Fängt der Kindergarten nach den Sommerferien in NRW genauso an; wie die Schule??Weiß das jemand??
Hier bei uns machen Kitas ihr eigenes Ding.
Manche machen zu, manche nicht...
LG LBM
"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
🙂 Hallo, mal wieder gibt es was zu berichten und die ein oder andere Frage!!
Vergangenes WE war die Kleine bei uns und soweit alles prima. Am So hat der KV die Kleine dann zur Mutter gebracht und die wartete schon an ihrem gepackten Auto auf ihre Tochter. Mal wieder wurde weder Hallo noch Tschüss gesagt (von der KM) und mit einem "Frauenbauch-Gefühl" kahm KV nach Haus und war der Meinung... da passiert noch was. Hat daran gedacht, sie könnte planen weg zu ziehen. Ich habe ihn dann an den Kindergarten errinnert und an die arbeit der KM und das sie nicht einfach wegzieht oder so. Dann war erstmal alles wieder gut.
Doch gerade bekahm er eine sms von der KM ; Bekommst ....... wie gewohnt am 6.Mai.Wir sind weggefahren.
Es sit also so, das sie ohne den KV zu informieren in den Urlaub gefahren ist (was ansich kein Problem ist und schon garnicht für den KV), jedoch ohne den KV darüber in Kenntnis zu setzten das er weder die folgenden Mittwoche noch das erste Mai UmgangsWE mit seiner Tochter hat. Bedeutet für ihn, drei Wochen ohne seine Tochter.
Er war darauf eingestellt (so schön von der KM formuliert in ihrer sms --gewohnt !) sie diesem MI wieder zu holen und hat seiner Tochter ja auch versprochen mit ihr schwimmen zu gehen. Daraus wird jetzt nichts. Leere Versprechung....
Er ist wahnsinnig entäuscht, das die KM nicht einfach am So gesagt hat das sie für ein paar Tage wegfährt, aber einfach eine sms.....
Ausserdem ist es ja so, das die geregelte Umgangszeiten ein minimum darstellen und auch davon wird ihm Zeit mit seiner Tochter gestohlen....
An Ersatztage ist garnicht erst zu denken!!
Er hat gerade beim JA angerufen um das kurz mitzuteilen und naja, wie man halt so weiß...da kann man (Mann) nichts machen.
Habt ihr Vorschläge....oder einen Rat....oder oder..... :question:
Eine Frage noch zum Schluss: Wenn die Kleine in den Sommerferien eine Woche bei uns ist, wäre es faltal, wenn der KV ihr auch einfach eine sms schreibt, das die Kleine eine Woche (7Tage die sie ihm jetzt genommen hat,sozusagen ersatztage) länger bleibt? Was könnte passsieren? Er fragt sich, kann die KM überhaupt was machen, wenn beide Sorgerecht und ABR haben und er von der KM nie Ersatztage bekommen hat und er immer verzichtet hat, um Steitigkeiten mit der KM aus dem weg zu gehen?!!
Ich für meinen Teil bin entäuscht, das keiner der Frau mal sagt....so ghet das nicht. Naja, kommt Zeit kommt Rat und in Gedult sind wir Meister
tach, ...
eine frage: Können die im Ausland lebenden Großeltern auch wie in Deutschland ein Umgangsrecht einklagen? Wenn ja - in derem Land oder hier??
Moin,
Klageort ist m. W. immer der Ort, wo das Kind lebt.
LG LBM
"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
Hallo VS- Gemeinde, liebe LBM,
meinen ersten Thread hatte ich vor zwei Jahren.
Ich habe aufgehört diesen Thread weiter zu lesen, da ich jetzt erstmal etwas zu Deinem Statement(siehe unten) anmerken möchte.
Immer wieder muss ich ähnliche Dinge lesen.
1000% Kindeswohl muss nicht bedeuten, dass Mama und Papa zusammen bleiben.
Für Kinder ist die Identifikation das Beste. "Wer bin ich und wo gehöre ich hin"
"Mama, Papa und Kind" sind fest im Weltbild der Kinder verankert.
Auch wenn die Beziehung der Eltern untereinander noch so schlecht(keine Liebe/keine Freundlichkeiten) ist ... die Kids wissen wo sie hingehören. Das gibt Sicherheit -> Identifikation.
Wenn sich Eltern trennen, weil sie zu dämlich sind, einen Weg zueinander zu finden, dann wird dieses Bild zerstört.
Natürlich ausgenommen physische und psychische Gewalt an Kindern oder untereinander!!!
Ein neuer Partner macht zwar den Einzelnen glücklich(er) - aber die Kinder leiden viele Jahre unterschwellig. Dies ist mit vielen Studien belegt.
Wenn ich mich für ein Studium entscheide, dann entscheide ich mich auch für wenig Geld und wenig Freizeit - oder anders herum: ich gebe ein Versprechen, meine persönlichen Interessen hinter das Ziel zu stellen.
Wenn ich mich für Kinder entscheide, dann gebe ich ein Versprechen den Kindern und der Mutter gegenüber, die Verantwortung und das Erziehungsziel vor meinem persönlichen Interessen zu stellen.
Leider muss ich all zu oft lesen(hören), dass genau dieser Part der Elternverantwortung verwischt wird.
Potienziell stärker bei den Müttern unter der Prämisse:
- wenn es mir gut geht, dann geht es auch meinen Kindern gut
- lieber getrennt und glücklich als zusammen und unglücklich
Das sind alles nur Rechtfertigungen zur persönlichen Beruhigung und entsprechen nicht der Wahrheit.
Wer 100% das Kinderwohl im Auge haben will, der bleibt zusammen bis die Kinder alt genug sind damit sie die Welt der Erwachsenen besser verstehen.
Wer anders handelt, der handelt nur egoistisch.
Hi
also ich weiß gar nicht was ich hierzu schreiben könnte...mir fehlen die worte
Wer 100% das Kinderwohl im Auge haben will, der bleibt zusammen bis die Kinder alt genug sind damit sie die Welt der Erwachsenen besser verstehen.
für mich kann ich sagen, dass ein Zusammenbleiben mit meinem Ex bis unser Sohn erwachsen ist, bedeutet hätte, dass unser Sohn die Welt der Erwachsenen so erlebt: Streit, unglückliche Eltern, die sich nicht (mehr) einig sind, Mißbilligung der Handlungen des anderen, wachsende Respektlosigkeit, bis hin zur Verachtung.
DAS hätte er als die Welt der Erwachsenen und somit als NORMAL und RICHTIG erlebt, und genau das wollte ich unserem Sohn nicht antun!!
Denn das hätte er dann, selbst erwachsen, so weitergelebt, weil er ja als richtig empfinden würde.
So hat er aber die Chance zu erkennen, dass seine Eltern weiterhin für ihn Eltern sein können, dass eine Partnerschaft aber genau das Gegenteil bedeutet als oben beschrieben. DAS finde ich wahnsinnig wichtig für seine Werte, und seine Erziehung. Ich denke, sogar mein Ex findet das so richtig.
Mehr will ich dazu nicht schreiben.
ligr ginnie
PS hinzugefügt: sorry wenn es ein wenig offtopic ist, aber ich wollte die Aussagen von MSewelies nicht so stehenlassen.
Durch Nachsicht setzt man der Gewalt kein Ende: damit bestärkt man die Gegner nur in der Gewissheit, sie hätten es mit einem Schwächling zu tun, der leicht zu bezwingen ist
für mich kann ich sagen, dass ein Zusammenbleiben mit meinem Ex bis unser Sohn erwachsen ist, bedeutet hätte, dass unser Sohn die Welt der Erwachsenen so erlebt: Streit, unglückliche Eltern, die sich nicht (mehr) einig sind, Mißbilligung der Handlungen des anderen, wachsende Respektlosigkeit, bis hin zur Verachtung.
DAS hätte er als die Welt der Erwachsenen und somit als NORMAL und RICHTIG erlebt, und genau das wollte ich unserem Sohn nicht antun!!
Denn das hätte er dann, selbst erwachsen, so weitergelebt, weil er ja als richtig empfinden würde.
So hat er aber die Chance zu erkennen, dass seine Eltern weiterhin für ihn Eltern sein können, dass eine Partnerschaft aber genau das Gegenteil bedeutet als oben beschrieben. DAS finde ich wahnsinnig wichtig für seine Werte, und seine Erziehung. Ich denke, sogar mein Ex findet das so richtig.
Für mich kann ich sagen, dass das erst so richtig mit der Trennung begonnen hat und und nach 4 Jahren kein Ende abzusehen ist und sich der gegenseitige Hass und die Verachtung immer weiter steigern.
Die einseitige und kostenlose Waffenlieferung an eine der Kriegführenden Parteien führt dazu dass dieser Krieg bis ins unendliche weitergeführt und immer blutiger wird.
Die wenigen Umgänge die ich mit meinen Kindern noch durchführen kann sind mittlerweile so hochgradig belastet, dass sie praktisch undurchführbar geworden sind.
So haben die Kinder keine Chance mehr Eltern als Eltern zu erleben, sondern sind nur Söldner in einem Krieg mit dem sie nichts zu tun haben.
Eine Partnerschaft erleben sie bei beiden nicht, so dass sie aufwachsen wie Kinder in Palästina oder im Kososvo. Ohne jedes Friedensbild und ohne den korrigierenden Einfluss ihrer beider Eltern.
Das ist das, was ich dazu sagen kann.
Das soll kein Angriff auf dich sein liebe Ginnie, aber doch eine Gegenrede auf dein Hohelied der Trennung.
Denn auch dir muss ich sagen, du wirst nicht von deinen Kindern getrennt.
Gruss Beppo
Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.
@ MSewelies,
sorry, aber in welchem Land und in welchem Jahrhundert lebst Du?
"Mama, Papa und Kind" sind fest im Weltbild der Kinder verankert.
auf falschen Annahmen kann man keine richtigen Schlüsse ziehen. Warum ist das "fest verankert"? Und was macht man mit Kindern, wo das rein "technisch" nicht geht (One night stand, Eltern nicht miteinander verheiratet, ein Elternteil verstorben etc.)? Erschiesst man diese Kinder dann oder treibt sie vor der Geburt ab, weil sie sonst das "falsche Weltbild" bekommen?
Deine "These" ist bemerkenswert unreif und eines Menschen mit Erziehungsverantwortung unwürdig! Was Kinder nach der Trennung ihrer Eltern brauchen, ist der ungehinderte Zugang zu beiden (und nicht einmal den kann dieser Staat gewährleisten.) Aber dass Eltern von Rechts wegen zusammenbleiben MÜSSTEN, also unter einem Dach leben, unter einer Decke schlafen, aus einem Topf essen etc., ist kompletter Stuss, selbst wenn sie das mit ihrer Heirat mal "vereinbart" haben. Für die beteiligten Kinder wäre das die reine Hölle - und das "Weltbild" das sie dadurch bekämen, möchte ich mir nicht mal in schlimmen Träumen vorstellen.
Junge, werd' erwachsen. Und erzähl Deinen Kindern niemals solchen Käse - die einzige Reaktion wäre, dass sie Schiss haben, sich überhaupt jemals auf andere Menschen einzulassen...
Just my 2 cents
Martin
(der solche "Zwangsehen" für absolut kindeswohlgefährdend halten würde)
When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.
... Sorry, wenn ich nochmal in diesem Thead poste ... ich weiß, gehört nicht hier herein ... a-a-a-aber:
... Streit, unglückliche Eltern, die sich nicht (mehr) einig sind, Mißbilligung der Handlungen des anderen, wachsende Respektlosigkeit, bis hin zur Verachtung
Streit - kann durch Gespräche ersetzt werden
Mißbilligung der Handlungen - durch Vereinbarungen
Respektlosigkeit - durch Verständnis
... und das alles in einer aktiven Beziehung!
Das meine ich mit Verantwortung innerhalb der Partnerschaft.
Die Eltern brauchen ja nicht 3x tgl. mit einander zu schlafen .... sie müssen sich nur verstehen - dazu gehört Gesprächskompetenz und der Wille.
Wenn Kinder im Spiel sind, dann haben die Eltern einen moralischen Vertrag zu erfüllen.
Das wir leider all zu oft vergessen.
Lieber das inflationäre und einfache Glück suchen.
@beppo
natürlich habe ich das Hohelied der Trennung nur aus meiner Sicht geschrieben. Weil ich persönlich denke dass es für uns alle das Richtige war. Und weil ich auch abgeschlossen habe, und keine Kämpfe ausfechte.
Deshalb finde ich gut dass du auch deine Sicht aufgeschrieben hast. Und bedaure, dass du noch nicht abschließen konntest, was aber nicht an dir liegt!!! Und dass eure Kinder nun Söldner sein müssen (prima trauriger Vergleich und gut auf den Punkt gebracht)
Das mit den inzwischen belasteten Umgängen kenne ich ansatzweise auch durch meinen LG.
Wir versuchen es möglichst so zu gestalten, dass es uns nicht zu sehr belastet, weder die Kinder, noch meinen LG, noch mich...Ein Versuch, der nicht immer erfolgreich ist...bzw. in gewisser Weise den Verzicht meines Lg auf seine Kinder bedeutet. (also Verzicht sie zu sehen, Verzicht ihnen in seinem Sinne Werte und Erziehung mitzugeben usw.)
@MSewelies
du schreibst richtig:
- KANN ersetzt werden...
- Und sie müssen sich nur verstehen...
und wenn nun einer oder beide es nicht ersetzen, oder sich nicht (mehr) verstehen, dann sind sie egoistisch ja?
Das ist weltfremd. Bedenke dass sich Menschen im Laufe ihres Lebens weiterentwickeln, leider nicht immer in die gleiche Richtung.
Oder denk an die Ehen mit Gewalt, soll man die auch aufrecht erhalten, bis die Kinder erwachsen sind??
Na ja. Dein idealismus in allen Ehren. Ist nur nicht immer umsetzbar.
ligr ginnie
Durch Nachsicht setzt man der Gewalt kein Ende: damit bestärkt man die Gegner nur in der Gewissheit, sie hätten es mit einem Schwächling zu tun, der leicht zu bezwingen ist
sorry, aber in welchem Land und in welchem Jahrhundert lebst Du?
... wenn meine fast sieben Jährige Tocher nach fast zwei Jahren ein Bild malt - was malt sie wohl oft??? >> Mama, Papa und Kind
Warum tut sie das?
Bitte denke mal kurz darüber nach ...
@ MSewelies,
... wenn meine fast sieben Jährige Tocher nach fast zwei Jahren ein Bild malt - was malt sie wohl oft??? >> Mama, Papa und Kind
Warum tut sie das?
Bitte denke mal kurz darüber nach ...
sie tut das, weil sie sich die "alten Zeiten" zurückwünscht, in denen es eine Familie und keinen Streit gab. Das tun fast alle Trennungskinder. Und?
Du propagierst hier eine Art "gesetzlichen Zwang zum Glück". Konntest Du dieses Glück selbst realisieren? Nein? Warum nicht? In einem Deiner ersten Postings hier schriebst Du beispielsweise
Früher hatte ich wenig Zeit für meine Mäuse, habe immer viel gearbeitet.
Offensichtlich hatte Deine Ex andere Vorstellungen vom Leben. Das passiert einfach; sie lag nicht an der Kette. Ihr wart nicht einmal verheiratet. Bedenklich finde ich, dass Du über Deine Emotionen von vor 1,5 Jahren - beschrieben hier:
Wenn ich meine Frau sehe, dann fange ich immer noch an innerlich zu zittern. Ich suche ihre Nähe, obwohl ich weiss, daß sie nicht gut für mich ist. Letztens habe ich ihr gesagt, daß ich sie noch liebe. Ihre Antwort war, daß ich mir keine Hoffnung machen brauche.
Ich versuche ihr immer noch ein schlechtes Gewissen einzureden. ( "Du bist verantwortungslos" ... u.s.w. )
Ich verharre immer im Gedanken mit: Ich habe alles verloren und ihr geht es richtig gut.Das schlimme ist, dass ich jede Frau verurteile. "Sobald sie satt sind und ihnen wird langweilig, dann verlassen sie einen sowieso."
Das schlimme ist auch, dass sich meine negative emotionale Lage nicht abschwächt, sonder mit jedem Monat stärker wird.
Manchmal denke ich, dass mein Leben vorbei ist. Den Kinder ein guter Vater sein und die nächsten 20 Jahre ableben.Ich finde nicht mehr zurück.
offensichtlich noch immer nicht hinweg bist und Dir offenbar wünschst, dass das Verhalten der Mutter Eurer Kinder gesetzlich verboten wäre; dass sie gezwungen sein müsste, sich Deinen Lebens- und Wertvorstellungen unterzuordnen, mit Dir unter einem Dach zu wohnen und keinen anderen Mann anzuschauen. Und das ist wirklich mehr als lebensfremd.
Du solltest Dir kompetente therapeutische Hilfe suchen.
Just my 2 cents
Martin
When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.
@ MSewelies:
Klar, jeder Mensch wünscht sich eine heile Welt. Aber die gibt es nun mal nicht. Einige Kinder lernen das erst als Erwachsene, andere als Jugendliche, andere leider schon in frühen Kindesalter. Das ist fraglos schade. Aber eben "das Leben".
Mich zusammenzureißen und meinem Sohn zuliebe die Ehe aufrecht zu erhalten hätte bedeutet, dass ich ihm hätte vorleben müssen, dass es richtig ist, einen alkoholkranken Vater zu decken, seinen Teil der familiären Aufgaben zu übernehmen und mich selbst dabei aufzugeben. NATÜRLICH hatte diese Trennung auch einen egoistischen Aspekt, denn ich war KRANK in dieser Ehe. Und unser Sohn hätte die Eskapaden seines Vaters irgendwann richtig mitbekommen und hätte dann vielleicht so viel Achtung vor seinem Vater gehabt wie ich als junge Erwachsene vor meinem: Keine. Oder noch schlimmer, er hätte gelernt, SO muss ein Mann sich verhalten. Und es ihm nachgemacht. Wenn das ein gutes Ziel sein soll, dann hätte ich lieber verhütet oder abgetrieben.
Ich bin eines dieser Kinder, dessen Eltern sich erst getrennt haben, als ich volljährig war. ICH habe seit ich 12 war meiner Mutter gesagt, sie solle ihn endlich rausschmeißen. Ich habe es gehasst, abends Diskussionen durch die geschlossene Kinderzimmertür zu hören. Ich habe es gehasst, erst den Kopf durch die Tür zu stecken und die Lage peilen zu müssen, bevor ich Besuch rein holte. Wohlbemerkt haben meine Eltern sich in der erkalteten Liebe nicht die Köpfe eingeschlagen, aber dass meine Mutter meinen Vater nicht mehr ertragen hat, das war greifbar. Dass mein Vater im Selbstmitleid versank und keinerlei Huf hoch bekommen hat, um das Problem in den Griff zu kriegen, ebenfalls. Das Verhältnis von uns Kindern zu unseren Eltern hat sich nach und nach verbessert, nachdem jeder von ihnen nach der Trennung wieder "ertragbar" war. Und ja, es tut mir gut zu sehen, dass meine Mutter an der Seite ihres Stiefvaters so glücklich ist, wie sie es verdient hat. Und ich liebe diesen Mann wie meinen Vater, begrenzt dadurch, dass er mir halt nicht von klein an ans Herz gewachsen ist.
Menschen, die sich nichts mehr zu sagen haben, die sich vielleicht schon im Stadium der gegenseitigen Verachtung befinden, tun ihren Kindern NIE einen Gefallen, weder als Ehepaar, noch als Expartner.
Was ich mir gewünscht habe als Trennungskind war, dass meine Eltern sich an meinem Geburtstag an einen Tisch setzen können, ohne sich zu zerfleischen. Dann waren sie meine Eltern und es hat überhaupt keinen Einfluss gehabt, dass sie kein Paar mehr waren!
Und ja, ich habe Verantwortung meinem Sohn gegenüber. Ich habe jetzt die Kraft, die Nerven und die Zeit, dieser Verantwortung gerecht zu werden, weil ich eben keine Zeit mehr dafür verwenden muss, den Schaden, den mein Ex täglich angestellt hat, zu begrenzen. Ich war in der Zeit des Eheendes eine grauenhafte Mutter. Ständig genervt, gereizt und überbelastet. Heute kann ich mit meinem Sohn wieder lachen.
Und natürlich kommen auch eigene Bedürfnisse hinzu und die kann niemand ein Leben lang unterdrücken. Ist es denn toll, einem Kind vorzuleben, eine Ehe "pro Forma" aufrecht zu erhalten und seine persönlichen Eskapaden zu haben? Zu leben um zu arbeiten und einen Schein zu wahren? Das ist verlogen. Und sich in unserem Alter nur noch dem Schicksal zu fügen, dafür fühle ich mich einfach mal 50 Jahre zu jung. Und ich halte diesen Egoismus für gesund, sonst könnte ich mir ja gleich die Kugel geben. (Ach nee, da ist ja noch die Verantwortung, das Funktionieren!)
Was man hinterher daraus macht, liegt in den Händen der Eltern. Dass leider Gottes so viele Eltern das nicht hinkriegen, ist das eigentliche Drama und menschlich unreif. Aber ich bin sicher, diese hätten auch eine platonische Ehe nicht besser hinbekommen.
LBM
"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
@LBM - Respekt für deinen Beitrag!
Mein ex war zwar nicht alkoholkrank, aber hatte u.a. sehr viel selbstmitleid. Nicht zu ertragen und keinerlei Basis um eine "Vernunftehe" hinzubekommen.
Das habe ich ja jahrelang probiert, aber es funktioniert einfach nicht. Macht nur gegenseitig kaputt, und kaputte Eltern können ja nun mal gar nicht im Sinne der Kinder sein...
@all - eigentlich ist diese diskussion gar nicht so offtopic, wenn ihr mal die Überschrift lest und ergänzt:
gespenstisch wie Frauen und Männer denken und handeln können - von wegen Kindeswohl ... passt doch irgendwie!
nachdenkliche grüße ginnie
...nachträglich noch ein paar Fehlerchen korrigiert...
Durch Nachsicht setzt man der Gewalt kein Ende: damit bestärkt man die Gegner nur in der Gewissheit, sie hätten es mit einem Schwächling zu tun, der leicht zu bezwingen ist
In meinen Posts von heute ging es um die Art der Rechtfertigungen, die von manchen in den Vordergrung gestellt werden.
Menschen sind frei und sollen es auch bleiben.
Aber mit etwas mehr Verantwortungsbewußtsein, Verständnis und dem Willen der Elternpflicht gerecht zu werden, könnten manche Trennungen vermieden werden.
Kinder sehen die Welt nicht in der intellektuellen Ausprägung wie wir sie hier darlegen.
Sie sehen die Dinge einfacher - Mama, Papa und Kind
Wahr bleibt ... das Kinder ein Weltbild haben.
Mich nerven nur die zweifelhaften Darlegungen mancher - letzthin klingt das manchmal so, als ob Trennung das "beste" der Welt sei!
Soviel zum Thema Auto-Suggestion.
Ich bleibe dabei, dass das der bessere Weg ist:
Streit - kann durch Gespräche ersetzt werden
Mißbilligung der Handlungen - durch Vereinbarungen
Respektlosigkeit - durch Verständnis
... und das alles in einer aktiven Beziehung!
Das meine ich mit Verantwortung innerhalb der Partnerschaft.
Die Eltern brauchen ja nicht 3x tgl. mit einander zu schlafen .... sie müssen sich nur verstehen - dazu gehört Gesprächskompetenz und der Wille.
Wenn Kinder im Spiel sind, dann haben die Eltern einen moralischen Vertrag zu erfüllen.
Das wir leider all zu oft vergessen.
@ MSewelies,
ich komme trotzdem nicht umhin, die "Realitätsnähe" Deiner Forderungen irgendwo einzusortieren bei Postulaten wie "Wenn die Menschen einfach friedlich miteinander umgehen würden anstatt sich ständig zu bekriegen, bräuchten sie keine Armeen und keine Waffen und könnten das gesparte Geld gegen den Welthunger einsetzen."
Soweit die schöne Theorie. Wie genau sieht die täglich gelebte Praxis aus?
Just my 2 cents
Martin
When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.
die "Realitätsnähe" Deiner Forderungen irgendwo einzusortieren bei Postulaten wie
Lieber Martin ... das soll heißen, dass die Ex-Paare aufhören sollen sich tolle Rechtfertigungen zu schmieden und stattdessen sich einzugestehen:
- ich hab Fehler gemacht
- ich hab nicht aufgepasst
- ich hab versäumt...
- ich habe 50% Schuld
In Folge dessen - jetzt etwas mehr Verantwortung zeigen und eine gewisse "Schuld" einzugestehen und begleichen, indem sie jetzt den Krieg beenden und alles für das Kinderwohl tun.
Schuld einzugestehen ist schwer ...
Darum ging es mir in meinen Posts.
Vielleicht kann ich mich nicht so gut ausdrücken, aber hoffe, dass meine Posts nicht falsch verstanden wurden.
Moin,
ich zB bin der Meinung, dass SCHULD genau der Grund ist, warum nacheheliche Kriege entstehen. Die Schuldfrage ist für mich völlig unerheblich. Für mich steht am Ende einer Beziehung: Es ist vorbei. Und wenn Kinder vorhanden sind: Wie machen wir das Beste daraus.
Wenn ich meinen Mann jetzt dazu zwingen würde zu sagen: "Ich bin schuld am Scheitern unserer Ehe, weil ich Alkoholiker bin!" oder ich sagen würde: "Ich bin schuld, weil ich den Alkoholiker überhaupt geheiratet habe UND noch ein Kind mit ihm bekommen habe.", wem ist damit geholfen? Das sind Dinge, die sind nicht abänderbar. Also warum soll ich darüber überhaupt nachdenken? Das heißt ja nicht, dass ich für die Zukunft nicht versuchen würde, diese Fehler zu vermeiden.
Was hilft es Dir denn, wenn Deine Ex jetzt sagt, dass sie schuld ist? Was bringt das DIR, was eurem Kind? NICHTS!!
Wenn sich Menschen auseinander entwicklen oder einfach die Liebe geht, dann ist das so. Man kann versuchen, einen Weg gemeinsam zurück zu finden, aber wenn es nicht geht, dann geht es nicht. Ich würde behaupten, dass der Großteil Paare, die Kinder haben, darüber nachdenkt, ob es nicht doch irgendwie weiter geht. Die wenigsten Menschen trennen sich aus einer Laune heraus.
Ich würde auch behaupten, umso eher ein Mensch sich bemüht, damit abzufinden, dass die Beziehung vorbei ist und aufhört Schuld zu suchen, desto eher kann er seinen Blick auf das Wesentliche konzentrieren.
Dass es für alles Ausnahmen gibt, möchte ich nicht bestreiten, glaube aber, dass eben die Schuldfrage der Auslöser dafür ist, wenn kein Frieden reinkommt.
LBM
"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
Liebe LBM,
Schuldgefühle regen nachhaltig das Denken an - Der Umkehrschluss wäre also: Wer sich nicht schuldig fühlt, macht sich keine Gedanken, weil er/sie alles richtig gemacht hat.
Das kann auf keinen Fall richtig sein!
Was bringen Schuldgefühle ....
Ein gesundes Maß an Schuldgefühlen erleichtert es auf einander zuzugehen - Zugeständnisse zu machen.
Meine beiden Kinder leiden unter den sporadischen Wochenenden - das ist zur Hälfte meine ,zur Hälfte ihre Schuld. Und die soll jetzt ignoriert werden? - oder anders ausgedrückt: ich soll mich der Verantwortung entziehen?
Meine Kinder wachsen nicht in einer Familie auf ... ist (auch) meine Schuld.
KURZ:
Schuldgefühle(in Maßen) helfen eine Disskusionsgrundlage zu schaffen.
