oder machte Termine die er nicht einhielt. Finanziell ging es ihm immer gut, aber er wollte nicht das es unserem Sohn gut ging, da er bei mir lebt und wir haben eine verdammt harte Zeit durchgemacht. :mad2:
Alles mußte ich alleine machen neben Job und kam vorne und hinten nicht mit dem Geld zurecht. Nie habe ich mir über Rechte + Pflichten gedanken gemacht, aber es mußte sich was ändern und ich suchte im Internet nach Berichten, Gesetzesurteilen und wurde von der Seite Eltern hierher verwiesen. Zunächst hatte man wohl auch erstmal geglaubt, ich würde sauer sein auf ihn und alles auf ihn abwälzen, aber mal ehrlich, ich habe mich immer bemüht mich von ihm nicht abhängig zu machen und ich war einfach nur sauer das er im Luxus lebt, auf seinem Geld saß und ich nicht wußte wie ich unserem Sohn neue Schuhe kaufen sollte. Trotz Job und allem, mußten wir leider auch Verbindlichkeiten eingehen um zumindest ein Bett, eine Küche etc. zu haben, was für den KV selbstverständlich und alltäglich war (für ihn).
Er haute uns über`s Ohr, sparte an allen Ecken und Kanten und als er sich eine neue Brille kaufte (obwohl er angeblich kein Geld hatte) für 400 €, weil ihm die alte nicht mehr gefiel, gingen bei mir die Lichter aus. Für seinen Sohn hatte er nie ausser der Reihe was übrig, was traurig war und Hass baute sich auf. Wir lebten mit ein paar Kröten und er machte sich ein schönes Leben, ohne am an die Gefühle seines Sohnes (fast 2) zu denken. Täglich wenn wir am Fenster standen und Autos guckten sagte er Papa, Papa, Papa? Es mußte was passieren und sich zu verkriechen, sich selbst zu bemittleiden und dem nach zu trauern was wir hätten haben können, mußte aufhören.
Also fragte ich hier einiges und war schlauer, mit den zusätzlichen Infos aus dem Netz, als schrieb ich ihm einen Brief, wo ich ihm erklärte das ich es leid sei und ihm schilderte das er auch Pflichten hat (gemeinsames Sorgerecht) und nicht nur ich. Ich erklärte ihm darin das es nicht sein können, um etwas zu Bitten was für einen Vater, der seinen Sohn liebt, selbstverständlich sei und ich ihn auffordere etwas zu ändern, oder uns zu sagen das er nichts mehr mit unserem Sohn zu tun haben möchte. Ich berichtete ihm von unserer Existenzangst und wartete ab. Er holte seinen Sohn (tatsächlich) ab und brachte ihn einen Tag später wieder zurück. Er bat mich darum, unseren Sohn baden zu dürfen und mir viel alles aus dem Gesicht. Was hatte er gefragt? Mir war es recht und es war herzzereißend ihn mit dem Kleinen im Bad zu sehen. Er fing an und meinte nur, er sei ein Arsch und er wüßte das ich ihm die Möglichkeiten immer gegeben habe, mehr aus der Vaterkindsituation zu machen und er versprach das er seinen Job als Vater jetzt ernst nehmen wolle.
Einen tag später hatte er sich sogar einen halben Tag Urlaub genommen, damit ich zum Zahnarzt gehen konnte (3 Monate bereits verschoben).Er meinte ich bekäme für den Kleinen in Kürze einen neuen Kinderwagen und Kleiderschrank......hatte zu Gunsten unseres Sohnes in der Vergangenheit Geld bekommen, es aber nie an uns weitergeleitet. Da ich keine Digitalkamera hab, wollte er in nächster Zeit die Babysachen ablichten, nach Ebay stellen und das Geld an uns weiterleiten für neue Anziehsachen. Er sagte, wenn er mal beruflich nicht wegkönnte und ich hätte einen wichtigen Termin (wie Zahnartzt) dann solle ich den Kleinen zur Tagesmutter geben und er würde die enstandenen Mehrkosten mit dem nächsten Unterhalt überweisen. Auch wenn so mal was wichtiges ist, um an Terminen für unseren Sohn teilzunehmen, sollte ich mir ruhig mal ein Taxi nehmen, er würde mir das Geld dann geben, oder mal Pampers mitbringen, oder so. (Suchte die ganze Zeit verzweifelt nach der versteckten Kamera).
Was war passiert? Hat er das Problem wirklich erkannt? Meint er es ernst? Ich bin skeptisch, aber wenn er sich wirklich Mühe gibt, dann kann es ja nur zum Wohle unseres Sohnes sein.
Das beste hatte ich ganz vergessen, ich habe nachdem ich hier Rat fand, kurzerhand meinen Chef angerufen und ihm mein Problem erklärt. Ich sagte ihm das es finanziell ein Problem gäbe und das ich meinen Job doch gerne behalten wolle.......er meinte, warum haben sie nicht einmal eher gefragt? Selbstverständlich ist er bereit den Job auf einen Vollzeitjob zu erweitern und in der Nähe der Firma seien noch Kitaplätze frei für Kids unter 3 Jahre, welche auch sehr viel günstiger als die Tagesmutter seien. Wow....war sprachlos und völlig durcheinander.
Das sollte bedeuten, wenn er seine Versprechen nicht einhält, würde ich nicht in ein schwarzes Loch fallen, sondern könnte relaxt sagen, das schaffen wir getz auch alleine.
Bin hier auch erstmal vorsichtig, solange ich den Vertrag nicht in Händen halte, aber es ist ein Lichtblick, wenn der Vater sich jetzt auch echt bemüht, dann könnte es für alle Beteiligten nur gut sein.
Es war ein harter, fieser, schmutziger Weg bis hierher (wußten manchmal nicht weiter, ohne Hilfe) und ich hatte die Hoffnung aufgegeben. (Vergangenheit war sehr schlimm).
Kann Euch nur sagen, kämpft um das, an das ihr glaubt und zeigt Euren Kindern das ihr sie liebt und für sie da seid. Es scheint doch Möglichkeiten zu geben und mal ehrlich sind wir nicht alle kleine Nummern bei Ämtern, Gerichten, wo sich keiner wirklich darum kümmert was aus euren Kindern wird? Drücke allen die Daumen und hoffe ihr habt vielleicht bald auch mal einen Lichtblick.
Ob es bei uns vielleicht auch mal zu einer Freundschaft langt, wird sich zeigen. 😉

Danke für`s zuhören und eine gute N8cht.

Eure Babs + Sohn (f. 2 Jahre) :calim:

[Editiert am 3/4/2005 von Babs1608]


Zitat
Geschrieben : 04.04.2005 01:37
(@skipper)
Rege dabei Registriert

Hallo Babs,

das freut mich sehr für dich und ich drücke dir die Daumen, dass alles weiterhin so klappt!

Und du hast recht, es ist eine Aufmunterung, für mich jedenfalls, wenn man auch einmal liest, dass sich eine schwierige Situation sehr positiv entwickelt.

Grüsse

Skipper


AntwortZitat
Geschrieben : 05.04.2005 00:03
(@Babs1608)

Hallo Skipper.

Danke für deine Antwort, auf meine kleine Geschichte.
Wie gesagt, ich war skeptisch, aber bis jetzt ist tatsächlich alles war geworden und ich glaube ich habe verstanden das manches viel zu heiß gekocht, wie gegessen wird.
Was ist deine Geschichte, hat diese vielleicht auch irgendwann ein Happyend?

Glg


AntwortZitat
Geschrieben : 05.04.2005 00:25
(@papa-nico)
Nicht wegzudenken Registriert

Hi Babs!

Es freut mich wirklich, mal eine schöne Geschichte lesen zu können! Mehr davon 🙂 So sieht doch die Zukunft viel besser aus.

Ganz liebe Grüße
Nico


Der eine wartet, daß die Zeit sich wandelt.
Der andere packt sie kräftig an - Und handelt.
(Dante)

AntwortZitat
Geschrieben : 05.04.2005 00:56
(@skipper)
Rege dabei Registriert

Hallo Skipper.
Was ist deine Geschichte, hat diese vielleicht auch irgendwann ein Happyend?

Glg

Tja, das ist eine gute Frage 😉 ich hoffe es sehr!

Meine Geschichte habe ich hier eigentlich noch nicht richtig erzählt und ich glaube das kommt auch nicht mehr. Ich habe aber ziemlich viele schwierige Jahre hinter mir und möchte das jetzt nicht wieder aufwärmen. Wenn man ein mal einen bestimmten Punkt überschritten hat, dann ist man wieder in der Lage sich nach vorne und in die Zukunft zu orientieren. So weit bin ich jetzt schon und man könnte dies schon mal als halbes happy end ansehen.

Ich sehe meine Kinder alle 14 Tage für das Wochenende, verbringe die halbe Ferienzeit mit ihnen und sehe sie auch sonst unter der Woche ab und zu mal oder habe sie über Nacht, wenn meine Ex was vor hat, Elternabend im Kiga oder Schule ist. Mit meiner Ex kann ich mich normal über die Kinder und den Alltag unterhalten und wir sitzen auch des öfteren bei Fussballturnieren meines Sohnes nebeneinander auf der Tribüne. Es ist für mich schon ein seltsames Gefühl neben der Frau zu sitzen mit der ich zwei Kinder habe und 11 Jahre zusammen war; es scheint fast so wie früher als wir noch zusammen waren und doch ist es ganz anders....
Insofern geht es mir ganz gut, wenn ich so lese was Andere hier im Forum alles für Schlachten zu bestreiten haben. Aber die Scheidung läuft noch und wer weiss, was da noch alles an schmutziger Wäsche gewaschen werden könnte? Ich wünsche mir, dass es problemlos über die Bühne geht und wir haben vielleicht einen Vorteil gegenüber einigen anderen Fällen hier: Wir haben uns getrennt, weil wir uns einfach nicht mehr verstanden haben und es gab weder auf meiner noch auf ihrer seite einen anderen Menschen als Auslöser. Insofern gibt es diesen Stress, Eifersucht, Heimzahlen weil er/ sie mich wegen einer anderen Person verlassen hat Faktor nicht.

Soweit ist es also schon ein Happy End, wenn es dabei bleibt, dass wir weiterhin wie vernünftige und erwachsene Menschen miteinander umgehen können. Das ist das mindeste, was die Kinder verdient haben und damit meine ich eigentlich alle Kinder, die in dieser blöden Situation stecken.

Grüsse
Skipper


AntwortZitat
Geschrieben : 05.04.2005 02:14
(@Babs1608)

Hallo!

Danke erstmal für die lieben Antworten.
Finde es echt gut, das es wirklich noch andere Frauen gibt, die genauso denken.
Leider habe ich heute wieder so eine Geschichte von einem Taxifahrer gehört, der jetzt nach 15 Jahren durch einen Psychologen langsam wieder ins Leben zurückfindet. Er hat eine Tochter, die 200 m von seiner Wohnung entfernt wohnt bei der Mutter. Die Mutter hat die Tochter in all den Jahren so aufgestachelt, das sie heute mit 15 Jahren, ihren Vater links liegen lässt und ohne ein Wort an ihm vorbei geht. Er hat alles versucht, all die Jahre gekämpft, aber Fehlanzeige und auch jetzt ist Sie nicht bereit zu einem Kontakt, in keinster Weise........mehr als ;( .
Schön das es da doch noch HappyEnds gibt!
Mir fehlten die Worte, vor allem als er anfing zu weinen.

Glg
Babs + :calim:


AntwortZitat
Geschrieben : 05.04.2005 18:31
(@Babs1608)

Hallo an Alle.

Der letzte Stand unserer Geschichte war eigentlich sehr positiv. Der KV (gemeinsames Sorgerecht) kümmerte sich häufig und zeigte Interesse an seinem Sohn. Ich habe ihn auch überall mit einbezogen auf seinen Wunsch hin und er badete ihn abends noch wenn er ihn hatte und er holte ihn häufig auch mal nach Feierabend. Auf einmal wendete sich das Blatt. Ich wurde mit Grippe krank und unser Sohn hatte morgens um 7 Uhr einen Arzttermin, der KV sagte zu mit ihm dort hinzugehen, morgens eine Sms, sorry nehme keinen Urlaub muß beruflich weg, melde mich. Also sprang ein guter Bekannter ein und ging mit ihm zum Arzt.
Er brachte ihn Samstags zurück und wollte ihn Sonntags auch ein paar Stunden haben um mit ihm auf den Spielplatz zu gehen. Rief ihn dann um 13 Uhr an, ob er seinen Sohn vergessen hat, da wurde er patzig und brüllte mich an, das er Haushalt machen müsse und sich dann mit seinen Eltern träfe. Ich war voll vor den Kopf gestossen, denn er meinte er könnte nicht ständig 24 Stunden für "mich" da sein.
Er wollte mit mir und unserem Sohn schwimmen am Ostermontag, nächsten Morgen eine SmS, sorry geh auf einen Geburtstag, entweder später nachmittag oder wir verschieben das.
Termin beim Augenarzt gemacht, er wollte bei Artzterminen dabei sein, aber vergass ganz den Termin abzusagen weil er in einer Besprechung war und bat wieder um Verständnis.
Er ermahnte mich das er Sorgerecht hätte und er alles erfahren soll und auch wenn Notfälle sind, solle ich in Anrufen.
Es kam zu einem Notfall vor 2 Wochen und ich hätte echt seine Hilfe benötigt, konnte ihn aber nicht erreichen auch nicht per sms. 2 Tage später kam eine sms, ob was war. Ich schrieb zurück das es ein Notfall gewesen wäre und er schrieb zurück, das hätte ich ihm schreiben müssen und nicht bitte melde dich dringend, dann wäre er auch an das Telefon gegangen.
Schwierigkeiten und Vorfälle mit der Tagesmutter waren ihm bekannt, aber er unternahm nichts, auch als er wußte unser Sohn ist vom Verhalten auffällig geworden, schob er die Verantwortung ab.
Der KV bat um einen regelmäßigen Umgang mit seinem Sohn auf einmal, da schlug das JA, durch die Nähe der Wohnungen vor Mo, Mi und Sa, da in dem alter von 2 Jahren die Häufigkeit und nicht die Länge von Bedeutung sei. Zitat Ex: Nö, das ginge überhaupt nicht, da er berufstätig ist und ständig die Termine nicht einhalten könne und verschieben müsse. Ehm, ich arbeite auch bis 15 Uhr und bald wieder Vollzeit und weiß auch von anderen Vätern das es geht.
Er unterbindet den regelmäßigen Kontakt zu den seinen Eltern, mit der Begründung die wollen nichts mit mir zu tun haben, gibt ihn aber um mehr Freizeit zu haben bei seinen Eltern ab und zu ab. Ich bin so wütend das man sowas auf dem Rücken des Kindes austrägt, statt man an das Kind zu denken. Selbst das Kinderturnen hatte ich angeboten wahrzunehmen, aber wenn die einem über den Weg laufen, grüßen sie nicht, wechseln die Straßenseite und ignorieren einen.
Er will auch nicht mehr gemeinsam für unseren Sohn mit mir sparen, er spare lieber selber und ich solle zu sehen, ohne sein Einverständnis könnte ich auf unseres Sohnes Namen ja eh zum Glück nichts machen. Verstehe ich auf einmal nicht, erst ja, dann nein.
Er hat unserem Sohn einen Kleiderschrank versprochen, hätte aber bis heute dafür kein Geld gehabt, was nicht nachvollziehbar ist und bohrte nach. Begründung: Das Kind lebt bei dir, allso gönne ich ihm nichts, nur wenn er bei mir ist und gut.
Den Schrank kaufe ich morgen selber, mir langt es langsam.
Was zum Geier soll ich denn noch tun?
Ist das Verhalten normal, wer kann mir Rat geben?
Soll ich jetzt aufgeben und das JA wirken lassen, so komme ich nicht weiter und fühle mich im Stich gelassen, denn er ist nicht mehr zugänglich.

Danke vielmals für eine Antwort im voraus.


AntwortZitat
Geschrieben : 27.05.2005 17:31