Hallo zusammen!
Ich bin 32 und seit 5 Monaten Vater. Der kleine Mann war ein absolutes Wunschkind, gezeugt in einer glücklichen Beziehung (>4 Jahre).
Meine Freundin musste ab dem 6. Schwangerschaftsmonat zuhause bleiben, was ihr sichtlich zu schaffen machte. Da sie keine Freundinnen und auch keine Hobbies oder andere Interessen hat, ist sie allein daheim versauert. Lediglich ihre Mutter kam ab und zu auf einen Kaffee.
Entsprechend war auch ihre Laune. Es gab Tage an denen sagte sie nicht einmal Hallo, wenn ich von der Arbeit nach Hause kam. Ein Lächeln oder so gab es auch nicht. Das wurde bis zur Geburt immer schlimmer. Sie ging auch immer früher ins Bett. So 19-20 Uhr.
Als das Kind dann da war, waren wir beide sehr glücklich. Sie lobte meinen selbstverständlichen Einsatz an der Windelfront und nannte mich gegenüber unserem Sohn mehrfach den besten Papa der Welt. Freute sich, wie liebevoll und geschickt ich mit dem Zwerg umging.
Das Stillen und nächtliche Aufstehen setzten ihr sichtlich zu. Sie war wenn ich abends heim kam, noch schlechter gelaunt als in der Schwangerschaft und verschwand konsequent um 19 Uhr im Bett. Ich habe ihr das alles nicht übel genommen, weil ich mir denken kann, wie anstrengend das alles ist.
Nach etwa 2 Monaten kam es zu einer ersten Auseinandersetzung. Ich fragte Sie ob es ihr recht wäre, wenn meine Eltern (wohnen 3 Stunden entfernt) am Wochenende vorbeikämen um ihren Enkel ein zweites Mal zu besuchen. Da erwiderte sie, dass ihr das nicht Recht wäre, vielleicht nächste oder übernächste Woche und überhaupt könnten meine Eltern ja auch mal unter der Woche kommen.
Ich fragte drauf irritiert und etwas verärgert wie sie sich das vorstellt. Mein Vater sei schließlich berufstätig und es seien 3 Stunden Fahrt. Ich verstehe außerdem nicht welchen Unterschied es für sie mache weil für sie ja eh jeder Tag gleich ist. Werk und Wochentag spielten für sie ja keine Rolle. Ich machte ihr außerdem klar, dass ich es als unfair empfinde, dass ihre Mutter neuerdings ganz selbstverständlich unangemeldet über die Terrassentür in die Wohnung kommt und meine Eltern Wochen im Voraus anmelden müssen wann sie mal aufnen Kaffee vorbeikommen können.
Kurze Zeit später ergab sich ein Gespräch zum Thema Taufe. Ich bin zwar katholisch aber glaube im Gegensatz zu ihr nicht. Daher habe ich gefragt ob man das so organisieren könne, dass ich nicht vor aller Welt meinen Glauben bezeugen muss oder ähnliches. Das müsste ja funktionieren denn es gibt genug Kinder ohne präsenten Vater, andersgläubige ungetaufte und tote Väter. Da geht das ja schließlich auch.
Sie reagierte sofort sehr verärgert und voller Unverständnis.
Ich würde mich nicht an Abmachungen halten, wir hätten von Anfang an vereinbart, dass unser Kind in der Kirche groß wird. (es war lediglich die Rede davon dass er getauft wird).
Einige Tage später saß sie dann mit leerem Blick auf der Couch und eröffnete mir, dass sie sich das anders vorgestellt habe. Ich würde keine Verantwortung für mein Kind übernehmen. Sie fühle sich über den Tisch gezogen. Ich habe mich um 180° gedreht seit der Geburt und sie erkenne mich nicht wieder.
Ich habe darauf erwidert dass ich arbeiten gehe um die Familie finanziell abzusichern und dass wir es so gemeinsam vereinbart hatten. Sie wollte auf eigenen Wunsch bis Jahresende zuhause bleiben. Ich sollte weiter Vollzeit arbeiten. Ab Januar wollten wir dann beide Teilzeit arbeiten.
Darauf durfte ich mir anhören, dass ich mich nicht als Ernährer aufspielen bräuchte, da sie mit ihrem Elterngeld die Hälfte der Kosten bestreite.
Alle anderen Sachen die ich mit unserem Sohn mache seien selbstverständlich und hätten wie Arbeiten nichts mit Verantwortung zu tun...
Direkt davor war ich 5 Tage auf einer meiner seltenen Dienstreisen und in der folgenden Woche musste ich leider ausnahmsweise mal eine Spätschicht betreuen. In der Zeit habe ich selbst gemerkt wie sehr mir der Kleine fehlt und dass ich zuwenig Zeit mit ihm verbringe. Ich bin nach Feierabend hier und da schonmal in mein Hobbyzimmer verschwunden und auch das Wochenende habe ich nicht zu 100% mit ihm verbracht.
Naja gut auf Grund ihrer Kritik und meiner Erkenntniss dass ich mehr Zeit mit Kind erleben möchte bin ich überhaupt nicht mehr in mein Hobbyzimmer und habe meine gesamte Freizeit mit Sohnemann verbracht und darauf gewartet, dass sich ihre Stimmung wieder bessert.
1 Woche später sprach sie mich an, wie ich mir das mit uns beiden weiter vorstelle. Sie sehe keine Veränderung. Die Zeit die ich mit dem Kind verbringe verbringe ich nur mit ihm weil man es von mir erwartet und überhaupt sei mein Umgang mit ihm nicht normal. Sie hätte nicht den Eindruck dass er mein Sohn sei und ich solle mir Hilfe suchen weil ich ein Problem habe.
Gut man sieht mir nicht immer an was ich fühle, aber das ist schon immer so. So hat sie mich kennen und lieben gelernt und jeder der mich gut kennt weiß, dass ich ein sehr liebevoller Mensch bin. Auch mein Sohn freut sich sichtlich wenn er bei mir ist.
Wir sind darauf hin mal zu einer Paarberatung gegangen. Dort wurde mir erstmal erklärt dass ich nicht soviel arbeiten dürfe. Wieso ich nicht einfach mal spontan Urlaub genommen hätte und ich könnte ja auch einfach weniger arbeiten usw.. Das Arbeitsleben ist nunmal kein Wunschkonzert. Das ist aber weder bei meiner Freundin noch bei der Beraterin jemals angekommen... Meine Freundin wurde gebeten zu würdigen, dass ich jetzt mehr Zeit mit dem Kind verbringe.
Ich bemühte mich also weiter mehr im Haushalt zu unterstützen und Zeit mit meinem Sohn zu verbringen. Das war ihr dann aber alles zuviel, ich müsse nicht den ganzen Tag im Wohnzimmer sitzen und warten bis ich den kleinen haben kann, ich soll doch mal wegfahren usw.
Gut also hab ich einen Gang zurückgeschaltet, bin mal in den Baumarkt gefahren und hab auch mal Abends ne Stunde am Computer gespielt.
Ich musste auch nochmal 4 Tage auf Dienstreise.
In der nächsten Paarsitzung durfte ich mir dann von meiner Freundin anhören, dass ich in alte Muster zurückfalle, dass sie meine Abwesenheit sehr genossen hat weil sie endlich ihren eigenen Rythmus leben konnte. (ich komme um 18 Uhr von der Arbeit sie geht um 19:30 schlafen. Dazwischen ist sie 30 min unter der Dusche, stillt mind 30 min und die restliche Zeit spiele ich mit meinem Sohn... wie störe ich da sonst ihren Rythmus?? :knockout:)
Die Paarberaterin hat dann wieder auf mir herumgehackt weil ich noch keinen Teilzeitarbeitsvertrag habe und dass ich weniger arbeiten müsse (ich hab seit der Geburt im Schnitt keine Woche über 40 Stunden gearbeitet, hatte mehrere Tage frei...)
Sie meinte sie würde erst auf andere Dinge eingehen wenn die oberflächlichen Probleme alle beseitigt seien.
Da mir das langsam zu blöd wurde bin ich zu meinem Chef marschiert und noch am selben Tag mit 30h-Arbeitsvertrag nach hause gekommen. Kommentiert hat meine Partnerin das bis heute nicht. Dabei war diese "Ungewissheit" ob das ab Januar klappt angeblich ihr größtes Problem.
Als ich sie fragte was sie denn noch will meinte sie es würde nichts bringen zu reden. Ich würde in meiner eigenen Wahrheit leben. Sie habe nicht gesehen wer ich wirklich bin und es sei ein Fehler gewesen mit mir ein Kind zu bekommen.
Am Tag darauf erklärte Sie mir dass es ihr in den letzten Monaten an Zuneigung gefehlt habe und dass sie sich jetzt soweit von mir entfernt habe dass da nix mehr zu machen ist. Sie wolle es auch garnicht mehr versuchen.
Ich hab alles was irgendwie kritisiert und bemängelt wurde aus der Welt geschafft und ihr ist immer wieder was neues noch absurderes eingefallen. 2,5 Monate hab ich jetzt alles versucht und immer gehofft dass sich ihre Stimmung bessert. Sie war all die Zeit mir gegenüber sehr negativ. Immer darauf aus mir neue Fehler aufs Brot zu schmieren. Statt die 95% die besser waren zu sehen hat sie auf den verbleibenden 5% herumgehackt. Keine Sekunde hat die Frau mal versucht positiv zu denken.
Mir haben befreundete Mütter, Hebammen, Ärzte dringend dazu geraten dass sie mal ihre Hormone checken lassen soll. Nichteinmal das hat sie für ihren Sohn geschafft. Sie hat ja solche Probleme aus Prinzip nicht. Ich verstehe nicht wie man nicht einmal wenigstens in Erwägung ziehen kann, dass es sonderbar ist, dass es einem in der hormonell, physisch und psychisch extremsten Phase des Lebens plötzlich wie Schuppen von den Augen fällt dass der heißgeliebte Traummann mit dem man noch vor einem Jahr alt und schrumplig werden wollte und mit dem man unbedingt ein Kind haben wollte irgendwie total doof ist.
Und die ganze Zeit durfte ich mir anhören, dass sie mir nicht mein Kind wegnehmen will. Als ich sie gestern zur Rede gestellt habe wie sie sich das jetzt weiter vorstellt und wieso sie überhaupt noch da ist meinte sie sie habe sich noch keine Gedanken zum Umgang gemacht und was ich mir denn vorstellen würde.
Darauf sagte ich dass ich ihn natürlich mindestens die Hälfte der Zeit haben möchte. Darauf meinte sie dass das überhaupt nicht in Frage käme. Nicht solange er so klein sei und schon garnicht über Nacht....
5 Monate nachdem mein Leben perfektioniert wurde steh ich vor den Trümmern und weiß weder wie das passieren konnte noch wies weitergeht.
Ich bin zwar weiter überzeugt dass sie auf Grund er Hormone, Schlafmangel und ihrer eigenen vermurksten Kindheit nicht ganz Herr ihrer Sinne ist und das bekomme ich von jedem bestätigt der uns kennt, aber es hilft mir auch nichts.
Ich kann nur zusehen wie sie die unbekümmerte sorgenfreie Zukunft unseres Sohnes mit vorgeschobenen ständig wechselnden Begründungen zunichte macht.
Statt mal fürs Kind die Arschbacken zusammenzukneifen und so eine schwierige Phase wie sie in jeder längeren Beziehung irgendwann kommt zu überwinden, schmeißt sie einfach hin, ohne überhaupt irgendwas versucht zu haben...
Ich war die Monate seit der Schwangerschaft als Partner auch nicht 100% glücklich und zufrieden, aber ich hätte sie nie verlassen weil es mir zuletzt an Zuneigung gefehlt hat oder so. Was ist denn das für eine scheiß Einstellung?
Naja das wäre mal ein Abriss meiner Geschichte als Vater. Gibt noch viele absurde Details die ich euch ersparen lieber erspare.
Wie geht man mit sowas um? Welche Schritte kann/sollte ich für den Kleinen unternehmen? Hatte überlegt mal ein Beratungsgespräch mit dem Jugendamt zu führen oder so.
Hallo,
wenngleich hier nur eine Sichtweise der Beziehung mitgeteilt wird, kenne ich auch so eine Frau der man sowieso nichts Recht machen kann.
Wenn es also hart auf hart kommen sollte (wobei ein Ende der Beziehung wirklich nur die letzte Lösung sein sollte) hast Du als Vater die meisten Chancen
auf ein sogenanntes Wechselmodell, wenn Du nachweisen kannst, dass Du bereits jetzt mindestens zur Hälfte (besser noch mehr) für Euer Kind zuständig
bist.
Viel Glück und gute Nerven.
Moin Pegasus,
Mir haben befreundete Mütter, Hebammen, Ärzte dringend dazu geraten dass sie mal ihre Hormone checken lassen soll. Nichteinmal das hat sie für ihren Sohn geschafft. Sie hat ja solche Probleme aus Prinzip nicht.
das wäre absolut der richtige Weg. Häufig verändern sich die Hormone, dadurch wirst Du als Partner "anders" wahrgenommen (z.B. Geruch, etc.). Was vormals anziehend war ist aufeinmal "Katastrophe".
Die Probleme sitzen bei Euch ja tiefer. Durch das "frühe ins Bett" gehen deutetst Du ja schon, dass keinerlei Zärtlichkeit mehr zwischen Euch zustande kommt. Auch das ist ein großes Problem und ein Warnzeichen für eine Beziehung.
Aus meiner Erfahrung heraus wird das Ganze wohl nichts mehr. Es ist zwar positiv, dass sie an einer Beratung teilgenommen hat - wahrscheinlich aber auch eher, damit man sagen kann "man hat ja alles getan". Die Empfehlungen der Beratung sind ja auch schon mal daneben. Denn natürlich möchte Deine Parterin den vollen Kühlschrank, den schicken Familien-Van und der 400 Euro Kinderwagen soll sicherlich auch im Flur stehen. Das geht halt nicht bei Teilzeit.
Meine Prognose: Deine Freundin hat längst einen Next in der Hinterhand. Achte mal auf ihr Verhalten in sozialen Netzwerken, insb. Handy-Nutzung. Wahrscheinlich sitzt sie auf der Couch und der Next schreibt ihr schon, wie schön das neue gemeinsame Leben ausschaut. Der neue Traummann steht teilweise schneller auf der Matte, als Du gucken kannst. Stell Dich emotional schon mal darauf an. Denn um so eine Trennung durchzuziehen, braucht es profunde psychische Unterstützung. Die kann meist nur ein "24 Stunden verfügarer" Next liefern.
Was müsst ihr regeln?
1. Umgang: Stell einen realistischen (!) Umgangsplan auf. Wenn Du arbeitest, wird es mit dem 50:50 Model in der Regel nichts. Auch der Hintergedanke, dann den KU einzusparen, wird sich nur dann erfüllen lassen, wenn Deine Ex zustimmt. Wird sie nicht machen, da Kinder eine super Einnahmequelle sind.
2. Unterhalt: Die KM hat Anspruch auf Betreuungsunterhalt (bis zum 3. Lebesjahr) und auf Kindesunterhalt. Hier kommen schnell Beträge bis 500-800 Euro pro Monat zusammen. Lass unsere Unterhaltsexperten in einem extra Beitrag mal rechnen. Sei mal froh, dass Du nicht verheiratet bist, sonst wäre es noch teurer.
3. Deine Zukunft: Wem gehört die Wohnung? Steht ihr beide im Mietvertrag? Will sie ausziehen? Diese Punkte müsst ihr besprechen. Bitte nicht den Fehler machen: Selber ausziehen. Wer unzufrieden ist, darf gehen. Und dann auch merken was das bedeutet.
Grundsätzlich gilt: Immer freundlich bleiben. Ihr könnt theoretisch alle Schritte ohne Einschaltung Dritter Stellen (JA, etc.) regeln. Aus der Forenbeobachtung sind hierzu allerdings nur wenige KMs fähig, da viele die "Ansage" einer höheren Instanz brauchen anstatt sich auf Elternlösungen einzulassen. Bei allen Punkten wo Du etwas unterschreiben sollst, wo es um Titel etc. geht, frag bitter VORHER im Forum nach. Jetzt ist die Gefahr, finanziel teure Fehler zu machen am größten. Also aufpassen. Gruß Ingo
Hallo Pegasus,
das ist echt ätzend, dass sie sich nicht mal durchchecken lässt. Hat sie eine Freundin, Schwester, Mutter, die euch beiden wohlgesonnen ist und noch mal mit ihr reden könnte, dass sie sich wirklich verändert hat und es toll wäre, wenn sie wenigstens diesen einen Versuch macht?
Ich vermute, es ist auch ein ganz blöder Kreislauf, dass sie ständig irgendwelche Erwartungen äußert, du diese versuchst zu erfüllen um dann mit noch blöderen Ideen bombardiert zu werden. Ich könnte mir vorstellen, dass sie damit eine Eskalation provozieren will, indem sie deine Grenzen testet.
Was ich mich frage: wenn sie schon frustriert war, dass sie im 6. Monat zu Hause bleiben musste... kann es sein, dass sie einfach vom Babyalltag frustriert ist und einfach raus müsste? Arbeiten, mal freistrampeln, was weiß ich? Will sie wieder arbeiten? Nicht jede Frau will wie von Ingo skizziert alimentiert durch den Ex einfach beim Next auf der Couch sitzen und ein Kind betüddeln. Ich vermute, ihre Unzufriedenheit sitzt ganz woanders. Nur wenn man da nicht rankommt, hilft die Erkenntnis auch nichts.
Könntest du sie vielleicht mit einem Brief erreichen, in dem du ihr von deiner Sicht der Dinge erzählst? Ohne Vorwürfe, aber mal die Auflistung dessen, was sie eingefordert und du umgesetzt hast (so wie hier beschrieben) und sie fragst, was du überhaupt tun oder lassen könntest, damit sie zufrieden ist, sich wohlfühlt? Und sie fragen, was sie ihrerseits bereit ist, für die Beziehung zu tun? Dass du ja ebenfalls Vorstellungen und Wünsche hast, die genau die gleiche Existenzberechtigung haben, wie ihre?
Eine weitere Möglichkeit wäre, ihr mal ganz resolut STOPP zu sagen. Du hast jetzt 5 Monate lang mit Rücksicht auf Wochenbett, Hormone und Co. deine eigenen Bedürfnisse zurück gestellt und nun reicht es mal. Vielleicht musst du sie mal auf den Pott setzen, damit sie von ihrem quengeligen Kleinkindverhalten runter kommt.
Welcher Weg der richtige ist, mag ich nicht empfehlen, da ich sie ja nicht kenne. Mir persönlich wäre ein Partner, der auf meinen Befehl "Spring!" fragt "Wie hoch?" nicht recht. Daher könnte die Ansage "Katharina, ich bin nicht dein Idiot vom Dienst, ich lasse mich nicht mehr rumschubsen!" mal eine klare Ansage, um mal die Grenzen zurecht zu stutzen.
Wie empfinden sie Dritte? Hast du da Kenntnisse?
LG LBM
"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
Hallo,
vielleicht ist sie einfach mit dem Kind überfordert. Der Haushalt, das Kind, und die Erwartungshaltung alles "perfekt" machen zu müssen. Wenn Deine Eltern am Sonntag zum Kaffetrinken kommen, muss die Wohnung aufgräumt sein, der Kaffee gekocht werden, der Kuchen gekauft und aufgetischt werden und Mutter und Kind sollen glücklich strahlen.
Wenn ihre Mutter kommt, dann sieht diese, was zu tun ist und hilft ohne Fragen und Erklärung an der richtigen Stelle. Die eigene Mutter ist eine Vertraute, die Schwiegereltern Fremde.
Wie man das auf die Reihe kriegt ist nicht einfach zu beantworten. Auf alle Fälle braucht sie Entlastung, die sie aber vermutlich wiede rnicht zulässt, weil sie dann ja eine schlechte Mutter ist. Versuche sie trotzdem so gut es geht zu entlasten und unternehmt auch mal was gemeinsam, das kann auch ein Spaziergang mit Kind sein.
Sie als bescheuert abzustempeln hilft auf gar keinen Fall.
VG Susi
Moin Susi,
Sie als bescheuert abzustempeln hilft auf gar keinen Fall.
ich glaub das tut hier keiner, auch der TO nicht. Die Probleme gehen aber tiefer und sind bei dem Paar längst auf der Beziehungsebene / Gefühlsebene angekommen. Die Betroffene meidetet den TO, nicht nur im gemeinsamen Bett sondern auch in der übrigen Zeit. Hier ist kaum mehr ein "normales" Familienleben erkennbar. Und ich glaube da geht es um schwerwiegendere Probleme. Aber ich gebe Dir Recht - in der Summe können solche Punkte sehr schnell dazu führen, dass eine Beziehung gegen die Wand gefahren wird. Gruß Ingo
Kurze Zeit später ergab sich ein Gespräch zum Thema Taufe. Ich bin zwar katholisch aber glaube im Gegensatz zu ihr nicht. Daher habe ich gefragt ob man das so organisieren könne, dass ich nicht vor aller Welt meinen Glauben bezeugen muss oder ähnliches. Das müsste ja funktionieren denn es gibt genug Kinder ohne präsenten Vater, andersgläubige ungetaufte und tote Väter. Da geht das ja schließlich auch.
Sie reagierte sofort sehr verärgert und voller Unverständnis.
Ich würde mich nicht an Abmachungen halten, wir hätten von Anfang an vereinbart, dass unser Kind in der Kirche groß wird. (es war lediglich die Rede davon dass er getauft wird).
Hi,
ehrlich gesagt, gehst Du manche Angelegenheiten ziemlich ungeschickt an.
Im obigen Beispiel mit der Taufe hast Du sehr wohl versucht, die Verantwortung für die Tauffeier auf Deine Freundin zu verlagern.
Wie man eine Taufe gestaltet, wenn ein Elternteil nicht gläubig ist, das hängt davon ab, welche Möglichkeiten der katholische Ritus hier bietet. Das wird aber Deine Freundin kaum wissen, wenn sie nicht Expertin im katholischen Kirchenrecht ist. Sie könnte also auch nicht mehr machen als zum Pfarrer zu gehen und ihn zu fragen.
Dies ware aber vielmehr Deine Aufgabe gewesen. Du bist schließlich derjenige, der selbst nicht glaubt.
Es hätte sich eine vollkommen andere Situation ergeben, wenn Du nach dem Gespräch mit dem Pfarrer zu Deiner Freundin gegangen wärst und ihr mitgeteilt hättest:"Du weißt ja, dass ich seit einiger Zeit Probleme mit meinem Glauben habe. Dennoch stehe ich natürlich dazu, dass der Kleine, wie abgemacht, getauft werden soll. Ich habe deshalb schon mal beim Pfarrer vorgefühlt, wie der Ritus in diesem Fall ablaufen kann. Das würde dann so und so verlaufen..."
Damit hättest Du gezeigt, dass Du Dich selbst kümmerst, das Problem, das Du mit der Taufe hast, anzugehen.
So aber hat Deine Freundin das sicher als eine Art Rückzieher von Dir gesehen und sich entsprechend alleingelassen gefühlt.
Und anstatt gleich ärgerlich zu werden, weil sie Deine Eltern nicht zum gewünschten Termin empfangen wollte, hättest Du sie auch fragen können, ob Du ihr etwas helfen kannst, damit der Besuch der Eltern für sie nicht zur Belastung wird.
Es ist schon ein Unterschied, ob man nur Zeit mit dem Kind verbringt, weil es eingefordert wird, oder ob man selbst auch aktiv das Familienleben mitgestaltet. Ich kann da schon in Ansätzen erkennen, was Deine Freundin damit gemeint haben könnte, wenn sie sagt, Du wenig Verantwortung zeigst.
Und das da:
Mir haben befreundete Mütter, Hebammen, Ärzte dringend dazu geraten dass sie mal ihre Hormone checken lassen soll. Nichteinmal das hat sie für ihren Sohn geschafft. Sie hat ja solche Probleme aus Prinzip nicht.
geht auch gar nicht. Du redest mit Dritten über ihre Probleme und gibst dann die "dringenden Ratschläge" an sie weiter. Ehrlich gesagt kenne ich keine Frau, die sich sowas bieten lassen würde. Wenn plötzlich Dritte glauben, besser zu wissen, was einem selber fehlt und glauben, gute Ratschläge geben zu müssen, das verträgt man selbst dann nicht, wenn man nicht gerade ein Kind bekommen hat.
Das 'mal als Denkanstoß für Dich.
Hallo,
ich denke, dass ihr beide nicht wisst, wie es weiter gehen soll. Sie ist überfordert, müde, abggespannt und fühlt sich als schlechte Mutter. Du versucht ihr zu helfen, sie spürt aber, dass Du bei dem was Du machen sollst (z.B. wegen der Paartherapie) auch nicht glücklich bist und letzlich endet alles in gegenseitigen Vorwürfen. Ich denke, dass das in etwas eine reale Situationsbeschreibung ist.
Hier kommt ihr eigentlich nur raus, wenn ihr es schafft euch wieder als liebenswert zu sehen (und damit ich keinen S..). Es geht um kleine Aufmerksamkeiten, die viel mehr zeigen, was ihr euch Wert seid. Ein Lächeln, ein Strauss Blumen, eine Tafel Schokolade, Liebelingsessen, vielleicht auch irgend ein verrückter Wohnungsgegenstand, .... und mal ein Wochende ohne Verpflichtungen. Fahrt mal weg (vielleicht kann die Oma beim packen helfen und sich auch um die Wäsche hinterher kümmern), nur ihr und eurer Kind, in einer schönen Umgebung und Zeit für euch, wenn das Kind schläft.
VG Susi
Hallo Tina,
was befreundete Mütter betrifft, gebe ich dir Recht. Aber die Hebamme oder der Arzt sollte im Wochenbett auch für den Vater ein Ansprechpartner sein. Großartig andere Chancen hat er ja nicht, wenn sie nicht ansprechbar ist.
Das mit der Taufe erschließt sich mir auch nicht. Selbst wenn ich mein Okay zu einer religiösen Erziehung gäbe, würde ich als nicht gläubiger Elternteil doch nicht die Aktivitäten an mich ziehen. Das soll doch der machen, dem das so wichtig ist.
Gruß LBM
"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
Das mit der Taufe erschließt sich mir auch nicht. Selbst wenn ich mein Okay zu einer religiösen Erziehung gäbe, würde ich als nicht gläubiger Elternteil doch nicht die Aktivitäten an mich ziehen. Das soll doch der machen, dem das so wichtig ist.
Hallo LBM,
also, ich finde eine solche Einstellung als sehr lieblos.
In einer Partnerschaft sollte man auf die Wünsche des Partners Rücksicht nehmen. Wenn ihr die Taufe wichtig ist, und er eine Änderung des normalen Ablaufs wünscht, dann ist es schon an ihm dafür Sorge zu tragen, dass die immerhin gemeinsam beschlossene Taufe stattfinden kann.
Was würdest Du tun, wenn Dein Partner zu einem für sein berufliches Fortkommen wichtiesn Geschäftsessen eingeladen ist, zu dem auch die Partnerinnen der Geschäftspartner mitkommen sollen. Du selbst magst aber so feine Restaurants nicht und auch die Atmosphäre ist Dir zuwider. Würdest Du da tatsächlich zu Deinem Partner sagen:"Geh doch alleine hin. Ist ja schließlich deine Karriere"?
Und was diese ganze Armada an befreundeten medizinischen Personal betrifft, die er befragt hat: So etwas ist definitiv ein übergriffiges Verhalten.
Hallo Tina,
das kann man nicht vergleichen, finde ich. Ich kann bei so einem Termin gerne für ein paar Stunden die Grand Dame mimen. Aber die religiöse Erziehung ist eine Grundsatzfrage. Ich persönlich würde z. B. keinen tief religiösen Partner haben wollen. Wenn mein Partner nun meinen würde, er möchte unser Kind im evangelischen Glauben erziehen, könnte ich das tolerieren aber nicht fördern (Beim katholischen Glauben würde ich mein Veto einlegen).
Oder um bei deinem Beispiel zu bleiben, ich würde zum Essen gehen, aber sicher nicht beim Chef anrufen und ein Treffen im Ritz vorschlagen 🙂
LG LBM
"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
Ich finde ihr gebt zu schnell auf. Deine Frau mag sich komplett bescheuert benehmen, da stimme ich dir größtenteils zu, aber du hast trotz der Aussage du hättest Verständnis keines für sie. Mich hätte man mal sehen sollen im ersten Jahr mit Baby. Da ist eben nicht mehr eitel Sonnenschein und nein, zeitweise(nicht nur 2-5 Monate!) kotzt man sich vielleicht wirklich gegenseitig an.
Was mir nicht ganz klar wurde: Wie ist euer aktueller Status? Habt ihr euch nun getrennt oder nicht?
Hi,
es klingt für mich so als ob da einfach, auch von deiner Seite, sehr sehr viel Frust im Spiel ist.
Was die Taufe angeht sehe ich es aber ähnlich, organisieren sollte derjenige der gläubig ist,
was aber nicht heißt das der andere sich komplett zurück ziehen sollte, sondern eher
so gut es geht unterstützen.
Und eins noch, wenn es eine Sache gibt die Frau mit Baby zu Hause nicht hören will... dann
ist es das du den ganzen Tag arbeiten bist um die Familie zu versorgen, kapitaler Fehler 😉
Und frag mal deine Freundin ob sie die letzten Monate mal in ihrem Hobbyzimmer war oder
Computerspiele gezockt hat. Und das du mehr Zeit mit Kind verbringst weil sie das so wollte
sagst du ja sogar selbst, natürlich merkt sie das auch und ist nicht glücklich damit.
Und leider ist nicht jede Frau direkt nach der Geburt überglückliche Mama, da spielen die Hormone
verrückt, viele Ängste sind vorhanden, Sorge eine schlechte Mutter zu sein, die Ansprüche
des Umfelds nicht zu erfüllen usw... da kommt man(n) natürlich zu kurz da andere Dinge im Vordergrund
stehen.
Mit all dem möchte ich deine Frau nicht in Schutz nehmen, sondern eher helfen eine
andere Sicht auf die Dinge zu bekommen, verstehe es daher nicht falsch.
Hier ist noch nicht alles verloren...
Ganz aktuell:
leider nichts neues und schon manchem widerfahren:
http://www.spiegel.de/spiegelwissen/lieb-wenn-kinder-die-beziehung-belasten-a-1118321.html
Kopf hoch
mekmen
Ganz aktuell:
leider nichts neues und schon manchem widerfahren:http://www.spiegel.de/spiegelwissen/lieb-wenn-kinder-die-beziehung-belasten-a-1118321.html
Wow :puzz: 40% aller Trennungen, bei denen minderjährige Kinder involviert sind, passieren im ersten Lebensjahr der Kinder.
D.h. dass in den 17 Jahren danach die Zahl der Trennungen nur 1,5 x so hoch ist wie in diesem einen ersten Jahr.
Die Zahl ist wirklich unglaublich. Da wundert es kaum, dass so wenige Menschen ein zweites Kind wollen.
moinsen,
ich weiss nicht, ob da viele etwas überlesen haben oder ob nur mir das komisch vorkommt:
1 Woche später sprach sie mich an, .... Sie hätte nicht den Eindruck dass er mein Sohn sei und ich solle mir Hilfe suchen weil ich ein Problem habe.
ich bin mir nicht sicher wie das gemeint ist . . . . . Man kann es so oder anders aussprechen . . ..
Gruß
jo
Hi!
Schwierige Lage, aber für mich sieht das halt einfach nur nach einer launischen Phase der KM aus. Hier heißt es, natürlich viel Verständnis aufzubringen, aber auch zu zeigen, dass sie weiß was sie an dir hat. Noch ist nicht viel Zeit vergangen, daher habt ihr jetzt noch beste Gelegenheit über alles zu sprechen.
Man gibt keine Dinge auf, die gut sind 😉
